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Individuen und ihre sozialen Beziehungen

von Prof. Dr. Marina Hennig

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[1.] Mhg/Fragment 091 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-03-16 21:07:32 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Giddens 1988, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
162.220.59.66
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 1-14
Quelle: Giddens 1988
Seite(n): 53, 54, 55, Zeilen: 53: 14 ff.; 54: 2 ff.; 55: 1 ff.
[Reflexivität bedeutet] nicht nur Selbstbewusstsein, sondern deutet auch auf die Möglichkeit der Einflussnahme der Individuen durch Handlungen auf den Fluss gesellschaftlichen Lebens hin. Rationalisierung wird weniger als ein Prozess verstanden, sondern mehr als routinemäßiger Charakterzug der Handlung sowie der Kompetenz der Akteure, theoretische Gründe für ihr Handeln zu entwickeln. Sie bildet die Basis für die wechselseitige Beurteilung der generalisierten Kompetenz der Akteure. Die Gründe, die die Akteure allerdings diskursiv für ihr Tun anbieten, können von ihren eigentlichen Gründen divergieren. Die Frage nach den Intentionen des Handelns wird besonders bei abweichenden Verhaltensweisen wichtig. Die Handlungen als solche werden nur durch ein „diskursives“ Element der Aufmerksamkeit auf die durée durchlebter Erfahrung konstituiert. Die Reflexivität des Handelns schließt die Kontrolle sozialer und physischer Aspekte des Bezugsrahmens ein. Das gemeinsame Wissen ist den Akteuren allerdings nicht direkt zugänglich. [Seite 53]

Deshalb sollte man »Reflexivität« nicht bloß als »Selbstbewußtsein« verstehen; vielmehr ist damit der Umstand gemeint, daß die Handelnden auf den fortlaufenden Prozeß des gesellschaftlichen Lebens steuernden Einfluß nehmen.

[Seite 54, Z. 10 ff.]

Die Rationalisierung von Handeln, die sich auf die »Intentionalität« als Prozeß bezieht, ist wie die beiden anderen Dimensionen ein routinemäßiger Charakterzug menschlichen Verhaltens und wird von den Akteuren in stillschweigender Weise geleistet.

[Seite 54, Z. 19 ff.]

Die Rationalisierung des Handelns in den verschiedensten Interaktionszusammenhängen bildet die grundlegende Basis für die wechselseitige Beurteilung ihrer generalisierten »Kompetenz« seitens der Akteure.

[Seite 54, Z. 28 ff.]

Ein wenn auch relativ oberflächlicher Aspekt dieses Phänomens kann in der alltäglichen Beobachtung gefunden werden, daß die Gründe, die Akteure diskursiv für ihr Tun anbieten, von der Rationalisierung des Handelns divergieren können, wie sie wirklich im Verhaltensstrom dieser Akteure eingelagert ist.

[Seite 54, Z. 22 ff.]

Freilich sollte klar sein, daß der Tendenz einiger Philosophen, Gründe mit »normativen Verpflichtungen« gleichzusetzen, widerstanden werden muß: solche Verpflichtungen umfassen lediglich einen Teil der Rationalisierung des Handelns. Wird dies nicht erkannt, begreift man auch nicht, daß Normen als »wirkliche« Grenzen des gesellschaftlichen Lebens fungieren, denen gegenüber eine Reihe von instrumentellen Verhaltensweisen möglich sind.

[Seite 54, Z. 2 ff.]

»Handeln« setzt sich nicht aus einzelnen diskreten, voneinander klar geschiedenen »Handlungen« zusammen: »Handlungen« als solche werden nur durch ein diskursives Moment der Aufmerksamkeit auf die durée durchlebter Erfahrung konstituiert.

[Seite 55, Z. 29 ff.]

Die reflexive Steuerung des Handelns seitens des Akteurs ist ein integraler Charakterzug des Alltagshandelns und richtet sich nicht nur auf das eigene Verhalten des Akteurs, sondern auch auf das anderer Akteure. Das bedeutet, daß Akteure nicht nur kontinuierlich den Fluß ihrer Aktivitäten steuern und dasselbe von anderen Akteuren erwarten; sie kontrollieren routinemäßig ebenso die sozialen und physischen Aspekte des Kontextes, in dem sie sich bewegen.

[Seite 54, Z. 39]

Die große Masse des »Wissenvorrates« (Schütz) bzw. dessen, was ich lieber

[Seite 55, Z. 1 f.]

das in Begegnungen inkorporierte gemeinsame Wissen nenne, ist dem Bewußtsein der Akteure nicht direkt zugänglich.

Anmerkungen

Fortsetzung von Fragment 090 31.

An die Ausführungen der Verf.in schließt sich eine ausgewiesene, von ihr "Stratifikationsmodell des Handelns" betitelte Abbildung aus Giddens (1988), S. 56, an. Trotz wörtlicher Nähe nennt sie diesen für Erstere jedoch nicht als Quelle.

Der gerafft übernommene Inhalt wurde stark umformuliert. Noch deutlicher treten die inhaltlichen und strukturellen Parallelen visuell hervor, wenn beide Texte mit dem VroniPlag-Vergleichswerkzeug bei Einstellung einer minimalen Fundstellenlänge 2 verglichen werden. Da es dann aber auch zur Mitanzeige einiger irreführender Fehlparallelen käme, wurde für die Synopse die Länge 3 gewählt.

Sichter
(162.220.59.66) Schumann

[2.] Mhg/Fragment 091 15 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-03-01 19:14:47 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Windeler 2001

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
162.220.59.66
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 91, Zeilen: 15-21
Quelle: Windeler 2001
Seite(n): 179, Zeilen: 1 ff.
Im Kern des Stratifikationsmodells des Handelns wird betont, dass die handelnden Akteure in einem reflexiven Kontakt mit dem Geschehen, den Gründen und Motiven des Handelns stehen. Die Randzonen verweisen darauf, dass es jedoch eine Reihe von Dingen gibt, die sich dem reflexiven Zugriff der Akteure entziehen und die ihnen als unerkannte Bedingungen und unbeabsichtigte Handlungsfolgen wieder begegnen, und damit nicht vom Handeln losgelöst sind. Der ‚innere Kern‘ des ,Schichtenmodell des Handelnden‘ verweist auf den reflexiven Kontakt der Handelnden mit dem Geschehen, den Gründen und mit Motivationen des Handelns. Die ‚Ränder‘ zeigen an: Vieles entzieht sich dem reflexiven Zugriff der Akteure, tritt ihnen jedoch als unerkannte Bedingung und unintendierte Konsequenz wieder entgegen, löst sich also nicht ganz vom Handeln ab (Abb. III-4).75

75 [...]

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(162.220.59.66) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20170308151247

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