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Finanzmarktsimulation mit Multiagentensystemen. Entwicklung eines methodischen Frameworks

von Michael Heun

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mh/Fragment 147 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:21 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 5-17, 103-109
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 158-159, Zeilen: S. 158, 17-24.110-113 und S. 159, 1-3.18-21.101-102.106
Dabei ist die Tendenz zur Uminterpretation diskrepanter Informationen deutlich stärker ausgeprägt als die Tendenz zur Anpassung des aktivierten mentalen Modells bzw. zur Anwendung eines anderen mentalen Modells, das die Situation möglicherweise besser abbilden würde.[FN 306] Insbesondere am Finanzmarkt ist dieses Verhalten zu beobachten und kann zur Erklärung von Crashes und Bubbles herangezogen werden.[FN 307] Auch als Ursache der besseren Performance von Experten insbesondere in experimentellen Anlagesituationen kann die Verwendung mentaler Modelle identifiziert werden, da die Erfahrung von Experten, die sich in mentalen Modellen manifestiert, eine effizientere Informationsauswertung verglichen mit unerfahrenen Versuchsteilnehmern erlaubt.[FN 308] Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse über die Anwendung mentaler Modelle sind empirisch feststellbare Abweichungen von normativ als rational definiertem Verhalten nicht mehr als 'Irrationalitäten', 'Anomalien' oder 'Biases' zu klassifizieren sind, sondern als individuell vernünftiges Verhalten.[FN 309]

[FN 306] Vgl. dazu die empirischen Ergebnisse von Tversky und Kahneman (1980), S. 59-61.

[FN 307] Vgl. zu diesen Erklärungsansätzen, die auf der Massenpsychologie nach Le Bon (1982) basieren, auch Dinauer (1976), S. 26-29; Frey und Stahlberg (1990); Kindleberger (1978), S. 28-41; Shiller (1984); Shiller (1990); Shiller (1992), S. 54-58 sowie Tvede (1991), S. 217-317.

[FN 308] Vgl. Bouwman, Frishkoff und Frishkoff (1987), S. 26 sowie Jacoby, Kuss, Mazursky und Troutman (1985), S. 103.

[FN 309] Vgl. Einhorn und Hogarth (1981), S. 8f.

[Seite 158]

Die Tendenz zur Uminterpretation von Informationen, die mit dem aufgerufenen Modell nicht in Übereinstimmung zu bringen sind, ist bei weitem stärker als die einer Anpassung des Modells bzw. der Anwendung eines anderen, die Situation möglicherweise besser abbildenden Modells.[FN 5] Dieses Verhalten ist auch an Finanzmärkten häufig zu beobachten und kann unter anderem zur Erklärung von Bubbles und Crashes herangezogen werden.[FN 6] Mentale Modelle werden auch als Ursache der besseren Performance von Experten in experimentellen Anlagesituationen identifiziert. Mit Hilfe verbaler Protokolle konnte festgestellt werden, daß sich die Erfah-

[FN 5] Vgl. dazu auch die empirischen Ergebnisse von Tversky, A./Kahneman, D. (1980) S. 59-61.

[FN 6] Vgl. zu diesen auf der Massenpsychologie nach Le Bon, G. (1973) basierenden Erklärungsansätzen Dinauer, J. (1976) S. 26-29; Frey, D./Stahlberg, D. (1990); Kindleberger, C. R. (1978) S. 28-41; Shiller, R. J. (1984); Shiller, R. J. (1990b); Shiller, R. J. (1992) S. 54-58; Tvede, L. (1991) S. 217-317.

[Seite 159]

rung von Analysten in bestimmten mentalen Modellen manifestiert und diese eine effizientere Informationsauswertung im Vergleich zu unerfahreneren Versuchsteilnehmern erlauben.[FN 1]

[...] Aus dieser Perspektive sind die experimentell in fast unüberschaubarer Zahl festgestellten Abweichungen von gewissen Rationalitätsnormen nicht mehr als „Irrationalitäten“, „Anomalien“ oder „Biases“ zu klassifizieren, sondern als individuell vernünftiges Verhalten.[FN 4]

[FN 1] Vgl. Bouwman, M. J./Frishkoff, P. A./Frishkoff, P. (1987) S. 26; Jacoby, J./Kuss, A./Mazursky, D./Troutman, T. (1985) S. 103.

[FN 4] Vgl. Einhorn, H. J./Hogarth, R. M. (1981) S. 8f. [...]

Anmerkungen

Ein Verweis auf Unser 1999 findet sich auf der Vorseite, ohne sich auf dieses Textfragment zu beziehen.

Sichter
Hindemith

[2.] Mh/Fragment 147 18 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2012-04-07 10:36:23 Kybot
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 18-24
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 91, Zeilen: 14-23
3.2.2.5 Erfahrungsbildung und Lernen

Ein weiteres zentrales Element der Informationsverarbeitung stellt die Erfahrungsbildung dar. Für Entscheidungen am Aktienmarkt scheint dies relevant, sofern der Anleger nicht nur eine einmalige Anlage tätigt, was insbesondere bei institutionellen Anlegern, aber auch beim Großteil der privaten Anleger der Fall ist. Eng verknüpft mit der Erfahrungsbildung ist, insbesondere aus psychologischer Sicht, der Begriff des Lernens. [FN 310] Stellvertretend für die Vielzahl an Definitionen, die in der Literatur für das Lernen zu finden sind, sei hier die[Folgende genannt:]

[FN 310] Der Begriff der Erfahrung wird in der Forschung auch unter dem Aspekt der Unterscheidung zwischen angeborenen und erlernten Einflüssen auf die Wahrnehmung untersucht; vgl. Murch und Woodworth (1978), S. 152ff. In dieser Arbeit wird auf die Erfahrungsbildung im Rahmen von Entscheidungen fokussiert.

3.3.4 Erfahrungsbildung und Lernbegriff

Eine Eigenschaft der Informationsverarbeitung ist die mögliche Erfahrungsbildung, der ein Entscheider unterliegt. Dies trifft auch für Entscheidungen am Aktienmarkt zu, sofern der individuelle Anleger es nicht bei einer Einmalent-scheidung beläßt. In besonderem Maße ist diese Eigenschaft für institutionelle Anleger relevant.

Nähert man sich der Erfahrungsbildung aus psychologischer Sicht, so trifft man zunächst auf den Begriff des Lernens.[FN 2]

Lernen wird in der Literatur verschiedentlich definiert und interpretiert. Die folgende Definition ist repräsentativ für gängige Definitionen:

[FN 2] Es muß zusätzlich erwähnt werden, daß das folgende Kapitel II 3.3.4 ausschließlich auf Erfahrungsbildung fokussiert, wie sie im Rahmen der Entscheidung verstanden wird. Erfah-rung wird in der Literatur auch unter dem hier nicht betrachteten Aspekt der Forschung über den Unterschied zwischen angeborenen und erlernten Einflüssen auf die Wahrnehmung verstanden. S. dazu ausführlich MURCH/WOODWORTH (1978), S. 152ff.

Anmerkungen

Übernahme des Textes ohne Quellenverweis in umformulierter Form. Auch der Verweis auf Murch und Woodworth (1978) wird übernommen. Hier beginnt eine mehrseitige Übernahme.

Sichter
Hindemith


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Hindemith, Zeitstempel: 20120209003516

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