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Finanzmarktsimulation mit Multiagentensystemen. Entwicklung eines methodischen Frameworks

von Michael Heun

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mh/Fragment 137 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-08 09:26:03 Kybot
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 137, Zeilen: 1-24
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 82, 83, Zeilen: 1ff; 6ff
[Die Gewichtung externer Quellen hängt von mehreren Faktoren ab: [FN 243]]

• Die Informationsaufnahme ist durch die Verfügbarkeit der Informationen begrenzt. D.h. eine reduzierte Verfügbarkeit von Informationen hemmt auch die aktive Suche nach externen Quellen. [FN 244]

• Ist der Entscheider von einer Entscheidung bzw. von deren Ergebnis persönlich betroffen, so erhöht sich die Informationsmenge, auf die er zugreift, und damit auch die Anzahl der betrachteten externen Quellen. [FN 245]

• Die Bedeutung externer Quellen ist geringer, wenn über das Entscheidungsproblem viele interne Informationen vorliegen.[FN 246] So wird etwa ein Anleger, der bereits Anlageentscheidungen in der Vergangenheit getroffen hat, gezielt wenige externe Quellen heranziehen, während ein anderer potenzieller Anleger ohne diese Kenntnisse stärker auf externe Quellen zugreift.[FN 247]

• Die Bedeutung von Informationsquellen kann ebenfalls durch eine Kosten-Nutzen-Analyse beeinflusst werden. Dabei werden als Kosten nicht nur die monetären Kosten, beispielsweise zur Nutzung einer kostenpflichtigen Quelle, betrachtet, sondern auch der Zeitaufwand, der (kognitive) Aufwand zur Informationsgewinnung sowie Verzögerungen der Entscheidungsfindung. Abhängig vom (erwarteten) Zusatznutzen von Informationen wird dann unter Beachtung dieser Kosten bewertet, ob eine weitere Informationssuche bzw. Informationsaufnahme lohnenswert erscheint. [FN 248]

Insbesondere im Rahmen der Konsumentenforschung wurde bislang das Informationsaufnahmeverhalten von Individuen experimentell erforscht. Im Zentrum dieser Untersuchungen stehen die Fragen, wie viele Informationen aufgenommen werden (Umfang), welche Informationen ausgewählt werden (Selektion) und ob systematische Aufnahmemuster (Strategien) existieren. [FN 249] Die Ergebnisse dieser Forschungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: [FN 250]

[FN 243] Vgl. Bettman (1979), S. 119ff.; Schmidt (2003), S. 73f. sowie Newman (1977), S. 86ff. Zur möglicherweise mangelnden Berücksichtigung interner Quellen vgl. die Studie von Renkl, Mandl und Gruber (1996).

[FN 244] Vgl. Schopphoven (1996), S. 65.

[FN 245] Vgl. Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 92ff.; Höser (1998), S. 93ff. sowie Felser (1997), S. 65f. Es zeigt sich, dass steigendes Commitment somit nicht nur zu einer Änderung der Wertfunktion der Prospect Theory führt, sondern sich bereits in der Phase der Informationswahrnehmung niederschlägt; vgl. zur Auswirkung von Commitment auf die Wertfunktion Gierl, Helm und Stumpp (2001), S. 562ff. sowie von Nitzsch und Friedrich (1999), S. 74. Versuchspersonen bewerten etwa Informationen zu einem Thema, auf das sie aufmerksam gemacht wurden, höher; vgl. Iyengar und Kinder (1987).

[FN 246] Diese internen Faktoren können noch weiter aufgesplittet werden in 'Struktur des Bedarfs', 'Kenntnis des Angebots' und 'Erfahrung des Konsumenten'; vgl. Grunert (1982).

[FN 247] Vgl. Newman (1977), S. 87 sowie Gemünden (1986), S. 11.

[FN 248] Vgl. van Raaij (1988), S. 79; Silberer (1979), S. lOlf. sowie Antonides und van Raaij (1998), S. 507f.

[FN 249] Vgl. Bettman (1979), S. 110.

[FN 250] Vgl. Schmidt (2003), S. 74ff.

