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Individuen und ihre sozialen Beziehungen

von Prof. Dr. Marina Hennig

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[1.] Mhg/Fragment 064 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-01-30 13:19:17 Schumann
Diaz-Bone 1997, Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 1-3, 101-102
Quelle: Diaz-Bone 1997
Seite(n): 12, Zeilen: 17 ff.
Die Manchester-Schule entwickelte sich speziell durch die Reformulierung des Strukturbegriffs Siegfried Nadels und den Arbeiten von Clyde Mitchell weiter.

[...]14


14 Nadel konkretisiert in seiner "Theorie der sozialen Struktur" die Begriffe Beziehung, Rolle und Struktur. So bereitet er ihre spätere Formalisierung vor.

Eine weitere Entwicklung vollzog die Manchester-Schule mit der Reformulierung des Strukturbegriffs durch Siegfried Nadel und den Arbeiten Clyde Mitchells. Nadel konkretisiert in seiner "Theorie der sozialen Struktur" die Begriffe Beziehung, Rolle und Struktur, so daß er ihre spätere Formalisierung vorbereitet.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Der Inhalt von Fn. 14 bezieht sich auf Text im folgenden Absatz, der seinen kompletten Inhalt unausgewiesen von Jansen (1999) bezieht, siehe Fragment 064 04.

Sichter
(Schumann), SleepyHollow02

[2.] Mhg/Fragment 064 04 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-04-17 13:58:14 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Jansen 1999, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02, 23.95.97.29
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 4-11, 18-20, 103-106
Quelle: Jansen 1999
Seite(n): 37, 38, Zeilen: 37: 42; 38: 1 f., 10 ff., 13 ff., 18 ff.
Siegfried Nadel, der ebenfalls zum Manchester-Kreis gehörte, wendete sich wieder dem Gedanken Simmels über die Bedeutung der Form einer sozialen Beziehung im Gegensatz zum konkreten Inhalt zu. Er schlug den Weg einer Analyseformalisierung über Matrixalgebra vor. In seinem Buch „The Theory of Social Structure“14 (Nadel 1957) formulierte er die Begriffe der Beziehung, der Rolle, des Netzwerkes und der Sozialstruktur aus. Nadel differenzierte zwischen den konkreten Handlungen, in welchen sich eine Beziehung manifestieren kann, und der formalen Beziehung selbst.15

[Die Beziehung sah Nadel als das einheitsstiftende Prinzip, das es ermöglicht, einige Handlungen in einem bestimmten Zusammenhang zu sehen (vgl. Jansen 1999: 38).

„Solche Beziehungen sind nun nicht einmalig, sondern sie sind sich wiederholende und untereinander interdependente Formen, die von den Akteuren als Rollen aktiviert werden“ (Jansen 1999: 38).]

Nadel kam dementsprechend vom konkreten Verhalten zu einem Beziehungs- und Rollenbegriff. Außerdem begreift er den Strukturbegriff auf einem höheren Abstraktionsniveau.


[14 [...]]

15 Am Beispiel der Eltern-Kind-Beziehung zeigt er die oft verschiedenen, ambivalenten und situativen Verhaltensweisen. Im Gegensatz dazu erlebt der Beobachter die Beziehung als konstant, im Sinne des allgemeinen Charakters, der Ausdruck einer bestimmten Verbindung und Gegenseitigkeit ist.


Jansen, Dorothea (1999) Einführung in die Netzwerkanalyse. Grundlagen, Methoden, Anwendungen. Opladen.

Nadel, Siegfried F. (1957) The Theorry [sic] of Social Structure. London.

[Seite 37]

Insbesondere wurden die

[Seite 38]

theoretisch orientierten Arbeiten des Österreichers Siegfried Nadel, der ebenfalls zum Kreis der Manchester-Anthropologen gehörte, nicht weiterverfolgt. [...]

[...]

Nadel (1903-1956) kehrte demgegenüber zu den Ideen von Simmel über die Bedeutung der Form einer sozialen Beziehung im Gegensatz zum konkreten Inhalt zurück. [...] Auch schlug er schon den später von den Harvard-Strukturalisten beschrittenen Weg einer Formalisierung der Analyse über Matrixalgebra vor. [...]

Nadel (1957) lieferte in seinem Buch „The theory of social structure“ eine nicht normative strukturalistische Rollentheorie, in der er die Begriffe der Beziehung, der Rolle, des Netzwerks und der Sozialstruktur ausformulierte. Er differenzierte zwischen den vielen konkreten Handlungen, in denen sich eine Beziehung manifestieren kann, und der formalen Beziehung selbst. Dies erläuterte er am Beispiel der Eltern-Kind-Beziehung. Hierzu gehören sehr viele, situationsartig verschiedene, oft auch widersprüchliche konkrete Handlungen. Was der Beobachter als konstant und konsistent erlebt, ist nicht das konkrete Handeln selbst, sondern sein allgemeiner Charakter als Ausdruck einer bestimmten Verbindung und Gegenseitigkeit. Die Beziehung ist der Grund oder das einheitsstiftende Prinzip, das es erlaubt, eine Serie von Handlungen in einem Zusammenhang zu sehen. Solche Beziehungen sind nun nicht einmalig, sondern sie sind sich wiederholende und untereinander interdependente Formen, die von den Akteuren als Rollen aktiviert werden.

