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Mh/Fragment 154 01

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Typus
Verdächtig
Bearbeiter
Bummelchen
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 154, Zeilen: 1-21
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 95,96,97,98, Zeilen:
[Zu dem Bereich der personalen Faktoren gehören Determinanten, die die persönliche Dis-position des Entscheiders beschreiben, sowie sozio demographische und das soziale Umfeld des Entscheiders charakterisierende Determinanten. Die erste Klasse beinhaltet im We-]sentlichen die Emotion, Motivation und Kognition. [FN 341] Zur zweiten Klasse gehören insbesondere die Determinanten Alter, Geschlecht, Beruf und aktuelle Lebensphase.


Emotionen werden klassisch in die Bereiche Affekte und Stimmungen aufgeteilt. [FN 342] Affekte bezeichnen eine kurzfristige Reaktion in einer spezifischen Situation während Stimmungen länger anhaltende, eher diffuse Gefühle darstellen, die eine unbestimmte Situation begleiten. [FN 343] Insbesondere im Marketing haben Emotionen eine große Bedeutung erlangt. [FN 344] Im Bereich des Kapitalmarktes sind eher Stimmungen zu beobachten, die die kognitiven Prozesse und damit den gesamten Entscheidungsprozess von Marktteilnehmern beeinflussen.[FN 345] Dabei können die am Kapitalmarkt herrschenden Stimmungen und die Prozesse der einzelnen Anleger einen Kreislauf erzeugen. [FN 346] Die wesentlichen Ergebnisse empirischer Untersuchungen zeigen Folgendes zum Einfluss von Stimmungen:


• Bei Vorliegen von positiver Stimmung nehmen Personen weniger Informationen auf und gehen in der Phase der Informationsverarbeitung weniger systematisch vor. Für negative Stimmungen gilt die Umkehrung.[FN 347]


• Personen erinnern sich in positiver Stimmung eher an positive Aspekte von früheren Entscheidungen.[FN 348]

• Die Rückkopplungseffekte bei der Erwartungsbildung führen dazu, dass ökonomisch relevante Informationen vernachlässigt werden. [FN 349]


[FN 341] Zu dem engen Zusammenhang von Emotion, Motivation und Kognition vgl. ausführlich Kuß (1991), S. 21 sowie Mandl und Reiserer (2000), S. lOOff.


[FN 342] Vgl. Otto, Euler und Mandl (2000), S. 12ff. sowie Dickenberger und Gniech (1983), S. 493.


343 Vgl. Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 100 sowie Oehler (1995), S. 49.


344 Vgl. etwa Kroeber-Riel (1995) sowie Kirchler (2003), S. 239ff. 345 Vgl. Schmidt (2003), S. 87 sowie Oehler (1995), S. 49.


[FN 346] Vgl. Schwarz und Bohner (1990), S. 164 sowie Wärneryd (2001), S. 163ff.

[FN 347] Vgl. dazu allgemein Barone, Miniard und Romeo (2000) sowie die Studien von Alloy und Abramson (1979); Ruehlman, West und Pasahow (1985); Isen, Means, Patrick und Nowicki (1982), S. 243ff.; Isen (2004), S. 418f.; Schwarz (1987), S. 21ff.; Abele (1985); Fiedler (1988), S. lOOff. sowie Clore, Schwarz und Conway (1994).


[FN 348] Vgl. Johnson und Tversky (1984); Blaney (1986); Bower (1981) sowie die Übersicht bei Bless und Ruder (2000), S. 306ff.


[FN 349] Vgl. Oehler (1995), S. 50. In ihrer Studie zeigen Fisher und Statman (2000), dass ein signifikant positiver Zusammenhang zwischen der Stimmung institutioneller Investoren und der Aktienrendite existiert; bei individuellen Anlegern kann dieser Zusammenhang signifikant negativ nachgewiesen werden.

S. 95

Die persönliche Disposition läßt sich aufteilen in Faktoren kognitiver, motivationaler und emotionaler Art. [...]

Zu den soziodemographischen Faktoren und dem sozialen Umfeld, die man ebenfalls unter die Faktoren den Entscheider betreffend zählen kann, gehören neben dem Alter, dem Geschlecht oder dem Beruf insbesondere die aktuelle Lebensphase.


