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119 gesichtete, geschützte Fragmente: Plagiat

[1.] Mh/Fragment 154 09 - Diskussion
Bearbeitet: 16. January 2014, 15:25 Schumann
Erstellt: 19. September 2011, 09:23 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Bummelchen, Hindemith, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 154, Zeilen: 9-18, 107-117
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 97, 98, Zeilen: S. 97, 27-28.32.106-107; S.98, 1-3.7-9.22-24,101-106.108-111
Dabei können die am Kapitalmarkt herrschenden Stimmungen und die Prozesse der einzelnen Anleger einen Kreislauf erzeugen.[FN 346] Die wesentlichen Ergebnisse empirischer Untersuchungen zeigen Folgendes zum Einfluss von Stimmungen:
  • Bei Vorliegen von positiver Stimmung nehmen Personen weniger Informationen auf und gehen in der Phase der Informationsverarbeitung weniger systematisch vor. Für negative Stimmungen gilt die Umkehrung. [FN 347]
  • Personen erinnern sich in positiver Stimmung eher an positive Aspekte von früheren Entscheidungen. [FN 348]
  • Die Rückkopplungseffekte bei der Erwartungsbildung führen dazu, dass ökonomisch relevante Informationen vernachlässigt werden. [FN 349]

[FN 346] Vgl. Schwarz und Bohner (1990), S. 164 sowie Wärneryd (2001), S. 163ff.

[FN 347] Vgl. dazu allgemein Barone, Miniard und Romeo (2000) sowie die Studien von Alloy und Abramson (1979); Ruehlman, West und Pasahow (1985); Isen, Means, Patrick und Nowicki (1982), S. 243ff.; Isen (2004), S. 418f.; Schwarz (1987), S. 21ff.; Abele (1985); Fiedler (1988), S. lOOff. sowie Clore, Schwarz und Conway (1994).

[FN 348] Vgl. Johnson und Tversky (1984); Blaney (1986); Bower (1981) sowie die Übersicht bei Bless und Ruder (2000), S. 306ff.

[FN 349] Vgl. Oehler (1995), S. 50. In ihrer Studie zeigen Fisher und Statman (2000), dass ein signifikant positiver Zusammenhang zwischen der Stimmung institutioneller Investoren und der Aktienrendite existiert; bei individuellen Anlegern kann dieser Zusammenhang signifikant negativ nachgewiesen werden.

[Seite 97]

SCHWARZ/BOHNER weisen jedoch darauf hin, daß die Rückwirkung der genannten Stimmung auf den einzelnen Anleger einen Kreislauf erzeugt [...]. [FN 5] [...]

Während der Informationsaufnahme werden Personen in [Seite 98] positiver Stimmung weniger Informationen aufnehmen und während der Informationsverarbeitungsphase weniger systematisch vorgehen, in negativer Stimmung umgekehrt. [FN 1] [...], da gezeigt werden konnte, daß sich Menschen in positiver Stimmung tendenziell eher an positive Aspekte früherer Entscheidungen erinnern. [FN 2] [...]

Rückkopplungseffekte sind dabei kaum zu vermeiden, wenn eine hohe Anzahl von Anlegern sich bei ihrer Urteilsbildung auf die Erwartungen als Information stützt und somit die eigentlich relevanten ökonomischen Daten vernachlässigt.[...] [FN 4]

[Seite 97, FN 5] Vgl. SCHWARZ/BOHNER (1990), S. 164; zum Einfluß von optimistischer Stimmung auf das individuelle Verhalten am Aktienmarkt s.a. WÄRNERYD (2001), S. 163ff.

[Seite 98, FN 1] Vgl. die Studien von ALLOY/ABRAMSON (1979); RUEHLMAN/WEST/PASAHOW (1985); ISEN (1982), S. 243ff.; ISEN (2000), S. 418f.; SCHWARZ (1987), S. 21ff.; ABELE (1985); FIEDLER (1988), S. 100ff.; CLORE et al. (1994); allgemein auch BARONE/MINIARD/ROMEO (2000).

[Seite 98, FN 2] Vgl. JOHNSON/TVERSKY (1984); BLANEY (1986); BOWER (1981) und die Übersicht in BLESS/RUDER (2000), S. 306ff.

[Seite 98, FN 4] Vgl. OEHLER (1995), S. 50; FISHER/STATMAN (2000) weisen in ihrer Studie dagegen einen signifikant positiven Zusammenhang zwischen der Stimmung von institutionellen Investoren und der Aktienrendite nach, während der gleiche Zusammenhang bei individuellen Anlegern signifikant negativ ist.

Anmerkungen

Es werden Literaturreferenzen von Schmidt 2003 in großem Umfang übernommen. Auch im Fließtext wird von Schmidt 2003 übernommen, wobei etwas gekürzt und umformuliert wird.

Sichter
Hindemith (zusätzliche Sichtung nötig Fragment erweitert) Graf Isolan

[2.] Mh/Fragment 127 01 - Diskussion
Bearbeitet: 16. January 2014, 15:24 Schumann
Erstellt: 1. August 2011, 15:21 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, Roßbach 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 127, Zeilen: 1-15
Quelle: Roßbach 2001
Seite(n): 18, Zeilen: 13-31
[Auch für den Indexeffekt kann das Mental Accounting einen Erklärungsansatz liefern. Wird eine Aktie in einen bestimmten Index aufgenommen, so wird sie auch vom Anleger] in ein anderes mentales Konto, [...], eingeordnet und erfährt dort eine dem neuen Konto entsprechende Bewertung, die von den Bewertungsmechanismen im 'alten' Konto abweichen kann.[FN 202] Eine alternative Erklärung kann auch in den zunehmend zu beobachtenden Indexierungsstrategien im Portfoliomanagement gesehen werden.[FN 203]

Ähnlich zu den beschriebenen Ansätzen lassen sich auch für andere Kapitalmarktphänomene auf Verhaltensanomalien basierende Erklärungen geben. Beispielsweise liefert die Prospect Theory verhaltenswissenschaftlich fundierte Argumente für die Existenz des Option Smile. [FN 204]

Auch wenn diese exemplarisch aufgeführten Ansätze zeigen, dass die Behavioral Finance Erklärungspotenzial für einzelne Kapitalmarktanomalien, die mittels rein ökonomischer Überlegung nicht zu erfassen sind, besitzt, so bleibt dennoch die Erkenntnis, dass dies letztlich lediglich singuläre Erklärungen aus einer ex post-Sicht sind. Die besprochenen Ansätze liefern somit für sich genommen (noch) keine geschlossene Theorie zur Beschreibung des realen Marktgeschehens. [FN 205]

[FN 202] Vgl. Shiller (1998), S. 8f.

[FN 203] Vgl. Roßbach (2001), S. 18.

[FN 204] Vgl. Shiller (1998), S. 4.

[FN 205] Vgl. zu dieser Kritik auch Roßbach (2001), S. 18.

In ähnlicher Weise wird der Index-Effekt begründet, wonach eine Aktie durch ihre Zugehörigkeit zu einem Index in ein anderes mentales Konto transferiert und dort auch anders bewertet wird.[FN 88]

Gleichermaßen lassen sich über die Verhaltensanomalien weitere auf den Kapitalmärkten beobachtbare Phänomene erklären. Dazu gehört z.B. die Erklärung des Option Smile [...] durch die Prospect Theory. [FN 89]

Dieser relativ grobe exemplarische Überblick über die Erklärungsversuche zeigt, dass die Behavioral Finance prinzipiell in der Lage ist, über die auf der Mikroebene gewonnenen Erkenntnisse über das Individualverhalten der Marktteilnehmer Begründungen auch für solche Marktreaktionen zu liefern, die nicht allein über ökonomische Faktoren erklärbar sind. In der Regel handelt es sich dabei jedoch um ex post vorgenommene Erklärungen. Es schließt sich somit die Frage an, inwieweit diese Erkenntnisse aus finanzwirtschaftlicher Sicht genutzt werden können. Dabei besteht das Interesse sowohl an geschlossenen Theorien und Modellen zur Beschreibung des Marktgeschehens wie auch an der Entwicklung von Bewertungs-, Entscheidungs- und Prognoseinstrumenten.

[FN 89] Vgl. Shiller (1997), S. 4.

[FN 88] Vgl. Shiller (1997), S. 8f. Der Effekt könnte andererseits aber auch auf die zunehmenden Indexierungsstrategien im Portfoliomanagement zurückzuführen sein.

Anmerkungen
  • Der ganze Abschnitt ist aus Roßbach 2001 übernommen, die Texte sind dabei inhaltlich sehr ähnlich und auch viele Formulierungen sind identisch. * Die Primärquelle wird per Bauernopfer kenntlich gemacht: Die FN 203 und auch die FN 205 beziehen sich aber beide nicht auf den gesamten Abschnitt. Außerdem werden die Verweise auf Roßbach mit "vgl." eingeleitet. Da auch andere Literaturverweise gesetzt sind (auch aus der Quelle übernommen), muss der Leser den Eindruck gewinnen, dass Roßbach nicht die alleinige Quelle für den gesamten Abschnitt sein kann. * Die Anmerkung aus FN 88 wandert in den Text. * Die Übernahme beginnt schon auf der Vorseite, siehe: Mh/Fragment_126_03
Sichter
Bummelchen(Text) Hindemith

[3.] Mh/Fragment 060 01 - Diskussion
Bearbeitet: 15. January 2014, 23:27 Schumann
Erstellt: 1. August 2011, 22:25 (Lukaluka)
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 60, Zeilen: 1-19
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 367-368, Zeilen: 13ff
[Unter dem Bandbreiteneffekt versteht man die Beobachtung, dass im Rahmen multiattributiver Entscheidungsproblemen bei der Änderung von Bandbreiten der einzelnen Zielausprägungen eine entsprechende Anpassung der Zielgewichte nicht adäquat statt-] findet. Dabei zeigt sich, dass Entscheider die Größe von Ausprägungsintervallen nicht genügend oder gar nicht berücksichtigen. [FN 344]

Die Base Rate Fallacy tritt im Zusammenhang mit der Bewertung neuer Informationen auf. Korrekterweise sollte bei dem Übergang von a priori- zu a posteriori- Wahrscheinlichkeiten die Bayes-Regel verwendet werden. Entscheider berücksichtigen jedoch die Basisrate, d.h. die a priori-Wahrscheinlichkeit, gegenüber neu eintreffenden Informationen tendenziell zu wenig. [FN 345]

Der Besitztumseffekt beschreibt die Beobachtung, dass Personen den Wert eines Gegenstandes abhängig davon beurteilen, ob er sich in ihrem Besitz befindet oder nicht. Dabei ist der minimale Preis, den die Person als Verkäufer für einen Gegenstand akzeptieren würde, höher als der maximale Preis, den er als Käufer zu zahlen bereit wäre. [FN 346]

Die Choice vs. Matching-Anomalie oder auch Response Mode-Bias beschreibt das Phänomen, dass bei Befragungen zur Ermittlung der Präferenz von Entscheidern eine Abhängigkeit der geäußerten Präferenz von der Art der Erhebung auftreten kann. [FN 347]

Der Disappointment-Effekt besagt, dass die Bewertung der Konsequenzen von Alternativen nicht unabhängig erfolgt, sondern unter Berücksichtigung anderer möglicher Konsequenzen. So wird beispielsweise der Gewinn von 100 GE bei Vorliegen der Lotterie (0 GE, 0.5; 100 GE, 0.5) als erfreulich empfunden, im Rahmen der Lotterie (200 GE, 0.5; 100 GE, 0.5) hingegen wird ein Gewinn von 100 GE als Enttäuschung wahrgenommen. [FN 348]

[FN 344] Vgl. von Nitzsch und Weber (1991)

[FN 345] Vgl. Kahneman und Tversky (1973). Eine Übersicht über experimentelle Studien gibt Camerer (1995).

[FN 346] Vgl. Thaler (1980) sowie Weber (1993).

[FN 347] Vgl. Tversky, Sattah und Slovic (1988) sowie Ahlbrecht und Weber (1997).

[FN 348] Vgl. Bell (1985) sowie Loomes und Sugden (1986).

Bei einem multiattributiven Entscheidungsproblem spielen die Bandbreiten der einzelnen Zielausprägungen bei der Zuweisung von Zielgewichten [...] eine entscheidende Rolle. [...] Experimentelle Untersuchungen (von Nitzsch und Weber 1991) zeigen jedoch, dass Entscheider bei der Festlegung von Zielgewichten wenig sensibel auf die Größe der Ausprägungsintervalle reagieren, die die angegebene Bandbreite zu wenig oder gar nicht berücksichtigen.

Base Rate Fallacy

Die Berücksichtigung neu eintreffender Informationen bei der Bearbeitung von Wahrscheinlichkeiten, also der Übergang von Apriori- zu Aposteriori-Wahrscheinlichkeiten, sollte formal korrekt unter Verwendung der Regeln von Bayes erfolgen. Bei einem informellen und intuitiven Umgang mit Wahrscheinlichkeiten tendieren Menschen jedoch dazu, die Basisrate [...] im Vergleich zur neu eintreffenden Information deutlich zu wenig zu berücksichtigen (Kahnemann und Tversky 1973). Bei Camerer findet sich (1995) findet sich ein Überblick über einige experimentelle Studien zu diesem Phänomen. [...]

Besitztumseffekt

[...] Der Besitztumseffekt beschreibt das Phänomen, daß die Wertschätzung eines Gegenstands davon abhängt, ob die Leute diesen besitzen oder nicht. Der minimale Preis, den ein Verkäufer für einen bestimmten Gegenstand akzeptiert, liegt über dem maximalen Preis, den er als Käufer bezahlen würde. Vgl. dazu Thaler (1980), Weber (1993), [...]

Choice vs. Matching-Anomalie (Response Mode-Bias)

Unter dem response mode versteht man die Verfahrensweise, mittels derer in Untersuchungen Präferenz von Entscheidern erfragt werden. [...] Im Kontrast [...] zeigen Tversky, Sattath und Slovic (1988) sowie beispielsweise Ahlbrecht und Weber (1997), daß eine Abhängigkeit der geäußerten Präferenz von der Art der Erhebung auftreten kann.

Disappointment-Effekte

Ob der Gewinn von 100 Euro bei einer riskanten 50/50-Lotterie als erfreuliches oder enttäuschendes Ereignis wahrgenommen wird, hängt davon ab, ob die andere mögliche Konsequenz 0 Euro oder 200 Euro betragen hätte. [...] Bell 1985 [...] Loomes und Sugden 1986.

Anmerkungen

Klare Übernahme ohne adäquaten Verweis auf die Quelle. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden. Die Übernahme beginnt schon auf der Vorseite.

Sichter
Hindemith

[4.] Mh/Fragment 037 13 - Diskussion
Bearbeitet: 5. April 2013, 01:23 Sotho Tal Ker
Erstellt: 6. February 2012, 14:35 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 13-16, 118-119;101
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 21;22, Zeilen: 13-15,127-129;101-102
[Seite 37]

Als Bernoulli (1738) seine Nutzenfunktion entwarf, argumentiert er für die von ihm vorgeschlagene logarithmische Nutzenfunktion mit dem abnehmenden Grenznutzen des Geldes und zielt damit auf eine reine Höhenpräferenzfunktion ab.[FN 224]

[FN 224] Vgl. Coombs et al. (1975), S. 145; Drukarczyk (1980), S. 123; Engelkamp (1980), S. 118; Fishburn (1992), S. 138; Hansson (1988), S. 158; Leinfellner (1994), S. 76; Lopes (1987), S. 260; Lopes (1995a),

[Seite 38]

S. 205; Samuelson (1977), S. 25 sowie Trost (1991), S. 85. [...]

BERNOULLI begründet die von ihm vorgeschlagene Logarithmusfunktion nur mit dem abnehmenden Grenznutzen des Geldes und hat somit als Risikonutzenfunktion eine reine Höhenpräferenzfunktion im Auge.[FN 3]

[FN 3] Vgl. Coombs, C. H./Dawes, R. M,/Tversky, A. (1975) S. 145; Drukarczyk, J. (1980) S. 123; Engelkamp, P. (1980) S. 118; Fishburn, P. C. (1992) S. 138; Hansson, B. (1988) S. 158; Leinfellner, W. (1994) S. 76; Lopes, L. L. (1987a) S. 260; Lopes, L. L. (1995a) S. 205; Samuelson, P. A. (1977)

[Seite 22]

S. 25; Trost, R. (1991) S. 85; Yates, J. F. (1990) S. 268f.

Anmerkungen

Alle Referenzen tauchen wieder auf in dieselbe Reihenfolge - mit Ausnahme des letzten (Yates).

Sichter
WiseWoman

[5.] Mh/Fragment 103 01 - Diskussion
Bearbeitet: 22. October 2012, 20:05 Hindemith
Erstellt: 19. September 2011, 13:05 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 103, Zeilen: 1-26
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 32,33, Zeilen: 11-27; 1-26
[Unter dem Begriff des Neoinstitutionalismus werden neuere Ansätze subsummiert, deren zentrale Idee darin besteht, den Tauschakt zwischen verschiedenen Partnern in den Fokus theoretischer Überlegungen zu rücken. Während die neoklassische Theorie im Rahmen] eines Gleichgewichtsmodells davon ausgeht, dass der Markt den Tauschvorgang selbst regelt, [FN 74] wird in den Modellen der neuen Institutionenökonomik versucht, einer tatsächlichen heterogenen Informationsstruktur Rechnung zu tragen, bei der die Annahmen eines vollkommenen und vollständigen Marktes obsolet werden. [FN 75] Institutionen werden dabei als Konstrukte verstanden, die die Funktion erfüllen, zur Überwindung möglicher Folgen einer asymmetrischen Informationsverteilung und der Probleme von Vertragsbeziehungen einen entscheidenden Beitrag zu leisten. [FN 76]

Die meisten Modelle befassen sich mit Gleichgewichtssituationen auf Märkten, es wurde jedoch auch eine Reihe einzelwirtschaftlicher Ansätze entwickelt. [FN 77] Zu den klassischen Ansätzen der neuen Institutionenökonomik gehören insbesondere die nachfolgend aufgeführten:

  • In der Property-Rights-Theory werden anstelle von realen Gütern auf Märkten Rechte gehandelt, z. B. Verfügungs- oder Handlungsrechte. Die dazugehörige Institution ist der Vertrag, in dem die Rechte und Pflichten der Vertragspartner geregelt sind. [FN 78]
  • Der Transaktionskostenansatz analysiert die Auswirkungen von Transaktionskosten. Dabei kann das Einschalten einer Institution negativ im Sinne der Erhöhung von Transaktionskosten sein. Andererseits kann der Einsatz von Institutionen auch zu einer Verringerung der Transaktionskosten führen. [FN 79]
  • Im Rahmen der Informationsökonomie werden die Annahmen der Neoklassik der vollständigen und symmetrischen Informationsverteilung aufgehoben. Bei Vorliegen von unvollständiger Information entsteht eine Unsicherheitssituation, bei der entschieden werden muss, ob und welche Kosten zur Informationsbeschaffung aufgewendet werden sollen. Bei asymmetrischer Information können dem geringer informierten Akteur Kosten zur Reduktion des Informationsvorsprungs eines anderen Akteurs entstehen. [FN 80]


[FN 74] Vgl. Oehler (2000a), S. 979; Oehler (2002), S. 845; Schmidt (2003), S. 28f.; Terberger (1994), S. 21ff. sowie ausführlich mit Beispielen Milgrom und Roberts (1992), S. 57ff.

[FN 75] Vgl. Schmidt und Terberger (1997), S. 386ff.; Erlei et al. (1999), S. 47ff.; Richter und Furubotn (1999), S. 287ff. sowie Schauenberg (1998), S. 25f.

[FN 76] Vgl. Erlei et al. (1999), S. 23ff.; eine Systematisierung von Institutionen hinsichtlich unterschiedlicher Ebenen gibt Erlei (1998), S. 148.

[FN 77] Vgl. etwa den Überblick bei Peters (1995), S. 3f.

[FN 78] Vgl. im Original Coase (1960) und ausführlich bei Schmidt und Terberger (1997), S. 97; Steiner (1998), S. 103f. sowie Terberger (1994), S. 47ff.

[FN 79] Vgl. Coase (1975); Alchian und Demsetz (1972); Williamson (1975); Erlei et al. (1999), S. 70ff.; Erlei (1998), S. 30ff. sowie Richter (1994), S. 5ff.

[FN 80] Vgl. Stiglitz (1987); Schauenberg (1998), S. 34ff.; Schulz (2002) sowie Peters (1995), S. 3f.

Wesentlicher Aspekt der Neuen Institutionenökonomik ist die Idee, den Tauschakt zwischen verschiedenen Partnern und insbesondere deren Kooperation in das Zentrum theoretischer Überlegungen zu rücken. Die neoklassische Theorie geht im Rahmen des Gleichgewichtsmodells davon aus, daß der Markt selbst den Tauschvorgang regelt (unendlich schneller Prozeß) und eine Kooperation der Vertragspartner u.a. wegen homogener Informationsstände nicht stattfinden muß. [FN 4] Berücksichtigt man nun die tatsächlich heterogene

Informationsstruktur - die bewertungsrelevanten Eigenschaften der gehandelten Güter und die ordnungsgemäße Vertragsabwicklung betreffend - der Marktteilnehmer und gleichzeitig auch die Existenz von potentiellen Konflikten, die aus dieser Informationsstruktur aber auch aus den unterschiedlichen Interessen resultieren können, wird die Annahme des vollkommenen und vollständigen Marktes der Neoklassik obsolet. [FN 5] Die Folge ist daher die Notwendigkeit einer Theorie, die Vertragsbeziehungen zwischen den Partnern darstellt. Dabei können Institutionen dazwischengeschaltet werden, deren Schaffung und Nutzung den Einsatz sogenannter Transaktionskosten erfordert. Institutionen sind dabei als Konstrukte zu verstehen, die die Funktion erfüllen, zur Überwindung der Folgen asymmetrischer Informationsverteilung und der Probleme von Vertragsbeziehungen beizutragen. [...]. [FN 1b]

Zu den verschiedenen Ansätzen, die unter dem Begriff der Neuen Institutionenökonomik firmieren, zählen insbesondere die folgenden:

  • die Property-Rights-Theory. [FN 2b] statt tatsächlicher Güter werden nach dieser Theorie auf Märkten verschiedene Rechte gehandelt, z.B. Verfügungs- oder Handlungsrechte, [...] Die dazugehörige Institution ist der Vertrag, in dem Rechte und Pflichten der Vertragspartner geregelt werden. [...]
  • der Transaktionskostenansatz. [FN 3b] die oben genannte Vertragsgestaltung ist nur ein Beispiel für Ursachen von Transaktionskosten. Solche Kosten entstehen generell beim Einschalten einer Institution und wirken prinzipiell negativ. Durch den Einsatz von Institutionen kann die Summe der Transaktionskosten aber auch geringer sein als ohne.
  • die Informationsökonomie: [FN 4b] im Gegensatz zur Neoklassik wird hier die Annahme der vollständigen und symmetrischen Informationsverteilung aufgehoben. Bei unvollständiger Information entsteht für einen Entscheider eine Situation unter Unsicherheit, bei der er überlegen muß, ob und wenn ja, wie viele Kosten zur Informationsbeschaffung er aufwenden will. Bei asymmetrischer Verteilung entstehen ebenfalls Kosten, wenn der geringer informierte Partner solche aufwenden möchte, um den Informationsvorsprung des anderen zu reduzieren.


[FN 4] Vgl. OEHLER (2000b), S. 979; OEHLER (2002a), S. 845; TERBERGER (1994), S. 21ff.; ausführlich mit Beispielen MILGROM/ROBERTS (1992), S. 57ff.

[FN 5] Zum folgenden s. SCHMIDT/TERBERGER (1997), S. 386ff.; ERLEI/LESCHKE/SAUERLAND (1999), S. 47ff; RICHTER/FURUBOTN (1999), S.287ff.; SCHAUENBERG (1998), S. 25f.

[FN 1b] Vgl. ERLEI/LESCHKE/SAUERLAND (1999), S. 23ff.; eine Systematisierung der Institutionen bezüglich verschiedener Ebenen in ERLEI (1998), S. 148.

[FN 2b] Vgl. im Original COASE (1960) und im weiteren bei SCHMIDT/TERBERGER (1997), S.397; STEINER (1998), S. 103f.; TERBERGER (1994), S. 47ff.

[FN 3b] Im Original bei COASE (1975); ALCHIAN/DEMSETZ (1972) und WILLIAMSON (1975); Vgl. auch ERLEI/LESCHKE/SAUERLAND (1999), S. 70ff; ERLEI (1998), S. 30ff.; RICHTER (1994), S: 5ff.

[FN 4b] S. STIGLITZ (1987); Vgl. auch SCHAUENBERG (1998), S. 34ff.; SCHULZ (2002); PETERS (1995), S. 3f.

Anmerkungen
  • Inhalt übernommen und leicht umgebaut, mit kürzeren Auslassungen
  • Fast der gesamte Fußnotenapparat ist aus der Quelle übernommen, wobei FN 77 nicht aus der Quelle stammt, und ein Verweis auf Schmidt 2003 (S 28f) in die FN 74 aufgenommen wurde.
    • In der FN 78, wird in der Dissertation für die Referenz Schmidt und Terberger (1997) die Seite 97 angegeben. Korrekt ist allerdings die Quelle, denn dort ist die Seite 397 angegeben, und auf dieser Seite findet sich bei Schmidt/Terberger eine Beschreibung der Property-Rights-Theorie, auf Seite 97 aber nicht.

Der Verweis auf Schmidt 2003 ist inadäquat:

  • es wird auf S 28f verwiesen, die Übernahme ist aber von den Seiten 32 und 34
  • Der Verweis bezieht sich nur auf einen kleinen Abschnitt am Anfang
  • In der FN 74 finden sich noch 4 weitere Quellenverweise.
Sichter
Guckar

[6.] Mh/Fragment 046 115 - Diskussion
Bearbeitet: 3. August 2012, 20:30 Guckar
Erstellt: 6. February 2012, 21:19 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 115-124
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 58, Zeilen: 9-14, 18, 112-119
[FN 273] [...] Zu psychometrischen Studien zur Risikowahrnehmung, die als wesentliche, kulturunabhängige Hauptfaktoren zur Determinierung des Risikos in diesem Kontext den „Dread Risk"-Faktor und den „Unknown-Risk"-Faktor identifizieren, vgl. Borcherding, Rohrmann und Eppel (1986), S. 245; Douglas und Wildavsky (1982), S. 16-28; Glendon (1987), S. 106; Hansson (1989), S. 108-111; Johnson und Tversky (1984), S. 65; Jungermann und Slovic (1993b), S. 173-175; Kasperson (1992); Kleinhesselink und Rosa (1991); Pedroni und Zweifel (1988), S. 33f.; Renn (1990); Renn (1992), S. 65; Slovic (1987); Slovic (1992); Swaton, Maderthaner, Pahner, Guttmann und Otway (1976); Undeutsch (1988); von Winterfeldt, John und Borcherding (1981); Vlek und Stallen (1980), S. 285-292 sowie Vlek und Stallen (1981), S. 250-253. Kritisch zum faktoranalytischen Vorgehen Arabie und Maschmeyer (1988). Wie psychometrische Studien zur Risikowahrnehmung von Individuen in unterschiedlichen Kulturkreisen übereinstimmend ergeben haben, können trotz der Vielfalt der dabei untersuchten Gefahrenquellen und Risikosituationen auf faktorenanalytischem Weg zwei Hauptfaktoren identifiziert werden, die das Risiko wesentlich bestimmen:[FN 4]

• Der „Dread Risk“-Faktor [...]

• Der „Unknown Risk“-Faktor [...]

[FN 4] Vgl Borcherding, K./Rohrmann, B./Eppel, T. (1986) S. 245; Douglas, M./Wildavsky, A. (1982) S 16-28; Glendon, A. I. (1987) S. 106; Hansson, S. O. (1989) S. 108-111; Johnson, E. J./Tversky, A (1984) S. 65; Jungermann, H./Slovic, P. (1993a) S. 173-175; Kasperson, R, E. (1992); Kleinhesselink, R. R./Rosa, E. A. (1991); Pedroni, G./Zweifel, P. (1988) S. 33f; Renn, O. (1990); Renn, O (1992) S. 65; Slovic, P. (1987); Slovic, P. (1992); Swaton, E./Maderthaner, R./Pahner, P. D./Guttmann, G./Otway, H. J. (1976); Undeutsch, U. (1988); Winterfeldt, D. v./John, R. S./Borcherding, K. (1981); Vlek, C./Stallen, P. J. (1980) S. 285-292; Vlek, C./Stallen, P. J. (1981) S. 250-253. Zur Kritik am faktorenanalytischen Vorgehen vgl. Arabie, P./Maschmeyer, C. (1988).

Anmerkungen

Die 18 erwähnten Literaturverweise sind identisch. Man beachte außerdem, dass Mh genau dort präzise Seitenangaben macht, wo diese auch bei Unser (1999) erfolgen. Die wesentliche geistige Leistung, die hier aus der Quelle übernommen wurde, ist demnach die Literaturübersicht in ihrer Gesamtheit. Unser (1999) selbst wird weiter oben in der FN 273 genannt, aber nicht im Zusammenhang mit dem hier dokumentierten Text.

Sichter
Hindemith

[7.] Mh/Fragment 016 10 - Diskussion
Bearbeitet: 3. August 2012, 20:26 Guckar
Erstellt: 4. August 2011, 11:59 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, 188.194.114.215, Goalgetter, Hindemith, Guckar, Graf Isolan, Bummelchen
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 10-17, 109, 114
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 14, 15, Zeilen: S. 14, 24-25 - S. 15,1-3.5-7
Eine eher allgemein gefasste Definition von Rationalität gibt Nida-Rümelin (1997): „A person acts rationally if her actions appear to make sense with respect to the person's aims. Actions make sense with respect to a person's aims if they seem to be appropriate means for achieving those aims." [FN 86] Gefordert wird somit lediglich eine formale Rationalität, bei der der Entscheider seine Entscheidungen in der Weise trifft, dass seine Ziele möglichst gut erfüllt werden.[FN 87] Eine enger gefasste Definition fordert zusätzlich Rationalität im substantiellen Sinne, die besagt, dass die Ziele und Präferenzen inhaltlich sinnvoll sein sollen.[FN 88]

[FN 86] Eine inhaltsgleiche Definition mit abweichendem Wortlaut gibt bereits Allais (1952/1979), S.78.

[...]

[FN 88] Vgl. etwa Kahneman (1994), S. 19; Bamberg und Coenenberg (2006), S. 3 sowie Fischer (2004a), S. 15.

[Seite 14]

Eine mögliche, eher weit gefaßte Definition gibt Nida-Rümelin (1997): „A person acts rationally if her actions appear to make sense with respect to the person's aims. Actions

[Seite 15]

make sense with respect to a person's aims if they seem to be appropriate means for achieving those aims." [FN 1] Ein Individuum handelt also rational, wenn es seine Entscheidungen so trifft, daß seine Ziele möglichst gut erfüllt werden können [...] Eine engere Auffassung des Rationalitätsbegriffs hingegen besagt, daß diese Form der Konsistenz nicht ausreicht, sondern zudem die Ziele bzw. Präferenzen inhaltlich sinnvoll sein müssen.[FN 2]

[FN 1] Eine Definition mit gleicher Aussage, nur mit abweichendem Wortlaut, findet sich auch bereits bei Allais (1952, S.78).

[FN 2] Vgl. z.B. Kahneman (1994, S. 19).

Anmerkungen

Der Abschnitt findet sich größtenteils als eigenständiger Absatz in Fischer (2004). Z.B. ist das Zitat von Nida-Rümelin genauso in der Quelle zu finden. Es gibt starke Indizien dafür, dass es sich dabei nicht um einen Zufall handelt, sondern um eine ungekennzeichnete Übernahme aus der Quelle: * Der ebenso übernommene Hinweis auf Allais in der Fußnote * Der ähnliche Wortlaut der einleitenden Worten * Der Umstand, dass keine Seite für das Nida-Rümelin Zitat angegeben wird (auch in der Quelle fehlt die Seitenangabe)

Sichter
Lukaluka(Fragment), Bummelchen

[8.] Mh/Fragment 252 04 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:28 Kybot
Erstellt: 31. August 2011, 14:03 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, LeBaron 2005, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 252, Zeilen: 4-17
Quelle: LeBaron 2005
Seite(n): 38-39, Zeilen: 15-16; 15-18, 20-25
Ein weiterer Punkt betrifft die Anzahl der zur Verfügung stehenden handelbaren Finanzmarktprodukte. In den meisten Modellen können die Agenten lediglich zwischen einer risikolosen und einer risikobehafteten Anlage wählen. [FN 316] Auch zu diesem Punkt kann ein Framework, dass die prinzipielle Verarbeitung mehrerer Assets zur Verfügung stellt, einen entsprechenden Mehrwert liefern.

Die überwiegende Mehrzahl der vorgestellten Ansätze gehen in der Modellierung des Entscheidungsverhaltens der Agenten induktiv vor, d.h. es werden anhand der vergangenen Performance Regeln vorgeschlagen und adjustiert in der Hoffnung, dass diese in der Zukunft bessere Performance zeigen. Formen des deduktiven Schließens der Agenten werden fast gar nicht betrachtet. „Can they be allowed to do some form of deductive reasoning? Can they learn commonly held theories in finance, such as present value analysis, or the Black-Scholes option pricing formula? An interesting question is whether an agent-based model can be constructed that allows for a little deductive reasoning while keeping the general inductive spirit of simple rules of thumb." [FN 317]

[FN 316] Ausnahmen sind etwa Chiarella, Dieci und Gardini (2004) sowie Westerhoff (2004). Auch Levy et al. (2000) experimentieren mit mehreren Anlagemöglichkeiten.

[FN 317] LeBaron (2006a), S. 1225.

Another very common and pertinent criticism is that most agent-based financial market models assume a small number of assets. Often agents trade only one risky asset and one risk-free asset alone. [FN 55]

[...]

Almost all of the agents that are modeled and discussed in this survey operate inductively. They adopt rules and forecasts which have performed well in the recent past, and they adjust these rules and forecasts to perfom better in the future. The early spirit of agent-based models is clearly to push away from more traditional deductive styles of learning and towards inductive styles of learning. [...] Can they be allowed to do some form of deductive reasoning? Can they learn commonly held theories in finance, such as present value analysis, or the Black-Scholes option pricing formula? An interesting question is whether an agent-based model can be constructed that allows for a little deductive reasoning while keeping the general inductive spirit of simple rules of thumb.

[FN 55] Two recent exceptions to this are Chiarella et al. (2004) and Westerhoff (2004). Also, Levy et al. (2000) perform some experiments in multi-asset settings with options.

Anmerkungen

Mh übernimmt aus LeBaron 2005 einen kurzen Abschnitt. Dieser wird aus zwei Seiten des Originals gekürzt zusammengesetzt und übersetzt. Bezeichnend ist auch die Übernahme der Fußnote 316. Am Ende folgt ein wörtliches Zitat aus der Quelle, welches korrekt LeBaron zugeordnet wird (man beachte, dass die hier dokumentierte Quelle LeBaron 2005 ein PrePrint der Quelle LeBaron 2006a ist, die bei Mh genannt wird.)

Sichter
Hindemith

[9.] Mh/Fragment 250 11 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:28 Kybot
Erstellt: 31. January 2012, 19:57 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, LeBaron 2005, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 250, Zeilen: 11-17, 110-114
Quelle: LeBaron 2005
Seite(n): 35, Zeilen: 18-22, 101-104
Andere Modelle betrachten etwa das Lernverhalten des Market Makers,[FN 306] Tick-Größen,[FN 307] vergleichen Orderbücher und Dealer-Märkte,[FN 308] oder untersuchen den Einfluss von Preislimits, Steuern und Zentralbank-Eingriffen.[FN 309]

Die bisher betrachteten Ansätze modellieren die Finanzmärkte hauptsächlich aus Sicht der Anleger. Einige wenige Modelle betrachten dies auch aus Sicht einer Firma, die Finanzmarktprodukte, z. B. Aktien, emittiert, und verwenden damit die Agenten-basierten Systeme im Kontext der Corporate Finance.[FN 310]

[FN 306] Vgl. Chan und Shelton (2001).

[FN 307] Vgl. Darley, Outkin, Plate und Gao (2000) sowie Yeh (2003).

[FN 308] Vgl. Audet, Gravelle und Yang (2002).

[FN 309] Vgl. Westerhoff (2003a); Westerhoff (2003b) sowie Westerhoff (2003d).

[FN 310] Vgl. zu einem Beispiel Noe, Rebello und Wang (2003).

[...] [FN 51]

Most of the papers considered in this survey could loosely be considered part of the investment side of finance. There is no consideration for the issuance of securities by firms, or the design and evolution of securities themselves. A recent exception is Noe, Rebello & Wang (2003) which represents the first paper to consider corporate finance issues in an agent-based framework.

[FN 51] A related paper is Chan & Shelton (2001) which models a dealer learning optimal behavior when faced with a random order flow. Further research in the area of market design includes papers examining tick sizes (Darley, Outkin, Plate & Gao (2000) and Yeh (2003)), order book versus dealer markets (Audet, Gravelle & Yang (2001), and price limits, trading taxes, and central bank intervention (Westerhoff (2003b), Westerhoff (2003d), and Westerhoff (2003a).

Anmerkungen

Hier wird zunächst eine Fußnote einfach als Literaturreferat in den Haupttext "hochgezogen". Die Quellenangaben verbleiben im Fußnotenapparat. Danach wird die im Original folgende Passage übernommen, wobei die im Quelltext genannte Quelle zu einer Fußnote gemacht wird. Bei Mh erfolgt kein Hinweis auf die Herkunft dieser Passage. Der Literaturverweis "NOE, T., M. REBELLO UND J. WANG: Corporate Financing: An Artificial Agent-Based Analysis, in: The Journal of Finance, 2003, 63, 943-973." findet sich (bis auf die Stellung der Jahreszahl) identisch in LeBaron (2005). Das wäre nicht weiter bemerkenswert, wenn nicht die Heftnummer 63 in beiden Texten gleich falsch wäre. Der Artikel ist nämlich, wie man hier sehen kann, in Ausgabe 58 erschienen. LeBaron hat offensichtlich das römische Zahlzeichen LVIII nicht korrekt aufgelöst. Ob Mh den Artikel vorliegen hatte, ist daher fraglich.

Sichter
Hindemith

[10.] Mh/Fragment 220 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:28 Kybot
Erstellt: 9. January 2012, 17:50 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, LeBaron 2005, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, WiseWoman, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 220, Zeilen: 1-19, 101-111
Quelle: LeBaron 2005
Seite(n): 15-16, Zeilen: 15-29; 1-9
[Das Vermögen in der zweiten Periode ergibt sich gemäß
w = s(d - p),

wobei s die Anzahl der gehaltenen Aktien darstellt. Dies ist die einzige Variable, die der Agent selbst festlegen kann, so dass das Ziel in einer möglichst guten Wahl von s besteht. Aus den Annahmen ergibt sich der zu maximierende Nutzen in der zweiten Periode zu

u(w) = E(-e^{~\gamma w}), (4.17)

wobei \gamma den Koeffizienten der absoluten Risikoaversion darstellt.[FN 249] Daraus ergibt sich für eine bekannte Verteilung der Dividende d \sim N(\mu_d,\sigma^2_d) die optimale Lösung für s als lineare Fünktion des Preises und des Mittelwertes der Dividende gemäß [FN 250]

s^* = \alpha^*(\mu_d - p)\text{ mit }a^*=\frac{1}{\gamma\sigma^2_d} (4.18)

und kann als Benchmark verwendet werden. Damit besteht das Ziel eines Agenten j darin, für sein Funktional s_j = \alpha_j (\mu_d - p) das optimale \alpha zu lernen. Als Lernalgorithmus wird dazu ein genetischer Algorithmus verwendet. [FN 251]

Es werden S Perioden simuliert, in denen jeweils neue zufällige unabhängige Werte der Dividende gemäß der vorgegebenen Verteilung gezogen werden. Dabei verwendet jeder Agent j einer Population der Größe J sein \alpha_j über alle S Perioden und nach jeweils S Perioden wird der genetische Algorithmus durchlaufen. Die Übersetzung der Bitstrings [FN 252] in reelle Zahlen erfolgt gemäß der (Standard-) Konvention

\alpha_j = \min+(\max-\min)\frac{\sum_{l=1}^L \eta_{l,j}2^{l-1}}{2^L-1} (4.19)

wobei \eta_j = ( \eta_{1,j},\ldots,\eta_{L,j})\in \{0,1\}^L den Bitstring der (aktuellen) Strategie des Agenten j darstellt und \alpha_j im Intervall [min, max] liegt. Für jeden Agenten j wird im Rahmen [des genetischen Algorithmus ein Fitnesswert über die S Perioden als Summe aus den Nutzenwerten der jeweiligen Vermögen ...]

[FN 249] Vgl. dazu auch die Ausführungen auf S. 36 dieser Arbeit. Dort wurde der Koeffizient mit \alpha bezeichnet. Da sich in der in diesem Kapitel relevanten Literatur der Buchstabe a als Bezeichnung innerhalb der Lösung etabliert hat, wird hier dieser Nomenklatur gefolgt.

[FN 250] In früheren Versionen untersuchte Lettau auch andere, kompliziertere Punktionen s(p,\mu_d) mit dem Ergebnis, dass die Konvergenzgeschwindigkeit sinkt, da mehr Parameter zu lernen sind.

[FN 251] Die genetischen Algorithmen wurden von Holland (1975) entwickelt und gehören zur Familie der evolutionären Algorithmen. Für einen Überblick über evolutionäre Methoden vgl. etwa Fogel (1995) sowie Bäck (1996). Speziell zur Funktionsweise genetischer Algorithmen vgl. etwa Roßbach und Heun (2006). Dieser Ansatz findet in Multiagentensystemen, insbesondere auch im Kontext von Finanzmarktsimulationen, recht häufig Verwendung als Lernmechanismus.

[FN 252] Ein Bitstring stellt eine Folge von Nullen und Einsen dar.

and their preferences are assumed to exhibit constant absolute risk aversion which can be parameterized as in,
U(w) = e^{~\gamma w}. (3)

This is clearly a very simplified market. No attempt is made to look at the feedback from agents’ demands to returns on the risky asset. There is no consumption, and wealth is not linked to agents’ impact on asset prices, or evolution. However, it is a very straightforward test of learning in a financial market.

Given the normally distributed dividend process, there is a well-known optimal solution to the portfolio problem given by,

s^* = \alpha^*(\bar{d} - p) (4)
a^*=\frac{1}{\gamma\sigma^2_d} (5)

where \sigma_d^2 is the variance of the random dividend payout. The main exercise in Lettau’s paper is to see if and when agents are able to learn this optimal portfolio strategy using a genetic algorithm. In general, agents’ policy functions could take the form of

s=s(\bar{d},p), (6)

[p. 14]

but Lettau simplifies this by using the optimal linear functional form for agent i,

s_i = \alpha_i(\bar{d} - p). (7)

This gives the agents a head start on the portfolio problem, but they still need to learn the optimal \alpha.[FN 28]

The market is run for S periods with new independent draws of the dividend for each period. Each agent continues to use the portfolio determined by \alpha_i , which remains fixed. At the end of each block of S the genetic algorithm (GA) is run, and the set of agent parameters is redrawn. Agents are parameterized with a bitstring encoding given by

\alpha_i = MIN + (MAX - MIN)\frac{\sum_{j=1}^L \mu_{j,i}2^{j-1}}{2^L-1}

where \mu_{j,i} is the bitstring for the strategy of agent i.

[FN 28] A more complicated functional form is tried, but the only change is that convergence is slowed down by the need to learn more parameters.

Anmerkungen
  • Fortsetzung von Seite 219. * Der Text wird umgeschrieben, es finden Variablenumbenennungen statt. * FN 28 wird als "Cut & Slide" aus dem Haupttext in der Quelle genommen und zu einer Fußnote, FN 250, in der Dissertation "degradiert". * Mh zitiert in FN 251 ein Vorlesungsskript, an den er mitgewirkt hat.
Sichter
WiseWoman

[11.] Mh/Fragment 219 13 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:28 Kybot
Erstellt: 16. September 2011, 13:35 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, LeBaron 2005, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, WiseWoman, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 219, Zeilen: 13-27
Quelle: LeBaron 2005
Seite(n): 13, Zeilen: 7-14
Ein einfaches Modell stellt der Ansatz von Lettau (1997) dar. [FN 248] Dieses Modell erscheint insofern geeignet, die grundlegenden Strukturen einer computergestützten Agenten-basierten Finanzmarktsimulation zu erläutern, als dass es zum einen die wesentlichen Elemente enthält, andererseits einfach, transparent und leicht zu implementieren ist. In diesem Modell existieren zwei Investitionsmöglichkeiten, eine risikofreie Anlage, die keine Zinsen zahlt und eine risikobehaftete Anlage, die in der nächsten Periode eine zufällige, normalverteilte Dividende d ausschüttet. Zur Vereinfachung werden drei Annahmen gemacht: Zum Ersten werden lediglich wiederholend zwei Perioden betrachtet, so dass die Agenten den Nutzen des Vermögens der nächsten Periode maximieren. Zweitens wird der Preis p für die risikobehaftete Anlage exogen vorgegeben. Drittens besitzen die Agenten (sich aus der ersten Annahme ergebend myopische) konstante absolute Risikoaversion, d.h. es handelt sich um CARA-Agenten.


Das Vermögen in der zweiten Periode ergibt sich gemäß

w = s(d - p)   , (4.16)

[FN 248] Vgl. Lettau (1997).

[S. 220]

wobei s die Anzahl der gehaltenen Aktien darstellt. Dies ist die einzige Variable, die der Agent selbst festlegen kann, so dass das Ziel in einer möglichst guten Wahl von s besteht. Aus den Annahmen ergibt sich der zu maximierende Nutzen in der zweiten Periode zu

u(w) = E(-e^{-\gamma w}),	(4.17)

wobei \gamma den Koeffizienten der absoluten Risikoaversion darstellt. FN [249]

FN [249] Vgl. dazu auch die Ausführungen auf S. 36 dieser Arbeit. Dort wurde der Koeffizient mit \alpha bezeichnet. Da sich in der in diesem Kapitel relevanten Literatur der Buchstabe \alpha als Bezeichnung innerhalb der Lösung etabliert hat, wird hier dieser Nomenklatur gefolgt.

Lettau (1997) provides a good example of a computational model of this type. He implements a financial market model with a set of heterogeneous learning agents, that is simple, transparent, and easy to implement. The model is a portfolio choice environment where investors must decide what fraction of wealth to put in a risky asset. There is also a risk-free asset paying zero interest. The world is a repeated two-period model with myopic preferences based only on wealth in the second period. The risky asset has an exogenously given price and pays a random dividend, d, which follows a normal distribution. The second period wealth of agent is given by,
w = s(d-p),   (2)

and their preferences are assumed to exhibit constant absolute risk aversion which can be parameterized as in,

U(w) = -e^{-\gamma w}.	  (3)
Anmerkungen
  • Mh übersetzt aus LeBaron, das in diesem Kapitel die Primärquelle zu sein scheint. * LeBaron wird davor in Fußnote 246 erwähnt, allerdings ein Paper (2006) * Die Formeln sind nicht ganz identisch, Mh führt eine E(.) Funktion ein und verwendet u statt U. * FN 249 ist unverständlich, weil er sagt, dass er hier \alpha nutzt, aber tatsächlich nutzt er \gamma als Koeffizienten.
Sichter
WiseWoman (aber viele Änderungen bitte noch mal sichten) Lukaluka (Änderungen)

[12.] Mh/Fragment 217 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:28 Kybot
Erstellt: 4. August 2011, 08:52 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Hommes 2005, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 217, Zeilen: 1-10
Quelle: Hommes 2005
Seite(n): 15-16, Zeilen: 11-20, 25-31; 1-3
[Sei \mu_t der Anteil der Noise Trader in Periode t und seien R^N_t bzw. R^R_t die realisierten Gewinne (Returns) der Noise Trader] bzw. der rationalen Händler in Periode t, so ergibt sich der neue Anteil der Noise Trader in der Folgeperiode zu


\mu_{t+1} = \max\{0, \min\{1,\mu_t + \alpha (R^N_t - R^R_t)\}\}

wobei \alpha > 0 die Rate angibt, mit der Agenten zu Noise Tradern werden.[FN 241] Es kann gezeigt werden, dass ein stabiler Zustand, d.h. ein stabiler Anteil von der folgenden Bedingung abhängt:


\sigma^2_\epsilon > \frac{(1+r)^2(\rho^* + \sigma^2_\rho)^2}{16\gamma^2(\rho^*)^2\sigma^2_\rho}

Dies führt zu folgenden Ergebnissen: Wenn diese Bedingung erfüllt ist, so existiert kein stabiler Zustand und die Noise Trader verdienen immer höhere Gewinne als die rationalen Anleger, so dass diese aus dem Markt verdrängt werden, d.h. \mu_t konvergiert gegen Eins. Wenn die Bedingung nicht erfüllt ist, existiert ein \mu^*_L, d.h. auch in diesem Fall überleben die Noise Trader langfristig im Markt. [FN 242]

[FN 241] Es bleibt anzumerken, dass die weiteren Überlegungen lediglich für genügend kleines \alpha gelten, da die Agenten ihre Erwartungen aufgrund analytischer Beschränkungen unter der Prämisse \mu_{t+1} = \mu_t berechnen.

[FN 242] Theoretisch ist auch in diesem Fall analytisch ein \mu^*_L > 1 möglich, so dass auch bei Nichterfüllung der Bedingung die rationalen Anleger aus dem Markt verschwinden würden.

Letting \mu_t be the fraction of noise traders and R^N_t and R^R_t be the realized return of noise traders and sophisticated traders, the fraction of noise traders changes according to


\mu_{t+1} = \max\{0, \min [1,\mu_t + \alpha (R^N_t - R^R_t) ]\}

where \alpha > 0 is the rate at which investors become noise traders. [...] It should be noted that this HAM [...] can only be solved for small values of \alpha, because sophisticated agents have to calculate the effect of the realization of returns on the fractions of noise traders and sophisticated traders in the next period. For \alpha sufficiently small realized returns can be calculated under the approximation that the fraction of noise traders remains the same.

[...]

A straightforward computation shows that the number of steady states \mu^* depends upon the parameter condition


\sigma^2_\epsilon > \frac{(1+r)^2(\rho^* + \sigma^2_\rho)^2}{16\gamma^2(\rho^*)^2\sigma^2_\rho} \quad\quad (23)

The dynamics of the fraction of noise traders, in the limit as the speed of adjustment \alpha tends to 0, has the following properties:

  • If (23) is satisfied, then there are no steady states \mu^* satisfying (22); noise traders always earn higher expected return and drive out sophisticated rational traders, that is, the noise trader share \mu_t tends to 1;
  • If (23) is not satisfied, then (22) has (at least one) positive real root(s); the smallest \mu^*_L>0 is stable and thus a positive share of noise traders always survives in the market; if \mu_L\ge  1, then noise traders drive out sophisticated rational traders.
Anmerkungen

Direkt aus der Quelle übersetzt, wobei gewisse Kürzungen vorgenommen wurden, und dabei Teilaspekte in die Fußnoten ausgelagert wurden. Es gibt keinen Quellenverweis. Auch die Vorseiten stammen aus derselben Quelle. (siehe z.B. Mh/Fragment_216_17)

Sichter
Hindemith

[13.] Mh/Fragment 216 17 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:28 Kybot
Erstellt: 4. August 2011, 08:47 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Hommes 2005, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 216, Zeilen: 3-25
Quelle: Hommes 2005
Seite(n): 14-15, Zeilen: 11-30; 1-13
Das Marktgleichgewicht benötigt die Gleichheit von Angebot und Nachfrage, normalisiert zu Eins, und führt zu dem Gleichgewichtspreis

 
P_t = \frac{1}{1+r}  \left[ r + E_t [ p_{t+1} ] - 2 \gamma (\sigma^2_{p_{t+1}} + \sigma^2_\epsilon ) + \mu\rho_t ] \right] (4.11)


De Long et al. (1990a) betrachten lediglich den stabilen Gleichgewichtspreis gemäß

 
P_t = 1+\frac{\mu\rho^*}{r} + \frac{\mu(\rho_t-\rho^*)}{1+r}-\frac{2\gamma}{r}\left[\sigma^2_\epsilon+\frac{\mu^2\sigma^2_\rho}{(1+r)^2} \right] (4.12)


Falls die Verteilung der Fehleinschätzung \rho_t der Noise Trader gegen ein Punktmaß bei \rho^*=0 konvergiert, so konvergiert der Preis der unsicheren Anlage gegen seinen fundamentalen Wert  1 - ( 2\gamma\sigma^2_\epsilon/r ).

Hinsichtlich der Fragestellung, welcher Agententyp relativ größere Gewinne (Returns) erwirtschaftet, kann die (unbedingte) erwartete Differenz der Gewinne zwischen Noise Tradern und rationalen Händlern berechnet werden gemäß


E[\Delta R_t]=\rho^*-\frac{(\rho^*)^2+\sigma^2_\rho}{2\gamma\left[\frac{\mu\sigma^2_\rho}{(1+r)^2} + \frac{\sigma^2_\epsilon}{\mu} \right]}  (4.13)

Damit die Noise Trader höhere erwartete Gewinne verdienen, muss \rho^* positiv sein. Für genügend große Werte von \rho^* wird die erwartete Differenz negativ werden. Für dazwischen liegende durchschnittlich bullische \rho^* werden Noise Trader tendenziell höhere erwartete Gewinne realisieren als rationale Händler. Je größer der Wert von \gamma , d.h. je risikoaverser die Anleger sind, desto größer ist der Bereich von Werten für \rho^*, für den Noise Trader höhere erwartete Gewinne verdienen und damit auch auf lange Sicht nicht vom Markt verdrängt werden.

Ausgehend von den vorgestellten Ergebnissen entwickeln die Autoren eine dynamische Erweiterung des obigen Modells, bei dem der Anteil der Noise Trader nicht mehr statisch ist, sondern sich im Laufe der Zeit verändert. Dabei handelt es sich um eine Strategieselektion in Form einer Imitationsregel, bei der die in einer Periode erfolgreichere Strategie in der nächsten Periode mehr Agenten attrahiert. Sei \mu_t der Anteil der Noise Trader in Periode t und seien R^N_t bzw. R^R_t die realisierten Gewinne (Returns) der Noise Trader [bzw. der rationalen Händler in Periode t, so ergibt sich der neue Anteil der Noise Trader in der Folgeperiode zu


\mu_{t+1} = \max\{0, \min\{1,\mu_t + \alpha (R^N_t - R^R_t)\}\}  (4.14)

wobei \alpha > 0 die Rate angibt, mit der Agenten zu Noise Tradern werden.[FN 241]]

[FN 241] Es bleibt anzumerken, dass die weiteren Überlegungen lediglich für genügend kleines \alpha gelten, da die Agenten ihre Erwartungen aufgrund analytischer Beschränkungen unter der Prämisse  \mu_{t+1} =\mu_{t} berechnen.

Market equilibrium requires that aggregate demand equals fixed supply normalized to 1, yielding the equilibrium price

 
P_t = \frac{1}{1+r}  \left[ r + E_t p_{t+1} - 2 \gamma ({}_t \sigma^2_{p_{t+1}} + \sigma^2_\epsilon ) + \mu\rho_t  \right]. (17)


De Long et al. (1990a) only consider steady state equilibria satisfying the pricing rule

 
P_t = 1+\frac{\mu\rho^*}{r} + \frac{\mu(\rho_t-\rho^*)}{1+r}-\frac{2\gamma}{r} [ \sigma^2_\epsilon+\frac{\mu^2\sigma^2_\rho}{(1+r)^2} ].  (18)

[...]

Notice that, when the distribution of the misperception \rho_t of the noise traders converges to a point mass at \rho^*=0, the price of the risky asset converges to its fundamental value  1 - ( 2\gamma\sigma^2_\epsilon/r ).

[...]

An important question is which type of traders, sophisticated or noise traders, earn relative higher returns. DeLong et al. (1990a) compute the (unconditional) expected difference of return between noise traders and sophisticated traders to be


E[\Delta R_t]=\rho^*-\frac{(\rho^*)^2+\sigma^2_\rho}{2\gamma\left[\frac{\mu\sigma^2_\rho}{(1+r)^2} + \frac{\sigma^2_\epsilon}{\mu} \right]}.  (19)

From this expression it follows that for the noise traders to earn higher expected returns. the mean misperception \rho^* of returns must be positive. It is also clear, due to the dominating [

[S. 217]

quadratic term in \rho^*, that for high values of \rho^* the expected difference in returns will become negative. However, for intermediate degrees of average bullishness \rho^* noise traders earn higher expected returns than sophisticated traders. Furthermore, the larger is the value of \gamma, that is, the more risk averse traders are, the larger is the range of \rho^*-values for which noise traders earn higher expected returns.

Imitation of beliefs

The arguments above show that when the fractions of both types are fixed, noise traders may earn higher expected returns suggesting that they may be able to survive in the long run. DeLong et al. (1990a) also discuss a dynamic version of the model with time varying fractions. Strategy selection is based upon the relative performance of the two strategies. Letting \mu_t be the fraction of noise traders and R^N_t and R^S_t be the realized return of noise traders and sophisticated traders, the fraction of noise traders changes according to


\mu_{t+1} = \max\{0, \min [1,\mu_t + \alpha (R^N_t - R^S_t) ]\} (20)

where \alpha > 0 is the rate at which investors become noise traders.

Anmerkungen

Direkte Übernahme aus der Quelle, mit geringfügigen Änderungen und v.a. Kürzungen. Ein Verweis auf die Quelle fehlt. In Formel (4.11) ist eine schließende eckige Klammer zu viel. In Formel (4.14) ist bei der Übersetzung ein interessanter Ausdruck entstanden. In der Quelle steht S für 'sophisticated' in der Formel R^S_t. In der Arbeit wird der Begriff 'rational' verwendet, und damit hat der Buchstabe R in der Formel zwei unterschiedliche Bedeutungen: R^R_t.

Sichter
Hindemith (noch eine Sichtung nötig da stark verändert) WiseWoman

[14.] Mh/Fragment 214 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:28 Kybot
Erstellt: 4. August 2011, 08:27 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Hommes 2005, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 214, Zeilen: 1-18
Quelle: Hommes 2005
Seite(n): 11-12, Zeilen: Nach Formel (9)
Die Erwartung der Portfoliomanager ergibt sich als gewichteter Durchschnitt der Erwartungen von Fundamentalisten und Chartisten gemäß

\Delta s_{t+1}^m = w_t\Delta s_{t+1}^f + (1-w)\Delta s_{t+1}^c  = w_t v(\bar{s} - s_t)

Das Gewicht w_t ergibt sich gemäß

\Delta w_t = \delta(\hat{w}_{t-1}-w_t),\text{ mit }\delta\in [0,1]

wobei w_{t-1} definiert ist als dasjenige Gewicht, das, ex post berechnet, die realisierte Änderung des Wechselkurses perfekt vorhergesagt hätte, und sich daher berechnet gemäß

\delta s_t=\hat{w}_{t-1}v(\bar{s}-s_{t-1}).

