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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 6, Zeilen: 1ff (komplett)
Quelle: Berg 2002
Seite(n): 9, 10, Zeilen: 9:25.32-33 - 10:1ff
1.4 Transmission und Prävalenz der HCV – Infektion

Der Mensch ist für das Hepatitis C – Virus der einzige natürliche Wirt. HCV wird parenteral durch Blut und Blutprodukte übertragen. Das Hepatitis C – Genom kann zusätzlich mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR) auch in anderen Körperflüssigkeiten (Speichel, Sperma) nachgewiesen werden [29]. Die Übertragung von Hepatitis C – Virus durch Bluttransfusionen und nicht inaktivierbare zelluläre Blutprodukte ist seit der Einführung des anti-HCV-Screenings in Blutspendeeinrichtungen deutlich zurückgegangen und spielt demzufolge nur noch eine untergeordnete Rolle. Für Vollblut-Transfusionen wird noch ein Restrisiko der HCV-Übertragung von etwa 1:100.000-200.000 angegeben. Durch die Einführung des HCV-Genomnachweises (PCR-Testung) in den Blutspende-Einrichtungen wird dieses Restrisiko ebenfalls weiter gesenkt [30]. Für tiefgefrorenes Frischplasma liegt das Hepatitis C – Virus – Übertragungsrisiko weit unterhalb dieser Angaben.

Intravenöser Drogenabusus ist in den entwickelten Ländern der wichtigste HCV-Transmissionsweg. Bis zu 80 % der i.v. Drogenabhängigen sind Hepatitis C – Virus positiv. Demgegenüber wird HCV in den Entwicklungsländern v.a. durch unhygienische Injektionspraktiken übertragen. Dialysepatienten sind in 10-30 % mit HCV infiziert [31]. Das Risiko einer vertikalen HCV-Transmission (von der Mutter auf das Kind) ist mit ca. 5 % relativ gering und abhängig von der HCV-Konzentration im mütterlichen Blut [32,33]. Bei gleichzeitiger HIV-Infektion steigt das Übertragungsrisiko an (bis ca. 20 %) [34]. Ein HCV-Übertragung durch Muttermilch konnte bisher nicht dokumentiert werden. HCV-infizierten Müttern ist daher nicht unbedingt vom Stillen abzuraten.

Die sexuelle Übertragung von HCV ist möglich, das Ausmaß der sexuellen Transmission ist derzeit aber noch unklar [35]. Bei heterosexuellen Partnern von Patienten mit chronischer Hepatitis C finden sich mit ca. 0-4 % niedrige anti-HCV Prävalenzen. Demgegenüber zeigen sexuell aktivere Personen mit 2-12 % deutlich höhere anti-HCV-Prävalenzen als die Normalbevölkerung. Beim medizinischen Personal ist die anti-HCV-Prävalenz gegenüber der Normalbevölkerung nicht erhöht. Bei ca. 30 % der Patienten mit Hepatitis C – Infektion lässt sich kein bekannter Risikofaktor nachweisen.


29. Couzigou P, Richard L, Dumas F, Schouler L, Fleury H. "Detection of HCV-RNA in saliva of patients with chronic hepatitis C" . Gut 1993; 34 (Suppl) : S59 -S60 .

30. Van der Poel CL. "Hepatitis C virus and blood transfusion: past and present risks." J Hepatol 1999; 31 (Suppl. 1) : 101-106 .

31. Alter MJ. "Epidemiology of hepatitis C" . Hepatology 1997; 26: 62S-65S .

32. Dienstag JL. "Sexual and perinatal transmission of hepatitis C." Hepatology 1997; 26: 665 -705 .

33. Zanetti AR, Tanzi E, Newell ML. "Mother-to-Infant transmission of hepatitis C virus". J Hepatol 1999; 31 (Suppl. 1): 96-100.

34. Thomas DL, Villano SA, Riester KA, Hershow R, Mofenson LM, Landesman SH, Hollinger FB, Davenny K, Riley L, Diaz C, Tang HB, Quinn TC. "Perinatal transmission of hepatitis C virus from human immunodeficiency virus type 1-infected mothers. Women and infants transmission study". J Infect Dis 1998; 177 : 1480-1488.

