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Mh/Fragment 058 04

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Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Guckar
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 58, Zeilen: 4-18
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 361, 362, Zeilen: 5-24 , 1-5, 14-17
Das zweite klassische Paradoxon ist das Ellsberg-Paradoxon. [FN 333] Ausgangspunkt hierfür ist eine Urne mit 30 roten Kugeln und zusammen 60 gelben und schwarzen Kugeln, ohne dass das Verhältnis von gelben zu schwarzen Kugeln bekannt ist. Es werden wiederum zwei Alternativenpaare a = (a1,a2) und b = (bi,b2) definiert gemäß a1 = Gewinn, falls eine rote Kugel gezogen wird, a2 = Gewinn, falls eine schwarze Kugel gezogen wird und b1 = Gewinn, falls eine rote oder gelbe Kugel gezogen wird, b2 = Gewinn, falls eine schwarze oder gelbe Kugel gezogen wird. Dabei präferieren die meisten Entscheider a1 gegenüber b1 und b2 gegenüber a2. Dies widerspricht jedoch dem Unabhängigkeitsaxiom der (subjektiven) Erwartungsnutzentheorie, da bei dem Alternativenpaar b lediglich das Ereignis 'gelbe Kugel wird gezogen' addiert wird, was jedoch für die Präferenz irrelevant sein müsste. Eine mögliche Erklärung für dieses Verhalten besagt, dass Entscheider Ambiguitätsscheue aufweisen. Ambiguitätsscheue bezeichnet die Scheu, eine Alternative zu wählen, bei der man unsicher über die (subjektive) Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens ist. [FN 334] Insbesondere ist zu beachten, dass Ambiguitätsaversion keine Eigenschaft der zur Verfügung stehenden Alternativen, sondern subjektiv dem Entscheider zuzuordnen ist.

[FN 333] Vgl. Ellsberg (1961).

[FN 334] Vgl. Eisenführ und Weber (2003), S. 362.

[Seite 361, Zeile 5-24]

14.2.2 Das Ellsberg-Paradoxon

Eine weitere Problemklasse, bei der Entscheider intuitives Verhalten äußern, das nicht von der Risikonutzentheorie abgebildet werden kann, wird durch das Ellsberg-Paradoxon definiert (vgl. Ellsberg 1961). Das Paradoxon legt eine Urne zugrunde, die 30 rote Bälle und zusammen 60 schwarze und gelbe Bälle enthält, ohne daß das Verhältais von schwarzen zu gelben Bällen bekannt ist. Jede Kombination von gelben und schwarzen Bällen ist denkbar. Sie müssen sich jedoch zu insgesamt 60 Bällen addieren. Wieder liegen zwei Alternativenpaare a und b bzw. a' und b' zur Beurteilung vor, wobei die Gewinnbeträge in allen Fällen identisch sind.

a: Man gewinnt, falls ein roter Ball aus der Urne gezogen wird. b: Man gewinnt, falls ein schwarzer Ball aus der Urne gezogen wird.

Und

a': Man gewinnt, falls ein roter oder gelber Ball aus der Urne gezogen wird. b': Man gewinnt, falls ein schwarzer oder gelber Ball aus der Urne gezogen wird.

Die meisten Entscheider bevorzugen a gegenüber b und b' gegenüber a'. Als Begründung kann man oft hören, daß bei a bzw. b' die Gewinnwahrscheinlichkeit von 1/3 bzw. 2/3 mit Sicherheit bekannt ist. Im Rahmen der subjektiven Erwartungsnutzen-

[Seite 362, Zeile 1-5]

theorie muß ein Entscheider jedoch entweder a und a' oder b und b' vorziehen oder in beiden Fällen indifferent sein. Die häufig gezeigte Präferenz a > b und b' > a' verletzt direkt das Unabhängigkeitsaxiom der subjektiven Erwartungsnutzentheorie (Sure thing principle). Das Alternativenpaar a, b unterscheidet sich vom Alternativenpaar a', b' nur dadurch, daß bei letzterem bei beiden Alternativen auch beim Ereignis „gelber Ball wird gezogen" gewonnen wird. Da dieses Ereignis gemäß dem Axiom für die Präferenz irrelevant zu sein hat, muß die Präferenz bei beiden Paaren identisch sein.

[Seite 362, Zeile 14-17]

Man möchte dieser subjektiven Wahrscheinlichkeit eine geringe Glaubwürdigkeit zuordnen. Die Scheu, eine Alternative zu wählen, bei der man unsicher bezüglich der Wahrscheinlichkeit ist, wird auch als Ambiguitätsscheu bezeichnet.

Anmerkungen

Hervorhebungen in beiden Texten. Hindemith: Das ist meiner Meinung nach kein Plagiat, da a) die Quelle am Anfang des Absatzes genannt ist, b) die Übernahme nicht ganz wörtlich ist und c) es sich unter Fachleuten um ein allgemein bekanntes Paradoxon handeln könnte. Text der Dissertation überprüft --> kein Plagiat Lukaluka: Frag erweitert, denn Argumentation ist übernommen. Daher Bauernopfer Guckar: Nicht ganz eindeutig. Vorerst --> verdächtig

Sichter
Hindemith Guckar

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