Mit den letzten beiden Formeln ergibt sich damit die Änderung der Gewichte der Portfoliomanager für die Erwartungen der Fundamentalisten zu

\Delta w_t = \delta\left(\frac{\Delta s_t}{v(\bar{s} - t_{t-1}-w_{t-1})} \right),

wobei \delta die Geschwindigkeit der Adaption angibt. [FN 233]

Simulationen eines (erweiterten) Modells zeigen, dass temporäre Bubbles entstehen, während derer das Gewicht der Fundamentalisten gegen Null geht, zusammen mit einem stark ansteigenden Wechselkurs, jedoch wendet sich der Trend wieder zurück zum fundamentalen Wert: „Ironically, fundamentalists are initially driven out of the market as the dollar appreciates, even though they are ultimately right about its return to s." [FN 234]

[FN 233] Frankel und Froot (1990a) geben weiter Differentialgleichungen für wt und st an, die hier jedoch nicht näher erläutert werden sollen.

[FN 234] Frankel und Froot (1990a), S. 113.

Portfolio managers’ expected change of exchange rates (7) then simplifies to

\Delta s_{t+1}^m = w_t v(\bar{s} - s_t)

The weight ωt attached to fundamentalists views by portfolio managers evolves according to

\Delta w_t = \delta(\hat{w}_{t-1}-w_t), 0 \leq \delta\leq 1

where w_{t-1} is defined as the weight, computed ex post, that would have perfectly predicted the realized change in the spot rate, that is, ωt−1 is defined by the equation

\delta s_t=\hat{w}_{t-1}v(\bar{s}-s_{t-1}).

Equations (11) and (12) together determine the change of weights that portfolio managers give to fundamentalist’s views:

\Delta w_t = \delta(\frac{\Delta s_t}{v(\bar{s} - t_{t-1}-w_{t-1})} ),

where the coefficient \delta measures the speed of adaption. [...]

Frankel and Froot (1990a) take a continuous time limit and obtain differential equations for w(t) and s(t). [...] Simulations of the extended model show that the exchange rate may exhibit a temporary bubble, during which fundamentalists weight is driven to zero, with a rapidly increasing exchange rate, but at some point when the exchange rate has moved too far away from its fundamental value external deficits turn the trend and portfolio managers start giving more weight again to fundamentalists forecast, accelerating the depreciation. Frankel and Froot (1990a, p. 113) note that “Ironically, fundamentalists are initially driven out of the market as the dollar appreciates, even though they are ultimately right about its return to s”.

Anmerkungen
  • Übersetzung und Übernahme des Textes ohne Kenntlichmachung, mit geringfügigen Änderungen * Übernahme der Quellenverweise * Übernahme des wörtlichen Zitats am Ende des Fragments * Eine Bemerkung, die in der Quelle im Fließtext zu finden ist, wird in die Fußnote 233 ausgelagert.
Sichter
Hindemith

[15.] Mh/Fragment 192 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:28 Kybot
Erstellt: 5. August 2011, 14:36 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wooldridge 2002, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Bummelchen, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 192, Zeilen: 1-20
Quelle: Wooldridge 2002
Seite(n): 98,99, Zeilen: 17-24,1-22
[Dies fuhrt dazu, dass ein zentrales Kontrollsystem, meist 'mediator' genannt,] benötigt wird, das entscheidet, welche der Schichten zu einem bestimmten Zeitpunkt die Kontrolle über den Agenten besitzt. Dies führt zum einen zum Problem der Generierung eines konsistenten Verhaltens des Agenten über die Zeit und zum anderen erfordert dies einen hohen Rechenaufwand, da potenziell alle möglichen Interaktionen zwischen den Schichten betrachtet werden müssen. Falls etwa n Schichten existieren und jede Schicht m Aktionen vorschlagen kann, so führt dies bereits zu m^n möglichen Interaktionen.

Diese Probleme werden, zumindest teilweise, bei den vertikalen Schichtenarchitekturen vermieden. Je nach Art des Kontrollflusses können dabei zwei Kategorien vertikaler Schichtenarchitekturen unterschieden werden. Beiden gemein ist der exklusive Zugriff der untersten Schicht auf die Wahrnehmungen des Agenten. [FN 126] Bei der Ein-Weg-Kontrolle geht der Kontrollfluss von der untersten Schicht sequentiell bis zur obersten Schicht, die dann die auszuführende Aktion generiert. Im Falle der Zwei-Weg-Kontrolle verläuft der Informationsfluss wieder bis zur untersten Schicht zurück, die dann die entsprechende Aktion initiiert. [FN 127] Das bei den horizontalen Schichtenarchitekturen angesprochene Problem der Komplexität wird bei den vertikalen Architekturen reduziert, da zwischen n Schichten nur (n - 1) Schnittstellen existieren, so dass lediglich m^2 (n - 1) Interaktionen betrachtet werden müssen. Andererseits sind dabei zum einen Einschränkungen hinsichtlich der Flexibilität hinzunehmen, da der Informationsfluss zwingend durch alle Schichten geht, und zum anderen wirken sich Fehler in einer Schicht stärker auf die Qualität der Entscheidung aus, was zu einer verminderten Fehlertoleranz führt.

[FN 126] Oft beinhalten die unteren Schichten grundlegende reaktive Verhaltensmuster in Form von Reiz-Antwort-Schemata und die höheren Schichten setzen eher deliberativ orientierte Prozesse um.

[FN 127] Ein Beispiel für eine vertikale Schichtenarchitektur mit Zwei-Weg-Kontrolle stellt das System InteR-RaP dar; vgl. dazu etwa Müller (1997) sowie auch Fischer et al. (1996).

[p. 98]

In order to ensure that horizontally architectures are consistent, they generally include a mediator function, which makes decisions about which layer has 'control' of the agent at any given time. The need for such central control is problematic; it means that the designer must potentially consider all possible interactions between layers. If there are n layers in the architecture, and each layer is capable of suggesting m possible actions, then this means there are m^n such interactions to be considered. [...]

[p. 99]

These problems are partly alleviated in a vertically layered architecture. We can subdivide vertically layered architectures into one-pass architectures (Figure 5.2(b)) and two-pass architectures (Figure 5.2(c)). In one-pass architectures, control flows sequentially through each layer, until the final layer generates action output. In two-pass architectures, information flows up the architecture (the first pass) and control then flows back down. [...] In both one-pass and two-pass vertically layered architectures, the complexity of interactions between layers is reduced: since there are n - 1 interfaces between n layers, then if each layer is capable of suggesting m actions, there are at most m^2 (n - 1) interactions to be considered between layers. This is clearly much simpler than the horizontally layered case. However, this simplicity comes at the cost of some flexibility: in order for a vertically layered architecture to make a decision, control must pass between each different layer. This is not fault tolerant: failures in any one layer are likely to have serious consequences for agent performance.

In the remainder of this section, we will consider two examples of layered architectures: Innes Ferguson's TouringMachines, and Jörg Müller's InteRRaP. The former is an example of a horizontally layered architecture; the latter is a (two-pass) vertically layered architecture.

Anmerkungen

Im Wesentlichen identischer Inhalt, auch der Hinweis auf Jörg Müller's InteRRaP ist übernommen. Innes Ferguson's TouringMachines erwähnt Mh weiter oben. Ein Quellenverweis fehlt. Man beachte aber FN 121 von der Vorseite: "Vgl. zu den folgenden Ausführungen insbesondere Wooldridge (2002), S. 97ff [...]"

Sichter
Bummelchen(Text) WiseWoman

[16.] Mh/Fragment 186 14 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:27 Kybot
Erstellt: 3. August 2011, 16:46 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wooldridge 2002, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Bummelchen, Graf Isolan, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 186, Zeilen: 14-22, 108-109
Quelle: Wooldridge 2002
Seite(n): 90-91, Zeilen: S. 90, 20-23.25-27.29-36 - S. 91, 1
Diese Architektur weist zwei wesentliche Charakteristika auf. Zum einen wird die Entscheidung eines Agenten realisiert durch eine Menge von Verhaltensmodulen, in denen die Verhaltensweisen eines Agenten abgespeichert sind. [FN 110] Einzelne Verhaltensweisen werden durch Regeln der Form Situation -> action beschrieben, die schlicht Umweltzustände auf Aktionen abbilden. Zum anderen können mehrere Verhaltensweisen gleichzeitig 'feuern' [FN 111]. Daher muss es notwendigerweise einen Mechanismus geben, der zwischen den gefeuerten Verhaltensweisen auswählt. Dazu wird eine Subsumptions-Hierarchie angegeben, die die Verhaltensweisen nach ihrer Priorität in Schichten aufteilt.

[FN 110] In der Implementierung von Brooks sind diese Verhaltensmodule als finite Zustandsmaschinen umgesetzt.

[FN 111] Diese Ausdrucksweise findet sich insbesondere im Kontext regelbasierter Systeme häufig und bedeutet, dass die entsprechende Regel aktiviert wird; vgl. etwa Grolik und Schwind (2003), S. 342.

There are two defining characteristics of the subsumption architecture. The first is that an agent's decision-making is realized through a set of task-accomplishing behaviours; [...]. Each of these behaviour modules is intended to achieve some particular task. In Brooks implementation, the behaviour modules are finite-state machines. [...] these behaviours are implemented as rules of the form

situation -> action,

which simply map perceptual input directly to actions.

The second defining characteristic of the subsumption architecture is that many behaviors can 'fire' simultaneously. There must obviously be a mechanism to choose between the different actions selected by these multiple actions. Brooks proposed rearranging the modules into a subsumption hierarchy, with the [behaviors arranged into layers.]

Anmerkungen
  • Übersetzung ohne Kenntlichmachung der Quelle, mit geringfügigen Kürzungen und Umstellungen * Satz aus Quelle wandert in FN 110 * Die Hervorhebung von 'fire' wird übernommen * Die korrekte Übersetzung von 'finite state machine' ist 'endlicher Automat', nicht "finite Zustandsmaschine": siehe LEO oder Wikipedia oder Google
Sichter
Bummelchen(Text) Hindemith (PlagKat) Graf Isolan

[17.] Mh/Fragment 185 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:27 Kybot
Erstellt: 3. August 2011, 16:32 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wooldridge 2002, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Bummelchen, WiseWoman, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 185, Zeilen: 1-12
Quelle: Wooldridge 2002
Seite(n): 49,50, Zeilen: Letzter Absatz S. 49 -- Mitte S. 50
[Weiter sei \mathcal{L} die Menge der Aussagen ]

in Form der Prädikatenlogik erster Ordnung, die der Agent kennt, und \mathcal{D} = \phi(\mathcal{L}) die Potenzmenge von \mathcal{L}. Damit entspricht der Zustand eines Agenten einem Element dieser Potenzmenge, d.h. \Delta \in \mathcal{D}. Der Zustand eines Agenten wird damit durch die Menge der ihm zu einem bestimmtem Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Aussagen beschrieben. Der Entscheidungsprozess des Agenten wird dann modelliert mittels einer Menge p von Deduktionsregeln, die die Inferenz der Logik repräsentieren.[FN 107] Bettet man dies in den Kontext der abstrakten Architekturen ein, so bleibt die Funktion see : \mathcal{S} \rightarrow \mathcal{P} erhalten, die Funktion zur Änderung des Zustandes des Agenten ergibt sich zu next : \mathcal{D} \times \mathcal{P} \rightarrow \mathcal{D} die Funktion zur Bestimmung der auszuführenden Handlung lautet nun action : \mathcal{D} \rightarrow \mathcal{A}. Mit Hilfe der Nomenklatur \Delta \vdash_\rho \phi, die besagt, dass die Aussage \phi aus der Datenbasis \Delta mittels der Deduktionsregeln \rho bewiesen werden kann, kann nun die Funktion action in Pseudocode angegeben werden: [FN 108]

Gleichung

[FN 107] Dieses Vorgehen weist starke Ähnlichkeiten zu regelbasierten Systemen auf, die sowohl eine Wissensbasis mit Faktenwissen als auch einen (davon getrennten) Inferenzmechanismus beinhalten, wie man sie etwa im Kontext von Expertensystemen findet; vgl. dazu ausführlich Wooldridge (2002), S. 27f. sowie Wooldridge (2000), S. 36.

[FN 108] Vgl. Wooldridge (2002), S. 50; Wooldridge (2000), S. 44 sowie Grolik und Schwind (2003), S. 341.

Let L be the set of sentences of classical first-order logic, and let D = \phi(L) be the set of L databases, i.e. the set of sets of L-formulae. The internal state of an agent is then an element of D. [...] An agent's decision-making process is modelled through a set of deduction rules, p. These are simply rules of inference for the logic. We write \Delta \vdash_\rho \phi if the formula \phi can be proved from the database \Delta using only the deduction rules \rho. An agent's

[Seite 50]

Gleichung

perception function see remains unchanged:

see : S \rightarrow Per .

Similarly, our next function has the form

next : D \times Per \rightarrow D .

It thus maps a database and a percept to a new database. However, an agent's action selection function, which has the signature

action : D \rightarrow Ac ,

is defined in terms of its deduction rules. The pseudo-code definition of the definition is given in Figure 3.2.

Anmerkungen

Die ganze Seite scheint aus Wooldridge zu stammen. Zwar gibt es Fußnoten, die neben anderen Quelle auch Wooldridge nennen, aber dem Leser wird der Umfang der Übernahme keineswegs klar.

Sichter
Bummelchen(Text) WiseWoman (muss noch mal gesichtet werden da viel angepasst). Hindemith

[18.] Mh/Fragment 159 06 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:26 Kybot
Erstellt: 19. September 2011, 11:45 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith, Hansgert Ruppert, WiseWoman, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 159, Zeilen: 6-16
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 106, Zeilen: 7-18
Zur Anzahl der Alternativen und ihrer Attribute sowie der Informationsmenge kann Folgendes gezeigt werden: [FN 382]
  • Mit steigender Anzahl der Alternativen
    • nimmt der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, relativ jedoch ab, und
    • die Breite der Informationsaufnahme zu und die Tiefe ab.
  • Mit steigender Anzahl der Attribute
    • nimmt der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, relativ jedoch ab, wobei der Effekt für die Alternativen signifikant höher ist als der Attributeffekt, und
    • die Breite der Informationsaufnahme zu.


[FN 382] Vgl. für die ersten beiden Punkte Hofacker (1985), S. 207ff.

Im Rahmen eines Experiments zur Produktentscheidung von Konsumenten konnte HOFACKER bestätigen, daß mit steigender Anzahl der

angebotenen Alternativen: [FN 2]

  • der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, jedoch relativ abnahm,
  • die Breite der Informationsaufnahme zu und die Tiefe abnahm.

Für die Anzahl der Attribute je Alternative konnte lediglich nur nachgewiesen werden, daß

  • der Umfang der Informationsaufnahme absolut zwar zu, jedoch relativ abnahm (allerdings ist der Alternativeneffekt signifikant höher als der Attributeffekt),
  • die Breite der Informationsaufnahme zunahm.


[FN 2] Vgl. HOFACKER (1985), S. 207ff.

Anmerkungen

Mh übernimmt eine Aufzählung von Schmidt 2003 inklusive Literaturverweis. Die eigentliche Quelle Schmidt 2003 wird nicht genannt. Die Stelle auf Seite 207 bei Hofacker (siehe hier) wurde von Schmidt an die Thematik leicht angepasst, und eine Erklärung wurde hinzugefügt ("allerdings ist der Alternativeneffekt signifikant höher als der Attributeffekt"). Beides wurde in die Dissertation mitübernommen. Interessant auch, dass Mh Schmidt dabei folgt, Hofacker falsch darzustellen: (Hofacker (1985): "die Breite der IA bleibt unverändert" --> Schmidt (2003): "[...] die Breite der Informationsaufnahme zunahm").

Sichter
Guckar Hindemith (Ergänzung zur Anm. Bitte nochmal PlagKat sichten) Graf Isolan

[19.] Mh/Fragment 155 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:26 Kybot
Erstellt: 20. January 2012, 22:22 (Bummelchen)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 155, Zeilen: 1-17
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 99,100,101,103, Zeilen: 4ff; 19ff; 5ff
Im Bereich der Motivation [FN 350] wird in der Regel zwischen primären und sekundären Motiven unterschieden. [FN 351] Anlageentscheidungen am Kapitalmarkt folgen dabei ausschließlich Motiven sekundärer Art. Aus ökonomischer Sicht wird in der Regel zwischen dem Vorsorge-, Konsum- und Spekulationsmotiv unterschieden. Die wenigen empirischen Untersuchungen zur Motivforschung von individuellen Anwendern zeigen, trotz der vorhandenen Interdependenzen zwischen diesen Motiven, die überwiegende Bedeutung des Spekulationsmotivs für private Anleger.[FN 352]

Im Kontext der kognitiven Persönlichkeitsvariablen kann unterschieden werden zwischen den Determinanten subjektive Kompetenz und Wissensstand, Kontrollüberzeugung sowie den kognitiven Stilen.[FN 353]

Für die Determinanten der subjektiven Kompetenz und dem Wissenstand und ihrem Einfluss auf den Entscheidungsprozess lassen sich die folgenden wichtigen empirischen Ergebnisse konstatieren:[FN 354]

• Personen mit niedriger subjektiver Kompetenz weisen eine geringere Anzahl an Zielbildungs- und Zielfindungsphasen im Rahmen des Entscheidungsprozesses auf. Beim Informationsprozess ist eine Tendenz zu eher oberflächlichen Analysen bei geringerer Informationsaufnahme zu beobachten.[FN 355]

[FN 350] Vgl. Heckhausen (1989); Schmält und Sokolowski (1996); Dickenberger und Gniech (1983), S. 476ff.; Ulich, Brandstätter und Gollwitzer (1996), S. 124ff.; Atkinson (1958); Atkinson und Feather (1966); Atkinson und Joel (1978), S. 11-38; Heckhausen (1977); Heckhausen (1989), S. 175-178; Kühl (1983), S. 44-52; Kupsch (1973), S. 177-214 sowie Weiner (1984), S. 151-174.

[FN 351] Vgl. Oehler (1995), S. 88ff.; Weidekind (1994), S. 141ff. sowie Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 142ff.

[FN 352] Vgl. dazu die Studie von Oehler (1995), S. 155 sowie die bei von Rosenstiel (1990) genannten unveröffentlichten Studien.

[FN 353] Vgl. Ajzen (1988); Ajzen (1991); Roth (1967); Weiss und Adler (1990); Laux und Glanzmann (1996); Meinefeld (1988); Six und Eckes (1996); Eckes und Six (1994); Henninger (1994); Jonas und Doli (1996); Frey, Stahlberg und Gollwitzer (1993) sowie Pfister und Konerding (1996). Zur Präge, ob die Risikoeinstellung ein stabiles Persönlichkeitsmerkmal darstellt vgl. etwa von Engelhardt (1981), S. 484-499; Haie (1987), S. 72; Keller (1985), S. 481; von Klebelsberg (1969), S. 167-169; Kozielecki (1974), S. 8; Kozielecki (1981), S. 290; Kupsch (1975), Sp. 158; March (1994), S. 42; MacCrimmon und Wehrung (1986), S. 197; Panne (1977), S. 212-215; Rohrmann (1991), S. 397; Schwenkmezger (1977), S. 44; Schwenkmezger (1983), S. 229; Slovic (1962); Slovic (1972a); Slovic (1972b), S. 795; Weinstein (1969), S. 168 sowie Wright und Phillips (1984), S. 296.

[FN 354] Für eine Diskussion möglicher Definitionen und Abgrenzungen zwischen Kompetenz und Wissen sowie heuristische und epistemische Kompetenz vgl. etwa Schmidt (2003), S. 91; Oehler (1995), S. 93; Stäudel (1987), S. 47ff. sowie Oesterreich (1979), S. 142ff.

[FN 355] Vgl. Dörner, Reh und Stäudel (1983b), S. 592ff.; Dörner, Reither und Stäudel (1983a), S. 75f. sowie Stäudel (1987). Dabei lässt sich auch der sog. 'Competency Effect' nachweisen, d.h. dass Personen sich für eine Alternative entscheiden, bei der sie sich subjektiv kompetent fühlen; vgl. dazu insbesondere die Studien von Heath und Tversky (1991) sowie Keppe und Weber (1993).

[S. 99]

Allgemein werden unter der Motivation einer Person alle Prozesse und Effekte verstanden, die das Verhalten dieser Person bezüglich Richtung und Energieaufwand leiten. [FN 1] Es lassen sich zwei Kategorien von Motiven unterscheiden:[FN 2]

• Primäre Motive [...]

• Sekundäre Motive [...]

Da Anlageentscheidungen am Aktienmarkt ausschließlich Motiven sekundärer Art folgen, können sich die weiteren Ausführungen auf diese beschränken. [...] In ökonomischen Zusammenhängen wird dabei zwischen dem Vorsorge-, dem Konsum- und dem Spekulationsmotiv unterschieden.[FN 3] Ohne Zweifel gibt es Abhängigkeiten zwischen diesen Motivarten, doch kann die Anlageentscheidung am Aktienmarkt eindeutig dem letztgenannten Motiv zugeordnet werden. In den wenigen existierenden Studien zur Motivforschung individueller Anleger bestätigt sich die hohe Bedeutung des Spekulationsmotivs bei privaten Anlegern.[...] [FN 4]

[FN 1] Vgl. HECKHAUSEN (1989), S. 10; zur Motivationsforschung auch SCHMALT/SOKOLOWSKI (1996); DICKENBERGER/GNIECH (1983), S. 476ff.; ULICH/BRANDSTÄTTER/GOLLWITZER (1996), S. 124ff.

[FN 2] Vgl. OEHLER (1995), S. 88ff; WEIDEKIND (1994), S. 141ff.; WEINBERG/KROEBER-RIEL (1999), S. 142ff.

[FN 3] Vgl. dazu OEHLER (1995), S. 91f.; VELDHOVEN/GROENLAND (1993) und FURNHAM (1985).

[FN 4] Vgl. OEHLER (1995), S. 155 und die unveröffentlichten Studien, die VON ROSENSTIEL (1990) nennt.

[S. 100]

Unter dem Aspekt der kognitiven Persönlichkeitsvariablen gibt es verschiedene Faktoren, die gerade auch am Aktienmarkt relevant sein können:

a) Subjektive Kompetenz und Wissensstand

[...] Folgt man der Argumentation von OEHLER, so ist es nicht sinnvoll, den Begriff der Kompetenz in Zusammenhang mit Objektivität zu bringen, da das Konstrukt der Kompetenz nicht mit Wissen gleichgesetzt werden kann.[FN 1]

[...]

[FN 1] Vgl. OEHLER (1995), S. 93.

[S. 101]

[...][FN 1]

Betrachtet man auch hier den Zusammenhang zwischen der subjektiven Kompetenz und dem Informationsprozeß, so konnte gezeigt werden, daß Personen mit niedriger subjektiver Kompetenz eine geringere Anzahl an Zielbildungs- und Zielfindungsphasen innerhalb des Entscheidungsprozesses aufweisen. Der Informationsprozeß tendiert zu eher oberflächlichen Analysen, bei denen weniger Informationen aufgenommen werden. [FN 2]

[...]

b) Kontrollüberzeugung [...]

[FN 1] Vgl. STÄUDEL (1987), S. 47ff.; OESTERREICH (1979), S. 142ff.

[FN 2] Vgl. DÖRNER/REH/STÄUDEL (1983), S. 592ff.; DÖRNER/REITHER/STÄUDEL (1983), S. 75f.; und die ausführliche Studie von STÄUDEL (1987); HEATH/TVERSKY weisen in ihrer Studie 1990 nach, daß es einen sogenannten „competence effect" gibt, d.h. daß Individuen sich in Risikosituationen eher für die Alternative entscheiden, bei der sie sich sub-jektiv kompetent fühlen. Eine ähnliche experimentelle Studie führen KEPPE/WEBER (1993) durch.

[S. 103]

c) Kognitive Stile [...]

Anmerkungen

Fortsetzung von Mh/Fragment_154_09 In der Dissertation findet sich eine Zusammenfassung der Quelle, die keinen neuen Inhalt bietet, und sich auch in den Formulierungen stark an Schmidt (2003) anlehnt. Auch die meisten Quellenangaben wurden übernommen. Einen Quellenverweis gibt es nur in FN 354, dort wird aber Schmidt (2003) mit falscher Seitenangabe für einen eng eingegrenzten Teilaspekt genannt. Keineswegs wird dem Leser klar, dass der gesamte Überblick von Schmidt stammt.

Sichter
Hindemith (noch eine Sichtung nötig da stark verändert) Lukaluka

[20.] Mh/Fragment 148 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:26 Kybot
Erstellt: 19. January 2012, 21:32 (Bummelchen)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 148, Zeilen: 1-28
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 91-94, Zeilen: 22-26; 2-6,15, 21, 26-27; 16-33; 1-3
[Stellvertretend für die Vielzahl an Definitionen, die in der Literatur für das Lernen zu finden sind, sei hier die ]Folgende genannt: „Lernen wird als Veränderung des Verhaltens angesehen, die auf Erfahrung (Übung) beruht. Ein Individuum hat eine Situation erlebt, also Erfahrungen mit dieser Situation gesammelt, und reagiert dadurch anders als vorher." [FN 311] Charakteristisch für die Definitionen des Lernens ist die Verknüpfung externer situativer Gegebenheiten mit inneren Abläufen, die der Phase der Informationsverarbeitung zugeordnet werden.

In der Psychologie werden allgemein drei Klassen von Lerntheorien unterschieden: Das Asssoziations-Lernen, das Erfolgs-Lernen und das Modell-Lernen.[FN 312] Eine Annäherung des Lernens aus dieser Sichtweise für Entscheidungen am Aktienmarkt erscheint wenig zweckmäßig, so dass diese Lerntheorien hier nicht weiter erläutert werden.[FN 313]

Einen zielführenderen Ansatz bilden die kognitiven Ansätze, die aus der 'kognitiven Wende' der 1960er Jahre resultieren und eine Erweiterung des Lernbegriffs einführten, da „die klassischen Lerntheorien (...) nicht gehalten (haben), was man sich von ihnen versprochen hatte. Mit ihnen lässt sich komplexes menschliches Verhalten nur unzureichend erklären. Sie werden deswegen in zunehmendem Maße durch kognitive Ansätze ergänzt." [FN 314] Als wesentliche Charakteristika dieser kognitiven Ansätze lassen sich die folgenden drei Aspekte identifizieren:[FN 315]

• Lernen tritt in der Phase der Informationsverarbeitung auf. Die Neuentwicklung von Wissen kann dabei auf neuen Informationen, auf schlussfolgerndem Denken oder auf dem Transfer von Wissen oder Fähigkeiten basieren.

• Dem Vorwissen der jeweiligen Person kommt innerhalb des Lernprozesses eine bedeutende Rolle zu.

• Im Zentrum des Lernens steht das so genannte Begriffslernen. Dabei werden Informationen zu Klassen zusammengefasst, die untereinander durch Beziehungen verknüpft sind. Insbesondere zählen zu diesen Informationen auch die subjektiven Einflussfaktoren der lernenden Person, z. B. Emotionen, die ebenfalls Operatoren im Denkprozess darstellen.

Im Rahmen des kognitiven Lernens werden somit zwei Bereiche tangiert: Zum einen ist die Innensteuerung von der Person selbst abhängig und zum anderen umfasst die Außen-[Steuerung die Interaktion der jeweiligen Person mit der Umwelt.]


[FN 311] Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 316.

[FN 312] Vgl. dazu ausführlich Musahl (1999), S. 331ff.; Amlenag und Bartussek (2001), S. 480ff.; Wiswede (2000), S. 67ff. sowie Hoffmann und Sebald (2000), S. lff.

[FN 313] Vgl. zu einer ausführlichen Diskussion dazu etwa Schmidt (2003), S. 83f.

[FN 314] Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 333 sowie ähnlich bei Leroy und Ramanantsoa (1997), S. 873.

[Fn 315] Vgl. Seel (2003), S. 21 sowie Schmidt (2003), S. 84.

[S. 91]

Die folgende Definition ist repräsentativ für gängige Definitionen: „Lernen wird als eine Veränderung des Verhaltens angesehen, die auf Erfahrung (Übung) beruht. Ein Individuum hat eine Situation erlebt, also Erfahrungen mit dieser Situation gesammelt, und reagiert dadurch anders als vorher." [FN 3] Es findet somit

[FN 3] KROEBER-RIEL/WEINBERG (1999), S. 316.

[S. 92]

eine Verknüpfung zwischen internen Abläufen und situativen Gegebenheiten statt, die der Phase der Informationsverarbeitung zugeordnet werden kann.

Aus psychologischer Sicht existieren dazu verschiedene Lerntheorien, die im einzelnen kurz vorgestellt und im Hinblick auf den hiesigen Zusammenhang kritisch analysiert werden sollen [FN 1]:

a) Assoziations-Lernen: [...]

b) Erfolgs-Lernen: [...]

c) Modell-Lernen: [...]

Betrachtet man die Entscheidung am Aktienmarkt aus Sicht dieser Lerntheorien, so wird sichtbar, daß hier kaum eine Verbindung gezogen werden kann. [...]

[FN 1] Vgl. MUSAHL (1999), S. 331ff.; AMELANG/BARTUSSEK (2001), S. 480ff.; WISWEDE (2000), S. 67ff.; HOFFMANN/SEBALD (2000), S. 1ff.

[S. 93]

[...]

Zu einer Erweiterung des Lernbegriffs führte die sogenannte „kognitive Wende" in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts, da „die klassischen Lerntheorien ... nicht gehalten [haben], was man sich von ihnen versprochen hatte. Mit ihnen läßt sich komplexes menschliches Verhalten nur unzureichend erklären. Sie werden deswegen in zunehmendem Maß durch kognitive Ansätze ergänzt." [FN 3]. Diese kognitiven Ansätze beobachten die internen psychischen Prozesse des Lernens und weisen dabei folgende Charakteristika auf: [FN 4]

• Lernen tritt in der Phase der Informationsverarbeitung auf. Dabei kann es sich um eine Neuentwicklung von Wissen anhand neuer Informationen, um eine Neuentwicklung von Wissen anhand schlußfolgernden Denkens oder den Transfer von Wissen oder Fähigkeiten auf neue Situationen handeln.

• Das Vorwissen der involvierten Person spielt im Lernprozeß eine bedeutende Rolle.

• Im Zentrum steht das Begriffslernen, d.h. Informationen werden zu Klassen zusammengefaßt, die untereinander durch verschiedenste Beziehungen miteinander verknüpft sind. Zu diesen Informationen zählen auch die sub-jektiven Einflußfaktoren des Lernenden (z.B. Emotionen), die ebenfalls als Operatoren im Denkprozeß dienen.

[FN 3] WEINBERG/KROEBER-RIEL (1999), S. 333 und sinngemäß ähnlich LEROY/RAMANANTSOA (1997), S. 873.

[FN 4] Vgl. SEEL (2000), S. 21.

[S. 94]

Kognitives Lernen umfaßt somit zwei Aspekte: Die Innensteuerung ist abhängig von der Person selbst, die Außensteuerung umfaßt die Interaktion der betroffenen Person mit der Umwelt.

Anmerkungen

Die gesamte Seite wird von Schmidt 2003 übernommen, inklusive aller Literaturverweise und zweier wörtlicher Zitate von Kroeber-Riel und Weinberg, bei denen sogar die Auslassungen identisch zu Schmidt 2003 sind. Es gibt zwei Verweise auf Schmidt 2003, doch diese decken keineswegs die ganzseitige Übernahme ab -- im Gegenteil, durch die vielen übernommenen Literaturverweise entsteht der Eindruck, Schmidt 2003 sei nur eine von vielen zu Rate gezogenen Publikationen. Außerdem ist die Seitenangabe bei beiden Verweisen auf Schmidt falsch. Fortsetzung von S. 147. Tippfehler: "Asssoziations-Lernen"

Sichter
Hindemith

[21.] Mh/Fragment 143 10 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:26 Kybot
Erstellt: 19. January 2012, 20:09 (Bummelchen)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 143, Zeilen: 10-26
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 88, Zeilen: 5 ff
3.2.2.4 Informationsspeicherung und -repräsentation

Die Speicherung und Repräsentation von Informationen spielt für den gesamten Informationsprozess eine zentrale Rolle, da im Rahmen sowohl der Informationswahrnehmung als auch der Informationsverarbeitung immer auch ein (bewusster oder unbewusster) Zugriff auf bereits im Gedächtnis vorhandene Informationen erfolgt.[FN 281] Es existiert eine Vielzahl an Publikationen aus der Forschung über das Gedächtnis, dessen Strukturen sowie dessen Leistung.[FN 282] Dabei kann zwischen Forschungsrichtungen unterschieden werden, die den Fokus auf die anatomischen Verhältnisse und deren Leistungen richten, sowie Untersuchungen, die den Informationsprozess bzw. die Wissensrepräsentation in den Mittelpunkt stellen. Hier werden stellvertretend die wichtigsten Richtungen und Modelle skizziert.

Eine Forschungsrichtung, die als erste behandelt wird, behandelt das Gedächtnis als eine Art Computerprozessor, in dem die betrachteten Informationen unterschiedliche Stationen durchlaufen und anschließend gespeichert werden.[FN 283] Die Mehrheit der dieser Richtung zugerechneten Strukturmodelle (Mehrspeichermodelle) gehen auf das bekannte Drei-Ebenen-Modell von Atkinson und Shiffrin (1968) zurück. Dieses Modell unterscheidet drei Ebenen bzw. Speicherarten des Gedächtnisses: Das peripher-sensorische Gedächtnis, das Kurzzeitgedächtnis (short-term-store) und das Langzeitgedächtnis (long-term-store).[FN 284]

[FN 281] Vgl. Kirsch (1988), S. 15.

[FN 282] Vgl. zu einem ausführlichen Überblick Neath (2003).

[FN 283] Vgl. Schmidt (2003), S. 79.

[FN 284] Vgl. zu diesem Modell Bettman (1979), S. 139ff.; Neath (2003), S. 62ff.; Bredenkamp und Wippich (1977), S. 70-95; Dörner (1976), S. 28-31; Forkel (1995), S. 30-35; Hofacker (1985), S. 16-22; Kirsch (1971), S. 88-97; Muthig (1990), S. 112; Newell und Simon (1972), S. 792-796; Oehler (1991), S. 17-[19; Pfohl und Braun (1981), S. 363-365; Schopphoven (1996), S. 53ff.; Silberer (1981), S. 37-39; Sternberg (1996a), S. 228-234 sowie Zimbardo (1992), S. 270-289. ]

3.3.3 Die Speicherung von Informationen

Informationen, die bereits im Gedächtnis des Individuums verankert sind, beeinflussen sowohl die Informationsaufnahme, als auch die -Verarbeitung, so daß die Speicherung von Informationen ein wichtiges Element des Informationsprozesses bildet.[FN 1]

Eine Fülle von Literatur begleitet die Forschung über das Gedächtnis, seine Strukturen und deren Leistung.[FN 2] Grundsätzlich gilt es zu unterscheiden zwischen Forschungsrichtungen, die die anatomischen Verhältnisse und deren Leistungen betonen und solchen, die den Informationsprozeß bzw. die Wissensrepräsentation in den Mittelpunkt stellen. Stellvertretend werden hier die wichtigsten Forschungsrichtungen und deren Ergebnisse dargestellt.

Die erste Forschungsrichtung betrachtet das Gedächtnis als eine Art Computerprozessor, in dem die Informationen verschiedene Stationen durchlaufen und dann gespeichert werden. Das bekannteste Modell in diesem Bereich ist das von ATKINSON und SHIFFRIN (1968)[FN 3], das zwischen den drei Speicherarten Sensorische Register, Kurzzeitspeicher und Langzeitspeicher trennt.[FN 4]


[FN 1] Vgl. KIRSCH (1988), S. 15.

[FN 2] Einen ausführlichen Überblick enthält NEATH (1998).

[FN 3] Vgl. ATKINSON/SHIFFRIN (1968). Die Modelle von BROADBENT (1958) und WAUGH/NORMAN (1965) gelten als Vorläufer dieses Modells. Experimentelle Studien existieren von CONRAD (1964); WICKELGREN (1965); BADDELEY (1966); MATARAZZO (1972); SIMON (1974).

[FN 4] Vgl. BETTMAN (1979), S. 139ff; NEATH (1998), S. 62ff.

Anmerkungen

Inhalt und auch einige Formulierungen sind aus der Quelle übernommen, ebenso einige Literaturverweise. Der Verweis auf Schmidt (2003) bezieht sich nur auf einen kleineren Teil der Übernahme und ist mit "vgl." eingeleitet, was eine direkte Übernahme eigentlich ausschließt.

Sichter
Hindemith

[22.] Mh/Fragment 142 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:26 Kybot
Erstellt: 19. January 2012, 19:45 (Bummelchen)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 142, Zeilen: 1-27
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 86,87,88, Zeilen:
[• Die Informationsverarbeitungskapazität ist beschränkt. Analog zur Informationsaufnahme existieren auch im Rahmen der Informationsver-arbeitung kapazitative Beschränkungen. Ein Mensch kann etwa sieben plus-minus]

zwei Bedeutungseinheiten, so genannte 'chunks', gleichzeitig verarbeiten.[FN 272] Nach dem 'capacity model' von Kahneman (1973) steht dem Menschen lediglich eine begrenzte Menge kognitiver Ressourcen zur Verfügung. Dabei können mehrere einfache Probleme auf einmal gelöst werden, da diese nicht alle Ressourcen belegen. Bei komplexen Entscheidungen hingegen werden sofort alle Ressourcen besetzt.[FN 273]

• Diese Beschränkungen führen zur Verwendung von Vereinfachungsstrategien. Aufgrund der kognitiven Beschränkungen des Informationsverarbeitungsprozesses werden zur Vereinfachung Verarbeitungsmechanismen in Form verschiedener Heuristiken gewählt. [FN 274] Diese Heuristiken können zu systematischen Verzerrungen individuellen Verhaltens führen.[FN 275]

• Der Verarbeitungsprozess erfolgt problemadäquat. Das Niveau der Informationsverarbeitung hängt direkt mit der Art der Entscheidung zusammen. Bei Routineentscheidungen ist das Informationsverarbeitungsniveau geringer als bei konstruktiven und reflektierten Entscheidungen.[FN 276] Für Entscheidungen am Finanzmarkt ist demnach ein tendenziell höheres Verarbeitungsniveau zu unterstellen.[FN 277] Auch die Variablen der Umweltkomplexität und die Art der bevorzugten Analyse beeinflussen das Informationsverarbeitungsniveau. Während Anhänger der Fundamentalanalyse mit maximaler Umweltkomplexität operieren, hängt die Komplexität der Entscheidung bei Verwendung der technischen Analyse von der vorherrschenden Marktsituation ab. Es kann gezeigt werden, dass das Informationsverarbeitungsniveau bei Vorliegen von niedriger bzw. hoher Umweltkomplexität bei Entscheidern mit einer hohen bzw. niedrigen kognitiven Struktur ähnlich ist.[FN 278]

• Die Informationsspeicherung verändert die Informationsverarbeitung im Laufe der Zeit durch Erfahrungsbildung. Sowohl der Informationsspeicherung als auch der Erfahrungsbildung kommt in die-[sem Zusammenhang eine besondere Rolle zu.]

[FN 272] Vgl. den berühmten Artikel von Miller (1956) sowie Payne (2002), S. 355f. und die Ausführungen in Abschnitt 3.2.2.4.

[FN 273] Vgl. Kahneman (1973), S. 7ff. und S. 178ff.

[FN 274] Ein alternativer Forschungsansatz verwendet anstelle von Heuristiken Entscheidungsnetzmodelle, bei denen der Entscheidungsablauf mittels Knoten und Kanten modelliert wird; vgl. dazu Grunert (1982), S. 44ff.; Bettman (1979), S. 229ff. sowie Haines (1974), S. 92ff.

[FN 275] Vgl. dazu die Ausführungen in Abschnitt 2.3.1.2 sowie die Systematisierung dieser Anomalien in Abbildung 3.11 dieser Arbeit.

[FN 276] Vgl. Hofacker (1985), S. 51. 277 In Abhängigkeit vom Vorwissen des Anlegers. 278 Vgl. Schroeder-Wildberg (1998), S. 102 sowie Borcherding (1983), S. 67f.

[S. 86]

ad b) Die Verarbeitungskapazität ist (wie bei der Informationsaufnahme) beschränkt.

Als gesichert kann gelten, daß ein Entscheidungsträger maximal sieben Infor-mationseinheiten („chunks") gleichzeitig verarbeiten kann.[FN 2] Die bereits bei der Informationsaufnahme angeschnittene Problematik des „Information overload" gilt gleichermaßen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang die von KAHNEMAN 1973 aufgestellte Theorie des „capacity models".[FN 3] Nach dieser steht einem Individuum nur eine begrenzte Menge an kognitiven Ressourcen zur Verfügung, so daß mehrere einfache Probleme gleichzeitig bearbeitet werden können, da nicht alle Ressourcen belegt sind. Bei komplexen Entscheidungen dagegen sind sofort alle Ressourcen besetzt, so daß kein weiteres gleichzeitig abgearbeitet werden kann.[FN 4]

[FN 3] Vgl. KAHNEMAN (1973), S. 7ff. und S. 178ff.

[FN 4] Ein typisches Beispiel wäre eine Autofahrt bei gleichzeitiger Unterhaltung. Solange die Fahrleistung keine größeren kognitiven Ressourcen verbraucht (z.B. bei einer Fahrt auf einer wenig befahrenen Landstraße) ist auch eine komplexe Unterhaltung gleichzeitig möglich; dies gilt aber nicht unbedingt, wenn statt der Landstraße eine Fahrt durch eine unbekannte Stadt zur rush-hour erfolgt.

[S. 87]

ad c) Als Folge dieser Beschränkung kommt es zu Vereinfachungsstrategien bei der Problemlösung.

Zur Vereinfachung der Informationsverarbeitung werden Verarbeitungsme-chanismen gewählt, die diesen Kapazitätsbeschränkungen Rechnung tragen. Diese werden typischerweise „rules of thumb" oder Heuristiken genannt. Heuristiken können zu einer systematischen Verzerrung der Ergebnisse führen („biases").[FN 1]

Ein anderer Forschungsansatz geht von einem Informationsverarbeitungsprozeß aus, der statt mit Heuristiken mit Hilfe von Entscheidungsnetzmodellen beschrieben wird, d.h. der Entscheidungsablauf wird mittels Knoten und Kanten modelliert.[FN 2] Diese Vorgehensweise ermöglicht es, einen Entscheidungsablauf transparent zu machen, um in weiteren Entscheidungen in ähnlicher Weise vorzugehen. Diese Netzmodelle haben auch Eingang in die Entscheidungstheorie gefunden.[FN 3]


ad d) Der Verarbeitungsprozeß erfolgt problemadäquat.

Das Informationsverarbeitungsniveau ist direkt mit dem Entscheidungstypus korreliert: Bei Routine- und stereotypen Entscheidungen wird die Informationsverarbeitung auf einem niedrigeren kognitiven Niveau verlaufen als bei reflektierten und konstruktiven Entscheidungen.[FN 4] Demzufolge ist das Informationsverarbeitungsniveau bei Entscheidungen am Aktienmarkt tendenziell hoch, wobei dies je nach Vorwissen des Entscheiders variieren kann. Eine weitere mögliche Variable, die das Informationsverarbeitungsniveau beeinflussen kann, ist die Umweltkomplexität und die Art der gewählten Aktienanalyse: Fundamentalanalytiker operieren mit maximaler Umweltkomplexität, wenn sie bei ihrer Entscheidung alle relevanten Informationen berücksichtigen, während bei der technischen Analyse die Komplexität der Entscheidung von der jeweiligen Marktsituation abhängt. Da gezeigt werden konnte, daß das Informationsverarbeitungsniveau mit zunehmender Umweltkomplexität zunächst ansteigt, nach Erreichen eines Maximums aber wieder abnimmt, ist es möglich, daß bei niedriger und bei hoher Umweltkomplexität die Informationsverarbeitung bei Entscheidern mit einer hohen oder mit einer niedrigen kognitiven Struktur ein ähnliches Niveau erreicht.[FN 5]

[FN 1] Für einen Überblick über diese biases s. Kapitel I11.2.

[FN 2] Ausführlich werden Netzwerkmodelle beschrieben in GRUNERT (1982), S. 44ff.; BETTMAN (1979), S. 229ff.; HAINES (1974), S. 92ff.

[FN 3] Vgl. die SDS-Theorie, Kap. I11.3.2.4.

[FN 4] Vgl. HOFACKER (1985), S. 51.

[FN 5] Vgl. SCHROEDER-WILDBERG (1998), S. 102; BORCHERDING (1983), S. 67f.

[S. 88]

ad e) Die Informationsspeicherung trägt zu einer veränderten Informa-tionsverarbeitung im Zeitablauf bei (Erfahrungsbildung).

Dieser Aspekt wird in einem eigenen Kapitel behandelt (II 3.3.4), da ihm im gewählten Kontext eine besondere Rolle zukommt.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 141. Der Text wird modifiziert übernommen, folgt aber der grundsätzlichen Struktur. Es findet sich ein Verweis auf die Quelle auf der Vorseite in FN 270: "Vgl. Schmidt (2003), S. 77ff. sowie Hofacker (1985), S. 34ff. und die dort zitierte Literatur." Dieser Verweis bezieht sich wohl auf die Liste, die auch in diesem Fragment dokumentiert ist, aber der Verweis ist mit "vgl." eingeleitet und erwähnt auch noch einen anderen Autor.

Sichter
WiseWoman

[23.] Mh/Fragment 141 09 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:26 Kybot
Erstellt: 19. January 2012, 19:27 (Bummelchen)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 141, Zeilen: 9-24
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 85,86, Zeilen: optional, evtl. hilfreich
3.2.2.3 Informationsverarbeitung

Die Informationsverarbeitung stellt einen internen Prozess dar, der nicht direkt beobachtbar ist und bei dem die Informationen, die im Rahmen der Informationswahrnehmung aufgenommen wurden, mit vorhandenen Informationen und Strategien aus dem Gedächtnis verknüpft werden, so dass daraus eine Entscheidung abgeleitet werden kann.[FN 269] Im Rahmen der kognitiven Psychologie wurden mehrere Charakteristika des individuellen Informationsverarbeitungsprozesses identifiziert:[FN 270]


• Die Informationsverarbeitung erfolgt weitgehend seriell. In den Ausführungen zu Abbildung 3.10 wurde bereits darauf hingewiesen, dass die Phasen der Informationswahrnehmung und Informationsverarbeitung iterativ und abwechselnd ablaufen können. Die Verarbeitung der Informationen ist jedoch grundsätzlich serieller Natur.[FN 271] Die zur Verfügung stehenden, eingehenden und bereits bestehenden, Informationen werden somit nacheinander abgearbeitet.

• Die Informationsverarbeitungskapazität ist beschränkt. Analog zur Informationsaufnahme existieren auch im Rahmen der Informationsverarbeitung kapazitative Beschränkungen. Ein Mensch kann etwa sieben plus-minus

[zwei Bedeutungseinheiten, so genannte 'chunks', gleichzeitig verarbeiten.]

[FN 270] Vgl. Schmidt (2003), S. 77ff. sowie Hofacker (1985), S. 34ff. und die dort zitierte Literatur.

[FN 271] Vgl. Best (1999), S. 27f.; Oehler (1991), S. 45; Newell und Simon (1972), S. 796f. sowie Simon (1978), S. 273f.

3.3.2 Charakteristische Elemente der Informationsverarbeitung

Der Prozeß der Informationsverarbeitung ist ausschließlich interner Natur und daher nicht direkt beobachtbar. Es handelt sich um einen aktiven Prozeß, bei dem die Informationen aus dem Informationsaufnahmeprozeß mit bereits vorhandenen Informationen und/oder Strategien aus dem Gedächtnis verknüpft werden, um daraus eine Entscheidung abzuleiten.[FN 4] Folgende Charakteristika haben sich im Laufe der Forschungen im Rahmen der kognitiven Psychologie über den individuellen Informationsverarbeitungsprozeß herauskristallisiert [FN 5]:

a) Die Verarbeitung erfolgt weitgehend seriell.


[FN 4] Vgl. für einen ersten Überblick SCHOPPHOVEN (1996), S. 54; SVENSON (1983), S. 131ff.; des weiteren existiert eine Fülle an Literatur, die sich mit Einzelaspekten der Informationsverarbeitung beschäftigt und die im weiteren Verlauf an den entsprechenden Stellen zitiert wird.

[FN 5] Vgl. HOFACKER (1985), S. 34ff. und die dort genannte Literatur.

[S. 86]

b) Die Verarbeitungskapazität ist (wie bei der Informationsaufnahme) beschränkt.

[...]

ad a) Die Verarbeitung erfolgt weitgehend seriell.

Informationsaufnahme und -Verarbeitung könnrn einander abwechseln, die Verarbeitung an sich ist aber von einer seriellen Weise geprägt.[FN 1] Eingehende Informationen werden also stets mit bereits bestehenden verknüpft und dabei alle zur Verfügung stehenden Informationen nacheinander abgearbeitet.

ad b) Die Verarbeitungskapazität ist (wie bei der Informationsaufnahme) beschränkt.

Als gesichert kann gelten, daß ein Entscheidungsträger maximal sieben Informationseinheiten („chunks") gleichzeitig verarbeiten kann.[FN 2] Die bereits bei der Informationsaufnahme angeschnittene Problematik des „Information overload" gilt gleichermaßen.

[FN 1] Vgl. BEST (1999), S. 27f; OEHLER (1991), S. 45; NEWELL/SIMON (1972), S. 796f.; SIMON (1978b), S. 273f.

[FN 2] Vgl. MILLER (1956), S. 81ff. ; PAYNE (1997), S. 355f.

Anmerkungen

Der Autor hat den Text inklusive Quellenangaben übernommen und angepasst. Beim "Bauernopfer" (FN 270) wird auf die falsche Seite verwiesen und mit einer anderen Quelle vermengt. -> Wie die folgenden Seiten noch zeigen werden, hat der Autor ein ganzes Kapitel übernommen.

Sichter
WiseWoman

[24.] Mh/Fragment 137 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:26 Kybot
Erstellt: 19. January 2012, 17:17 (Bummelchen)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 137, Zeilen: 1-24
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 82, 83, Zeilen: 1ff; 6ff
[Die Gewichtung externer Quellen hängt von mehreren Faktoren ab: [FN 243]]

• Die Informationsaufnahme ist durch die Verfügbarkeit der Informationen begrenzt. D.h. eine reduzierte Verfügbarkeit von Informationen hemmt auch die aktive Suche nach externen Quellen. [FN 244]

• Ist der Entscheider von einer Entscheidung bzw. von deren Ergebnis persönlich betroffen, so erhöht sich die Informationsmenge, auf die er zugreift, und damit auch die Anzahl der betrachteten externen Quellen. [FN 245]

• Die Bedeutung externer Quellen ist geringer, wenn über das Entscheidungsproblem viele interne Informationen vorliegen.[FN 246] So wird etwa ein Anleger, der bereits Anlageentscheidungen in der Vergangenheit getroffen hat, gezielt wenige externe Quellen heranziehen, während ein anderer potenzieller Anleger ohne diese Kenntnisse stärker auf externe Quellen zugreift.[FN 247]

• Die Bedeutung von Informationsquellen kann ebenfalls durch eine Kosten-Nutzen-Analyse beeinflusst werden. Dabei werden als Kosten nicht nur die monetären Kosten, beispielsweise zur Nutzung einer kostenpflichtigen Quelle, betrachtet, sondern auch der Zeitaufwand, der (kognitive) Aufwand zur Informationsgewinnung sowie Verzögerungen der Entscheidungsfindung. Abhängig vom (erwarteten) Zusatznutzen von Informationen wird dann unter Beachtung dieser Kosten bewertet, ob eine weitere Informationssuche bzw. Informationsaufnahme lohnenswert erscheint. [FN 248]

Insbesondere im Rahmen der Konsumentenforschung wurde bislang das Informationsaufnahmeverhalten von Individuen experimentell erforscht. Im Zentrum dieser Untersuchungen stehen die Fragen, wie viele Informationen aufgenommen werden (Umfang), welche Informationen ausgewählt werden (Selektion) und ob systematische Aufnahmemuster (Strategien) existieren. [FN 249] Die Ergebnisse dieser Forschungen lassen sich wie folgt zusammenfassen: [FN 250]

[FN 243] Vgl. Bettman (1979), S. 119ff.; Schmidt (2003), S. 73f. sowie Newman (1977), S. 86ff. Zur möglicherweise mangelnden Berücksichtigung interner Quellen vgl. die Studie von Renkl, Mandl und Gruber (1996).

[FN 244] Vgl. Schopphoven (1996), S. 65.

[FN 245] Vgl. Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 92ff.; Höser (1998), S. 93ff. sowie Felser (1997), S. 65f. Es zeigt sich, dass steigendes Commitment somit nicht nur zu einer Änderung der Wertfunktion der Prospect Theory führt, sondern sich bereits in der Phase der Informationswahrnehmung niederschlägt; vgl. zur Auswirkung von Commitment auf die Wertfunktion Gierl, Helm und Stumpp (2001), S. 562ff. sowie von Nitzsch und Friedrich (1999), S. 74. Versuchspersonen bewerten etwa Informationen zu einem Thema, auf das sie aufmerksam gemacht wurden, höher; vgl. Iyengar und Kinder (1987).

[FN 246] Diese internen Faktoren können noch weiter aufgesplittet werden in 'Struktur des Bedarfs', 'Kenntnis des Angebots' und 'Erfahrung des Konsumenten'; vgl. Grunert (1982).

[FN 247] Vgl. Newman (1977), S. 87 sowie Gemünden (1986), S. 11.

[FN 248] Vgl. van Raaij (1988), S. 79; Silberer (1979), S. lOlf. sowie Antonides und van Raaij (1998), S. 507f.

[FN 249] Vgl. Bettman (1979), S. 110.

[FN 250] Vgl. Schmidt (2003), S. 74ff.

[S. 81]

Allerdings hängt es von mehre-

[S. 82]

ren Faktoren ab, wie intensiv die externe Suche im Gegensatz zur internen Suche betrieben wird: [FN 1]

• Die Verfügbarkeit von Informationen begrenzt bereits die Informationsauf-nahme. Lassen sich bei einer Entscheidung für den Entscheider nur wenig verfügbare Informationen finden, so ist auch die externe Suche begrenzt. [FN 2]

• [...] Ist der Entscheider persönlich tangiert [...], wird er auf eine insgesamt größere Informationsmenge und somit auch in höherem Maße auf externe Quellen zurückgreifen als ein Entscheider, der nicht persönlich betroffen ist. [FN 3]

• Liegen über das Entscheidungsproblem bereits viele interne Informationen vor, so ist die Bedeutung der externen Quelle geringer. [FN 4] Hat ein potentieller Anleger Anlageentscheidungen in der Vergangenheit getroffen, so wird er sich auf wenige gezielte externe Informationen beschränken, während ein anderer Anleger, der diese Entscheidung das erste Mal trifft und somit über keine Erfahrungswerte verfügt, die externen Quellen stärker in Anspruch nimmt.

• Auch die Kosten-Nutzen-Frage kann die Bedeutung der Informationsquelle beeinflussen. [FN 5] Mit Kosten sind dabei nicht unbedingt nur die monetären Kosten gemeint, sondern auch der Zeitverbrauch, die Anstrengung zur Informationsgewinnung oder die zeitliche Verzögerung bei der Entscheidungsfindung. Diese Kostenfaktoren werden in Zusammenhang mit dem Zusatznutzen weiterer Informationen gebracht und danach entschieden, ob sich eine weitere Informationsaufnahme lohnt.

[FN 1] Vgl. BETTMAN (1979), S. 119ff.; NEWMAN (1980), S. 86ff. Es wird grundsätzlich unterstellt, daß die internen Informationen auch genutzt werden können. RENKL/MANDL/GRUBER (1996) dagegen belegen in ihrer Studie die Möglichkeit der mangelnden Berücksichtigung vorliegender interner Informationen.

[FN 2] Vgl. SCHOPPHOVEN (1996), S. 65.

[FN 3] Vgl. WEINBERG/KROEBER-RIEL (1999), S. 92ff.; HÖSER (1998), S. 93ff.; FELSER (1997), S. 65f. Die persönliche Betroffenheit fördert dann auch die Informationswahrnehmung. Wie IYENGAR/KINDER (1987) nachweisen können, bewerten Versuchspersonen Informationen zu einem Thema höher, auf das sie aufmerksam gemacht wurden.

[FN 4] GRUNERT (1982) schlüsselt diesen internen Faktor noch weiter auf in „Struktur des Bedarfs" (gemeint sind die präzisen Vorstellungen, die ein Entscheider von den potentiell möglichen Informationen hat), „Kenntnis des Angebots" und „Erfahrung des Konsumenten". S.a. NEWMAN (1977), S. 87; GEMÜNDEN (1986), S. 11.

[FN 5] Vgl. VAN RAAIJ (1988), S. 79; SILBERER (1979), S. 101f.; ANTONIDES/VAN RAAIJ (1998), S. 507f.

[S. 83]

[...]

Die Erforschung des Informationsaufnahmeverhaltens erfolgte bisher meist im Rahmen der experimentellen Konsumentenforschung. [...] Die Fragestellungen sind dabei beispielweise, wieviele Informationen aufgenommen werden (Umfang), ob und wenn ja welche Informationen ausgewählt werden (Selektion - Inhalt), und ob es Aufnahmemuster gibt (Strategien), die bei verschiedenen Personen regelmäßig auftreten. [FN 2]

Als Ergebnis dieser Forschungen lassen sich folgende Punkte festhalten:

[FN 2] Vgl. BETTMAN (1979), S. 110.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 136. Es wird nahezu eine ganze Seite in umformulierter Form. Auch alle 15 Literaturverweise wurden übernommen. Auf Schmidt (2003) wird in FN 250 sowie in FN 243 verwiesen (jeweils auf die falsche Seite). Während sich FN 250 nicht auf die in diesem Fragment dokumentierten Abschnitte bezieht, wird Schmidt (2003) in FN 243 nur als eine von drei Quellen genannt, und der Verweis wird mit "vgl." eingeleitet, so dass für den Leser keineswegs klar wird, dass im Folgenden Schmidt übernommen wird, im Gegenteil, der Leser muss annehmen, dass Schmidt nur eine Quelle von vielen ist.

Sichter
Hindemith

[25.] Mh/Fragment 131 10 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:25 Kybot
Erstellt: 9. February 2012, 21:10 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 131, Zeilen: 10-19, 106-110
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 146, Zeilen: 1-9, 12-14, 101-104, 105-107
Aus verhaltenswissenschaftlicher Sicht können zwei Klassen von Faktoren identifiziert werden, die das Verhalten in Entscheidungssituationen wesentlich beeinflussen. Diese sind zum einen Merkmale der Entscheidungssituation und zum anderen Merkmale, die die Persönlichkeit des Entscheiders konstituieren.[FN 218] In der psychologischen Literatur wurde die Diskussion über die Gewichtung der jeweiligen Einflüsse dieser Klassen unter den Schlagworten 'Personalismus' und 'Situationismus' geführt, die schließlich in der Idee des 'Interaktionismus' mündete, die besagt, dass nur die gleichzeitige Berücksichtigung beider Klassen zu einer Erklärung des Verhaltens beitragen kann.[FN 219] Grundsätzlich scheint dem spezifischen Entscheidungskontext tendenziell eine etwas höhere Gewichtung zur Determination von Verhaltensweisen zuzukommen.[FN 220]

[FN 218] Vgl. Strauß (1993), S. 31.

[FN 219] Vgl. Mischel (1968); Mischel und Shoda (1995); Endler und Magnusson (1976); Amlenag und Bartussek (2001), S. 531-545; Krampen (1987), S. 80-84; Lantermann (1980); Weiss und Adler (1990), S. 34-37; Kozielecki (1974), S. 10 sowie Wright und Phillips (1984), S. 298.

[FN 220] Vgl. Branke (1993), S. 139 sowie Schaub (1990).

