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Mh/Fragment 128 04

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, 213.102.94.209
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 1,4-29
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 69,70, Zeilen: Ab 19,Ab 1
[Die Behavioral Portfolio Theory von Shefrin und Statman (1995) ersetzt die Idee der Portfoliotheorie nach Markowitz, bei der das Portfolio eines Investors als Gesamtheit be-]trachtet wird. [FN 208]

[...] [FN 209]

Dazu entwickeln die Autoren ein Pyramidenmodell, in dem die verschiedenen Anlagemöglichkeiten je nach Risiko in unterschiedliche Schichten eingeordnet werden. Interdependenzen zwischen den Schichten finden dabei in den Überlegungen des Anlegers keine Beachtung, so dass das resultierende Gesamtportfolio aus normativer Sicht lediglich suboptimal ist. Die Risikoeinstellung eines Anlegers drückt sich in der Behavioral Portfolio Theory in der unterschiedlichen Aufteilung des Vermögens eines Anlegers in die jeweiligen Schichten aus. Veränderungen in der Vermögensaufteilung repräsentieren Änderungen in den Erwartungen eines Anlegers und beeinflussen direkt die Risikoprämien und damit auch den Preis der gehandelten Wertpapiere.


Das Modell von Barberis, Shleifer und Vishny (1998) berücksichtigt explizit die Heuristiken der Repräsentativität und der selektiven Wahrnehmung zur Erklärung von Overreaction und Underreaction auf einem Finanzmarkt. Dabei wird unterstellt, dass die Unternehmensgewinne einem Random Walk folgen. Die Anleger vermuten jedoch ein spezielles Muster, was in zwei unterschiedlichen Verhaltensweisen mündet. Im ersten Fall vermuten die Anleger eine Streuung der Unternehmensgewinne um einen Mittelwert. Folglich werden Gewinnänderungen als temporäres Phänomen aufgefasst, und es erfolgt keine Reaktion (Underreaction). Erst bei einer erneuten Gewinnänderung in die gleiche Richtung tritt das zweite Verhaltensmuster auf, bei dem diese Gewinnänderung als Signal einer Trendwende interpretiert wird, und es erfolgt eine Uberreaktion des Marktes.

Daniel, Hirshleifer und Subrahmanyam (1997) unterteilen die Marktteilnehmer in zwei Gruppen mit unterschiedlichem Informationsstand. Die nichtinformierten Anleger folgen in ihrem Handeln einem Zufallsprozess während die informierten Anleger Kenntnisse über das Marktgeschehen besitzen. Deren Handeln ist, basierend auf dieser Annahme, bestimmt von Selbstüberschätzung und einer damit einhergehenden selektiven Wahrnehmung, bei der aufgrund eines übersteigerten Zutrauens zu den eigenen Analysen neue öffentliche Informationen untergewichtet werden. Demzufolge findet eine Preisreaktion erst verzögert statt.


[FN 208] Zuvor hatten Shefrin und Statman (1994) bereits versucht, das CAPM mittels der Existenz von Noise Tradern zur Behavioral Capital Asset Pricing Theory zu erweitern.


[FN 209] Vgl. Shefrin und Statman (2000) sowie speziell zu Untersuchungen dieser Annahme Fisher und Statman (1997).

S. 69

Ein Modell, das die Heuristiken „Repräsentativität" und „Selektive Wahrnehmung" explizit zur Erklärung von Overreaction berücksichtigt, stammt von BARBERIS, SHLEIFER UND VISHNY. [FN 5] Annahmegemäß folgen Unternehmensgewinne dabei einem Random Walk. Die Anleger gehen jedoch davon aus, daß Gewinnänderungen eines Unternehmens zum einen um einen Mittelwert streuen und damit zunächst keine entsprechende Reaktion auf eine erste positive Gewinnänderung erfolgen muß. Erst wenn diese Änderung bestätigt wird, pendeln sich die Kurse auf einem fundamental gerechtfertigten Wert ein, was einen erheblichen time-lag mit sich bringt. Zum anderen kann eine Gewinnänderung auch ein Signal für einen neuen Trend sein. In diesem Falle erfolgt eine sofortige Überreaktion des Marktes.

• Eine andere Theorie - die Behavioral Portfolio Theory - eliminiert den Gedanken der Portfoliotheorie nach Markowitz, nach der das Portfolio ei-

[FN 5] Vgl. BARBERIS/SHLEIFER/VISHNY (1996).

S. 70

nes Anlegers als Gesamtheit betrachtet wird. [FN 1] Vielmehr wird ein Pyramidenmodell aufgebaut, in dem die verschiedenen Anlagemöglichkeiten entsprechend dem Kriterium Risiko geordnet werden. Die einzelnen Schichten der Pyramide entsprechen damit auch verschiedenen Zielen (z.B. dient eine Geldanlage in der untersten, am sichersten eingestuften Schicht, dem Schutz der Existenz). Die Risikoeinstellung eines individuellen Anlegers manifestiert sich dann in der unterschiedlichen Aufteilung seines Vermögens in die einzelnen Schichten, wobei Veränderungen in der Anlageaufteilung die veränderten Erwartungen repräsentieren und die Risikoprämien entsprechend verändern.[FN 2]

• Weitere Modelle unterteilen die Anleger in einzelne Gruppen mit unterschiedlichen Informationsständen oder Eigenschaften. DANIEL, HIRSHLEIFER UND SUBRAHMANYAM separieren uninformierte Anleger, deren Entscheidungen einem Random Walk folgen, von informierten Anlegern, die aufgrund ihrer Kenntnisse und Erfahrungen der „selektiven Wahrnehmung" unterliegen und nur ihren eigenen Analysen und Informationen vertrauen. Weitere Fundamentalwerte werden zu spät wahrgenommen, so daß eine angemessene Preisreaktion verzögert wird. [FN 3]

[FN 1] Vgl. SHEFRIN/STATMAN (1995); SHEFRIN (2000).

[FN 2] Vgl. ROSSBACH (2001), S. 19f.

[FN 3] Vgl. DANIEL/HIRSHLEIFER/SUBRAHMANYAM (1997).

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 127. Der Autor übernimmt mehrere zusammenhängende Abschnitte aus 2 aufeinanderfolgenden Seiten der Quelle. In der Quelle wird die Quelle "BARBERIS/SHLEIFER/VISHNY" mit dem Jahr 1996 angegeben, während der Autor sie auf das Jahr 1998 datiert.

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