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Individuen und ihre sozialen Beziehungen

von Prof. Dr. Marina Hennig

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[1.] Mhg/Fragment 117 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-12-10 09:14:30 SleepyHollow02
Diaz-Bone 1997, Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 117, Zeilen: 1 ff. (komplett)
Quelle: Diaz-Bone 1997
Seite(n): 53, 54, 55, Zeilen: 53: 28 ff.; 54: 4 ff.; 55: 1 ff.
[Mit den nachfolgenden Namensinterpretatoren werden weitere Informationen zu den Alteri in Bezug] auf Geschlecht (Q5), Alter (Q12), Religion (Q13), Parteipräferenz (Q14), ethnische Zugehörigkeit (Q6), Bildung (Q7) und Einkommen (Q15) erhoben. Weitere Interpretatoren spezifizieren die erhobenen Beziehungen nach der Dauer der Beziehung (Q9), der Kontakthäufigkeit (Q8), der Rolle, die Alter für Ego einnimmt (Ql0), und besprochenen Themen (Q 11).

4.4.3 Das Fischer-Instrument

Das Fischer-Instrument ist unter Leitung von Claude Fischer für die Northern California Community Study (NCCS) konzipiert worden (Fischer 1982). Es wurde 1977/1978 in einer nach Gemeindegrößen geschichteten Stichprobe in Kalifornien eingesetzt (n = 1050). Das Fischer-Instrument verwendet zehn situations- bzw. stimulusbezogene Fragestellungen zu kommunikativer Interaktion, praktischer Hilfestellung und geselligen Aktivitäten.35

Die Beziehungen zwischen den Alteri werden für bis zu fünf Alteri erhoben. Dabei werden die Generatoren (1), (4), (5), (7), (8), (9) (siehe Fußnote) für die Erstellung einer Liste dieser Alteri verwendet. Es werden jeweils die zuerst genannten Personen, die durch diese Generatoren erfragt wurden, aufgelistet. Personen aus dem Haushalt des Befragten und bereits aufgelistete Personen werden übersprungen (Fischer 1982, S.332). Dann wird Ego gefragt, ob sich die aufgelisteten Personen untereinander gut kennen. Mit diesem Interpretator werden die Alter-Alter-Beziehungen im Fischer-Instrument erfasst. Zum Ende des Interviews wird vom Interviewer eine zweite und umfangreichere Liste aller Personen angefertigt, die der Befragte insgesamt im Verlauf des Interviews auf alle zehn Generatoren hin genannt hat. Der Befragte wird dann gefragt, ob die [Liste vollständig ist, oder ob eine für ihn wichtige Person fehlt.]


35 Die Namensgeneratoren erfassen Personen, 1.die der Befragte bitten würde, das Haus zu beaufsichtigen, wenn der Befragte verreiste,

2. mit denen der Befragte über seine Arbeit spricht,

3. die dem Befragten in den letzten drei Monaten bei Arbeiten im oder am Haus geholfen haben,

4. mit denen der Befragte in den letzten drei Monaten gegessen hat, ausgegangen ist oder die er besucht hat (bzw. von denen er besucht worden ist),

5. mit denen der Befragte gelegentlich über gemeinsame Freizeitaktivitäten und Hobbys spricht,

6. mit denen der unverheiratete Befragte liiert ist,

7. mit denen der Befragte persönliche Dinge bespricht,

8. deren Ratschlag für den Befragten bei wichtigen Entscheidungen bedeutend ist,

9. von denen der Befragte im Bedarfsfall Geld leihen würde (wenn er keinen Kredit aufnimmt oder auf Erspartes zurückgreift),

10. die als erwachsene Personen im Haushalt des Befragten leben (Fischer 1982:315ff; McCallister / Fischer 1978:137).

Die nachfolgenden Namensinterpretatoren erheben weitere Informationen zu den alteri in Bezug auf Geschlecht (Q5), Alter (Q12), Religion (Q13), Parteipräferenz (Q14), ethnische Zugehörigkeit (Q6), Bildung (Q7) und Einkommen (Q15). Dazu kommen dann Interpretatoren, die die erhobenen Beziehungen weiter spezifizieren, wie Dauer der Beziehung (Q9), Kontakthäufigkeit (Q8), Rolle, die alter für ego einnimmt (Q10), und besprochene Themen (Qll).

