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Mkl/Fragment 059 07

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 59, Zeilen: 7-26
Quelle: Ferdowsi 1999
Seite(n): 9, Zeilen: 10-30
Formal traten somit nur zwei Parteien in Erscheinung, da man grundsätzlich von der Annahme ausging, dass beide Seiten jeweils einheitliche Verhandlungspositionen vertraten.38 Dieses Verständnis von Gleichberechtigung bedeutete aber, dass parallel zu den Hauptverhandlungen beide Seiten in gesonderten Treffen ihre Verhandlungsführung abstimmen mussten. Das stellte insbesondere die 46 AKP-Staaten vor Probleme, die zur gemeinsamen Standortbestimmung zwischen Januar und Juli 1975 493 Sitzungen auf Botschafter- und Expertenebene benötigten (vgl. Opitz 1983: 38-40). Trotz dieses umfassenden Austauschs zeigte sich das AKP-Lager keineswegs durch Einigkeit geprägt, sondern vielmehr durch

- Bedenken der 18 afrikanischen Staaten und Madagaskar („Yaoundé-Staaten“), durch die Vergrößerung der Assoziierung ihre „Vorteile“ einzubüßen;

- Vorbehalte einiger afrikanischer Commonwealth-Staaten gegen das „neokoloniale Yaoundé-Modell“ und

- Befürchtungen einiger Staaten, infolge einer Sonderbeziehung zur EG den eigenen politischen und wirtschaftlichen Spielraum einzuschränken und sich unsolidarisch gegenüber dem Rest der Entwicklungsländer zu verhalten.

Aufgrund dieser Bedenken und der Interessensdisharmonie innerhalb der AKP-Staaten verliefen die Verhandlungen schleppend. Erst auf der gemeinsamen Ministerkonferenz in Kingston/Jamaika im Juli 1974 kam es zum politischen Durchbruch und am 1. Februar 1975 zur endgültigen Einigung. Am 28. Februar 1975 wurde schließlich in Lomé/Togo der gleichnamige Vertrag unterzeichnet.


38 Allerdings lässt sich zu Recht an der Tatsache zweifeln, ob jeder der teilnehmenden AKP-Staaten in einem gleichen Machtverhältnis zu den auftretenden EWG-Staaten stand. Hieran mag auch die durch die „Öl-Schock“-Erfahrung Europas veränderte Wahrnehmung der Machtverhältnisse nicht grundlegend etwas ändern. Vgl. Hewitt 1984: 100.


Opitz, Peter J. (1983): Die Verträge von Lomé, in: Mir A. Ferdowsi (Hrsg.): Die Verträge von Lomé zwischen Modell und Mythos, München, S. 38-40.

Formal waren es nur zwei Parteien, die miteinander verhandelten, da beide Seiten mit jeweils einheitlichen Verhandlungspositionen auftraten. Das aber bedeutete, daß parallel zu den Hauptverhandlungen beide Seiten jeweils in gesonderten Treffen ihre Verhandlungsführung abstimmen mußten - ein Problem vor allem für die 46 AKP-Staaten, die dafür zwischen Januar und Juli 1975 493 Sitzungen auf Botschafter- bzw. Expertenebene benötigten.8

So zeitraubend eine solche Prozedur auch war, sie hatte doch den Vorteil, daß die einzelnen AKP-Staaten nicht gegeneinander ausgespielt werden konnten. Allerdings war das AKP-Lager keineswegs durch Einigkeit geprägt, sondern durch

• Bedenken der 18 afrikanischen Staaten und Madagaskar (Jaunde-Staaten), durch die Vergrößerung der Assoziierung ihre „Vorteile“ einzubüßen;

• Vorbehalte einiger afrikanischer Commonwealth-Staaten gegen das „neo-koloniale Jaunde-Modell“ und

• Befürchtungen einiger Staaten, infolge einer Sonderbeziehung zur EG den eigenen politischen und wirtschaftlichen Spielraum einzuschränken und sich unsolidarisch dem Rest der Entwicklungsländer gegenüber zu verhalten.

Aufgrund diese [sic] Bedenken und der Interessendisharmonie innerhalb der AKP verliefen die Verhandlungen schleppend, bis es am 25./26. Juli 1974 auf der gemeinsamen Ministerkonferenz in Kingston (Jamaika) zum politischen Durchbruch und am 1. Februar 1975 zur endgültigen Einigung kam. Der Vertrag wurde am 28. Februar 1975 in Lomé unterzeichnet.


8 Ausführlicher hierzu siehe Peter J. Opitz: Die Verträge von Lomé, in: Mir A. Ferdowsi (Hrsg.): Die Verträge von Lomé zwischen Modell und Mythos, München 1983, S. 38-40.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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