Wie in der Grafik wiedergegeben, können aus verhaltenswissenschaftlicher Perspektive zwei wesentliche Gruppen von Faktoren identifiziert werden, die das Verhalten bestimmen. Dies sind einerseits Merkmale der Entscheidungssituation und andererseits Merkmale, die die Persönlichkeit des Entscheiders konstituieren.[FN 1] Die von Psychologen unter den Schlagworten „Personalismus“ und „Situationismus" geführte Diskussion über das jeweilige Gewicht des Einflusses der beiden Faktorengruppen mündete in die Entwicklung der naheliegenden Idee, daß beide interagieren und nur ihre gemeinsame Berücksichtigung das Verhalten erklären kann („Interaktionismus“).[FN 2] [...] so daß letztlich dem spezifischen Entscheidungskontext ein stärkeres Gewicht bei der Determination der in diesem Kontext vorzufindenden Verhaltensweisen zukommt.[FN 3]

[FN 1] Vgl. Strauß, B. (1993) S. 31.

[FN 2] Vgl. Mischel, W. (1968); Mischel, W./Shoda, Y. (1995); Endler, N. S./Magnusson, D. (1976); Amelang, M./Bartussek, D. (1990) S. 531-545; Krampen, G. (1987) S. 80-84; Lanteimann, E. D. (1980); Weiss, H. M./Adler, S. (1990) S. 34-37. [...] Kozielecki, J. (1974) S . 10; Wright, G. N ./Phillips, L. D. (1984) S. 298.

[FN 3] Vgl. zur Situationsspezifität des Verhaltens Branke, S. (1993) S. 139; Schaub, H. (1990).

Anmerkungen

Trotz Kürzungen bleibt die ungekennzeichnete Übernahme aus Unger (1999) unverkennbar. Insbesondere die Literaturangaben der Fußnoten findet man alle wieder.

Sichter
Hindemith

[26.] Mh/Fragment 130 10 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:25 Kybot
Erstellt: 18. January 2012, 20:38 (Bummelchen)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hansgert Ruppert, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 130, Zeilen: 10-12
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 77, Zeilen:
3.2.1 Phasenschemata von Entscheidungsprozessen


In der Literatur findet sich eine Vielzahl von Phasenschemata zur Beschreibung von Entscheidungsprozessen.

[FN 213] In der Literatur wird oft anstelle des Begriffes Entscheidungsprozess der Terminus Pro-blemlösungsprozess verwandt. Unter Entscheidungsprozess wird dabei in der Regel eine Entscheidung zwischen mehreren Alternativen verstanden, der Problemlösungsprozess bezeichnet den Prozess, der auch bei Vorliegen nur einer Lösungsmöglichkeit angestrebt wird. Der Unterschied liegt somit lediglich in der Anzahl der Alternativen, der zugrunde hegende Ablauf kann der Gleiche sein. Daher werden diese Begriffe in dieser Arbeit synonym verwandt; vgl. dazu auch Kirsch (1977), S. 70 sowie Weinberg (1981), S. 11.


[FN 214] Vgl. dazu bereits Gagné (1966), S. 138ff. sowie Brim, Glass, Lavin und Goodman (1962), S. 9, deren Phasenschemata die Grundlage für viele weitere Beschreibungen bilden. Vgl. weiter etwa Soelberg (1967), S. 25; Witte (1968), S. 625ff.; Biasio (1969), S. 44ff.; Simon (1977), S. 39ff.; Hogarth (1980), S. 131; Laux (2005), S. 8ff. sowie den Überblick bei Petersen (1988), S. 374ff.


[FN 215] Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf der Betrachtung und Modellierung von Individualentschei-dungen. Für eine allgemeine Einführung in kollektive Entscheidungsprozesse vgl. etwa Kirsch (1988), S. 153ff.; zu allgemeinen Aspekten von Gruppenentscheidungen vgl. Shapira (2002); ein axiomati-sches Modell zu Gruppenentscheidungen bei unvollständiger Information geben Kim und Ahn (1999); ein Überblick über Ansätze zur Gruppenentscheidung findet sich bei Steckel, Corfman, Curry, Gupta und Shanteau (1991); experimentelle Untersuchungen dazu bei Schäfer-Pietig (1995); zu Einflüssen kognitiver Strukturen im Kontext von Gruppenentscheidungen vgl. Volkema und Gorman (1998).

3.1 Phasenschemata eines Entscheidungprozesses

In der Literatur werden eine Vielzahl von Phasenschemata zum Entschei-dungsprozeß beschrieben.[FN 1]


[FN 1] Gelegentlich wird statt vom „Entscheidungsprozeß" auch vom „Problemlösungsprozeß" gesprochen. Wie KIRSCH bereits 1970 nachweist, handelt es sich aber inhaltlich um den gleichen Begriff, so daß beide alternativ verwendet werden können. Vgl. KIRSCH (1970a), S. 70ff. Unter Entscheidungsprozeß wird im allgemeinen eine Entscheidung zwischen meh-reren Alternativen verstanden, unter Problemlösungsprozeß der Prozeß, der auch bei Vor-handensein nur einer Lösungsmöglichkeit angestrebt wird. Die beiden Prozesse unter-scheiden sich also nur in der Anzahl der Alternativen, der eigentliche Ablauf kann durchaus der gleiche sein. Vgl. auch WEINBERG (1981), S. 11.


[FN 2] Vgl. in der frühen Literatur GAGNt [sic!] (1966), S. 138 ff. und BRIM et al. (1962), S. 9, deren Phasenschema die Grundlage für viele andere Autoren darstellt; SOELBERG (1967), S. 25; WITTE (1968), S. 625ff.; BIASIO (1969), S. 44ff.; SIMON (1977), S. 39ff.; HOGARTH (1980), S. 131; auch in der neuen Literatur zur Entscheidungsforschung bleibt das Phasenschema nahezu unverändert, s. z.B. LAUX (1998), S. 8ff.; s.a. den Überblick bei PETERSEN (1988), S. 374ff.


[FN 3] Dieser Entscheidungsablauf kann für Gruppen- und Individualentscheidungen gelten; bei Gruppenentscheidungen sind zusätzlich noch weitere spezifische Aspekte zu berücksichti-gen, auf die hier nicht näher eingegangen werden soll, da sie nicht primär mit dem Thema der Arbeit verknüpft sind. Eine allgemeine Einführung zu kollektiven Entscheidungsprozes-sen findet sich bei KIRSCH (1988), S. 153ff.; verschiedene Aspekte der Gruppenentschei-dung bei SHAPIRA (1997); ein axiomatisches Modell zur Gruppenentscheidung bei unvoll-ständiger Informationslage bei KIM/AHN (1999); ein Überblick über Modelle der Gruppen-entscheidung bei STECKEL et al. (1991); den Prozeß der Entscheidungsfindung in Grup-pen und deren Einflußfaktoren werden experimentell bei SCHÄFER-PIETIG (1995) untersucht; Einflüsse kognitiver Strukturen bei Gruppenentscheidungen bei VOLKEMA/GORMAN (1998).

Anmerkungen

Die Überschrift, der Einleitungssatz und vor allem die Quellenangaben wurden leicht modifiziert übernommen. Eine idealtypische Verschleierung. Einzeln ist alles abstreitbar. Man sieht jedoch, wenn man das ganze Bild betrachtet, dass hier nicht eigenständig formuliert wurde, sondern aus anderer Quelle umformuliert.

Sichter
HgR Hindemith

[27.] Mh/Fragment 126 12 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:25 Kybot
Erstellt: 1. August 2011, 14:46 (141.3.10.100)
Fragment, Gesichtet, Mh, Roßbach 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
141.3.10.100, Lukaluka, Kannitverstan, 95.222.59.36, Bummelchen, Hindemith, Senzahl, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 12-27
Quelle: Roßbach 2001
Seite(n): 18, Zeilen: 1-16
Auf realen Märkten lässt sich neben der Overreaction oft auch eine Underreaction beobachten, d.h. die Kurse der gehandelten Wertpapiere reagieren verzögert auf die Bekanntmachung von Unternehmensergebnissen.[FN 197] Diese lässt sich unter Zuhilfenahme der Verankerung und des Mental Accounting erklären. Während die Verankerung dazu führt,

dass sich die Erwartungsbildung an vergangenen Erwartungen orientiert und damit neue Informationen nicht vollständig verarbeitet werden,[FN 198] kann das Mental Accounting sogar dazu führen, dass Unternehmensergebnisse und die zugehörigen Aktien in verschiedenen mentalen Konten geführt werden.[FN 199]

Die Kalenderanomalien werden in der Literatur meist mit Hilfe des Mental Accounting erklärt, da insbesondere professionelle Anleger dazu neigen, für spezielle Perioden separate mentale Konten zu führen.[FN 200] Allerdings existieren auch ökonomische Ursachen für diese Anomalien. Insbesondere für den Januareffekt findet sich die alternative Begründung, dass steuerliche Überlegungen zum Ende eines Jahres zur Realisierung von Verlusten auf Aktienpositionen führen, die am Beginn des Folgejahres wieder aufgebaut werden.[FN 201]

Auch für den Indexeffekt kann das Mental Accounting einen Erklärungsansatz liefern. Wird eine Aktie in einen bestimmten Index aufgenommen, so wird sie auch vom Anleger [in ein anderes mentales Konto, das für Aktien in diesem Index eingerichtet wurde, eingeordnet und erfährt dort eine dem neuen Konto entsprechende Bewertung, die von den Bewertungsmechanismen im 'alten' Konto abweichen kann. [FN 202] Eine alternative Erklärung kann auch in den zunehmend zu beobachtenden Indexierungsstrategien im Portfoliomanagement gesehen werden.[FN 203]]

[FN 197] Vgl. Bernard und Thomas (1992).

[FN 198] Vgl. von Nitzsch und Friedrich (1999), S. 498.

[FN 199] Vgl. De Bond (1995), S. 11.

[FN 200] Vgl. Shiller (1998), S.9.

[FN 201] Vgl. Pilcher (1993), S.119.

[FN 202] Vgl. Shiller (1998), S. 8f.

[FN 203] Vgl. Roßbach (2001), S. 18.

Neben der Überreaktion läßt sich auch häufig eine Unterreaktion auf dem Kapitalmarkt beobachten. So reagieren die Kurse oft erst mit einer Verzögerung auf die Bekanntmachungen der Unternehmensergebnisse.[FN 84] Als Begründungen hierfür werden die Verankerung sowie das Mental Accounting angeführt. Die Verankerung bewirkt, dass man sich bei der Erwartungsbildung häufig an vorangegangenen Erwartungen orientiert und somit selbst bei auffällig abweichenden Informationen nicht die notwendigen Schlussfolgerungen in vollem Umfang zieht. [FN 85] Das Mental Accounting kann dabei sogar dazu führen, dass die Unternehmensergebnisse zunächst einem anderen mentalen Rahmen zugeordnet werden als die Aktien selbst. [FN 86]

Das Mental Accounting wird auch zur Erklärung der Kalenderanomalien angeführt, wobei insbesondere die professionellen Anlagemanager dazu neigen, für eine neue Periode (Woche, Monat, Jahr) ein neues mentales Konto eröffnen. [FN 87] In ähnlicher Weise wird der Index-Effekt begründet, wonach eine Aktie durch ihre Zugehörigkeit zu einem Index in ein anderes mentales Konto transferiert und dort auch anders bewertet wird. [FN 88]

[FN 78] Vgl. Maas/Weibler (1997), S. 117.

[FN 84] Vgl. Bernard/Thomas (1992).

[FN 85] Vgl. von Nitzsch/Friedrich (1999), S. 498.

[Fn 86] Vgl. DeBondt (1995), S. 11.

[FN 87] Vgl. Shiller (1997), S. 9. Eine andere Begründung findet sich, zumindest für den Januareffekt, in der Annahme, dass zum Ende des Fiskaljahres noch versucht wird, zur Erlangung steuerlicher Vorteile Verluste auf Aktienpositionen zu realisieren, die dann zu Jahresbeginn wieder aufgebaut werden (vgl. Pilcher (1993), S. 119).

[FN 88] Vgl. Shiller (1997), S. 8f. Der Effekt könnte andererseits aber auch auf die zunehmenden Indexierungsstrategien im Portfoliomanagement zurückzuführen sein.

Anmerkungen

Teilweise sind die Übernahmen wörtlich, teilweise sinngemäß, ein Verweis auf die Quelle fehlt, bzw. bezieht sich nur auf den letzten Satz. Insbesondere stammen alle Literaturverweise auch von Roßbach. Die FN 192 auf der Vorseite am Ende des letzten Abschnitts ("Vgl. für einen Überblick Roßbach (2001), S. 16ff. sowie Schmidt (2003), S. 62ff.") lässt den Leser nicht vermuten, dass auf den Folgeseiten teilweise wörtliche Übernahmen zu finden sind. FN 87 des Originals wandert in den Text, ebenso FN 88. die Literaturangabe De Bond ist falsch geschrieben, richtig wäre gewesen: DeBondt

Sichter
Bummelchen (Text) Hindemith

[28.] Mh/Fragment 126 03 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:25 Kybot
Erstellt: 18. January 2012, 19:23 (Bummelchen)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Hansgert Ruppert, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 3-4, 5-8, 10-11
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 69, Zeilen: 7, 10,12-20, 101-103
Eine der am häufigsten untersuchten Anomalien ist die Overreaction, die zu starken Kursausschlägen und hohen Volatilitäten des Marktes führt. [...] So kann etwa eine selektive Wahrnehmung und Verankerung die Preisbewegung verstärken, wenn eine steigende Entwicklung als Ankerwert dient und entgegengesetzte Informationen aufgrund selektiver Wahrnehmung nicht genügend beachtet werden.[FN 194] [...] Auch auftretende kognitive Dissonanzen können zum gleichen Effekt führen.[FN 196]

[FN 194] Vgl. Oehler (1992), S. 112; Shiller (1990), S. 6 sowie De Bond (1995), S. 10.

[FN 196] Vgl. Rapp (1997), S. 104.

[FN 1]

[...]

Beispielsweise kann Overreaction,[...], zu starken Kursausschlägen und Volatilitäten führen. Selektive Wahrnehmung und Verankerung können diese Preisbewegungen verstärken, wenn beispielsweise eine steigende Entwicklung als Ankerwert dient und entgegengesetzte Informationen selektiv mißachtet werden. [FN 2] Auftretende kognitive Dissonanzen führen zu dem gleichen Effekt.[FN 3]


[FN 1] Vgl. für einen Überblick ROSSBACH (2001), S. 16ff.

[FN 2] Vgl. OEHLER (1992), S. 112; DE BONDT(1995), S. 10.

[FN 3] Vgl. RAPP (2000), S. 115.

Anmerkungen

Textfragmente aus der Quelle Schmidt (2003) werden samt Quellenverweis übernommen, leicht umgeschrieben und in die Dissertation eingebaut. Ein Quellenverweis fehlt. Die FN 192 auf der Vorseite am Ende des letzten Abschnitts ("Vgl. für einen Überblick Roßbach (2001), S. 16ff. sowie Schmidt (2003), S. 62ff.") lässt den Leser nicht vermuten, dass hier einfach übernommen wurde. (Der erste Teil dieser Fußnote findet sich, wie man hier sehen kann, übrigens auch schon bei Schmidt.)

Sichter
Hindemith HgR Graf Isolan

[29.] Mh/Fragment 112 07 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:25 Kybot
Erstellt: 1. August 2011, 16:21 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gomber 2000, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Hindemith, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 112, Zeilen: 5-9
Quelle: Gomber 2000
Seite(n): 19, Zeilen: 16-29
[...][FN 132] Dabei wird zwischen einer zukunftbezogenen (pre-trade) und einer vergangenheitsbezogenen (post-trade) Sichtweise unterschieden. [FN 133] Ein zentrales Element der pre-trade Markttransparenz stellt das Orderbuch dar.

Das Orderbuch enthält eine nach bestimmten Prioritätsregeln [FN 134] geordnete Liste der limitierten und unlimitierten Orders. Als Parameter zur Gestaltung des Orderbuchs können die [Offenheit des Orderbuchs, die Länge des Orderbuchs,[FN 135] die Bereitstellung indikativer Preise vor einer periodischen Auktion,[FN 136] die Anonymität oder Bekanntheit des Auftraggebers einer Order, die Schnelligkeit der Informationsausbreitung sowie der Grad der Informationsasymmetrie zwischen den Marktteilnehmern.[FN 137]]

[FN 132] Vgl. zu den folgenden Ausführungen insbesondere Gomber (2000), S. 18-20.

[FN 133] Die post-trade Markttransparenz wird in der Literatur auch als Handelspublizität bezeichnet; vgl. etwa Schiereck (1995), S. 33 sowie Biais (1993), S. 159.

[FN 134] Vgl. zu diesen Prioritätsregeln beispielsweise Domowitz (1993).

[FN 135] Als Länge des Orderbuchs wird die Anzahl der im Orderbuch aufgelisteten Kauf- und Verkaufsaufträge bezeichnet; vgl. Bollerslev und Domowitz (1993), S. 223.

[FN 136] Als indikativer Preis wird der (imaginäre) Preis bezeichnet, der entstehen würde, falls auf Basis der aktuellen Orderbuchlage zum aktuellen Zeitpunkt eine Gesamtkursermittlung durchgeführt würde; vgl. Gomber (2000), S. 19, Fußnote 24.

[FN 137] Vgl. Gomber (2000), S. 19 sowie Schenk (1997), S. 13.

Daher werden "pre-trade" Markttransparenz (zukunftsbezogen) und "post-trade" Markttransparenz [FN 21] (vergangenheitsbezogen) unterschieden.

Eine wesentliche Grundlage der Markttransparenz ist das Orderbuch. Das Orderbuch stellt eine nach definierten Prioritätsregeln [vgl. z.B. Domo93] vorgenommene Auflistung von limitierten und unlimitierten Orders dar [...]. Parameter zur Gestaltung des Limitorderbuchs sind die Länge des Orderbuchs [FN 23], die Bereitstellung indikativer Preise [FN 24] vor einer periodischen Auktion [FN 25], die Schnelligkeit der Informationsverbreitung sowie der Grad der Informationsasymmetrie zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern [Sche97, 113]. Wie die weiteren Ausführungen (siehe Kapitel 5) zeigen werden, kommt bei der Orderbuchgestaltung der Anonymität eine besondere Bedeutung zu: [...]

[FN 21] Für die - hier als post-trade Markttransparenz - bezeichneten Informationen bezüglich abgeschlossener Transaktionen findet man in der Literatur auch den Begriff der Handelspublizität [vgl. z.B. Biai93, 159, Schi95, 33].

[FN 23] Die Länge des Orderbuchs bezeichnet die Anzahl der im Orderbuch aufgelisteten Kauf- bzw. Verkaufsinteressen [BoDo93, 223].

[FN 24] Ein indikativer Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt ist derjenige (imaginäre) Preis, der entsteht, wenn mann auf Basis der Orderbuchlage zu diesem Zeitpunkt eine Gesamtkursermittlung durchführen würde.

[FN 25] [...]

Anmerkungen

Text ist inhaltlich fast identisch, auch die Formulierungen sind sehr ähnlich. Alle Literaturverweise sind aus der Quelle übernommen. Die eigentliche Quelle Gomber 2000 wird dreimal angegeben, trotzdem ist für den Leser nicht klar, dass der gesamte Abschnitt aus ihr übernommen wurde. Vielmehr muss der Leser annehmen, dass der Verfasser selbst die verschiedenen Literaturquellen rezipiert hat, und Gomber nur eine dieser Quellen ist. Alle drei Verweise auf Gomber werden zudem mit "Vgl." eingeleitet.

Sichter
Hindemith (noch eine Sichtung nötig da stark verändert) WiseWoman

[30.] Mh/Fragment 110 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:25 Kybot
Erstellt: 18. January 2012, 16:14 (Bummelchen)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 110, Zeilen: 1-10
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 36, Zeilen: 18-28
• Transaktionskosten: Diese entstehen zum einen in Form von Courtagen und Provisionen und zum anderen auch als Informations- und Entscheidungskosten der Investoren.[FN 118]

Die Ziele der Marktmikrostrukturtheorie sind vielfältig. Zum einen sollen die unterschiedlichen Marktformen und Gestaltungsparameter hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Preise analysiert werden und zum anderen sollen aus diesen Überlegungen Erkenntnisse über ein möglichst optimales Handelsdesign abgeleitet werden. Allerdings behandeln die verschiedenen Modelle lediglich einzelne Aspekte der Problemstellung, so dass ein einheitliches Regelwerk zur Bildung einer solchen optimalen Börsenform noch nicht identifiziert werden kann. [FN 119]


[FN 118] Vgl. Theissen (1998), S. 73.


[FN 119] Vgl. Schmidt (2003), S. 32; Hirth (2000), S. Slf. sowie O'Hara (1995), S. 271.

Transaktionskosten: Diese fallen an in Form von Provisionen und Courtagen, aber auch in Form von Informations- und Entscheidungskosten der Anleger selbst. [FN 5]

Die Ziele der Marktmikrostrukturtheorie sind breit gefächert: [FN 6] zum einen sollen verschiedene Marktformen und -Operationen und ihre Wirkungen auf die Marktpreise dargestellt, zum anderen können daraus Hinweise für ein optimales Handelsdesign generiert werden. Verschiedene Modelle untersuchen dazu jeweils Teilaspekte der genannten Gestaltungsparameter, um zu einem Ergebnis hinsichtlich einer effizienten Börsenform zu gelangen. Ein gemeinsames Regelwerk zur Bildung einer solchen effizienten Form liegt allerdings (noch) nicht vor. [FN 7]

[FN 5] Vgl. THEISSEN (1998), S. 73. [FN 6] Vgl. COHEN et al. (1986), S. 195. [FN 7] Vgl. HIRTH (2000), S. 51f.; O'HARA (1995), S. 271.

Anmerkungen

Fortsetzung von S. 109. Beim "Bauernopfer" [FN 119] wird die falsche Seite angegeben.

Sichter
WiseWoman

[31.] Mh/Fragment 109 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:25 Kybot
Erstellt: 18. January 2012, 15:56 (Bummelchen)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 109, Zeilen: 1-25
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 35;36, Zeilen: 5-23; 1-17
[• Die Handelsregeln. Dabei lassen sich folgende weitere Unterteilungskriterien angeben:]

— Die Marktform (Market Maker versus Auktionsprinzip).[FN 109]

- Das Preisfeststellungsverfahren (Einheitskursermittlung versus variable Notierung). [FN 110]

— Die Markttransparenz (Offenes versus geschlossenes Orderbuch).[FN 111]

— Das Handelsverfahren (Präsenzhandel versus Computerhandel).[FN 112] Durch die möglichen Kombinationen der genannten Gestaltungsparameter entstehen unterschiedliche Auswirkungen auf die Preise der gehandelten Wertpapiere. Der Untersuchungsgegenstand der Marktmikrostrukturtheorie ist die Bildung geeigneter Kombinationen zur Generierung einer 'möglichst guten' Form einer Börse. Zur Konkretisierung und Beurteilung der Qualität von Börsen ist es notwendig, entsprechende Kriterien für die Güte eines Wertpapiermarktes zu definieren:[FN 113]

• Effizienz: Ein Wertpapiermarkt wird als informationseffizient angesehen, wenn er alle verfügbaren Informationen widerspiegelt.[FN 114] Allgemein gilt die Effizienz eines Wertpapiermarktes als Kriterium der Qualität. Es gibt jedoch auch Überlegungen, die steigende Transaktionskosten bei steigender Informationseffizienz inkludieren. [FN 115]


• Transparenz: Auf einem Finanzmarkt herrscht dann vollkommene Markttransparenz, wenn alle relevanten Informationen stets ohne Verzögerung zur Verfügung stehen. Transparenz ist damit eine Voraussetzung für die mögliche Informationseffizienz eines Marktes.[FN 116]


• Liquidität: Die maximale Liquidität eines Finanzmarktes bedeutet eine möglichst schnelle Abwicklung der Verkaufs- und Kaufaufträge bei minimalen Auswirkungen auf den Preis des Wertpapiers. Als Kriterien für die Liquidität eines Finanzmarktes gelten die Markttiefe, d.h. die Anzahl der abgewickelten Aufträge, die Marktbreite, d.h. das Ordervolumen, und die so genannte Erneuerungskraft, d.h. die Entwicklung des Transaktionspreises hin zum Gleichgewichtspreis. [FN 117]


[FN 109] Vgl. Oehler, Heilmann und Läger (2001); Theissen (1998), S. 8ff. sowie Kim, Lin und Slovin (1997).

[FN 110] Vgl. Madhavan (1992); Oehler et al. (2001) sowie Garbade und Silber (1979). 111 Vgl. Oehler und Unser (2001) sowie Whitcomb (2002), S. 246.

[FN 112] Vgl. Oehler et al. (2001) sowie Amihud und Mendelson (1988).

[FN 113] Vgl. Theissen (1998), S. 45ff.; Oehler (2001), S. 889 sowie Bortenlänger (1996), S. 42ff.

[FN 114] Vgl. Bienert (2001), S. 13ff. sowie die Ausführungen in Abschnitt 3.1.1.1.2.

[115] Vgl. etwa die Diskussion bei Theissen (1998), S. 80ff.

[116] Vgl. O'Hara (1995), S. 252ff. sowie Bortenlänger (1996), S. 46ff.

[117] Vgl. Bortenlänger (1996), S. 49ff.; Theissen (1998), S. 53f. sowie Bernstein (1987), S. 54.

[S. 35]

• Handelsregeln: diese lassen sich wiederum aufteilen in die Gebiete

> Marktform (Market-maker versus Auktionsprinzip)[FN 3]

> Preisfeststellungsverfahren (Einheitskursermittlung versus variable Notierung) [FN 4]

> Markttransparenz (Orderbuch offen versus geschlossen) [FN 5]

> Handelsverfahren (Präsenzhandel versus Computerhandel) [FN 6]


Es ist offensichtlich, daß die jeweiligen Ausgestaltungsformen insbesondere durch ihre mögliche Kombination unterschiedliche Preiswirkungen haben können. Die Frage, die im Rahmen der Marktmikrostrukturtheorie untersucht wird, ist die Bildung einer geeigneten Kombination, um zu einem Ergebnis hinsichtlich einer effizienten Börsenform zu gelangen. Dazu werden zunächst Kriterien benötigt, anhand derer die Qualität eines Wertpapiermarktes beurteilt werden kann. Als geeignete Kriterien gelten: [FN 7]

[FN 3] Vgl. OEHLER/HEILMANN/LÄGER (2001b); THEISSEN (1998), S. 8ff.; KIM/LIN/SLOVIN (1997).

[FN 4] Vgl. MADHAVAN (1992); OEHLER/HEILMAN N/LÄGER (2001b); GARBADE/SILBER (1979).

[FN 5] Vgl. OEHLER/UNSER (1998); WHITCOMB (1985), S. 246.

[FN 6] Vgl. OEHLER/HEILMANN/LÄGER (2001b); AMIHUD/MENDELSON (1988

[FN 7] Vgl. THEISSEN (1998), S. 45ff.; OEHLER (2001), S.889; BORTENLÄNGER (1996), S. 42ff.

[S. 36]

Effizienz: Ein Wertpapiermarkt gilt dann als informationseffizient, wenn die Preise stets alle verfügbaren Informationen widerspiegeln.[FN 1] Dies ist letztendlich die Voraussetzung der Erfüllung der Allokationseffizienzfunktion durch den Markt. Gemeinhin ist Effizienz ein Kriterium zur Messung der Qualität eines Wertpapiermarktes, es ist jedoch auch eine andere Sichtweise denkbar, die die Überlegung der steigenden Transaktionskosten bei steigender Informationseffizienz mit einbezieht.[FN 2]

Transparenz: Vollkommene Markttransparenz ist dann gegeben, wenn alle relevanten Informationen stets unverzüglich zugänglich sind. Somit ist Transparenz eine Voraussetzung für eine mögliche Informationseffizienz, mit dieser aber keinesfalls gleichzusetzen. [FN 3]

Liquidität: Maximale Liquidität bedeutet eine schnellstmögliche Abwicklung der Kauf- und Verkaufsaufträge bei minimalsten Auswirkungen auf den Preis selbst. Charakteristisch für Liquidität ist die Markttiefe (Anzahl der abgewickelten Aufträge), Marktbreite (Ordervolumen) und die Erneuerungskraft (Entwicklung des Transaktionspreises hin zum Gleichgewichtspreis).[FN 4]

[FN 1] Vgl. BIENERT (1996), S. 13ff.

[FN 2] Vgl. die Diskussion bei THEISSEN (1998), S. 80ff.

[FN 3] Vgl. O'HARA (1995), S. 252ff.; BORTENLÄNGER (1996), S. 46ff.

[FN 4] Vgl. BORTENLÄNGER (1996), S. 49ff.; THEISSEN (1998), S. 53f.; BERNSTEIN (1987), S. 54.

Anmerkungen

Fortsetzung S. 108.

Sichter
WiseWoman

[32.] Mh/Fragment 106 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 12. February 2012, 23:23 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 106, Zeilen: 1-17, 101-121
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 131;132, Zeilen: 15-23.107-113;1-11.101-117
[Dabei werden Käufe ausschließlich bei steigenden und Verkäufe lediglich]

bei fallenden Kursen getätigt.[FN 93] Auch in der Realität ist dieses Verhalten zu beobachten; es basiert auf der Verwendung von Stop Loss-Orders, der Portfolio Insurance, Nachschusspflichten für Termingeschäfte ('Margin Calls') nach Kursverlusten, abnehmender absoluten Risikoaversion bzw. adaptiver Erwartungen.[FN 94]

• Es treten Verzerrungen in der Erwartungsbildung bzw. der Schätzung von subjektiven Wahrscheinlichkeiten über zukünftige Fundamentalwerte bzw. Preise der gehandelten Wertpapiere auf (z. B. durch die Phänomene 'Overreaction' oder 'Gambler's Fallacy'; vgl. die Ausführungen in Abschnitt 2.3.1.2).[FN 95]

• Die Beeinflussung der Handelstransaktionen durch Emotionen und Stimmungen (sog. 'Fads and Fashions').[FN 96]

• Die Orientierung an Anlageempfehlungen von Experten bzw. Meinungsführern oder Imitation von beobachteten Anlagestrategien.[FN 97] Dies führt innerhalb einer Investorengruppe, die sowohl private als auch institutionelle Anleger enthalten kann, zu gleichgerichtetem Verhalten ('Herding').[FN 98] Aus soziologischer Sicht kann dieses Verhalten damit begründet werden, dass die eigene Reputation bei Misserfolgen, die sich auf die gesamte Bezugsgruppe beziehen, kaum vermindert wird, wohingegen von der Gruppe abweichendes Verhalten negative Konsequenzen zur Folge hat.[FN 99]

[FN 93] Vgl. die Ansätze von Cutler, Poterba und Summers (1990); Clarkson (1996); De Long, Shleifer, Summers und Waldmann (1990b); Shleifer und Summers (1990), S. 28f. sowie Köddermann (1993), S. 47-50. Dieses Verhaltensmuster lässt sich auch in Finanzmarktexperimenten beobachten; vgl. Andreassen (1987); Andreassen (1988); Andreassen (1990); Oehler (1994) sowie Schachter, Ouellette, Whittle und Gerin (1987).

[FN 94] Vgl. Jüttner (1989), S. 475-484 sowie Teh und De Bondt (1997), S. 306.

[FN 95] Vgl. De Long et al. (1991); Levy und Levy (1996) sowie Shefrin und Statman (1994).

[FN 96] Vgl. Shiller (1984); Shiller und Pound (1989); Klausner (1984) sowie Schachter, Hood, Gerin, Andreassen und Rennert (1985).

[FN 97] Zum Einfluss von Anlageempfehlungen vgl. etwa Cenci, Cerquetti und Peccati (1996); Oehler (1990); Vata (1990) sowie Zeckhauser, Patel und Hendricks (1991), S. 266. Zu empirischen Studien hierzu vgl. Röckemann (1995); Pieper, Schiereck und Weber (1993); Alexander et al. (1993), S. 361-363; Hirst, Koonce und Simko (1995); Schachter et al. (1986), S. 267-269 sowie Stickel (1995).

[FN 98] Zum Herdenverhalten insbesondere bei institutionellen Anlegern vgl. Braasch (1997), S. 340f.; Christie und Huang (1995); Grinblatt, Titman und Wermers (1994); Lakonishok, Shleifer und Vishny (1992); Lux (1995); Oehler (1998c); Patel, Zeckhauser und Hendricks (1991); Scharfstein und Stein (1990) sowie Sias und Starks (1997). Auch Analysten unterliegen dem Herdentrieb; vgl. Trueman (1994).

[FN 99] Vgl. Abolafia (1996), S. 179-181; Adler und Adler (1984), S. 87; Badrinath, Gay und Kaie (1989), S. 609f.; Brennan (1995), S. 70f.; Dreman (1977), S. 110; Frey und Stahlberg (1990), S. 107 sowie bereits Keynes (1936), S. 158.

[Seite 131]

[...] indem Käufe nur bei steigenden, Verkäufe ausschließlich bei fallenden Kursen getätigt werden.[FN 3] Dieses Verhalten ist auch in der Realität zu beobachten und hat seine Ursachen in der Anwendung von Verfahren der technischen Analyse, der Verwendung von Stop Loss-Orders, der Portfolio Insurance, Nachschußpflichten für Termingeschäfte („margin calls“) nach Kursverlusten, einer abnehmenden absoluten Risikoaversion und/oder adaptiven Erwartungen.[FN 4]

• Verzerrungen in der Erwartungsbildung bzw. der Schätzung subjektiver Wahrscheinlichkeiten (z. B. durch „overreaction“ oder die „gambler’s fallacy“; vgl.

[FN 3] Vgl. die Ansätze von Cutler, D. M./Poterba, J. M./Summers, L. H. (1990); Clarkson, R. S. (1996) S. 295f.; De Long, J. B./Shleifer, A./Summers, L. H./Waldmann, R. W. (1990b); Shleifer, A./Summers, L. H. (1990) S. 28f.; Köddermann, R. (1993) S. 47-50. Dieses Verhalten entspricht einem auch in Finanzmarktexperimenten häufig festgestellten Verhaltensmuster; vgl. Andreassen, P. (1987); Andreassen, P. (1988); Andreassen, P. (1990); Oehler, A. (1994); Schachter, S./Ouellette, R./Whittle, B./Gerin, W. (1987).

[FN 4] Vgl. Jüttner, D. J. (1989) S. 475-484; Teh, L./De Bondt, W. F. M. (1997) S. 306.

[Seite 132]

dazu ausführlich Abschnitt 3.2.4) über zukünftige Fundamentalwerte der gehandelten Wertpapiere.[FN 1]

• Beeinflussung der Wertpapiertransaktionen durch Emotionen und Stimmungen („fads and fashions“).[FN 2]

• Orientierung an den Anlageempfehlungen von Experten oder Meinungsführern oder Imitation von beobachtbaren Anlagestrategien. Dies führt zu einem gleichgerichteten Verhalten („herding“) innerhalb dieser Anlegergruppe, die sowohl private als auch institutionelle Anleger enthalten kann.[FN 3] Eine soziologische Begründung dieses Verhaltens beruht darauf, daß die eigene Reputation bei Mißerfolgen, die die gesamte soziale Bezugsgruppe betreffen, kaum vermindert wird, während ein abweichendes Verhalten negative Konsequenzen nach sich zieht.[FN 4]

[FN 1] Vgl. De Long, J. B./Shleifer, A./Summers, L. H./Waldmann, R. W. (1991); Levy, M./Levy, H. (1996); Shefrin, H./Statman, H. M. (1994).

[FN 2] Vgl. Shiller, R. J. (1984); Shiller, R. J./Pound, J. (1989); Klausner, M. (1984) S. 67-69; Schächter, S./Hood, D. C./Gerin, W./Andreassen, P./Rennert, M. (1985).

[FN 3] Vgl. zum Einfluß von Anlageempfehlungen Cenci, M./Cerquetti, A./Peccati, L. (1996); Oehler, A. (1990); Vaga, T. (1990); Zeckhauser, R./Patel, J./Hendricks, D. (1991) S. 266 sowie die empirischen Untersuchungen von Röckemann, C. (1995); Pieper, U./Schiereck, D./Weber, M. (1993); Alexander, G. J./Sharpe, W. F./Bailey, J. V. (1993) S. 361-363; Hirst, D E./Koonce, L./Simko, P. J. (1995); Schächter, S./Hood, D. C./Andreassen, P./Gerin, W. (1986) S. 267-269; Stickel, S. E. (1995). Zum Herdenverhalten insbesondere bei institutioneilen Anlegern vgl. Braasch, B. (1997) S. 340f.; Christie, W. G /Huang, R. D. (1995); Grinblat, M./Titman, S./Wermers, R. (1994); Lakonishok, J./Shleifer, A./Vishny, R. W. (1992); Lux, T. (1995); Oehler, A. (1998c); Patel, J./Zeckhauser, R./Hendricks, D. (1991) S. 234f.; Schärfstem, D. S./Stein, J. C. (1990); Sias, R. W./Starks, L. T. (1997). Schließlich unterliegen auch Analysten dem Herdentrieb; vgl. Trueman, B. (1994).

[FN 4] Vgl. Abolafia, M. (1996) S. 179-181; Adler, P. A./Adler, P. (1984) S. 87; Badrinath, S. G./Gay, G. D./Kale, J. R. (1989) S. 609f.; Brennan, M. J. (1995) S. 70f.; Dreman, D. N. (1977) S. 110; Frey, D./Stahlberg, D. (1990) S. 107; Keynes, J. M. (1936) S. 158.

Anmerkungen

Übernahme ohne Nennung der Quelle Unser (1999) fast bis ins kleinste Detail, inklusive der falschen Bindestrich beim Begriff "Stop-loss order".

Sichter
WiseWoman

[33.] Mh/Fragment 105 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 5. February 2012, 16:19 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 1-26
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 130; 131, Zeilen: 8-21; 5-16
[Weiterhin wird] von einer symmetrischen Informationsverteilung ausgegangen,[FN 87] aufgrund der erwähnten Aufteilung von Anlegern wird jedoch nur noch einzelnen Gruppen rationales Verhalten unterstellt. Die Gruppe der Noise-Trader zeigt dagegen lediglich begrenzt (quasi-)rationales Verhalten. Dieses ist aus Sicht der klassischen Entscheidungstheorie als irrational zu bezeichnen und führt zu verzerrten Erwartungen über die Marktpreise.[FN 88]

Für eine Gültigkeit der Noise-Trader-Modelle werden die Marktpreise als Signal interpretiert, die den Informationen über den fundamentalen Wert einer Aktie insofern vorziehenswürdig sind, als dass die Anleger für die Dauer des Anlagehorizontes nicht mit einer Korrektur der Fehlbewertung rechnen. Dies führt zu einer weiteren Destabilisierung der Preise und vergrößert die entsprechenden Fehlbewertung weiter, so dass eine Preisspirale entstehen kann, was letztlich in einer Preisblase (Bubble) mündet.[FN 89] Weiter erfordern die Annahmen wiederum die Homogenitätsannahme innerhalb einer Gruppe. Das nicht zwangsläufig zur Neoklassik konforme Verhalten führt jedoch nicht zwingend zu einer Eliminierung dieser Gruppen vom Markt. Es ist sogar möglich, dass die Gruppe der Noise-Trader ein höheres Durchschnittsvermögen erzielen als die rational agierenden Anleger.[FN 90]

Im Folgenden werden ausschließlich diejenigen Ansätze analysiert, die eine formale Modellierung des Preisbildungsprozesses mittels Interaktion der Investorengruppen vorweisen.[FN 91] Die unterschiedlichen Modelle differenzieren in der Regel zwischen zwei oder drei Anlegergruppen. Dabei werden für die Noise-Trader verschiedene mögliche Verhaltensweisen oder Handelsstrategien unterstellt, die von dem fundamental orientierten, bernoulli-rationalen Verhalten abweichen und die geprägt sind von einer Loslösung der Handelsaktivitäten von fundamentalen Änderungen der objektiven Informationen über den Unternehmenswert:[FN 92]

  • Die Orientierung an Preisen der Vergangenheit (Positive Feedback Trading; Trend Chasing). Dabei werden Käufe ausschließlich bei steigenden und Verkäufe lediglich [bei fallenden Kursen getätigt.[FN 93] ]

[FN 87] Übersichten über Modelle, die die Heterogenität der Investoren durch asymmetrische Informationsverteilung erzeugen, finden sich etwa bei Rapp (1995), S. 29-32 sowie Röckemann (1995), S. 60-62.

[FN 88] Vgl. Unser (1999), S. 130

[FN 89] Vgl. zu einem Überblick über die Bubbles-Literatur Aschinger (1995); Bruns (1994); Flood und Garber (1994) sowie Gruber (1988). Die Zusammenhänge zwischen Noise-Trader- und Preisblasen-Modellen zeigen etwa Bienert (1994), S. 196f. sowie Röckemann (1995), S. 56-60.

[FN 90] Vgl. De Long, Shleifer, Summers und Waldmann (1990a); De Long, Shleifer, Summers und Waldmann (1991); Palomino (1996) sowie Shefrin und Statman (1994), S. 333-335.

[FN 91] In der Literatur werden als Noise-Trader-Modelle teilweise auch psychologische Erklärungen empirischer Kursanomalien verstanden, für die jedoch keine geschlossenen Modellierungen vorliegen; vgl. etwa Menkhoff und Röckemann (1994), S. 281.

[FN 92] Vgl. Unser (1999), S. 131f.

[FN 93] Vgl. die Ansätze von Cutler, Poterba und Summers (1990); Clarkson (1996); De Long, Shleifer, Summers und Waldmann (1990b); Shleifer und Summers (1990), S. 28f. sowie Köddermann (1993), S. 47-50. Dieses Verhaltensmuster lässt sich auch in Finanzmarktexperimenten beobachten; vgl. Andreassen (1987); Andreassen (1988); Andreassen (1990); Oehler (1994) sowie Schachter, Ouellette, Whittle und Gerin (1987).

Ferner wird bei grundsätzlich symmetri­scher Informationsverteilung[FN 2a] nur noch für einen Teil der Investoren von einem ra­tionalen Verhalten entsprechend der bereits skizzierten finanzierungstheoretischen Modelle ausgegangen. Die Gruppe der Noise Trader zeigt dagegen nur noch ein be­grenzt (quasi-)rationales Verhalten, das im Vergleich zur traditionellen Theorie als irrational zu bezeichnen ist und zu verzerrten Erwartungen über die Marktpreise führt.

Die Verhaltensannahmen bedingen eine Interpretation der Marktpreise als Signale, die den eigenen Informationen über den Fundamentalwert von Aktiengesellschaften insofern überlegen sind, als für die Dauer des geplanten Anlagehorizonts nicht mit der Korrektur der Fehlbewertung zu rechnen ist. Letztlich führt das dazu, daß die Spekulanten zu einer weiteren Destabilisierung der Preise beitragen und Fehlbe­wertungen noch vergrößern, anstatt durch Handelstransaktionen zu einer Rückkehr der Preise zum Fundamentalwert beizutragen.[FN 3a]

[...]

[S. 131]

In diesem Abschnitt sollen nur Ansätze betrachtet werden, die eine formale Model­lierung des Preisbildungsprozesses mit Interaktion der Investorengruppen beinhal­ten.[FN 2b] Die verschiedenen Modelle differenzieren in der Regel zwischen zwei oder drei Investorengruppen, wobei das Verhalten der Noise Trader Gruppe nicht mehr dem des fundamental orientierten, bernoullirationalen Diversifizierers entspricht. Für die Noise Trader werden folgende mögliche Verhaltensweisen oder Handelsstrate­gien angenommen, die letztlich durch eine Loslösung der Handelsaktivitäten von fundamentalen Änderungen der objektiven Informationslage über den Unternehmenswert geprägt sind:

  • Ausschließliche Orientierung an Preisen der Vergangenheit (Positive Feedback Trading; Trend Chasing) indem Käufe nur bei steigenden, Verkäufe ausschließ­lich bei fallenden Kursen getätigt werden. [FN 3b]

[FN 2a] Eine Übersicht über Modelle, bei denen die Heterogenität der Anleger durch asymmetrische Informatio­nen erzeugt wird, findet sich bei Rapp, H.-W. (1995) S. 29-32; Röckemann, C. (1995) S. 60-62.

[FN 3a] Dieses Kursverhalten zeigt sich auch bei der Entstehung von Preisblasen (Bubbles), die aber auch bei rationalem Verhalten möglich sind; vgl. für einen Überblick über die Bubbles-Literatur Aschinger, G (1995); Bruns, C. (1994); Flood, R. P./Garber, P. M. (1994); Grober, A. (1988). Zu den Zusammen­ hängen zwischen Noise Trader- und Preisblasen-Modellen vgl. Bienert, H. (1994) S. 196f.; Röckemann, C. (1995) S. 56-60.


[FN 2b] In der Literatur werden unter dem Begriff Noise Trader-Modelle teilweise auch psychologische Erklä­rungen empirischer Kursanomalien (z. B. "overreaction", "disposition effect") subsumiert, fur die aber keine geschlossene Modellierung vorliegt; vgl. Menkhoff, L./Röckemann, C. (1994) S. 281.

[FN 3b] Vgl. die Ansätze von Cutler, D. M./Poterba, J. M./Summers, L. H. (1990); Clarkson, R. S. (1996) S. 295f.; De Long, J. B./Shleifer, A./Summers, L. H./Waldmann, R. W. (1990b); Shleifer, A./Summers, L. H. (1990) S. 28f.; Köddermann, R. (1993) S. 47-50. Dieses Verhalten entspricht einem auch in Finanzmarktexperimenten häufig festgestellten Verhaltensmuster; vgl. Andreassen, P. (1987); Andreassen, P. (1988); Andreassen, P. (1990); Oehler, A. (1994); Schächter, S./Ouellette, R./Whittle, B./Gerin, W. (1987).

Anmerkungen

Fortsetzung von Mh/Fragment 104 19

Sichter
WiseWoman

[34.] Mh/Fragment 102 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 5. February 2012, 17:21 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 1-19, 101-104
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 125-126, Zeilen: S. 125, 23-25 - S. 126, 1-9.11-22
[Sie stellt einen allgemeineren Ansatz dar als das CAPM oder die APT, da keine vollständigen Wertpapiere analysiert werden, sondern auf die Bewertung reiner Finanztitel, die zeit-zustandsabhängig zukünftige Zahlungsansprüche repräsentieren, abgestellt] wird.[FN72] Die SPT unterstellt weniger restriktive Annahmen als die bisher besprochenen Ansätze und betrachtet mehrere Zeitpunkte. Diese Annahmen sind im Einzelnen:

• Positiver Grenznutzen des Geldes.

• Homogene Erwartungen der Marktteilnehmer hinsichtlich der zukünftigen Umweltzustände, jedoch nicht hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeiten.

• Vollkommener (s.o.) und vollständiger [FN 73] Finanzmarkt.

• Ein risikoloser Zins wird nicht explizit angenommen, dieser kann jedoch konstruiert werden.

Ausgehend von der Homogenitätsannahme kann ein repräsentativer Anleger konstruiert werden. Da sich alle Marktteilnehmer gleich verhalten und keine Arbitragemöglichkeiten existieren, führt auch dieser Ansatz zu einem Gleichgewichtspreis. Dieser Preis für einen (möglichen) zukünftigen Zahlungsanspruch ist umso höher, je geringer das gesamte Vermögen der Volkswirtschaft ist, je höher die Eintrittswahrscheinlichkeit des zum Zahlungsanspruch führenden Umweltzustandes ist und je geringer der risikolose Zins ist.

Die SPT kann als Verallgemeinerung des CAPM interpretiert werden, da das CAPM aus der SPT hervorgeht, wenn man zusätzlich annimmt, dass die Anleger dem \mu-\sigma-Prinzip folgen, d.h. eine quadratische Nutzenfunktion aufweisen, oder dass die Wahrscheinlichkeitsverteilung der auf dem Markt gehandelten reinen Finanztitel vollständig durch die beiden Parameter Erwartungswert und Varianz beschrieben werden kann.

[FN 72] D.h. abhängig von dem Eintritt eines bestimmten Umweltzustandes findet eine Auszahlung statt und anderenfalls nicht.

[FN 73] Die Annahme eines vollständigen Finanzmarktes bedeutet im Kern, dass für jede mögliche Umweltsituation ein reiner Finanztitel existiert.

[Seite 125]

Die Bewertung richtet sich hier nicht mehr auf vollständige Wertpapiere, sondern auf sogenannte zeit-zustandsabhängige Zahlungsansprüche oder reine Finanztitel, die zu einer Zahlung von einem

[Seite 126]

bestimmten Geldbetrag bei Eintritt eines festgelegten Umweltzustands fuhren und keine Auszahlung in allen anderen Situationen nach sich ziehen.[FN 1] Die SPT verzichtet auf restriktive Präferenzannahmen (mit Ausnahme der unkritischen Annahme eines positiven Grenznutzen des Geldes), umfaßt mehrere Zeitpunkte und erfordert homo­gene Erwartungen lediglich hinsichtlich der zukünftigen Umweltzustände, nicht je­doch hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeiten. Ferner wird ein vollkommener (s. o.) und vollständiger Finanzmarkt vorausgesetzt, d. h. daß für jede mögliche Umweltsituation ein reiner Finanztitel existiert. Ein risikoloser Zins wird nicht direkt unterstellt, kann aber dadurch konstruiert werden, [...]

Die Homogenitätsannahme hinsichtlich der schwachen Präferenzanforderungen und der Erwartungen erlaubt die Betrachtung eines repräsentativen Individuums. Da sich alle Marktteilnehmer identisch zu diesem verhalten und Arbitragemöglichkeiten nicht existieren, ergibt sich auch hier ein Gleichgewichtspreissystem. Der Preis ei­nes Anspruchs in einem zukünftigen Zustand ist umso höher, je geringer das Ge­samtvermögen der betrachteten Volkswirtschaft ist, je höher die Eintrittswahrscheinlichkeit des Umweltzustands ist und je niedriger der risikolose Zinssatz ist.[FN 2]

Das CAPM kann aus der SPT als Spezialfall abgeleitet werden, wenn man unter­stellt, daß der repräsentative Investor dem \mu-\sigma-Prinzip folgt (also eine quadratische Risikonutzenfunktion aufweist) oder daß die Wahrscheinlichkeitsverteilung der ge­handelten Zahlungsansprüche durch die Parameter Erwartungswert und Varianz vollständig beschrieben werden kann. [FN 3]

Anmerkungen

Typisch für die gesamte Seite: aus "Das CAPM kann aus der SPT als Spezialfall abgeleitet werden" wird bei Mh "Die SPT kann als Verallgemeinerung des CAPM interpretiert werden". Inhalt, und viele Formulierungen sind aus der Quelle übernommen. Einige Erklärungen werden bei Mh in Fußnoten ausgelagert. Die Quelle wird auf der Vorseite als eine von vielen Quellen in einer Fußnote genannt: "Zu den folgenden Ausführungen vgl. etwa Hirshleifer (1966); Hax und Neus (1995), Sp. 1168f.; Franke und Hax (1994), S. 376ff.; Schmidt (2003), S. 20; Unser (1999), S. 125f. sowie Wosnitza (1995)."

Sichter
Hindemith

[35.] Mh/Fragment 101 04 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 5. February 2012, 17:04 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Graf Isolan, Bummelchen, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 4-10, 102-112
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 125, Zeilen: 44, 8-18, 102-110
Empirische Überprüfungen der APT werden in der Regel auf der Basis einer Faktorenanalyse durchgeführt. Die Ergebnisse scheinen zwar nicht auf eine Falsifizierung der APT hinzuweisen,[FN 65] stehen jedoch unter dem Verdacht, dass die Freiheit bei der Faktorextraktion Scheinergebnisse sehr wahrscheinlich machen.[FN 66] Neuere Untersuchungen zeigen etwa, dass ein einziger Faktor, der approximativ das Marktportfolio darstellt, bereits einen Großteil der Varianz der Renditen erklärt und eine Hinzunahme weiterer Faktoren nur noch zu geringen Verbesserungen führen.[FN 67] Dies gilt nicht für mikroökonomische Größen.[FN 68]

[FN 65] Vgl. für die USA Chen und Jordan (1993); Dhrymes, Friend und Gultekin (1984); Elton, Gruber und Blake (1995) sowie Roll und Ross (1980) und für Deutschland Lockert (1996); Nowak (1994); Peters (1987); Sauer (1994); Ulschmid (1994) sowie Winkelmann (1984).

[FN 66] So könnten etwa genau so viele Faktoren gewählt werden, dass sich für den vorliegenden Datensatz gerade die höchste Erklärungskraft ergibt; vgl. Unser (1999), S. 125.

[FN 67] Vgl. Chaudhury und Lee (1997), S. 177; Lockert (1996), S. 263; Loistl (1994), S. 296f. sowie Ulschmid (1994), S. 369. Dieses Ergebnis kann auch theoretisch hergeleitet werden; vgl. Kruschwitz und Löffler (1997), S. 649.

[FN 68] Wie etwa Marktkapitalisierung, Verhältnis von Buchwert zu Marktwert, Dividendenrendite etc.; vgl. dazu etwa Chan, Karceski und Lakonishok (1998); Nielsen (1992) sowie Rosenberg und Guy (1976).

In empirischen Untersuchungen werden in der Regel mit Hilfe einer Faktorenanalyse [...] Die vorliegenden Ergebnisse weisen zwar eher auf eine Bestätigung der APT hin,[FN 2] diese stehen aber unter dem Vorbehalt des Verdachts auf „data mining“, d. h. daß die Freiheiten bei der Faktorextraktion Scheinergebnisse sehr wahrscheinlich machen. So könnte man genau soviele Faktoren festlegen, daß für den jeweils vorliegenden Datensatz sich gerade die höchste Erklärungskraft ergibt. In neueren Untersuchungen konnte außerdem gezeigt werden, daß bereits ein Faktor, der approximativ das Marktportefeuille widerspiegelt, eine großen Anteil der Gesamtvarianz der Renditen erklärt und die Aufnahme weiterer Faktoren nur eine geringfügige Verbesserung verspricht.[FN 3] Dies gilt allerdings nicht für mikroökonomische Größen wie die Marktkapitalisierung eines Unternehmens, das Verhältnis von Buch- zu Marktwert, die Dividendenrendite etc., [...] [FN 4]

[FN 2] Vgl. die empirischen Resultate von Chen, S.-J./Jordan, B. D. (1993); Dhrymes, P. J./Friend, I./Gultekin, N. B. (1984); Elton, E. J./Gniber, M. J./Blake, C. R. (1995); Roll, R./Ross, S. A. (1980); Roll, R /Ross, S. A. (1984) für die USA bzw. Lockert, G. (1996); Nowak, T. (1994); Peters, H.-W. (1987); Sauer, A. (1994); Ulschmid, C. (1994); Winkelmann, M. (1984) für Deutschland.

[FN 3] Vgl. Chaudhuri, M. M./Lee, C. F. (1997) S. 177; Lockert, G. (1996) S. 263; Loistl, 0. (1994) S. 296f.; Ulschmid, C. (1994) S. 369. Dieses Resultat kann auch theoretisch abgeleitet werden; vgl. Kruschwitz, L /Löffler, A. (1997) S. 649.

[FN 4] Vgl. Chan, L. K. C/Karceski, J./Lakonishok, J. (1998); Nielsen, L. (1992); Rosenberg, B./Guy, J. (1976)

Anmerkungen

Für ein Bruchstück wird der Verweis auf den Urheber des gesamten Abschnitts, Unser (1999), in einer Fußnote erwähnt. Ansonsten ohne weiteren Verweis sowohl die leicht verschleierte Originaltexte als auch sämtliche Referenzen der Quelle. Interessant: Um "Die vorliegenden Ergebnisse weisen zwar eher auf eine Bestätigung der APT hin" umzuschreiben, ändert Mh auf eine doppelte Verneinung: "Die Ergebnisse scheinen zwar nicht auf eine Falsifizierung der APT hinzuweisen,". Darüber hinaus gibt es zumeist aber nur einfache Ersetzungen: aus "aber" (Z. 9) wird "jedoch" (Z. 6), aus einem "großen Anteil" (Z. 14) wird ein "Großteil" (Z. 9), aus "Resultat" (Z. 107) "Ergebnis" (Z. 108).

Sichter
Bummelchen(Text) WiseWoman

[36.] Mh/Fragment 098 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 23:50 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 1-2, 101-103
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 112-113, Zeilen: S.112, 26-28 - S.113, 1.101-103
[Auch wenn die zugrunde gelegten Annahmen noch restriktiver sind als] in der Portfoliotheorie, könnte das CAPM dennoch die Realität im Sinne der 'positive economics' hinreichend gut beschreiben.[FN 51]

[FN 51] Zur positivistischen Wissenschaftsauffassung vgl. Friedman (1953). Einige Annahmen des CAPM können jedoch aufgehoben werden; vgl. etwa den Überblick bei Alexander und Francis (1986), S. 118-141; Levy und Sarnat (1984), S. 460-483 sowie Rudolph (1979), S. 1049-1053.

[Seite 112]

Obwohl die zusätzlichen Annahmen über den Finanzmarkt in diesem Modell noch weniger haltbar sind als die bereits im letzten Abschnitt hinsichtlich des Anlegerverhaltens kritisierten, könnte das CAPM trotzdem im Sinne der „positive economics"

[Seite 113]

die Realität hinreichend gut beschreiben.[FN 1]

[FN 1] Vgl zur positivistischen Wissenschaftsauffassung Friedman, M. (1953). Einige der Annahmen der CAPM können allerdings aufgehoben werden; vgl. den Überblick bei Alexander, G. J./Francis, J. C. (1986) S. 118-141; Levy, H./Samat, M. (1984) S. 460-483; Rudolph, B. (1979) S 1049-1053.

Anmerkungen

Insbesondere die Fußnote ist identisch übernommen. Ein Verweis auf die eigentliche Quelle fehlt.

Sichter
Hindemith

[37.] Mh/Fragment 097 02 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 7. January 2012, 22:26 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Mh, Oehler Unser 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 97, Zeilen: 2-8
Quelle: Oehler Unser 2002
Seite(n): 55, Zeilen: 9-14
Die Marktteilnehmer unterscheiden sich nur noch in den Anteilen ihres Gesamtvermögens, die sie in dieses Marktportfolio investieren. Das Problem der Bestimmung der optimalen Mischung kann damit von dem Problem der Aufteilung der dem Anleger zur Verfügung stehenden Finanzmittel auf diese Mischung und die risikolose Anlage getrennt werden. Sie [die Marktteilnehmer] unterscheiden sich nur noch darin, welchen Anteil ihres Gesamtvermögens sie in die sichere Anlage und welchen sie in das risikobehaftete Portefeuille investieren. Damit kann das Problem der Bestimmung der optimalen Mischung von dem Problem der Aufteilung der Finanzmittel auf diese Mischung und die risikolose Anlage getrennt werden.
Anmerkungen

Teilweise inhaltliche, teilweise auch wörtliche Übernahme ohne Kennzeichnung und ohne Quellenangabe. Man beachte allerdings, dass sich die Fundstelle innerhalb einer Aufzählung befindet, zu deren Beginn sich folgende Fußnote befindet (auf der Vorseite): "Vgl. Weber (1990), S. 69ff.; Winkelmann (1984), S. 20ff.; Wilhelm (2001), S. 86ff. sowie Oehler und Unser (2002), S. 55f." Dieser Verweis ist inadäquat, da: * er vier Publikationen angibt und mit "vgl." eingeleitet wird, und daher eigentlich keine Quelle kennzeichnet * da keine wörtlichen Übernahmen gekennzeichnet sind.

