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Individuen und ihre sozialen Beziehungen

von Prof. Dr. Marina Hennig

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[1.] Mhg/Fragment 092 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-03-16 21:16:45 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Walgenbach 2002

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
23.95.97.29
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 92, Zeilen: 21-32
Quelle: Walgenbach 2002
Seite(n): 358, 359, Zeilen: 358: 27 ff.; 359: 1 f., 8 ff., 26 ff.
Also Akteure handeln reflexiv und intentional und sie verfügen über ein Wissen um Struktur, das es ihnen ermöglicht, sich innerhalb der Routinen und Praktiken des Lebens zurechtzufinden. Bei Routinen und Praktiken handelt es sich nach Giddens um ein praktisches Wissen, das meist nur in Form von „tacit knowledge“ vorliegt - nicht bewusst und als Bestandteil akzeptiert. Insofern geht praktisches Bewusstsein nur in Ausnahmefallen in diskursives [sic] Bewusstheit über, welches [sic] den Akteur in die Lage versetzt, Strukturen zu benennen. Das Wissen um die Inhalte und Gründe des eigenen Handelns (reflexive Steuerung) ist jedoch ein Grundmerkmal des Handelns. Handeln ist bei Giddens also vor allem reflexives Handeln. Dabei bezieht sich die reflexive Steuerung nicht nur auf die Fähigkeit der Akteure, ihre Motive zu benennen, sondern auch auf die routinemäßige Einbeziehung des Umfeldes in die Interaktion. [Seite 358]

Handelnde (soziale Akteure) sind gemäß der Theorie der Strukturierung mit Reflexionsmächtigkeit und Intentionalität ausgestattete menschliche Wesen. [...] Dieses Wissen, das die sozialen Akteure haben, ist ein "Wissen um Struktur", das jedoch nur "dunkel" ist. Es ist seinem Wesen nach praktisch: Es gründet in dem Vermögen, sich innerhalb der Routinen, den kontinuierlichen Praktiken des Lebens zurechtzufinden (Giddens 1984b: 4).

Mit den Konzepten des (handlungs)praktischen Wissens bzw. der (handlungs)praktischen Bewußtheit, die zentral für die Grundlegung der Theorie der Strukturierung sind, meint Giddens, daß die sozialen Akteure die Struktur des jeweiligen Kontextes, in dem sie in Interaktion treten, nicht oder zumindest nicht vollständig zu benennen vermögen. Struktur ist den Akteuren zwar im Geiste, d.h. in Form von Erinnerungsspuren ("memory traces")‚ gegenwärtig, allerdings meist nur in stillschweigender ("tacit"), dunkler, nichtbewußter oder implizit akzeptierter Form.

[Seite 359, Z. 1 f.]

Handlungspraktische Bewußtheit kann jedoch in diskursive Bewußtheit übergehen. Das heißt, daß der Akteur dann die Struktur zu benennen vermag.

[Seite 359, Z. 8 ff.]

Nach Giddens ist die reflexive Steuerung des Handelns jedoch ein generelles Kennzeichen des Alltagshandelns. Die Akteure haben - gemäß der Theorie der Strukturierung - ein Verständnis oder Wissen um die Inhalte und Gründe des eigenen Handelns.

[Seite 359, Z. 26 ff.]

Handeln vollzieht sich nach Giddens als ein kontinuierlicher Strom reflexiven Handelns. [...] In alltäglichen Interaktionszusammenhängen meint reflexive Handlungssteuerung insofern auch den routinemäßigen Einbezug des Umfeldes der Interaktion. Die reflexive Steuerung des Handelns richtet sich nicht nur auf das eigene Verhalten, sondern auch das anderer.


Giddens, A. 1984b: The Constitution of Society. Cambridge

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, die in der Arbeit nirgends genannt ist.

Sichter
(23.95.97.29) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20170316211903


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