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Mhe/069

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Wandel von Einstellungen und Werten unter dem Aspekt des Autoritarismus deutscher Eltern im Zeitvergleich

von Prof. Dr. Marina Hennig

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mhe/Fragment 069 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-08-21 12:13:33 Schumann
Büchner 1995, Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 7-11
Quelle: Büchner 1995
Seite(n): 198, Zeilen: 11-15
Für die Generation der 1917-26 Geborenen wurde das Konzept der „autoritären Persönlichkeit“ der Frankfurter Schule für die Beschreibung des Sozialcharakters, wie ihn die Wissenschaft in der 30er Jahren kennzeichnete, reflektiert. Horkheimer, Fromm, Reich und später Adorno beschrieben diesen Charakter mit Verhaltensweisen wie Fleiß, Ehrgeiz, Gehorsam, Disziplin, Beharrungsvermögen und Ehrbarkeit (siehe Kapitel 2.1). Also Merkmalen eines innengeleiteten Subjekts mit einem starren Über-Ich, mit festen Ich-Grenzen (Abwehr nach außen) und festen Abwehrstrukturen nach innen. Zunächst jedoch einige Bemerkungen zum Ausgangspunkt unserer Überlegungen in diesem Band, dem Sozialcharakter der um 1940 Geborenen2, deren Lebensformen und Sozialbeziehungen mit den Grundzügen klassischer bürgerlicher Identität viel gemein haben. Schülein (1977) beschreibt diese konventionelle Identität mit Verhaltensweisen wie Fleiß, Gehorsam, Ordentlichkeit, Sparsamkeit, Beharrungsvermögen und Ehrbarkeit — alles Merkmale eines innengeleiteten Subjekts mit einem wenig differenzierten und starren Über-Ich, mit festen Ich- Grenzen (Abgrenzung nach außen) und festen Abwehrstrukturen nach innen.

2 [...]


Schülein, J.A.: Von der Studentenrevolte zur Tendenzwende oder der Rückzug ins Private. In: Kursbuch 48/1977, S. 101-117

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Während Büchner sich noch auf Schülein stützte, zitiert die Verfasserin Horkheimer u.a. bei beinahe gleichem Wortlaut. Hier wäre ein Hinweis hilfreich (wenn nicht sogar: geboten) gewesen, daß es sich um Schüleins Rezeption von Horkheimer u.a. handelt.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[2.] Mhe/Fragment 069 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-07-26 19:13:16 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Weber-Kellermann 1996

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 17-29
Quelle: Weber-Kellermann 1996
Seite(n): 187, 188, Zeilen: 187: 13 ff.; 188: 7 ff., 24 ff.
Das Konzept des Autoritarismus der Frankfurter Schule setzt auf dem Sozialisationsmodell des Patriarchalismus des 19. Jahrhunderts auf, indem die Autorität aus der sozialen Stellung des Vaters heraus legitimiert wurde, d.h. daß die Autorität des Vaters nicht als zufällig angesehen wurde, sondern ihre Begründung in der Autoritätsstruktur der Gesamtgesellschaft fand (Fromm, 1936). Die Aneigung der zum Systembestand notwendigen Verhaltensstandards wird so erklärt, daß durch das Über-Ich äussere [sic] Gewalt, als Ausdruck gesellschaftlicher Autorität, in eine innere verwandelt wird. Die autoritären Vertreter der äußeren Gewalt werden verinnerlicht und das Individuum handelt nun nach ihren Geboten entsprechend den Forderungen, die es an sich selbst stellt. Diese Fähigkeit der Projizierung des Über-Ichs auf die herrschenden Autoritäten wird nach Fromm, durch die frühkindliche Sozialisation in der Familie erlernt. Der Vater erscheint dem Kind zwar als erster Vermittler der Autorität, ist aber nicht ihr Vorbild, sondern ihr Abbild. [Seite 188, 24 ff.]

Damit ergibt sich, daß die Autorität des Familienvaters nicht zufällig ist, sondern ihre Begründung in der Autoritätsstruktur der Gesamtgesellschaft findet. Der Familienvater erscheint für das Kind zwar als erster Vermittler dieser Autorität, ist aber (inhaltlich gesehen) »nicht ihr Vorbild, sondern ihr Abbild« (S. 88).

[Seite 187, 13 ff.]

Durch das Über-Ich wird die äußere Gewalt in eine innere verwandelt, die autoritären Vertreter der äußeren Gewalt verinnerlicht, und das Individuum handelt nun nach ihren Geboten entsprechend den Forderungen, die es an sich selbst stellt.

[...] Durch diesen Akt der Projektion des Über- Ichs auf die Autoritäten werden diese weitgehend der rationalen Kritik entzogen.

[Seite 188, 7 ff.]

Die herrschenden Strukturen der Gesellschaft stehen also in engstem Zusammenhang mit den frühkindlichen Erlebnissen in der Familie: [...]

Anmerkungen

Kein Hinweis, dass hier erkennbar aus Weber-Kellermanns Fromm-Rezeption übernommen wurde.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[3.] Mhe/Fragment 069 33 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-10-30 18:36:19 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhe, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Sennett 1985, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 69, Zeilen: 33-37
Quelle: Sennett 1985
Seite(n): 31, Zeilen: 5 ff.
Mit dem Begriff der autoritären Persönlichkeit wird auf das Zusammenwirken zweier Kräfte verwiesen, einerseits den psychologischen Kräften, die in den Menschen das verzweifelte Verlangen nach Stärke wecken, und andererseits den historischen und gesellschaftlichen Kräften, die die Form prägen, in der dieses Verlangen zum Ausdruck kommt. Der Begriff der »autoritären Persönlichkeit« verweist auf einen Schnittpunkt von zwei Arten von Kräften: psychologischen Kräften, die im Menschen das verzweifelte Verlangen nach Stärke wecken, und historischen und gesellschaftlichen Kräften, die die Form prägen, in der er dieses Verlangen zum Ausdruck bringt.
Anmerkungen

Keine Hinweis auf die – in der Arbeit nirgends genannte – Quelle.

Textwiederholung von Seite 40; siehe Fragment 040 25.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20160901125013

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