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Finanzmarktsimulation mit Multiagentensystemen. Entwicklung eines methodischen Frameworks

von Michael Heun

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mh/Fragment 126 03 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:31 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Hansgert Ruppert, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 3-4, 5-8, 10-11
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 69, Zeilen: 7, 10,12-20, 101-103
Eine der am häufigsten untersuchten Anomalien ist die Overreaction, die zu starken Kursausschlägen und hohen Volatilitäten des Marktes führt. [...] So kann etwa eine selektive Wahrnehmung und Verankerung die Preisbewegung verstärken, wenn eine steigende Entwicklung als Ankerwert dient und entgegengesetzte Informationen aufgrund selektiver Wahrnehmung nicht genügend beachtet werden.[FN 194] [...] Auch auftretende kognitive Dissonanzen können zum gleichen Effekt führen.[FN 196]

[FN 194] Vgl. Oehler (1992), S. 112; Shiller (1990), S. 6 sowie De Bond (1995), S. 10.

[FN 196] Vgl. Rapp (1997), S. 104.

[FN 1]

[...]

Beispielsweise kann Overreaction,[...], zu starken Kursausschlägen und Volatilitäten führen. Selektive Wahrnehmung und Verankerung können diese Preisbewegungen verstärken, wenn beispielsweise eine steigende Entwicklung als Ankerwert dient und entgegengesetzte Informationen selektiv mißachtet werden. [FN 2] Auftretende kognitive Dissonanzen führen zu dem gleichen Effekt.[FN 3]


[FN 1] Vgl. für einen Überblick ROSSBACH (2001), S. 16ff.

[FN 2] Vgl. OEHLER (1992), S. 112; DE BONDT(1995), S. 10.

[FN 3] Vgl. RAPP (2000), S. 115.

Anmerkungen

Textfragmente aus der Quelle Schmidt (2003) werden samt Quellenverweis übernommen, leicht umgeschrieben und in die Dissertation eingebaut. Ein Quellenverweis fehlt. Die FN 192 auf der Vorseite am Ende des letzten Abschnitts ("Vgl. für einen Überblick Roßbach (2001), S. 16ff. sowie Schmidt (2003), S. 62ff.") lässt den Leser nicht vermuten, dass hier einfach übernommen wurde. (Der erste Teil dieser Fußnote findet sich, wie man hier sehen kann, übrigens auch schon bei Schmidt.)

Sichter
Hindemith HgR Graf Isolan

[2.] Mh/Fragment 126 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:25:33 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, Roßbach 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
141.3.10.100, Lukaluka, Kannitverstan, 95.222.59.36, Bummelchen, Hindemith, Senzahl, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 12-27
Quelle: Roßbach 2001
Seite(n): 18, Zeilen: 1-16
Auf realen Märkten lässt sich neben der Overreaction oft auch eine Underreaction beobachten, d.h. die Kurse der gehandelten Wertpapiere reagieren verzögert auf die Bekanntmachung von Unternehmensergebnissen.[FN 197] Diese lässt sich unter Zuhilfenahme der Verankerung und des Mental Accounting erklären. Während die Verankerung dazu führt,

dass sich die Erwartungsbildung an vergangenen Erwartungen orientiert und damit neue Informationen nicht vollständig verarbeitet werden,[FN 198] kann das Mental Accounting sogar dazu führen, dass Unternehmensergebnisse und die zugehörigen Aktien in verschiedenen mentalen Konten geführt werden.[FN 199]

Die Kalenderanomalien werden in der Literatur meist mit Hilfe des Mental Accounting erklärt, da insbesondere professionelle Anleger dazu neigen, für spezielle Perioden separate mentale Konten zu führen.[FN 200] Allerdings existieren auch ökonomische Ursachen für diese Anomalien. Insbesondere für den Januareffekt findet sich die alternative Begründung, dass steuerliche Überlegungen zum Ende eines Jahres zur Realisierung von Verlusten auf Aktienpositionen führen, die am Beginn des Folgejahres wieder aufgebaut werden.[FN 201]

