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Individuen und ihre sozialen Beziehungen

von Prof. Dr. Marina Hennig

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[1.] Mhg/Fragment 057 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-12-19 19:43:12 Schumann
Dederichs 1999, Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 57, Zeilen: (1-4) 16-26, 28-30
Quelle: Dederichs 1999
Seite(n): (97) 98, Zeilen: (97: letzte 4 Zeilen), 98: 1 ff.
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„Aktives Vertrauen stellt sich nur mit erheblichem Aufwand ein und muss wachgehalten werden. Auf ihm beruhen heute die neuen Formen des gesellschaftlichen Zusammenhalts - seien es intime Bindungen oder globale Interaktionssysteme“ (Giddens 1996:319).
[... wörtliches Zitat Giddens 1996b, S. 320-321 ...]

Damit bilden Vertrauen und Reziprozität die zentralen Elemente moderner Beziehungen, die über den unmittelbaren emotionalen Austausch verfestigt werden und eine Intimität schaffen. Um als soziokulturelle Überlieferungen für die nachfolgenden Generationen zur Verfügung zu stehen müssen aber solche neuen Gemeinschaften durch spezifische Interessen begrenzt sein, die sich in spezifischen Mustern oder Codes ausdrücken, denn nur durch eine rituelle Wiederholung solcher Symbole sozialen Zusammenhalts erhalten sie eine traditionale „Form“ (Vgl. Giddens 1996a: 126). Mit Hilfe dieser gemeinschaftsspezifischen Muster entsteht ein nahezu intimes Wir-Gefühl, welches zu einer emotional gefestigten Beziehung führt, Verhaltensweisen reguliert und „Sinndeutungen“ erzeugt. [...] Durch die Verfestigung von Traditionen als „Medium für die Organisation kollektiven Gedächtnisses“ (Giddens 1996a: 125) wird schlussendlich eine soziale Identität erzeugt, welche die Gesellschaft stabilisiert.

[Seite 97]

„Aktives Vertrauen stellt sich nur mit erheblichem Aufwand ein und muß wachgehalten werden. Auf ihm beruhen heute die neuen Formen des gesellschaftlichen Zusammenhalts - seien es intime Bindungen oder globale Interaktionssysteme“ (Giddens 1996b, S. 319).

[Seite 98]

Vertrauen und Reziprozität sind die Eckpfeiler der modernen Beziehungen, die unmittelbar über einen emotionalen Austausch zementiert werden und Intimität erzeugen. Die »neuen« Gemeinschaftsformen müssen auch dahingehend die Option des unendlichen Bestehens beinhalten, gleichzeitig müssen sie durch spezifische Interessen (subsystemisch) begrenzt sein, indem sie spezifische Kodes entwickeln.65 [...] Gleichzeitig müssen die Symbole des sozialen Zusammenhalts durch rituelle Wiederholungen eine quasi-traditionale Form erhalten. [...]

[...] Der Ritus des betont Häßlichen [bei Punks] (der mit großem zeitlichen Aufwand betrieben wird, wie Soeffner (1986) nachweist) sowie die (gesellschaftskritische) Stilisierung von Armut entsprechen gruppenspezifischen Kodes, die ein nahezu intimes Wir-Gefühl entstehen lassen. Nur unter diesen Prämissen ist der schnelle Übergang von oberflächlicher Kumpanei zu emotional gefestigten Beziehungen zu begreifen.

Die konstituierte Tradition kann dann erst zum „Medium für die Organisation des kollektiven Gedächtnisses“ (Giddens 1996a, S. 125; Hervorh. i.O.) werden, letztlich soziale Identität und gesellschaftliche Stabilität gewährleisten. [...] Die Entstehung der »neuen« Vergemeinschaftungen ist abhängig vom Aufbau gruppenspezifischer Rituale und Tradierungen, die die Funktion der Regulierung von Verhaltensweisen und der Schaffung von Sinndeutungen innehaben.65


65 [...]

66 [...]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Das Giddens-Zitat zu Beginn bleibt bei der Zeilenzählung unberücksichtigt, obwohl es sich in beiden Arbeiten in identischer Abgrenzung findet und in der Quelle am Ende von Seite 97 bzw. unmittelbar vor dem weiteren übernommenem Inhalt steht. [Man könnte es daher auch noch begründet mitberücksichtigen.]

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02


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