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Mhe/Fragment 022 21

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 22, Zeilen: 21-23, 28-30
Quelle: Preuss-Lausitz Zeiher Geulen 1995
Seite(n): 22, Zeilen: 9 ff.
Bis Ende der fünfziger Jahre gab es wenige Kinderzimmer, wenig Spielzeug und keine besondere Kinder- und Jugendmode. Für die wenigen berufstätigen Mütter wurden Kindergärten und Horte eingerichtet. Im großen und ganzen spielten Kinder und Jugendliche in den fünfziger Jahren in der Bundesrepublik weder materiell noch pädagogisch eine besondere Rolle (vgl. Preuß-Lausitz, 1994).

Erst Mitte der sechziger Jahre fanden Kinder und Jugendliche in einer Phase des Massenkonsums, der nur noch durch die Erschließung neuer Märkte zu beschleunigen war, eine neue Beachtung. Kinder und Jugendliche wurden mit Spiel- und Sportgeräten überschwemmt, mit einer eigenen Mode, mit besonderen Eßwaren usw. Es entstanden eigene ‘Kulturen’ - Musikstile, Fernsehprogramme und die Comicliteratur.

Bis Ende der 50er Jahre gab es wenig Kinderzimmer, wenig Spielzeug, keine besonderen Kinder- und Jugendmoden. Im öffentlichen Bereich wurden besondere Maßnahmen für Kinder nur ergriffen, wo es unumgänglich war: Für die „Schlüsselkinder“ der — noch wenigen — erwerbstätigen Mütter wurden Kindergärten und Horte eingerichtet. [...] Im Ganzen läßt sich sagen, daß sich die bundesrepublikanische Gesellschaft in den fünfziger Jahren weder materiell noch pädagogisch besonders mit Kindern und Jugendlichen befaßte.

Die gesellschaftliche Segregation der Altersgruppen wurde genutzt und weitergetrieben durch altersspezifische Warenangebote: Kinder und Jugendliche wurden überschwemmt mit Spiel- und Sportgegenständen, mit eigenen Textilmoden, besonderen Möbeln und Eßwaren und mit Ausstattungen zum Hören spezifischer Jugendmusik (vgl. den Beitrag von P. Zimmermann). So entstanden für sie eigene ,Kulturen‘ — Musikstile, Femsehserien, Comicliteratur —, wozu die rasche Ausbreitung neuer Medien wesentlich beitrug (vgl. den Beitrag von H.G. Rolff).

Anmerkungen

Die Quelle ist – unspezifisch ohne Seitenangabe – genannt (aber sowohl bzgl. Verfasserangabe [Preuß-Lausitz statt Preuss-Lausitz u.a.] wie Jahr [1994 statt korrekt 1995; Fehler auch im Lit.verz.] inkorrekt).

Der Inhalt ist aus dem im Auftrag der Arbeitsgruppe „Wandel der Sozialisationsbedingungen seit dem Zweiten Weltkrieg“ von Ulf Preuss-Lausitz, Helga Zeiher und Dieter Geulen verfassten einführenden Beitrag Was wir unter Sozialisationsgeschichte verstehen (S. 11-25) entnommen.

Da sich die Quellenangabe vor dem Punkt eines bilanzierenden Satzes ("Im großen und ganzen [...]") befindet, signalisiert sie dem Leser, sich nur auf diesen (und nicht auf den gesamten Absatz) zu beziehen. Die Übernahme fand aber schon davor statt und setzt sich danach auch weiter unten fort.
Sie führt auch zu einer halben Stilblüte (Kindergärten und Horte für die berufstätigen Mütter [Mhe] statt für deren Kinder [Quelle]).

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

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