[Seite 54]

2.5.3 Das Fischer-Instrument

Das Fischer-Instrument ist von Fischer und Mitarbeitern für die Northern California Community Study konzipiert (NCCS) werden (Appendix in Fischer 1982). Es wurde 1977/1978 in einer nach Gemeindegrößen geschichteten Stichprobe in Kalifornien eingesetzt (n = 1050). Das Fischer-Instrument verwendet zehn Namensgeneratoren, die im Unterschied zum Burt-Instrument ein breit gestreutes Spektrum von Beziehungen abfragen. Die Namensgeneratoren fragen nach Personen,

(1) die der Befragte bitten würde, das Haus zu beaufsichtigen, wenn der Befragte verreiste,

(2) mit denen der Befragte über seine Arbeit spricht,

[Seite 55]

(3) die dem Befragten in den letzten drei Monaten bei Arbeiten im oder am Haus geholfen haben,

(4) mit denen der Befragte in den letzten drei Monaten gegessen hat, ausgegangen ist oder die er besucht hat (bzw. von denen er besucht worden ist),

(5) mit denen der Befragte gelegentlich über gemeinsame Freizeitaktivitäten und Hobbys spricht,

(6) mit denen der unverheiratete Befragte liiert ist,

(7) mit denen der Befragte persönliche Dinge bespricht,

(8) deren Ratschlag für den Befragten bei wichtigen Entscheidungen bedeutend sind,

(9) von denen der Befragte im Bedarfsfall Geld leihen würde (wenn er keinen Kredit aufnimmt oder entspart),

(10) die als erwachsene Personen im Haushalt des Befragten leben

(Fischer 1982:315ff; McCallister / Fischer 1978:137).

Die Beziehungen zwischen den alteri werden für bis zu fünf alteri erhoben. Dabei werden von den oben angeführten Generatoren bis zu sechs für die Erstellung einer Liste dieser alteri verwendet. Es werden jeweils die zuerst genannten Personen, die durch die Generatoren (l), (4), (5), (7), (8), (9) erfragt wurden, aufgelistet. Personen, die aus dem Haushalt des Befragten stammen, und bereits aufgelistete Personen werden übersprungen (Fischer l982:332). Dann wird ego gefragt, ob die aufgelisteten Personen sich untereinander gut kennen. Dies ist der einzige Interpretator für die alter-alter-Beziehungen‚ den das Fischer-Instrument beinhaltet. Zum Ende des Interviews wird vom Interviewer eine zweite und umfangreichere Liste aller Personen angefertigt, die der Befragte insgesamt im Verlauf des Interviews auf alle zehn Generatoren hin genannt hat. Der Befragte wird dann gefragt, ob die Liste vollständig ist oder ob eine für ihn wichtige Person fehlt.

Anmerkungen

Es stellt sich hier die Frage, ob es sich um methodisches Allgemeinwissen handelt. Einseits erscheint dies angesichts des eher technischen/beschreibenden Charakters naheliegend, dagegen sprechen andererseits jedoch die Referenzen Fischer (1982) und McCallister/Fischer (1978) in der Quelle, die die Verf.in daraus mit übernimmt. (McCallister/Fischer (1978) findet sich in der gesamten Arbeit lediglich an dieser Stelle erwähnt.)
Der letzte Verweis auf Diaz-Bone findet sich auf S. 116 oben für ein kurzes wörtliches Zitat.

Ferner hat Diaz-Bone die Fragen des Fischer-Instruments (wie sie etwa bei Jansen (1999), S. 77 wiedergegeben sind) leicht umformuliert. Im Fragment wird diese umformulierte Version übernommen.

Auf den Seiten 119-130 stützt sich die Verfasserin im Wesentlichen auf Diaz-Bone und Jansen; allerdings sind die Quellen dort korrekt ausgewiesen.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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