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Individuen und ihre sozialen Beziehungen

von Prof. Dr. Marina Hennig

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[1.] Mhg/Fragment 083 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-02-09 21:56:47 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Schweizer 1996, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
162.220.59.66
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 1-3, 10-12
Quelle: Schweizer 1996
Seite(n): 133, Zeilen: 1 ff.
White sieht die Sinnvorstellungen der Akteure als gleichberechtigt neben den sozialen Strukturen an. So schreibt er auf Seite 17 seines Werkes zum Zusammenhalt von sozialen Beziehungen und den sinnstiftenden Erzählungen:
[„Ties are held together to constitute a network through the vehicle of stories, singly and in story-sets“ (White 1992: 17) und später erweitert er
„As such reports accumulate, with invocations of other ties, they fall into patterns perceived as stories. A tie becomes constituted with story which defines a social time by its narrative of ties. A social network is a network of meanings[...]“ (White 1992: 67).]

Multiple soziale Netzwerke, die mehrere soziale Beziehungen verknüpfen und dadurch meist auch mehrere soziale Kontexte, sind wichtig für die Strukturierung und Ausübung sozialer Kontrolle.


White, Harrison C. (1992) Identity and Control. A Structral [sic] Theory of Social Aktion [sic]. Princeton.

Soziale Netzwerke — vor allem multiple Netzwerke, die mehrere soziale Beziehungen vereinen und dadurch ggf. mehrere soziale Kontexte verknüpfen — spielen eine wichtige Rolle bei der Strukturierung und Ausübung sozialer Kontrolle und werden von White eingehend in seinen Fallschilderungen berücksichtigt. Es dürfte jedoch deutlich geworden sein, daß White neben den sozialen Strukturen gleichberechtigt kulturelle Bedeutungen, d.h. die Sinnvorstellungen der Akteure und Beobachter in Betracht zieht. So schreibt er z.B. zum engen Zusammenhalt von sozialen Beziehungen (ties), die sich zu Netzwerken fügen, und den sinnstiftenden Erzählungen (S. 17): „Ties are held together to constitute a network through the vehicle of stories ...“ (Hervorhebungen im Original). (S. 67): „A social network is a network of meanings...“.
Anmerkungen

Die eigentliche Quelle wird nicht genannt.

In der Zeilenzählung unberücksichtigt bleiben die beiden in eckige Klammern gesetzten White-Zitate, da die Verf.in sie anscheinend selbstständig erweitert.

Sichter
(162.220.59.66) Schumann

[2.] Mhg/Fragment 083 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-04-27 14:00:06 Stratumlucidum
Fragment, Gesichtet, Hasse Krücken 2001, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Stratumlucidum
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 83, Zeilen: 12-26
Quelle: Hasse Krücken 2001
Seite(n): 1 (Internetquelle), Zeilen: –
Harrison C. White betont insbesondere, dass Netzwerke eine fluide Strukturform aufweisen. Demnach sind Zugehörigkeit und Position im Netzwerk gleichartiger Akteure und Einrichtungen nicht eindeutig und dauerhaft geregelt, sondern im Fluss. Darüber hinaus sind grundsätzlich multiple Vernetzungen anzunehmen. Solche Mehrfachvernetzungen bedeuten aber auch verschiedene Referenzpunkte, die zusammen gesehen die Maßgabe entscheiden, nach welchen Orientierungen und Selbstverständnissen die Trends und Vorgaben einzelner Netzwerke abgearbeitet werden. Somit bestimmen die multiplen Vernetzungen über die Art und Weise der Integration in die einzelnen Netzwerke. Sie erlauben es, gegenüber spezifischen Trends und Vorgaben auf Distanz zu gehen und sind daher geeignet, die Identität von Organisationen oder anderen Einrichtungen gegen die drohende Vereinnahmung durch einzelne Netzwerke zu behaupten. Die Mehrfachvernetzungen sind zudem auch der Grund dafür, dass keine eindeutig voneinander abgrenzbaren Netzwerke zu identifizieren sind.

White, Harrison C. (1992) Identity and Control. A Structral [sic] Theory of Social Aktion [sic]. Princeton.

So betont insbesondere Harrison C. White (1992), daß Netzwerke eine vergleichsweise fluide Strukturform darstellen. Zugehörigkeit und Position im Netzwerk gleichartiger Akteure und Einrichtungen sind demnach nicht eindeutig und dauerhaft geregelt, sondern im Fluß. [...] Darüber hinaus sind grundsätzlich Mehrfachvernetzungen anzunehmen. [...] Solche Mehrfachvernetzungen bedeuten verschiedene Referenzpunkte, die zusammen betrachtet darüber entscheiden, nach Maßgabe welcher Orientierungen und Selbstverständnisse die Trends und Vorgaben einzelner Netzwerke abgearbeitet werden. Mehrfachvernetzungen bestimmen somit über die Art und Weise der Integration in einzelne Netzwerke; sie erlauben es, gegenüber spezifischen Trends und Vorgaben auf Distanz zu gehen und sind deshalb geeignet, die Identität von Organisationen oder anderen Einrichtungen gegen die drohende Vereinnahmung durch einzelne Netzwerke zu behaupten (White 1992).

Aufgrund von Mehrfachvernetzungen sind zudem keine eindeutig voneinander abgrenzbaren Netzwerke zu identifizieren.


White, H.C. (1992): Identity and Control. A Structural Theory of Social Action. Princeton: Princeton University Press.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle, die in der untersuchten Arbeit nirgends genannt wird.

Sichter
(Stratumlucidum) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20170412213815

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