Sichter
Lukaluka

[38.] Mh/Fragment 096 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 1. August 2011, 16:29 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, Oehler Unser 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Hindemith, Graf Isolan, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 96, Zeilen: 2-19
Quelle: Oehler Unser 2002
Seite(n): 54-55, Zeilen: 14-25; 1-8
Das Capital Asset Pricing Model (CAPM) wurde unabhängig voneinander von Sharpe (1964), Lintner (1965) und Mossin (1966) entwickelt. Bei diesem Ansatz handelt es sich um ein statisches, einperiodiges [FN 38] Gleichgewichtsmodell, welches die Faktoren beschreibt, die den Gleichgewichtspreis der gehandelten Wertpapiere unter unsicheren Erwartungen beeinflussen. [FN 39] Aus der Portfoliotheorie werden als Annahmen die Orientierung an Erwartungswert und Risiko als alleinige Zielgrößen des Anlegers, die Bernoullirationalität und der einperiodige Planungshorizont beibehalten. Zusätzlich dazu werden zu der Struktur des Kapitalmarktes im Rahmen des CAPM die folgenden Annahmen hinzugefügt: [FN 40]
  • Vollkommener Finanzmarkt (polypolistischer Markt, beliebig teilbare Finanztitel, keine Steuern, keine Transaktionskosten, keine Markteintrittsbarrieren, keine Kosten der Informationsbeschaffung und Informationsverarbeitung.
  • Homogene Erwartungen der Marktteilnehmer über die Verteilung der Aktienrenditen. [FN 41]
  • Finanzmittel können in unbegrenzter Höhe zu einem sicheren identischen Zinssatz angelegt und aufgenommen werden. [FN 42]

Aus diesen Modellannahmen lassen sich im Wesentlichen drei Ergebnisse im Rahmen des CAPM ableiten, insbesondere die Tobin-Separation, die Kapitalmarktlinie und die Wertpapiermarktlinie:[FN 43]

[FN 38] Es existiert auch ein Mehrperiodenmodell, wobei sich die Struktur bei der generellen Betrachtung mehrerer Perioden nicht grundlegend ändert; vgl. Merton (1973).

[FN 39] Vgl. Hax und Neus (1995), Sp. 1166.

[FN 40] Vgl. zu Annahmen und Aussagen des CAPM etwa Berk (1997); Breuer (1993), S. 24-31; Elton und Gruber (1991), S. 284-294; Fama und Miller (1972), S. 286-295; Franke und Hax (1994), S. 345-348; Haugen (1990), S. 198-203; Hax, Hartmann-Wendels und Hinten (1988), S. 697f.; Kraschwitz (1995), S. 181-220; Lowenstein (1991), S. 195-198; Mossin (1973), S. 66; Schmidt-von Rhein (1996), S. 230-233 sowie Schneider (1992a), S. 506-517.

[FN 41] Die Homogenitätsannahme ist eine grundlegende Voraussetzung für die Aggregation individueller Verhaltensweisen in einem Gleichgewicht. Gerade diese Annahme ist jedoch nicht realistisch; vgl. Bagwell (1991); Shleifer (1986) sowie Frankfurter und Phillips (1996). Homogene Erwartungen können sich entweder aus symmetrisch verteilten oder vollständigen Informationen über die Renditeverteilung ergeben; vgl. Hörnstein (1990), S. 115.

[FN 42] Auf diese Annahme kann auch verzichtet werden; vgl. etwa die Arbeit von Black (1972).

[FN 43] Vgl. Weber (1990), S. 69ff.; Winkelmann (1984), S. 20ff.; Wilhelm (2001), S. 86ff. sowie Oehler und Unser (2002), S. 55f.

Das von Sharpe, Lintner und Mossin unabhängig voneinander entwickelte Capital Asset Pricing Modell ist ein statisches, in seiner Grundversion einperiodiges Gleichgewichtsmodell, das beschreibt, welche Faktoren den Gleichgewichtspreis von Finanztiteln bei unsicheren Erwartungen bestimmen. Neben den aus der Portefeuilletheorie übernommenen Verhaltensannahmen der Orientierung an Erwartungswert und Varianz der Renditen als einzige Zielgrößen des Investors, der Bernoulli-Rationalität und dem einperiodigen Planungshorizont werden zusätzlich folgende Anforderungen an die Struktur des Finanzmarkts gestellt (vgl. Franke/Hax 1998, Kasperzak 1997):
  • Vollkommener Finanzmarkt (polypolistischer Markt mit beliebig teilbaren Finanztiteln, keine Steuern und Transaktionskosten, keine Markteintrittsbarrieren, keine Kosten für Informationsbeschaffung und -verarbeitung),
  • homogene Erwartungen der Marktteilnehmer über die Verteilung der Aktienrenditen,
  • Finanztitel können in unbegrenzter Höhe zu einem sicheren Zinssatz angelegt und aufgenommen werden.

Aus diesen Modellannahmen folgt als erstes zentrales Ergebnis des CAPM die sogenannte Tobin-Seperation [...]

Anmerkungen

Inhaltlich im Wesentlichen identisch mit der Quelle, die nur für den letzten Satz als eine von vier Quellen und mit einleitendem "vgl" genannt wird. Das CAPM ist sicherlich Grundwissen, die einordnende Beschreibung, die hier übernommen wurde, ist allerdings so wohl nicht Standard. Auch wurden einige Formulierungen wörtlich oder fast wörtlich übernommen. Besonders markant ist die in Klammern gegebene Auflistung der definierenden Merkmale eines "vollkommenen Finanzmarkts", die in dieser Form wohl spezifisch für die Autoren der Quelle ist. Man beachte weiterhin: * Der Verfasser hat als Eigenleistung Quellenangaben hinzugefügt, die so nicht in der Quelle zu finden sind. * Die vergessene Klammer im ersten Abschnitt der Aufzählung steht so im Text der Dissertation * FN 41 ist aus einer anderen Quelle übernommen, siehe: Mh/Fragment_096_109

Sichter
Hindemith Graf Isolan

[39.] Mh/Fragment 095 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 17. January 2012, 20:52 (Bummelchen)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 95, Zeilen: 1-27
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 17-18, Zeilen: 1-18; 1-25
Zur empirischen Überprüfung, ob informationseffiziente Märkte überhaupt existieren, wurden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt. Auf die Details dieser Analysen soll hier nicht eingegangen werden, sondern es sollen lediglich die Ergebnisse kurz dargestellt werden. In der Literatur herrscht weitgehend Einigkeit darüber, dass das Vorliegen strenger Markteffizienz nicht als gegeben betrachtet werden kann, da bei der Veröffentlichung wichtiger Informationen regelmäßig signifikante Kursveränderungen zu beobachten sind. [FN 29] Empirische Tests der schwachen Informationseffizienz zeigen, dass die serielle Korrelation von Kursen allenfalls kurzfristig besteht, so dass ein systematisches, gewinnbringendes Ausnutzen von Informationen aufgrund bestehender Transaktionskosten nicht möglich ist. Auch die Random-Walk-Hypothese wird empirisch überwiegend abgelehnt. [FN 30] Ergebnisse empirischer Tests der halbstrengen Informationseffizienz sind tendenziell „mit Vorsicht zu behandeln" [FN 31], da dabei eine Reihe methodischer Probleme auftauchen können. Dazu gehören insbesondere die Modellierung angemessener Renditen und das Problem verbundener Hypothesen, [FN 32] die Annahme, dass alle Marktteilnehmer nach dem gleichen Be-wertungsmodell handeln [FN 33] sowie das Problem der Messung der Auswirkungen singulärer Informationen [FN 34]. Tendenziell kommen diese Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass halb-strenge Effizienz gegeben ist. [FN 35] Einen bedeutenden Ansatz in diesem Kontext stellt das so genannte Samuel'sche Dictum dar, das besagt, dass für einzelne Wertpapiere eine Effizienz existiere, dies jedoch für den Gesamtmarkt nicht notwendigerweise so sei (Mikroeffizienz versus Makroeffizienz). [FN 36]

Lockert man die Prämisse der Transaktionskostenfreiheit und behält gleichzeitig die Annahme rationalen Verhaltens der Marktteilnehmer bei, so führt dies zum so genannten Informationsparadoxon. Dieses besagt, dass in einem effizienten Markt bei Vorliegen von Transaktionskosten kein Marktteilnehmer einen Anreiz besitzt, Informationsauswertung zu betreiben, woraus sich ein Widerspruch zur Annahme der Reflexion sämtlicher Informationen im Marktpreis ergibt. [FN 37]


[FN 29] Vgl. etwa Schredelseker (1984), S. 44; Jaffe (1974), S. 427; Laffont und Maskin (1990), S. 71 sowie Fama (1991), S. 1577ff.


[FN 30] Vgl. Loistl (1990), S. 67ff.; Fama (1970), S. 383ff. Für den deutschen Aktienmarkt lehnt Apostopoulos (1986), S. 257 die schwache Form der Informationseffizienz ab. Vgl. dazu auch den Überblick bei Uhlir (1984), S. 320.

[FN 31] Schmidt (2003), S. 16.

[FN 32] Vgl. Neumann und Klein (1982), S. 175ff.; Fama (1976); Krämer (2001) sowie Jensen (1978), S. 96.

[FN 33] Vgl. Apostopoulos (1986), S. 148ff. und S. 242ff.; May (1991), S. 314ff.; Beaver (1981), S. 26ff. sowie Schmidt (1982), S. 729.


[FN 34] Vgl. Brandi (1977), S. 23 sowie Schmidt und May (1993), S. 62.


[FN 35] Vgl. Unser (1999), S. 116 sowie die dort zitierte Literatur. 36 Vgl. Samuelson (1998) sowie Jung und Shiller (2002). 37 Vgl. etwa Grossmann und Stiglitz (1980), S. 393ff.; Hellwig (1982), S. lff.; Hellwig (1980), S. 477ff.; Admati (1991), S. 350ff. sowie Hirth, Neus und Schmid (1996), S. 135.


[FN 36] Vgl. Samuelson (1998) sowie Jung und Shiller (2002).


[Fn 37] Vgl. etwa Grossmann und Stiglitz (1980), S. 393ff.; Hellwig (1982), S. lff.; Hellwig (1980), S. 477ff.; Admati (1991), S. 350ff. sowie Hirth, Neus und Schmid (1996), S. 135.

[S. 17]

Für empirische oder experimentelle Untersuchungen im Bereich der Wertpapieranalyse ist die entscheidende Frage, ob ein informationseffizienter Kapitalmarkt auch in praxi vorliegt. Empirische Überprüfungen der Kapitalmarkteffizienz versuchen, die einzelnen Ausprägungen auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Dabei herrscht weitgehend Einigkeit darüber, daß ein streng informationseffizienter Kapitalmarkt nicht vorliegt, da es bei wichtigen Ereignissen oder Informationen regelmäßig zu signifikanten Kursveränderungen kommt. [FN 2] Tests der schwachen Informationseffizienz kommen zu dem Schluß, daß eine serielle Korrelation der Kurse allenfalls nur kurzfristig besteht und ein gewinnbringendes Ausnutzen aufgrund bestehender Transaktionskosten nicht möglich ist. Ebenso ist die Random-Walk-Hypothese aufgrund empirischer Erfahrungen abzulehnen. [FN 3] Am schwierigsten ist die Überprüfung der halbstrengen Informationseffizienz. Bei einem derartigen Test muß nämlich zunächst ein Modell zur Ermittlung einer angemessenen Rendite erstellt werden. Damit ergibt sich automatisch das Problem verbundener Hypothesen, denn ein Ablehnen der Hypothese der halbstrengen Informationseffizienz muß nicht zwingend zu einem Verwerfen


[Fn 2] Vgl. SCHREDELSEKER (1984), S. 44; JAFFE (1974), S. 427; LAFFONT/MASKIN (1990); S. 71; FAMA (1991), S. 1577ff.

[Fn 3] Vgl. LOISTL (1990), S. 67ff.; FAMA (1970), S. 383ff.; APOSTOLOPOULOS (1986), lehnt in seiner Untersuchung die schwache Form der Informationseffizienz für den deutschen Aktienmarkt ab, S. 257 ; s.a. den Oberblick in UHLIR (1984), S. 320.


[S. 18]

dieser Informationseffizienzform führen, da es sich auch um ein Problem der Ermittlung falscher angemessener Renditen handeln kann. [FN 1] Außerdem scheint die Annahme, daß alle Marktteilnehmer nach demselben Bewertungsmodell handeln würden, wenn es denn ein solches gäbe, nicht realitätsgemäß zu sein. Entsprechende Testergebnisse sind daher mit Vorsicht zu behandeln. [FN 2] Ein weiteres Problem, das sich bei den Tests ergibt, ist die Tatsache, daß bei einer Verarbeitung aller verfügbaren Informationen durch den Markt eine singuläre Betrachtung einzelner Informationen auf die Preise schwerfällt. [FN 3] Die meisten Überprüfungen der These halbstrenger Informationseffizienz basieren aber gerade auf dieser Annahme und testen die Auswirkungen einer bestimmten Information auf den Aktienkurs. Dies erscheint aber aus ökonomischer und auch aus empirischer Sicht als unbefriedigend. Untersuchungen unter Einbezug überlappender Ereignisse können Interdependenzen zwischen den einzelnen Informationen berücksichtigen und daher eher Aufschluß über die Informationsverarbeitung geben. [FN 4]

Ein in diesem Zusammenhang bedeutender Ansatz ist das Samuelson's Dictum. Dies besagt, daß für einzelne Wertpapiere eine Effizienz existiere, für den Gesamtmarkt dies jedoch nicht zwangsläufig ebenso sei (Mikroeffizienz versus Makroineffizienz). [FN 5] Lockert man nun die Prämisse der Transaktionskostenfreiheit bei gleichzeitiger Beibehaltung der Annahme perfekter Rationalität der Marktteilnehmer, führt dies zum sogenannten Informationsparadoxon, also der Tatsache, daß bei einem effizienten Markt kein Teilnehmer einen Anreiz hat, Informationsauswertung zu betreiben und dem daraus sich ergebenden Widerspruch zur Annahme der Reflexion sämtlicher Informationen im Marktpreis. [FN 6]

[FN 1] Vgl. NEUMANN/KLEIN (1982), S. 175ff.; FAMA (1976); KRÄMER (1995), Sp. 1142; JENSEN (1978), S. 96.

[FN 2] Vgl. zu Tests der halbstrengen Informationseffizienz APOSTOLOPOULOS (1986), S. 148ff. und 242ff.; MAY (1991), S. 314ff.; BEAVER (1981), S. 26ff„ SCHMIDT (1982), S. 729.

[FN 3] Vgl. BRANDI (1977), S. 23.

[FN 4] Vgl. zu dieser Problematik SCHMIDT/MAY (1993), S. 62.

[FN 5] Vgl. dazu SAMUELSON (1998); JUNG/SHILLER (2002).

[FN 6] Vgl. zur Diskussion über das Informationsparadoxon GROSSMANN/STIGLITZ (1980), S. 393ff.; HELLWIG (1982), S. 1ff.; HELLWIG (1980), S. 477ff.; ADMATI (1991), S. 350ff.; HIRTH/NEUS/SCHMID (1996), S 135.

Anmerkungen

Der Verfasser übernimmt im mehr oder weniger umformulierter Form den Inhalt mitsamt Quellenangaben aus dieser Quelle. Beim "Bauernopfer" (FN 31) wird die falsche Seitenzahl angegeben.

Sichter
WiseWoman

[40.] Mh/Fragment 094 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 14. January 2012, 23:40 (WiseWoman)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman, Hindemith, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 94, Zeilen: 1-8, 11-27
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 15;16, Zeilen: 21-32;1-25
[Der Preis der] Aktie j zum zukünftigen Zeitpunkt t + 1 ergibt sich somit aus dem aktuellen Preis P_{t,j} und einer Zufallsvariablen \epsilon_{t,j} gemäß P_{t+i,j} = P_{t,j} + \epsilon_{t,j}. Betrachtet man anstelle der Kurse die Renditen r_{j,t} für Aktien j	= l, \ldots, n und Zeitpunkte t = 1, 2, \ldots, so lässt sich ein Random-Walk als Gleichung beschreiben, bei der die unbedingte Dichte und die bedingte Dichte auch unter Berücksichtigung der Informationsstruktur \eta_t zum Zeitpunkt t übereinstimmen: f (r_{1,t+1}, \ldots, r_{n,t+1}) = f(r_{1,t+1}, \ldots, r_{n,t+1} | \eta_t) , [FN 24]

Schwächt man die relativ strengen Prämissen der Random-Walk-Hypothese ab, so ergibt sich das so genannte Fair-Game-Modell. [...][FN 25] Dieses Modell lässt sich aufsplitten in das Martingal-Modell, bei dem die erwartete Rendite bei gegebener Informationsstruktur Null ist, eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals somit nicht möglich ist, und das Submartingal-Modell, das eine positive Entwicklung der Erwartungswerte zulässt. [FN 26]

Aufbauend auf der Erkenntnis, dass bei diesen Modellen die Informationsstruktur \eta_t eine zentrale Rolle spielt, entwickelte Fama seine oben skizzierte Effizienzmarkthypothese. Die wesentlichen Prämissen dieses Modells bestehen in einem transaktionskostenlosen Markt, homogenen Erwartungen der rational handelnden Anleger sowie die kostenlose und jederzeitige Verfügbarkeit der entsprechenden Informationen. [FN 27]

Betrachtet man die Effizienzmarkthypothese aus gesamtwirtschaftlichem Blickwinkel, definiert man für den Kapitalmarkt in der Regel eine Hierarchie von Effizienzbegriffen. Auf der untersten Ebene steht dabei die operative Effizienz, die die Grundanforderungen an einen friktionslosen Markt beinhaltet (Transparenz, Liquidität, schnelle Abwicklung sowie geringe bzw. keine Transaktionskosten). Die operative Effizienz stellt die Voraussetzung für die Informationseffizienz dar, die wiederum Bedingung für die Bewertungseffizienz ist. Die darauf aufbauende Allokationseffizienz, d.h. die optimale Verteilung von Kapital auf dem Markt, kann wiederum nur existieren, wenn Bewertungseffizienz gegeben ist. [FN 28]

[FN 24] Vgl. Perridon und Steiner (2002), S. 221 ff.; Schmidt (1976), S. 229f.; Kasperzak (1997), S. 31ff sowie Schachter, Hood, Andreassen und Gerin (1986), S. 242ff.

[FN 25] Vgl. Kasperzak (1997), S. 32ff. sowie Schmidt (1976), S. 251ff.

[FN 26] Vgl. Sapusek (2000), S. 27ff.

[FN 27] Vgl. Fama und Miller (1972), S. 335 sowie West (1975), S. 30.

[FN 28] Vgl. Bienert (2001), S. 18ff. und die dort angegebene Literatur sowie Dow und Gorton (1995); Granger und Morgenstern (1970), S. 36-39; Grossmann (1995). Eine alternative Aufteilung des Informationsbegriffes findet sich etwa bei Tobin (1984) sowie Bain (1992); vgl. dazu den Überblick bei Sun (1994), S. 103ff.

[S. 15]

Der zukünftige Preis einer Aktie j ergibt sich somit aus dem aktuellen Kurs P_{t,j} und einer Zufallsvariable E_{T J} (P_{t+i j} = P_{t j} + E_{T j})- Formal läßt sich ein Random-Walk beschreiben als eine Gleichung, bei der zwischen der bedingten Wahrscheinlichkeitsverteilung der Renditen und der unbedingten Renditeverteilung auch unter Berücksichtigung einer Informationsstruktur t] kein Unterschied besteht:

Eine Abschwächung der strengen Prämissen des Modells des Random Walk führt zum sogenannten Fair-Game-Modell. [FN 3a] Dieses ist allgemeiner gehalten und in Erwartungswerten formuliert, d.h. die erwartete Rendite eines Wertpapiers ist bei wiederum gegebener Informationsstruktur t] identisch mit der am Periodenende tatsächlich erzielten Rendite:

[S. 16]

Unterteilen läßt sich dieses Modell in das Martingal-Modell, bei dem die erwartete Rendite bei gegebener Informationsstruktur Null ist, eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals somit ausgeschlossen ist, und das Submartingal-Modell, welches eine positive Entwicklung der Erwartungswerte zuläßt. [FN 1b]

Bei allen genannten Modellen spielt die Informationsstruktur eine entschei- dende Rolle. Dies wird wiederum von FAMA in seiner Hypothese aufgegriffen und daraus die bereits genannte Informationseffizienzhypothese in ihrer Dreiteilung entwickelt. Voraussetzung ist dabei ein transaktionskostenloser Markt, der homogene Erwartungen der rationalen Anleger beinhaltet. [FN 2b] Eine weitere Prämisse betrifft die Informationen, die allen Teilnehmern kostenlos und jederzeit zur Verfügung stehen.

Versucht man nun, den gesamtwirtschaftlichen Aspekt in die Effizienzhypothese mit einzubringen, so bedeutet dies, nicht nur den einzelnen Anleger, der sich auf dem Kapitalmarkt bewegt, sondern die Vielzahl der Anleger, die zusammen mit den Intermediären und Wertpapieranbietern den Kapitalmarkt bilden, zu berücksichtigen. Innerhalb dieses Aspekts ist die Informationseffizienz eingebettet in eine Hierarchie von Effizienzbegriffen. [FN 3b] Auf deren unter- sten Ebene steht die operative Effizienz. Diese beinhaltet alle Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um einen friktionslosen Markt zu ermöglichen (durch Transparenz, Liquidität, schnelle Abwicklung und geringe Trans- aktionskosten). Eine operative Effizienz ist somit Voraussetzung für die Informationseffizienz im oben erläuterten Sinne. Die ebenfalls bereits definierte Bewertungseffizienz setzt die Informationseffizienz wiederum voraus. Die Allokationseffizienz, die optimale Verteilung von Kapital auf dem Markt, kann nur existieren, wenn Bewertungseffizienz gegeben ist.

[FN 3a] Vgl. KASPERZAK (1997), S. 32ff.

Anmerkungen

Die Formeln bei Schmidt sind augenscheinlich fehlerhaft gesetzt. Ein Quellenverweis fehlt (man beachte aber FN 21 auf der Vorseite: "Vgl. Bienert (2001), S. 24 sowie zu den weiteren Ausführungen insbesondere Schmidt (2003), S. 12ff."). Literaturverweise wurden mitübernommen.

Sichter
Hindemith

[41.] Mh/Fragment 093 02 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 14. January 2012, 22:47 (WiseWoman)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
WiseWoman, Hindemith, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 93, Zeilen: 2-27
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 14; 15, Zeilen: 9-30;1-3, 14-19
Die Effizienzmarkthypothese (efficient market hypothesis, EMH) gilt als ein Schwerpunkt der kapitalmarkttheoretischen Forschung. [FN 21] Dabei wird in der Literatur zwischen der Informationseffizienz und der Bewertungseffizienz unterschieden. Die Informationseffizienz stellt einen Zusammenhang zwischen aktuellen und zukünftigen Preisen her. Bei Vorliegen von Informationseffizienz ist es somit nicht möglich, Überrenditen auf Basis verfügbarer Informationen zu erzielen, da die Preise unverzüglich auf neue Informationen reagie- ren. Bei Existenz von Bewertungseffizienz gibt es einen festen Zusammenhang zwischen Kursen und zukünftigen Auszahlungen, so dass die Kurse mit den Fundamentalwerten übereinstimmen. [FN 22]

Für den Bereich der Aktienmärkte hat sich die Definition nach Fama durchgesetzt, bei der ein Finanzmarkt dann als informationseffizient gilt, wenn die Preise der Wertpapiere alle verfügbaren Informationen jederzeit vollständig widerspiegeln. Betrachtet man die zugrunde liegende Informationsmenge als Variable, so kann eine Unterteilung vorgenommen werden in einen [FN 23]

• schwach informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. die aktuellen Marktpreise reflektieren sämtliche Informationen über vergangene Kursentwicklungen,

• halbstreng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. die aktuellen Marktpreise reflektieren sämtliche zur Verfügung stehenden öffentlichen und aktuellen Informationen,

• streng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. die aktuellen Marktpreise reflektieren sämtliche, auch die öffentlich nicht verfügbaren, Informationen.

Die Informationsmenge nimmt somit mit jeder genannten Form zu. Insbesondere in einem streng informationseffizienten Kapitalmarkt kann ein Anleger durch die Auswertung von Informationen keine Überrenditen erzielen.

Die Ursprünge der Effizienzmarkthypothese liegen in der Random-Walk-Hypothese. Diese besagt, dass Aktienkurse zufällig um ihren inneren Wert schwanken.

[FN 21] Vgl. Bienert (2001), S. 24 sowie zu den weiteren Ausführungen insbesondere Schmidt (2003), S. 12ff.

[FN 22] Vgl. Tobin (1984).

[FN 23] Vgl. Fama (1965b); Fama (1965a), S. 35ff. sowie Fama (1970), S. 383ff. Später erweitert Fama selbst diese Begriffe in 'tests of return predictability', bei der zusätzlich zu den Ausführungen auch die Vorhersagbarkeit von Wertpapierrenditen durch Variablen wie Dividendenzahlung und Zinssätze, Tests von Finanzmarktmodellen und weitere Effekte in die Reflexion mit einbezogen werden, 'event studies' und 'test for private Information'; vgl. Fama (1991), S. 1577ff.

[S. 14]

Die Effizienzmarkthypothese gilt als ein Schwerpunkt kapitalmarkttheoreti- scher Forschung. [FN 2a] Dabei ist zunächst eine Differenzierung zwischen den Begriffen der Informationseffizienz und der Bewertungseffizienz notwendig, wie sie von TOBIN vorgenommen wird. [FN 3a] Die Informationseffizienz stellt dabei einen Zusammenhang zwischen gegenwärtigen und zukünftigen Preisen her. Bei Existenz dieser Effizienzform gelingt es nicht, Überrenditen auf der Basis verfügbarer Informationen herzustellen, da die Preise auf neue Informationen unverzüglich reagieren. Bei Vorliegen von Bewertungseffizienz dagegen gibt es einen festen Zusammenhang zwischen den Kursen und den zukünftigen Ausschüttungen; die Kurse stimmen somit mit den Fundamentalwerten überein.

Im Bereich des Aktienmarktes hat sich die Definition von FAMA (1965, 1970) [FN 4a] durchgesetzt, wonach ein Finanzmarkt dann als informationseffizient gilt, wenn die Wertpapierpreise alle verfügbaren Informationen jederzeit vollständig reflektieren. Als Variable fungiert die Informationsmenge, nach der eine Dreiteilung vorgenommen werden kann in einen

• schwach informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. sämtliche Informationen über vergangene Kursentwicklungen sind in den aktuellen Marktpreisen reflektiert,

• halbstreng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. sämtliche zur Verfügung stehenden öffentlichen und aktuellen Informationen sind in den Marktpreisen berücksichtigt,

[S. 15]

• streng informationseffizienten Kapitalmarkt, d.h. alle vorhandenen - auch die öffentlich nicht verfügbaren - Informationen sind bereits in den Marktpreisen integriert.

1991 erweitert FAMA selbst die Begriffe in [FN 1b]

• „tests of return predictability": zusätzlich zu dem vergangenen Geschehen werden auch die Vorhersagbarkeit von Wertpapierrenditen durch Variablen wie Dividendenzahlungen und Zinssätze, Tests von Finanzmarktmodellen und weitere Effekte, wie z.B. den size-effect oder Saisonalitäten in die Re- flexion mit einbezogen,

• „event studies": hier ändert FAMA lediglich den Begriff der halbstrengen Informationseffizienz,

• „test for private information": auch hier wird lediglich der Terminus ausgetauscht, um einen deskriptiven Begriff einsetzen zu können.

Die Menge an in dem aktuellen Marktpreis berücksichtigten Informationen steigt also von der erstgenannten zur letztgenannten Form der Informationseffizienz an. In einem streng informationseffizienten Kapitalmarkt hat es somit für den einzelnen Anleger keinen Sinn, Informationsauswertungen zum Zwecke der Wertpapieranalyse zu betreiben, da diese stets bereits im Marktpreis enthalten sind.

Ursprung der Effizienzhypothese ist die Random-Walk-Hypothese. Diese be- sagt, daß die Aktienkurse zufälllig um ihren inneren Wert schwanken. [FN 2b]


[FN 2a] Vgl. BIENERT (1996), S. 24.

[FN 3a] Vgl. TOBIN (1984).

[FN 4a] FAMA (1965), S. 35ff.; FAMA (1970), S. 383ff.

[FN 1b] Vgl. FAMA (1991), S. 1577ff.

[FN 2b] Vgl. SCHMIDT (1976), S. 229f.; KASPERZAK (1997), S. 31ff.; SCHACHTER et al. (1986), S. 242ff.; PERRIDON/STEINER (2002), S. 221ff.

Anmerkungen
  • [FN 21] weist auf die korrekte Quelle hin (eingeleitet mit "vgl."), aber dieser Text ist sehr stark an Schmidt angelehnt, und das Ausmaß der Übernahme wird nicht klar (Übernahme geht auf Seite 94 weiter) * Schreibfehler "zufälllig" im Original korrigiert bei Mh. * Quellenverweise wurden mitübernommen * Der mittlere Abschnitt auf S. 15 wird als "cut & slide" zur Fußnote degradiert.
Sichter
Hindemith

[42.] Mh/Fragment 086 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 13. February 2012, 18:34 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 86, Zeilen: 1-11, 101-105
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 103, Zeilen: 1-12, 101-104, 107-108
Erst die neoinstitutionalistische Finanzierungstheorie bezweifelte Anfang der 1980er Jahre die Omnipotenz der unsichtbaren Hand des Marktes. Kernpunkt dabei ist die Tatsache der Erklärung der Existenz finanzieller Institutionen, die durch die Neoklassik nicht geleistet werden kann. Einhergehend mit dieser Entwicklung wurden informationsökonomische Erkenntnisse in weitere Gebiete der Betriebswirtschaftslehre, insbesondere die Organisationslehre, das Rechnungswesen und die Unternehmensführung integriert.[FN 2] In den letzten Jahren wurden Marktmikrostrukturmodelle entwickelt, die die Effizienzwirkung der institutionellen Eigenschaften von Finanzmärkten, insbesondere von Wertpapierbörsen, analysieren und dabei einen wesentlich höheren Detaillierungsgrad aufweisen. Insofern sind diese Modelle zwischen den neoklassischen und den neoinstitutionalistischen Ansätzen einzuordnen.[FN 3]

[FN 2] Vgl. Hax (1991), S. 63. Informationsökonomische Erkenntnisse hielten ins Marketing dagegen erst Anfang der 1990er Jahre Einzug; vgl. dazu die Arbeiten von Kaas (1990); Kaas (1992); Kaas (1995); Adler (1994); Fischer, Hüser, Mühlenkamp, Schade und Schott (1993); Kleinaltenkamp (1992); Weiber und Adler (1995a); Weiber und Adler (1995b) sowie Weiber und Adler (1995c).

[FN 3] Die dargestellten Phasen sind nicht disjunkt, sondern weisen naturgemäß Überschneidungen auf.

Erst mit Beginn der 80er Jahre wurde im Rahmen der neoinstitutionalistischen Finanzierungstheorie die Omnipotenz der „unsichtbaren Hand“ (des Marktes) in Zweifel gezogen. Im Mittelpunkt dieser Forschungsrichtung steht die Erklärung der Existenz finanzieller Institutionen, für die in der Neoklassik kein Raum war.

Diese Entwicklung ging einher mit der Adaption informationsökonomischen Gedankengutes in anderen Gebieten der Betriebswirtschaftslehre, vor allem der Organisationslehre, dem Rechnungswesen und der Unternehmensführung.[FN 1] Einen noch höheren Detaillierungsgrad weisen die verstärkt in den letzten Jahren entwickelten Mikrostrukturmodelle auf, die die Effizienzwirkungen der institutionellen Charakteristika von Finanzmärkten, insbesondere von Wertpapierbörsen analysieren und damit letztlich zwischen der neoklassischen und der neoinstitutionalistischen Betrachtungsweise anzusiedeln sind (vgl. Abschnitt 2.4.3.3).[FN 2]

[FN 1] Vgl. Hax, H. (1991) S. 63. Im Marketing ist eine informationsökonomische Betrachtungsweise dagegen erst seit Beginn der 90er Jahre festzustellen; vgl. dazu Kaas, K. P. (1990); Kaas, K. P (1992); Kaas, K. P. (1995); Adler, J. (1994); Fischer, M./Hüser, A./Mühlenkamp, C./Schade, C./Schott, E. (1993); Kleinaltenkamp, M. (1992); Weiber, R./Adler, J. (1995Typol); Weiber, R./Adler, J. (1995a).

[FN 2] Vgl. zu den vorstehenden Ausführungen Schmidt, R. H. (1983); Schmidt, R. H./Terberger, E. (1996); Krahnen, J. P. (1993); Steiner, M./Kölsch, K. (1989) S. 413-425; Brennan, M. J. (1995); Loistl, 0. (1990). Die gewählte Phaseneinteilung ist nicht überschneidungsfrei, da bestimmte Elemente früherer Entwicklungsrichtungen auch in späteren Ansätzen enthalten sind.

Anmerkungen

Die Quelle wurde kursorisch auf der Vorderseite in einer Fußnote mit aufgelistet ("Vgl. zu den Ausführungen in diesem Abschnitt Unser (1999), S. 102ff.; Schmidt (1983); Schmidt und Terberger (1997); Krahnen (1993); Steiner und Kölsch (1989), S. 413-425; Brennan (1995) sowie Loistl (1990)."). Vgl. dazu die oben dokumentierte FN 2 bei Unser: "Vgl. zu den vorstehenden Ausführungen Schmidt, R. H. (1983); Schmidt, R. H./Terberger, E. (1996); Krahnen, J. P. (1993); Steiner, M./Kölsch, K. (1989) S. 413-425; Brennan, M. J. (1995); Loistl, 0. (1990). [...]" Der Umfang der Übernahme wurde allerdings nirgends angegeben. Auch die auf dieses Textfragment folgende Abbildung 3.1. stammt aus Unser. Allerdings gibt der Autor für die Abbildung an "Quelle: In Anlehnung an Klug (1985), S. 13 sowie Unser (1999), S. 104". Die Abbildung ist allerdings (bis auf marginale Textumstellungen und Formattierungen) identisch zu der Abbildung bei Unser, der selbst Klug (1985), S. 13 als Quelle angibt.

Sichter
Hindemith

[43.] Mh/Fragment 084 10 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:24 Kybot
Erstellt: 13. September 2011, 12:21 (Lukaluka)
BauernOpfer, Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, KayH, Bummelchen, Hindemith, Frangge, Graf Isolan, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 8-11,13-17
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 389, Zeilen: 8-13,18-21
Es zeigt sich, dass einzelne Theorien zwar bestimmte Phänomene erklären können, jedoch keine Theorie in der Lage ist, alle Phänomene zu integrieren, so dass keine Theorie eindeutig vorzuziehen wäre: [FN 482] "Each theory can account for some of the violations, but not all." [FN 483] [...] In der Meta-Analyse von

Harless und Camerer (1994), in der sie die Ergebnisse von 23 Untersuchungen bzw. rund 8000 Wahlentscheidungen aggregieren, bezeichnen die Autoren die Prospect Theory als guten Kompromiss, der (zumindest bedingt) für die Abbildung menschlichen Entscheidungsverhaltens geeignet ist. [FN 485]

[FN 483] Camerer (1989), S. 94

[FN 485] Vgl. dazu auch Eisenführ und Weber (2003), S. 389.

Die Frage, welche Theorie denn nun die beste ist, kann aber auch Camerer (1989, S. 94) nicht beantworten: "Each theory can account for some of the violations, but not all."

In einer Meta-Analyse vergleichen Harless und Camerer (1994) mehrere Theorien, indem sie die Ergebnisse von insgesamt 23 Untersuchungen, bzw. rund 8.000 Wahlentscheidungen von Experimentteilnehmern aggregieren. [...] Insgesamt erscheint ihnen die hier auch in den Vordergrund gestellte Prospect-Theorie als guter Kompromiß und zumindest bedingt für die Abbildung von menschlichem Entscheidungsverhalten geeignet.

Anmerkungen

Ein Patchwork: Einleitender Satz gibt inhaltlich sowohl Eisenführ und Weber (2003) als auch Unser (1999) wieder (und benutzt vereinzelte Formulierungen aus Unser). FN 482 beinhaltet sämtliche Fußnoten aus einer Fußnote aus Unser (1999) (siehe Mh/Fragment_084_08) mit einer Ergänzung. Danach bleibt die Zitationsstruktur weiter im Unklaren: Das Bauernopfer bei FN 485 macht den Umfang der Übernahmen nicht deutlich, zumal der Verweis mit "vgl." eingeleitet wird.

Sichter
WiseWoman

[44.] Mh/Fragment 083 08 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:23 Kybot
Erstellt: 5. February 2012, 18:03 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 8-22
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 41, 42, Zeilen: 29-30; 1-16
Die Prospect Theory gehört zu den am meisten untersuchten Theorien, für die zahlreiche Studien sowohl im Vergleich zur Erwartungsnutzentheorie als auch bezüglich der einzelnen Annahmen durchgeführt wurden. Neben den Untersuchungen von Kahneman und Tversky selbst wurde eine Vielzahl von Studien durchgeführt, die zu relativ homogenen Ergebnissen kommen:[FN 476]
  • Die Eigenschaften der Wertfunktion, wie sie von der Prospect Theory postuliert werden, insbesondere das risikoaverse Verhalten oberhalb und das risikofreudige Verhalten unterhalb des Referenzpunktes, werden empirisch bestätigt.[FN 477]
  • Die Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion findet empirische Bestätigung in der Form, dass Unterschiede im Gewinn- und Verlustbereich Berücksichtigung finden.[FN 478]
  • Die Integration rangplatzabhängiger Wahrscheinlichkeiten trägt nicht notwendigerweise zu einer verbesserten Erklärung risikobehafteter Entscheidungen bei.[FN 479]
  • Ein Teil der Annahmen ist nicht nur durch die von Kahneman und Tversky formulierten und unterstellten kognitiven Prozesse erklärbar, sondern ist durch psychologische Prozesse auf einer tieferen Ebene verstehbar.[FN 480]

[FN 476] Vgl. Currim und Sarin (1989), S. 39; Unser (1999), S. 42 sowie Eisenführ und Weber (2003), S. 388.

[FN 477] Vgl. Bernstein, Chapman, Christensen und Elstein (1997), S. 105; Budescu und Weiss (1987); Currim und Sarin (1989), S. 31; Sebora und Cornwall (1995) sowie Sullivan und Kida (1995). In Experimenten mit nicht-statischer Struktur beobachten Hollenbeck, Ilgen, Phillips und Hedlund (1994) sowie Johnson und Thaler (1990) dieser Hypothese entgegenstehendes Verhalten.

[FN 478] Vgl. Kilka und Weber (2001); Currim und Sarin (1989), S. 32; Camerer und Ho (1994) sowie Wu und Gonzales (1996).

[FN 479] Vgl. Bernstein et al. (1997), S. 104.

[FN 480] Vgl. Grossberg und Gutowski (1987).

[S. 41]

Die Prospect Theory dürfte zu den bisher wohl am häufigsten untersuchten Model­len zählen. Neben den bereits von KAHNEMAN und TVERSKY selbst durchgeführten

[S. 42]

Experimenten ergab die Überprüfung einzelner Annahmen durch andere Entschei­dungsforscher:

  • Das risikoaverse Verhalten oberhalb des Referenzpunktes sowie das risikofreu­dige unterhalb und damit der Verlauf der Wertfunktion konnte in einer Vielzahl von Studien belegt werden[FN 1] Die "reflection hypothesis" gilt allerdings nicht un­eingeschränkt.[FN 2]
  • Empirische Bestätigung findet auch die Gewichtungsfunktion für die Wahr­scheinlichkeiten in der neueren Fassung, die Unterschiede im Gewinn- und Ver­lustbereich zuläßt.[FN 3]
  • Die Berücksichtigung rangplatzabhängiger Wahrscheinlichkeiten trägt aber nicht notwendigerweise zur einer besseren Erklärung von Risikoentscheidungen bei.[FN 4]
  • Einige der Annahmen sind nicht nur durch die von KAHNEMAN und TVERSKY un­terstellten kognitiven, sondern auch auf einer tieferen Ebene durch psychophysi­sche Prozesse verstehbar.[FN 5]

[FN 1] Vgl. Bernstein, L. M /Chapman, G./Christensen, C./Elstein, A S. (1997) S. 105, Budescu, D. V./Weiss, W. (1987); Currim, I. S./Sarin, R K. (1989) S. 31; Sebora, T C./Cornwall, J R. (1995); Sullivan, K./Kida, T. (1995) S. 81. Ein dieser Hypothese entgegenstehendes Verhalten beobachten Hol­lenbeck, J R./Ilgen, D. R./Phillips, J M./Hedlund, J (1994) und Johnson, E. J./Thaler, R H (1990) in Experimenten mit nicht-statischer Struktur.

[FN 2] Vgl. Cohen, M./Jarrfay, J. Y./Said, T. (1985) S. 214f. und Hershey, J. C./Schoemaker, P J. H. (1980), die diese Hypothese in drei von fünf Experimente ablehnen.

[FN 3] Vgl. Currim, I. S./Sarin, R. K. (1989) S. 32.

[FN 4] Vgl. Bernstein, L. M./Chapman, G./Christensen, C./Elstein, A. S. (1997) S. 104.

[FN 5] Vgl. Grossberg, S./Gutowski, W. E. (1987).

Anmerkungen

[FN 476] verweist unter anderem auf Unser, der Umfang der Übernahme wird aber nicht klar gemacht.

Sichter
WiseWoman

[45.] Mh/Fragment 070 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:22 Kybot
Erstellt: 4. August 2011, 19:23 (Senzahl)
Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Senzahl, Lukaluka, Guckar, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 1-16
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 115, Zeilen: 1-16
Auch das Erwartungsquotienten-Modell bzw. Weighted Utility Model ist axiomatisch fundiert.[FN 412] Dabei wird das Unabhängigkeitsaxiom abgeschwächt bzw. durch die so genannte Betweenness-Eigenschaft ersetzt. Die Eigenschaften der Additivität über die Zustände sowie der isolierten Alternativen bleiben erhalten.[FN 413]

Die Klasse der Theorien von Machina (1982) und Allais (1952/1979) basiert im Wesentlichen auf in den Wahrscheinlichkeiten nicht-linearen Nutzenfunktionalen, wobei das Unabhängigkeitsaxiom vollständig aufgegeben wird. Es wird keine axiomatische Fundierung dieser Theorien zugrunde gelegt, vielmehr werden bestimmte Anforderungen an das Nutzenfunktional definiert.[FN 414] Die Auswertung der Alternativen erfolgt weiterhin isoliert, die Additivität über die Zustände bleibt jedoch nur zum Teil erhalten.

Die Modelle der Klasse der Regret Theory werden auch als nicht-transitive Modelle bezeichnet.[FN 415] Diese geben neben der isolierten Alternativenbewertung auch die Forderung nach Transitivität auf. Fishburn (1981) gibt eine Axiomatik für diese Modelle an. Die Erfassung der Präferenzen erfolgt in der Regel mittels eines bilinearen, vergleichenden Präferenzfunktionals in allgemeiner, repräsentierbarer Form. Die Eigenschaften der Additivität über die Zustände sowie die Separabilität bleiben erhalten.

[FN 412:] Vgl. Chew (1983) sowie Fishburn (1983).

[FN 413:] Es werden auch Modelle diskutiert, die eine weitere Abschwächung der Betweenness-Eigenschaft analysieren, wie etwa der Quadratische Nutzen von Chew, Epstein und Segal (1991). In diesen Modellen sind jedoch die oben genannten Eigenschaften nicht mehr gültig; vgl. Fischer (2004a), S. 115.

[FN 414:] So etwa die Frechetsche Differenzierbarkeit; vgl. zu dieser Eigenschaft Heuser (2004), S. 331.

[FN 415:] Vgl. zu diesen Theorien insbesondere die Arbeiten von Fishburn (1981); Fishburn (1982); Bell (1982) sowie Loomes und Sugden (1982).

2. Das "Erwartungsquotienten-Modell" bzw. "Weighted Utility Model", wie es z.B. von Chew (1983) oder Fishburn (1983) untersucht wird, baut auf Axiomen auf. Dabei wird das Unabhängigkeitsaxiom aber durch eine schwächere Eigenschaft, die "Betweenness"-Eigenschaft, ersetzt. Auch bleiben die Eigenschaften der Additivität über die Zustände und der isolierten Alternativenauswertung erhalten.[FN 1]

3. Die Theorien von Machina (1982) und Allais (1952) basieren auf - in den Wahrscheinlichkeiten - nicht-linearen Nutzenfunktionalen. Das Unabhängigkeitsaxiom wird hier vollständig aufgegeben. Die jeweilige Theorie wird nicht aus einer Axiomatik hergeleitet, sondern es werden bestimmte Forderungen an das Nutzenfunktional - wie z.B. Frechet-Differenzierbarkeit[FN 2] - gestellt. Die Alternativen werden isoliert ausgewertet, die Additivität über die Zustände bleibt nur z.T. erhalten.

4. Nichttransitive Modelle werden z.B. von Fishburn (1981,1982), der für diese auch eine Axiomatik angibt, von Bell (1982) sowie Loomes und Sugden (1982) vorgeschlagen. In diesen "Regret-Theorien" wird mit der isolierten Alternativenbewertung auch die Forderung der Transitivität aufgegeben. Die Präferenzen werden in der Regel durch ein bilineares, vergleichendes Präferenzfunktional in allgemeiner, repräsentierbarer Form erfaßt; dabei bleiben die Additivität über die Zustände sowie die Separabilität erhalten.

[FN 1:] Weitere Abschwächungen der Betweenness-Eigenschaft führen zu Modellen, die auch diese Eigenschaft nicht mehr erfüllen, wie z.B. der sog. Quadratische Nutzen von Chew et al. (1991).

[FN 2:] Vgl. Heuser (1983, S. 331).

Anmerkungen

Fortsetzung der in Mh/Fragment_067_18 begonnenen Übersicht mit vier Klassen alternativer Modelle. Durch triviale Operationen (Synonymersetzungen, Umstellungen, Literaturverweise in Anmerkung statt Fließtext) lassen sich die Texte identisch aufeinander abbilden. Auch alle Quellenverweise stammen aus Fischer 2004. Der Verweis auf die Quelle Fischer 2004 in FN 413 ist vollkommen inadäquat: * Die Quelle wird am Ende der mehrzeiligen FN 413 genannt und bezieht sich auf den Text der Fußnote * Der Quellenverweis wird trotz voller inhaltlicher und teilweise wörtlicher Übernahme mit "vgl." eingeleitet * In der FN 413 wird noch eine andere Quelle genannt (die allerdings auch aus Fischer 2004 stammt). * Der größte Teil der Übernahme findet sich nach der FN 413 (deshalb auch Einstufung als "Verschleierung" und nicht als "Bauernopfer").

Sichter
Hindemith

[46.] Mh/Fragment 067 18 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:22 Kybot
Erstellt: 4. August 2011, 18:23 (Senzahl)
Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Senzahl, Lukaluka, Guckar, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 67, Zeilen: 18-25
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 114, Zeilen: 17-24
Bei der Klasse der additiven Modelle, die auch nicht-additive Wahrscheinlichkeiten aufweisen können, werden (auf bestimmte Lotterien beschränkte) Varianten des Unabhängigkeitsaxioms unterstellt. Daher gilt hier die isolierte Alternativenbewertung sowie die Additivität über die Zustände. In den Wahrscheinlichkeiten findet eine Transformation statt oder diese werden a priori als nicht-additiv unterstellt. Je nach Art der Transformation der Wahrscheinlichkeiten führt diese zu separablen oder nicht-separablen Ansätzen in den Komponenten, die in den Zuständen additiv sind. Die additiven Modelle weisen in der Regel eine axiomatische Fundierung auf.[FN 403]

[Fn 403] Vgl. zu additiven Modellen etwa die Untersuchungen von Kahneman und Tversky (1979); Quiggin (1982) sowie Yaari (1987).

1. Additive Modelle, die jedoch nicht-additive Wahrscheinlichkeiten aufweisen können, werden von Kahnemann und Tversky (1979), Quiggin (1982), Yaari (1987) und anderen untersucht. In diesen Modellen werden (auf bestimmte Lotterien eingeschränkte) Varianten des Unabhängigkeitsaxioms unterstellt. Die isolierte Alternativenbewertung und Additivität (über Zustände) bleiben erhalten; die Wahrscheinlichkeiten werden transformiert (oder a priori als nicht-additiv unterstellt). Je nach der Form der Wahrscheinlichkeitstransformation resultieren in den Komponenten additive, separable oder nicht-separable Ansätze, die nur über die Zustände additiv sind. In der Regel werden Axiomensysteme angegeben, aus denen die Theorien herzuleiten sind.
Anmerkungen
  • Beginn einer – bis auf triviale Ersetzungen und Umstellungen – identischen Übersicht zu in vier Klassen eingeteilten alternativen Modellen (Fortsetzung folgt hier: Mh/Fragment_070_01) * Die Literaturverweise werden vom Fließtext in Fußnoten ausgelagert. Die Verweise sind allerdings identisch, obwohl oft angedeutet wird es gäbe viel Literatur zum Thema: "Vgl. [...] etwa" bzw. "und anderen untersucht." * inhaltlich zu fast 100% identisch (einziger Unterschied: Fischer hat zusätzlich in den Komponenten additive Ansätze). Durch Synonymersetzungen und triviale Umstellungen können die Abschnitte auf Wortebene ineinander überführt werden.
Sichter
Hindemith

[47.] Mh/Fragment 065 03 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:22 Kybot
Erstellt: 2. August 2011, 10:28 (Lukaluka)
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Bummelchen, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 65, Zeilen: 3-4.6-18
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 374, Zeilen: 7ff
Auf der anderen Seite gibt es auch eine große Zahl von Forschern, die die Relevanz der deskriptiven Präferenzmodelle anerkennen.[FN 383] [...] So lässt sich theoretisch die Existenz von Märkten zeigen, in denen rationale Entscheider nicht vom Verhalten irrationaler Marktteilnehmer profitieren können.[FN 384] Experimentelle Untersuchungen zeigen, dass sich in Marktpreisen das Ellsberg-Paradoxon widerspiegelt [FN 385], dass sich Verkaufspreise und Kaufpreise für ambiguitätsbehaftete Lotterien systematisch gegenüber den Preisen riskanter Lotterien ändern [FN 386] und dass Referenzpunkteffekte existieren [FN 387]. Referenzpunkteffekte lassen sich nicht nur in Experimenten, sondern auch in Daten der New Yorker Börse [FN 388] und in den Portfoliodaten von Brokerhäusern [FN 389] nachweisen. [FN 390]

Auch bei der ökonomischen Modellierung im Finanzbereich haben die deskriptiven Präferenzmodelle verstärkt Einzug gehalten. So wird etwa der Einfluss von Overconfidence auf Aktienmärkte zur Erklärung von Unter- und Überreaktionen modelliert [FN 391], Kapitalmarkttheorien auf Basis alternativer Risiko-Wert-Kalküle entwickelt [FN 392] und Verlustaversion als wichtiges Element des Kapitalmarktes untersucht [FN 393].


[FN 383] Vgl. stellvertretend von Nitzsch (2002); Goldberg und von Nitzsch (2000) sowie Arrow (1982)

[FN 384] Vgl. Russel und Thaler (1985).

[FN 385] Vgl. Sarin und Weber (1993) sowie Weber (1989).

[FN 386] Vgl. Eisenberg und Weber (1995).

[FN 387] Vgl. Gerke und Bienert (1993).

[FN 388] Vgl. Shefrin und Statman (1985) sowie Ferris, Haugen und Makhija (1988).

[FN 389] Vgl. Odean (1998a).

[FN 390] Weiter untersuchen Frey und Eichenberger (1989a) den Zusammenhang zwischen Irrationalitäten und der Bildung ökonomischer Institutionen. Eine Diskussion der Implikationen moderner psychologischer Erkenntnisse auf die Ökonomie aus psychologischer Sicht findet sich bei Kirchler (2003).

[FN 391] Vgl. Daniel, Hirshleifer und Subrahmanyam (1998) sowie Odean (1998b).

[FN 392] Vgl. Franke und Weber (1998).

[FN 393] Vgl. Shumway (1997).

Die Relevanz der deskriptiven Präferenztheorien wird natürlich auch von vielen Forschern bejaht (vgl. für viele Arrow 1982). Russel und Thaler (1985) zeigen theoretisch, daß Märkte existieren können, in denen rationale Entscheider nicht von den "Fehlern" irrationaler Entscheider profitieren können. Experimentelle Untersuchungen ergeben, daß zum Beispiel das Ellsberg-paradoxon sich auch in Marktpreisen widerspiegelt (Sarin und Weber 1993b sowie Weber 1998) und auch Verkaufs und Kaufpreise sich für ambiguitätsbehaftete Alternativen systematisch gegenüber den Preisen riskanter Alternativen ändern (Eisenberg und Weber 1995). Referenzpunkteffekte ließen sich in Daten der New Yorker Börse (Shefrin und Statman 1985, sowie Ferris, Haugen und Makhija 1998), Portefeuilledaten von Brokerhäusern (Odean 1998a) und in Experimenten Nachweisen (Gerke Bienert 1993 sowie Weber und Camerer 1998). Die zunehmende Akzeptanz der deskriptiven Modelle zeigt sich auch darin, daß die in jüngster Zeit verstärkt Eingang in die ökonomische Modellierung gefunden haben. Beispiele im Finanzbereich sind die Arbeiten von Daniel, Hirshleifer und Subrahmanyam (1998) sowie Odean (1998b), die den Einfluß von Overconfidence auf Aktienmärkte modellieren, Franke und Weber (1998), die Kapitalmarkttheorie betreiben, die auf einem alternativen Risiko-Wert-Kalkül basiert und Shumway (1997), der Verlustaversion als wichtiges Element eines Kapitalmarktgleichgewichtsmodells betrachtet.

Als Beispiel für eine Auswirkung der Abweichungen von der Nutzentheorie sei die Idee von Frey und Eichenberger aufgeführt, die besagt, daß Irrationalitäten zur Bildung von (ökonomischen) Institutionen führen. Eine stärker psychologisch geprägte Diskussion der Auswirkungen moderner psychologischer Erkenntnisse finden Sie in Kirchler (1999).

Anmerkungen
  • Dissertation und Quelle sind hier inhaltlich identisch. Es gibt gewisse Umformulierungen, aber auch wörtliche Übernahmen. Ein (Teil-)Abschnitt wird in die Fußnote 390 ausgelagert. * Die Literaturreferenzen sind fast identisch * Die eigentliche Quelle wird nicht genannt.
Sichter
Bummelchen Hindemith

[48.] Mh/Fragment 064 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:22 Kybot
Erstellt: 2. August 2011, 10:12 (Lukaluka)
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-11
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 371, 372, Zeilen: optional, evtl. hilfreich
Entscheider tendieren zur Überschätzung kleiner Wahrscheinlichkeiten. Dieses Phänomen wird im Rahmen der Prospect Theorie mittels der Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion abgebildet. [FN 375]

Die Verlustaversion besagt, dass Individuen durch Verluste stärker negative Empfindungen haben als positive Empfindungen bei Gewinnen gleicher Höhe. Dies wird im Rahmen der Prospect Theorie modelliert, indem die Wertfunktion im Verlustbereich stärker steigt als im Gewinnbereich. [FN 376]

Beim Winner's Curse bewerten Individuen in einer Auktion den Wert eines Gegenstandes tendenziell höher als es dem tatsächlichen Wert, der den Bietenden unbekannt ist, entspricht. Die Ursache dieses Phänomens liegt in dem systematischen Versagen, dieses Problem der adversen Selektion in die Höhe des eigenen Gebotes einzubeziehen. [FN 377]

[FN 375] Vgl. Kahneman und Tversky (1984).

[FN 376] Vgl. kahnemann und Tversky (1979) sowie Quattrone und Tversky (1998).

[FN 377] Vgl. Thaler (1994). Dieses Phänomen tritt etwa im Rahmen von IPOs auf, wenn der noch unbekannte Marktwert eines Unternehmens bzw. der Aktie zu schätzen ist.

Überschätzung kleiner Wahrscheinlichkeiten

Bei der subjektiven Wahrnehmung von Wahrscheinlichkeiten stellt sich heraus, daß geringe Wahrscheinlichkeiten tendenziell überschätzt werden. Die Prospect-Theorie berücksichtigt diese verzerrte Wahrnehmung durch die Form der Wahrscheinlichkeitgewichtungsfunktion. Vgl. dazu Kahnemann und Tversky (1984) [...].

Verlustaversion Die Untersuchungen von Kahneman und Tversky (1979) sowie Quattrone und Tversky (1988) zeigen, daß Verluste Menschen stärker schmerzen als sie Gewinne in gleicher Höhe erfreuen. Im Rahmen der Prospect-Theorie steigt aus diesem Grund die Wertfunktion im Verlustbereich stärker als im Gewinnbereich. [...]

Winner's Curse Der Winner's Curse ist das Ergebnis eines Urteilsfehlers in einem Auktionskontext, in dem Individuen für ein Objekt bieten, dessen Wert für alle gleich aber unbekannt sind. [...] Der Winner's Curse besteht nach Thaler (1992) somit im systematischen Versagen, dieses Problem adversaler Selektion in Höhe des eigenen Gebots mit einzubeziehen.

Anmerkungen
  • Hervorhebungen so in beiden Texten * Mh übernimmt Inhalt und Referenzen. * Die Quelle Thaler (1992) wird auf Thaler (1994) und mithin auf eine neuere Auflage korrigiert. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden.
Sichter
Bummelchen

[49.] Mh/Fragment 063 09 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:22 Kybot
Erstellt: 2. August 2011, 10:00 (Lukaluka)
BauernOpfer, Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 63, Zeilen: 9-24
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 371, Zeilen: 1-34
Der Sicherheitseffekt beschreibt das Phänomen, dass die Differenzen zwischen zwei Wahrscheinlichkeiten abhängig von der absoluten Höhe bewertet werden, insbesondere wenn es sich um den Übergang von 'fast sicher' zu 'sicher' handelt. So wird der Übergang von 99% zu 100% als wesentlich bedeutsamer empfunden als der Übergang von 40% zu 41%. Die Entscheider verletzen somit das Unabhängigkeitsaxiom der Erwartungsnutzentheorie.[FN 369]

Beim Splitting-Bias weisen Entscheider bei dem Aufsplitten von Oberzielen in Unterziele diesen Einzelgewichte zu, die in der Summe höher sind, als das Gewicht des Oberzieles. [FN 370] Dieser Effekt tritt auch bei allgemeinen Zustandsbäumen auf. [FN 371]

Der Status quo-Bias beschreibt das Phänomen, dass es das Entscheidungsverhalten von Individuen beeinflusst, ob Alternativen dazu führen, ob der Status quo geändert oder beibehalten wird. [FN 372] In der Prospect Theory wird dieser Effekt als Referenzpunkt-Effekt oder als Endowment-Effekt interpretiert. [FN 373]

Beim Sunk Cost-Effekt neigen Individuen dazu, durch bereits getätigte Investitionen (zeitlicher, finanzieller, emotionaler oder sonstiger Natur) auf die Fortführung von Projekten zu beharren, obwohl dies objektiv nicht sinnvoll ist. [FN 374]

[FN 369] Vgl. dazu bereit Allais (1953). Zur Stabilität des Effektes vgl. Cohen und Jaffray (1988).