35. Wejstal R. "Sexual transmission of hepatitis C virus". J Hepatol 1999; 31 (Suppl. 1) : 92-95.

[Seite 9]

2.3 Epidemiologie und Transmission der HCV-Infektion

[...]

Der Mensch ist für HCV der einzige natürliche Wirt. HCV wird parenteral durch Blut und Blutprodukte übertragen. HCV-Genom kann aber mittels Polymerase-Kettenreaktion (PCR)

[Seite 10]

auch in anderen Körperflüssigkeiten (Speichel, Sperma) nachgewiesen werden (41). Die Übertragung von HCV durch Bluttransfusionen und durch nicht inaktivierbare zelluläre Blutprodukte ist seit der Einführung des anti-HCV-Screenings von Blutspendern deutlich zurückgegangen und spielt heute nur noch eine untergeordnete Rolle. Für Vollblut-Transfusionen wird ein Restrisiko der HCV-Übertragung von etwa 1:100.000-200.000 angegeben. Durch die Einführung des HCV-Genomnachweises (PCR-Testung) bei Blutspendern wird dieses Restrisiko weiter gesenkt werden (42). Für tiefgefrorenes Frischplasma liegt das HCV-Übertragungsrisiko weit unterhalb dieser Angaben.

Intravenöser Drogenabusus stellt in den entwickelten Ländern den wichtigsten HCV-Transmissionsweg dar. Bis zu 80% der i.v. Drogenabhängigen sind anti-HCV positiv. Demgegenüber wird HCV in den Entwicklungsländern v.a. durch unhygienische Injektionspraktiken übertragen. Dialysepatienten sind in 10-30% mit HCV infiziert (43). Das Risiko einer vertikalen HCV-Transmission (von der Mutter auf das Kind) ist mit ca. 5% gering und ist abhängig von der HCV-Konzentration im mütterlichen Blut (44, 45). Bei gleichzeitiger HIV-Infektion steigt das Übertragungsrisiko an (bis ca. 20%) (46). Ein HCV-Übertragung durch Muttermilch konnte bisher nicht dokumentiert werden. Man muss HCV-infizierten Müttern daher nicht vom Stillen abraten. Die sexuelle Übertragung von HCV ist prinzipiell möglich; die epidemiologische Bedeutung bzw. das Ausmaß der sexuellen Transmission ist jedoch unklar (47). Bei heterosexuellen Partnern von Patienten mit chronischer Hepatitis C finden sich mit ca. 0-4% niedrige anti-HCV Prävalenzen. Demgenüber zeigen sexuell promiskuitive Personen mit 2-12% deutlich höhere anti-HCV-Prävalenzen als die Normalbevölkerung. Beim medizinischen Personal ist die anti-HCV-Prävalenz gegenüber der Normalbevölkerung nicht erhöht. Bei bis zu 30% der Patienten mit chronischer Hepatitis C läßt sich keiner der bekannten Risikofaktoren nachweisen.


41. Couzigou P, Richard L, Dumas F, Schouler L, Fleury H. Detection of HCV-RNA in saliva of patients with chronic hepatitis C. Gut 1993; 34 (Suppl): S59-S60.

42. Van der Poel CL. Hepatitis C virus and blood transfusion: past and present risks. J Hepatol 1999; 31 (Suppl. 1): 101-106.

43. Alter MJ. Epidemiology of hepatitis C. Hepatology 1997; 26: 62S-65S.

44. Dienstag JL. Sexual and perinatal transmission of hepatitis C. Hepatology 1997; 26: 665-705.

45. Zanetti AR, Tanzi E, Newell ML. Mother-to-Infant transmission of hepatitis C virus. J Hepatol 1999; 31 (Suppl. 1): 96-100.

46. Thomas DL, Villano SA, Riester KA, Hershow R, Mofenson LM, Landesman SH, Hollinger FB, Davenny K, Riley L, Diaz C, Tang HB, Quinn TC. Perinatal transmission of hepatitis C virus from human immunodeficiency virus type 1-infected mothers. Women and infants transmission study. J Infect Dis 1998; 177: 1480-1488.

47. Wejstal R. Sexual transmission of hepatitis C virus. J Hepatol 1999; 31 (Suppl. 1): 92-95.

Anmerkungen

Ohne Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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