Auch für den Indexeffekt kann das Mental Accounting einen Erklärungsansatz liefern. Wird eine Aktie in einen bestimmten Index aufgenommen, so wird sie auch vom Anleger [in ein anderes mentales Konto, das für Aktien in diesem Index eingerichtet wurde, eingeordnet und erfährt dort eine dem neuen Konto entsprechende Bewertung, die von den Bewertungsmechanismen im 'alten' Konto abweichen kann. [FN 202] Eine alternative Erklärung kann auch in den zunehmend zu beobachtenden Indexierungsstrategien im Portfoliomanagement gesehen werden.[FN 203]]

[FN 197] Vgl. Bernard und Thomas (1992).

[FN 198] Vgl. von Nitzsch und Friedrich (1999), S. 498.

[FN 199] Vgl. De Bond (1995), S. 11.

[FN 200] Vgl. Shiller (1998), S.9.

[FN 201] Vgl. Pilcher (1993), S.119.

[FN 202] Vgl. Shiller (1998), S. 8f.

[FN 203] Vgl. Roßbach (2001), S. 18.

Neben der Überreaktion läßt sich auch häufig eine Unterreaktion auf dem Kapitalmarkt beobachten. So reagieren die Kurse oft erst mit einer Verzögerung auf die Bekanntmachungen der Unternehmensergebnisse.[FN 84] Als Begründungen hierfür werden die Verankerung sowie das Mental Accounting angeführt. Die Verankerung bewirkt, dass man sich bei der Erwartungsbildung häufig an vorangegangenen Erwartungen orientiert und somit selbst bei auffällig abweichenden Informationen nicht die notwendigen Schlussfolgerungen in vollem Umfang zieht. [FN 85] Das Mental Accounting kann dabei sogar dazu führen, dass die Unternehmensergebnisse zunächst einem anderen mentalen Rahmen zugeordnet werden als die Aktien selbst. [FN 86]

Das Mental Accounting wird auch zur Erklärung der Kalenderanomalien angeführt, wobei insbesondere die professionellen Anlagemanager dazu neigen, für eine neue Periode (Woche, Monat, Jahr) ein neues mentales Konto eröffnen. [FN 87] In ähnlicher Weise wird der Index-Effekt begründet, wonach eine Aktie durch ihre Zugehörigkeit zu einem Index in ein anderes mentales Konto transferiert und dort auch anders bewertet wird. [FN 88]

[FN 78] Vgl. Maas/Weibler (1997), S. 117.

[FN 84] Vgl. Bernard/Thomas (1992).

[FN 85] Vgl. von Nitzsch/Friedrich (1999), S. 498.

[Fn 86] Vgl. DeBondt (1995), S. 11.

[FN 87] Vgl. Shiller (1997), S. 9. Eine andere Begründung findet sich, zumindest für den Januareffekt, in der Annahme, dass zum Ende des Fiskaljahres noch versucht wird, zur Erlangung steuerlicher Vorteile Verluste auf Aktienpositionen zu realisieren, die dann zu Jahresbeginn wieder aufgebaut werden (vgl. Pilcher (1993), S. 119).

[FN 88] Vgl. Shiller (1997), S. 8f. Der Effekt könnte andererseits aber auch auf die zunehmenden Indexierungsstrategien im Portfoliomanagement zurückzuführen sein.

Anmerkungen

Teilweise sind die Übernahmen wörtlich, teilweise sinngemäß, ein Verweis auf die Quelle fehlt, bzw. bezieht sich nur auf den letzten Satz. Insbesondere stammen alle Literaturverweise auch von Roßbach. Die FN 192 auf der Vorseite am Ende des letzten Abschnitts ("Vgl. für einen Überblick Roßbach (2001), S. 16ff. sowie Schmidt (2003), S. 62ff.") lässt den Leser nicht vermuten, dass auf den Folgeseiten teilweise wörtliche Übernahmen zu finden sind. FN 87 des Originals wandert in den Text, ebenso FN 88. die Literaturangabe De Bond ist falsch geschrieben, richtig wäre gewesen: DeBondt

Sichter
Bummelchen (Text) Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Graf Isolan, Zeitstempel: 20120126114850

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