[FN 370] Vgl. Weber, Eisenführ und von Winterfeldt (1988).

[FN 371] Vgl. Humphrey (1996).

[FN 372] Vgl. Samuelson und Zeckhauser (1988).

[FN 373] Vgl. Eisenführ und Weber (2003), S. 371.

[FN 374] Vgl. Fischhoff, Lichtenstein, Slovic, Derby und Keeney (1981), S. 13f. sowie Goldberg und von Nitzsch (2000), S. 94ff.

Sicherheitseffekt

Als Sicherheitseffekt wird das Phänomen bezeichnet, daß Entscheider den Unterschied zwischen zwei Wahrscheinlichkeiten dann besonders stark berücksichtigen, wenn es sich um einen Übergang von "fast sicher" auf "sicher handelt. [...] wenn der Gewinn nicht mit 99%, sondern mit 100% Wahrscheinlichkeit eintritt. Ein Übergang von 30% auf 31% wird dagegen als wesentlich weniger bedeutsam empfunden. Dieses Phänomen wurde bereits von Allais (1993) genutzt [...] , bei denen Entscheider intuitiv das Unabhängigkeitsaxiom der EUT verletzen [...]. Die Stabilität des Effekts weisen Cohen und Jaffray (1998) nach.

Splitting-Bias Wird ein Zielsystem verfeinert, indem ein Oberziel in Unterziele aufgesplittet wird, so sollte sich [...] als Summe der Gewichte der Unterziele gerade das ursprüngliche Gewicht des Oberziels ergeben. Tatsächlich weisen Entscheider dem weiter zerlegten Ast des Zielsystems im allgemeinen jedoch eine deutlich höhere Gewichtssumme zu (Weber, Eisenführ und von Winterfeld 1988). Ähnliche Effekte zeigen sich bei der Aufspaltung von Ursachenbäumen und allgemein bei Zustandsbäumen (event-splitting, Humphrey 1996). [...]

Status quo-Bias Wenn die Unterscheidung, ob Alternativen zur Veränderung des Status quo, also des gegenwärtigen Zustandes, führen oder ihn erhalten, [...] spricht man vom erstmals von Samuelson und Zeckhauser (1988) untersuchten Status quo-Bias. Im Rahmen der Prospect-Theorie ist dieser Effekt interpretierbar als Referenzpunkt- oder auch als Endowment-Effekt.

Sunk Costs Sunk Costs entstehen, wenn bereits getätigte Aufwendungen zeitlicher, finanzieller oder anderer Art Menschen dazu veranlassen, Entscheidungen zu treffen, die sie sonst nicht treffen würden. [...] (Fischhoff et al. 1981, S. 13)

Anmerkungen
  • Verschleierung mit FN 373 als Bauernopfer * Texte sind inhaltlich im Wesentlichen identisch mit gewissen Umformulierungen und Kürzungen * Literaturverweise werden übernommen * Hervorhebungen in beiden Texten Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden.
Sichter
Bummelchen

[50.] Mh/Fragment 062 10 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:22 Kybot
Erstellt: 2. August 2011, 09:45 (Lukaluka)
Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, 88.15.22.221, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 62, Zeilen: 8-27
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 370, Zeilen: 3
Das Preference Reversal bzw. Präferenz-Umkehreffekt besagt, dass sich Präferenzen von Entscheidern in Abhängigkeit ihrer Bestimmungsprozedur verändern. [FN 362]

Der Referenzpunkt-Effekt stellt ein besonders wichtiges Phänomen der deskriptiven Entscheidungstheorie dar und ist integraler Bestandteil der Prospect Theory von Kahnemann und Tversky (1979). Er besagt, dass Ergebnisse von Alternativen nicht absolut, sondern relative zu einem Referenzpunkt bewertet werden. [FN 363] Beispielsweise bewerten Anleger auf Finanzmärkten den aktuellen Kurs ihrer Wertpapiere relativ zu ihrem Kaufkurs oder dem bisherigen Höchstkurs. [FN 364]

Nach dem Regret-Effekt bewerten Individuen ihre Entscheidungen ex post danach, was passiert wäre, wenn sie eine andere Entscheidung getroffen hätten. Grundlegende Annahme dabei ist, dass Menschen Emotionen in Verbindung mit ihren Entscheidungen erfahren. Daher fließen diese aus einem Vergleich der realisierten mit der nicht getätigten Konsequenz resultierenden Emotionen zusätzlich zum eigentlichen Nutzen der Konsequenzen in die Bewertung der Entscheidung mit ein. Dabei wird versucht, eventuelles Bedauern zu vermeiden (Regret Avoidance). [FN 365]

Bei der Repräsentativitäts-Heuristik orientieren sich Entscheider zur Schätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses an repräsentativen Charakteristika der Grundgesamtheit. Dabei neigen Individuen auch dazu, individuelle Ansichten oder Erfahrungen als repräsentativ anzusehen, unabhängig davon, ob dies tatsächlich der Fall ist. [FN 366] Dies kann zu systematischen Verzerrungen in den Entscheidungen führen, insbesondere dann, wenn [diese als repräsentativ interpretierten Charakteristika nicht den tatsächlichen a priori gegebenen Wahrscheinlichkeiten entsprechen. [FN 367] ]

[FN 362] Vgl. Lichtenstein und Slovic (1971) sowie Grether und Plott (1979).

[FN 363] Vgl. Oehler (1992), S. 104

[FN 364] Vgl. Odean (1998a).

[FN 365] Vgl. dazu auch die Regret Theory nach Loomes und Sugden (1982).

[FN 366] Vgl. Oehler (1992), S. 102 sowie Shiller (1998), S. 10.

[Fn 367] Vgl. Kahneman und Tversky (1972) sowie Tversky und Kahneman (1983).

Preference Reversal

Präferenzen können sich in Abhängigkeit von ihrer Bestimmungsprozedur so verändern, daß [...]. So fanden Lichtenstein und Slovic (1971), daß [...]. Vgl. auch Grether und Plott (1979).

Referenzpunkt-Effekt

Ein wichtiges Phänomen der deskriptiven Entscheidungstheorie ist die Tatsache, daß Entscheider die Ausgänge der zu Verfügung stehenden Alternativen relativ zu einem vorher gesetzten, individuellen Referenzpunkt bewerten. So bewerten Anleger den aktuellen Kurs ihrer Wertpapiere z.B. gerne relativ zu Ihrem Kaufkurs oder dem bisherigen Höchstkurs, vgl. Odean (1998a). Die Berücksichtigung des Referenzpunkts ist wichtiger Bestandteil der Prospect-Theorie von Kahnemann und Tversky (1979).Vgl. auch Abschnitt 14.2.4.

Regret-Effekte

Menschen beurteilen die Qualität ihrer Entscheidungen häufig danach, was passiert wäre, wenn sie eine andere Entscheidung getroffen hätten. Nach Loomes und Sugden (1982) basiert die Regret-Theorie dann auf zwei fundamentalen Annahmen. Zum einen erfahren Menschen Gefühle wie Bedauern und Freude, zum anderen antizipieren sie diese Gefühle, wenn sie Entscheidungen unter Unsicherheit treffen müssen. Folglich berücksichtigen sie die Emotionen, die aus einem Vergleich der realisierten mit der verpaßten Konsequenz resultieren, zusätzlich zum Nutzen der Konsequenzen und versuchen, Bedauern zu vermeiden. [...]

Repräsentativitäts-Heuristik

Menschen orientieren sich häufig an repräsentativen Charakteristika der Grundgesamtheit, um die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses zu schätzen. [...] Diese Heuristik kann aber zu Verzerrungen und somit falschen Entscheidungen führen, wenn die Charakteristika nicht die tatsächlichen - a priori gegebenen - Wahrscheinlichkeiten widerspiegeln. Vgl. dazu Kahneman und Tversky (1972), Tversky und Kahneman (1983) sowie Abschnitt 7.5.3.

Anmerkungen

Inhaltlich stammt bis auf kurze Einschübe alles aus Eisenführ Weber 2003, auch die meisten Quellenverweise wurden übernommen. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden.

Sichter
Bummelchen Hindemith (leicht erweitert)

[51.] Mh/Fragment 061 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:22 Kybot
Erstellt: 2. August 2011, 09:34 (Lukaluka)
BauernOpfer, Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, 88.15.22.221, Bummelchen, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 61, Zeilen: 1-22
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 368, Zeilen: Absatz "Gamblers Fallacy"
Als Gambler's Fallacy wird das Phänomen bezeichnet, dass etwa Roulettespieler nach einer Serie von beispielsweise zehnmal 'rot' als nächste Farbe eher 'schwarz' erwarten. Dies kann als Spezialfall der Repräsentativitäts-Heuristik interpretiert werden, da diese Entscheider glauben, dass eine solch lange Serie nicht repräsentativ für den zugrunde liegenden Zufallsprozess sei.[FN 351]

Beim Hindsight Bias bzw. Knew-it-all-along-Effekt überschätzen Entscheider ex post den Grad der Übereinstimmung ihrer Urteile vor und nach dem Eintritt eines Ereignisses. Dabei glauben die Entscheider im Nachhinein, vor Eintritt des Ereignisses bereits gewusst zu haben, was passiert. Als Ursache für dieses Verhalten können zwei Tatsachen identifiziert werden: Erstens wird durch die Bekanntgabe des Eintritts eines Ereignisses die wahrgenommene Eintrittswahrscheinlichkeit nachträglich erhöht. Zweitens findet dieser Prozess der Wahrnehmungsveränderung unbewusst statt. [FN 352]

Bei Vorliegen der Illusion of Control bzw. Kontrollillusion glauben Entscheider, mehr Kontrolle über den Eintritt von Ereignissen zu haben, als dies tatsächlich der Fall ist. [FN 353] Dies führt dazu, dass Eintrittswahrscheinlichkeiten von Ereignissen unter- oder überschätzt werden. [FN 354]

Im Rahmen des Mental Accounting erstellen Individuen so genannte 'mentale Konten', denen sie verschiedene Vermögenspositionen zuordnen. [FN 355] Zur Komplexitätsreduktion werden dabei ökonomisch zusammenhängende Sachverhalte mental getrennt und diese auch unterschiedlich bewertet. [FN 356] Insbesondere finden Optimierungen lediglich innerhalb der mentalen Konten statt, ohne dass mögliche Wechselwirkungen mit Positionen anderer Konten beachtet werden. [FN 357]

Der Omission Bias besagt, dass in der subjektiven Wahrnehmung von Entscheidern Handlungen tendenziell als riskanter eingeschätzt werden als nichts zu tun. [FN 358]

[FN 351] Vgl. Tversky und Kahnemann (1971) sowie Schulenburg (1994).

[FN 352] Vgl. Fischhoff (1975).

[FN 353] Vgl. Langer (1975).

[FN 354] Vgl. Shiller (1998), S. 23.

[FN 355] Vgl. Thaler (1985) sowie Jungermann, Pfister und Fischer (2005), S. 75ff.

[FN 356] Vgl. Tversky (1995), S. 4.

[FN 357] Dies widerspricht insbesondere dem normativen Prinzip der Asset Integration, nach dem eine Entscheidung auf Grundlage der Gesamtvermögenssituation getroffen werden sollte; vgl. etwa Eisenführ und Weber (2003), S. 369.

[FN 358] Vgl. Baron (1988) sowie Asch, Baron, Hershey, Kunreuther, Meszaros, Ritov und Spranca (1994).

Gambler's Fallacy

Fragt man Roulettespieler, welche Farbe nach zehnmal "rot" fallen werde, antworten diese typischerweise mit "schwarz" [...] Es läßt sich auf die Repräsentativitäts-Heuristik zurückführen, da die Menschen glauben, eine solch lange Serie sei nicht repräsentativ für den zugrundeliegenden Zufallsprozeß Vgl. dazu Tversky und Kahnemann sowie Schulenburg (1994).

Hindsight Bias

Dieser Bias beruht nach Fischhoff (1975) auf zwei Tatsachen: Zum einen erhöht die Bekanntgabe des Eintritts eines bestimmten Ereignisses seine wahrgenommene Eintrittswahrscheinlichkeit nachträglich. Zum anderen sind sich Menschen, die die Information über den Eintritt des Ereignisses erhalten haben, dieser Tatsache nicht bewußt; die Veränderung ihrer Wahrnehmung vollzieht sich vielmehr unbewußt. Als Ergebnis überschätzen Individuen insbesondere bei der ex_post-Beurteilung von Entscheidungen den Grad der Übereinstimmung ihrer Urteile vor und nach dem Eintritt eines Ereignisses und glauben, schon immer gewußt zuhaben, was passieren wird (Knew-it-all-along-Effekt bzw. Fluch des Wissens). Vgl. auch Abschnitt 7.5.2.

Illusion of Control

Menschen glauben oft, mehr Kontrolle über zufällige Ereignisse zu haben, als es tatsächlich der Fall ist. Insbesondere in Situationen, die sie als bekannt ansehen oder in denen sie selbst aktiv werden können, beispielsweise indem sie zwischen alternativen Lotterien wählen können, tritt dieser von Langer (1975) als Kontrollillusion bezeichnete Effekt verstärkt zutage. Er führt zur Über- oder Unterschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit von Ereignissen sowie zur Bevorzugung der Alternative, bei der eine höhere Kontrolle vorliegt.

Mental Accounting

Individuen tendieren dazu, sogenannte „mentale Konten" (Thaler 1985) zu führen, in die sie verschiedene Vermögenspositionen einordnen. So unterteilen beispielsweise viele Menschen ihr Wertpapierdepot in die mentalen Konten „Altersvorsorge" und „spekulative Investitionen". Als Mental Accounting wird die Tatsache bezeichnet, daß Entscheidungen nur innerhalb des entsprechenden mentalen Kontos optimiert werden und mögliche Wechselwirkungen mit Positionen anderer Konten ignoriert werden. [...]

Omission-Bias

Der sogenannte Omission-Bias beschreibt die subjektive Wahrnehmung, daß Handlungen per se als riskanter aufgefaßt werden, als nichts zu tun (omission = Unterlassung/Versäumnis). [...] Vgl. dazu Baron und Ritov (1994) sowie Asch et al. (1994).

Anmerkungen

Die ganze Seite ist inhaltlich aus Eisenführ Weber übernommen, auch viele Formulierungen sind identisch. Auch die Literaturverweise werden aus der Quelle übernommen, dadurch wird eine Auseinandersetzung mit der Literatur suggeriert, die wohl nicht stattgefunden hat. In der FN 357 wird Eisenführ Weber erwähnt, der Verweis bezieht sich aber nur auf den Text der Fußnote. Man beachte allerdings FN 336 auf Seite 58, die sich auf das gesamte folgende Kapitel beziehen soll: "In Anlehnung an Eisenführ und Weber (2003), S. 366ff. sowie Roßbach (2001), S. 13f.". Dieser Quellenverweis ist jedoch nicht ausreichend, da die Übernahmen zum Teil wörtlich sind und auch die meisten Literaturverweise in den Fußnoten mitübernommen wurden.

Sichter
Bummelchen

[52.] Mh/Fragment 044 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:21 Kybot
Erstellt: 10. February 2012, 15:47 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 44, Zeilen: 1-5, 101-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 48, Zeilen: 11-22, 114-116
Die numerische Repräsentation von Unsicherheit erfolgt oft mittels Wahrscheinlichkeiten. Dabei findet sich in der Literatur eine ausführliche Diskussion, ob Wahrscheinlichkeiten objektiv interpretiert werden sollen oder ob auch subjektive Wahrscheinlichkeiten die Basis für Entscheidungen bilden können.[FN 255] Entgegen dem zunächst verfolgten Ansatz der objektiven Wahrscheinlichkeiten[FN 256] [...]

[FN 255] Vgl. dazu etwa Bea (1995), S. 6-9; Daston (1988), S. 6-15; Weaver (1963), S. 349-377. Bernoulli selbst ging von objektiven Wahrscheinlichkeiten aus; vgl. dazu auch Weber (1990), S. 120.

[FN 256] Objektive Wahrscheinlichkeiten können entweder deduktiv aus dem Verhältnis von günstigen zu möglichen Fällen gemäß der klassischen Wahrscheinlichkeitsinterpretation nach Laplace bei Unterstellung einer Gleichverteilung der Elementarereignisse oder induktiv als Grenzwert relativer, a posteriori bekannter Häufigkeiten gemäß der frequentistischen Wahrscheinlichkeitsinterpretation nach von Mises abgeleitet werden; vgl. dazu Bamberg (1995), Sp. 1649; Bea (1995), S. 7f.; Unser (1999), S. 48 sowie Pfohl und Braun (1981), S. 339f.

Die Unsicherheit kann numerisch durch Wahrscheinlichkeiten ausgedrückt werden. Die Diskussion über die Frage, ob Wahrscheinlichkeiten lediglich objektiv interpretiert werden sollen oder ob auch subjektive Wahrscheinlichkeiten eine Grundlage für Entscheidungen bilden können, weist eine lange Tradition auf.[FN 4] Zunächst beschäftigte man sich nur mit objektiven Wahrscheinlichkeiten, die entweder[FN 5]

• deduktiv aus der Gegenüberstellung der günstigen und der möglichen Fälle (klassische Wahrscheinlichkeitsinterpretation nach LAPLACE), wobei eine Gleichverteilung der betrachteten Elementarereignisse unterstellt wird, oder

• induktiv als Grenzwert relativer, a posteriori beobachteter Häufigkeiten (frequentistische Wahrscheinlichkeitsinterpretation nach VON MISES) oder aufgrund bekannter technischer bzw. physikalischer Zusammenhänge

abgeleitet werden können.

[FN 4] Vgl. dazu beispielsweise Bea, W. (1995) S. 6-9; Daston, L. (1988) S. 6-15; Weaver, W. (1963) S, 349-377. Bernoulli selbst ging von objektiven Wahrscheinlichkeiten aus; vgl. Marschak, J (1965) S. 115

[FN 5] Vgl. Bamberg, G. (1995) Sp. 1649; Bea, W. (1995) S. 7f.; Pfohl, H.-C./Braun, G. E. (1981) S. 339f.

Anmerkungen

Die Quelle Unser (1999) wird in der FN 256 als dritte von vier Quellen genannt 8eingeleitet durch "vgl." Etwas weiter unten auf der Seite findet sich ein weiterer Verweis auf die Quelle, der sich aber wohl nicht auf das hier dokumentierte Fragment beziehen soll.

Sichter
Hindemith

[53.] Mh/Fragment 043 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:21 Kybot
Erstellt: 10. February 2012, 17:20 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 43, Zeilen: 1-27
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 46-47, Zeilen: S. 46, 21-30.104-105 und S. 47, 1-4.7-16.18-19.21.23-25.101-107
2.2.3.2 Risikodefinitionen

Allais (1952/1979) formulierte als erster die Kritik am Bernoulli-Prinzip, dass in diesem Kontext das Risiko nur implizit erfasst wird, wohingegen eine explizite Berücksichtigung des Risikos zur Erklärung des Entscheidungsverhaltens in risikobehafteten Situationen einen signifikanten Mehrwert leisten kann. Die Vernachlässigung der Risikodimension wird von Allais als fundamentaler Fehler der am Bernoulli-Prinzip orientierten amerikanischen Schule kritisiert.[FN 250] Als Gründe für die Notwendigkeit einer expliziten Modellierung des Risikos können genannt werden:[FN 251]

• In spezifischen Situationen kann eine isolierte Abschätzung des Risikos gewünscht sein (z. B. politische oder ökologische Risiken).

• Durch die Fokussierung auf wenige Charakteristika (z. B. statistische Maße) der zu bewertenden Alternative kann eine Reduktion der formalen Komplexität erreicht werden.

• Für spezielle, insbesondere finanzwirtschaftliche Fragestellungen kann eine verhaltenswissenschaftliche Fundierung ermöglicht werden.

Der Mensch als solcher ist in unterschiedlichster Art und Weise dem Phänomen der Unsicherheit ausgesetzt. Daher haben sich die verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen diesem grundlegenden Problem aus ihrem jeweiligen Blickwinkel genähert und entsprechende Risikodefinitionen, basierend auf mehr oder weniger intuitiven Überlegungen, empirischen Untersuchungen, statistischen Zusammenhängen oder axiomatischen Fundierungen entwickelt. Bei der Betrachtung dieser verschiedenen Definitionen zeigen sich klare Parallelen des grundlegenden Risikobegriffes.[FN 252]

Aus informationsorientierter bzw. statistischer Sicht kann Unsicherheit als aus einem subjektiv als unvollständig empfundenen Informationsstand über zukünftige Entwicklungen resultierend charakterisiert werden.[FN 253] Die ersten Definitionen des Risikos als Informationsmangel gehen zurück auf Fisher (1906) und Knight (1921).[FN 254] Die daraus resultierende Unterscheidung von Risiko, Unsicherheit und Ungewissheit wurde bereits in [Abschnitt 2.1 auf S. 12 dieser Arbeit diskutiert.]

[FN 250] Vgl. Allais (1952/1979), S. 104. Zu den Unterschieden zwischen amerikanischer und französischer Schule vgl. etwa Lopes (1988) sowie Lopes (1995b).

[FN 251] Vgl. Rapoport und Wallsten (1972), S. 142; Unser (1999), S. 46f. sowie Weber (1990), S. 134.

[FN 252] Vgl. etwa Yates und Stone (1992b), S. 2. Einen Überblick über die philosophische Auseinandersetzung mit der Unsicherheit menschlicher Existenz geben etwa Rowe (1988), S. 11-13 sowie Luhmann (1991).

[FN 253] Vgl. Jungermann, Pfister und Fischer (1998), S. 140.

[FN 254] Vgl. Fisher (1906), S. 265-269 sowie Knight (1921), S. 233.

[Seite 46]

2.3.3.3 Risikodefinitionen in den Verhaltenswissenschaften

Die Kritik, daß das Bernoulliprinzip das Risiko einer Entscheidungssituation nur implizit erfasse und damit zur Erklärung menschlichen Verhaltens in Risikosituationen nur unzureichend geeignet sei, wurde erstmals 1952 von Maurice Allais vertreten. Er bezeichnet die Vernachlässigung der Risikodimension als fundamentalen Fehler der am Bernoulliprinzip orientierten amerikanischen Schule.[FN 3] Die Notwendigkeit einer expliziten Modellierung des Risikos kann damit begründet werden, daß in bestimmten Situationen eine isolierte Abschätzung des Risikos gewünscht ist (z. B. bei politischen oder ökologischen Risiken), die Komplexität der Entscheidungssituation durch eine Fokussierung auf wenige Charakteristika (statistische

[FN 3] Vgl. Allais, M. (1979) S. 104. Die Unterschiede zwischen der amerikanischen und der französischen Schule verdeutlicht Lopes, L. L. (1988) und (1995).

[Seite 47]

Maße) der zu beurteilenden Alternativen reduziert und - für die vorliegende Arbeit das wichtigste Argument - für spezielle (finanzwirtschaftliche) Fragestellungen eine verhaltenswissenschaftliche Fundierung ermöglicht wird.[FN 1]

Da menschliches Leben der Unsicherheit in vielfältiger Weise ausgesetzt ist, [...] Insofern ist es nicht verwunderlich, daß sich unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen mit diesem Grundtatbestand des Lebens auseinandergesetzt haben. Risikodefinitionen wurden dabei aus mehr oder weniger intuitiven Überlegungen, empirischen Untersuchungen, statistischen Zusammenhängen oder axiomatischen Fundierungen entwickelt. Eine Übersicht über die in den Verhaltenswissenschaften vorgeschlagenen Risikobegriffe zeigt deutliche Parallelen auf und erleichtert das Verständnis des wahrgenommenen Risikos.[FN 2]

Informationsorientierte und statistische Perspektive

Unsicherheit resultiert aus einem subjektiv als unvollständig empfundenen Informationsstand über zukünftige Entwicklungen.[FN 3] [...] Die wohl ersten Definitionen des Risikos als Informationsmangel erfolgten 1906 durch IRVING H. FISHER, [...][FN 4] und 1921 durch FRANK H. KNIGHT, [...][FN 5] Nach dieser Systematik ist Unsicherheit als Oberbegriff für die darunter subsumierten Entscheidungssituationen Risiko und Ungewißheit zu betrachten.[FN 6]

[FN 1] Vgl Rapoport, A./Wallsten, T. S. (1972) S. 142; Weber, M. (1990) S. 134.

[FN 2] Vgl. Yates, J F./Stone, E. R (1992a) S. 2. Philosophische Auseinandersetzungen mit der Unsicherheit menschlicher Existenz sollen hier allerdings nicht aufgegriffen werden. Ein kurzer Überblick hierzu findet sich bei Rowe, W. D. (1988) S. 11-13 und Luhmann, N (1991).

[FN 3] Vgl Jungermann, H./Pfister. H.-R./Fischer, K. (1998) S. 140.

[FN 4] Vgl. Fisher, I. H. (1906) S. 265-269.

[FN 5] Vgl. Knight, F. H. (1921) S. 233. [...]

Anmerkungen

Eine Seite wird vollständig mit Material aus Unser (1999) bestritten, wobei das Original nur in der Art und Weise bearbeitet wurde, dass an verschiedenen Stellen gekürzt und an anderen Stellen synonyme Formulierungen verwendet wurde. Bezeichnendes Beispiel: der Einstiegssatz wurde vom Passiv ins Aktiv gesetzt. Keinerlei Hinweis auf Art und Umfang der Übernahme, der Autor des Originals wird auf dieser Seite nur in FN 251 als eine von drei Quellen für die Aufzählung genannt, noch dazu eingeleitet mit "vgl.", was eine direkte Übernahme eigentlich ausschließt. Auf der nächsten Seite setzt sich die Übernahme fort.

Sichter
Hindemith

[54.] Mh/Fragment 042 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:21 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 12:55 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, Bummelchen, Hindemith, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 42, Zeilen: 1-25
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 45, 46, Zeilen: 10ff
[Dies erscheint insofern erstaunlich, als dass erstens etwa im Risikomanagement die Unterscheidung in die beiden Phasen der Risikoidentifikation und der Risikobewertung als

grundsätzlich anerkannt gilt, [FN 243] und dass zweitens das vom Entscheider perzipierte Risiko]

insbesondere in der Literatur zum Entscheidungsverhalten von Konsumenten als verhaltensrelevant angesehen wird. [FN 244]

In den bislang dargestellten Ansätzen der Entscheidungstheorie auf der Basis von Risikonutzenfunktionen wurde zwar auch eine Risikobewertung vorgenommen, dies geschah jedoch lediglich implizit und in untrennbarer Verbindung mit der Höhenpräferenz.[FN 245] Als Begründung für die kaum stattfindende Separation von Risikowahrnehmung und Risikoeinstellung finden sich im Wesentlichen zwei Hinweise: [FN 246] Zum einen die Konzentration auf das Ergebnis ökonomischen Verhaltens und zum anderen die unterstellte Übereinstimmung der Risikoeinstellung mit dem geäußerten Verhalten ('revealed Preferences'). Eine explizite Betrachtung des Risikos lässt jedoch ein tieferes Verständnis realen Entscheidungsverhaltens vermuten.[FN 247]

Der Grundgedanke der Separation von Risikowahrnehmung und Risikoeinstellung besagt, dass als verhaltensbestimmende Determinante nicht die objektive Struktur einer Entscheidungssituation unter Risiko heranzuziehen ist, sondern vielmehr die subjektive Perzeption dieser Risiko-Situation. Dies ermöglicht dann eine Erklärung des unterschiedlichen Verhaltens zweier Entscheidungsträger in der gleichen risikobehafteten Situation, da zum einen das objektive Risiko und die subjektive Wahrnehmung dieses Risikos nicht identisch sein müssen und zum anderen die subjektive Interpretation von Risiko-Situationen interpersonal nicht übereinstimmen muss. [FN 248] Die o.g. Quellen bestätigen für die Mehrzahl der untersuchten Personen die Hypothese, dass bei konstanter Risikoeinstellung das beobachtete Verhalten auf unterschiedlicher Risikowahrnehmung für Gewinne und Verluste basiert und diese Risikowahrnehmung nicht mit objektiven Risikomaßen übereinstimmt. Weiterhin ist die Risikoeinstellung, die auf das perzipierte Risiko abstellt ('Perceived Risk Attitude'), stabiler als die auf objektiven Risikomaßen beruhende ('Economic Risk Attitüde'). [FN 249]

[FN 243] Diese Begriffe korrespondieren gerade mit dem wahrgenommenen Risiko und der Risikoeinstellung; vgl. etwa Haller (1990), S. 240-247; Moser und Quast (1994), S. 669; Rudolph (1995), S. 23-25; Unser (1999), S. 45 sowie zum Entscheidungsprozess bei Versicherungsabschlüssen Müller-Reichart (1993), S. 194.

[FN 244] Vgl. Eifert (1997), S. 32; Cox (1967); Dedler, Gottschalk, Grunert, Heiderich, Hoffmann und Scherhorn (1984) sowie Kuhlmann (1978).

[FN 245] Vgl. dazu die Ausführungen auf S. 36f. dieser Arbeit.

[FN 246] Vgl. Unser (1999), S. 45.

[FN 247] Vgl. dazu bereits Keynes (1921), S. 352.

[FN 248] Vgl. Sitkin und Pablo (1992), S. 15 sowie Weber (1997), S. 46.

[FN 249] Vgl. Meilers et al. (1997).

[S. 45]

Dies ist umso erstaunlicher, als diese Differenzierung im Rahmen der Unterscheidung der Phasen Risikoidentifikation und Risikobewertung in der Literatur zum Risikomanagement bereits als eingeführt gelten kann [FN 4a] und diese Begriffe grundsätzlich zu dem wahrgenommenen Risiko bzw. der Risikopräferenz korrespondieren.

Ferner ist die Erkenntnis, daß nur das von einem Entscheider perzipierte Risiko in einer Situation verhaltensrelevant sein kann, zumindest in der Literatur zum Informationsverhalten der Konsumenten zu finden. [FN 5a] Obwohl auch die bisher erörterten Entscheidungstheorien eine Risikobewertung durchfuhren, erfolgt diese doch immer nur implizit und in untrennbarer Verknüpfung mit der Höhenpräferenz. Als Ursache der Vernachlässigung der Separation von Risikowahrnehmung und Risikoeinstel­lung ist die Konzentration auf das Ergebnis ökonomischen Verhaltens sowie die Gleichsetzung von Risikoeinstellung mit dem geäußerten Verhalten („revealed preferences“) zu vermuten. Gerade eine isolierte Betrachtung des Risikos einer Alter­native könnte aber viel zu einem Verständnis des realen Entscheidungsverhaltens beitragen.[FN 6a]

[S. 46]

Die Grundidee der Trennung von Risikowahrnehmung und Risikopräferenz besteht darin, daß nicht mehr die objektive Struktur einer riskanten Situation als verhaltens­bestimmend angenommen wird, sondern die subjektive Wahrnehmung diese Situa­tion explizit Berücksichtigung findet. Nur hinsichtlich dieses wahrgenommenen Ri­sikos kann anschließend von einer relativ konsistenten Risikoeinstellung in dem Sinne gesprochen werden, daß Alternativen ausgewählt werden, deren wahrgenom­menes Risiko mit der individuellen Risikoeinstellung kompatibel ist. Dabei können allerdings das objektive Risiko emer Alternative und deren subjektives Risiko aus­ einanderfallen. Das unterschiedliche Verhalten zweier Personen in derselben Ent­scheidungssituation kann damit bei identischer Risikoeinstellung auf Unterschieden in der Risikowahrnehmung beruhen. [FN 1b] [...] Diese Hypothese konnte für die Mehrheit der untersuchten Personen in Experimenten zur Risikowahl bestätigt werden. Außerdem ist die auf das perzipierte Risiko bezogene Risikoeinstellung ("perceived risk attitude") stabiler als die auf das objektive Risiko bezogene ("economic risk attitude"). [FN 2b]

[FN 4a] Vgl. Haller, M. (1990) S. 240-247, Moser, H./Quast, W. (1994) S. 669; Rudolph, B. (1995) S. 23-25. Vgl. auch die analoge Konstruktion des Entscheidungsprozesses bei Versicherungsabschlüssen wie sie Müller-Reichart, M. (1993) S. 194 vornimmt.

[FN 5a] Vgl. Eifert, S. (1997) S. 32; Cox, D. T. (1967); Dedler, K. et al. (1984); Kuhlmann, E. (1978).

[FN 6a] Vgl. dazu bereits Keynes, J. M. (1921) S. 352, wonach die Auflösung bestehender Paradoxa der Ent­scheidungstheorie "must be brought about, I think, by a development of the theory of risk".

[FN 1b] Vgl. Sitkin, S. B/Pablo, A. L. (1992) S. 15; Weber, E. U. (1997) S. 46.

[FN 2b] Vgl. Meilers, B. A./Schwartz, A./Weber, E. U. (1997).

Anmerkungen

Fortsetzung von Mh/Fragment_041_16

Sichter
Bummelchen WiseWoman

[55.] Mh/Fragment 039 08 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:21 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 16:51 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 8-14, 106-107
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 33;34, Zeilen: 17-21,105-106;1
Man kann zeigen, dass die aus der Anwendung der Regeln FSD, SSD und TSD deduzierte Präferenzordnung mit der nach dem Erwartungsnutzenkriterium gebildeten Rangfolge für folgende Klassen von Nutzenfunktionen übereinstimmt:[FN 232]

Mh, S. 39, Formel 2.10-2.12

[FN 232] Vgl. Bawa (1975), S. 100f.; Unser (1999), S. 31 und S. 77; Reichling (1997), S. 2f. sowie Guthoff, Pfingsten und Wolf (1997).

[S. 33]

Die aus der Anwendung der Regeln FSD, SSD und TSD folgende Präferenzordnung von Alternativen stimmt mit einer nach dem Erwartungsnutzenkriterium gebildeten Rangfolge für folgende Klassen von Nutzenfunktionen überein:[FN 4]

Unser, S. 31, 2.10-2.11

[S. 34]

Unser, S. 32, 2.12

[FN 4] Vgl. Bawa, V. S. (1975) S. l00f.; Reichling, P (1997) S. 2f.; Guthoff, A./Pfingsten, A./Wolf, J. (1997a).

Anmerkungen

Irgendwo versteckt unter den übernommenen Literaturverweisen erfolgt der Hinweis auf den eigentlichen Herkunftsort der Passage (allerdings mit falscher Seitenzahl und deutlich verschobenem inhaltlichen Bezug, denn an der angegebenen Stelle findet sich kein Beweis der Aussage).

Sichter
WiseWoman

[56.] Mh/Fragment 037 10 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:21 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 14:22 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 37, Zeilen: 10-13
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 21, Zeilen: 121-125
In der englischsprachigen Literatur wurde die Auffassung, dass die auf dem Bernoulli-Prinzip basierenden Nutzenfunktionen sowohl die Höhenpräferenz als auch die Risikopräferenz des Entscheiders widerspiegeln, nie ernsthaft bestritten.[FN 223]

[FN 223] Vgl. Allais und Hagen (Hrsg.) (1979), S. 103; Baumol (1977), S. 432; Bell und Raiffa (1988a); Bernard (1984), S. 136; Dyer und Sarin (1982); Markowitz (1952b), S. 157; Miko (1991); Pope (1995); Schoemaker (1980), S. 16 sowie Yaari (1987), S. 95.

[FN 2] [...] In der englischsprachigen Literatur wurde die Auffassung, daß Risiko- und Höhenpräferenz im Bernoullinutzen vermischt sind, nie ernsthaft bestritten; vgl. Allais, M. (1979) S. 103; Baumol, W. J. (1977) S. 432; Bell, D. E./Raiffa, H. (1988a); Bemard, G. (1984) S. 136; Dyer, J. S./Sarin, R. K. (1982); Markowitz, H. M. (1952) S: 157; Miko, G. (1991); Pope, R. (1995); Schoemaker, P. J. H. (1980) S. 16; Yaari, M E. (1987) S. 95.
Anmerkungen

Hier wird ein Teil einer Fußnote zum Haupttext "befördert". Sämtliche Namen werden bereits von Unser (1999) genannt. Die Literaturreferenzen beider Autoren zu Allais, M. (1979) S. 103 (Mh), bzw. Vgl. Allais und Hagen (Hrsg.) (1979), S. 103; (Unser) sind beide unvollständig. Es müsste eigentlich auch das Papier im Sammelband mit angegeben werden. Dort befindet sich das Kapitel "The Determination of Cardinal Utility" aus der Arbeit "Critical Analysis of Some Aspects of the American School". (lukaluka)

Sichter
Lukaluka

[57.] Mh/Fragment 036 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:21 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 14:08 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 36, Zeilen: 1-5, 101-112
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 27, 28, 29, Zeilen: S.27, 18-22 und S.28, 1-4.6-8.102-103.104.106-116 und S. 29.101-103
Grundsätzlich kann für die Beziehung von relativer und absoluter Risikoeinstellung davon ausgegangen werden, dass bei steigendem erwartetem Vermögen konstante relative Risikoaversion (RRA) nur mit sinkender absoluter Risikoaversion (ARA), sinkende RRA nur mit sinkender ARA und steigende RRA sowohl mit sinkender, steigender und konstanter ARA vereinbar ist.[FN 216]

[FN 216] Vgl. dazu und den nachfolgenden Überlegungen ausführlich Unser (1999), S. 27ff. In der Literatur wird nach wie vor die Diskussion über die Veränderung der Risikoeinstellung bei Vermögensänderungen geführt. Während die Ergebnisse hinsichtlich der absoluten Risikoeinstellung weitgehend unbestritten sind, herrscht hinsichtlich der relativen Risikoeinstellung insbesondere aufgrund divergierender theoretischer und empirischer Untersuchungen immer noch Uneinigkeit; vgl. etwa Wilde (1982); Trimpop (1994); Veling (1984); Kruschwitz (1995), S. 140; Stiglitz (1969); Blake (1996); Levy (1994); Oehler (1998a); Riley und Chow (1992); Benzion und Yagil (1997); Cohn, Lewellen, Lease und Schlorbaum (1975); Graves (1979); Morin und Suarez (1983); March (1988); Antonides und Sar (1990); Bar-Shira, Just und Zilberman (1997); Gordon, Paradis und Rorke (1972); Kroll, Levy und Rapoport (1988a); Kroll, Levy und Rapoport (1988b); Quizon, Binswanger und Machina (1984); Rapoport (1984); Siegel und Hoban (1982); Szpiro (1983); Blume und Friend (1975); Friend und Blume (1975); Schwarze (1996); Szpiro (1986b); Szpiro (1986a) sowie Levy (1994).

[Seite 27]

Für die Beziehungen zwischen absoluter und relativer Risikoeinstellung gilt, daß bei steigendem erwarteten Vermögen konstante relative Risikoaversion (RRA) nur mit sinkender absoluter Risikoaversion (ARA), sinkende RRA nur mit sinkender ARA und steigende RRA sowohl mit sinkender, steigender und konstanter ARA vereinbar ist.

[Seite 28]

Die in der Literatur geführte Diskussion über die Veränderung der Risikoeinstellung bei Vermögenserhöhungen ist weiterhin offen, da die zahlreichen empirischen Arbeiten zu keinem einheitlichen Ergebnis gelangten und auf Basis theoretischer Argumente keine der möglichen Veränderungsrichtungen logisch zwingend ist.[FN 1] [...] Während hinsichtlich der absoluten Risikoaversion weitgehend Einigkeit besteht, dauert die Diskussion über die relative Risikoeinstellung immer noch an.

[FN 1] [...] vgl. Wilde, G J S. (1982); Trimpop, R. M. (1994) S. 212-216; Veling, I. H. (1984) [...]

[FN 2] Vgl. Kruschwitz, L. (1995) S. 140.

[FN 4] Vgl. Stiglitz, J. E. (1969) S. 742.

[FN 5] Vgl. Blake, D. (1996) S. 1187; Levy, H. (1994); Oehler, A. (1998b); Riley, W. B./Chow, K. V. (1992) S. 34; Benzion, U./Yagil, Y. (1996) S. 17. Frühe Belege einer DRRA finden sich bei Cohn, R.A./Lewellen, W. G./Lease, R. C./Schlarbaum, G. G. (1975); Graves, P. E. (1979) Morin, R. A./Suarez, A. F. (1983).

[FN 6] Vgl. March, J. G. (1988) S. 20.

[FN 7] Vgl. Antonides, G./Sar, N. L. van der (1990) S. 240; Bar-Shira, Z./Just, J. E./Zilberman, D. (1997); Gordon, M. J./Paradis, G. E./Rorke, C. H. (1972) S. 117; Kroll, Y./Levy, H./Rapoport, A. (1988) S. 405; Quizon, J. B./Binswanger, H. P./Machina, M. J. (1984) S. 147; Rapoport, A. (1984) S. 49; Siegel, F. W./Hoban, J. P. (1982); Szpiro, G. G. (1983), der allerdings keine Individualdaten verwendet.

[FN 8] Vgl. Blume, M. E./Friend, I. (1975) S. 598-602; Friend, I./Blume, M. E. (1975); Schwarze, J. (1996)

[Seite 29]

S. 120-130; Szpiro, G. G. (1986a) und Szpiro, G. G. (1986b) wiederum mit der genannten Einschränkung.

[FN 1] Die einzige dem Autor bekannte Längsschnittstudie ist das Experiment von Levy, H. (1994)

Anmerkungen

Der übernommene Quelltext ist stellenweise nur leidlich modifiziert worden. Beim in die Fußnoten "verbannten" Teil ist die Herkunft aus Unser (1999) bereits verschleiert. Dass Mh alle in insgesamt acht Fußnoten des Originals genannten Autoren hier auflistet und so nur die originalen Fußnoten mit einem Teil des originalen Haupttextes zu einer einzigen Fußnote verschmilzt, ist als Übernahme nicht mehr ersichtlich. Vielmehr wird ein sorgfältiges Studium von 30 (!) Originalquellen suggeriert. Fehler bei der Übernahme des Namens Schlarbaum.

Sichter
Lukaluka

[58.] Mh/Fragment 035 15 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:21 Kybot
Erstellt: 31. December 2011, 01:17 (Hindemith)
BauernOpfer, Eisenführ Weber 2003, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Lukaluka, WiseWoman, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 35, Zeilen: 12-21
Quelle: Eisenführ Weber 2003
Seite(n): 225-227, Zeilen: S.225: 36-39, S.226: 1-2, 37-42, S.227: 1-7
Beide Größen finden in der Finanzierungstheorie Verwendung, um das Risikoverhalten von Anlegern zu beschreiben. Dabei geht man in der Regel davon aus, dass der Grenznutzen des Geldes positiv ist, dass dieser Grenznutzen mit steigenden Geldbeträgen abnimmt und dass nicht steigende absolute Risikoaversion vorliegt [FN 214]. Ein Standardbeispiel zur Erläuterung des Maßes der relativen Risikoaversion stammt aus dem Investmentbereich: Ausgangspunkt ist ein Entscheider, der zur Investition eine sichere und eine riskante Anlagemöglichkeit vorliegen hat. Bei konstanter relativer Risikoaversion ist die Aufteilung in die sichere und riskante Anlage unabhängig von der Höhe des investierten Vermögens. Bei sinkender (steigender) relativer Risikoaversion investiert der Entscheidungsträger bei steigendem Vermögen mehr (weniger) in die riskante Anlageform. [FN 215]

[FN 214]: Vgl. Kraus und Litzenberger (1976) sowie Eisenführ und Weber (2003), S. 225f.

[FN 215]: Zum Beweis vgl. Keeney und Raiffa (1976), S. 176f. In ihrer Untersuchung zeigen Friend und Blume (1975) anhand von Steuerdaten, dass der durchschnittliche US-amerikanische Anleger absolute und konstante Risikoaversion besitzt.

[S. 225]

Beide Größen werden in der Finanzierungstheorie oft gebraucht, um das Risikoverhalten von Anlegern zu charakterisieren. So geht man in der Regel davon aus (Kraus und Litzenberger 1976), daß

- der Grenznutzen des Geldes positiv ist,

[S. 226]

- Entscheidung bei Risiko und einem Ziel der Grenznutzen mit steigenden Geldbeträgen abnimmt und

- nicht steigende absolute Risikoaversion vorliegt.

[...]

Das relative Risikoeinstellungsmaß r^* läßt sich am besten anhand eines Beispiels aus dem Investmentbereich erläutern. Nehmen Sie an, Sie könnten Ihr Vermögen in eine sichere Anlage und eine riskante Anlage investieren. Konstante relative Risikoeinstellung besagt nun, daß die Aufteilung in sichere und riskante Anlage unabhängig von der Höhe des investierten Vermögens sein muß. Bei sinkender (steigender) relativer Risikoeinstellung wird der Anleger bei steigendem

[S. 227]

Vermögen mehr (weniger) in die riskante Anlage investieren (den Beweis finden Sie etwa bei Keeney und Raiffa 1976, S.176f.).

Die Frage nach der absoluten und relativen Risikoeinstellung „normaler" Bürger beschäftigt die Forschung intensiv. Als Beispiel seien Friend und Blume (1975) angeführt, die anhand von US-amerikanischen Steuerdaten abgeleitet haben, daß der durchschnittliche Anleger abnehmende absolute und konstante relative Risikoscheu besitzt.

Anmerkungen

Teilweise wörtliche, teilweise sinngemäße Übernahme. Auch drei Literaturverweise stammen aus der Quelle. Der Verweis auf die Quelle ist inadäquat: * er steht nicht am Ende der Übernahme * die teilweise wörtlichen Übernahmen sind nicht gekennzeichnet, der Verweis wird mit "Vgl." eingeleitet * dadurch, dass der Verweis auf die Quelle parallel zur übernommenen Referenz Kraus und Litzenberger (1976) genannt wird, wird eine Auseinandersetzung mit der Literatur angedeutet, die so wohl nicht stattgefunden hat. Auch vor der hier dokumentierten Übernahme stammt Wesentliches aus der Quelle.

Sichter
Lukaluka WiseWoman

[59.] Mh/Fragment 034 16 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:21 Kybot
Erstellt: 1. August 2011, 17:34 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Guckar, Sotho Tal Ker, Graf Isolan, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 16-23
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 42, Zeilen: 10-16
Werden Nutzenfunktionen zur Bewertung einzelner Entscheidungen, im Sinne von Vermögensänderungen und nicht für komplette Vermögenspositionen, konstruiert, so ergeben sich für jeden Entscheidungsträger unterschiedliche Nutzenfunktionen abhängig vom jeweiligen Anfangsvermögen [FN 206]. Sowohl die Bewertung des Nutzens von Zahlungen als auch die Einschätzung des Risikos hängt damit stets von der Höhe und der Zusammensetzung des Gesamtbudgets ab [FN 207]. Dadurch entsteht in Abhängigkeit des Vermögensniveaus in der Ausgangssituation eine Schar von Nutzenfunktionen, die so genannten Shifting Utility Functions. [FN 208]

[FN 206] Vgl. Fischer (2004a), S. 42

[FN 207] Kritisch dazu etwa Fishburn (1988), S. 33. Jedoch liefern etwa die empirischen Ergebnisse von Mosteller und Nogee (1951) Anhaltspunkte dafür, dass bereits kleine Unterschiede in der Vermögensausstattung einen Einfluss auf die Bewertung ausüben können.

[FN 208] Vgl. zu einer empirischen Analyse etwa die Arbeit von Binswanger (1981).

Sollen mit einer Nutzenfunktion nur die Ergebnisse einzelner Entscheidungen, als Vermögenszuwächse oder -verluste, bewertet werden, nicht aber komplette Vermögenspositionen, so müssen für einen Entscheidungsträger verschiedene Nutzenfunktionen abhängig von seinem Anfangsvermögen angegeben werden, da sowohl die Einschätzung des Nutzens der Zahlungen als auch die Einschätzungen des Risikos stets von der Höhe und Zusammensetzung des Gesamtbudgets abhängen.[FN 6] Somit gelangt man dann zwangsläufig zu einer Schar von Nutzenfunktionen ("shifting utility functions"), die sich in Abhängigkeit vom Vermögenslevel der Ausgangssituation unterscheiden. [FN 7,8]

[FN 6] Anders allerdings Fishburn (1988, S. 33). [...] Jedoch liefern Experimente, wie z.B. diejenigen von Mosteller und Nogee (1951) durchaus Anhaltspunkte dafür, daß auch kleine Unterschiede in der Vermögensausstattung einen Einfluß auf die Bewertung ausüben können.

[FN 7] Für eine empirische Bestätigung [...] vgl. z.B. Binswanger (1981).

[FN 8] [...]

Anmerkungen

Es besteht eine frappierende Nähe zwischen Dissertation und Quelle im Fließtext, die Fußnoten stimmen im Wesentlichen überein. Es gibt einen Quellenverweis, aber die Übernahme geht auch nach dem Quellenverweis noch weiter. Die Übernahme beginnt schon vorher: Mh/Fragment_034_03

Sichter
Hindemith

[60.] Mh/Fragment 034 03 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:21 Kybot
Erstellt: 5. January 2012, 23:46 (Hindemith)
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Lukaluka, Frangge, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 34, Zeilen: 3-15
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 42, Zeilen: 3-9, 102-109
Tversky und Wakker (1995) kritisieren sowohl den Ansatz von Friedman und Savage

(1948) als auch den Ansatz von Markowitz (1952b), da beide nicht in der Lage seien, reales Verhalten abzubilden. Dieses folge, empirisch beobachtbar, einem viergeteilten Muster. Dieses Muster inkludiert Risikofreude für unwahrscheinliche Gewinne und sehr wahrscheinliche Verluste sowie Risikoaversion für sehr wahrscheinliche Gewinne und unwahrscheinliche Verluste. [FN 202] Nach ihrer Auffassung kann dieses 'four-fold Pattern' mit Hilfe von Wahrscheinlichkeitsgewichten abgebildet werden. [FN 203]

Der Ansatz von Markowitz (1959) definiert nicht nur eine Nutzenfunktion für einen Entscheider, sondern für jedes Ausgangsniveau eine andere Nutzenfunktion. In seiner mehrperiodischen Theorie konstruiert er Nutzenfunktionen, in die jeweils der Wert des Portfolios am Periodenende sowie der Konsum der aktuellen Periode als Unbekannte eingehen. [FN 204] Als wesentliche Parameter für den konkreten Verlauf der Nutzenfunktion gehen der Wert des Portfolios zu Periodenbeginn und der Konsum der Vorperioden ein. [FN 205]

[FN 202] Vgl. Tversky und Wakker (1995), S. 1256.

[FN 203] Vgl. etwa Fischer (2004a), S. 42 sowie Abschnitt 2.3.3.2 zur Prospect Theorie.

[FN 204] Vgl. Markowitz (1959), insbesondere S. 274ff. sowie die Ausführungen bei Fischer (2004a), S. 42.

[FN 205] Vgl. Markowitz (1959), S. 275. Ähnlich bei Machina (1982).

[Zeile 102 (FN 2)]

Tversky und Wakker (1995) hingegen kritisieren den Ansatz von Friedman und Savage (1948) sowie den Ansatz von Markowitz (1952). Ihrer Ansicht nach ist der von diesen Autoren vorgeschlagene Verlauf der Nutzenfunktionen nicht zutreffend, da empirisch ein sog. "four-fold pattern", also ein viergeteiltes Verhaltensmuster, bestehend aus Risikofreude für unwahrscheinliche Gewinne und sehr wahrscheinliche Verluste sowie Risikoscheu für sehr wahrscheinliche Gewinne und unwahrscheinliche Verluste, beobachtet werde, das auf einem großen Bereich auftrete, aber auf diese Weise nicht erfaßt werden könne [...] Ihrer Auffassung nach muß das viergeteilte Verhaltensmuster durch die Einführung von Wahrscheinlichkeitsgewichten abgebildet werden, vgl. auch Abschnitt 3.2.3 zur Prospect Theorie.

[Zeile 3]

Auch im Ansatz von Markowitz (1959) resultiert für jedes Ausgangsniveau eine andere Nutzenfunktion. Er konstruiert in seiner mehrperiodigen Theorie [FN 3] Nutzenfunktionen, in die der Wert des jeweiligen Portfolios am Periodenende sowie der Konsum der aktuellen Periode als Unbekannte eingehen. Somit spielt dann das aktuelle Vermögensniveau - also der Wert des Portfolios zu Beginn der Periode - eine Rolle, da es die beiden genannten Größen und somit den konkreten Verlauf der Nutzenfunktion (parametrisch) beeinflußt. Der Verlauf der Nutzenfunktion hängt zudem von dem bereits erfolgten Konsum der Vorperioden ab. [FN 4] [FN 5]

[FN 3] Vgl. Markowitz (1959, insbes. S. 274ff).

[FN 4] Vgl. Markowitz (1959, S. 275.).

[FN 5] Auch Machina (1982) entwickelt aus entsprechenden Überlegungen unter Einbeziehung des Anfangs Vermögens seine Theorie.

Anmerkungen

Der Text wird aus Fischer übernommen und z.T. umgeschrieben. Alle Quellenverweise werden mitübernommen. Es gibt zwei Verweise auf Fischer (beide mit vgl. eingeleitet), der Leser muss aber annehmen, dass Fischer nur eine unter vielen Quellen ist, mit denen sich Mh auseinandergesetzt hat. In Wirklichkeit ist Fischer 2004 aber die Quelle für den gesamten Abschnitt. Fragment geht mit Mh/Fragment_034_16 direkt weiter.

Sichter
Lukaluka

[61.] Mh/Fragment 031 109 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:21 Kybot
Erstellt: 18. February 2012, 22:13 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 109-115
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 22, Zeilen: 12-15, 104-106
[FN 190] [...] In Abhängigkeit von der Annahme über die Wertfunktion (Höhenpräferenzfunktion), d.h. über den Nutzen der Ergebnisse unter Sicherheit, kann eine konkave Nutzenfunktion auch entweder Risikoscheu, Risikofreude oder Risikoindifferenz ausdrücken; vgl. etwa Borch (1969), S. 75; Böcker (1986), S. 986; Dyer (1989), S. 65; Dyer und Sarin (1982); Keller (1985), S. 475f.; Krzysztofowicz (1983b), S. 89; Schildbach (1996), S. 586; Sinn (1980), S. 88; Unser (1999), S. 22; Wilhelm (1986) sowie Hieronimus (1979), S. 215f. In Abhängigkeit von der Annahme über die Wertfunktion (Höhenpräferenzfunktion), d. h. über den Nutzen der Ergebnisse unter Sicherheit, kann eine konkave Risikonutzenfunktion entweder Risikoscheu, Risikoindifferenz oder auch Risikofreude ausdrücken.[FN 3]

[FN 3] Vgl. Borch, K. H. (1969) S. 75; Böcker, F. (1986) S. 986; Dyer, J. S. (1989) S. 65; Dyer, J. S./Sarin, R. K. (1982); Keller, L. R. (1985) S. 475f.; Krzysztofowicz, R. (1983a) S. 89; Schildbach, T. (1996) S. 586; Sinn, H.-W. (1980) S. 88; Wilhelm, J (1986); Hieronimus, A. (1979) S. 215f.

Anmerkungen

Haupttext und Literaturverweise werden in eine Fußnote eingebaut. Die Quelle ist mit "vgl." als eine von 11 Quellen genannt (die anderen 10 Quellen sind auch so bei Unser zu finden). Es gibt aber keinen Hinweis darauf, dass diese Stelle übernommen worden ist.

Sichter
Hindemith

[62.] Mh/Fragment 031 08 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:20 Kybot
Erstellt: 6. January 2012, 19:21 (Hindemith)
Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Bummelchen, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 31, Zeilen: 8-10
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 38,39, Zeilen: 4-13;1-2
[...]. [FN 191] Beispielsweise lässt sich beobachten, dass Menschen sowohl Versicherungen abschließen als auch Glücksspiele (z. B. Lotto) betreiben, sich also sowohl risikoavers als auch risikofreudig verhalten. [FN 192] Glücksspiele [und Versicherungen sind seitdem das Standard-Beispiel in der Literatur für die Unangemessenheit des Erwartungswertes als Entscheidungskriterium [FN 193] einerseits und als Bewertungsmaßstab für die Möglichkeit, mit einer Theorie reales Verhalten abzubilden, [FN 194] andererseits.]

[FN 191] Vgl. Fischer (2004a), S. 38.

[FN 192] Dies diskutieren schon Friedman und Savage (1948), S. 297; vgl. auch Markowitz (1952b) sowie Quiggin (1993), S. 46ff. Eine weitere Möglichkeit zur Erklärung dieser beiden Verhaltensweisen gibt Kwang (1965).

[FN 193] Vgl. etwa Bitz (1981), S. 97f.

[FN 194] Vgl. exemplarisch Kahneman und Tversky (1979); Loomes und Sugden (1982) sowie Karmarkar (1978).

Vielmehr zeigt gerade die Tatsache, daß Menschen sowohl Versicherungen abschließen [...] als auch Glücksspiele betreiben [...] daß durchaus beide Einstellungen auch bei derselben Person vorhanden sein können. [...] [FN 2a] Glücksspiele und Versicherungen sind seither ein beliebtes Beispiel in der Literatur, einerseits für die Unangemessenheit [S. 39] des Erwartungswertes als Entscheidungskriterium [FN 1b] und andererseits als Beurteilungsmaßstab für die Möglichkeit, mit einer Theorie reales Verhalten abzubilden. [FN 2b]

[FN 2a] Vgl. Friedman und Savage (1948, S. 297) [...], vgl. dazu Markowitz (1952), sowie Quiggin (1993, S. 46f.). Eine andere Möglichkeit, beide Verhaltensweisen zu erklären. gibt Kwang (1965) an.

[FN 1b] Vgl. Bitz (1981, S. 97f.).

[FN 2b] Vgl. z.B. Kahneman und Tversky (1979), Loomes und Sugden (1982) sowie Karmarkar (1978).

Anmerkungen

Inhaltliche und teilweise wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis (Einen Verweis auf Fischer gibt es erst am Ende des nächsten Abschnitts, bzw. vor dem übernommenen Abschnitt) Auch die detaillierten Literaturverweise werden übernommen. Die Fußnote 158 auf Seite 26 kann hier wohl nicht mehr relevant sein: "158 Vgl. zu den folgenden Ausführungen insbesondere Fischer (2004a), S. 17ff."

Sichter
Bummelchen(Text) WiseWoman

[63.] Mh/Fragment 027 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:20 Kybot
Erstellt: 4. August 2011, 12:11 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Hindemith, Guckar, Cassiopeia30, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 27, Zeilen: 01-09; 109-114
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 18, Zeilen: 13-24; 106-110
Für die Prämisse vollständiger Rationalität wird oft der Selektionsmechanismus des Marktes angeführt.[FN 164] Dabei wird unterstellt, dass sich langfristig nur solche Individuen am Markt behaupten können, die optimierendes Verhalten im evolutionären (Markt-)Prozess praktizieren.[FN 165] Dabei ist jedoch zu bedenken, dass die Kosten exakter Entscheidungen so hoch sein können, dass die Anwendung von Heuristiken das "Überleben" [FN 166] sichert.[FN 167] Auch sind insbesondere Finanzmärkte nicht statisch, sondern dadurch gekennzeichnet, dass ständig Marktteilnehmer eintreten und austreten; insbesondere für die neu eintretenden Marktteilnehmer sind (etwa aufgrund mangelnder Erfahrung) Abweichungen vom rationalen Verhalten zu erwarten.[FN 168]

[FN 164] Dieser Punkt liefert eine interessante Fragestellung, die mit dem Modell, das in Teil 2 dieser Arbeit vorgestellt wird, untersucht werden kann, nämlich ob Agenten, die auf der Erwartungsnutzentheorie aufbauende Modelle verwenden, eine Outperfomance gegenüber anderen Agenten erzielen.

