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Individuen und ihre sozialen Beziehungen

von Prof. Dr. Marina Hennig

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[1.] Mhg/Fragment 131 19 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-04-11 17:33:22 Schumann
Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Wellman 1979, ÜbersetzungsPlagiat

Typus
ÜbersetzungsPlagiat
Bearbeiter
23.95.97.29
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 131, Zeilen: 19-34
Quelle: Wellman 1979
Seite(n): 1201, 1202, Zeilen: 1201: 29; 1202: 1 ff.
[Zunächst werde ich dazu kurz die Debatte um die Auswirkungen von Industrialisierung und Bürokratisierung auf eine Vielfalt von Primärbeziehungen - in der Nachbarschaft, in Verwandtschaftsgruppen, in Interessengruppen und auf der Arbeit - nachzeichnen, um dann in der empirischen Analyse zu zeigen, wie diese Diskussion empirisch operationalisierbar ist.]

Besonders die Stadtsoziologen von Tönnies bis Fischer (1977) interessierten sich für die Auswirkungen der industriell-bürokratischen sozialen Systeme auf die Gemeindestrukturen. Bei ihren Untersuchungen richteten sie das Augenmerk auf die ansteigenden Aktivitäten des Nationalstaats und den damit verbunden Tiefpunkt an lokaler Gemeinschaftsautonomie und Solidarität (z.B. Tilly 1973, 1975); die Entwicklung von eng instrumentalisierten bürokratischen Institutionen; auf [sic] die Produktion und Reproduktion (siehe Castells 1976); die beträchtliche Größe von Städten und die sich daraus ergebende Bevölkerung mit ihrem organisatorischen Potential für unterschiedliche Interessengruppen; die hohe soziale Dichte von Interaktionen in Teilbereichen der Bevölkerung (sogar wo die räumliche Dichte niedrig ist) und die daraus folgende Komplexität der organisatorischen und ökologischen Untergliederung dieser Teilbereiche; die Vielfalt von Personen, mit denen Stadtbewohner unter den Bedingungen der erhöhten Mobilität in Kontakt kommen können und inwiefern die verbreiterten Netze billiger und effizienter Transporteinrichtungen Kontakte erleichtern und es auch ermöglichen, diese über längere Distanzen zu halten (vgl. Meier 1968).


Castells, Manuel (1976) Is There an Urban Sociology? In: Pickvance, C.G. (Hg.) Urban Sociology: Critical Essays, London, 33-59.

Fischer, Claude (1977) The Context [sic] of Personal Relations: An Exploratory Network Anaysis [sic]. (Hg.) Working Paper No. 281, Place, [sic]

Meier, Richard (1968) The Metropolis as a Transaction-maximizing System. In: Daedalus, Nr. 97, 1293-1313.

Tilly, Charles (1973) Do Communties [sic] Act? In: Sociological Inquiry, Nr. 43, 209-240.
Tilly, Charles (1974) [sic] Food Supply and Public Order in Modern Europe. In: Tilly, Charles (Hg.) The Formation of National States in Western Europe, Princeton, N.J., 380-455.

[Seite 1201]

In considering the Community Question, sociologists have been espe-

[Seite 1202]

cially concerned with assessing the impact of industrialization and bureaucratization on a variety of primary ties: in the neighborhood, in kinship groups, in interest groups, and on the job. Urban sociologists, in particular, have been interested in this matter. From Tönnies ([1887] 1955) to Fischer (1977), they have investigated the effects of industrial bureaucratic social systems on communal structures, with particular reference to the following: (a) the increased scale of the nation-state’s activities, with a concomitant low level of local community autonomy and solidarity (e.g., Tilly 1973, 1975); (b) the development of narrowly instrumental bureaucratic institutions for production and reproduction (cf. Castells 1976); (c) the large size of cities, with the consequent population and organizational potential for diverse interest groups; (d) the high social density of interactions among the segments of the population (even where spatial density is low), with the ensuing complexities of organizational and ecological sorting;2 (e) the diversity of persons with whom city dwellers can come into contact under conditions of heightened mobility; and (f) widespread networks of cheap and efficient transportation facilities, letting contact be maintained with greater ease and over longer distances (cf. Meier 1968).