[FN 1] Vgl. KUß (1981), S. 21; MANDL/REISERER (2000), S. 100ff. beschreiben ausführlich den Zusammenhang zwischen den drei Begriffen Emotion, Motivation und Kognition.

S. 96

3.5.2 Personale Faktoren [...]

In der Literatur hat sich eine Aufteilung des Begriffs der Emotion in den Bereich der Affekte und den der Stimmungen durchgesetzt.[FN 1][...] Während bei einem Affekt eine kurzfristige Reaktion auftritt, die zu einer einzeln auftretenden Situation paßt, bezeichnen Stimmungen längeranhaltende eher diffuse Gefühle, die eine unbestimmte Situation begleiten. [FN 2] [...]

Im Bereich der Aktienmarktentscheidung hat man es


[FN 1] Vgl. zu einer ausführlichen Definition emotionaler Prozesse und deren Abgrenzung zu anderen verwandten Begriffen OTTO/EULER/MANDL (2000), S. 12ff.; DICKENBER-GER/GNIECH (1983), S. 493.

[FN 2] Vgl. WEINBERG/KROEBER-RIEL (1999), S. 100; OEHLER (1995), S. 49.

S. 97

agegen eher mit Stimmungen zu tun, die den kognitiven Prozeß und damit auch den gesamten Entscheidungsprozeß beeinflussen können.

Im Bereich des Marketing haben Emotionen eine große Bedeutung erlangt.

[...]

• Zum anderen ist ein allgemeiner Einfluß von Stimmungen auf die Anlageentscheidung zu konstatieren.[FN 4] So ist in der Regel von einer „positi-ven Stimmung" die Rede, wenn eine erhöhte Nachfrage und Kurssteige-rungen beobachtet werden und umgekehrt von einer „negativen Stimmung" bei geringer Nachfrage und/oder negativer Kursentwicklung. SCHWARZ/BOHNER weisen jedoch darauf hin, daß die Rückwirkung der genannten Stimmung auf den einzelnen Anleger einen Kreislauf erzeugt, wenn gleichzeitig wiederum dessen Verhalten die beobachtete Stimmungslage unterstützt.[FN 5] Betrachtet man die Wirkung von Stimmungen auf den Informationsprozeß, so zeigen empirische Studien unterschiedliche Prozeßverläufe. Während der Informationsaufnahme werden Personen in


[FN 3] Vgl. OEHLER (1995), S. 49f.

[FN 4] Vgl. OEHLER (1995), S. 50; FISHER/STATMAN (2000) weisen in ihrer Studie dagegen einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen der Stimmung von institutionellen In-vestoren und der Aktienrendite nach, während der gleiche Zusammenhang bei individuellen Anlegern signifikant negativ ist.

S. 98

positiver Stimmung weniger Informationen aufnehmen und während der Informationsverarbeitungsphase weniger systematisch vorgehen, in negati-ver Stimmung umgekehrt. [FN 1] Gleichzeitig werden Personen in positiver Stim-mung eher auf angenehme Informationen ansprechen als auf unangenehme, so daß das Prinzip der selektiven Informationsaufnahme ebenfalls zum Tragen kommt. Dieses Prinzip gilt insbesondere auch für den Bereich des Erinnerns, da gezeigt werden konnte, daß sich Menschen in positiver Stimmung tendenziell eher an positive Aspekte früherer Entscheidungen erinnern. Prinzipiell lassen sich diese Befunde auch für den Anlageentscheidungsprozeß vermuten. [...] Rückkopplungseffekte sind dabei kaum zu vermeiden, wenn eine hohe Anzahl von Anlegern sich bei ihrer Urteilsbildung auf die Erwartungen als Information stützt und somit die eigentlich relevanten ökonomischen Daten vernachlässigt. Diese Situation kann sich bei gleichzeitiger Nutzung von Finanzintermediären im Sinne einer Anlageberatung verstärken. [FN 4]

[FN 4] Vgl. OEHLER (1995), S. 50; FISHER/STATMAN (2000) weisen in ihrer Studie dagegen einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen der Stimmung von institutionellen In-vestoren und der Aktienrendite nach, während der gleiche Zusammenhang bei individuellen Anlegern signifikant negativ ist.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 153.Es werden einzelne Textbausteine in modifizierter und z.T. verkürter Form übernommen und zu einen neuen Kapitel zusammengesetzt. Auch die Quellenangaben werden übernommen.

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