Nach dem Schritt von konkretem Verhalten zum Beziehungs- und Rollenbegriff setzte Nadel den Strukturbegriff auf einer noch höheren Abstraktionsebene an.


Nadel, Siegfried F., 1957: The theory of social structure. London: Cohen & West.

Anmerkungen

Die Quelle ist sowohl für ein sinngemäßes als auch für ein wörtliches Zitat genannt (beide Passagen werden hier mitdokumentiert, gehen aber nicht in die Zeilenzählung ein). Dass die Übernahme auch den vorhergehenden Absatz, den kurzen Absatz danach und Fn. 15 umfasst, bleibt indes unausgewiesen.

Der Inhalt von Fn. 14 ist aus der Quelle Diaz-Bone (1997) übernommen, siehe Fragment 064 01.

Sichter
(23.95.97.29) Schumann

[3.] Mhg/Fragment 064 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-04-16 19:40:21 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Scott 1991, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
23.95.97.29
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: 21-25
Quelle: Scott 1991
Seite(n): 30, Zeilen: 17 ff.
 
„Social Structure [sic] is an overall system, network or pattern of relations, which the analyst abstracts from the concretely observable action of individuals (Nadel 1957: 12).

Mit Netzwerk meint er „the interlocking of relationships whereby the interactions implicit in one determine those occurring in others“ (Nadel 1957: 16).


Nadel, Siegfried F. (1957) The Theorry [sic] of Social Structure. London.

Social structure, according to Nadel, is ‘an overall system, network or pattern’ of relations (1957: 12), which the analyst abstracts from the concretely observable actions of individuals. By ‘network’ he means ‘the interlocking of relationships whereby the interactions implicit in one determine those occurring in others’ (Nadel, 1957: 16).

Nadel, S.F. (1957) The Theory of Social Structure. London: Cohen and West.

Anmerkungen

Das erste Zitat findet sich im Wortlaut so nicht bei Nadel (1957), S. 12; vielmehr wurde der Satz etwas verändert und fehlerhaft aus Scott (1991) übertragen, der ungenannt bleibt (Nadel aber korrekt zitiert).

Auch die Auswahl des zweiten Zitats geht allem Anschein nach auf eine andere Quelle zurück; es lässt sich jedoch nicht klar entscheiden, ob diese nun Scott oder Diaz-Bone (1997) war (siehe hierzu Fragment 064 26). In dieser Dokumentation wird es aufgrund der etwas größeren Ähnlichkeit zum Wortlaut der Quelle und der etwas präziseren Seitenangabe der Quelle Scott zugeschrieben.

Nadel (1957) wird, auch wenn von diesem Autor in der untersuchten Arbeit noch andernorts die Rede ist, nur auf dieser Seite zitiert.

Sichter
(23.95.97.29) Schumann

[4.] Mhg/Fragment 064 26 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-04-16 16:44:09 Schumann
Diaz-Bone 1997, Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 64, Zeilen: (24-25) 26-29
Quelle: Diaz-Bone 1997
Seite(n): 13 (14), Zeilen: 13: 11 ff. (14: 101-102)
[Mit Netzwerk meint er „the interlocking of relationships whereby the interactions implicit in one determine those occurring in others“ (Nadel 1957: 16).]

Beziehungen, so konstatierte Nadel, verbinden die Individuen derart, dass diese zu Akteuren werden, die Rollen aktivieren. Rollen sind im sozialen Gefüge sich wiederholende Formen, die in einem interdependenten Zusammenhang stehen.

Diese Beziehungen verbinden Individuen derart, daß diese zu Akteuren werden, die Rollen aktivieren. Rollen sind in einer Gesellschaft sich wiederholende Formen, die in einem interdependenten Zusammenhang stehen.


[ [Seite 14]


12 "By "network", on the other hand, I mean the interlocking of relationships whereby the interactions implicit in one determine those occurring in others. [...] (Nadel 1957:16f)]

Anmerkungen

Ein Hinweis auf die eigentliche Quelle, der hier die Nadel-Rezeption erkennbar entnommen wurde, findet sich erst auf der folgenden Seite für (zunächst) ein wörtliches Zitat. Alternativ wäre insofern für dieses Fragment auch die Kategorie "Bauernopfer" denkbar.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20170416194805

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