[FN 165] Vgl. etwa Arrow (1974) und Heiner (1983).

[FN 166] Fischer (2004a), S. 18.

[FN 167] Akerlof und Yellen (1985) zeigen in ihrer Arbeit, dass schon kleine Abweichungen vom rationalen Verhalten in ökonomischen Modellen zu Änderungen des resultierenden Gleichgewichts führen können.

[FN 168] Vgl. Frey und Eichenberger (1989b).

Ein weiteres Argument für die Prämisse vollständiger Rationalität lautet, daß sich nur Individuen (am Markt) behaupten können, die optimierendes Verhalten an den Tag legen bzw. umgekehrt nur Strategien und Verhaltensmuster im evolutionären Prozeß bestehen, die sich auch wirklich als vorteilhaft erweisen.[FN 5] Da die unbeschränkte Rationalität dazu führt, daß der Entscheidungsträger "das Beste" tut, sei es auch wahrscheinlich, daß er in seinem eigenen Interesse genau so handelt. Jedoch ist dabei zu bedenken, daß die Kosten exakter Entscheidungen durchaus prohibitiv hoch sein können, so daß "Überleben" gerade durch die Anwendung nicht-exakter Daumenregeln gesichert wird.[FN 6] Zudem sprechen empirische Beobachtungen, z.B. auf Versicherungs- und Finanzmärkten, gegen dieses Argument, da auf diesen Märkten durchaus abweichendes Verhalten beobachtet wird, und schließlich sind Märkte nicht statisch, sondern es treten ständig Marktteilnehmer ein und aus, und gerade für die neu eintretenden Individuen sind Abweichungen von rationalen Verhalten zu erwarten.[FN 7]

[FN 5] Vgl. Arrow (1974, S. 41) und Heiner (1983).

[FN 6] Hierzu jedoch Schlicht (1990, S. 708): "Theory thus requires an abstract approach." Akerlof und Yellen (1985) zeigen, dass schon kleine Abweichungen vom rationalen Verhalten in ökonomischen Modellen Änderungen des resultierenden Gleichgewichts bewirken können.

[FN 7] Vgl. Frey und Eichenberger (1989).

Anmerkungen
  • Übernahme der Argumentation * Bauernopfer in FN 166 auf Technischen Bericht von Fischer * Übernahme von Formatierungen, etwa "Überleben" * Der Begriff "Outperfomance"[sic!] soll evtl. "Over performance" heißen. * Man beachte auch FN 158 auf der Vorseite: "Vgl. zu den folgenden Ausführungen insbesondere Fischer (2004a), S. 17ff."
Sichter
Cassiopeia30

[64.] Mh/Fragment 025 09 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:20 Kybot
Erstellt: 4. August 2011, 12:05 (Lukaluka)
Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, KayH, Hindemith, Guckar, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 25, Zeilen: 9-20
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 16,17, Zeilen: Zeile 15ff, zweiter Absatz der Seite
* [...] i.d.R. nicht alle Informationen zur Verfügung stehen und der Entscheidungsträger nicht zwingend in der Lage ist, diese zu beschaffen und adäquat zu verarbeiten. [FN 150] In diesem Kontext kann der Informationsstand sowohl als Merkmal der Entscheidungssituation als auch als Merkmal des Entscheiders interpretiert werden. [FN 151] Ein weiterer Aspekt besteht darin, dass bei Vorliegen von unvollständigen Informationen die Beschaffung zusätzlicher Information aus Kostenaspekten heraus nicht erfolgt, obwohl dies sinnvoll wäre. [FN 152]
  • Die Implikation aus den Annahmen, dass zwei unterschiedliche Personen zwingend zu der gleichen Entscheidung gelangen, kann gleichfalls bezweifelt werden, insbesondere da selbst bei gleichem Informationsstand nicht davon ausgegangen werden kann, dass beide Personen dieselben intellektuellen Fähigkeiten zur analytischen Verarbeitung der Informationen besitzen. [FN 153]


[FN 150] Damit geht nicht notwendigerweise eine Einschränkung des Rationalitätsbegriffes einher, wenn man etwa die Definition von Langlois (1990) betrachtet: „Rationality, in this alternative formulation, is a matter of doing the best one can with what one is given, which includes one's knowledge and information processing abilities."

[FN 151] Vgl. Simon (1955).

[FN 152] Die Bedeutung von Informationszuwächsen im Rahmen der Theorie der Realoptionen erläutern etwa Dixit und Pindyck (1994). Zur Bedeutung des Informationswertes im Kontext von Entscheidungen vgl. etwa Lawrence (1999), insbesondere Kapitel 3.

[FN 153] Vgl. Rubinstein (1998), S. 3.

Im allgemeinen sind nicht alle Informationen vorhanden bzw. das Individuum ist nicht unbedingt in der Lage, sie zu beschaffen und zu verarbeiten. [FN 6] Der Informationsstand kann somit sowohl als Merkmal der Entscheidungssituation als auch als Charakteristikum des Entscheidungsträgers selbst angesehen werden. [FN 7] Oftmals besteht zudem das Problem, daß die vorliegenden Informationen zwar nicht vollständig sind, aber auch nichts in die Beschaffung von mehr Informationen investiert wird, obwohl dies sinnvoll wäre, weil wiederum die Möglichkeiten der Informationsbeschaffung entweder nicht erkannt oder für zu kostspielig gehalten werden. [FN 8] [...]

[Seite 17]

Darüber hinaus besitzen zwei verschiedene Personen, denen dieselben Informationen vorliegen, in der Regel nicht dieselben intellektuellen Fähigkeiten, diese analytisch zu verarbeiten. [FN 1, S. 17]

[FN 6] Dies muß allerdings noch keine Einschränkung des Rationalitätsbegriffs bedeuten, wenn man diesen wie Langlois (1990) interpretiert: „Rationality, in this alternative formulation, is a matter of doing the best one can with what one is given, which includes one's knowledge and information processing abilities."

[FN 7] Vgl. Simon (1955).

[FN 8] Zur möglichen Bedeutung von Informationszuwächsen vgl. Dixit und Pindyck (1994), in deren Theorie der Realoptionen dieser Aspekt eine entscheidende Rolle spielt. Zu Bedeutung un Beurteilung des Informationswertes für Entscheidungen vgl. Lawrence (1999, insbes. Kapitel 3).

[FN 1, S. 17] Vgl. Rubinstein (1998, S.3)

Anmerkungen

Der Absatz ist inhaltlich identisch mit Fischer 2004, die Quelle wird aber nicht genannt. Die Texte sind auch in Struktur und Formulierung sehr ähnlich. Die Fußnoten werden direkt übernommen. Der Verfasser erzeugt so den Eindruck, sich mit der Literatur auseinandergesetzt zu haben, in Wirklichkeit stammen aber alle Literaturverweise und Erläuterungen von Fischer.

Sichter
Hindemith

[65.] Mh/Fragment 024 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:20 Kybot
Erstellt: 5. February 2012, 23:41 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 24, Zeilen: 1-8, 101-106
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 17-18, Zeilen: S.17, 14-15 - S. 18, 1-2.4-6.12-14101-103.106-107
Das Unabhängigkeitsaxiom (Substitutionsaxiom, „sure-thing-principle"[FN 139], „reduction of compound lotteries axiom") fordert, dass sich die Präferenz zwischen zwei Lotterien nicht ändert, wenn beide mit einer anderen, identischen Lotterie kombiniert werden. Für beliebige Lotterien L_i, L_j \, L_k \in \mathcal{L} mit L_i \succeq L_j und für alle Wahrscheinlichkeiten p \in [0, 1] gelte folglich p \cdot L_i + (1-p) \cdot L_k \succeq  p \cdot L_j + (1-p) \cdot L_k. Die Bewertung zu vergleichender Alternativen hängt damit nur von deren Unterschieden und nicht von Gemeinsamkeiten in den Konsequenzen ab.[FN 140] Das Unabhängigkeitsaxiom impliziert, dass die Nutzenwerte von Auszahlungen unabhängig sind von den Wahrscheinlichkeiten, mit denen sie eintreten.[FN 141]

[FN 139] Dieser Begriff wurde von Savage 1954 in seiner Theorie der Subjective Expected Utility Theory eingeführt und stellt im engeren Sinne eine Erweiterung dieses Axioms von von Neumann und Morgenstern dar; vgl. etwa Fishburn und Wakker (1995); Unser (1999), S. 18 sowie Wakker, Erev und Weber (1994), S. 198-200.

[FN 140] Vgl. Unser (1999), S. 18.

[FN 141] Vgl. Fischhoff, Goitein und Shapira (1983), S. 190; French (1988), S. 199-202 sowie Smidts (1990), S. 53.

Das Unabhängigkeitsaxiom (Substitutionsaxiom, „sure-thing-principle“[...], „reduction of compound lotteries axiom“) stellt die Forderung auf, daß für drei Lotterien x, y und z (mit x\ \ge\ y) eine Wahrscheinlichkeit p existiert, für die folgende Relation gilt:p\cdot x + (1-p)\cdot z\ \ge\ p\cdot y + (1-p)\cdot z. [...] Anders ausgedrückt hängt die Bewertung nur von Unterschieden zwischen den zu vergleichenden Alternativen, nicht aber von gemeinsamen Konsequenzen ab. [...] Schließlich impliziert das Unabhängigkeitsaxiom, daß die Nutzenwerte der Auszahlungen unabhängig von der Wahrscheinlichkeit sind, mit der sie eintreten (und vice versa).[FN 3]

[FN 1] Dieser von Savage 1954 in seiner Subjective Expected Utility Theory eingeführte Begriff stellt eigentlich eine Erweiterung des Neumann-Morgensternschen Axioms dar; vgl. Fishburn, P./Wakker, P (1995); Wakker, P./Erev, I./Weber, E. U. (1994) S. 198-200.

[FN 3] Vgl. Fischhoff, B./Goitein, B./Shapira, Z. (1983) S. 190; French, S. (1988) S. 199-202; Smidts, A. (1990) S. 53.

Anmerkungen

Ein Absatz aus Unser (1999) wird etwas gekürzt und in der Wortwahl leicht abgeändert. Die Übernahme geht über die Definition hinaus und umfasst auch die Erläuterungen, die kaum abgeändert werden. Besonders auffällig ist, dass hier sogar Fußnoten (fast) identisch übernommen werden. Nach der "Quellenangabe" setzt sich die Übernahme fort.

Sichter
Lukaluka

[66.] Mh/Fragment 023 12 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:20 Kybot
Erstellt: 16. September 2011, 11:52 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Senzahl, 83.50.74.52, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 11-17
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 47, Zeilen: 4-11
Das Stetigkeitsaxiom fordert, dass für Lotterien L_i, L_j, L_k \in \mathcal{L} mit L_i\succeq L_j\succeq L_k eine (subjektive) Wahrscheinlichkeit p existiert, so dass gilt: L_j \sim{} p \cdot L_i + (1-p)\cdot L_k.[FN 135] Diese Forderung garantiert, dass die Abbildung der Verteilungen in L auf die reellen Zahlen derart ermöglicht wird, dass im Bildraum die vollständige Präferenzordnung wiedergegeben wird. [FN 136] Vielfach wird dieses Axiom in der Literatur weniger als Rationalitätspostulat, sondern vielmehr als formale Notwendigkeit im Sinne einer technischen Forderung gesehen. [FN 137]

[FN 135] Aus dieser Formulierung für beliebige Verteilungen folgt bereits die Beschränktheit der Risikonutzenfunktion; in der Formulierung über Einpunkt-Verteilungen, wie sie etwa von Bamberg und Coenenberg (2006), S. 213 und dort insbesondere Fußnote 1, vorgestellt wird, muss die Existenz beschränkter Nutzenfunktionen vorausgesetzt werden. Vgl. dazu auch Fischer (2004a), S. 47.

[FN 136] Vgl. Fishburn (1988), S. 11 und S. 46f.

[FN 137] Alternativ kann anstelle des hier formulierten Stetigkeitsaxioms auch die ursprünglich von Jensen gewählte Darstellung mittels des so genannten „Archimedischen Axioms" gewählt werden, aus dem die hier dargestellte Fassung folgt; vgl. dazu Albrecht (1982) sowie Fishburn (1988), S. 10.

Wenn gilt P_1 \prec P_2 und P_2 \prec P_3, dann gibt es ein p mit 0 < p < 1, so daß


P_2 \sim{ } p\cdot P_1 + (1-p) P_3

Das Stetigkeitsaxiom ist in erster Linie aus formalen Gründen erforderlich, da sonst nicht garantiert ist, daß die Abbildung der Verteilungen P auf die reellen Zahlen in einer Weise möglich ist, so daß im Bildraum wirklich die vollständige Präferenzordnung wiedergegeben wird. [FN 1] [...] Fishburn (1988, S. 47) weist jedoch darauf hin, daß es von vielen Theoretikern mehr als technische Forderung denn als Rationalitätspostulat angesehen wird. [FN 3,4]

[FN 1] Vgl. Fishburn (1988, S. 11 und S. 46f.).

[FN 3] Alternativ kann auch das sog. "Archimedische Axiom" formuliert werden, aus dem die oben angegebene Formulierung folgt, vgl. z.B. Albrecht (1982). Dies ist auch die ursprünglich von Jensen gewählte Formulierung, vgl. Fishburn (1998, S. 10).

[FN 4] Die Formulierung des Stetigkeitaxioms in der angegebenen Form für beliebige Verteilungen anstelle der auf Einpunkt-Verteilungen beschränkten, schwächeren Fassung, wie sie z.B. von Bamberg und Coenenberg (1996, S.87) angegeben wird, führt zwingend auf die sonst vorrauszusetzende Beschränkheit der Risiko-Nutzenfunktion, vgl. Bamberg und Coenenberg (1996, S.96).

Anmerkungen
  • Mh übernimmt die Argumentation von Fischer 2004 und ändert dabei die Reihenfolge und einige Formulierungen. Auch wird etwas gekürzt. * Die Fußnoten zeigen eindeutig, dass Fischer die Quelle der Übernahme ist: MH_135 = FI_4, MH136 = FI_1, MH_137 = FI_3. * Die angegebene Literatur wird übernommen mit der Aktualisierung des Lehrbuchs von Bamberg und Coenenberg auf die aktuelle Auflage. * Bauernopfer ist am Ende von Mhs FN 135, der Verweis auf Fischer bezieht sich allerdings nur auf die FN 135.
Sichter
Hindemith

[67.] Mh/Fragment 020 101 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:20 Kybot
Erstellt: 11. February 2012, 20:28 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 101-105
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 44, Zeilen: 14-16, 108-109
[FN 110] Die Bezeichnung Bernoulli-Prinzip ist nur im Deutschen zu finden. Im englischen Sprachraum ist der Terminus EU-Prinzip (expected utility principle) gebräuchlich; vgl. hierzu etwa Fischer (2004a), S. 44; Bamberg und Coenenberg (2006), S. 86 sowie die Arbeiten von Albrecht (1982); Albrecht (1983); Bitz (1998); Bitz und Rogusch (1976); Dyckhoff (1993); Jacob und Leber (1976a); Jacob und Leber (1976b) sowie Kürsten (1992b). Das "Bernoulli-Prinzip" ist unter dieser (leicht irreführenden) Bezeichnung nur im Deutschen zu finden[FN 6], während im englischen Sprachraum die Bezeichnung EU-Prinzip (expected utility (EU) principle) vorherrscht.

[FN 6] Vgl. z.B. Bamberg und Coenenberg (1996, S. 74). Laux (1998, S. l62ff.) sowie Albrecht (1982, 1983), Bitz (1998), Bitz und Rogusch (1976), Dyckhoff (1993), Jacob und Leber (1976a und b), Kürsten (1992a).

Anmerkungen

Inmitten einer Übernahme aus Unser (1999), dokumentiert in Mh/Fragment 020 01, findet sich eine Fußnote, deren Bestandteile - insbesondere neun Literaturangaben in identischer Reihenfolge - vollständig aus einem anderen Werk (Fischer (2004)) stammen. (Einzig Fischers Verweis auf Laux, Entscheidungstheorie, 4. Auflage 1998, S. 162ff, wird nicht übernommen)

Sichter
Senzahl Hindemith

[68.] Mh/Fragment 016 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:20 Kybot
Erstellt: 11. January 2012, 11:41 (Hindemith)
BauernOpfer, Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Hindemith, Graf Isolan, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 16, Zeilen: 1-6, 101-107
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 2, Zeilen: 7-10, 13-16, 102-105
[Wie im letzten Abschnitt herausgearbeitet wurde, kommt der Analyse der Entscheidungen unter Risiko innerhalb der normativen Entscheidungstheorie eine besondere Bedeutung zu. Dieser Bereich der Entscheidungslehre ist wesentlich geprägt durch das Prinzip des] Erwartungsnutzens [FN 82]. Dieses „wird vor allem aufgrund seiner axiomatischen Fundierung (...) weithin als die rationale Entscheidungsregel akzeptiert" [FN 83]. Diese herausragende Rolle hat häufig dazu geführt, dass weitere ökonomische Theorien, die spezielle Entscheidungen in spezifischen Situationen analysieren, sich dieses Grundprinzips des Erwartungsnutzens bedienen. Dies wird insbesondere in Abschnitt 3.1.1.1 im Kontext von Entscheidungen auf dem Kapitalmarkt untersucht. [FN 84]

[FN 82] Die Theorie des Erwartungsnutzens wird in Anlehnung an den englischen Begriff Expected Utility Theory auch als EU-Theorie bezeichnet. Diese Bezeichnung findet auch in der deutschsprachigen Literatur Verwendung; vgl. exemplarisch etwa die Arbeit von Bamberg und Trost (1996).

[FN 83] Fischer (2004a), S. 2.

[FN 84] Ein weiteres typisches Beispiel ist die normative Principal-Agent Theorie; vgl. dazu etwa die Arbeiten von Grossmann und Hart (1983); Rees (1985a); Rees (1985b) sowie Spremann (1987). Für eine Klassifikation der Theoriezweige vgl. etwa Kleine (1996), S. 24.

Die betriebswirtschaftliche Entscheidungslehre ist im Bereich der Entscheidungen unter Risiko durch das Erwartungsnutzen-Prinzip (im folgenden auch: EU-Prinzip [FN 2]) geprägt, welches - vor allem aufgrund seiner axiomatischen Fundierung - weithin als die rationale Entscheidungsregel akzeptiert wird. [...] Diese dominierende Rolle hat auch dazu geführt, daß häufig wie selbstverständlich das EU-Prinzip zugrunde gelegt wird, wenn weitere ökonomische Theorien entstehen, die sich mit dem strukturierten Treffen von Entscheidungen in einem speziellen Rahmen befassen, wie z.B. die (normative) Prinzipal-Agent-Theorie. [FN 3], [FN 4]

[FN 2] Die Abkürzung ist vom englischen Begriff “Expected Utility Principle" abgeleitet. Sie wird auch in der deutschsprachigen Literatur, so z.B. von Bamberg und Trost (1996), verwendet.

[FN 3] Zur normativen Prinzipal-Agent-Therie vgl. z.B. Grossman und Hart (1983), Rees( 1985a, 1985b) sowie Spremann (1987); zur Klassifizierung der Theoriezweige vgl. z.B. Kleine (1995, S. 24).

Anmerkungen

Eine inhaltliche Übernahme, die auch sehr nahe an den Formulierungen der Quelle ist. Insbesondere werden hier auch die Fußnoten mit Erläuterungen und Literaturverweisen übernommen. Es existiert ein Quellenverweis auf Fischer, der sich allerdings nur auf einen Satz bezieht, der mit Anführungszeichen korrekt zitiert ist. Das Buch von Kleine ist tatsächlich 1995 erschienen (siehe [1]), nicht 1996, wie Mh angibt. Die drei Punkte "(...)" im Zitat sind irreführend, da nur ein Spiegelstrich "-" ausgelassen wurde. Korrekt ist "Grossman und Hart (1983)", nicht "Grossmann [...]".

Sichter
Graf Isolan

[69.] Mh/Fragment 006 115 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:20 Kybot
Erstellt: 15. February 2012, 11:49 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 115-118
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 11, Zeilen: 101-104
[FN 13] Vgl. ausführlich zu den Begriffen normativer, präskriptiver und deskriptiver Entscheidungstheorie sowie deren Zusammenspiel Baron (1988), S. 16-18; Bell, Raiffa und Tversky (1988); Klose (1994), S. 9-14; Kühberger (1994), S. 5; Slovic, Fischhoff und Lichtenstein (1977a) sowie Schneeweiß (1991), S. 83-86. [FN 1] Vgl. ausführlich zum Zusammenspiel von normativer, präskriptiver und deskriptiver Entscheidungstheorie Baron, J. (1988) S. 16-18; Bell, D. E./Raiffa. H/Tversky, A (1988); Klose, W. (1994) S. 9-14; Kühberger, A. (1994) S. 5; Slovic, P./Fischhoff, B /Lichtenstein, S. (1977); Schneeweiß, C. (1991) S. 83-86.
Anmerkungen

Übernahme sämtlicher Referenzen und der Aussage aus der Fußnote bei Unser (1999). Auswahl, Reihenfolge und Seitenzahlenbereiche sind identisch. Da auch die Aussage, in welchem Zusammenhang die Zusammenstellung zu rezipieren ist, übernommen wurde, handelt es sich nicht um reines "Quellenabfischen", sondern ein Plagiat. Durch das verschleiernde Verschieben des Begriffs "Zusammenspiel" und Weglassen der Initialen entsteht beim Leser der Anschein einer eigenen Leistung.

Sichter
Frangge Klicken (Kategorie)

[70.] Mh/Fragment 222 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:12 Kybot
Erstellt: 4. August 2011, 09:35 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, LeBaron 1998, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 222, Zeilen: 1-25
Quelle: LeBaron 1998
Seite(n): 11,12, Zeilen: Überschrift 2.5
4.2.2.2.2.3 Der Santa Fe Artificial Stock Market

Ein bekanntes sowie vielfach untersuchtes, zitiertes und erweitertes Modell ist der Santa Fe Artificial Stock Market (SF-ASM). [FN 255] Die Agenten besitzen myopische einperiodige CARA-Präferenzen über das zukünftige Vermögen und müssen sich zwischen zwei Anlagemöglichkeiten entscheiden. Dazu existiert eine risikolose Anlage, die einen festen Zins r zahlt und eine risikobehaftete Anlage in Form einer Aktie, die eine zufällige Dividende zahlt. Diese Dividende d_t zum Zeitpunkt t folgt einem autoregressiven stochastischen Prozess gemäß

d_t = \bar{d} + \rho(d_{t-1} - \bar{d} + \epsilon_t),

wobei die \epsilon_t unabhängige, identisch verteilte Zufallsvariablen, die einer Standardnormalverteilung genügen, darstellen, \bar{d} die mittlere Dividende bezeichnet und das Gewicht \rho = 0,95 den gleichen Wert für alle Simulationen besitzt. Unter den Bedingungen der Normalverteilung von Dividenden und Preisen sowie einer CARA-Nutzenfunktion ergibt sich die Nachfrage nach der risikobehafteten Anlage für Agent i zum Zeitpunkt t zu



s_{t,i} = \frac{E_{t,i}(p_{t+1} + d_{t+1})- p_t(1+r)}{\gamma\sigma^2_{t,i,p+d}},

wobei p_t den Preis der risikobehafteten Anlage zum Zeitpunkt t, \sigma^2_{t,i,p+d} die bedingte Varianz von p+d zum Zeitpunkt t für Agent i, \gamma den Koeffizienten der absoluten Risikoaversion und E_{t,i}(\cdot) die Erwartung von Agent i zum Zeitpunkt t darstellen. [FN 256] Um ein geschlossenes Modell zu erreichen, wird die Anzahl der Agenten N gleich der Anzahl der verfügbaren Aktien gesetzt, d.h.

N = \sum\limits_{i=1}^N s_i ,

wobei s_i die Anzahler der von Agent i gehaltenen Aktien darstellt. Als Benchmark in diesem Markt dient der Gleichgewichtspreis, der sich aus der Bestimmung des REE (Rational Expectations Equilibrium) gemäß der Erwartungsnutzentheorie als lineare Funktion der Dividende in der Form

 p_t = b + ad_t

[ergibt, wobei die Parameter a und b aus den zugrunde liegenden Parametern berechnet werden können. [FN 257]]

[FN 255] Vgl. Arthur, Holland, LeBaron, Palmer und Tayler (1997) sowie LeBaron, Arthur und Palmer (1999). Eine frühere Version dieses Modells findet sich bei Palmer, Arthur, Holland, LeBaron und Tayler (1994). Der Aufbau des Marktes ähnelt einigen der in Abschnitt 4.2.2.3.3 dargestellten Modelle. Dabei werden insbesondere die Arbeiten von Bray (1982) sowie Grossmann und Stiglitz (1980) als Grundlage verwendet.

[FN 256] Dabei gibt E_{t,i}(\cdot) nicht den exakten Erwartungswert wieder. Diese Einschränkung macht die Untersuchungen jedoch nicht weniger valide; vgl. dazu ausführlich LeBaron 2000), S. 691

[Fn 257] Dazu wird die Preisfunktion wieder in die Nachfragefunktion eingesetzt. Diese wird gleich Eins gesetzt, was wiederum für alle Dividenden d_t gelten muss.

2.5 The Santa Fe artificial stock market

The Santa Fe Stock Market is one of the most adventuresome artificial market projects. It is outlined in detail in Arthur, Holland, LeBaron, Palmer & Tayler (1997), and LeBaron, Arthur & Palmer (forthcoming 1998). [...]

The market setup is simple and again borrows much from existing work such as Bray (1982), and Grossman & Stiglitz (1980). In this framework, one period, myopic, constant absolute risk aversion utility, CARA, agents must decide on their desired asset composition between a risk free bond, and a risky stock paying a stochastic dividend. The bond is in infinite supply and pays a constant interest rate, r. The dividend follows a well defined stochastic process

d_t = \bar{d} + \rho(d_{t-1} - \bar{d} + \epsilon_t),

where \epsilon_t is gaussian, independent, and identically distributed, and \rho = 0,95 for all experiments. It is well known that under CARA utility, and gaussian distributions for dividends and prices, the demand for holding shares of the risky asset by agent i, is given by,


s_{t,i} = \frac{E_{t,i}(p_{t+1} + d_{t+1})- p_t(1+r)}{\gamma\sigma^2_{t,i,p+d}},

where p_t is the price of the risky asset at t, \sigma^2_{t,i,p+d} is the conditional variance of p + d at time t, for agent i, \gamma is the coefficient of absolute risk aversion, and E_{t,i} is the expectation for agent i at time t. [FN 12] Assuming a fixed number of agents, N , and a number of shares equal to the number of agents gives,

N = \sum\limits_{i=1}^N s_i

which closes the model.

In this market there is a well defined linear homogeneous rational expectations equilibrium (REE) in which all traders agree on the model for forecasting future dividends, and the relation between prices and the dividend fundamental. An example of this would be

 p_t = b + ad_t.

The parameters a and b can be easily derived from the underlying parameters of the model by simply substituting the pricing function back into the demand function, and setting it equal to 1, which is an identity and must hold for all dt .

[FN 12] E_{t,i} is not the true expectation of agent i at time t. [...]

Anmerkungen

Die gesamte Seite ist im Wesentlichen eine Übersetzung aus der Quelle, wobei kleinere Textfragmente und Quellenangaben in die Fußnoten ausgelagert werden. Alle Formeln sind identisch übernommen. Auch sind fast alle Literaturverweise aus der Quelle LeBaron 1998 übernommen. Die Quelle selbst (bzw. eine spätere Version) ist in der FN 256 genannt, der Verweis bezieht sich aber nur auf den Text der Fußnote. Möglicherweise ist der Santa Fe artificial stock market im Kontext der Dissertation Allgemeinwissen, dann dürften z.B. Formeln wohl ohne Kennzeichnung übernommen werden, die hier dokumentierte Darstellung hat aber auch einordnenden und interpretativen Charakter. Diese geistige Leistung stammt von LeBaron, nicht vom Verfasser der Dissertation.

Sichter
Hindemith

[71.] Mh/Fragment 221 09 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:12 Kybot
Erstellt: 4. August 2011, 09:15 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, LeBaron 1998, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 221, Zeilen: 9-20
Quelle: LeBaron 1998
Seite(n): 4, Zeilen: 6-16
Im Ergebnis zeigt dieses Modell, dass der genetische Algorithmus grundsätzlich in der Lage ist, den optimalen Aktienanteil im Portfolio zu lernen. Andererseits sind auch einige Einschränkungen zu betrachten. Zunächst scheint die Wahl von S einen wichtigen Effekt auszulösen. Es kann gezeigt werden, dass die Agenten systematisch ein zu hohes optimales \alpha schätzen, nämlich

\alpha^{**} = \arg\max\limits_{\alpha_i}\sum\limits_{j=1}^S U_{\alpha_i}(w_j)

mit  E ( \alpha^{**} ) \neq \alpha^{*} , d.h. die Agenten halten tendenziell zu viele Aktien in ihrem Portfolio. Dies erklärt sich daraus, dass risikoreichere Strategien entweder aufgrund besonderen Erfolges oder besonderen Misserfolges besonders hohe oder besonders niedrige Fitnesswerte aufweisen und konservative Strategien im mittleren Wertebereich zu finden sind. Daher werden durch den genetischen Algorithmus glückliche, jedoch nicht notwendigerweise gehaltvolle Strategien ausgewählt. Lässt man jedoch S gegen Unendlich gehen, so konvergiert auch dieser Bias gegen Null.[FN 254]

[FN 254] Solche Biases, die auf der Wahl bestimmter Größen von Stichproben basieren, sind auch in der Statistik wohl bekannt und schlagen sich natürlich auch in der Welt der Simulationen nieder; vgl. zu einem anderen Beispiel etwa Benink und Bossaerts (2001).

In general, Lettau’s results show that the GA is able to learn the optimum portfolio weight. However, there is an interesting bias. He finds that the optimal rules have a value for α which is greater than the optimal \alpha^* . This bias implies that they generally will be holding more of the stock than their preferences would prescribe. This is because agents are choosing

\alpha^{**} = \arg\max\limits_{\alpha_i}\sum\limits_{j=1}^S U_{\alpha_i}(w_j),

and  E ( \alpha^{**} ) \neq \alpha^{*} . Intuitively, the reason is quite simple. Over any finite sample, S, there will be a set of rules that do well because they faced a favorable draw of dividends. Those that took risks and were lucky will end up at the top of the fitness heap. Those that took risks and were unlucky will be at the bottom, and the conservative rules will be in the middle. As the GA evolves, this continues to suggest a selection pressure for lucky, but not necessarily skillful strategies. Pushing S to infinity exposes agents to more trials, and the chances of performing well do [sic!] to chance go to zero. Lettau shows that for very large S, the bias does indeed get close to zero as expected.

Anmerkungen
  • Relativ freie Übernahme der Argumentation und der Formeln, jedoch kein Quellenverweis * Mh vergisst beim optimalen \alpha einmal den Stern *.
Sichter
Hindemith

[72.] Mh/Fragment 215 03 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:11 Kybot
Erstellt: 4. August 2011, 08:43 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Hommes 2005, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 215, Zeilen: 3-20
Quelle: Hommes 2005
Seite(n): 13-14, Zeilen: Ab Abschnitt 3.1
In dem hier ausgewählten Modell des Noise Trader-Ansatzes existieren zwei Typen von Agenten: [FN 236] Rationale Anleger [FN 237] und Noise Trader. Weiter gibt es zwei Anlagemöglichkeiten, eine sichere Anlage, die in jeder Periode einen festen Zins r zahlt und eine unsichere Anlage, die in jeder Periode t eine unsichere Dividende r + \epsilon_t zahlt mit unabhängigen \epsilon_t \sim{} N( 0,\sigma_{\epsilon}^2 ).[FN 238] Der Preis der unsicheren Anlage in Periode t wird mit p_t bezeichnet.

Die Noise Trader glauben, dass sie besondere Informationen über den zukünftigen Preis der unsicheren Anlage besitzen, z. B. Signale aus der technischen Analyse etc., und treffen ihre Entscheidungen aufgrund dieser (inkorrekten) Informationen. Die rationalen Anleger antizipieren die Fehleinschätzung und kaufen bzw. verkaufen, wenn die Noise Trader den Preis drücken bzw. anheben, so dass der Preis tendenziell zum fundamentalen Preis zurückkehrt.

Für beide Typen von Agenten wird die Nachfrage nach der unsicheren Anlage bestimmt durch Maximierung des erwarteten Nutzens bei Vorliegen konstanter absoluter Risikoaversion (CARA) bezüglich des Vermögens der nächsten Periode gemäß [FN 239]


\lambda_t^R = \frac{r+E_t[p_{t+1}]-(1+r)p_t}{2\gamma(\sigma^2_p{t+1}+\sigma_\epsilon^2)},


\lambda_t^N = \frac{r+E_t[p_{t+1}]-(1+r)p_t}{2\gamma(\sigma^2_p{t+1}+\sigma_\epsilon^2)} + \frac{p_t}{2\gamma(\sigma^2_p{t+1}+\sigma^2_\epsilon)}

dabei ist \gamma der Koeffizient der absoluten Risikoaversion, E_t[p_{t+1}] der erwartete Preis in Periode t + 1 basierend auf den Informationen von Periode t, \sigma^2_{p_{t+1}} die erwartete Varianz über eine Periode des Preises p_{t+1} und die p_{t} sind exogen vorgegebene Maße für die Fehleinschätzung der Noise Trader, die iid Zufallsvariablen darstellen mit p_t \sim N(\rho^*,\sigma^2_\rho).

[FN 236] Vgl. zu diesem Ansatz insbesondere De Long et al. (1990a).

[FN 237] Diese werden in diesem Kontext auch als 'sophisticated, rational traders' bezeichnet.

[FN 238] Das bedeutet, die Störterme \epsilon_t sind, wie üblich, iid Zufallsvariablen, d.h. unabhängig und identisch verteilt (independent identically distributed).

[FN 239] Vgl. zu CARA auch die Ausführungen in Abschnitt 2.2.2 auf S. 36 dieser Arbeit.

In DeLong et al. (1990a) there are two types of traders, noise traders and sophisticated, rational traders. There are two assets, a safe asset paying a fixed dividend r in each period, and a risky asset paying an uncertain dividend

r + \epsilon_t,

where t is IID, normally distributed with mean 0 and variance \sigma^2_\epsilon . The price of the unsafe asset in period t is denoted by p_t.

Noise traders incorrectly believe that they have special information about the future price of the risky asset. For example, they use signals from technical analysts, stock brokers or economic consultants and irrationally believe that these signals carry information and select their portfolios based upon these incorrect beliefs. For sophisticated traders it is optimal to exploit noise traders misperceptions. Sophisticated traders buy (sell) when noise traders depress (push up) prices. This contrarian trading strategy pushes prices in the direction of the fundamental value, but not completely.

For both trader types, demand for the risky asset is derived from expected utility maximization of constant absolute risk aversion utility of tomorrow’s wealth,


\lambda_t^R = \frac{r+E_tp_{t+1}-(1+r)p_t}{2\gamma(\sigma^2_p{t+1}+\sigma_\epsilon^2)},


\lambda_t^N = \frac{r+E_tp_{t+1}-(1+r)p_t}{2\gamma(\sigma^2_p{t+1}+\sigma_\epsilon^2)} + \frac{p_t}{2\gamma(\sigma^2_p{t+1}+\sigma^2_\epsilon)}

where \gamma is the coefficient of absolute risk aversion, E_t[p_{t+1}] is the expected price at date t + 1 conditional on information up to time t, \sigma^2_{p_{t+1}} is the expected one period variance of p_{t+1} and p_{t} is the misperception of the expected price for tomorrow by the noise trader. [...] The misperception of noise traders is an exogenously given IID normally distributed random variable with mean \rho^* and variance \sigma^2_\rho .

Anmerkungen

Klare Übernahme ohne Quellenverweis. Auch der Verweis auf De Long et al (1990) wird übernommen.

Sichter
Hindemith

[73.] Mh/Fragment 213 07 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:11 Kybot
Erstellt: 4. August 2011, 08:23 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Hommes 2005, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 213, Zeilen: 7- 28
Quelle: Hommes 2005
Seite(n): 11, Zeilen: 8ff
Die Autoren Frankel und Froot entwickelten verschiedene dynamische heterogene Agentenmodelle für Wechselkurse.[FN 231] Das grundlegende Modell beinhaltet drei Typen von Agenten: Fundamentalisten, Chartisten und Portfoliomanager. Die Fundamentalisten verwenden ein Modell für den Verlauf des Wechselkurses, das korrekt wäre, wenn es keine Chartisten geben würde. Die Chartisten verwenden autoregressive Zeitreihenmodelle, z. B. einfache Extrapolation, basierend auf vergangenen Wechselkursen. Die Erwartung der Portfoliomanager wird als gewichteter Durchschnitt der Erwartungen von Fundamentalisten und Chartisten berechnet. Diese Gewichte werden im Laufe der Zeit unter Verwendung einer rationalen, bayesschen Herangehensweise angepasst, d.h. es wird betrachtet, ob Fundamentalisten oder Chartisten eine bessere Vorhersage getroffen haben. [FN 232]

Ausgangspunkt des Modells ist die Ermittlung des Wechselkurses gemäß

s_{t+1} = c\Delta s^m_{t+1} + z_t, mit c \geq 0,

wobei s_{t+1} den logarithmierten Wechselkurs, \Delta s_{t+1}^m die Änderungsrate, die vom Markt, d.h. von den Portfoliomanagern, erwartet wird, c eine Adjustierungskonstante und z_t fundamentale Daten darstellt. Die Fundamentalisten bestimmen ihre Vorhersage bzw. Erwartung gemäß

\Delta s^f_{t+1}= v(\bar{s}-s_t),

wobei \bar{s} den fundamentalen Wechselkurs darstellt und v die Anpassungsgeschwindigkeit repräsentiert. Zur Vereinfachung wird angenommen, dass die Chartisten einen Random Walk des Wechselkurses unterstellen, d.h.

\Delta s^c_{t+1} = 0.

[FN 231] Vgl. dazu Frankel und Froot (1986); Frankel und Froot (1990a) sowie Frankel und Froot (1990b).

[FN 232] D.h. alle Agenten handeln jeweils rational in Bezug auf ihre jeweiligen Beschränkungen.

Their work on questionnaire surveys among financial practitioners motivated Frankel and Froot (1986,1990ab) to develop a heterogeneous agent model for exchange rates with time varying weights of forecasting strategies, which has stimulated much subsequent research in the field. Their exchange rate model contains three classes of agents: fundamentalists, chartists and portfolio managers. Fundamentalists think of the exchange rate according to a model –e.g. the overshooting model– that would be exactly correct if there were no chartists in the market. Chartists do not have fundamentals in their information set; instead they use autoregressive time series models –e.g. simple extrapolation– having only past exchange rates in the information set. Finally portfolio managers, the actors who actually buy and sell foreign assets, form their expectations as a weighted average of the predictions of fundamentalists and chartists. Portfolio managers update the weights over time in a rational, Bayesian manner, according to whether the fundamentalists or the chartists have recently been doing a better job of forecasting. Thus each of the three is acting rationally subject to certain constraints. [...]

The departure is a general model of exchange rate determination

s_t = c\Delta s^m_{t+1} + z_t, c \geq 0 ,

where s_t is the log of the spot exchange rate, \Delta s^m_{t+1} is the rate of depreciation expected by the market, i.e. by the portfolio managers, and z_t, represents market fundamentals. [...]

Fundamentalists’ forecast are given by

\Delta s^f_{t+1}= v(\bar{s} - s_t),

where \bar{s} is the fundamental exchange rate and v is the speed of adjustment. For simplicity, Frankel and Froot (1990b) assume that the ‘chartists’ believe that the exchange rate follows a random walk, that is,

\Delta s^c_{t+1} = 0

Anmerkungen
  • Klare Übernahme ohne Quellenverweis * Die Verweise auf die Publikationen von Frankel-Froot werden übernommen. * Die FN 232 ist in der Quelle im Fließtext zu finden.
Sichter
Hindemith

[74.] Mh/Fragment 100 08 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:08 Kybot
Erstellt: 8. February 2012, 00:06 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 100, Zeilen: 8-23, 101-105
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 122-123, Zeilen: S. 122, 25-27 - S.123,1-18.101-104
Aufbauend auf diesen Annahmen ergibt sich die Rendite eines Wertpapiers als Linearkombination eines faktorunabhängigen Renditebestandteils und einer quantitativ und inhaltlich nicht näher spezifizierten Anzahl von Risikofaktoren, die in der Summe das systematische Risiko widerspiegeln. Die Grundgleichung des Mehrfaktormodells lautet:[FN 62]

\mathcal{} r_i= \alpha_i + \sum_{j=1}^n \beta_{i,j}\cdot F_j + \epsilon_i \ \ (3.1)

wobei \mathcal{}r_i die (stochastische) Rendite des Wertpapiers \mathcal{}i, \mathcal{}\alpha_i den faktorunabhängigen Renditebestandteil, \mathcal{}F_j den \mathcal{}j-ten Faktor, \mathcal{}\beta_{i,j} die Sensitivität bzw. Faktorladung zwischen Wertpapier \mathcal{}i und Faktor \mathcal{}j sowie \mathcal{}\epsilon_i die stochastische Störvariable des Wertpapiers \mathcal{}i, angibt. Dabei wird für die Störvariablen unterstellt, dass sie sowohl mit den verschiedenen Wertpapieren unkorreliert sind (und damit keine systematischen Bewertungskomponenten existieren außer den Faktoren), dass sie keinen Zusammenhang mit den Faktoren aufweisen, dass die Störvariablen untereinander unkorreliert sind und dass diese einen Erwartungswert von Null und eine homoskedastische Varianz von Eins aufweisen.[FN 63] Die Störvariable ist damit ein Ausdruck für das unsystematische Risiko, das analog zu den Ausführungen beim CAPM vom Markt aufgrund der Diversifikationsmöglichkeiten nicht bewertet wird.

[FN 62] Vgl. exemplarisch Steiner und Bruns (2002), S. 31.

[FN 63] Vgl. Alexander, Sharpe und Bailey (1993), S. 259-266; Elton und Gruber (1991), S. 369; Franke (1994), S. 131-133; Haugen (1990), S. 257-263; Huberman (1982), S. 184-189; Ingersoll (1984), S. 1023-1025; Steiner und Novak (2001); Uhlir und Steiner (1991), S. 196f. sowie Ulschmid (1994), S. 66f.

[Seite 122]

Die Renditen der Wertpapiere ergeben sich danach als Linearkombination einer quantitativ und inhaltlich nicht weiter spezifizierten Zahl von Risikofaktoren, die in ihrer

[Seite 123]

Summe das systematische Risiko wiedergeben. Das Mehrfaktorenmodell beschreibt folgende Grundgleichung:

(2.42) \mathcal{} R_i= \alpha_i + \sum_{j=1}^n \beta_{ij} I_j + \epsilon_i \ \

mit \mathcal{}R_i = stochastische Rendite des i-ten Wertpapiers

\mathcal{}\alpha_i = erwartete Rendite des i-ten Wertpapiers

\mathcal{}\beta_{ij} = Koeffizienten für die erwartete Änderung der Rendite des i-ten Wertpapiers bei einer Änderung des j-ten Faktors (Faktorladung)

\mathcal{}I_j = Faktoren j=1,\dots,n

\mathcal{}\epsilon_i = Störvariable des i-ten Wertpapiers mit einem Erwartungswert von null und einer endlichen Varianz.

Weiterhin sind die Störvariablen verschiedener Wertpapiere unkorreliert, so daß außer den Faktoren keine weiteren systematischen Bewertungskomponenten existieren können. Auch zu den Faktoren selbst weisen die Störvariablen keinen Zusammenhang auf. Schließlich sind die Faktoren untereinander unkorreliert, weisen einen Erwartungswert von null und eine homoskedastische Varianz vom Wert 1 auf.[FN 1] Die Störvariable ist Ausdruck des unsystematischen Risikos, das wie beim CAPM vom Markt aufgrund des Diversifikationseffektes nicht bewertet wird.

[FN 1] Vgl Alexander, G. J./Sharpe, W. F./Bailey, J. V. (1993) S. 259-266; Elton, E. J./Gruber, M. J. (1991) S. 369; Franke, G. (1994) S. 131-133; Haugen, R. A. (1990) S. 257-263; Huberman, G. (1982) S. 184-189; Ingersoll, J. E. (1984) S. 1023-1025; Steiner, M./Nowak, T. (1995) Sp. 1439f.; Uhlir, H./Steiner, P. (1991) S. 196f.; Ulschmid, C. (1994) S. 66f.

Anmerkungen

--

Sichter
Lukaluka

[75.] Mh/Fragment 090 107 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:07 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 22:26 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 107-115
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 107-108, Zeilen: S. 107, 19.22-24.105-110 und S. 108, 1-3.104
[FN 12] [...] vgl. etwa den frühen Uberblick bei Cootner (Hrsg.) (1964) sowie

für 30 Einzelwerte des Dow-Jones-Index Fama (1965a); für Deutschland mit Tagesrenditen von 37 Aktien vgl. Hecker (1974), S. 158f.; für neuere weltweite Untersuchungen vgl. Chunhachinda, Dandapani, Hamid und Prakash (1997); Geyer (1992), S. 12; Krämer und Runde (1997); Kritzman (1994), S. 15f.; Lux (1996); Markowitz und Usmen (1997) sowie Peiro (1994). Als generelles Ergebnis kann festgehalten werden, dass die empirische Verteilung einer stabilen Paretoverteilung, insbesondere der leptokurtotischen Verteilung entspricht. Da diese jedoch keine endliche Varianz besitzt, wäre dies nicht mehr mit der Erwartungsnutzentheorie vereinbar; vgl. etwa Fama (1965a), S. 95-97 sowie Mühlbradt (1980), S. 141.

[Seite 107]

Er stellt für die Verteilungen der 30 Einzelwerte des Dow-Jones-Index fest, [...]

Diese Form der Verteilung entspricht der von MANDELBROT angenommenen stabilen Paretoverteilung, insbesondere der leptokurtischen Verteilung.[...] Da die letztgenannte

[FN 5] Vgl. dazu den Überblick bei Cootner, P. H. (1964).

[FN 6] Vgl. Fama, E. F. (1965). Dasselbe Ergebnis erzielt Hecker, G. (1974) S. 158f. für Deutschland mit Tagesrenditen von 37 Aktien.

[FN 7] Auch aktuelle Untersuchungen stellen weltweit diese Verteilung fest; vgl. Chunhachinda, P./Dandapani, K./Hamid, S./Prakash, A. J. (1997); Geyer, A. (1992) S. 12; Krämer, W./Runde, R. (1997); Kritzman, M. P. (1994) S. 15f.; Lux, T. (1996); Markowitz, H. M./Usmen, N. (1997); Peiro, A. (1994).

[Seite 108]

Verteilung aber keine endliche Varianz aufweist, ist das \mu-\sigma-Prinzip, welches eine Normalverteilung und damit eine endliche Varianz erfordert, nicht mehr mit der Erwartungsnutzentheorie vereinbar.[FN 1]

[FN 1] Vgl. Fama, E. F. (1965) S. 95-97; Mühlbradt, F. W. (1980) S. 141.

Anmerkungen

Etwas umgeschnitten und umgestellt, aber alles da (insbesondere die Literaturverweise). Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
Hindemith

[76.] Mh/Fragment 039 15 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:06 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 16:39 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Lukaluka, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 39, Zeilen: 15-21, 111-113
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 32, Zeilen: 8-9, 11-12, 14-21, 101-104
Dabei repräsentieren die Nutzenfunktionen des Typs U_1 Personen mit einem positiven Grenznutzen des Geldes, die also ein höheres Einkommen einem niedrigeren vorziehen, was in der Regel gegeben sein dürfte. Die Klasse U_2 impliziert weiter Risikoaversion, die Klasse von Nutzenfunktionen U_3 beinhaltet darüber hinaus die Präferenz für Verteilungen mit positiver Schiefe.[FN 233] Die überwiegende Anzahl empirischer Studien zeigt, dass Entscheider zur Klasse U_3 gehören, d.h. Verteilungen mit positiven Abweichungen vom Erwartungswert präferieren.[FN 234]

[FN 233] Aus der Klasse U_3 lassen sich direkt noch keine Aussagen über die absolute Risikoaversion des Entscheiders ableiten, da diese Klasse sowohl Personen mit zunehmender wie auch mit abnehmender Risikoaversion enthält; vgl. Unser (1999), S. 32.

[FN 234] Vgl. etwa Arditti (1967); Conrath (1973); Friend und Westerfeld (1980); Cooley (1977); Levy und Sarnat (1972), S. 247 sowie Scott und Horvath (1980). Keine Bestätigung für die Relevanz einer positiven Schiefe finden dagegen Francis (1975); Francis und Archer (1979), S. 375 sowie Tan (1991).

[S.40]

Zu den Problemen bei der empirischen Bestimmung von Schiefepräferenzen vgl. Sears und Wei (1985).

Die Klasse von Nutzenfunktionen des Typs U_1 schließt alle Personen mit einem positiven Grenznutzen des Geldes ein. [...] was zumindest für monetäre Ergebnisse immer gegeben sein dürfte. [...] Die Klasse U_2 impliziert zusätzlich Risikoaversion und U_3 beinhaltet schließlich die Präferenz für Verteilungen mit positiver Schiefe. Empirische Studien zeigen überwiegend, daß Anleger diese Form der Schiefepräferenz aufweisen, d. h. Verteilungen mit überwiegend positiven Abweichungen vom Erwartungswert bevorzugen.[FN 1] Die Annahme einer positiven Schiefepräferenz erlaubt allerdings noch keine Aussage über die Veränderung der absoluten Risikoaversion des Investors bei Vermögensvariationen, da die Klasse U_3 Individuen mit zunehmender wie auch mit abnehmender absoluter Risikoaversion (DARA) enthält.

[FN 1] Vgl. Arditti, F. D. (1967); Conrath, D. W. (1973); Friend, I./Westerfield, R. (1980); Cooley, P. I. (1977); Levy, H./Samat, M. (1972a) S. 247; Scott, R. C./Horvath, P. A. (1980). Keine Bestätigung für die Relevanz einer positiven Schiefe finden dagegen Francis, J. C. (1975); Francis, J. C./Archer, S. H. (1979) S. 375; Tan, K.-J. (1991). Zu den Problemen der empirischen Feststellung von Schiefepräferen­zen vgl. Sears, R. S./Wei, K. C. J. (1985).

Anmerkungen

Ein Teil des originalen Textes wird in die Fußnote verschoben. Die zwischengeschobene Quellenangabe ist inadäquat, um den Umfang der Übernahme zu spezifizieren. Es werden alle im Original genannten Autoren eins zu eins genannt.

Sichter
WiseWoman

[77.] Mh/Fragment 020 01 - Diskussion
Bearbeitet: 8. April 2012, 09:05 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 11:58 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, Graf Isolan, Senzahl, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 20, Zeilen: 1-14, 115-122
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 15-16, Zeilen: 12-15,16-22;1-8,101-106
Das Bernoulli-Prinzip[FN 110] geht zurück auf die Überlegungen von Bernoulli aus dem Jahre 1738.[FN 111] Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass das bis zu dieser Zeit vorherrschende Entscheidungsprinzip für Risikosituationen, die Bayes-Regel, nicht hinreichend war für die Bewertung von Glücksspielen.[FN 112] Das bekannteste Beispiel dafür ist das so genannte Petersburger Paradoxon.[FN 113] Beim St. Petersburger Spiel wird eine Münze so lange geworfen, bis zum ersten Mal Kopf erscheint. Die Auszahlung errechnet sich dann als die Geldeinheit 2 potenziert mit der Anzahl der Versuche, d.h. es werden 2^n Geldeinheiten ausgezahlt.[FN 114] Der Erwartungswert des St. Petersburger Spiel ergibt sich damit zu[FN 115]

EW=\frac{1}{2} \cdot 2 + \frac{1}{4}\cdot 4 + \frac{1}{8}\cdot 8 + \ldots = \sum_{n=1}^\infty\left(\frac{1}{2}\right)^n\cdot 2^n = + \infty (2.1)

Obwohl der Erwartungswert der Auszahlungen unendlich groß ist, ist jedoch niemand bereit, einen unendlich hohen Geldbetrag für die einmalige Teilnahme an diesem Spiel zu bezahlen.[FN 116] Um dieses beobachtete Verhalten zu erklären, entwickelte Bernoulli die Idee der Maximierung des Erwartungswertes des Nutzens der Auszahlung unter Verwendung einer logarithmischen Nutzenfunktion.[FN 117]

[FN 112] Vgl. Unser (1999), S. 15. Nur im Falle von Risikoneutralität führen die Bayes-Regel und das Bernoulli-Prinzip zur gleichen Lösung; vgl. Bronner (1989), S. 12.

[FN 115] Vgl. etwa Unser (1999), S. 16 und Eisenführ und Weber (2003), S. 210.

[FN 116] Empirische Studien zeigen, dass die meisten Befragten lediglich bereit sind, Beträge kleiner als 20 Geldeinheiten zu bezahlen; vgl. die Ausführungen bei Eisenführ und Weber (2003), S. 210; Unser (1999), S. 16; Lopes (1981); Treisman (1988) sowie Schneider (1987), S. 238.

[FN 117] Der Grundgedanke entspricht dabei dem aus der Grenznutzentheorie bekannten zweiten Gossenschen Gesetz; vgl. Unser (1999), S. 16. Dieselbe Grundidee hatte bereits der Mathematiker Gabriel Cramer 1728 in einem Schriftwechsel mit Bernoullis Cousin Nikolaus geäußert, indem er eine Wurzelfunktion oder eine nach oben begrenzte Nutzenfunktion vorschlug; vgl. Kraschwitz und Kraschwitz (1996), S. 740.

Das von Daniel Bernoulli bereits 1738 entwickelte Prinzip entstand aus der Er­kenntnis heraus, daß das bis dahin vorherrschende Entscheidungsprinzip für Risiko­situationen, die BAYES-Regel, nicht uneingeschränkt für die Bewertung von Glück­spielen tauglich ist. [...] Diese Vorge­hensweise weist aber einerseits wenig plausible Implikationen auf und kann ande­rerseits das Bietverhalten beim sogenannten St. Petersburger Spiel nicht erklären. Dieses Münzwurfspiel beruht darauf, daß eine Münze solange geworfen wird, bis zum ersten Mal Kopf erscheint. Die Auszahlung wird dann dadurch ermittelt, daß die Geldeinheit 2 mit der Anzahl der Versuche potenziert wird. Es werden also 2^n Geldeinheiten (GE) ausgezahlt, womit für den Erwartungswert (EW) gilt:

(2.1) EW=\sum_{n=1}^\infty\left(\frac{1}{2}\right)^n\cdot 2^n = 1+1+1+\ldots =  + \infty

Für dieses Glücksspiel ist der Erwartungswert der Auszahlungen unendlich groß, aber niemand ist bereit, auch einen unendlichen Geldbetrag für die einmalige Teil­nahme an diesem Spiel zu bezahlen. [FN 1] Zur Erklärung des beobachteten Verhaltens entwickelt Bernoulli das Prinzip der Maximierung des Erwartungswerts des Nut­zens der Auszahlungen, wobei er eine logarithmische Nutzenfunktion verwendet.[FN 2] Der Grundgedanke von Bernoulli entspricht dem aus der Grenznutzentheorie be­kannten zweiten Gossenschen Gesetz.

[FN 1] In empirischen Studien konnte gezeigt werden, daß die meisten Befragten nur Beträge von weniger als 20 Geldeinheiten für die Teilnahme zu bezahlen bereit sind; vgl. Lopes, L. L. (1981); Treisman, M (1988); Eisenführ, F /Weber, M. (1994) S. 202; Schneider, D. (1987) S. 238.

[FN 2] Vgl. Bernoulli, D. (1996). Denselben Grundgedanken hatte der Mathematiker Gabriel Cramer bereits 1728 in einem Schriftwechsel an Bernoullis Cousin Nikolaus ausgeführt, indem er eine Wurzelfunktion oder eine nach oben begrenzte Nutzenfunktion vorschlug; vgl. Bernoulli, D. (1996) S. 740.

Anmerkungen

Der Text aus Fußnote 110 ist aus einer anderen Quelle übernommen und in Mh/Fragment 020 101 dokumentiert. FN 111 verweist nicht auf Unser.

Sichter
WiseWoman

[78.] Mh/Fragment 160 108 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:36 Kybot
Erstellt: 19. September 2011, 12:09 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 108-112
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 108, Zeilen: 13-21
[FN 391] Kritisch anzumerken bleibt dabei die fehlende theoretische Fundierung des Framing-Effekts sowie die Frage, inwiefern Veränderungen des Kontextes selbst den Framing-Effekt verändern; vgl. zu dieser Kritik auch Unser (1999), S. 246f. und die dort angegebene Literatur. So kann der Framing-Effekt etwa verschwinden, falls eine Aufgabe nicht (mehr) unter Zeitdruck gelöst werden muss; vgl. Svenson und Benson (1993). [...] [FN 3] Neben der fehlenden theoretischen Fundierung des Framing-Effektes ist eine Kritik v.a. bezüglich der Frage angebracht, inwieweit Veränderungen des Kontextes selber den Framing-Effekt verändern. [...] Hier ist insbesondere auch auf die bereits beschriebenen Einflußfaktoren der Aufgabenmerkmale hinzuweisen, da beispielsweise der Framing-Effekt verschwinden kann, wenn eine Aufgabe nicht unter Zeitdruck gelöst werden muß. [FN 4]

[FN 3] Vgl. UNSER (1999), S. 246f. und die dort angegebene Literatur.

[FN 4] Vgl. SVENSON/BENSON (1993).

Anmerkungen
  • Dieses Frag sollte im Zusammenhang mit Mh/Fragment 160 01 gesehen werden. * Mh übernimmt den Text von Schmidt mit gewissen Anpassungen und gibt die gleiche Literatur an.
Sichter
Guckar

[79.] Mh/Fragment 160 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:36 Kybot
Erstellt: 19. September 2011, 11:47 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Guckar, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 160, Zeilen: 1-2.6-14
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 107, Zeilen: 1-8
Auch eventuell auftretender Zeitdruck kann die Komplexität einer Entscheidung erhöhen, da dieser Zeitdruck Stress verursachen kann. [FN 386] [...] Empirische Untersuchungen zeigen, dass erhöhter Zeitdruck zu verschiedenen Effekten führen kann: [FN 388]
  • Es erfolgt eine verringerte Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung.
  • Negativ behaftete Informationen werden tendenziell höher gewichtet.
  • Objektiv wichtige Informationen werden negiert oder verleugnet.
  • Bereits getroffene Entscheidungen werden damit bestätigt.

Es kann davon ausgegangen werden, dass sich die Existenz von Zeitdruck auch für viele am Kapitalmarkt getroffene Entscheidungen annehmen lässt, insbesondere beispielsweise in umsatzstarken Phasen am Aktienmarkt. [FN 389]

[FN 386] Vgl. Svenson und Edland (1989), S. 234f.

[FN 388] Vgl. Zakay (1993), S. 60 sowie die dort zitierte Literatur

[FN 389] Vgl. Oehler (1995), S. 46.

In jedem Falle spielt der Zeitaspekt aber eine entscheidende Rolle im Rahmen der Lösung eines Entscheidungsproblems, [FN 1] der zu folgenden Effekten führen kann: [FN 2]
  • eine verringerte Informationsaufnahme und -Verarbeitung,
  • eine Höhergewichtung von negativ behafteten Informationen,
  • das Negieren oder Leugnen von wichtigen Informationen,
  • das Bestätigen einer bereits getroffenen Entscheidung.