[S. 81]

Allerdings hängt es von mehre-

[S. 82]

ren Faktoren ab, wie intensiv die externe Suche im Gegensatz zur internen Suche betrieben wird: [FN 1]

• Die Verfügbarkeit von Informationen begrenzt bereits die Informationsauf-nahme. Lassen sich bei einer Entscheidung für den Entscheider nur wenig verfügbare Informationen finden, so ist auch die externe Suche begrenzt. [FN 2]

• [...] Ist der Entscheider persönlich tangiert [...], wird er auf eine insgesamt größere Informationsmenge und somit auch in höherem Maße auf externe Quellen zurückgreifen als ein Entscheider, der nicht persönlich betroffen ist. [FN 3]

• Liegen über das Entscheidungsproblem bereits viele interne Informationen vor, so ist die Bedeutung der externen Quelle geringer. [FN 4] Hat ein potentieller Anleger Anlageentscheidungen in der Vergangenheit getroffen, so wird er sich auf wenige gezielte externe Informationen beschränken, während ein anderer Anleger, der diese Entscheidung das erste Mal trifft und somit über keine Erfahrungswerte verfügt, die externen Quellen stärker in Anspruch nimmt.

• Auch die Kosten-Nutzen-Frage kann die Bedeutung der Informationsquelle beeinflussen. [FN 5] Mit Kosten sind dabei nicht unbedingt nur die monetären Kosten gemeint, sondern auch der Zeitverbrauch, die Anstrengung zur Informationsgewinnung oder die zeitliche Verzögerung bei der Entscheidungsfindung. Diese Kostenfaktoren werden in Zusammenhang mit dem Zusatznutzen weiterer Informationen gebracht und danach entschieden, ob sich eine weitere Informationsaufnahme lohnt.

[FN 1] Vgl. BETTMAN (1979), S. 119ff.; NEWMAN (1980), S. 86ff. Es wird grundsätzlich unterstellt, daß die internen Informationen auch genutzt werden können. RENKL/MANDL/GRUBER (1996) dagegen belegen in ihrer Studie die Möglichkeit der mangelnden Berücksichtigung vorliegender interner Informationen.

[FN 2] Vgl. SCHOPPHOVEN (1996), S. 65.

[FN 3] Vgl. WEINBERG/KROEBER-RIEL (1999), S. 92ff.; HÖSER (1998), S. 93ff.; FELSER (1997), S. 65f. Die persönliche Betroffenheit fördert dann auch die Informationswahrnehmung. Wie IYENGAR/KINDER (1987) nachweisen können, bewerten Versuchspersonen Informationen zu einem Thema höher, auf das sie aufmerksam gemacht wurden.

[FN 4] GRUNERT (1982) schlüsselt diesen internen Faktor noch weiter auf in „Struktur des Bedarfs" (gemeint sind die präzisen Vorstellungen, die ein Entscheider von den potentiell möglichen Informationen hat), „Kenntnis des Angebots" und „Erfahrung des Konsumenten". S.a. NEWMAN (1977), S. 87; GEMÜNDEN (1986), S. 11.

[FN 5] Vgl. VAN RAAIJ (1988), S. 79; SILBERER (1979), S. 101f.; ANTONIDES/VAN RAAIJ (1998), S. 507f.

[S. 83]

[...]

Die Erforschung des Informationsaufnahmeverhaltens erfolgte bisher meist im Rahmen der experimentellen Konsumentenforschung. [...] Die Fragestellungen sind dabei beispielweise, wieviele Informationen aufgenommen werden (Umfang), ob und wenn ja welche Informationen ausgewählt werden (Selektion - Inhalt), und ob es Aufnahmemuster gibt (Strategien), die bei verschiedenen Personen regelmäßig auftreten. [FN 2]

Als Ergebnis dieser Forschungen lassen sich folgende Punkte festhalten:

[FN 2] Vgl. BETTMAN (1979), S. 110.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 136. Es wird nahezu eine ganze Seite in umformulierter Form. Auch alle 15 Literaturverweise wurden übernommen. Auf Schmidt (2003) wird in FN 250 sowie in FN 243 verwiesen (jeweils auf die falsche Seite). Während sich FN 250 nicht auf die in diesem Fragment dokumentierten Abschnitte bezieht, wird Schmidt (2003) in FN 243 nur als eine von drei Quellen genannt, und der Verweis wird mit "vgl." eingeleitet, so dass für den Leser keineswegs klar wird, dass im Folgenden Schmidt übernommen wird, im Gegenteil, der Leser muss annehmen, dass Schmidt nur eine Quelle von vielen ist.

Sichter
Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20120127222125

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