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Mhe/Fragment 009 17

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 9, Zeilen: 17-33
Quelle: Preuss-Lausitz Zeiher Geulen 1995
Seite(n): 12, 13, Zeilen: 12: letzter Absatz; 13: 7 ff.
Zwei Aspekte aus Elders Ansatz sind für den Sozialisationsprozeß hervorzuheben. Erstens: Jede Generation erlebt ein bestimmtes historisches Ereignis in einem konkreten sozialen Kontext, in dem sie sich gerade aufgrund ihres Lebensalters befindet, welcher dann sehr spezifisch ist. Zweitens: Jede Generation erlebt dieses Ereignis vor einem anderen biographischen Hintergrund, der durch jeweils vorangegangen Sozialisationsprozesse und Sozialisationsagenten bestimmt wird und somit für sie kennzeichnend ist. Beide Aspekte zusammen zeigen, daß der Lebensverlauf und der Prozeß der Sozialisation für jede Generation spezifisch und wahrscheinlich sogar einmalig ist. Selbst benachbarte Geburtsjahrgänge unterscheiden sich in ihren Erfahrungen und Einstellungen, obwohl sie unter denselben historischen Verhältnissen gelebt haben.

Elder hebt bei seinen Untersuchungen hervor, daß es besondere zeitgeschichtliche, schicksalshafte Ereignisse sind, die die Lebensverläufe neu konstituieren und sich nachhaltig auf die betroffenen Individuen auswirken. Die gemeinsame Kindheitserfahrung eines einschneidenden und alle Lebensbereiche berührenden Ereignisses konstituiert neue Generationen, die sich genau von den Älteren und auch von den Jüngeren abgrenzen lassen. ( vgl. Pfeil 1968).

[Seite 12]

Zweierlei Sozialisationswirkungen sind im Generationsbegriff enthalten. Erstens erlebt jede Generation ein bestimmtes historisches Ereignis in einem konkreten sozialen Kontext, in dem sie aufgrund ihres Lebensalters gerade situiert ist. Ihre Erfahrung von diesem Ereignis ist also entsprechend spezifisch und selektiv. Zweitens erlebt jede Generation das Ereignis vor einem anderen biographischen Hintergrund, der ja durch die jeweils vorangegangenen Sozialisationsprozesse bestimmt und daher für sie spezifisch ist. Beides zusammen führt dazu, daß Lebenslauf und Sozialisation jeder Generation einmalig und selbst von denen der benachbarten Altersgruppe qualitativ verschieden sind, obwohl diese in denselben historischen Verhältnissen gelebt haben.

[Seite 13]

Nun konstituieren aber offenkundig nicht beliebige zeitgeschichtliche Ereignisse neue „Generationen“. Pfeil spricht von „besonders schicksalsbetroffenen Jahrgängen“ (1968, S. 11). In der historischen Epoche, mit der wir uns beschäftigen, gibt es nur eine Generation, die durch die gemeinsame Kindheitserfahrung eines einschneidenden und alle Lebensbereiche berührenden Ereignisses konstituiert ist und die sich deshalb sehr genau von den Älteren, ziemlich genau auch von den Jüngeren abgrenzen läßt: [...]

Anmerkungen

Auf Elder wird verwiesen, aber der Text der Arbeitsgruppe Preuss-Lausitz et al dient unausgewiesen als Schreibvorlage.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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