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Mh/Fragment 127 01

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 1-15
Quelle: Roßbach 2001
Seite(n): 18, Zeilen: 13-31
[Auch für den Indexeffekt kann das Mental Accounting einen Erklärungsansatz liefern. Wird eine Aktie in einen bestimmten Index aufgenommen, so wird sie auch vom Anleger] in ein anderes mentales Konto, [...], eingeordnet und erfährt dort eine dem neuen Konto entsprechende Bewertung, die von den Bewertungsmechanismen im 'alten' Konto abweichen kann.[FN 202] Eine alternative Erklärung kann auch in den zunehmend zu beobachtenden Indexierungsstrategien im Portfoliomanagement gesehen werden.[FN 203]

Ähnlich zu den beschriebenen Ansätzen lassen sich auch für andere Kapitalmarktphänomene auf Verhaltensanomalien basierende Erklärungen geben. Beispielsweise liefert die Prospect Theory verhaltenswissenschaftlich fundierte Argumente für die Existenz des Option Smile. [FN 204]

Auch wenn diese exemplarisch aufgeführten Ansätze zeigen, dass die Behavioral Finance Erklärungspotenzial für einzelne Kapitalmarktanomalien, die mittels rein ökonomischer Überlegung nicht zu erfassen sind, besitzt, so bleibt dennoch die Erkenntnis, dass dies letztlich lediglich singuläre Erklärungen aus einer ex post-Sicht sind. Die besprochenen Ansätze liefern somit für sich genommen (noch) keine geschlossene Theorie zur Beschreibung des realen Marktgeschehens. [FN 205]

[FN 202] Vgl. Shiller (1998), S. 8f.

[FN 203] Vgl. Roßbach (2001), S. 18.

[FN 204] Vgl. Shiller (1998), S. 4.

[FN 205] Vgl. zu dieser Kritik auch Roßbach (2001), S. 18.

In ähnlicher Weise wird der Index-Effekt begründet, wonach eine Aktie durch ihre Zugehörigkeit zu einem Index in ein anderes mentales Konto transferiert und dort auch anders bewertet wird.[FN 88]

Gleichermaßen lassen sich über die Verhaltensanomalien weitere auf den Kapitalmärkten beobachtbare Phänomene erklären. Dazu gehört z.B. die Erklärung des Option Smile [...] durch die Prospect Theory. [FN 89]

Dieser relativ grobe exemplarische Überblick über die Erklärungsversuche zeigt, dass die Behavioral Finance prinzipiell in der Lage ist, über die auf der Mikroebene gewonnenen Erkenntnisse über das Individualverhalten der Marktteilnehmer Begründungen auch für solche Marktreaktionen zu liefern, die nicht allein über ökonomische Faktoren erklärbar sind. In der Regel handelt es sich dabei jedoch um ex post vorgenommene Erklärungen. Es schließt sich somit die Frage an, inwieweit diese Erkenntnisse aus finanzwirtschaftlicher Sicht genutzt werden können. Dabei besteht das Interesse sowohl an geschlossenen Theorien und Modellen zur Beschreibung des Marktgeschehens wie auch an der Entwicklung von Bewertungs-, Entscheidungs- und Prognoseinstrumenten.

[FN 89] Vgl. Shiller (1997), S. 4.

[FN 88] Vgl. Shiller (1997), S. 8f. Der Effekt könnte andererseits aber auch auf die zunehmenden Indexierungsstrategien im Portfoliomanagement zurückzuführen sein.

Anmerkungen
  • Der ganze Abschnitt ist aus Roßbach 2001 übernommen, die Texte sind dabei inhaltlich sehr ähnlich und auch viele Formulierungen sind identisch. * Die Primärquelle wird per Bauernopfer kenntlich gemacht: Die FN 203 und auch die FN 205 beziehen sich aber beide nicht auf den gesamten Abschnitt. Außerdem werden die Verweise auf Roßbach mit "vgl." eingeleitet. Da auch andere Literaturverweise gesetzt sind (auch aus der Quelle übernommen), muss der Leser den Eindruck gewinnen, dass Roßbach nicht die alleinige Quelle für den gesamten Abschnitt sein kann. * Die Anmerkung aus FN 88 wandert in den Text. * Die Übernahme beginnt schon auf der Vorseite, siehe: Mh/Fragment_126_03
Sichter
Bummelchen(Text) Hindemith

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