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Mhe/050

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Wandel von Einstellungen und Werten unter dem Aspekt des Autoritarismus deutscher Eltern im Zeitvergleich

von Prof. Dr. Marina Hennig

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mhe/Fragment 050 05 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-11-30 20:41:01 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Steinkamp 1982, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
103.7.43.173
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 50, Zeilen: 5-7, 15-22, 101-116
Quelle: Steinkamp 1982
Seite(n): 268, Zeilen: li. Sp. 14 ff., re. Sp. 1 ff.
["Members of different social classes, by virtue of enjoying (or suffering) different conditions of life, come to see the world differently - to develop different concetions of social reality, different aspirations and hopes and fears, different "conceptions of the desirable". ... for from people's conceptions of the desirable-especially of what] characteristics are desirable in children-we can discern their objectives in child rearing. Thus conceptions of the desirable -that is, values- become the key concept for this analysis, the bridge between position in the larger social structure and the behavior of the individual." (Kohn 1969, S.7)6.

Im Zentrum der "systematically-differentiated conditions of life"7 (Kohn 1969, S.189) als Entstehungsmerkmal unterschiedlicher Werte und Orientierungen stehen für Kohn die Erfahrungen aus dem beruflichen Leben.

" The conditions of occupational life at higher social class levels facilitate interest in the intrinsic qualities of the job, foster a view of self and society that is conducive to believing in the possibilities of rational action toward purposive goals, and promote the valuation of self-direction. The conditions of occupational life at lower social class levels limit men's view of the job primarily to the extrinsic benefits it provides, foster a narrowly circumscribed conception of self and society, and promote the positive valuation of conformity to authority" (Kohn 1969, S.192). 8

Er unterscheidet zwei Begriffe als Wertsyndrome der Eltern, die mit ihrer jeweiligen Berufserfahrung korrelieren. Selbstbestimmung (self-direction) und Konformität (conformity).
Das Wertesyndrom "self-direction" charakterisiert Menschen, die auf der Basis eines selbständigen Urteils funktionieren. Diese selbständige Urteilsfähigkeit resultiert aus verinnerlichten moralischen Normen und ihrer flexiblen Anwendung, sich an den Absichten des Handelns anderer zu orientieren [sic] und nicht an dessen zufälligen Folgen. Sie setzen Vertrauen in andere Menschen.


6 Übersetzung: „Für die Mitglieder verschiedener sozialer Schichten ergibt sich aus den verschiedenen Lebensbedingungen, derer sie sich erfreuen (oder unter denen sie leiden), eine unterschiedliche Sichtweise der Welt - sie entwickeln verschiedene Konzeptionen der sozialen Realität, verschiedene Ziele, Hoffnungen und Befürchtungen, sich unterscheidende 'Konzeptionen des Wünschenswerten'[...] Von diesen Konzeptionen des Wünschenswerten der Menschen - besonders [sic] welche Eigenschaften für Kinder erstrebt werden - kann auf die Ziele der Kindererziehung geschlossen werden. Daher sind Konzeptionen des Wünschenswerten - das sind Werte- die Schlüsselkategorie dieser Analyse, die Brücke zwischen Positionen in der weiteren Sozialstruktur und dem Verhalten des Individuums.“

7Übersetzung: “systematisch sich unterscheidender Lebensbedingungen“

8 Übersetzung: "Die Bedingungen des beruflichen Lebens in höheren sozialen Schichten fördern das Interesse an den intrinsischen Qualitäten der Arbeit, die den Glauben an die Möglichkeit rationalen Handels [sic] zur Erreichung gesetzter Ziele stärken und die Bewertung von Selbststeuerung fördern. Die Bedingungen des beruflichen Lebens in den unteren sozialen Schichten schränken die Einstellung zur Arbeit auf die extrinsischen Belohnungen, die sie verschaffen [sic] ein, begünstigen eine eng umrissene Vorstellung von sich selbst und der Gesellschaft und fördern eine positive Bewertung von Konformität und Autorität "

„Für die Mitglieder verschiedener sozialer Schichten ergibt sich aus den verschiedenen Lebensbedingungen, denen [sic] sie sich erfreuen (oder unter denen sie leiden) [sic] eine unterschiedliche Sichtweise der Welt — sie entwickeln verschiedene Konzeptionen der sozialen Realität, verschiedene Ziele, Hoffnungen und Befürchtungen, sich unterscheidende ‚Konzeptionen des Wünschenswerten‘ ... Von diesen Konzeptionen des Wünschenswerten der Menschen — besonders [sic] welche Eigenschaften für Kinder erstrebt werden — kann auf die Ziele der Kindererziehung geschlossen werden. Daher sind Konzeptionen des Wünschenswerten — das sind Werte — die Schlüsselkategorie dieser Analyse, die Brücke zwischen Positionen in der weiteren Sozialstruktur und dem Verhalten des Individuums“ (Kohn 1969, S. 7).

Im Brennpunkt „systematisch sich unterscheidender Lebensbedingungen“ (Kohn 1969, S. 189), aus denen unterschiedliche Werte und Orientierungen resultieren, stehen für Kohn die beruflichen Erfahrungen: „Die Bedingungen des beruflichen Lebens in höheren sozialen Schichten fördern das Interesse an den intrinsischen Qualitäten der Arbeit, die den Glauben an die Möglichkeiten rationalen Handelns zur Erreichung gesetzter Ziele stärken und die Bewertung von Selbststeuerung fördern. Die Bedingungen des beruflichen Lebens in unteren sozialen Schichten schränken die Einstellung zur Arbeit auf die extrinsischen Belohnungen, die sie verschaffen, ein, begünstigen eine eng umrissene Vorstellung von sich selbst und der Gesellschaft und fördern die positive Bewertung von Konformität und Autorität“ (Kohn 1969, S. 192). Zentrale Wertsyndrome der Eltern, die mit ihren jeweiligen Berufserfahrungen variieren, sind für Kohn Selbstbestimmung (self—direction) und Konformität (conformity). [In Anlehnung an PIAGETS Untersuchungen zur moralischen Entwicklung des Kindes (1954) und in Abgrenzung zu den von D. Riesman in „Die einsame Masse“ (1959) verwendeten Begriffe der „Innen- und Außensteuerung“ definiert Kohn dieses dichotome Begriffspaar wie folgt (1969, S. 35f. und S. 189):] Individuen, auf die das Wertsyndrom „self-direction“ zutrifft, handeln auf der Basis selbständigen Urteils, das auf gut verinnerlichten moralischen Standards und ihrer flexiblen, d.h. an den Absichten des Handelns anderer sich orientierenden Anwendung und nicht auf dessen zufälligen Folgen gründet; sie sind „open-minded“ und setzen Vertrauen in andere Menschen.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 049 29.

Kein Hinweis auf die tatsächliche Quelle.

Die Verf.in übernimmt an dieser Stelle eine Kohn-Rezeption von Steinkamp (1982). Sie selbst ergänzt den englischen Original-Text (der sich bei Letzterem nicht findet), wobei sie dessen Übersetzungen kopiert und in ihren Fußnoten wiedergibt.

Lediglich die kopierten deutschen Übersetzungen, nicht aber die ergänzten englischen Zitate werden in der Zeilenzählung berücksichtigt.

Fortsetzung auf der nächsten Seite in Fragment 051 01.

Sichter
(103.7.43.173) Schumann


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