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Individuen und ihre sozialen Beziehungen

von Prof. Dr. Marina Hennig

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[1.] Mhg/Fragment 033 07 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-03-06 22:21:34 Schumann
Donati 1989, Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 33, Zeilen: 7-15
Quelle: Donati 1989
Seite(n): 251, 252, Zeilen: 251: 13 ff.; 252: 8 ff.
Gemeinschaft und Gesellschaft wurden innerhalb der gesellschaftlichen Betrachtungsweise als zwei entgegengesetzte und gleichzeitig zwei miteinander verknüpfte Begriffe (siehe Tönnies, 1991: 158) diskutiert.

Es bleibt die Frage zu klären, wie dann eine lineare Entwicklung von einem Pol zum anderen vonstatten gehen kann? [sic] Parsons hat versucht, eine Antwort darauf zu finden. Seiner Theorie zufolge bezieht sich Gemeinschaft auf den Sinn und Gesellschaft auf funktionale Tauschwerte und es kann keine lineare Ersetzung des Pols der Gemeinschaft durch den Pol der Gesellschaft geben, da damit unterschiedliche soziale Imperative impliziert werden (vgl. Parsons 1967).


Tönnies, Ferdinand (1991) Gemeinschaft und Gesellschaft. Darmstadt.

Parsons, Talcott (1967) Sociological Theory and Modern Society. London.

Zudem bleibt von Tönnies über Durkheim bis hin zu Parsons ein grundlegendes Dilemma ungelöst: Wenn Gemeinschaft und Gesellschaft entgegengesetzte, aber auch (wie Tönnies selbst meinte) (10) miteinander verknüpfte Begriffe innerhalb einer organischen Betrachtungsweise der Gesellschaft darstellen, wie ist dann eine lineare Bewegung von dem einen Pol zum anderen möglich?

[Seite 252]

Der systematischste Versuch ist sicherlich derjenige von T. Parsons gewesen, der den einfachen Evolutionismus von Tönnies und Durkheim mittels einer Theorie abgeschwächt hat, derzufolge die Gemeinschaft (oder mechanische Solidarität im Sinne Durkheims) sich auf Letztwerte (des Sinns) bezieht, während die Gesellschaft (oder organische Solidarietät [sic] nach Durkheim) sich auf (funktionale) Tauschwerte bezieht und es keine lineare Ersetzung der ersteren durch die letzteren gibt und auch nicht geben kann, da sie unterschiedlichen sozialen Imperativen entsprechen (13).


(10) Vgl. F. TöNNIES, a.a.O., S. 158.

(13) Vgl. T. PARSONS, Sociological Theory and Modern Society, The Free Press, London 1967.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20170202150504


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