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Mh/Fragment 027 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Hindemith, Guckar, Cassiopeia30, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 01-09; 109-114
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 18, Zeilen: 13-24; 106-110
Für die Prämisse vollständiger Rationalität wird oft der Selektionsmechanismus des Marktes angeführt.[FN 164] Dabei wird unterstellt, dass sich langfristig nur solche Individuen am Markt behaupten können, die optimierendes Verhalten im evolutionären (Markt-)Prozess praktizieren.[FN 165] Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die Kosten exakter Entscheidungen so hoch sein können, dass die Anwendung von Heuristiken das "Überleben" [FN 166] sichert.[FN 167] Auch sind insbesondere Finanzmärkte nicht statisch, sondern dadurch gekennzeichnet, dass ständig Marktteilnehmer eintreten und austreten; insbesondere für die neu eintretenden Marktteilnehmer sind (etwa aufgrund mangelnder Erfahrung) Abweichungen vom rationalen Verhalten zu erwarten.[FN 168]

[FN 164] Dieser Punkt liefert eine interessante Fragestellung, die mit dem Modell, das in Teil 2 dieser Arbeit vorgestellt wird, untersucht werden kann, nämlich ob Agenten, die auf der Erwartungsnutzentheorie aufbauende Modelle verwenden, eine Outperfomance gegenüber anderen Agenten erzielen.

[FN 165] Vgl. etwa Arrow (1974) und Heiner (1983).

[FN 166] Fischer (2004a), S. 18.

[FN 167] Akerlof und Yellen (1985) zeigen in ihrer Arbeit, dass schon kleine Abweichungen vom rationalen Verhalten in ökonomischen Modellen zu Änderungen des resultierenden Gleichgewichts führen können.

[FN 168] Vgl. Frey und Eichenberger (1989b).

Ein weiteres Argument für die Prämisse vollständiger Rationalität lautet, daß sich nur Individuen (am Markt) behaupten können, die optimierendes Verhalten an den Tag legen bzw. umgekehrt nur Strategien und Verhaltensmuster im evolutionären Prozeß bestehen, die sich auch wirklich als vorteilhaft erweisen.[FN 5] Da die unbeschränkte Rationalität dazu führt, daß der Entscheidungsträger "das Beste" tut, sei es auch wahrscheinlich, daß er in seinem eigenen Interesse genau so handelt. Jedoch ist dabei zu bedenken, daß die Kosten exakter Entscheidungen durchaus prohibitiv hoch sein können, so daß "Überleben" gerade durch die Anwendung nicht-exakter Daumenregeln gesichert wird.[FN 6] Zudem sprechen empirische Beobachtungen, z.B. auf Versicherungs- und Finanzmärkten, gegen dieses Argument, da auf diesen Märkten durchaus abweichendes Verhalten beobachtet wird, und schließlich sind Märkte nicht statisch, sondern es treten ständig Marktteilnehmer ein und aus, und gerade für die neu eintretenden Individuen sind Abweichungen von rationalen Verhalten zu erwarten.[FN 7]

[FN 5] Vgl. Arrow (1974, S. 41) und Heiner (1983).

[FN 6] Hierzu jedoch Schlicht (1990, S. 708): "Theory thus requires an abstract approach." Akerlof und Yellen (1985) zeigen, dass schon kleine Abweichungen vom rationalen Verhalten in ökonomischen Modellen Änderungen des resultierenden Gleichgewichts bewirken können.

[FN 7] Vgl. Frey und Eichenberger (1989).

Anmerkungen
  • Übernahme der Argumentation * Bauernopfer in FN 166 auf Technischen Bericht von Fischer * Übernahme von Formatierungen, etwa "Überleben" * Der Begriff "Outperfomance"[sic!] soll evtl. "Over performance" heißen. * Man beachte auch FN 158 auf der Vorseite: "Vgl. zu den folgenden Ausführungen insbesondere Fischer (2004a), S. 17ff."
Sichter
Cassiopeia30

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