Auch der Zeitdruck läßt sich für viele der am Aktienmarkt getroffenen Entscheidungen, v.a. in umsatzstarken Phasen, annehmen.[FN 3]

[FN 1] Vgl. SVENSON/EDLAND (1989), S. 234f.

[FN 2] Vgl. ZAKAY (1993), S. 60 und die dort angegebene Literatur.

[FN 3] Vgl. OEHLER (1995), S. 46.

Anmerkungen

Mh übernimmt die Argumentation von Schmidt 2003, teilweise die Formulierungen und den gesamten Fußnotenapparat. Die eigentliche Quelle ist nicht angegeben.

Sichter
Guckar Hindemith

[80.] Mh/Fragment 158 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:36 Kybot
Erstellt: 20. January 2012, 23:48 (Bummelchen)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 158, Zeilen: 19-25
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 104,105, Zeilen: 27-32; 1ff
Der Bereich der Komplexität lässt sich in mehrere einzelne Faktoren aufspalten. Dazu gehören insbesondere die Anzahl der Alternativen sowie deren Attribute und der Zeitdruck, unter dem eine Entscheidung zu treffen ist. [FN 379] Neben der reinen Menge an zu verarbeitenden Informationen determiniert zusätzlich die Vernetztheit dieser Informationen die Komplexität einer Entscheidung; Vernetztheit bezeichnet dabei die Abhängigkeit und Beeinflussung einzelner Informationen untereinander.[FN 380]

[FN 379] Vgl. Kupsch und Hufschmied (1979), S. 233.

[FN 380] Mit diesem Problemfeld beschäftigt sich insbesondere die Forschungsarbeit von Dörner; vgl. zu einem Überblick etwa Dörner (1993), S. 22f. und die dort genannte Literatur. Exemplarisch seien hier die neueren Untersuchungen von Dörner (2000) sowie Swait und Adamowicz (2001) genannt.

Als übergeordnetes Merkmal ist die Komplexität der zu lösenden Aufgabe zu nennen, da mehrere Einzelfaktoren eine Komplexität begründen. Zu diesen einzelnen Faktoren zählen beispielsweise die Anzahl der Attribute und der Alternativen einer Entscheidung und der Zeitdruck, unter dem eine Entscheidung getroffen werden muß. [FN 3] Die Menge an Informationen, die der Entscheider verarbeiten muß, hat wiederum Einfluß auf den Informationsprozeß. Es ist jedoch darauf

[FN 3] Vgl. KUPSCH/HUFSCHMIED (1979), S. 233.

[S. 105]

hinzuweisen, daß nicht allein die Menge an Informationen, sondern deren Vernetztheit die Komplexität einer Entscheidung determiniert. [FN 1] Mit Vernetztheit ist die Abhängigkeit und Beeinflussung einzelner Informationen untereinander gemeint.[...][FN2] [...][FN 3]

[FN 1] Vgl. DÖRNER (1993), S. 60ff.; DÖRNER (2000), S. 2.

[FN 2] S. den Überblick in DÖRNER (1993), S. 22ff.

[FN 3] [...] S.a. die Studie von SWAIT/ADAMOWICZ (2001).

Anmerkungen

Ein Quellenverweis auf Schmidt 2003 fehlt, obwohl der Inhalt des Fragments, und auch einige Formulierungen, sowie die Literaturverweise aus dieser Quelle übernommen wurden.

Sichter
Hindemith (stark geändert daher weitere Sichtung notwendig) Lukaluka

[81.] Mh/Fragment 147 18 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:36 Kybot
Erstellt: 19. January 2012, 21:04 (Bummelchen)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 18-24
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 91, Zeilen: 14-23
3.2.2.5 Erfahrungsbildung und Lernen

Ein weiteres zentrales Element der Informationsverarbeitung stellt die Erfahrungsbildung dar. Für Entscheidungen am Aktienmarkt scheint dies relevant, sofern der Anleger nicht nur eine einmalige Anlage tätigt, was insbesondere bei institutionellen Anlegern, aber auch beim Großteil der privaten Anleger der Fall ist. Eng verknüpft mit der Erfahrungsbildung ist, insbesondere aus psychologischer Sicht, der Begriff des Lernens. [FN 310] Stellvertretend für die Vielzahl an Definitionen, die in der Literatur für das Lernen zu finden sind, sei hier die[Folgende genannt:]

[FN 310] Der Begriff der Erfahrung wird in der Forschung auch unter dem Aspekt der Unterscheidung zwischen angeborenen und erlernten Einflüssen auf die Wahrnehmung untersucht; vgl. Murch und Woodworth (1978), S. 152ff. In dieser Arbeit wird auf die Erfahrungsbildung im Rahmen von Entscheidungen fokussiert.

3.3.4 Erfahrungsbildung und Lernbegriff

Eine Eigenschaft der Informationsverarbeitung ist die mögliche Erfahrungsbildung, der ein Entscheider unterliegt. Dies trifft auch für Entscheidungen am Aktienmarkt zu, sofern der individuelle Anleger es nicht bei einer Einmalent-scheidung beläßt. In besonderem Maße ist diese Eigenschaft für institutionelle Anleger relevant.

Nähert man sich der Erfahrungsbildung aus psychologischer Sicht, so trifft man zunächst auf den Begriff des Lernens.[FN 2]

Lernen wird in der Literatur verschiedentlich definiert und interpretiert. Die folgende Definition ist repräsentativ für gängige Definitionen:

[FN 2] Es muß zusätzlich erwähnt werden, daß das folgende Kapitel II 3.3.4 ausschließlich auf Erfahrungsbildung fokussiert, wie sie im Rahmen der Entscheidung verstanden wird. Erfah-rung wird in der Literatur auch unter dem hier nicht betrachteten Aspekt der Forschung über den Unterschied zwischen angeborenen und erlernten Einflüssen auf die Wahrnehmung verstanden. S. dazu ausführlich MURCH/WOODWORTH (1978), S. 152ff.

Anmerkungen

Übernahme des Textes ohne Quellenverweis in umformulierter Form. Auch der Verweis auf Murch und Woodworth (1978) wird übernommen. Hier beginnt eine mehrseitige Übernahme.

Sichter
Hindemith

[82.] Mh/Fragment 147 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:36 Kybot
Erstellt: 8. February 2012, 23:54 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 147, Zeilen: 5-17, 103-109
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 158-159, Zeilen: S. 158, 17-24.110-113 und S. 159, 1-3.18-21.101-102.106
Dabei ist die Tendenz zur Uminterpretation diskrepanter Informationen deutlich stärker ausgeprägt als die Tendenz zur Anpassung des aktivierten mentalen Modells bzw. zur Anwendung eines anderen mentalen Modells, das die Situation möglicherweise besser abbilden würde.[FN 306] Insbesondere am Finanzmarkt ist dieses Verhalten zu beobachten und kann zur Erklärung von Crashes und Bubbles herangezogen werden.[FN 307] Auch als Ursache der besseren Performance von Experten insbesondere in experimentellen Anlagesituationen kann die Verwendung mentaler Modelle identifiziert werden, da die Erfahrung von Experten, die sich in mentalen Modellen manifestiert, eine effizientere Informationsauswertung verglichen mit unerfahrenen Versuchsteilnehmern erlaubt.[FN 308] Vor dem Hintergrund dieser Erkenntnisse über die Anwendung mentaler Modelle sind empirisch feststellbare Abweichungen von normativ als rational definiertem Verhalten nicht mehr als 'Irrationalitäten', 'Anomalien' oder 'Biases' zu klassifizieren sind, sondern als individuell vernünftiges Verhalten.[FN 309]

[FN 306] Vgl. dazu die empirischen Ergebnisse von Tversky und Kahneman (1980), S. 59-61.

[FN 307] Vgl. zu diesen Erklärungsansätzen, die auf der Massenpsychologie nach Le Bon (1982) basieren, auch Dinauer (1976), S. 26-29; Frey und Stahlberg (1990); Kindleberger (1978), S. 28-41; Shiller (1984); Shiller (1990); Shiller (1992), S. 54-58 sowie Tvede (1991), S. 217-317.

[FN 308] Vgl. Bouwman, Frishkoff und Frishkoff (1987), S. 26 sowie Jacoby, Kuss, Mazursky und Troutman (1985), S. 103.

[FN 309] Vgl. Einhorn und Hogarth (1981), S. 8f.

[Seite 158]

Die Tendenz zur Uminterpretation von Informationen, die mit dem aufgerufenen Modell nicht in Übereinstimmung zu bringen sind, ist bei weitem stärker als die einer Anpassung des Modells bzw. der Anwendung eines anderen, die Situation möglicherweise besser abbildenden Modells.[FN 5] Dieses Verhalten ist auch an Finanzmärkten häufig zu beobachten und kann unter anderem zur Erklärung von Bubbles und Crashes herangezogen werden.[FN 6] Mentale Modelle werden auch als Ursache der besseren Performance von Experten in experimentellen Anlagesituationen identifiziert. Mit Hilfe verbaler Protokolle konnte festgestellt werden, daß sich die Erfah-

[FN 5] Vgl. dazu auch die empirischen Ergebnisse von Tversky, A./Kahneman, D. (1980) S. 59-61.

[FN 6] Vgl. zu diesen auf der Massenpsychologie nach Le Bon, G. (1973) basierenden Erklärungsansätzen Dinauer, J. (1976) S. 26-29; Frey, D./Stahlberg, D. (1990); Kindleberger, C. R. (1978) S. 28-41; Shiller, R. J. (1984); Shiller, R. J. (1990b); Shiller, R. J. (1992) S. 54-58; Tvede, L. (1991) S. 217-317.

[Seite 159]

rung von Analysten in bestimmten mentalen Modellen manifestiert und diese eine effizientere Informationsauswertung im Vergleich zu unerfahreneren Versuchsteilnehmern erlauben.[FN 1]

[...] Aus dieser Perspektive sind die experimentell in fast unüberschaubarer Zahl festgestellten Abweichungen von gewissen Rationalitätsnormen nicht mehr als „Irrationalitäten“, „Anomalien“ oder „Biases“ zu klassifizieren, sondern als individuell vernünftiges Verhalten.[FN 4]

[FN 1] Vgl. Bouwman, M. J./Frishkoff, P. A./Frishkoff, P. (1987) S. 26; Jacoby, J./Kuss, A./Mazursky, D./Troutman, T. (1985) S. 103.

[FN 4] Vgl. Einhorn, H. J./Hogarth, R. M. (1981) S. 8f. [...]

Anmerkungen

Ein Verweis auf Unser 1999 findet sich auf der Vorseite, ohne sich auf dieses Textfragment zu beziehen.

Sichter
Hindemith

[83.] Mh/Fragment 146 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:36 Kybot
Erstellt: 8. February 2012, 23:28 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 146, Zeilen: 8-15, 103-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 157, Zeilen: S. 157, 11-13.15-20.22-23.108-109.111-113 und S. 158, 101
Ein mentales Modell enthält sowohl deklaratives als auch prozedurales Wissen und ermöglicht das Verstehen eines Problems sowie die Erklärung komplexer Zusammenhänge.[FN 299] Insbesondere zur Beurteilung und Klassifikation von Ereignissen bzw. Entscheidungsalternativen stellt ein mentales Modell Prototypen bereit, anhand derer eine Bewertung der zur Verfügung stehenden Informationen erfolgen kann.[FN 300] Mit der Aktivierung eines mentalen Modells werden gleichzeitig auch mögliche Lösungsstrategien festgelegt, so dass unterschiedliche Modelle verschiedene Verhaltensweisen nach sich ziehen.[FN 301]

[FN 299] Vgl. Anderson (1986), S. 65; Fürstenau (1994), S. 36-39 sowie Svenson (1988), S. 199.

[FN 300] Vgl. Pitz et al. (1976), S. 4 sowie Schneider (1992b), S. 1055.

[FN 301] Vgl. Dörner (1986), S. 53; Harte, Westenberg und Someren (1994), S. 117; Hogarth (1981), S. 213; Kirsch (1971), S. 139-141; Kozielecki (1975), S. 116; Payne (1980), S. 96; Pitz und Sachs (1984), S. 148; van Raaij (1988), S. 100; Shafir, Simonson und Tversky (1993), S. 30 sowie Svenson (1988), S. 199.

[Seite 157]

Mentale Modelle enthalten deklaratives sowie prozedurales Wissen.[FN 3] Sie ermöglichen damit das Verstehen eines Problems, die Erklärung komplexer Zusammenhänge und die Erstellung von Prognosen.

[...] Für die Definition von Zielen und Anspruchsniveaus sowie die Klassifikation und Beurteilung von Ereignissen oder Entscheidungsalternativen stellen diese Modelle Prototypen bereit, anhand derer eine Einordnung bzw. Bewertung der zur Verfügung gestellten Informationen erfolgen kann.[FN 4] Mit der Auswahl bzw. dem Abruf eines bestimmten Modells sind aber zunächst auch die Lösungsstrategien festgelegt, [...] Unterschiedliche Modelle ziehen so unterschiedliche Verhaltensweisen nach sich.[FN 6]

[FN 3] Vgl. Anderson, N. H. (1986) S. 65; Fürstenau, B. (1994) S. 36-39; Svenson, O. (1988) S. 199.

[FN 4] Vgl. Pitz, G. F./Leung, L. S./Hamilos, C./Terpening, W. (1976) S. 4; Schneider, S. L. (1992) S. 1055.

[FN 6] Vgl. Dörner, D. (1986) S. 53; Harte, J. M./Westenberg, M. R. M./Someren, M. v. (1994) S. 117; Hogarth, R. M. (1981) S. 213; Kirsch, W. (1971) S. 139-141; Kozielecki, J. (1975) S. 116; Payne, J. W. (1980) S. 96; Pitz, G. F./Sachs, N. J. (1984) S. 148; Raaij, W. F. v. (1988) S. 100; Shafir,

[Seite 158]

E./Simonson, I./Tversky, A. (1993) S. 30; Svenson, O. (1988) S. 199.

Anmerkungen

Übernahme von Haupttext und Fußnoten (letztere fast vollständig) ohne Kennzeichnung der Quelle.

Sichter
Lukaluka

[84.] Mh/Fragment 145 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:36 Kybot
Erstellt: 8. February 2012, 22:47 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 17-19, 117-118
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 156--157, Zeilen: S. 156, 20-23-114 und S. 157, 101
Schemata von Ereignisklassen umfassen typischerweise auftretende Handlungen und liefern damit Informationen, was in einer Situation zu tun ist, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen.[FN 297]

[FN 297] Vgl. Wessels (1984), S. 326-330; Dörner (1987), S. 240; Dörner (1988), S. 270-272; Kluwe (1979), S. 22-26 sowie Zimbardo (1992), S. 292f.

[Seite 156]

Ein Schema eines bestimmten Ereignisses umfaßt die Handlungen, die typischerweise im Rahmen dieses Ereignisses auftreten. Es liefert somit Informationen darüber, was in der vorliegenden Situation zu tun ist, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen.[FN 4]

[FN 4] Vgl. Wessels, M. G. (1984) S. 326-330; Dömer, D. (1987) S. 240; Dörner, D. (1988) S. 270-272;

[Seite 157]

Kluwe, R. (1979) S. 22-26; Zimbardo, P. G. (1992) S. 292f.

Anmerkungen

Diese kurze Passage setzt die ungekennzeichnete Übernahme aus Unser (1999) fort (siehe Mh/Fragment 145 03 und Mh/Fragment 145 13). Besonders deutlich wird dies an den identisch wiedergegebenen Literaturangaben.

Sichter
Hindemith

[85.] Mh/Fragment 145 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:36 Kybot
Erstellt: 8. February 2012, 23:01 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 13-17, 116
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 156-157, Zeilen: S. 156, 23-24 - S.157, 1-2.102
Schemata beziehen sich dabei auf Klassen von Situationen oder Vorgängen, die in ihrer Struktur ähnlich sind, im Detail jedoch vielschichtig sein können, und die damit eine gewisse Generalisierungsfähigkeit aufweisen, so dass ihr Hauptzweck in der Abstraktion und der damit verbundenen einheitlichen Repräsentation dieser Klassen besteht.[FN 296]

[FN 296] Vgl. Fürstenau (1994), S. 40f.; Richter (1996), S. 40-43 sowie Tergan (1986), S. 104-107.

[Seite 156]

Schemata dienen der Abstraktion und der einheitlichen Repräsentation von strukturähnlichen, gleichzeitig aber im Detail viel-

[Seite 157]

schichtigen Sachverhalten. Sie weisen damit eine gewisse Generalisierungsfähigkeit auf, die sich auf Klassen von Situationen oder Vorgängen bezieht.[FN 1]

[FN 1] Vgl. Fürstenau, B. (1994) S. 40f; Richter, A. (1996) S. 40-43; Tergan, S.-O. (1986) S. 104-107.

Anmerkungen

Die ungekennzeichnete Übernahme aus Unser (1999) setzt sich fort (siehe Mh/Fragment_145_03) - die Satzbestandteile werden lediglich umgestellt. Deutlich erkennbar ist die eigentliche Quelle erneut an den identischen Literaturverweisen.

Sichter
Bummelchen

[86.] Mh/Fragment 145 03 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:36 Kybot
Erstellt: 8. February 2012, 10:16 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 145, Zeilen: 3-11, 104-115
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 156, Zeilen: 2, 4-5, 8-20, 101-106, 107113
Wie bereits erläutert, hängt der Entscheidungsprozess nicht nur von der objektiven Entscheidungssituation ab, sondern insbesondere davon, wie Personen Entscheidungssituationen kognitiv dauerhaft abbilden.[FN 293] Ein solches hypothetisches Abbild einer Situation besteht aus den die Situation beschreibenden Elementen, deren Relationen (deklaratives Wissen) sowie der potenziell anzuwendenden Operatormenge (prozedurales Wissen).[FN 294] Eine wichtige Rolle im Rahmen der Informationsrepräsentation spielen die dynamischen Konstrukte der Schemata und der mentalen Modelle, die durch Erfahrungen entstehen, das Wissen strukturieren sowie die Prozesse der Informationsinterpretation und Problemlösung steuern.

Als Schemata[FN 295] werden größere Wissenseinheiten bezeichnet, die einzelne Informationen vernetzen und in einen Bedeutungszusammenhang stellen.


[FN 293] Vgl. Unser (1999), S. 156ff.

[FN 294] Vgl. Dörner (1990), S. 267; Dörner (1986), S. 26-28; Forkel (1995), S. 212; Hastie und Pennington (1995), S. 19; Kluwe (1990), S. 124; Kluwe (1995), S. 219; Kirsch (1988), S. 12-15; Newell und Simon (1972), S. 809-811; Seel (1991), S. 52; Schwarz (1982), S. 344 sowie Sternberg (1996a), S. 197.

[FN 295] In der psychologischen Literatur wird oftmals der Begriff des (deklarativen) Schemas mit dem Begriff des (prozeduralen) Skripts gleichgesetzt. Dieser Auffassung wird auch in dieser Arbeit gefolgt. Zu einer möglichen Differenzierung vgl. etwa Banyard et al. (1995), S. 135-137; Simon (1979a), S. 377; Slovic et al. (1977a), S. 8f.; Tergan (1986), S. 110-113 sowie Zimbardo (1992), S. 312f. Bei der Einordnung von Personen in Kategorien spricht man eher von Prototypen; vgl. etwa Pervin (1987), S. 488. Generell lässt sich zur Definition von kognitiven Strukturen eine Begriffsvielfalt feststellen, die letztlich zu Ubiquität und damit zu Bedeutungslosigkeit führt; vgl. zu dieser Kritik auch Oldenbürger (1981), S. 10-15.

Der Entscheidungsprozeß, [...] hängt in nicht unerheblichem Ausmaß davon ab,

wie eine Person die Entscheidungssituation dauerhaft kognitiv abbildet, [...][FN 1] Dieses hypothetische, innere Abbild einer Situation besteht aus[FN 2]

  • den Elementen, die die Situation beschreiben und den zwischen diesen bestehenden Relationen (deklaratives Wissen, welches epistemisches und semantisches Wissen umfaßt) sowie
  • der Operatorenmenge, die auf die Alternativen angewendet werden kann, um das angestrebte Ziel zu erreichen (prozedurales Wissen).

In engem Zusammenhang mit der Abbildung einer Situation stehen Schemata und mentale Modelle. Diese als dynamisch zu betrachtenden Konstrukte entstehen aufgrund von Erfahrungen, strukturieren das Wissen und steuern die Prozesse der Interpretation und Problemlösung. Schemata[FN 3] sind größere Wissenseinheiten, die einzelne episodische und semantische Informationen vernetzen und in einen Bedeutungszusammenhang stellen.

[FN 1] Vgl. Dörner, D. (1990) S. 267; Forkel, M. (1995) S. 212; Hastie, R./Pennington, N. (1995) S. 19; Kirsch, W. (1988) S. 12-15; Schwarz, N. (1982) S. 344.

[FN 2] Vgl Dörner, D. (1986) S. 26-28; Kluwe, R. H. (1990) S. 124; Kluwe, R. H. (1995) S. 219; Newell, A./Simon, H. A. (1972) S. 809-811; Seel, N. M. (1991) S. 52; Sternberg, R. J. (1996a) S. 197.

[FN 3] Der in der psychologischen Literatur zum komplexen Problemlösen häufig zu findende Begriff des (deklarativen) Schemas wird teilweise synonym zu dem des (prozeduralen) Skripts betrachtet, [...]. Hier soll die erste Sichtweise vertreten werden. Eine Differenzierung findet sich u. a. bei Banyard, P. (1995) S. 135-137; Simon, H. A. (1979a) S. 377; Slovic, P./Fischhoff, B./Lichtenstein, S. (1977) S. 8 f.; Tergan, S.-O. (1986) S. 110-113; Zimbardo, P. G. (1992) S. 312f. Werden Personen in bestimmte Kategorien eingeordnet, spricht man dagegen eher von Prototypen; vgl. z. B. Pervin, L. A. (1987) S. 488. Allgemein ist für die Definition kognitiver Strukturen eine Begriffsvielfalt festzustellen, die letztendlich zu Ubiquität und Bedeutungslosigkeit führt; vgl. zu dieser Kritik Oldenbürger, H.-A. (1981) S. 10-15.

Anmerkungen

Der gestaltende Eingriff Mhs besteht hier im Wesentlichen im Herauskürzen von Satzelementen und zum Schluss des Abschnitts im Permutieren derselben. Nach der Quellenangabe, von der nicht klar wird, auf welchen Anteil des Textes sie sich bezieht, geht die Übernahme munter weiter. Die Literaturangaben der Fußnoten [FN 1] und [FN 2] finden sich (alphabetisch geordnet) komplett wieder. [FN 3] wird etwas gekürzt, aber sonst fast identisch übernommen.

Sichter
Lukaluka

[87.] Mh/Fragment 135 11 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:35 Kybot
Erstellt: 9. February 2012, 23:23 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 135, Zeilen: 11-15, 17-22, 105-107
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 149, Zeilen: 8-16, 105-107
Innerhalb der Kognitionspsychologie werden verschiedene Aspekte der menschlichen Informationsverarbeitung untersucht. Dazu gehören im Einzelnen die Bereiche 'Wahrnehmung und Aufmerksamkeit', 'Gedächtnis, Erinnern und Vergessen', 'Wissen und Repräsentation', 'Denken und Problemlösen' sowie 'Lernen'. Diese Trennung ist im Kern künstlich und dient lediglich der Systematisierung. [...] In der Literatur findet sich eine Vielzahl von Informationsverarbeitungsmodellen,[FN 232] die je nach Anzahl der Verarbeitungsstufen sowie deren Inhalt und Organisation variieren.[FN 233] Auf diese soll in dieser Arbeit nicht im Detail eingegangen werden, eine Darstellung der jeweiligen Grundelemente sowie der empirischen Ergebnisse erscheint für ein Verständnis der nachfolgenden Ausführungen jedoch sinnvoll.

[FN 232] Vgl. zum Begriff der Informationsverarbeitung insbesondere in der Kognitionspsychologie Fußnote 227 auf Seite 133 dieser Arbeit.

[FN 233] Vgl. Anderson (1983); Banyard, Cassells, Green, Hartland, Hayes und Reddy (1995); Frey und Irle (1985); Gerstenmaier (1995); Kirsch (1971); Klix (1971); Newell und Simon (1972); Prinz (1983); Rumelhart (1977); Sanders (1971); Sanford (1985) sowie Wessels (1984).

In der Kognitionspsychologie beschäftigt man sich unter den Begriffen „Wahrnehmung und Aufmerksamkeit“, „Gedächtnis, Erinnern und Vergessen“, „Wissen und Repräsentation“, „Denken und Problemlösen“ sowie „Lernen“ mit der menschlichen Informationsverarbeitung, wobei diese Trennung künstlich ist und lediglich der Systematisierung dient. Die sich nach der Anzahl der Verarbeitungsstufen, deren Organisation und Inhalt unterscheidenden Informationsverarbeitungsmodelle werden in dieser Arbeit nicht näher betrachtet.[FN 3] Eine kurze Darstellung ihrer Grundelemente sowie der empirischen Ergebnisse ist jedoch für das Verständnis der weiteren Ausführungen erforderlich.

[FN 3] Vgl. dazu Anderson, J. R. (1983); Banyard, P. et al. (1995); Frey, D./Irle, M. (1985); Gerstenmaier, J. (1991); Kirsch, W. (1971); Klix, F. (1971); Newell, A./Simon, H. A. (1972); Prinz, W. (1983); Rumelhart, D.E. (1977); Sanders, A. F. (1971); Sanford, A. J. (1985); Wessels, M. G. (1984).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die eigentliche Quelle fehlt.

Sichter
Hindemith

[88.] Mh/Fragment 134 20 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:35 Kybot
Erstellt: 9. February 2012, 22:49 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 134, Zeilen: 20-26, 109-110
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 148;149, Zeilen: 29-31;1-7, 101-104
Diese Sichtweise wurde sowohl in der Ökonomie durch die Arbeiten von Simon als auch in der kognitiven Psychologie durch den Informationsverarbeitungsansatz aufgegeben. Im Zentrum der Betrachtung stehen dabei die Grenzen der menschlichen Kapazität bei der Verarbeitung von Informationen sowie der Kontext, in den eine Entscheidung eingebettet ist. Diese prozessual orientierten Ansätze scheinen eine stärkere Erklärungskraft hinsichtlich der Beschreibung realen Verhaltens zu besitzen als strukturelle Theorien wie die klassische Erwartungsnutzentheorie und darauf basierende Ansätze.[FN 230]

[FN 230] Vgl. Hageböck, May und Jungermann (1986), S. 95; Hofacker (1985), S. 10-15; Payne, Bettman und Johnson (1992), S. 122; Pitz (1975), S. 164; Pitz (1980), S. 78 sowie Simon (1991).

[Seite 148]

Diese Betrachtungsweise wurde von ökonomischer Seite durch HERBERT A. SIMON und innerhalb der kognitiven Psychologie durch Vertreter des Informationsverarbeitungsansatzes zugunsten der Explikation der Interaktionen zwischen dem Ent-

[Seite 149]

scheider, seinem Informationsverarbeitungssystem und der Aufgabenstruktur aufgegeben.[FN 1] Wesentlich sind dabei die Berücksichtigung der Grenzen menschlicher Informationsverarbeitungskapazitäten sowie des Kontexts, innerhalb dessen Entscheidungen getroffen werden. Dieser prozeßorientierte Weg der Erklärung von Entscheidungen läßt eine zutreffendere Beschreibung des realen Verhaltens erwarten als strukturelle Theorien wie beispielsweise die Erwartungsnutzentheorie bzw. auf diesen aufbauende deskriptive Ansätze.[FN 2]

[FN 1] Persönlichkeitsmerkmale werden dabei aber nicht berücksichtigt.

[FN 2] Vgl. Hageböck, J./May, R. S./Jungermann, H. (1986) S. 95; Hofacker. T. (1985) S. 10-15; Payne, J. W./Bettman, J. R./Johnson, E. J. (1992) S. 122; Pitz, G. F. (1975) S. 164; Pitz, G. F. (1980) S. 78; Simon, H. A. (1991).

Anmerkungen

Übernahme inklusive Fußnoten

Sichter
WiseWoman

[89.] Mh/Fragment 134 08 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:35 Kybot
Erstellt: 9. February 2012, 22:35 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 134, Zeilen: 8-10, 104-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 150, Zeilen: 3-4, 101-106, 107
Es werden somit nicht nur die skizzierten Phasen iterativ durchlaufen, sondern es finden auch ständig Rückkopplungen zwischen den Phasen und den korrespondierenden Elementen statt.[FN 229]

[FN 229] Vgl. Witte (1968); Witte (1983); Witte (1995), S. 25; Hauschildt (1977), S. 245-247; Hauschildt und Petersen (1987); Adelman, Gualtieri und Stanford (1995), S. 64; Bronner (1993), S. 735f.; Einhorn und Hogarth (1981), S. 9; Fürstenau (1994), S. 56-63; Gemünden (1993), S. 847-850; Jungermann (1995); Isenberg (1988); Lipshitz und Bar-Ilan (1996); Müller (1992a), S. 62f.; Pfohl und Braun (1981), S. 102-111; Silberer (1981), S. 27f. sowie Keeney (1996).

Die skizzierten Phasen werden also nicht nacheinander durchlaufen, sondern es finden ständig Rückkopplungen statt.[FN 1]

[FN 1] Vgl. Witte, E. (1968); Witte, E. (1983) S. 237-239; Witte, E. (1994) S. 25; Hauschildt, J. (1977) S.245-247; Hauschildt, J./Petersen, K. (1987); Adelman, L./Gualtieri, J./Stanford, S. (1995) S. 64; Bronner, R. (1993) S. 735f.; Einhorn, H. J./Hogarth, R. M. (1981) S. 9; Fürstenau, B. (1994) S. 56-63; Gemünden, H. G. (1993) S. 847-850; Jungermann, H. (1995); Isenberg, D. J. (1988); Lipshitz, R./Bar-Ilan, O. (1996); Müller, A. (1992) S. 62f.; Pfohl, H.-C./Braun, G. E. (1981) S. 102-111; Silberer, G. (1981) S. 27f. [...] vgl. Keeney, R. L. (1996).

Anmerkungen

Der eigentliche Text ist relativ kurz, aber alle 17 Literaturangaben aus der siebenzeiligen Fußnote finden sich eins zu eins inkl. der Seitenzahlen wieder. Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
Hindemith

[90.] Mh/Fragment 128 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:35 Kybot
Erstellt: 1. August 2011, 15:48 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, Roßbach 2001, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Bummelchen, Cassiopeia30, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 1-30
Quelle: Roßbach 2001
Seite(n): 19-21, Zeilen: 14ff; 1ff, 1ff
[Die Behavioral Portfolio Theory von Shefrin und Statman (1995) ersetzt die Idee der Portfoliotheorie nach Markowitz, bei der das Portfolio eines Investors als Gesamtheit be-]trachtet wird. [FN 208] Verhaltenswissenschaftliche Grundlagen des Modells bilden die Prospect Theory, die Existenz kognitiver Fehler und die mangelnde Selbstkontrolle der Anleger. Die zentrale Annahme des Modells bildet die Überlegung, dass ein Anleger sein Portfolio in weniger komplexe Einheiten aufteilt. [FN 209] Dazu entwickeln die Autoren ein Pyramidenmodell, in dem die verschiedenen Anlagemöglichkeiten je nach Risiko in unterschiedliche Schichten eingeordnet werden. Interdependenzen zwischen den Schichten finden dabei in den Überlegungen des Anlegers keine Beachtung, so dass das resultierende Gesamtportfolio aus normativer Sicht lediglich suboptimal ist. Die Risikoeinstellung eines Anlegers drückt sich in der Behavioral Portfolio Theory in der unterschiedlichen Aufteilung des Vermögens eines Anlegers in die jeweiligen Schichten aus. Veränderungen in der Vermögensaufteilung repräsentieren Änderungen in den Erwartungen eines Anlegers und beeinflussen direkt die Risikoprämien und damit auch den Preis der gehandelten Wertpapiere.

Das Modell von Barberis, Shleifer und Vishny (1998) berücksichtigt explizit die Heuristiken der Repräsentativität und der selektiven Wahrnehmung zur Erklärung von Overreaction und Underreaction auf einem Finanzmarkt. Dabei wird unterstellt, dass die Unternehmensgewinne einem Random Walk folgen. Die Anleger vermuten jedoch ein spezielles Muster, was in zwei unterschiedlichen Verhaltensweisen mündet. Im ersten Fall vermuten die Anleger eine Streuung der Unternehmensgewinne um einen Mittelwert. Folglich werden Gewinnänderungen als temporäres Phänomen aufgefasst, und es erfolgt keine Reaktion (Underreaction). Erst bei einer erneuten Gewinnänderung in die gleiche Richtung tritt das zweite Verhaltensmuster auf, bei dem diese Gewinnänderung als Signal einer Trendwende interpretiert wird, und es erfolgt eine Überreaktion des Marktes.

Daniel, Hirshleifer und Subrahmanyam (1997) unterteilen die Marktteilnehmer in zwei Gruppen mit unterschiedlichem Informationsstand. Die nicht-informierten Anleger folgen in ihrem Handeln einem Zufallsprozess während die informierten Anleger Kenntnisse über das Marktgeschehen besitzen. Deren Handeln ist, basierend auf dieser Annahme, bestimmt von Selbstüberschätzung und einer damit einhergehenden selektiven Wahrnehmung, bei der aufgrund eines übersteigerten Zutrauens zu den eigenen Analysen neue öffentliche Informationen untergewichtet werden. Demzufolge findet eine Preisreaktion erst verzögert statt.

[FN 208] Zuvor hatten Shefrin und Statman (1994) bereits versucht, das CAPM mittels der Existenz von Noise Tradern zur Behavioral Capital Asset Pricing Theory zu erweitern.

[FN 209] Vgl. Shefrin und Statman (2000) sowie speziell zu Untersuchungen dieser Annahme Fisher und Statman (1997).

Zu letzteren gehört die von Shefrin und Statman entwickelte Behavioral Portfolio Theory, welche die Prospect Theory, die Existenz von kognitiven Fehlern und die mangelnde Selbstkontrolle des Anlegers als verhaltenswissenschaftliches Fundament verwendet. [FN 93] Ausgangspunkt ist die Annahme, dass die Anleger ihre Portfolios nicht dem Markowitz'schen Ansatz folgend als eine Einheit betrachten, sondern eine Dekomposition in mehrere weniger komplexe und somit überschaubare Schichten vornehmen. [FN 94] Dies wird in Form eines Pyramidenmodells ausgedrückt, wobei die unterste (downside protection) Schicht dem Schutz vor existenzgefährdeten Verlusten dient und die oberste (upside potential) Schicht die Möglichkeit zur Erreichung eines befriedigenden Renditeziels bietet. Es findet also die Anwendung des Markowitzschen Diversifikationsgedankens nicht statt, womit auch das Gesamtportfolio aus dieser Sicht nur suboptimal ist, da die Interdependenzen zwischen den Schichten nicht berücksichtigt werden. Dabei bestehen zwischen den Anlegern Unterschiede hinsichtlich der Aufteilung ihres Vermögens auf die Schichten und somit auch der Risikoaufteilung innerhalb des Gesamtportfolios. Gemäß den Erwartungen der Anleger werden zudem die Anteile der einzelnen

Schichten variiert, wobei sich die Verschiebungen zwischen den Schichten auch unmittelbar in den Risikoprämien der Wertpapiere niederschlagen und somit die Preisbildung auf den Finanzmärkten beeinflussen.

Weitere Modelle versuchen die Phänomene der Über- und Unterreaktion durch Verhaltensmechanismen zu erklären und diese somit in die Preisbildung am Aktienmarkt einzubeziehen. So entwickelten Barberis, Shleifer und Vishny ein Modell, das auf der Repräsenativität und der Neigung, in gebildeten Meinungen auch beim Auftreten gegensätzlicher Informationen zunächst einmal zu beharren, basiert. [FN 95] In dem Modell wird angenommen, dass die Unternehmensgewinne nach einem Random Walk entstehen, die Anleger jedoch der Ansicht sind, dass sie bestimmten Mustern folgen. Dabei bestehen zwei alternative Muster bei auftretenden Gewinnänderungen. Bei der ersten Alternative, die von den Anlegern für wahrscheinlicher gehalten wird, streuen die Gewinne um einen Mittelwert. Somit wird durch eine Gewinnänderung eine Unterreaktion erzeugt, da die allgemeine Ansicht besteht, dass es sich nur um ein temporäres Phänomen handelt. Erst wenn die Richtung der Gewinnänderung erneut bestätigt wird, reagieren die Aktienkurse, was zu einer erhebliche Zeitverzögerung führt. Bei der zweiten Alternative stellt eine Gewinnänderung ein Signal für eine Trendwende dar. Sind die Anleger der Ansicht, dass diese (unwahrscheinlichere) Situation eingetreten ist, so findet eine Überreaktion der Kurse statt, die sich erst im Laufe der Zeit wieder korrigiert.

In einem anderen Modell von Daniel, Hirshleifer und Subrahmanyam wird von zwei Arten von Anlegern ausgegangen. [FN 96] Während die „nicht-informierten“ Anleger keine tieferen Kenntnisse über die Kapitalmärkte besitzen und aus diesem Grund angenommen wird, dass ihre Entscheidungen einem Zufallsprozeß folgen, sind die „informierten“ Anleger mit dem Marktgeschehen vertraut, da sie über die notwendigen Kenntnisse verfügen. Diese verleiten sie zur Selbstüberschätzung und einer nur selektiven Wahrnehmung, weshalb sie in erster Linie nur ihren eigenen Analysen vertrauen und öffentliche Informationen entsprechend untergewichten. Aufgrund dessen finden Preisreaktionen auf den Kapitalmärkten häufig erst mit einer gewissen Verzögerung statt.

[FN 93] Vgl. Shefrin/Statman (1995). Zuvor hatten beide Autoren mit der Entwicklung der Behavior Capital Asset Pricing Theory bereits den Versuch unternommen, eine „Erweiterung“ des CAPM unter Einbeziehung der Existenz von Noise Tradern zu entwickeln (vgl. Shefrin/Statman (1994)).

[FN 94] Für eine Untersuchung dieser Annahme vgl. Fisher/Statman (1997).

[Fn 95] Vgl. Barberis et al. (1996).

[FN 96] Vgl. Daniel et al. (1997).

Anmerkungen

Inhaltlich ist die ganze Seite aus der Quelle übernommen, auch viele Formulierungen sind von Roßmann und einige Literaturverweise werden auch übernommen. Ein Verweis auf die eigentliche Quelle Roßmann fehlt aber. Mh wechselt zwischenzeitlich den Zitierstil und gibt Quellenangaben z.T. im Text und nicht in die Fußnoten. Die Übernahme von Roßmann beginnt schon auf den Vorseiten, siehe: Mh/Fragment_127_01

Sichter
Bummelchen(Text) Hindemith

[91.] Mh/Fragment 113 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:35 Kybot
Erstellt: 1. August 2011, 16:23 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Gomber 2000, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Senzahl, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 113, Zeilen: 1-4
Quelle: Gomber 2000
Seite(n): 19, Zeilen: 23-29
[Als Parameter zur Gestaltung des Orderbuchs können die] Offenheit des Orderbuchs, die Länge des Orderbuchs,[FN 135] die Bereitstellung indikativer Preise vor einer periodischen Auktion,[FN 136] die Anonymität oder Bekanntheit des Auftraggebers einer Order, die Schnelligkeit der Informationsausbreitung sowie der Grad der Informationsasymmetrie zwischen den Marktteilnehmern.[FN 137]

[FN 135] Als Länge des Orderbuchs wird die Anzahl der im Orderbuch aufgelisteten Kauf- und Verkaufsaufträge bezeichnet; vgl. Bollerslev und Domowitz (1993), S. 223.

[FN 136] Als indikativer Preis wird der (imaginäre) Preis bezeichnet, der entstehen würde, falls auf Basis der aktuellen Orderbuchlage zum aktuellen Zeitpunkt eine Gesamtkursermittlung durchgeführt würde; vgl. Gomber (2000), S. 19, Fußnote 24.

[FN 137] Vgl. Gomber (2000), S. 19 sowie Schenk (1997), S. 13.

Parameter zur Gestaltung des Limitorderbuchs sind die Länge des Orderbuchs [FN 23], die Bereitstellung indikativer Preise [FN 24] vor einer periodischen Auktion, die Schnelligkeit der Informationsverbreitung sowie Grad der Informationsasymmetrie zwischen den verschiedenen Marktteilnehmern [Sche97, 113]. Wie die weiteren Ausführungen (siehe Kapitel 5) zeigen werden, kommt bei der Orderbuchgestaltung der Anonymität eine besondere Bedeutung zu: [...]

[FN 23] Die Länge des Orderbuchs bezeichnet die Anzahl der im Orderbuch aufgelisteten Kauf- bzw. Verkaufsinteressen [BoDo93, 223].

[FN 24] Ein indikativer Preis zu einem bestimmten Zeitpunkt ist derjenige (imaginäre) Preis, der entsteht, wenn mann auf Basis der Orderbuchlage zu diesem Zeitpunkt eine Gesamtkursermittlung durchführen würde.

Anmerkungen

Siehe Anm. zu Mh/Fragment_112_07.

Sichter
Hindemith (zusätzliche Sichtung nötig) Lukaluka (nur Erweiterungen von Hindemith)

[92.] Mh/Fragment 108 05 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 18. January 2012, 15:23 (Bummelchen)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Bummelchen, WiseWoman, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 5-23
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 34;35, Zeilen: 19-28;1-9
3.1.1.2.3 Marktmikrostrukturtheorie

3.1.1.2.3.1 Überblick

Die Theorie der Marktmikrostruktur befasst sich mit der institutionellen Ausgestaltung von Märkten und deren Auswirkungen auf das Marktergebnis.[FN 105] Dabei fokussiert die Marktmikrostruktur hauptsächlich auf den Finanzplatz als Markt, es stehen somit nahezu ausschließlich Finanzmärkte und insbesondere Börsen im Zentrum der Forschung.[FN 106] Es finden sich einige der Ansätze der neuen Institutionenökonomik in der Marktmikrostrukturtheorie wieder. So existiert an einer Börse ein Handel, der einen Ausgleich von Angebot und Nachfrage unter unvollkommener und asymmetrischer Informationsverteilung ermöglichen soll. Dabei wird der Markt als Institution gewählt, dessen Charakteristika Folgewirkungen auf das Marktergebnis, insbesondere den Preis der gehandelten Finanztitel, haben.[FN 107] Als wesentliche Gestaltungsparameter des Marktes, die den Preis eines Wertpapiers beeinflussen können, werden in der Marktmikrostrukturtheorie die folgenden Aspekte diskutiert:[FN 108]


• Der Handelsplatz (ein Handelsplatz versus mehrere Handelsplätze gleichzeitig).

• Das Handelsobjekt (Rentenpapiere versus Aktien versus Derivate etc.).

• Die Regularien zur Zulassung zum Wertpapierhandel und zur Erfüllung des Geschäftsabschlusses.

• Die Handelsregeln. Dabei lassen sich folgende weitere Unterteilungskriterien angeben:

[FN 105] Vgl. allgemein zur Marktmikrostrukturtheorie Biais, Glosten und Spatt (2005); Hirth (2005); Easley und O'Hara (2004); Hirth (2000); Cohen, Maier, Schwartz und Whitcomb (1986); Madhavan (1992); O'Hara (1995); Schwartz (1988); Schwartz (1993) sowie Behrens (1997). Eine klassische Beschreibung der Amsterdamer Börse liefert bereits de la Vega (1688), der Insiderhandel, Manipulationen sowie Options- und Futurehandel adressiert. Der Begriff der Marktmikrostruktur wurde erstmals von Garman (1976) geprägt.

[FN 106] Eine Ausnahme bildet die Arbeit von Spulber (1999), der explizit nicht den Finanzmarkt sondern die Unternehmung als Forschungsgegenstand avisiert.

[FN 107] Vgl. Oehler (2000b), S. 351.

[FN 108] Vgl. Oehler (2001), S. 889; Oehler (2000b), S. 352; Schmidt (2003), S. 30f. sowie Heilmann (2002), S. 18ff. und die dort angegebene Literatur.

[S. 34]

1.3.1.2 Marktmikrostrukturtheorie

Die Theorie der Marktmikrostruktur untersucht den Einfluß der Institution Markt auf das Marktergebnis.[FN 3] Dabei findet eine Einschränkung auf den Finanzplatz als Markt statt, so daß Forschungen auf diesem Gebiet sich nahezu ausschließlich auf Finanzmärkte und insbesondere auf Börsen beziehen. [FN 4] Einige der bereits bei der Neuen Institutionenökonomik beschriebenen Ansätze spiegeln sich in der Marktmikrostrukturtheorie wieder: es existiert an einer Börse ein Handel und damit ein Ausgleich von Angebot und Nachfrage, wobei in der Realität eine unvollkommene und asymmetrische Informationsverteilung vorliegt. Als Folge dieser heterogenen Informationsstände wird der Markt als ln-

[FN 3] Vgl. allgemein zur Marktmikrostrukturtheorie HIRTH (2000), S. 1ff. und die dort angege-bene Literatur; MADHAVAN (2002); COHEN et al. (1986); O'HARA (1995); BEHRENS (1997), S. 103ff.; EASLEY/O'HARA (1995).

[FN 4] Eine Ausnahme bilden die Forschungsarbeiten von SPULBER. Hier wird ausdrücklich nicht der Finanzmarkt sondern die Unternehmung als Forschungsgegenstand beschrieben. S. dazu SPULBER (1999) und die im Vorwort genannte Literatur.


[S. 35]

stitution gewählt, dessen Ausgestaltung mit dessen Folgewirkungen auf das Marktergebnis Gegenstand der Marktmikrostrukturtheorie ist.[FN 1]

Folgende Gestaltungsparameter können den Preis eines Wertpapiers beeinflussen: [FN 2]

• Handelsplatz (nur ein Handelsplatz versus mehrere gleichzeitig)

• Handelsobjekt (Rentenpapiere versus Aktien versus Derivate etc.)

• Regularien zur Zulassung zum Wertpapierhandel und zur Erfüllung des Geschäftsabschlusses)

• Handelsregeln: diese lassen sich wiederum aufteilen in die Gebiete

[FN 1] Vgl. OEHLER (2000c), S. 351.

[FN 2] Vgl. OEHLER (2001), S. 889; OEHLER (2000c), S. 352; HEILMANN (2002), S. 18ff. und die dort angegebene Literatur.

Anmerkungen

Der Autor übernimmt ein ganzes Kapitel in umformulierter Weise inklusive Quellenangaben.

Sichter
WiseWoman

[93.] Mh/Fragment 108 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 5. February 2012, 16:36 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 108, Zeilen: 1-4
Quelle: Unser 1999
Seite(n): , Zeilen:
[Auch wenn die Noise Trader Modelle zur Erklärung einiger Anomalien beitragen können und der Keynes'schen Auffassung damit zu einer theoretischen Fundierung verhelfen, bleibt kritisch zu bemerken, dass dennoch keine konsequente Integration verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse zu beobachten ist] und die Erklärungskraft methodisch lediglich ex post und ad hoc entwickelt wurde. Trotz der Betrachtung von Verzerrungen in der Erwartungsbildung wird den Investorengruppen weiterhin Maximierung des erwarteten Nutzens im Sinne der Erwartungsnutzentheorie unterstellt. Keynes’ Auffassung erhält so eine theoretische Fundierung, die zukünftig weiter zur Erklärung der Phänomene beitra­gen kann, die aus Sicht der traditionellen Theorie als Anomalien bezeichnet werden müssen. Insgesamt muß aber festgehalten werden, daß auch in dieser Modellgruppe bis auf spärliche Ausnahmen keine konsequente Integration verhaltenswissenschaft­licher Erkenntnisse stattgefunden hat und einige Erklärungen lediglich ex post und ad hoc entwickelt wurden. Trotz der Verzerrungen in den Erwartungen wird ferner grundsätzlich davon ausgegangen, daß die Anleger ihren erwarteten Nutzen maxi­mieren.
Anmerkungen

Fortsetzung von Mh/Fragment_107_01

Sichter
Hindemith

[94.] Mh/Fragment 107 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 5. February 2012, 16:27 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, Graf Isolan, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 107, Zeilen: 1-21
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 132;133, Zeilen: 12-21; 1-15,101-111
[In den Noise Trader Modellen existiert in der Regel mindestens eine Gruppe rationaler Marktteilnehmer und mindestens eine Gruppe von Noise Tradern. Dadurch kann es für] die rationalen Akteure vorteilhaft und damit wieder rational sein, alternative Handelsstrategien als die fundamental orientierten in Betracht zu ziehen. In der Literatur werden in der Regel zwei unter der Nebenbedingung der Existenz von Noise Tradern als rational anzusehende Verhaltensweisen identifiziert:[FN 100]
  • Kurzfristig orientierte Handelsstrategien i.S. eines 'Front Running'. Dabei wird das irrationale Verhalten der Noise Trader von den rationalen Akteuren antizipiert und zur Erzielung von Gewinnen genutzt. Die rationalen Anleger haben somit an langfristiger Arbitrage durch das Erkennen von Fehlbewertungen, die eventuelle erst sehr langfristig korrigiert werden würden, kein primäres Interesse. Insbesondere verhindert die Existenz der Noise Trader eine risikolose Arbitrage.[FN 101]
  • Der Ansatz der Diversifikation wird ersetzt durch Stock Picking.[FN 102]

Im Gegensatz zu den Modellen der Neoklassik sind die beschriebenen Noise Trader Modelle in der Lage, einige der bereits betrachteten Phänomene realer Marktbeobachtungen zu erklären; dazu gehören insbesondere die Mean Reversion, die positive Autokorrelation von Aktienkursen, die Closed Fund-Prämie, Bubbles sowie die Overreaction auf neu auftretende Informationen.[FN 103] Weiterhin werden hier kurzfristige Zeiträume in den Fokus gerückt, so dass die in diesen Modellen vertretene Auffassung der Vorstellung vom Finanzmarkt als Schönheitswettbewerb nahe kommt.[FN 104] Auch wenn die Noise Trader Modelle zur Erklärung einiger Anomalien beitragen können und der Keynes'schen Auffassung damit zu einer theoretischen Fundierung verhelfen, bleibt kritisch zu bemerken, dass dennoch keine konsequente Integration verhaltenswissenschaftlicher Erkenntnisse zu beobachten ist [und die Erklärungskraft methodisch lediglich ex post und ad hoc entwickelt wurde.]

[FN 100] Vgl. Unser (1999), S. 132f.

[FN 101] Vgl. Arrow (1982), S. 7; De Bond (1995), S. 9; De Long, Shleifer, Summers und Waldmann (1989); Heyl (1995), S. 180-183; Shleifer und Vishny (1990) sowie Trueman (1988). Kritisch zur Eindeutigkeit der Gleichgewichtslösung in diesen Modellen etwa Bhushan, Brown und Mello (1997). Die Grundidee, dass kurzfristige Orientierung bei der Anwesenheit irrationaler Akteure durchaus rational sein kann, findet sich schon bei Keynes (1936), S. 154.

[FN 102] Vgl. Shleifer und Summers (1990), S. 26.

[FN 103] Vgl. De Long et al. (1990b); Lee, Shleifer und Thaler (1990), S. 161-163; Lee, Shleifer und Thaler (1991); Chen, Kan und Miller (1993); Chopra, Lee, Miller, Shleifer und Thaler (1993); Lux (1995); Levy, Levy und Solomon (1994). Allerdings wird die Erklärungskraft für reale Phänomene häufig überschätzt; vgl. Shiller (1990), S. 60f.

[FN 104] Zur Interpretation von Marktprozessen als 'beauty contest' vgl. Keynes (1936), S. 156. Beispielsweise kann es für einen einzelnen Anleger rational sein, nicht in eine Aktie zu investieren, die er selbst für kaufwürdig hält, von der er gleichzeitig jedoch weiß, dass ein Großteil der anderen Marktteilnehmer diese Meinung nicht teilt. Zu experimentellen Untersuchungen vgl. etwa Camerer (1997); Nagel (1994), Part I sowie Nagel (1995). Ähnlich zum Finanzmarktverständnis von Keynes vgl. Schumpeter (1961), S. 700-710. Zur Anwendung spieltheoretischer Konzepte auf die Erklärung von Preisbildungsprozessen auf Finanzmärkten vgl. Rieck (1998) sowie Wendel (1996). Zur Verbindung von Schönheitswettbewerb und Noise Trader Modellen vgl. Piron (1991) sowie Bernstein (1985).

[S. 132]

Selbst bei Aufrechterhaltung der Annahme nutzenmaximierenden und damit rationalen Verhaltens ist es durch die Existenz von Noise Tradern für die Gruppe der rationalen Investoren vorteilhaft, andere als fundamentale Faktoren als Leitlinien für Handelsstrategien heranzuziehen. Als unter diesen Bedingungen rationale Strategien lassen sich neben der weiterhin angenommenen rationalen Bewertung jetzt auch folgende Verhaltensweisen identifizieren:

  • Kurzfristig orientierte Handelsstrategien im Sinne eines „front running“, d. h. daß irrationales Verhalten der Noise Trader antizipiert und zur Erzielung von Handelsgewinnen genutzt wird. Die rationalen Investoren sind damit an langfristiger Arbitrage durch Erkennen von Fehlbewertungen, die aber möglicherweise erst in [S. 133] relativ langer Frist korrigiert werden, nicht interessiert. Außerdem verhindern die Noise Trader eine risikolose Arbitrage.[FN 1]
  • Stock Picking an Stelle von Diversifikation.[FN 2]

Noise Trader-Modelle sind im Gegensatz zu den neoklassischen Modellen in der Lage, einige der in der Realität beobachteten Phänomene wie z. B. Mean Reversion und positive Autokorrellation der Aktienkurse, Closed-Fund-Prämie, Bubbles oder Überreaktion auf neue Informationen zu erklären. [FN 3] Ferner richten sie den Blick auf kurzfristige Zeiträume und rücken somit in die Nähe der Vorstellung des Finanzmarktgeschehens als Schönheitswettbewerb. Keynes’ Auffassung erhält so eine theoretische Fundierung, die zukünftig weiter zur Erklärung der Phänomene beitra­gen kann, die aus Sicht der traditionellen Theorie als Anomalien bezeichnet werden müssen. Insgesamt muß aber festgehalten werden, daß auch in dieser Modellgruppe bis auf spärliche Ausnahmen keine konsequente Integration verhaltenswissenschaft­licher Erkenntnisse stattgefunden hat und einige Erklärungen lediglich ex post und ad hoc entwickelt wurden.

[FN 1] Vgl. Arrow, K. J. (1982) S. 7; De Bondt, W. F. M. (1995) S. 9; De Long, J B./Shleifer, A./Summers, L. H./Waldmann, R. W. (1989); Heyl, D. C. v. (1995) S. 180-183; Shleifer, A./Vishny, R. W. (1990); Trueman, B. (1988). Siehe aber auch die Kritik von Bhushan, R./Brown, D. P./Mello, A. S. (1997) an der Eindeutigkeit der Gleichgewichtslösung in diesen Modellen. Der Grundgedanke der rationalen Kurzfristorientierung bei Existenz irrationaler Investoren findet sich bereits bei Keynes, J. M. (1936) S. 154

[FN 2] Vgl. Shleifer, A./Summers, L. H. (1990) S. 26

[FN 3] Vgl. De Long, J. B./Shleifer, A./Summers, L. H./Waldmann, R. W. (1990b); Lee, C. M. C./Shleifer, A./Thaler, R. H. (1990) S. 161-163; Lee, C. M. C./Shleifer, A./Thaler, R. H. (1991); Chen, N.-F./Kan, R./Miller, M. H. (1993); Chopra, N./Lee, C. M. C./Miller, M. H./Shleifer, A./Thaler, R. H. (1993); Lux, T. (1995); Levy, M./Levy, H./Solomon, S. (1994). Die Erklärungskraft der Modelle für reale Marktphänomene wird aber häufig überschätzt; vgl. Shiller, R. J. (1990b) S. 60f.

Anmerkungen

Komplette Seite mit Fußnotenapparat, leicht verschleiert. [FN 100] weist auf die Quelle hin, aber macht den Umfang nicht klar, bzw. suggeriert eine weniger umfangreiche Übernahme. Die FN 104 findet sich im Wesentlichen auch bei Unser 1999, siehe dazu Seite 117 bei Unser, insbesondere FN 2, 3 und 5. Die Übernahme setzt sich mit Mh/Fragment_108_01 fort.

Sichter
WiseWoman (aber viele Änderungen bitte noch mal sichten) Hindemith

[95.] Mh/Fragment 104 19 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 5. February 2012, 13:06 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Frangge, 213.102.93.173, Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 19-23, 111-113
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 130, Zeilen: 3-11, 101-103
3.1.1.2.2 Noise Trader-Modelle

Eine sehr heterogene Gruppe von Ansätzen bildet die Klasse der so genannten Noise-Trader-Modelle.[FN 86] Charakteristisch für diese Modelle ist die Aufgabe der Annahme rationalen Verhaltens und die Homogenitätsannahme nur noch für Gruppen von Marktteilnehmern, deren Verhalten zwischen den Gruppen jedoch unterschiedlich ist. Weiterhin wird [von einer symmetrischen Informationsverteilung ausgegangen,[FN 87] aufgrund der erwähnten Aufteilung von Anlegern wird jedoch nur noch einzelnen Gruppen rationales Verhalten unterstellt.]

[FN 86] Der Begriff Noise-Trader für den Handel auf der Basis von aus rationaler Sicht bewertungsirrelevanten Informationen wurde von Black (1986) auf der Jahrestagung der American Finance Association geprägt.

[FN 87] Übersichten über Modelle, die die Heterogenität der Investoren durch asymmetrische Informationsverteilung erzeugen, finden sich etwa bei Rapp (1995), S. 29-32 sowie Röckemann (1995), S. 60-62.

2.4.3.2 Noise Trader-Modelle

Tatsächliche Neuerungen hinsichtlich der Verhaltensannahmen enthalten erst einige Ansätze der sehr heterogenen Gruppe der Noise Trader-Modelle, in denen die An­nahme homogenen Verhaltens aller Anleger aufgehoben wird und nur noch für Gruppen von Anlegern die Homogenität unterstellt wird, während sich das Verhal­ten zwischen den Gruppen unterscheidet.[FN 1] Ferner wird bei grundsätzlich symmetri­scher Informationsverteilung[FN 2] nur noch für einen Teil der Investoren von einem ra­tionalen Verhalten entsprechend der bereits skizzierten finanzierungstheoretischen Modelle ausgegangen.

[FN 1] Dieser Begriff für einen Handel auf Basis bewertungsirrelevanter Informationen hat sich nach der An­sprache von Black, F. (1986) auf der Jahrestagung der American Finance Association in der Literatur durchgesetzt.

[FN 2] Eine Übersicht über Modelle, bei denen die Heterogenität der Anleger durch asymmetrische Informatio­nen erzeugt wird, findet sich bei Rapp, H.-W. (1995) S. 29-32; Röckemann, C. (1995) S. 60-62.

