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Mh/Fragment 094 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman, Hindemith, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 1-8, 11-27
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 15;16, Zeilen: 21-32;1-25
[Der Preis der] Aktie j zum zukünftigen Zeitpunkt t + 1 ergibt sich somit aus dem aktuellen Preis P_{t,j} und einer Zufallsvariablen \epsilon_{t,j} gemäß P_{t+i,j} = P_{t,j} + \epsilon_{t,j}. Betrachtet man anstelle der Kurse die Renditen r_{j,t} für Aktien j	= l, \ldots, n und Zeitpunkte t = 1, 2, \ldots, so lässt sich ein Random-Walk als Gleichung beschreiben, bei der die unbedingte Dichte und die bedingte Dichte auch unter Berücksichtigung der Informationsstruktur \eta_t zum Zeitpunkt t übereinstimmen: f (r_{1,t+1}, \ldots, r_{n,t+1}) = f(r_{1,t+1}, \ldots, r_{n,t+1} | \eta_t) , [FN 24]

Schwächt man die relativ strengen Prämissen der Random-Walk-Hypothese ab, so ergibt sich das so genannte Fair-Game-Modell. [...][FN 25] Dieses Modell lässt sich aufsplitten in das Martingal-Modell, bei dem die erwartete Rendite bei gegebener Informationsstruktur Null ist, eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals somit nicht möglich ist, und das Submartingal-Modell, das eine positive Entwicklung der Erwartungswerte zulässt. [FN 26]

Aufbauend auf der Erkenntnis, dass bei diesen Modellen die Informationsstruktur \eta_t eine zentrale Rolle spielt, entwickelte Fama seine oben skizzierte Effizienzmarkthypothese. Die wesentlichen Prämissen dieses Modells bestehen in einem transaktionskostenlosen Markt, homogenen Erwartungen der rational handelnden Anleger sowie die kostenlose und jederzeitige Verfügbarkeit der entsprechenden Informationen. [FN 27]

Betrachtet man die Effizienzmarkthypothese aus gesamtwirtschaftlichem Blickwinkel, definiert man für den Kapitalmarkt in der Regel eine Hierarchie von Effizienzbegriffen. Auf der untersten Ebene steht dabei die operative Effizienz, die die Grundanforderungen an einen friktionslosen Markt beinhaltet (Transparenz, Liquidität, schnelle Abwicklung sowie geringe bzw. keine Transaktionskosten). Die operative Effizienz stellt die Voraussetzung für die Informationseffizienz dar, die wiederum Bedingung für die Bewertungseffizienz ist. Die darauf aufbauende Allokationseffizienz, d.h. die optimale Verteilung von Kapital auf dem Markt, kann wiederum nur existieren, wenn Bewertungseffizienz gegeben ist. [FN 28]

[FN 24] Vgl. Perridon und Steiner (2002), S. 221 ff.; Schmidt (1976), S. 229f.; Kasperzak (1997), S. 31ff sowie Schachter, Hood, Andreassen und Gerin (1986), S. 242ff.

[FN 25] Vgl. Kasperzak (1997), S. 32ff. sowie Schmidt (1976), S. 251ff.

[FN 26] Vgl. Sapusek (2000), S. 27ff.

[FN 27] Vgl. Fama und Miller (1972), S. 335 sowie West (1975), S. 30.

[FN 28] Vgl. Bienert (2001), S. 18ff. und die dort angegebene Literatur sowie Dow und Gorton (1995); Granger und Morgenstern (1970), S. 36-39; Grossmann (1995). Eine alternative Aufteilung des Informationsbegriffes findet sich etwa bei Tobin (1984) sowie Bain (1992); vgl. dazu den Überblick bei Sun (1994), S. 103ff.

[S. 15]

Der zukünftige Preis einer Aktie j ergibt sich somit aus dem aktuellen Kurs P_{t,j} und einer Zufallsvariable E_{T J} (P_{t+i j} = P_{t j} + E_{T j})- Formal läßt sich ein Random-Walk beschreiben als eine Gleichung, bei der zwischen der bedingten Wahrscheinlichkeitsverteilung der Renditen und der unbedingten Renditeverteilung auch unter Berücksichtigung einer Informationsstruktur t] kein Unterschied besteht:

Eine Abschwächung der strengen Prämissen des Modells des Random Walk führt zum sogenannten Fair-Game-Modell. [FN 3a] Dieses ist allgemeiner gehalten und in Erwartungswerten formuliert, d.h. die erwartete Rendite eines Wertpapiers ist bei wiederum gegebener Informationsstruktur t] identisch mit der am Periodenende tatsächlich erzielten Rendite:

[S. 16]

Unterteilen läßt sich dieses Modell in das Martingal-Modell, bei dem die erwartete Rendite bei gegebener Informationsstruktur Null ist, eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals somit ausgeschlossen ist, und das Submartingal-Modell, welches eine positive Entwicklung der Erwartungswerte zuläßt. [FN 1b]

Bei allen genannten Modellen spielt die Informationsstruktur eine entschei- dende Rolle. Dies wird wiederum von FAMA in seiner Hypothese aufgegriffen und daraus die bereits genannte Informationseffizienzhypothese in ihrer Dreiteilung entwickelt. Voraussetzung ist dabei ein transaktionskostenloser Markt, der homogene Erwartungen der rationalen Anleger beinhaltet. [FN 2b] Eine weitere Prämisse betrifft die Informationen, die allen Teilnehmern kostenlos und jederzeit zur Verfügung stehen.

Versucht man nun, den gesamtwirtschaftlichen Aspekt in die Effizienzhypothese mit einzubringen, so bedeutet dies, nicht nur den einzelnen Anleger, der sich auf dem Kapitalmarkt bewegt, sondern die Vielzahl der Anleger, die zusammen mit den Intermediären und Wertpapieranbietern den Kapitalmarkt bilden, zu berücksichtigen. Innerhalb dieses Aspekts ist die Informationseffizienz eingebettet in eine Hierarchie von Effizienzbegriffen. [FN 3b] Auf deren unter- sten Ebene steht die operative Effizienz. Diese beinhaltet alle Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um einen friktionslosen Markt zu ermöglichen (durch Transparenz, Liquidität, schnelle Abwicklung und geringe Trans- aktionskosten). Eine operative Effizienz ist somit Voraussetzung für die Informationseffizienz im oben erläuterten Sinne. Die ebenfalls bereits definierte Bewertungseffizienz setzt die Informationseffizienz wiederum voraus. Die Allokationseffizienz, die optimale Verteilung von Kapital auf dem Markt, kann nur existieren, wenn Bewertungseffizienz gegeben ist.

[FN 3a] Vgl. KASPERZAK (1997), S. 32ff.

Anmerkungen

Die Formeln bei Schmidt sind augenscheinlich fehlerhaft gesetzt. Ein Quellenverweis fehlt (man beachte aber FN 21 auf der Vorseite: "Vgl. Bienert (2001), S. 24 sowie zu den weiteren Ausführungen insbesondere Schmidt (2003), S. 12ff."). Literaturverweise wurden mitübernommen.

Sichter
Hindemith

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