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Mh/Fragment 093 02

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman, Hindemith, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 2-27
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 14; 15, Zeilen: 9-30;1-3, 14-19
Die Effizienzmarkthypothese (efficient market hypothesis, EMH) gilt als ein Schwerpunkt der kapitalmarkttheoretischen Forschung. [FN 21] Dabei wird in der Literatur zwischen der Informationseffizienz und der Bewertungseffizienz unterschieden. Die Informationseffizienz stellt einen Zusammenhang zwischen aktuellen und zukünftigen Preisen her. Bei Vorliegen von Informationseffizienz ist es somit nicht möglich, Überrenditen auf Basis verfügbarer Informationen zu erzielen, da die Preise unverzüglich auf neue Informationen reagie- ren. Bei Existenz von Bewertungseffizienz gibt es einen festen Zusammenhang zwischen Kursen und zukünftigen Auszahlungen, so dass die Kurse mit den Fundamentalwerten übereinstimmen. [FN 22]

Für den Bereich der Aktienmärkte hat sich die Definition nach Fama durchgesetzt, bei der ein Finanzmarkt dann als informationseffizient gilt, wenn die Preise der Wertpapiere alle verfügbaren Informationen jederzeit vollständig widerspiegeln. Betrachtet man die zugrunde liegende Informationsmenge als Variable, so kann eine Unterteilung vorgenommen werden in einen [FN 23]

• schwach informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. die aktuellen Marktpreise reflektieren sämtliche Informationen über vergangene Kursentwicklungen,

• halbstreng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. die aktuellen Marktpreise reflektieren sämtliche zur Verfügung stehenden öffentlichen und aktuellen Informationen,

• streng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. die aktuellen Marktpreise reflektieren sämtliche, auch die öffentlich nicht verfügbaren, Informationen.

Die Informationsmenge nimmt somit mit jeder genannten Form zu. Insbesondere in einem streng informationseffizienten Kapitalmarkt kann ein Anleger durch die Auswertung von Informationen keine Überrenditen erzielen.

Die Ursprünge der Effizienzmarkthypothese liegen in der Random-Walk-Hypothese. Diese besagt, dass Aktienkurse zufällig um ihren inneren Wert schwanken.

[FN 21] Vgl. Bienert (2001), S. 24 sowie zu den weiteren Ausführungen insbesondere Schmidt (2003), S. 12ff.

[FN 22] Vgl. Tobin (1984).

[FN 23] Vgl. Fama (1965b); Fama (1965a), S. 35ff. sowie Fama (1970), S. 383ff. Später erweitert Fama selbst diese Begriffe in 'tests of return predictability', bei der zusätzlich zu den Ausführungen auch die Vorhersagbarkeit von Wertpapierrenditen durch Variablen wie Dividendenzahlung und Zinssätze, Tests von Finanzmarktmodellen und weitere Effekte in die Reflexion mit einbezogen werden, 'event studies' und 'test for private Information'; vgl. Fama (1991), S. 1577ff.

[S. 14]

Die Effizienzmarkthypothese gilt als ein Schwerpunkt kapitalmarkttheoreti- scher Forschung. [FN 2a] Dabei ist zunächst eine Differenzierung zwischen den Begriffen der Informationseffizienz und der Bewertungseffizienz notwendig, wie sie von TOBIN vorgenommen wird. [FN 3a] Die Informationseffizienz stellt dabei einen Zusammenhang zwischen gegenwärtigen und zukünftigen Preisen her. Bei Existenz dieser Effizienzform gelingt es nicht, Überrenditen auf der Basis verfügbarer Informationen herzustellen, da die Preise auf neue Informationen unverzüglich reagieren. Bei Vorliegen von Bewertungseffizienz dagegen gibt es einen festen Zusammenhang zwischen den Kursen und den zukünftigen Ausschüttungen; die Kurse stimmen somit mit den Fundamentalwerten überein.

Im Bereich des Aktienmarktes hat sich die Definition von FAMA (1965, 1970) [FN 4a] durchgesetzt, wonach ein Finanzmarkt dann als informationseffizient gilt, wenn die Wertpapierpreise alle verfügbaren Informationen jederzeit vollständig reflektieren. Als Variable fungiert die Informationsmenge, nach der eine Dreiteilung vorgenommen werden kann in einen

• schwach informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. sämtliche Informationen über vergangene Kursentwicklungen sind in den aktuellen Marktpreisen reflektiert,

• halbstreng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. sämtliche zur Verfügung stehenden öffentlichen und aktuellen Informationen sind in den Marktpreisen berücksichtigt,

[S. 15]

• streng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. alle vorhandenen - auch die öffentlich nicht verfügbaren - Informationen sind bereits in den Marktpreisen integriert.

1991 erweitert FAMA selbst die Begriffe in [FN 1b]

• „tests of return predictability": zusätzlich zu dem vergangenen Geschehen werden auch die Vorhersagbarkeit von Wertpapierrenditen durch Variablen wie Dividendenzahlungen und Zinssätze, Tests von Finanzmarktmodellen und weitere Effekte, wie z.B. den size-effect oder Saisonalitäten in die Re- flexion mit einbezogen,

• „event studies": hier ändert FAMA lediglich den Begriff der halbstrengen Informationseffizienz,

• „test for private information": auch hier wird lediglich der Terminus ausgetauscht, um einen deskriptiven Begriff einsetzen zu können.

Die Menge an in dem aktuellen Marktpreis berücksichtigten Informationen steigt also von der erstgenannten zur letztgenannten Form der Informationseffizienz an. In einem streng informationseffizienten Kapitalmarkt hat es somit für den einzelnen Anleger keinen Sinn, Informationsauswertungen zum Zwecke der Wertpapieranalyse zu betreiben, da diese stets bereits im Marktpreis enthalten sind.

Ursprung der Effizienzhypothese ist die Random-Walk-Hypothese. Diese be- sagt, daß die Aktienkurse zufälllig um ihren inneren Wert schwanken. [FN 2b]


[FN 2a] Vgl. BIENERT (1996), S. 24.

[FN 3a] Vgl. TOBIN (1984).

[FN 4a] FAMA (1965), S. 35ff.; FAMA (1970), S. 383ff.

[FN 1b] Vgl. FAMA (1991), S. 1577ff.

[FN 2b] Vgl. SCHMIDT (1976), S. 229f.; KASPERZAK (1997), S. 31ff.; SCHACHTER et al. (1986), S. 242ff.; PERRIDON/STEINER (2002), S. 221ff.

Anmerkungen
  • [FN 21] weist auf die korrekte Quelle hin (eingeleitet mit "vgl."), aber dieser Text ist sehr stark an Schmidt angelehnt, und das Ausmaß der Übernahme wird nicht klar (Übernahme geht auf Seite 94 weiter) * Schreibfehler "zufälllig" im Original korrigiert bei Mh. * Quellenverweise wurden mitübernommen * Der mittlere Abschnitt auf S. 15 wird als "cut & slide" zur Fußnote degradiert.
Sichter
Hindemith

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