2 [...]


Castells, Manuel. 1976. “Is There an Urban Sociology?” Pp. 33–59 in Urban Sociology: Critical Essays, edited by C. G. Pickvance. London: Methuen.

Fischer, Claude S. [...]
——————. 1977. “The Contexts of Personal Relations: An Exploratory Network Analysis.” Working Paper no. 281. Berkeley: Institute of Urban and Regional Development, University of California.

Meier, Richard L. 1968. “The Metropolis as a Transaction-maximizing System.” Daedalus 97 (Fall): 1293–1313.

Tilly, Charles. [...]
——————. 1973. “Do Communities Act?” Sociological Inquiry 43 (December): 209–40.
——————. 1975. “Food Supply and Public Order in Modern Europe.” Pp. 380–455 in The Formation of National States in Western Europe, edited by Charles Tilly. Princeton, N.J.: Princeton University Press.

Tönnies, Ferdinand. (1887) 1955. Community and Association. Translated by Charles P. Loomis. London: Routledge & Kegan Paul.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die eigentliche Quelle.

Der in eckige Klammern gesetzte erste Satz, der das Arbeitsprogramm für das auf dieser Seite beginnende Kap. 5 umreißt, weist ebenfalls deutliche Parallelen zu Wellman (1979) auf, geht aber konservativ nicht mit in die Zeilenzählung ein, da er nicht vollständig übernommen wurde.

Punkt "(b)" der Quelle wird dem Anschein nach sinnwidrig übersetzt.

Castells (1976), Fischer (1977), Meier (1968), Tilly (1973) und Tilly (1975; im Lit.verz. der Verf.in mit dem falschen Erscheinungsjahr 1974 aufgeführt) werden – außer im Literaturverzeichnis – in der untersuchten Arbeit nur an dieser Stelle erwähnt.

Sichter
(23.95.97.29) Schumann

[2.] Mhg/Fragment 131 35 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2017-03-01 19:56:32 Schumann
Diaz-Bone 1997, Fragment, Gesichtet, Mhg, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schumann
Gesichtet
Yes
Untersuchte Arbeit:
Seite: 131, Zeilen: 35-38
Quelle: Diaz-Bone 1997
Seite(n): 142, Zeilen: 11 ff.
Die Gemeinschaftsdebatte steht aber auch in einem engen Zusammenhang mit einer der zentralen Fragen der Familiensoziologie, nämlich welche Auswirkungen die gesellschaftliche Modernisierung auf die Familie und ihre Bedeutung und Funktion als Solidargemeinschaft in der modernen Gesellschaft hat. [In den letzten Jahrzehnten wird in der Bundesrepublik die Kernfamilie immer wieder als krisenhaftes Lebensmodell angesehen.] Mit der Frage nach der Gemeinschaft verbunden ist die familiensoziologische Ausgangsfragestellung nach den Auswirkungen der gesellschaftlichen Modernisierung auf die familialen Lebensformen und die Frage der aktuellen Bedeutung und Funktion der Familie als Solidargemeinschaft in der modernen Gesellschaft. Die soziale Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat in der Bundesrepublik zum Aufkommen "neuer Lebensformen" geführt (nicht-eheliche Partnerschaften oder Lebensgemeinschaften, Singles, Alleinerziehende), die neben die Kernfamilie als Lebensform getreten sind (Zapf u. a. 1987).

Zapf, Wolfgang / Breuer, Sigrid / Hampel, Jürgen / Krause, Peter / Mohr, Hans-Michael / Wiegand, Erich (1987): Individualisierung und Sicherheit. Untersuchungen zur Lebensqualität in der Bundesrepublik Deutschland. München: Beck.

Anmerkungen

Ein kürzerer, aber inhaltlich nicht trivialer Satz – und kein Hinweis auf die Quelle.

Der zweite, in eckige Klammern gesetzte und auf die Folgeseite übergehende Satz, der sich stärker von der Vorlage löst, bleibt bei der Zeilenzählung unberücksichtigt.

Sichter
(Schumann), 162.220.59.66


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20170411173509

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