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Mhe/Fragment 070 22

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 70, Zeilen: 22-34
Quelle: Rosenbaum 1978
Seite(n): 136, 137, 138, Zeilen: 136: letzter Absatz; 137: 1 ff.; 138: 1 ff.
Die Theorien sozialer Schichtung, soweit sie in der Familiensoziologie und der Sozialisationsforschung angewandt werden, gehen von einer vertikalen Schichtung der Gesellschaft aus. Ihr Hauptproblem besteht darin, jene Merkmale zu finden, die gleichartige soziale Lagen konstituieren und mit deren Hilfe soziale Schichten voneinander abgrenzbar sind. Dabei kommt es auf sozial relevante Kritierien an, die wesentliche soziale Differenzierungen erfassen. Die üblicherweise von den Schichttheorien erfaßten Kriterien sind : Beruf, Einkommen, Prestige und Bildung. Solche quantitativen Abgrenzungskriterien für die Schichtzugehörigkeit können jedoch keine qualitativen Differenzen oder Beziehungen zwischen den Gesellschaftsmitgliedern erfassen. Soziale Abhängigkeits- und Herrschaftsverhältnisse sind aus der Schichttheorie ausgeklammert. Dies hat zur Folge, daß die Schichten nicht in einem sozialen Beziehungsverhältnis zueinander stehen, sondern lediglich in einer logisch-ordnenden Beziehung (vgl. Rosenbaum, 1978). Theorien sozialer Schichtung, soweit sie in der Familiensoziologie und der Sozialisationsforschung angewendet werden, gehen von einer vertikalen Schichtung der Gesellschaft aus. Ihr Hauptproblem besteht darin, diejenigen Merkmale zu bestimmen, die gleichartige soziale Lagen konstituieren und mit deren Hilfe daher soziale Schich-

[Seite 137]

ten voneinander abgrenzbar sind. Dabei kommt es zentral darauf an, die sozial relevanten Kriterien zu finden. [...] Aber es soll — um es noch einmal zu wiederholen - die wesentliche soziale Differenzierung erfaßt werden. Die üblicherweise in Schichttheorien verwendeten Kriterien sind: Beruf, Einkommen, Prestige, Bildung. [...]

Das ist unmittelbar darauf zurückzuführen, daß die verwendeten Abgrenzungskritierien für die Schichtzugehörigkeit keine qualitativen Differenzen oder Beziehungen zwischen den Gesellschaftsmitgliedern erfassen, sondern ausschließlich quantitative: [...]

Soziale Abhängigkeits- und Herrschaftsverhältnisse sind aus der Schichttheorie daher ausgeklammert. [...] Die Eliminierung

[Seite 138]

derartiger sozialer Unterschiede zwischen den Gesellschaftsmitgliedern hat zur Folge, daß die Schichten nicht in einem sozialen Beziehungsverhältnis zueinander stehen, sondern lediglich in einer logisch-ordnenden Beziehung.

Anmerkungen

Statt "(vgl. Rosenbaum, 1978)" wäre zutreffend gewesen: "(dieser Absatz folgt fast wörtlich Rosenbaum 1978, 136 ff.)".

Fortsetzung in Fragment 071 01

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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