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Finanzmarktsimulation mit Multiagentensystemen. Entwicklung eines methodischen Frameworks

von Michael Heun

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mh/Fragment 109 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:07 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 1-25
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 35;36, Zeilen: 5-23; 1-17
[• Die Handelsregeln. Dabei lassen sich folgende weitere Unterteilungskriterien angeben:]

— Die Marktform (Market Maker versus Auktionsprinzip).[FN 109]

- Das Preisfeststellungsverfahren (Einheitskursermittlung versus variable Notierung). [FN 110]

— Die Markttransparenz (Offenes versus geschlossenes Orderbuch).[FN 111]

— Das Handelsverfahren (Präsenzhandel versus Computerhandel).[FN 112] Durch die möglichen Kombinationen der genannten Gestaltungsparameter entstehen unterschiedliche Auswirkungen auf die Preise der gehandelten Wertpapiere. Der Untersuchungsgegenstand der Marktmikrostrukturtheorie ist die Bildung geeigneter Kombinationen zur Generierung einer 'möglichst guten' Form einer Börse. Zur Konkretisierung und Beurteilung der Qualität von Börsen ist es notwendig, entsprechende Kriterien für die Güte eines Wertpapiermarktes zu definieren:[FN 113]

• Effizienz: Ein Wertpapiermarkt wird als informationseffizient angesehen, wenn er alle verfügbaren Informationen widerspiegelt.[FN 114] Allgemein gilt die Effizienz eines Wertpapiermarktes als Kriterium der Qualität. Es gibt jedoch auch Überlegungen, die steigende Transaktionskosten bei steigender Informationseffizienz inkludieren. [FN 115]


• Transparenz: Auf einem Finanzmarkt herrscht dann vollkommene Markttransparenz, wenn alle relevanten Informationen stets ohne Verzögerung zur Verfügung stehen. Transparenz ist damit eine Voraussetzung für die mögliche Informationseffizienz eines Marktes.[FN 116]


• Liquidität: Die maximale Liquidität eines Finanzmarktes bedeutet eine möglichst schnelle Abwicklung der Verkaufs- und Kaufaufträge bei minimalen Auswirkungen auf den Preis des Wertpapiers. Als Kriterien für die Liquidität eines Finanzmarktes gelten die Markttiefe, d.h. die Anzahl der abgewickelten Aufträge, die Marktbreite, d.h. das Ordervolumen, und die so genannte Erneuerungskraft, d.h. die Entwicklung des Transaktionspreises hin zum Gleichgewichtspreis. [FN 117]


[FN 109] Vgl. Oehler, Heilmann und Läger (2001); Theissen (1998), S. 8ff. sowie Kim, Lin und Slovin (1997).

[FN 110] Vgl. Madhavan (1992); Oehler et al. (2001) sowie Garbade und Silber (1979). 111 Vgl. Oehler und Unser (2001) sowie Whitcomb (2002), S. 246.

[FN 112] Vgl. Oehler et al. (2001) sowie Amihud und Mendelson (1988).

[FN 113] Vgl. Theissen (1998), S. 45ff.; Oehler (2001), S. 889 sowie Bortenlänger (1996), S. 42ff.

[FN 114] Vgl. Bienert (2001), S. 13ff. sowie die Ausführungen in Abschnitt 3.1.1.1.2.

[115] Vgl. etwa die Diskussion bei Theissen (1998), S. 80ff.

[116] Vgl. O'Hara (1995), S. 252ff. sowie Bortenlänger (1996), S. 46ff.

[117] Vgl. Bortenlänger (1996), S. 49ff.; Theissen (1998), S. 53f. sowie Bernstein (1987), S. 54.

[S. 35]

• Handelsregeln: diese lassen sich wiederum aufteilen in die Gebiete

> Marktform (Market-maker versus Auktionsprinzip)[FN 3]

> Preisfeststellungsverfahren (Einheitskursermittlung versus variable Notierung) [FN 4]

> Markttransparenz (Orderbuch offen versus geschlossen) [FN 5]

> Handelsverfahren (Präsenzhandel versus Computerhandel) [FN 6]


Es ist offensichtlich, daß die jeweiligen Ausgestaltungsformen insbesondere durch ihre mögliche Kombination unterschiedliche Preiswirkungen haben können. Die Frage, die im Rahmen der Marktmikrostrukturtheorie untersucht wird, ist die Bildung einer geeigneten Kombination, um zu einem Ergebnis hinsichtlich einer effizienten Börsenform zu gelangen. Dazu werden zunächst Kriterien benötigt, anhand derer die Qualität eines Wertpapiermarktes beurteilt werden kann. Als geeignete Kriterien gelten: [FN 7]

[FN 3] Vgl. OEHLER/HEILMANN/LÄGER (2001b); THEISSEN (1998), S. 8ff.; KIM/LIN/SLOVIN (1997).

[FN 4] Vgl. MADHAVAN (1992); OEHLER/HEILMAN N/LÄGER (2001b); GARBADE/SILBER (1979).

[FN 5] Vgl. OEHLER/UNSER (1998); WHITCOMB (1985), S. 246.

[FN 6] Vgl. OEHLER/HEILMANN/LÄGER (2001b); AMIHUD/MENDELSON (1988

[FN 7] Vgl. THEISSEN (1998), S. 45ff.; OEHLER (2001), S.889; BORTENLÄNGER (1996), S. 42ff.

[S. 36]

Effizienz: Ein Wertpapiermarkt gilt dann als informationseffizient, wenn die Preise stets alle verfügbaren Informationen widerspiegeln.[FN 1] Dies ist letztendlich die Voraussetzung der Erfüllung der Allokationseffizienzfunktion durch den Markt. Gemeinhin ist Effizienz ein Kriterium zur Messung der Qualität eines Wertpapiermarktes, es ist jedoch auch eine andere Sichtweise denkbar, die die Überlegung der steigenden Transaktionskosten bei steigender Informationseffizienz mit einbezieht.[FN 2]

Transparenz: Vollkommene Markttransparenz ist dann gegeben, wenn alle relevanten Informationen stets unverzüglich zugänglich sind. Somit ist Transparenz eine Voraussetzung für eine mögliche Informationseffizienz, mit dieser aber keinesfalls gleichzusetzen. [FN 3]

Liquidität: Maximale Liquidität bedeutet eine schnellstmögliche Abwicklung der Kauf- und Verkaufsaufträge bei minimalsten Auswirkungen auf den Preis selbst. Charakteristisch für Liquidität ist die Markttiefe (Anzahl der abgewickelten Aufträge), Marktbreite (Ordervolumen) und die Erneuerungskraft (Entwicklung des Transaktionspreises hin zum Gleichgewichtspreis).[FN 4]

[FN 1] Vgl. BIENERT (1996), S. 13ff.

[FN 2] Vgl. die Diskussion bei THEISSEN (1998), S. 80ff.

[FN 3] Vgl. O'HARA (1995), S. 252ff.; BORTENLÄNGER (1996), S. 46ff.

[FN 4] Vgl. BORTENLÄNGER (1996), S. 49ff.; THEISSEN (1998), S. 53f.; BERNSTEIN (1987), S. 54.

Anmerkungen

Fortsetzung S. 108.

Sichter
WiseWoman


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:WiseWoman, Zeitstempel: 20120118182316

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