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Mh/Dublette/Fragment 156 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, 213.102.94.209
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 156, Zeilen: 1-22
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 101,102, Zeilen:
• Der 'Competency Effect' liefert auch eine Erklärung für den Home Bias: Anleger fühlen sich bei inländischen Aktien kompetenter als bei ausländischen Aktien.[FN 356]

• Eine Person mit hohem Wissensstand wird sich auch subjektiv kompetent fühlen und sich entsprechend im Rahmen einer Entscheidung verhalten.[FN 357]

Bei der Kontrollüberzeugung (Locus of Control, LoC), die auf die Arbeiten von White (1959) und Rotter (1966) zurückgeht, kann unterschieden werden in interne und externe Kontrollüberzeugung.358 Dabei bezeichnet die interne Kontrollüberzeugung das Ausmaß, „in dem eine Person Ereignisse als Konsequenzen ihres eigenen Verhaltens erlebt."359 Un-ter externer Kontrollüberzeugung wird hingegen „das Ausmaß, in dem sie das Geschehen auf Schicksals- oder Zufallsumstände zurückführt, auf die sie keinen Einfluß hat" [FN 360] verstanden. Die wichtigsten empirischen Ergebnisse zum Einfluss der Kontrollüberzeugung auf den Informationsprozess sind im Folgenden zusammengefasst:[FN 361]


• Internale gehen in allen Phasen des Informationsprozesses zielgerichteter vor. Sie lassen sich weniger von externen Einflüssen ablenken und stressauslösende Faktoren, z. B. Termindruck, werden als weniger belastend empfunden und eher auf kognitiver Ebene verarbeitet.[FN 362]


• Die Delegationsbereitschaft von Internalen ist niedriger als die von Externalen. [FN 363]

• Internale sammeln eine größere Menge an Informationen und verlassen sich mehr auf Informationen, die sie selbst generiert haben. Externale greifen eher auf externe Informationsquellen zurück.[FN 364]

• Die Kontrollillusion kann zu einer künstlichen Erhöhung der subjektiven Sicherheit führen, da neue Informationen ignoriert oder uminterpretiert werden. [FN 365]


[FN 356] Vgl. etwa die Studien von Kilka und Weber (2000) sowie Kilka (1998).

[FN 357] Vgl. Oehler (1995), S. 94.

[FN 358] Zum Konzept der Kontrollüberzeugung vgl. etwa Mielke (1982); Mielke (1996); Kozielecki (1981), S. 300ff.; Strickland (1977); Strickland, Lewicki und Katz (1966); Krampen (1982); Krohne und Kohlmann (1990), S. 532ff.; Bungard und Schultz-Gambard (1990); Burger (1992); Osnabrügge, Stahlberger und Frey (1985); Niketta (1982); Lefcourt (1976); Lefcourt (1981); Lefcourt (1983) sowie Lefcourt (1984). Zu möglichen Ursachen vgl. etwa Schneewind (1982), S. 219ff. sowie Schneewind (1989), S. 83f. Zu einer weiteren möglichen Differenzierung vgl. Thompson (1981), S. 90f.

[FN 359] Mielke (1996), S. 185.

[FN 360] Mielke (1996), S. 185.

[FN 361] In der Literatur haben sich die Bezeichnungen 'Internale' bzw. 'Externale' für Personen, bei denen die interne bzw. externe Kontrollüberzeugung überwiegt, eingebürgert.

[FN 362] Vgl. Amlenag und Bartussek (2001), S. 512ff. sowie Mielke(1996), S. 193f.

[FN 363] Vgl. Oehler (1995), S. 98 und S. 163f. 364 Vgl. Fisher (1996) sowie Kozielecki (1981), S. 303. 365 Vgl. Hosseini (1997), S. 186.

S. 101

Betrachtet man auch hier den Zusammenhang zwischen der subjektiven Kompetenz und dem Informationsprozeß, so konnte gezeigt werden, daß Personen mit niedriger subjektiver Kompetenz eine geringere Anzahl an Zielbildungs- und Zielfindungsphasen innerhalb des Entscheidungsprozesses aufweisen. Der Informationsprozeß tendiert zu eher oberflächlichen Analysen, bei denen weniger Informationen aufgenommen werden. [FN 2]


Liegt eine geringe subjektive Kompetenz (i.S. der oben getroffenen Definition) vor, so existieren entsprechende Phänomene an Aktienmärkten. So fühlen sich Anleger bei inländischen Aktien kompetenter als bei ausländischen [FN 3] oder bevorzugen generell Alternativen, bei denen sie sich für kompetenter halten.[FN 4]


Der Wissenstand eines Entscheiders ist im gesamten Informationsprozeß von großer Bedeutung, da sowohl vorhandene Informationen als auch Erfahrungen diesen begleiten. Hinzuweisen ist noch auf den Zusammenhang zwischen Wissensstand und subjektiver Kompetenz: Ein Individuum, das einen hohen Wissensstand bezüglich einer Problemstellung hat, wird sich hier auch subjektiv kompetent fühlen und sich dementsprechend im Rahmen einer Entscheidung verhalten.

b) Kontrollüberzeugung

Das Konstrukt der Kontrollüberzeugung geht auf die Forschungen von ROTTER zurück.[FN 6] Es wird zwischen den beiden Extremfällen interne und externe

[FN 2] Vgl. DÖRNER/REH/STÄUDEL (1983), S. 592ff.; DÖRNER/REITHER/STÄUDEL (1983), S. 75f.; und die ausführliche Studie von STÄUDEL (1987); HEATH/TVERSKY weisen in ihrer Studie 1990 nach, daß es einen sogenannten „competence effect" gibt, d.h. daß Indi-viduen sich in Risikosituationen eher für die Alternative entscheiden, bei der sie sich sub-jektiv kompetent fühlen. Eine ähnliche experimentelle Studie führen KEPPE/WEBER (1993) durch.

[FN 3] Vgl. die Studie von KILKA/WEBER (1999) und KILKA (1998).

[FN 4] Vgl. die Studien von HEATH/TVERSKY (1990) und KEPPE/WEBER (1995).

[FN 5] Vgl. OEHLER (1995), S. 94.

[FN 6] Vgl. ROTTER (1966). Andere Autoren entwickeln die sog. self-serving-bias-Hypothese, nach denen Individuen systematisch Erfolge eher auf interne Verursachungsbedingungen, Mißerfolge dagegen auf externe Ursachen zurückführen. Diese Hypothese gilt v.a. für Per-[sonen mit hohem Selbstwertgefühl, während Personen mit niedrigem Selbstwertgefühl ten-denziell ein umgekehrtes Muster aufweisen. Die Kontrollüberzeugung ist danach eher ein Prinzip, das dem Konstrukt des Selbstwertgefühls folgt. Vgl. dazu KRAH£ (1984) und MILLER/ROSS (1975).]

S. 102


Kontrollüberzeugung unterschieden, wobei eine interne Kontrollüberzeugung das Ausmaß bezeichnet, „in dem eine Person Ereignisse als Konsequenzen ihres eigenen Verhaltens erlebt", während eine externe Kontrollüberzeugung „das Ausmaß, in dem sie das Geschehen auf Schicksals- oder Zufallsum-stände zurückführt, auf die sie keinen Einfluß hat" bezeichnet.[FN 1] Eine Differenzierung kann folgendermaßen durchgeführt werden:

{

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 155. Weiterhin wird massiv Text aus den nachfolgenden Kapiteln modifiziert und verkürzt mit Quellenangaben übernommen.

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