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Individuen und ihre sozialen Beziehungen

von Prof. Dr. Marina Hennig

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[1.] Mhg/Fragment 081 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-02-10 14:32:34 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schweizer 1996, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
162.220.59.66
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 81, Zeilen: 1-12, 22-37
Quelle: Schweizer 1996
Seite(n): 130, 131, 132, Zeilen: 130: 31 ff.; 131: 1 ff., 28 ff.; 132: 1 ff.
[„Control efforts are responses by identities] to endless stochastic contingencies, to which others’ control efforts should be added“ (White 1992: 10). Das soziale Leben wird charakterisiert als eine Mischung aus Normalität und improvisiertem erkennbarem Chaos (White 1992 :4).
„Students are correct when they perceive their social world both as improvisation in the midst of chaos, and as a set of smooth social stories shared with others. Social Science should seek principles of social process which account for chaos and normality together“ (White 1992: 4).

Durch die Handlungen vieler Individuen, die durch die Kontrolle von Ereignissen und anderen Akteuren ihre Identität erzeugen und bewahren wollen, entstehen zu einen gewählten Zeitpunkt bestimmte soziale Organisationen. Soziale Organisationen stellen den Rahmen für die Handlungen von sozialen Akteuren dar, sie können aber auch das Ergebnis sozialer Handlungen sein. [So schreibt White in seiner Begriffsübersicht:

„Social organizations, as distinguished from social structure, is the main object for theorizing. The two primitives of the theory are identities and control, the former being triggered, identities seek control and continue to seek it, first here and than there, while several other identities in contact with any given identity are doing the same. Social organizations is both means and bar to control. The concrete physical and biological settings in which actions occur are crucial. It is thus outcomes of contentions among identities which is what cumulates into social organizations.“ (White 1992: 16).]

Die formale Struktur der sozialen Organisationen vergleicht White mit Polymeren aus der Physik bzw. Chemie (White 1992: 342). So verschwimmen und mischen sich die „levels of social organizations, such as societies and organizations and families [...] into an inhomogeneous gel“ (White 1992: 12).

In einem weiteren Schritt (Kapitel 7 seines Buches) differenziert er die räumliche Ausbreitung und soziale Streuung von Identitätsmustern und unterscheidet dabei vier Formen der Identität:

I. Identität als grundlegendes Verhaltensmuster in einem sozialen Kontext. Dazu führt White das Beispiel eines Kindes an, dass [sic] neu auf dem Spielplatz ist und dort seinen sozialen Platz finden will: „For example, a new child on a playground has an overriding need to find some sort of stable social footing so that he or she can know to act in an otherwise chaotic world“ (White 1992:312).

II. Die zweite Form der Identität ist [sic] das Gesicht in einer sozialen Gruppe zu wahren. Die Form der Identität wird durch soziale Disziplinierung erreicht.


White, Harrison C. (1992) Identity and Control. A Structral [sic] Theory of Social Aktion [sic]. Princeton.

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„Control efforts are responses by identities to endless stochastic contingencies, to which others’ control efforts should be added.“ Relative Normalität einerseits, [sic] und Improvisationen sowie Chaos andererseits sind beide charakteristisch für den Ablauf des sozialen Lebens (S. 4): „Students are correct when they perceive their social world both as improvisation in the midst of Chaos, and as a set of smooth

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social stories shared with others. Social science should seek principles of social process which account for chaos and normality together.“

Das Ergebnis der Handlungen vieler Akteure, die durch Kontrolle von Ereignissen und anderer Akteure ihre Identität herstellen und bewahren wollen, ist eine bestimmte soziale Organisation (mit einer gewissen Struktur zu einem gewählten Zeitpunkt). Die Akteure sind von einer soziale Organisation umgeben, die folglich der [sic] Rahmen für ihre Handlungen darstellt, aber auch eben Ergebnis der Handlungen sein kann (vgl. zu diesem Zusammenhang die Überlegungen in Kapitel 2 und 3 im Anschluß an die Theorie des rationalen Handelns): „Social organization is both means and bar to control. The concrete physical and biological settings in which actions occur are crucial. It is thus the outcomes of contentions among identities which is what cumulates into social organization.“ (S. 16). Die durch das Handeln der Akteure erzeugten Muster sozialer Beziehungen, die „soziale Organisation“ in seiner Terminologie, vergleicht White (S. 12, 342-5) in ihrer formalen Struktur mit Polymerverbindungen aus der Chemie und Festkörperphysik. Entsprechend gilt, daß (S. 12) „... levels of social organization, such as cities and organizations and families ... mix and blur into an inhomogeneous gel.“ [...]

In weiteren Schritten seiner Theorieskizze hebt White vor allem auf die Ausbreitung und Zerstreuung (dispersion) von Identitätsmustern in räumlicher und sozialer Hinsicht ab und unterscheidet nach dem Grad ihres zunehmenden Umfangs vier verschiedene Identitätsformen (S. 312-4): (1) Identität als elementares Handlungsmuster in einem bestimmten sozialen Kontext, wie das für ein neues Kind auf dem Spielplatz typisch ist, das dort seinen physischen und sozialen Platz finden möchte: „For example‚ a new child on a playground has an overriding need to find

[Seite 132]

some sort of stable social footing so that he or she can know how to act in an otherwise chaotic world.“ (S. 312). (2) Identität als Gesichthaben und Gesichtbewahren in einer sozialen Gruppe, deren Handlungsmuster durch soziale Disziplinierung erlernt wird [...]

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 080 20.

Die eigentliche Quelle wird nicht genannt.

Bei der Übernahme der wörtlichen White-Zitate kommt es zu mehreren Übertragungsfehlern, dadurch wird etwa "cities" zu "societies".

Da die Verf.in das in der Quelle angeführte White-Zitat von S. 16 erweitert, geht es nicht in die Zeilenzählung mit ein.

Fortsetzung in Fragment 082 05.

Sichter
(162.220.59.66) Schumann


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