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Mkl/Fragment 056 03

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 56, Zeilen: 3-18, 109-113
Quelle: Ferdowsi 1999
Seite(n): 6, 7, Zeilen: 6:19-35; 7:4-8.14-16
Als das Durchführungsabkommen 1963 auslief, hatte sich der politische Hintergrund der Zusammenarbeit erheblich verändert. Fast alle der EWG-assoziierten Gebiete waren inzwischen unabhängige Staaten geworden und weiterhin an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit interessiert. Auf Seiten der EWG-Staaten herrschte ebenfalls weitgehende Einigkeit über die Fortsetzung der Assoziierungspolitik, wenn diese auch auf neuen vertraglichen Grundlagen basieren sollte. Aus europäischer Perspektive kam es nun nicht mehr darauf an, neue Einflusszonen zu schaffen, sondern alte Einflussbereiche ohne künftige politische Bevormundung zu sichern (vgl. Ferdowsi 1999b: 5f.).

Die beste Möglichkeit hierzu bot ein erneuertes Abkommen, das die ökonomischen Bindungen stabilisierte und den afrikanischen Staaten gleichzeitig die Gelegenheit zur Bestätigung ihrer Souveränität und Unabhängigkeit gab. Eine solche Neuorganisation des Verhältnisses zwischen der EWG und den ehemaligen Kolonien fand schließlich in den Verträgen von Yaoundé ihren Ausdruck.31 Wie auch der EEF hatten die Yaoundé-Abkommen eine Laufzeit von fünf Jahren.32 Dabei umfasste das Yaoundé-I-Abkommen auf nicht-europäischer Seite 18 afrikanische Staaten (AASM-Staaten), zu denen im Nachfolgeabkommen Yaoundé-II Mauritius hinzukam.


31 Die neuen vertraglichen Bestimmungen galten nicht nur zwischen diesen neuen Staaten und der ehemaligen Kolonialmacht, sondern ebenso auch mit der EWG. Das erste Yaoundé-Abkommen wurde im Juli 1963 unterzeichnet und trat am 1. Juli 1964 in Kraft. Der zweite Vertrag wurde im Juli 1969 unterzeichnet und trat am 1. Januar 1971 in Kraft.

32 Zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der assoziierten Staaten während der fünfjährigen Laufzeit wurde ein Betrag von 730 Mio. US$ zur Verfügung gestellt. Davon sollten über den Europäischen Entwicklungsfonds 620 Mio. US$ in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse, 46 Mio. US$ in Form von Darlehen zu Sonderbedingungen und 64 Mio. US$ in Form von Darlehen durch die Europäische Investitionsbank gewährt werden. Vgl. Ferdowsi 1999b: 6.

Als am 31. Dezember 1962 das Durchführungsabkommen auslief, hatte sich auch der politische Hintergrund erheblich verändert. Fast alle der EWG-assoziierten Gebiete - die meisten lagen in Afrika - waren inzwischen unabhängige Staaten geworden. Sie waren - abgesehen von Neuguinea - an einer Fortsetzung der Assoziierung interessiert.

Auch unter den EWG-Staaten selbst bestand weitgehende Einigkeit über die Fortsetzung der Assoziierungspolitik, wenn auch auf einer neuen vertraglichen Grundlage. Ein Assoziierungsabkommen schien dabei die beste Möglichkeit zu sein, die ökonomischen Bindungen zu stabilisieren und den afrikanischen Staaten gleichzeitig die Gelegenheit zur Bestätigung ihrer Souveränität und Unabhängigkeit zu geben. Aus der Blickrichtung der europäischen Gemeinschaft kam es nicht darauf an, neue Einflußzonen zu schaffen, sondern alte Einflußbereiche ohne künftige politische Bevormundung bestehen zu lassen.

Die Verhandlungen über ein neues Assoziierungsabkommen hatten 1961 mit einer Botschafter-Konferenz begonnen und endeten am 20. Juli 1963 in Jaunde (Kamerun), das auch den Namen für den Vertrag gab, der zwischen der EWG, Madagaskar und 18 afrikanischen Staaten (AASM-Staaten)5 unterzeichnet wurde, am 1. Juni 1964 in Kraft trat und für 5 Jahre gelten sollte.

[Seite 7]

Zur Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der assoziierten Staaten während der fünfjährigen Laufzeit wurde ein Betrag von 730 Mio. Dollar zur Verfügung gestellt: Davon sollten über den EEF 620 Mio. in Form nichtrückzahlbarer Zuschüsse, 46 Mio. in Form von Darlehen zu Sonderbedingungen und 64 Mio. in Form von Darlehen durch die Europäischen [sic] Investitionsbank gewährt werden.

[...]

Am 29. Juli 1969 wurde in Jaunde ein neues Abkommen zwischen der EWG und den 18 AASM-Staaten unterzeichnet (Jaunde II). Sein Inkrafttreten verzögerte sich bis zum 1. Januar 1971.


5 Der „Association of African States and Madagaskar“ (AASM) gehörten folgende Staaten an: Burundi, Dahomey, Demokratische Republik Kongo (Brazzaville), Elfenbeinküste, Gabun, Kamerun, Madagaskar, Mali, Mauretanien, Niger, Obervolta, Ruanda, Senegal, Somalia, Togo, Tschad und die Zentralafrikanische Republik.

Anmerkungen

Art und Umfang der vielfach wörtlichen Übernahme bleiben ungekennzeichnet.

Sichter
(Graf Isolan) Schumann

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