Anmerkungen
  • Dies ist der Anfang einer mehrseitigen Übernahme aus Unser (1999), die sich über das ganze Kapitel erstreckt. * Übernahme der Literatur aus den Fußnoten. * Die Quelle wird erst in FN 88 auf der nächsten Seite genannt, und der Umfang der Übernahmen ist nicht ersichtlich. * Hervorhebungen in den Originalen
Sichter
Graf Isolan

[96.] Mh/Fragment 104 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 3. January 2012, 22:30 (Hindemith)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schmidt 2003, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Bummelchen, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 104, Zeilen: 1-6
Quelle: Schmidt 2003
Seite(n): 34, Zeilen: 1-19
* Die Principal-Agent-Theory beschreibt die unterschiedlichen Interessen und resultierenden Konflikte, die in einer Auftraggeber-Auftragnehmer-Konstellation entstehen können. Dabei herrscht in der Regel eine asymmetrische Informationsverteilung vor, die zu einer Bevorteilung desjenigen Akteurs führt, der über einen Informationsvorsprung verfügt. Klassische Beispiele für Principal-Agent-Beziehungen sind etwa Eigenkapitalgeber-Manager- und Kreditgeber-Manager-Beziehungen. [FN 81]

[FN 81] Vgl. Jensen und Meckling (1976); Fama und Jensen (1983a); Fama und Jensen (1983b); Oehler und Unser (2002), S. 197ff.; Hax (1998), S. 202ff.; Oehler und Voit (1999); Bitz (1988a) sowie Milgrom und Roberts (1992), S. 166ff.

* die Agency-Theory: [FN 1] [...] Die Prinzipal-Agenten-Theorie beschreibt die unterschiedlichen Interessen und resultierende Konflikte, die auf verschiedensten Ebenen entstehen können (Beispiele für klassische Prinzipal-Agenten-Beziehungen sind Eigenkapitalgeber-Manager- oder Kreditgeber-Manager-Beziehungen). Es ensteht regelmäßg eine asymmetrische Informationsverteilung, die zunächst zu einer Bevorteilung desjenigen Partners, der einen Informationsvorsprung (i.d.R. der Agent) besitzt, führt.

[FN 1] Die Prinzipal-Agenten-Theorie geht zurück auf JENSEN/MECKLING (1976) und FAMA/JENSEN (1983a) (1983b); s.a. OEHLER/UNSER (2002), S. 197ff.; HAX (1998), S.202ff.; OEHLER/VOIT (1999); BITZ (1988a); MILGROM/ROBERTS (1992), S. 166ff.

Anmerkungen

Inhaltlich fast identische Übernahme, auch die Formulierungen sind gleich, wenn auch leicht umgestellt. Alle acht Quellenverweise in FN 81 sind genauso in der FN 1 der Quelle zu finden. Ein Quellenverweis auf Schmidt 2003 fehlt. Fortsetzung von Mh/Fragment_103_01.

Sichter
Bummelchen(Text) Lukaluka

[97.] Mh/Fragment 101 17 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 7. February 2012, 20:57 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 101, Zeilen: 17-21, 116-118
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 125-126, Zeilen: S. 125, 21-25.111 und S. 126, 101-104
3.1.1.1.5 State Preference Theory

Die State Preference Theory (SPT) basiert auf der Gleichgewichtstheorie unter Risiko.[FN 71] Sie stellt einen allgemeineren Ansatz dar als das CAPM oder die APT, da keine vollständigen Wertpapiere analysiert werden, sondern auf die Bewertung reiner Finanztitel, die zeit-zustandsabhängig zukünftige Zahlungsansprüche repräsentieren, abgestellt [wird.[FN 72]]

[FN 71] Vgl. im Original Arrow (1964) sowie Debreu (1976). Zu den folgenden Ausführungen vgl. etwa Hirshleifer (1966); Hax und Neus (1995), Sp. 1168f.; Franke und Hax (1994), S. 376ff.; Schmidt (2003), S. 20; Unser (1999), S. 125f. sowie Wosnitza (1995).

[Seite 125]

2.4.2.4 State Preference Theory

Die State Preference Theory (SPT) ist ein allgemeinerer, auf der Gleichgewichtstheorie unter Risiko[FN 5] basierender Ansatz. Die Bewertung richtet sich hier nicht mehr auf vollständige Wertpapiere, sondern auf sogenannte zeit-zustandsabhängige Zahlungsansprüche oder reine Finanztitel, [...]

[FN 5] Vgl. Arrow, K. J. (1964); Debreu, G. (1976).

[Seite 126]

[FN 1] Vgl. Hirshleifer, J. (1966) S. 252; Wosnitza, M. (1995) S. 594.

[FN 2] Vgl. Hirshleifer, J. (1966) S. 255; Hax, H./Neus, W. (1995) Sp. 1168; Franke, G./Hax, H. (1994) S. 376f.; Kruschwitz, L. (1995) S. 178f.; Wosnitza, M. (1995) S. 594-596.

[FN 3] Vgl. Franke, G./Hax, H. (1994) S. 378-381.

Anmerkungen
Sichter
Lukaluka

[98.] Mh/Fragment 099 03 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 7. February 2012, 23:11 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 99, Zeilen: 3-4, 6-8, 9-12, 109-113
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 122, Zeilen: 16-24, 101-106
3.1.1.1.4 Arbitrage Pricing Theory

Die von Ross (1976) entwickelte Arbitrage Pricing Theory (APT) [...] Beiden Theorien gemeinsam ist die Grundidee, dass ausschließlich das systematische Risiko bewertungsrelevant ist, während das unsystematische Risiko mittels Diversifikation eliminiert werden kann. [...] Das erste Hauptprinzip ist die bereits erwähnte Arbitragefreiheit, d.h. durch eine Umschichtung von Vermögen kann ein Anleger sein Vermögen nicht erhöhen. Damit kann die APT als Spezialfall des allgemeinen Bewertungsprinzips der Arbitragefreiheit interpretiert werden.[FN 59]

Vgl. Wilhelm (1981) und allgemein zur Arbitragebewertung Franke und Hax (1994), S. 361-363; Kruschwitz (1995), S. 157-173; Spremann (1986); Spremann (1996), S. 557-565; Uhlir und Steiner (1991), S. 33-37 sowie Wilhelm (1985a). Auf real existierenden Finanzmärkten stehen einer Arbitrage jedoch erhebliche Hindernisse entgegen; vgl. etwa Shleifer und Summers (1990), S. 20-23 sowie Shleifer und Vishny (1997).

2.4.2.3 Arbitrage Pricing Theory

Die von STEPHEN A. ROSS[FN 1] entwickelte Arbitrage Pricing Theory (APT) hat mit dem CAPM die Grundidee gemeinsam, daß lediglich das systematische Risiko eines Finanztitels bewertungsrelevant ist, während das unsystematische Risiko durch Diversifikation eliminiert wird. Die Bezeichnung dieses Ansatzes weist bereits auf dessen erstes Hauptprinzip hin, die Abwesenheit risikoloser Arbitragemöglichkeiten. Durch eine reine Umschichtung von Finanzmitteln kann ein Investor also sein Vermögen nicht erhöhen. Die APT kann damit auch als Spezialfall des sehr allgemeinen Bewertungsprinzips der Arbitragefreiheit aufgefaßt werden.[FN 2]

[FN 1] Vgl. Ross, S. A. (1976).

[FN 2] Vgl. Wilhelm, J. (1981) und allgemein zur Arbitragebewertung Franke, G./Hax, H. (1994) S. 361-363; Kruschwitz, L. (1995) S. 157-173; Spremann, K. (1986), Spremann, K. (1996) S. 557-565; Uhlir, H./Steiner, P. (1991) S. 33-37; Wilhelm, J. (1985). Auf realen Finanzmärkten stehen der Arbitrage allerdings erhebliche Hindernisse entgegen, vgl. Shleifer, A./Summers, L. H. (1990) S 20-23; Shleifer, A./Vishny, R. W. (1997).

Anmerkungen

das Übliche ...

Sichter
Lukaluka

[99.] Mh/Fragment 098 06 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 7. February 2012, 00:03 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 98, Zeilen: 6-8, 106-113
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 113, Zeilen: 9-11, 106-114
Weiterhin kann in der Regel nur ein Anteil von weniger als 40% der Varianz der Renditen durch das beschriebene lineare Modell erklärt werden.[FN 53]

[FN 53] Für den amerikanischen Markt vgl. Black (1993); Cragg und Malkiel (1982), S. 163; Daniel und Titman (1997); Fama und French (1992); Fama und French (1996); Chan und Lakonishok (1993); Campbell (1996); Kothari und Shanken (1995); Roll (1988) sowie Roll und Ross (1994). Zu Untersuchungen für den deutschen Aktienmarkt vgl. Bauer (1992); Frantzmann (1990); Hielscher und Heintzelmann (1975); Kosfeld (1996); Möller (1988); Reichling (1995); Ulschmid (1994); Wallmeier (1997); Warfsmann (1993) sowie Zimmermann (1997). Durch die Verwendung von aus aktuellen Optionspreisen geschätzten impliziten Volatilitäten können die Renditeprognosen tendenziell verbessert werden; vgl. Chiras und Manaster (1978).

Außerdem kann regelmäßig nur ein Anteil von weniger als 40% der gesamten Varianz der Renditen durch das lineare Modell erklärt werden.[FN 3]

[FN 3] Vgl, für den US-amerikanischen Markt Black, F (1993); Cragg, J. G./Malkiel, B G (1982) S. 163: Daniel, K./Titman, S. (1997); Fama, E. F./French, K. R (1992); Fama, E. F./French, K. R (1996); Chan, L. K. C./Lakonishok, J. (1993); Campbell, J. Y. (1996); Kothari, S. P./Shanken, J. (1995); Roll, R. (1988); Roll, R./Ross, S. A. (1994). Untersuchungen für den deutschen Aktienmarkt wurden durchgeführt von Bauer, C. (1992); Frantzmann, H.-J. (1990); Hielscher, U,/Heintzelmann, H (1975); Kosfeld, R, (1996); Möller, H.-P (1988); Reichling, P (1995); Ulschmid, C. (1994); Wallmeier, M. (1997); Warfsmann, J. (1993); Zimmermann, P. (1997). Die Renditeprognosen können tendenziell durch die Verwendung der aus aktuellen Optionspreisen geschätzten impliziten Volatilitäten verbessert werden; vgl. Chiras, D. P./Manaster, S. (1978).

Anmerkungen

Ein Verweis auf die eigentliche Quelle fehlt.

Sichter
Hindemith

[100.] Mh/Fragment 096 109 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 13. September 2011, 17:55 (Lukaluka)
Fragment, Gesichtet, Mh, Oelschläger 2002, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Lukaluka, Bummelchen, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 96, Zeilen: 109-113
Quelle: Oelschläger 2002
Seite(n): 79, Zeilen: Fn 260
[FN 41] Die Homogenitätsannahme ist eine grundlegende Voraussetzung für die Aggregation individueller Verhaltensweisen in einem Gleichgewicht. Gerade diese Annahme ist jedoch nicht realistisch; vgl. Bagwell (1991); Shleifer (1986) sowie Frankfurter und Phillips (1996). Homogene Erwartungen können sich entweder aus symmetrisch verteilten oder vollständigen Informationen über die Renditeverteilung ergeben; vgl. Hörnstein (1990), S. 115. [FN 260] Homogene Erwartungen ergeben sich aus symmetrisch verteilten und vollständigen Informationen über die Renditeverteilung. Vgl. Hörnstein 1990, 115. Die Homogenitätsannahme ist grundlegende Voraussetzung für die Aggregation individueller Verhaltensweisen im Gleichgewicht. Sie ist aber nicht sehr realistisch. Vgl. Bagwell (1991); Shleifer (1986); Frankfurter, Philipps (1996).

[...]

Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme, insbesondere werden auch alle Literaturverweise übernommen. Es gibt jedoch eine Umstellung: Der letzte Satz in der Dissertation entspricht dem ersten Satz in der Quelle. Dieses Fragment ergänzt Mh/Fragment_096_01. Dort fließt die FN in ein Fragment aus anderer Quelle ein.

Sichter
Bummelchen Hindemith

[101.] Mh/Fragment 092 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 22:34 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, WiseWoman, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 1-5, 105-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 110, Zeilen: 10-15, 18-21, 103-107
Analog zu den Ergebnissen der empirischen Studien lassen sich hier in der Regel weder effiziente Portfolios noch ein der Portfolio Selection Theory entsprechendes Diversifikationsverhalten beobachten.[FN 18] Als mögliche Ursachen werden zum einen eine durch relativ kurze Entscheidungszeiten verursachte Informationsüberlastung und zum anderen die Überforderung der Anleger durch die notwendigen komplexen Berechnungen, die nicht dem intuitiven Vorgehen zu entsprechen scheinen, diskutiert.[FN 19]

[FN 18] Teilweise sind die Erwartungswerte der beobachteten Portfolios sogar negativ; vgl. dazu etwa Anderson und Settle (1996); Borcherding (1978); Kroll et al. (1988a); Oehler (1995), S. 250-258; Rapoport, Zwick und Funk (1988) sowie Weber und Camerer (1992).

[FN 19] Vgl. Maital, Filer und Simon (1986), S. 287; Borcherding (1978) sowie Weber und Camerer (1992).

Analog zu den empirischen Studien werden in der Regel keine effizienten Portefeuilles beobachtet, teilweise sind die Erwartungswerte der Portefeuillerenditen sogar negativ.[FN 2] Ferner kann auch hier das Phänomen einer zu geringen Diversifikation beobachtet werden. Hierfür könnte aber auch eine durch die üblicherweise relative kurze Entscheidungszeit verursachte Informationsüberlastung ursächlich sein.[FN 3]

[...] Damit können diese Untersuchungen aber nur belegen, daß Personen nicht intuitiv in der Lage sind, den Verhaltensanforderungen - insbesondere hinsichtlich der Verwendung der Varianz als Risikomaß und der Nutzung von Korrelationsinformationen - nachzukommen. [...] [FN 4]

[FN 2] Vgl. Anderson, B. F./Settle, J. W. (1997); Borcherding, K. (1978); Kroll, Y./Levy, H./Rapoport, A. (1988); Oehler, A. (1995) S. 250-258; Rapoport, A./Zwick, R./Funck, S. G. (1988); Weber, M./Camerer, C. F. (1992).

[FN 3] Vgl. Maital, S./Filer, R./Simon, J. (1986) S. 287.

[FN 4] Vgl. Borcherding, K. (1978); Weber, M./Camerer, C. F. (1992).

Anmerkungen

Ein Absatz (zum Ende hin) wird von Mh in wenigen Stichworten zusammengefasst. Ansonsten finden sich die meisten Formulierungen der Quelle nur wenig abgeändert wieder. Die in den Fußnoten genannten Literaturangaben werden vollständig übernommen. Kein Hinweis auf die ursprüngliche Quelle Unser (1999) oder Art und Umfang der Übernahme. [FN 18] ist ein Cut & Slide.

Sichter
WiseWoman

[102.] Mh/Fragment 091 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 21:44 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 1-2, 109-115
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 106, Zeilen: 11-13, 101-107
Weiter stellt Markowitz einen Optimierungsalgorithmus vor, der für eine gegebene erwartete Rendite das varianzminimale Portfolio bestimmt.[FN 14]

[FN 14] Die Lösungsalgorithmen des quadratischen Optimierungsproblems können je nach Spezifikation der Nebenbedingungen von unterschiedlicher Komplexität sein; vgl. Markowitz (1959), Ch. 8; Markowitz (1987), Part III; Dziedzina (1987); Gügi (1995), S. 76-81; Hielscher (1969), S. 174-217; Huang und Litzenberger (1988), S. 59-80; Kühn (1979) sowie Schmidt-von Rhein (1996), S. 244-250. Bei Verwendung der mittleren absoluten Abweichung als Risikomaß anstelle der Varianz vereinfacht das dann lineare Optimierungsproblem erheblich bei annähernd gleichen Ergebnissen; vgl. Konno und Yamazaki (1991); wobei sich allerdings das Schätzrisiko erhöht; vgl. Simaan (1997).

Das Hauptergebnis seiner Analyse ist die Bereitstellung eines Optimierungsalgorithmus, der die Zusammenstellung von Portefeuilles ermöglicht, die für eine vorgegebene erwartete Rendite das geringstmögliche Risiko aufweisen.[FN 1]

[FN 1] Zu den Lösungsalgorithmen für das quadratische Optimierungsproblem, die je nach Spezifikation der Nebenbedingungen unterschiedlich komplex ausfallen, vgl. Markowitz, H M. (1959) Ch. 8; Markowitz, H M. (1987) Part III; Dziedzina, M. (1987); Gügi, P (1995) S. 76-81; Hielscher, U. (1969) S. 174-217; Huang, C.-F./Litzenberger, R. H. (1988) S. 59-80; Kühn, R. (1979); Schmidt-von Rhein, A. (1996) S. 244-250. Die Verwendung der mittleren absoluten Abweichung als Risikomaß vereinfacht bei annähernd gleichen Ergebnisse das Optimierungsproblem, welches jetzt linear ist, erheblich; vgl. Konno, H./Yamazaki, H. (1991). Allerdings erhöht sich gleichzeitig das Schätzrisiko; vgl. Simaan, Y. (1997).

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
Hindemith

[103.] Mh/Fragment 090 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 22:00 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 90, Zeilen: 7-10
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 106, Zeilen: 7, 9-11, 13-15
Die wesentlichen Leistungen der Portfolio Selection Theory bestehen darin, dass die bis dahin vorherrschende heuristische Vorgehensweise zur Auswahl von Anlagealternativen durch ein mathematisch-statistisch fundiertes Modell abgelöst wurde und somit das naive Diversifikationsprinzip 'not to put all eggs in one basket' formalisiert und theoretisch [begründet wird.[FN 13]] Eine der Hauptleistungen von MARKOWITZ ist wohl dann zu sehen, daß er [...] der bis dahin vorherrschenden heuristischen Vorgehensweise bei der Auswahl von Wertpapieren ein fundiertes Kalkül entgegenstellte. [...] Das naive

Diversifikationsprinzip, „not to put all eggs in one basket“, wird damit auf eine mathematisch-statistisch fundierte Basis gestellt.[FN 2]

Anmerkungen

Etwas umgeschnitten und umformuliert, aber inhaltlich übereinstimmend. Eine Quellenangabe fehlt. Die jeweils anschließenden Fußnoten stimmen dann noch deutlicher überein. (siehe Dokumentation hier: Mh/Fragment_091_101)

Sichter
Hindemith

[104.] Mh/Fragment 085 12 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:34 Kybot
Erstellt: 13. February 2012, 17:13 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 85, Zeilen: 12-18, 101-103
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 102-103, Zeilen: S. 102, 19-26 und 103, 105-107
[...][FN 1]

Während zu Beginn der finanzierungstheoretischen Forschung der Fokus hauptsächlich auf deskriptiven Beschreibungen von Finanzinstitutionen, dem Aufstellen von Verhaltensregeln sowie der Integration von Erkenntnissen der Unternehmensforschung (Operations Research) in die Finanzierungstheorie lag, hielt ab Ende der 1950er Jahre die neoklassische, gleichgewichtsorientierte Sichtweise Einzug. Dabei ist ein wesentlicher Aspekt die Entwicklung von Bewertungsmodellen für auf vollkommenen Märkten gehandelte Finanzierungstitel, die die empirisch orientierte Finanzwirtschaft bis heute stark beeinflusst.

[FN 1] Vgl. zu den Ausführungen in diesem Abschnitt Unser (1999), S. 102ff.; Schmidt (1983); Schmidt und Terberger (1997); Krahnen (1993); Steiner und Kölsch (1989), S. 413-425; Brennan (1995) sowie Loistl (1990).

Nach einer rein deskriptiven Phase der Beschreibung von Finanzinstitutionen und dem Aufstellen von Verhaltensregeln sowie der sich anschließenden Berücksichtigung von Erkenntnissen der Unternehmensforschung (Operations Research) zur Lösung finanzwirtschaftlicher Probleme wendete sich das Interesse der finanzwirtschaftlichen Forschung seit Ende der fünfziger Jahre verstärkt einer gleichgewichtsorientierten (neoklassischen) Betrachtungsweise zu. Die Entwicklung von Bewertungsmodellen für Finanzierungstitel, die auf vollkommenen Märkten gehandelt werden, bestimmt die empirische Forschung in der Finanzwirtschaft bis heute.

[FN 2] Vgl. zu den vorstehenden Ausführungen Schmidt, R. H. (1983); Schmidt, R. H./Terberger, E. (1996); Krahnen, J. P. (1993); Steiner, M./Kölsch, K. (1989) S. 413-425; Brennan, M. J. (1995); Loistl, 0. (1990).

Anmerkungen

Die Fußnote wird vorgezogen, die eigentliche Quelle wird nur kursorisch genannt, der Umfang der Übernahme bleibt vollständig im Dunkeln, die Übernahme wird durch Benutzung von Synonymen und grammatische Umstellungen kaschiert.

Sichter
Hindemith

[105.] Mh/Fragment 084 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:33 Kybot
Erstellt: 5. February 2012, 18:19 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Hindemith, Graf Isolan, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 84, Zeilen: 1-2, 101-103
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 42, Zeilen: 15-16, 111-113
• Die Prospect Theory kann einen Beitrag dazu leisten, reale ökonomische Phänomene zu erklären. [FN 481]

[FN 481] Vgl. Fiegenbaum (1990); Fiegenbaum und Thomas (1988); Herrmann und Bauer (1996); Herrmann, Bauer und Huber (1997); Jegers (1991); Johnson, Hershey, Meszaros und Kunreuther (1993); Lehner (1996), S. 148-151 sowie Theil (1997).

• Der deskriptive Anspruch der Prospect Theory wird schließlich dadurch erhärtet, daß reale ökonomische Phänomene mit Hilfe dieses Ansatzes erklärbar sind. [FN 6]

[FN 6] Vgl. Fiegenbaum, A. (1990); Fiegenbaum, A./Thomas, H. (1988); Herrmann, A./Bauer, H. H. (1996), Herrmann, A./Bauer, H. H./Huber, F. (1997); Jegers, M. (1991); Johnson, E. J./Hershey, J./Meszaros, J./Kunreuther, H. (1993); Lehner, J. M. (1996) S. 148-151; Theil, M. (1997) S. 29-31.

Anmerkungen

Der Abschluss der in Mh/Fragment 083 08 dokumentierten Übernahme.

Sichter
WiseWoman

[106.] Mh/Fragment 054 06 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:33 Kybot
Erstellt: 18. February 2012, 22:41 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 54, Zeilen: 6-11, 105-106
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 87, Zeilen: 1-5, 102-103
Diese quadratische Nutzenfunktion impliziert jedoch ein Risikoverhalten, das dadurch gekennzeichnet ist, dass absolute und relative Risikoaversion mit der Vermögenszunahme steigen und damit das Sicherheitsäquivalent der risikobehafteten Alternative sinkt. Dies ist zum einen ökonomisch nicht plausibel und widerspricht zum anderen empirischen Ergebnissen.[FN 307]

[FN 307] Vgl. Bitz (1981), S. 199; Drukarczyk (1980), S. 132-135; Eeckhoudt und Gollier (1995), S. 47; Hanoch und Levy (1969), S. 342; Sinn (1980), S. 108 sowie Weber (1990), S. 37.

Problematisch ist dabei aber das durch die Nutzenfunktion implizierte Risikoverhalten, da absolute und relative Risikoaversion mit einer Vermögenszunahme steigen und damit das Sicherheitsäquivalent der riskanten Alternative abnimmt, was einerseits ökonomisch nicht plausibel ist und andererseits empirischen Ergebnissen widerspricht.[FN 2]

[FN 2] Vgl. Bitz, M. (1981) S. 199; Drukarczyk, J. (1980) S. 132-135; Eeckhoudt, L./Gollier, C. (1995) S. 47; Hanoch, G./Levy, H. (1969) S. 342; Sinn, H.-W. (1980) S. 108; Weber, M. (1990) S. 37.

Anmerkungen

Nicht nur, dass der Haupttext inhaltlich und in maßgeblichen Formulierungen übereinstimmt - hier finden sich auch exakt dieselben Literaturangaben wie im von Mh hier nicht als Quelle genannten Text von Unser (1999).

Sichter
Hindemith

[107.] Mh/Fragment 051 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:33 Kybot
Erstellt: 18. February 2012, 00:00 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 51, Zeilen: 1-13, 102
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 83;84, Zeilen: 27-28;1-12.101
Die momentorientierten Verfahren verwenden bestimmte Momente einer Verteilung für eine Entscheidung.[FN 289] Dies ist aus normativer Sicht dann gerechtfertigt, wenn eine Verteilung mittels weniger Momente eindeutig bestimmt werden kann, so dass die Scharparameter genügen, beliebige Präferenzen für diese Verteilung abzubilden. Weitere Voraussetzungen für die momentorientierten Verfahren sind, dass[FN 290]

• die Alternativen als Wahrscheinlichkeitsverteilungen über die Ergebnisse repräsentierbar sind,

• die Momente von den Entscheidern aus den vorliegenden Ergebnissen und Wahrscheinlichkeiten gebildet werden können,

• die Präferenzen der Entscheidungsträger als reellwertige Funktionen auf einer Intervall- oder Verhältnisskala abbildbar sind und

• die Entscheidungsregel für die Auswahl einer Alternative auf einem Vergleich der Momente der zu beurteilenden Alternative beruht.

[FN 289] Vgl. Unser (1999), S. 83.

[FN 290] Vgl. Aschenbrenner (1980), S. 15f.

[Seite 83]

Die hier als „momentorientiert“ bezeichneten Verfahren verwenden für eine Entscheidung bestimmte Momente der zu beurteilenden Verteilung. Diese Vorgehens-

[Seite 84]

weise ist aus normativer Perspektive für den Fall gerechtfertigt, daß eine Verteilung mit wenigen Momenten eineindeutig charakterisiert werden kann. Dann reichen diese Scharparameter aus, beliebige Präferenzen für diese Verteilung abzubilden. Daneben setzen diese Verfahren weiterhin voraus, daß[FN 1]

• die Alternativen als Wahrscheinlichkeitsverteilungen über die Ergebnisse repräsentierbar sind,

• die Momente von den Entscheidern aus den vorliegenden Ergebnissen und Wahrscheinlichkeiten gebildet werden können,

• die Präferenzen der Entscheider als reellwertige Funktionen auf einer Intervall- oder Verhältnisskala abbildbar sind und

• die Entscheidungsregel für die Auswahl einer Alternative auf einem Vergleich der Momente der zu beurteilenden Alternativen beruht.

[FN 1] Vgl. Aschenbrenner, K. M. (1980) S. 15f.

Anmerkungen

Zum Teil wortwörtlich übereinstimmend, aber was Zitat ist und von wem welche Anteile übernommen werden, bleibt völlig unklar.

Sichter
WiseWoman

[108.] Mh/Fragment 047 104 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:33 Kybot
Erstellt: 17. February 2012, 23:06 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 104-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 73, Zeilen: 19-20, 103-108
[FN 276] Vgl. etwa Bell (1988), S. 1419 sowie Maurer (1997), S. 8. Eine Ausnahme bildet der den Modus verwendende Ansatz von Lange (1943), der jedoch aufgrund seiner Schwächen keinen Eingang in die Literatur fand. Auch Albrecht (1994b), S. 13f. kritisiert die Verwendung des Erwartungswertes und schlägt alternativ die Exzeßerwartung vor. Zur Verwendung des arithmetischen Mittels vgl. Pitz et al. (1976), S. 9. Ferner wird das arithmetische Mittel von Personen intuitiv als Zentralmaß einer Häufigkeitsverteilung verwendet.[FN 4]

[FN 3] Vgl. z. B. Bell D. E. (1988) S. 1419; Maurer, R. (1997) S. 8. Zu einer Ausnahme vgl Lange, D. (1943). Dieser den Modus verwendende Vorschlag hat aber aufgrund seiner Schwächen keinen Eingang in die entscheidungstheoretische Literatur gefunden. Auch Albrecht, P. (1994b) S. 13f kritisiert die Verwendung des Erwartungswertes vor dem Hintergrund einer referenzpunktorientierten Bewertung und schlägt mit der Exzeßerwartung eine alternative Formulierung vor.

[FN 4] Vgl. Pitz, G. F./Leung, L. S./Hamilos, C./Terpening, W. (1976) S. 9.

Anmerkungen

--

Sichter
WiseWoman

[109.] Mh/Fragment 047 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:32 Kybot
Erstellt: 17. February 2012, 22:54 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, WiseWoman, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 47, Zeilen: 1-6
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 57, Zeilen: 1-6
• sich die Aufmerksamkeit der Entscheider bei hohen Verlustwahrscheinlichkeiten auf diese konzentriert und das Ausmaß potenzieller Verluste vernachlässigt wird,

• mit zunehmender Linksschiefe einer Verteilung, verglichen mit einer symmetrischen Verteilung, das wahrgenommene Risiko steigt und

• Alternativen mit ausschließlich positiven Ergebnissen nicht als riskant betrachtet werden.

• sich die Aufmerksamkeit der Entscheider bei hohen Verlustwahrscheinlichkeiten auf diese konzentriert und das Ausmaß potentieller Verluste vernachlässigt wird,

• mit zunehmender Linksschiefe einer Verteilung verglichen mit einer symmetrischen Verteilung das wahrgenommene Risiko steigt und

• Alternativen mit ausschließlich positiven Ergebnissen nicht als riskant betrachtet werden.

Anmerkungen

Setzt die ungekennzeichnete Übernahme von der vorangegangenen Seite fort. Dort wird die Quelle genannt, allerdings in einer Art und Weise, die nicht auf eine wörtliche Übernahme schließen lässt (siehe Mh/Fragment_046_13)

Sichter
WiseWoman

[110.] Mh/Fragment 046 13 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:32 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 20:13 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 46, Zeilen: 13-17, 110-115
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 56-57, Zeilen: S.56, 18-24.112-113 und S.57, 9-10.101-106
In empirischen Untersuchungen zur Risikowahrnehmung, die unabhängig von einem bestimmten Risikomodell sind, stellte man fest, dass[FN 273]

• für eine vorgegebene Alternativenmenge diejenige Lotterie als riskanteste eingeschätzt wird, die bei niedrigen oder mittleren Verlustwahrscheinlichkeiten den höchsten möglichen Verlust aufweist,

[FN 273] Vgl. Hoyos (1987), S. 63; Keller et al. (1986), S. 121-129; Nygren (1977); Schoemaker (1980), S. 69; Shapira (1995), S. 93; Unser (1999), S. 56 sowie Weber und Hsee (1997), S. 13. Zur Risikowahrnehmung in der psychologischen Literatur und den dort verwendeten experimentellen Designs vgl. etwa Jackson, Houdnay und Vidmar (1972); Schwenkmezger (1977), S. 208 und S. 242-248; von Klebelsberg (1969), S. 54ff.; Slovic (1962); Slovic (1968); Schwenkmezger (1983) sowie Kogan und Wallach (1964), S. 256-261.[...]

[Seite 56]

Empirische Untersuchungen zur Risikowahrnehmung bei Lotterien testen in der Regel ein bestimmtes Risikomodell und werden daher jeweils im Zusammenhang mit diesem in Abschnitt 2.3.3.4 näher erläutert. In allgemeiner orientierten Studien stellte man fest, daß[FN 5]

• für eine vorgegebene Alternativenmenge die Lotterie als riskanteste eingeschätzt wird, die bei niedrigen oder mittleren Verlustwahrscheinlichkeiten den höchsten möglichen Verlust aufweist,

[FN 5] Vgl. Hoyos, C. G. (1987) S. 63; Keller, L. R./Sarin, R. K./Weber, M. (1986) S. 121-129; Nygren, T.E. (1977); Schoemaker, P. J. H. (1980) S. 69; Shapira, Z. (1995) S. 93; Weber, E. U./Hsee, C. K.

[Seite 57] [...]

Das Risikoverhalten in diesen Situationen wurde dabei mit sehr unterschiedlichen experimentellen Designs erfaßt wie:[FN 2]

(1997) s. 13.

[FN 1] Vgl. Jackson, D. N./Hourany, L./Vidmar, N. J. (1972) S. 486; Schwenkmezger, P. (1977) S. 208.

[FN 2] Vgl. Klebelsberg, D. v. (1969) S. 54; Slovic, P. (1962); Slovic, P. (1968); Schwenkmezger, P. (1983) S. 227-229.

[FN 3] Zu Beispielen für derartige Fragen vgl. Schwenkmezger, P. (1977) S. 242-248 und insbesondere Kogan, N./Wallach, M. A, (1964) S. 256-261, [...]

Anmerkungen

Der Haupttext wurde etwas zusammengekürzt, bleibt aber unverkennbar. Unser (1999) findet sich wieder mittendrin. Alles wie gewohnt.

Sichter
Lukaluka

[111.] Mh/Fragment 045 104 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:32 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 18:51 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 104-117
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 54-55, Zeilen: S.54, 12-13.16-17.105-112 und S.55, 101-108
[FN 262] Das Marketing beschäftigt sich seit 1960 mit dem wahrgenommenen Risiko im Sinne nachteiliger Folgen von Kaufentscheidungen; vgl. dazu Dedler et al. (1984), S. 26 sowie Unser (1999), S. 54f. Zur im Marketing üblichen Aggregationsregel bei Verlusten vgl. etwa Grunert (1981), S. 162; Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 387; Müller-Hagedorn (1986), S. 108-111; Panne (1977), S. 49-59 sowie Bettman (1973). Zu den fünf Verlustdimensionen im Marketing vgl. etwa Bänsch (1993), S. 77; Bauer (1967); Bettman (1973); Dowling (1986), S. 194; Jacoby und Kaplan (1972); Gemünden (1985), S. 32; Greatorex und Mitchell (1994), S. 675; Horton (1976), S. 696; Katz (1983), S. 77-80; Kroeber-Riel und Weinberg (2003), S. 387f.; Kuhlmann (1978), S. 102-123 sowie Yates und Stone (1992a), S. 78. Zur Theorie der kognitiven Dissonanz vgl. Festinger (1964) und den Überblick von Frey (1984). Zu kognitiven Dissonanzen und Bewältigungsreaktionen während des Entscheidungsprozesses vgl. Irle (1971), S. 156ff.; Frey (1981), S. 275-277; Ochsmann und Frey (1978), S. 99; Pfohl und Braun (1981), S. 416; Raffeé, Sauter und Silberer (1973), S. 19 sowie Russo, Medvec und Meloy (1996), S. 107. Zu ökonomischen Theorien auf Basis der kognitiven Dissonanz vgl. etwa Akerlof und Dickens (1982); Gilad, Kaish und Loeb (1987); Goetzmann und Peles (1997) sowie McCain (1992). [Seite 54]

Bereits seit 1960 beschäftigt sich das Marketing mit dem Begriff des wahrgenommenen Risikos im Sinne nachteiliger Folgen von Kaufentscheidungen.[FN 5] [...] [FN 6] Aus theoretischen Überlegungen und Befragungen von Konsumenten werden im wesentlichen fünf Verlustdimensionen abgeleitet [...] [FN 7]

[FN 5] Vgl. Dedler, K. et al. (1984) S. 26.

[FN 6] Vgl. Grunert, K. G. (1981) S. 162; Kroeber-Riel, W./Weinberg, P. (1996) S. 387; Müller-Hagedorn, L. (1986) S. 108-111; Panne, F. (1977) S. 49-59. Diese Aggregationsregel wird aber empirisch nicht bestätigt; vgl. Bettman, J R. (1975).

[FN 7] Vgl. Bänsch, A. (1993) S. 77, Bauer, R. A. (1967); Bettman, J. R. (1973); Dowling, G. R. (1986) S. 194; Jacoby, J./Kaplan, L. B. (1972); Gemünden, H. G. (1985) S. 32; Greatorex, M./Mitchell, V. W. (1994) S. 675; Horton, R. L. (1976) S. 696; Katz, R. (1983) S. 77-80; Kroeber-Riel, W./Weinberg, P (1996) S. 387f.; Kuhlmann, E. (1978) S. 102-123; Yates, J. F./Stone, E. R. (1992b) S. 78.

[Seite 55]

[FN 1] Vgl. zur Theorie der kognitiven Dissonanzen Festinger, L. (1964) und den Überblick von Frey, D. (1984). Kognitive Dissonanzen und Bewältigungsreaktionen treten aber auch schon während des Entscheidungsprozesses auf; vgl. Irle, M. (1971) S. 156ff; Frey, D. (1981) S. 275-277, Ochsmann, R./Frey, D. (1978) S. 99; Pfohl, H.-C./Braun, G. E. (1981) S. 416; Raffee, H./Sauter, B./Silberer, G. (1973) S. 19; Russo, J. E./Husted Medvec, V./Meloy, M. G. (1996) S. 107. Vereinzelt finden sich auch in der ökonomischen Literatur Modelle auf der Basis kognitiver Dissonanzen, vgl. Akerlof, G. A./Dickens, W. T. (1982); Gilad, B./Kaish, S./Loeb, P D. (1987); Goetzmann, W. N./Peles, N. (1997); McCain, R. A. (1992) S 34.

Anmerkungen

Mittendrin wird Unser (1999) erwähnt - dass aber alle Literaturangaben (inkl. Begleittext) bereits dort zu finden sind, bleibt völlig im Dunkeln.

Sichter
Hindemith

[112.] Mh/Fragment 045 10 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:32 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 19:35 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 45, Zeilen: 10-13, 124-127
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 51-52, Zeilen: S. 51, 26-29.102-105 und S. 52, 1
Während aus der Sicht der Statistik die gesamte Volatilität der Verteilung einer Zufallsvariablen als geeignetes Maß für das Risiko verstanden wird, wird in ökonomischen Kontexten der Begriff des Risikos oft mit negativen Folgen, d.h. einer Verlustgefahr, assoziiert.[FN 265]

[FN 265] Vgl Bauer (1995), Sp. 1661; Brüse (1984), S. 965; Helten (1994b), S. 25; Kupsch (1973), S. 26; Kupsch (1975), Sp. 1531; Leimberg, Satinsky, LeClair und Doyle (1988), S. 229; Lipshitz und Strauss (1997), S. 150; March und Shapira (1987), S. 1407; Philipp (1967), S. 35f.; Saxinger (1998), S. 336; Shapira (1995), S. 45; Shelley (1994), S. 225 sowie Wossidlo (1970), S. 33.

[Seite 51]

Während aus statistischer Sicht die gesamte Volatilität einer Verteilung als das Risiko bestimmend angesehen wird, setzt eine in ökonomischen Kontexten weit verbreitete Begriffsbildung Risiko mit negativen Folgen, d. h. einer Verlustgefahr gleich.[FN 2]

[FN 2] Vgl. Bauer, C. (1995) Sp. 1661; Bruse, H. (1984) S 965; Helten, E. (1994b) S. 25; Kupsch, P. U. (1973) S. 26; Kupsch, P. U. (1975) Sp. 1531; Leimberg, S. R./Satinsky, M. J./LeClair, R. T./Doyle, R. J. (1988) S. 229; Lipshitz, R./Strauss, O. (1997) S. 150; March, J G./Shapira, Z. (1987) S. 1407; Phillip, F. (1967) S. 35f.; Saxinger, R. (1998) S. 336; Shapira, Z (1995) S. 45; Shelley, M. K (1994)

[Seite 52]

S. 225; Wossidlo, R. P. (1970) S. 33.

Anmerkungen

Alles da - bis auf die Angabe der eigentlichen Quelle.

Sichter
Hindemith

[113.] Mh/Fragment 041 16 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:32 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 12:33 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 41, Zeilen: 16-24, 105-113
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 45, Zeilen: 1-15, 104-115
2.2.3.1 Separation von Risikowahrnehmung und Risikoeinstellung zur Erklärung des Risikoverhaltens

In der psychologischen Entscheidungsforschung finden sich insbesondere seit Beginn der 1990er Jahre einige theoretische und empirische Studien zur Trennung von prädezisional wahrgenommenem Risiko und der Risikoeinstellung von Entscheidungsträgern.[FN 241] In der ökonomischen Literatur hingegen findet sich diese explizite Trennung nur selten.[FN 242] Dies erscheint insofern erstaunlich, als dass erstens etwa im Risikomanagement die Unterscheidung in die beiden Phasen der Risikoidentifikation und der Risikobewertung als grundsätzlich anerkannt gilt,[FN 243] und dass zweitens das vom Entscheider perzipierte Risiko [insbesondere in der Literatur zum Entscheidungsverhalten von Konsumenten als verhaltensrelevant angesehen wird.[FN 244]]

[FN 241] Vgl. Bontempo, Bottom und Weber (1997); Kozielecki (1975); Highhouse und Yüce (1996); Holtgrave und Weber (1993); Hsee und Weber (1997a); Hsee und Weber (1997b); Huang (1971), S. 55; Mellers, Schwartz und Weber (1997); Otten und van der Pligt (1992); Pitz, Leung, Hamilos und Terpening (1976), S. 17; Wagenaar (1992), S. 258; Weber und Bottom (1989); Weber (1997), S. 26; Weber und Milliman (1997) sowie Weber und Hsee (1997).

[FN 242] Zu Ausnahmen vgl. etwa Sitkin und Pablo (1992); Sitkin und Weingart (1995); Schubert (1990) sowie Schubert (1996).

[FN 243] Diese Begriffe korrespondieren gerade mit dem wahrgenommenen Risiko und der Risikoeinstellung; vgl. etwa Haller (1990), S. 240-247; Moser und Quast (1994), S. 669; Rudolph (1995), S. 23-25; Unser [(1999), S. 45 sowie zum Entscheidungsprozess bei Versicherungsabschlüssen Müller-Reichart (1993), S. 194.]

[FN 244] Vgl. Eifert (1997), S. 32; Cox (1967); Dedler, Gottschalk, Grunert, Heiderich, Hoffmann und Scherhorn (1984) sowie Kuhlmann (1978).

2.3.3.2 Erklärung des Risikoverhaltens durch die Separation von Risiko­wahrnehmung und Risikoeinstellung

Während in der psychologischen Entscheidungsforschung insbesondere seit Beginn der 90er Jahre eine kleine Anzahl von theoretischen und empirischen Studien vor­gelegt wurde, die sich explizit mit der Trennung von prädezisional wahrgenomme­nem Risiko und Risikopräferenz/-einstellung[FN 1] eines Entscheiders beschäftigen,[FN 2] wer­den diese beiden Determinanten des Risikoverhaltens in der ökonomischen Literatur nur selten expliziert.[FN 3] Dies ist umso erstaunlicher, als diese Differenzierung im Rahmen der Unterscheidung der Phasen Risikoidentifikation und Risikobewertung in der Literatur zum Risikomanagement bereits als eingeführt gelten kann[FN 4] und diese Begriffe grundsätzlich zu dem wahrgenommenen Risiko bzw. der Risikopräferenz korrespondieren.

Ferner ist die Erkenntnis, daß nur das von einem Entscheider perzipierte Risiko in einer Situation verhaltensrelevant sein kann, zumindest in der Literatur zum Informationsverhalten der Konsumenten zu finden.[FN 5]

[FN 1] Diese beiden Begriffe werden in diesem Kapitel der üblichen Verwendung in der ökonomischen Litera­tur folgend als synonym betrachtet Der teilweise dort ebenfalls zu findenden Gleichsetzung von Risiko­präferenz und Risikoverhalten wird hier aber nicht gefolgt.

[FN 2] Vgl. Bontempo, R. N./Bottom, W. P./Weber, E. U. (1997); Kozielecki, J. (1975) S. 119; Highhouse, S./Yüce, P. (1996); Holtgrave, D. R./Weber. E. U. (1993); Hsee, C. K./Weber, E. U. (1997a); Hsee. C K./Weber, E. U. (1997b); Huang, L. C. (1971) S. 55; Mellers, B. A./Schwartz, A./Weber, E. I). (1997); Otten, W./Pligt, J. v. d. (1992); Pitz, G. F./Leung, L. S./Hamilos, C./Terpening, W. (1976) S. 17; Wagenaar, W. A. (1992) S. 258, Weber, E. U./Bottom, W. P. (1989); Weber, E. U. (1997) S. 46; Weber, E. U./Milliman, R. A. (1997); Weber, E. U./Hsee, C. K. (1997).

[FN 3] Vgl. als Ausnahmen Sitkin, S. B./Pablo, A. L. (1992); Sitkin, S. B./Weingart, L R. (1995); Schubert, R. (1990); Schubert, R. (1996).

[FN 4] Vgl. Haller, M. (1990) S. 240-247, Moser, H./Quast, W. (1994) S. 669; Rudolph, B. (1995) S. 23-25. Vgl. auch die analoge Konstruktion des Entscheidungsprozesses bei Versicherungsabschlüssen wie sie Müller-Reichart, M. (1993) S. 194 vornimmt.

[FN 5] Vgl. Eifert, S. (1997) S. 32; Cox, D. T. (1967); Dedler, K. et al. (1984); Kuhlmann, E. (1978).

Anmerkungen

Auch die Literaturangaben der Fußnoten finden sich komplett wieder. Irgendwo mittendrin: die eigentliche Quelle.

Sichter
Graf Isolan

[114.] Mh/Fragment 038 07 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:32 Kybot
Erstellt: 5. February 2012, 11:38 (Lukaluka)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Lukaluka, WiseWoman, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 38, Zeilen: 07-19; 108-116
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 30, Zeilen: 6-26
In den 1960er Jahren hielt das Prinzip der stochastischen Dominanz Einzug in die ökonomische Theorie und wurde als Ergänzung bzw. Alternative zum Bernoulli-Prinzip diskutiert.[FN 227] Die wesentliche Idee besteht darin, das Entscheidungsproblem dahingehend zu vereinfachen, dass im Vorfeld dominierte Alternativen eliminiert werden. Dies ist insbesondere dann von Nutzen, wenn die Entscheider keine genaue Kenntnis ihrer Risikonutzenfunktion besitzen, sondern lediglich ihre Risikoeinstellung spezifizieren können. Dabei können für den paarweisen Vergleich von Alternativen unterschiedliche Grade Stochastischer Dominanz (SD) definiert werden. Die Dominanz nullten Grades, auch als Zustandsdominanz bezeichnet, kommt ohne die Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten aus.[FN 228] Dabei dominiert eine Alternative eine andere, wenn sie bei keinem Umweltzustand zu einem schlechteren und bei mindestens einem Umweltzustand zu einem besseren Ergebnis führt.[FN 229] Es lassen sich für Risikosituationen Prinzipien Stochastischer Dominanz höherer Ordnung definieren.

[FN 227] Das Prinzip der Stochastischen Dominanz wurde bereits in den Anfängen des letzten Jahrhunderts entwickelt. Vgl. etwa Hadar und Russell (1974); Hanoch und Levy (1969); Rothschild und Stiglitz (1970); Whitmore (1970); Hammond (1974); Quirk und Saposnik (1962); die Monographie von Mosler (1982); die Übersichtsartikel von Kroll und Levy (1980); Levy (1992) sowie die dort angegebene Literatur. Die folgenden Ausführungen folgen im Wesentlichen den Darstellungen von Bamberg und Coenenberg (2006), S. 112ff. sowie Unser (1999), S. 30ff.

[FN 228] Vgl. Fishburn (1980), S. 79-83

[FN 229] Vgl. Bitz (1981), S. 20-24; Dinkelbach und Kleine (1996), S. 74; Riess (1996), S. 16 sowie Roglin (1982), S. 485.

2.3.1.3 Prinzipien der Stochastischen Dominanz

Eine bereits in den Anfängen unseres Jahrhunderts entwickelte, [FN 2] aber erst Ende der 60er Jahre in der ökonomischen Theorie breitere Beachtung findende Alternative zum Bernoulliprinzip stellt der Ansatz der Stochastischen Dominanz dar. [FN 3] Dessen Grundidee besteht darin, das Entscheidungsproblem durch die Vorauswahl dominierter Alternativen zu vereinfachen. In vielen Fällen erlaubt dieses Prinzip aber keine endgültige Auswahl einer Alternative. Die Entscheider maximieren an­ nahmegemäß weiterhin ihren erwarteten Nutzen, sie müssen jetzt aber ihre Risikonutzenfunktion nicht mehr genau kennen, sondern lediglich ihre Risikoeinstellung spezifizieren können. Prinzipien der Stochastischen Dominanz besitzen damit für ganze Klassen von Entscheidern Gültigkeit, wobei deren Risikonutzenfunktionen Charakteristika aufweisen, die in empirischen Studien häufig beobachtet werden konnten.

Der Ansatz der Stochastischen Dominanz (SD) erlaubt lediglich paarweise Verglei­che von Wahrscheinlichkeitsverteilungen. Das einfachste Prinzip ist das der Zu­standsdominanz (seltener: Dominanz nullten Grades), [FN 4] das ohne die Betrachtung von Wahrscheinlichkeiten auskommt. Danach dominiert die Alternative F die Alternative G, wenn die Realisationen von F in jedem Umweltzustand denen von G mindestens gleichwertig sind, in mindestens einem Zustand jedoch mit einer höheren Bewertung versehen werden. [FN 5] Für die in Risikosituationen relevanteren Prinzipien Stochasti­scher Dominanz höherer Ordnung gilt, daß [...]

[FN 2] Vgl. dazu die bibliographischen Hinweise bei Kroll, Y./Levy, H. (1980).

[FN 3] Vgl. Hadar, J./Russell, W R. (1969); Hanoch, G./Levy, H. (1969); Rothschild, M./Stiglitz, J. E (1970); Whitmore, G. A. (1970); Hammond, J. S. (1974); Quirk, J.P. / Saposnik, R. (1962).

[FN 4] Vgl. dazu Fishbum, P. C. (1980) S. 79-83.

[FN 5] Vgl. Bitz, M. (1981) S. 20-24; Dinkelbach, W./Kleine, A. (1996) S. 74, Riess, M. (1996) S. 16; Roglin, O. (1982) S. 485.

Anmerkungen
  • Der Originaltext wird mit einigen wenigen Umformungen inklusive der Quellenangaben übernommen. * Der erste Satz des Originals wandert als Cut & Slide in FN 227. * FN 227 enthält am Ende den Verweis auf Unser (1999). Dieser ist aber nur einer von vielen und lässt den Leser im Unklaren über die Menge der Übernahmen.
Sichter
WiseWoman

[115.] Mh/Fragment 032 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:32 Kybot
Erstellt: 6. January 2012, 19:05 (Hindemith)
Fischer 2004, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Hindemith, Lukaluka, Frangge
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 32, Zeilen: 1-4
Quelle: Fischer 2004
Seite(n): 38-39, Zeilen: 12-13; 1-2
[Glücksspiele] und Versicherungen sind seitdem das Standard-Beispiel in der Literatur für die Unangemessenheit des Erwartungswertes als Entscheidungskriterium [FN 193] einerseits und als Bewertungsmaßstab für die Möglichkeit, mit einer Theorie reales Verhalten abzubilden, [FN 194] andererseits.

[ABBILDUNG, analog zur Quelle]

Abbildung 2.5: Nutzenfunktion nach Friedman und Savage Quelle: In Anlehnung an Friedman und Savage (1948), S. 297.

[FN 193] Vgl. etwa Bitz (1981), S. 97f.

[FN 194] Vgl. exemplarisch Kahneman und Tversky (1979); Loomes und Sugden (1982) sowie Karmarkar (1978).

Glücksspiele und Versicherungen sind seither ein beliebtes Beispiel in der Literatur, einerseits für die Unangemessenheit des Erwartungswertes als Entscheidungskriterium [FN 1] und andererseits als Beurteilungsmaßstab für die Möglichkeit, mit einer Theorie reales Verhalten abzubilden. [FN 2]

[ABBILDUNG]

Abbildung 2: Nutzenfunktion nach Friedman und Savage (1948)

[FN 1] Vgl. Bitz (1981, S. 97f.).

[FN 2] Vgl. z.B. Kahneman und Tversky (1979), Loomes und Sugden (1982) sowie Karmarkar (1978).

Anmerkungen

Fast wörtliche Übernahme ohne Quellenverweis (Einen Verweis auf Fischer gibt es erst im nächsten Abschnitt.) Auch die detaillierten Literaturverweise werden übernommen. Die Übernahme beginnt schon auf der Vorseite (siehe Mh/Fragment_031_08)

Sichter
Lukaluka

[116.] Mh/Fragment 023 01 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:31 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 12:20 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Lukaluka
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 23, Zeilen: 1-2, 101-107
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 16-17, Zeilen: S.16, 20-21 - S.17, 1-2.101-108
Das Axiomensystem von Herstein und Milnor (1953) kann auf die drei Axiome der vollständigen Ordnung, der Stetigkeit und der Unabhängigkeit verdichtet werden.[FN 132]

[FN 132] Vgl. Herstein und Milnor (1953), S. 293. Diese Vereinfachung wurde anschließend häufig aufgegriffen, so etwa von Borch (1969), S. 46ff.; MacCrimmon und Larsson (1979), S. 335-346; Pfister (1994), S. 157; Hey (1979), S. 27-30; Menges (1974), S. 59; Wiese und Bültel (1996); Hieronimus (1979), S. 161-167; Unser (1999), S. 17. Zum Teil wird als weiteres Axiom manchmal auch das Prinzip der Wahrscheinlichkeitsdominanz gefordert; vgl. dazu die Ausführungen auf S. 38f. dieser Arbeit sowie Bitz (1981), S. 181-186; Pfohl und Braun (1981), S. 258; Riess (1996), S. 30. Diese Forderung stellt jedoch lediglich einen Spezialfall des Substitutionsaxioms dar; vgl. Schneeweiß (1967), S. 74.

Für das ursprüngliche Axiomensystem von VON Neumann und MORGENSTERN existiert eine Vielzahl von Modifikationen,[...] die sich aber im wesentlichen auf die von I. N. Herstein und John Milnor eingeführten, im folgenden näher dargestellten drei Axiome verdichten lassen.[FN 1]

[FN 1] Vgl. Herstein, I. N./Milnor, J. W. (1953) S. 293. Diese Vereinfachung wurde in der Folge häufig aufgegriffen, so z. B. von Borch, K. H. (1969) S. 46f.; MacCrimmon, K. R./Larsson, S. (1979) S. 335-346; Pfister, H.-R. (1994) S. 157; Bamberg, G./Coenenberg, A. G. (1994) S. 86-88; Eisenfuhr, F./Weber, M. (1994) S 204-208; Hey, J. D. (1979) S. 27-30; Menges, G. (1974) S. 59; Wiese, H./Bültel, D. (1996); Hieronimus, A. (1979) S. 161-167. Zum Teil wird als weiteres Axiom das Prinzip der Wahrscheinlichkeitsdominanz (siehe unten) gefordert; vgl. z.B. Bitz, M. (1981) S., 181-186; Pfohl, H.-C./Braun, G. E. (1981) S. 258; Riess, M. (1996) S. 30. Diese Forderung ist jedoch lediglich ein Spezialfall des Substitutionsaxioms, wie Schneeweiß, H. (1967) S. 74 verdeutlicht.

Anmerkungen

Irgendwo mittendrin verweist Mh sogar auch einmal auf Unser. Die Übernahme im Fließtext ist natürlich relativ harmlos. Geradezu atemberaubend hingegen ist die fast völlige Übereinstimmung der sehr umfangreichen Fußnoten.

Sichter
Lukaluka

[117.] Mh/Fragment 021 11 - Diskussion
Bearbeitet: 7. April 2012, 10:31 Kybot
Erstellt: 13. February 2012, 20:07 (Graf Isolan)
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Frangge, Senzahl
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 21, Zeilen: 11-13, 110-112
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 15, Zeilen: 8-11, 111-112
Eine wichtige Modifikation wurde 1954 durch Savage eingeführt, der anstelle exogener, objektiver Wahrscheinlichkeiten auch subjektive Wahrscheinlichkeitsschätzungen in das Modell einbezieht.[FN 122]

[FN 122] [...] Weiter siehe Unser (1999), S. 15; Savage (1954/1972); Davidson, Suppes und Siegel (1957), S. 11; Kreps (1988), S. 33-38; Neumann und Politser (1992), S. 32 sowie Schneider (1995), S. 103.

Eine wichtige Modifikation erfolgte 1954 durch LEONARD J. SAVAGE, der an Stelle exogen vorgegebener (objektiver) Wahrscheinlichkeiten subjektive Wahrscheinlichkeitsschätzungen in das Modell einführt.[FN 3]

[FN 3] Vgl. Savage, L. J. (1972); Davidson, D./Suppes, P./Siegel, S. (1957) S. 11; Kreps, D. M. (1988) S. 33-38; Neumann, P. J./Politser, P. E, (1992) S. 32; Schneider, D. (1995) S. 103.

Anmerkungen

--

Sichter
FranGGe

[118.] Mh/Fragment 188 04 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:59 Kybot
Erstellt: 21. January 2012, 21:34 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wooldridge 2002, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
Graf Isolan, Hansgert Ruppert, WiseWoman
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 188, Zeilen: 4-7
Quelle: Wooldridge 2002
Seite(n): 66, Zeilen: 8, 11-13
Das praktische Denken (Practical Reasoning) beinhaltet zwei zentrale Prozesse. Der erste Prozess wird als Überlegung (Deliberation) bezeichnet, in dem entschieden werden muss, welche Ziele verfolgt werden sollen. Der zweite Prozess, das Means-Ends Reasoning, beschreibt, wie diese Ziele erreicht werden sollen. Human practical reasoning appears to consist of at least two distinct activities. [...] The former process - deciding what states of affairs to achieve - is known as deliberation. The latter process - deciding how to achieve these states of affairs - we call means-ends reasoning.
Anmerkungen

Mag nicht viel sein, aber hier wurde der Einfachheit halber nur das Original ins Deutsche übertragen. An anderer Stelle auf derselben Seite gibt Mh die Quelle explizit bei einer analogen Übernahme an - hier hält er das nicht für nötig. Kurz, aber eindeutig. HgR

Sichter
HgR

[119.] Mh/Fragment 091 101 - Diskussion
Bearbeitet: 6. April 2012, 18:55 Kybot
Erstellt: 6. February 2012, 21:51 (Graf Isolan)
Fragment, Gesichtet, Mh, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Unser 1999, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Hindemith
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 101-108
Quelle: Unser 1999
Seite(n): 106, Zeilen: 108-115
[FN 13] Empirische Untersuchungen zeigen jedoch, dass bereits mit einer naiven Mischung von 8 bis 14 Aktien etwa 75% des insgesamt möglichen Diversifikationseffektes erzielt werden kann; vgl. Francis und Archer (1979), S. 197ff.; Hellevik und Herrmann (1996), S. 136; Hielscher (1988), S. 26; Solnik (1988), S. 46f.; Uhlir und Steiner (1991), S. 164-168; kontrovers dazu Statman (1987), der unter Berücksichtigung von Transaktionskosten eine Anzahl von 30 bis 40 Aktien für eine entsprechende naive Diversifikation ermittelt. Internationale Effekte der Diversifikation werden nicht voll genutzt; vgl. dazu French und Poterba (1991); Baxter und Jermann (1997); Fischer und Keber (1997) sowie das Experiment von Rötheli (1996). [FN 2] Allerdings zeigen empirische Untersuchungen, daß bereits mit einer naiven Mischung von 8 bis 14 Aktien ca. 75% des insgesamt erreichbaren Diversifikationseffektes erzielt werden kann; vgl. Francis, J. C./Archer, S. H. (1979) S. 197f.; Hellevik, J. S./Herrmann, R. (1996) S. 136; Hielscher, U. (1988) S. 26; Solnik, B. (1988) S. 46f.; Uhlir, H./Steiner, P (1991) S. 164-168; kontrovers aber Statman, H. M. (1987), der bei Berücksichtigung von Transaktionskosten auf 30-40 Aktien für eine effiziente naive Diversifikation kommt. Internationale Diversifikationseffekte werden dagegen nicht in vollem Umfang genutzt; vgl. French, K. R./Poterba, J. M. (1991); Baxter, M./Jermann, U. J. (1997); Fischer, E. O./Keber, C. (1997) sowie das zum selben Ergebnis gelangende Experiment von Rötheli, T. F. (1996).
Anmerkungen

Ein Verweis auf die eigentliche Quelle fehlt.

Sichter
Hindemith

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