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Mh/Fragment 060 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 1-19
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 367-368, Zeilen: 13ff
[Unter dem Bandbreiteneffekt versteht man die Beobachtung, dass im Rahmen multiattributiver Entscheidungsproblemen bei der Änderung von Bandbreiten der einzelnen Zielausprägungen eine entsprechende Anpassung der Zielgewichte nicht adäquat statt-] findet. Dabei zeigt sich, dass Entscheider die Größe von Ausprägungsintervallen nicht genügend oder gar nicht berücksichtigen. [FN 344]

Die Base Rate Fallacy tritt im Zusammenhang mit der Bewertung neuer Informationen auf. Korrekterweise sollte bei dem Übergang von a priori- zu a posteriori- Wahrscheinlichkeiten die Bayes-Regel verwendet werden. Entscheider berücksichtigen jedoch die Basisrate, d.h. die a priori-Wahrscheinlichkeit, gegenüber neu eintreffenden Informationen tendenziell zu wenig. [FN 345]

Der Besitztumseffekt beschreibt die Beobachtung, dass Personen den Wert eines Gegenstandes abhängig davon beurteilen, ob er sich in ihrem Besitz befindet oder nicht. Dabei ist der minimale Preis, den die Person als Verkäufer für einen Gegenstand akzeptieren würde, höher als der maximale Preis, den er als Käufer zu zahlen bereit wäre. [FN 346]

Die Choice vs. Matching-Anomalie oder auch Response Mode-Bias beschreibt das Phänomen, dass bei Befragungen zur Ermittlung der Präferenz von Entscheidern eine Abhängigkeit der geäußerten Präferenz von der Art der Erhebung auftreten kann. [FN 347]

Der Disappointment-Effekt besagt, dass die Bewertung der Konsequenzen von Alternativen nicht unabhängig erfolgt, sondern unter Berücksichtigung anderer möglicher Konsequenzen. So wird beispielsweise der Gewinn von 100 GE bei Vorliegen der Lotterie (0 GE, 0.5; 100 GE, 0.5) als erfreulich empfunden, im Rahmen der Lotterie (200 GE, 0.5; 100 GE, 0.5) hingegen wird ein Gewinn von 100 GE als Enttäuschung wahrgenommen. [FN 348]

[FN 344] Vgl. von Nitzsch und Weber (1991)

[FN 345] Vgl. Kahneman und Tversky (1973). Eine Übersicht über experimentelle Studien gibt Camerer (1995).

[FN 346] Vgl. Thaler (1980) sowie Weber (1993).

[FN 347] Vgl. Tversky, Sattah und Slovic (1988) sowie Ahlbrecht und Weber (1997).

[FN 348] Vgl. Bell (1985) sowie Loomes und Sugden (1986).

Bei einem multiattributiven Entscheidungsproblem spielen die Bandbreiten der einzelnen Zielausprägungen bei der Zuweisung von Zielgewichten [...] eine entscheidende Rolle. [...] Experimentelle Untersuchungen (von Nitzsch und Weber 1991) zeigen jedoch, dass Entscheider bei der Festlegung von Zielgewichten wenig sensibel auf die Größe der Ausprägungsintervalle reagieren, die die angegebene Bandbreite zu wenig oder gar nicht berücksichtigen.

Base Rate Fallacy

Die Berücksichtigung neu eintreffender Informationen bei der Bearbeitung von Wahrscheinlichkeiten, also der Übergang von Apriori- zu Aposteriori-Wahrscheinlichkeiten, sollte formal korrekt unter Verwendung der Regeln von Bayes erfolgen. Bei einem informellen und intuitiven Umgang mit Wahrscheinlichkeiten tendieren Menschen jedoch dazu, die Basisrate [...] im Vergleich zur neu eintreffenden Information deutlich zu wenig zu berücksichtigen (Kahnemann und Tversky 1973). Bei Camerer findet sich (1995) findet sich ein Überblick über einige experimentelle Studien zu diesem Phänomen. [...]

Besitztumseffekt

[...] Der Besitztumseffekt beschreibt das Phänomen, daß die Wertschätzung eines Gegenstands davon abhängt, ob die Leute diesen besitzen oder nicht. Der minimale Preis, den ein Verkäufer für einen bestimmten Gegenstand akzeptiert, liegt über dem maximalen Preis, den er als Käufer bezahlen würde. Vgl. dazu Thaler (1980), Weber (1993), [...]

Choice vs. Matching-Anomalie (Response Mode-Bias)

Unter dem response mode versteht man die Verfahrensweise, mittels derer in Untersuchungen Präferenz von Entscheidern erfragt werden. [...] Im Kontrast [...] zeigen Tversky, Sattath und Slovic (1988) sowie beispielsweise Ahlbrecht und Weber (1997), daß eine Abhängigkeit der geäußerten Präferenz von der Art der Erhebung auftreten kann.

Disappointment-Effekte

Ob der Gewinn von 100 Euro bei einer riskanten 50/50-Lotterie als erfreuliches oder enttäuschendes Ereignis wahrgenommen wird, hängt davon ab, ob die andere mögliche Konsequenz 0 Euro oder 200 Euro betragen hätte. [...] Bell 1985 [...] Loomes und Sugden 1986.

Anmerkungen

Klare Übernahme ohne adäquaten Verweis auf die Quelle. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden. Die Übernahme beginnt schon auf der Vorseite.

Sichter
Hindemith
Fakten zu „Mh/Fragment 060 01RDF-Feed
BearbeiterLukaluka, Hindemith und Frangge
FragmentStatusGesichtet +
KuerzelMh +
QuelleEisenführ Weber 2003 +
SeiteArbeit60 +
SeiteQuelle367-368 +
SichterHindemith
TypusVerschleierung +
ZeileArbeit1-19 +
ZeileQuelle13ff +

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