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VroniPlag Wiki

Mh/Fragment 061 01

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Diskussion4


Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, 88.15.22.221, Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 1-22
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 368, Zeilen: Absatz "Gamblers Fallacy"
Als Gambler's Fallacy wird das Phänomen bezeichnet, dass etwa Roulettespieler nach einer Serie von beispielsweise zehnmal 'rot' als nächste Farbe eher 'schwarz' erwarten. Dies kann als Spezialfall der Repräsentativitäts-Heuristik interpretiert werden, da diese Entscheider glauben, dass eine solch lange Serie nicht repräsentativ für den zugrunde liegenden Zufallsprozess sei.[FN 351]

Beim Hindsight Bias bzw. Knew-it-all-along-Effekt überschätzen Entscheider ex post den Grad der Übereinstimmung ihrer Urteile vor und nach dem Eintritt eines Ereignisses. Dabei glauben die Entscheider im Nachhinein, vor Eintritt des Ereignisses bereits gewusst zu haben, was passiert. Als Ursache für dieses Verhalten können zwei Tatsachen identifiziert werden: Erstens wird durch die Bekanntgabe des Eintritts eines Ereignisses die wahrgenommene Eintrittswahrscheinlichkeit nachträglich erhöht. Zweitens findet dieser Prozess der Wahrnehmungsveränderung unbewusst statt. [FN 352]

Bei Vorliegen der Illusion of Control bzw. Kontrollillusion glauben Entscheider, mehr Kontrolle über den Eintritt von Ereignissen zu haben, als dies tatsächlich der Fall ist. [FN 353] Dies führt dazu, dass Eintrittswahrscheinlichkeiten von Ereignissen unter- oder überschätzt werden. [FN 354]

Im Rahmen des Mental Accounting erstellen Individuen so genannte 'mentale Konten', denen sie verschiedene Vermögenspositionen zuordnen. [FN 355] Zur Komplexitätsreduktion werden dabei ökonomisch zusammenhängende Sachverhalte mental getrennt und diese auch unterschiedlich bewertet. [FN 356] Insbesondere finden Optimierungen lediglich innerhalb der mentalen Konten statt, ohne dass mögliche Wechselwirkungen mit Positionen anderer Konten beachtet werden. [FN 357]

Der Omission Bias besagt, dass in der subjektiven Wahrnehmung von Entscheidern Handlungen tendenziell als riskanter eingeschätzt werden als nichts zu tun. [FN 358]

[FN 351] Vgl. Tversky und Kahnemann (1971) sowie Schulenburg (1994).

[FN 352] Vgl. Fischhoff (1975).

[FN 353] Vgl. Langer (1975).

[FN 354] Vgl. Shiller (1998), S. 23.

[FN 355] Vgl. Thaler (1985) sowie Jungermann, Pfister und Fischer (2005), S. 75ff.

[FN 356] Vgl. Tversky (1995), S. 4.

[FN 357] Dies widerspricht insbesondere dem normativen Prinzip der Asset Integration, nach dem eine Entscheidung auf Grundlage der Gesamtvermögenssituation getroffen werden sollte; vgl. etwa Eisenführ und Weber (2003), S. 369.

[FN 358] Vgl. Baron (1988) sowie Asch, Baron, Hershey, Kunreuther, Meszaros, Ritov und Spranca (1994).

Gambler's Fallacy

Fragt man Roulettespieler, welche Farbe nach zehnmal "rot" fallen werde, antworten diese typischerweise mit "schwarz" [...] Es läßt sich auf die Repräsentativitäts-Heuristik zurückführen, da die Menschen glauben, eine solch lange Serie sei nicht repräsentativ für den zugrundeliegenden Zufallsprozeß Vgl. dazu Tversky und Kahnemann sowie Schulenburg (1994).

Hindsight Bias

Dieser Bias beruht nach Fischhoff (1975) auf zwei Tatsachen: Zum einen erhöht die Bekanntgabe des Eintritts eines bestimmten Ereignisses seine wahrgenommene Eintrittswahrscheinlichkeit nachträglich. Zum anderen sind sich Menschen, die die Information über den Eintritt des Ereignisses erhalten haben, dieser Tatsache nicht bewußt; die Veränderung ihrer Wahrnehmung vollzieht sich vielmehr unbewußt. Als Ergebnis überschätzen Individuen insbesondere bei der ex_post-Beurteilung von Entscheidungen den Grad der Übereinstimmung ihrer Urteile vor und nach dem Eintritt eines Ereignisses und glauben, schon immer gewußt zuhaben, was passieren wird (Knew-it-all-along-Effekt bzw. Fluch des Wissens). Vgl. auch Abschnitt 7.5.2.

Illusion of Control

Menschen glauben oft, mehr Kontrolle über zufällige Ereignisse zu haben, als es tatsächlich der Fall ist. Insbesondere in Situationen, die sie als bekannt ansehen oder in denen sie selbst aktiv werden können, beispielsweise indem sie zwischen alternativen Lotterien wählen können, tritt dieser von Langer (1975) als Kontrollillusion bezeichnete Effekt verstärkt zutage. Er führt zur Über- oder Unterschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Ereignissen sowie zur Bevorzugung der Alternative, bei der eine höhere Kontrolle vorliegt.

Mental Accounting

Individuen tendieren dazu, sogenannte „mentale Konten" (Thaler 1985) zu führen, in die sie verschiedene Vermögenspositionen einordnen. So unterteilen beispielsweise viele Menschen ihr Wertpapierdepot in die mentalen Konten „Altersvorsorge" und „spekulative Investitionen". Als Mental Accounting wird die Tatsache bezeichnet, daß Entscheidungen nur innerhalb des entsprechenden mentalen Kontos optimiert werden und mögliche Wechselwirkungen mit Positionen anderer Konten ignoriert werden. [...]

Omission-Bias

Der sogenannte Omission-Bias beschreibt die subjektive Wahrnehmung, daß Handlungen per se als riskanter aufgefaßt werden, als nichts zu tun (omission = Unterlassung/Versäumnis). [...] Vgl. dazu Baron und Ritov (1994) sowie Asch et al. (1994).

Anmerkungen

Die ganze Seite ist inhaltlich aus Eisenführ Weber übernommen, auch viele Formulierungen sind identisch. Auch die Literaturverweise werden aus der Quelle übernommen, dadurch wird eine Auseinandersetzung mit der Literatur suggeriert, die wohl nicht stattgefunden hat. In der FN 357 wird Eisenführ Weber erwähnt, der Verweis bezieht sich aber nur auf den Text der Fußnote. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden.

Sichter
Bummelchen

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