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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, WiseWoman, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 07-19; 108-116
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 30, Zeilen: 6-26
In den 1960er Jahren hielt das Prinzip der stochastischen Dominanz Einzug in die ökonomische Theorie und wurde als Ergänzung bzw. Alternative zum Bernoulli-Prinzip diskutiert.[FN 227] Die wesentliche Idee besteht darin, das Entscheidungsproblem dahingehend zu vereinfachen, dass im Vorfeld dominierte Alternativen eliminiert werden. Dies ist insbesondere dann von Nutzen, wenn die Entscheider keine genaue Kenntnis ihrer Risikonutzenfunktion besitzen, sondern lediglich ihre Risikoeinstellung spezifizieren können. Dabei können für den paarweisen Vergleich von Alternativen unterschiedliche Grade Stochastischer Dominanz (SD) definiert werden. Die Dominanz nullten Grades, auch als Zustandsdominanz bezeichnet, kommt ohne die Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten aus.[FN 228] Dabei dominiert eine Alternative eine andere, wenn sie bei keinem Umweltzustand zu einem schlechteren und bei mindestens einem Umweltzustand zu einem besseren Ergebnis führt.[FN 229] Es lassen sich für Risikosituationen Prinzipien Stochastischer Dominanz höherer Ordnung definieren.

[FN 227] Das Prinzip der Stochastischen Dominanz wurde bereits in den Anfängen des letzten Jahrhunderts entwickelt. Vgl. etwa Hadar und Russell (1974); Hanoch und Levy (1969); Rothschild und Stiglitz (1970); Whitmore (1970); Hammond (1974); Quirk und Saposnik (1962); die Monographie von Mosler (1982); die Übersichtsartikel von Kroll und Levy (1980); Levy (1992) sowie die dort angegebene Literatur. Die folgenden Ausführungen folgen im Wesentlichen den Darstellungen von Bamberg und Coenenberg (2006), S. 112ff. sowie Unser (1999), S. 30ff.

[FN 228] Vgl. Fishburn (1980), S. 79-83

[FN 229] Vgl. Bitz (1981), S. 20-24; Dinkelbach und Kleine (1996), S. 74; Riess (1996), S. 16 sowie Roglin (1982), S. 485.

2.3.1.3 Prinzipien der Stochastischen Dominanz

Eine bereits in den Anfängen unseres Jahrhunderts entwickelte, [FN 2] aber erst Ende der 60er Jahre in der ökonomischen Theorie breitere Beachtung findende Alternative zum Bernoulliprinzip stellt der Ansatz der Stochastischen Dominanz dar. [FN 3] Dessen Grundidee besteht darin, das Entscheidungsproblem durch die Vorauswahl dominierter Alternativen zu vereinfachen. In vielen Fällen erlaubt dieses Prinzip aber keine endgültige Auswahl einer Alternative. Die Entscheider maximieren an­ nahmegemäß weiterhin ihren erwarteten Nutzen, sie müssen jetzt aber ihre Risikonutzenfunktion nicht mehr genau kennen, sondern lediglich ihre Risikoeinstellung spezifizieren können. Prinzipien der Stochastischen Dominanz besitzen damit für ganze Klassen von Entscheidern Gültigkeit, wobei deren Risikonutzenfunktionen Charakteristika aufweisen, die in empirischen Studien häufig beobachtet werden konnten.

Der Ansatz der Stochastischen Dominanz (SD) erlaubt lediglich paarweise Verglei­che von Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Das einfachste Prinzip ist das der Zu­standsdominanz (seltener: Dominanz nullten Grades), [FN 4] das ohne die Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten auskommt. Danach dominiert die Alternative F die Alternative G, wenn die Realisationen von F in jedem Umweltzustand denen von G mindestens gleichwertig sind, in mindestens einem Zustand jedoch mit einer höheren Bewertung versehen werden. [FN 5] Für die in Risikosituationen relevanteren Prinzipien Stochasti­scher Dominanz höherer Ordnung gilt, daß [...]

[FN 2] Vgl. dazu die bibliographischen Hinweise bei Kroll, Y./Levy, H. (1980).

[FN 3] Vgl. Hadar, J./Russell, W R. (1969); Hanoch, G./Levy, H. (1969); Rothschild, M./Stiglitz, J. E (1970); Whitmore, G. A. (1970); Hammond, J. S. (1974); Quirk, J.P. / Saposnik, R. (1962).

[FN 4] Vgl. dazu Fishbum, P. C. (1980) S. 79-83.

[FN 5] Vgl. Bitz, M. (1981) S. 20-24; Dinkelbach, W./Kleine, A. (1996) S. 74, Riess, M. (1996) S. 16; Roglin, O. (1982) S. 485.

Anmerkungen
  • Der Originaltext wird mit einigen wenigen Umformungen inklusive der Quellenangaben übernommen. * Der erste Satz des Originals wandert als Cut & Slide in FN 227. * FN 227 enthält am Ende den Verweis auf Unser (1999). Dieser ist aber nur einer von vielen und lässt den Leser im Unklaren über die Menge der Übernahmen.
Sichter
WiseWoman

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