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Mkl/Fragment 095 01

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 095, Zeilen: 01-15
Quelle: Kappel 1999
Seite(n): 27-28, Zeilen: 27:24 - 28:15
Die Folgen dieser Schwächen zeigen sich in Informalität, Illegalität und Kriminalität. Die Strukturanpassungsprogramme verstärken diese Prozesse einerseits durch die Schwächung des Rentenstaates, tragen jedoch andererseits zu einem Prozess der schnellen Veränderung – mit neuen Wachstumspotentialen – bei. Der Anpassungsdruck auf Afrika wächst, ohne dass Hoffnung auf tief greifende Veränderung besteht. Es fehlt die Nähe zu den OECD-Märkten, es mangelt an einer ausdifferenzierten Produktpalette und an Direktinvestitionen.

Eine mittelfristig verbesserte Weltmarktintegration Afrikas erscheint aussichtslos.

Insgesamt sind die Ökonomien Afrikas durch strukturelle Faktoren, exogene Schocks und Informalität von Staat und Gesellschaft gekennzeichnet. Ein struktureller Wandel, der den Anforderungen des Globalisierungsprozesses gerecht wird, ist nicht zu erwarten. Liberalisierungsmaßnahmen und Strukturanpassungsprogramme haben diesbezüglich bislang nur wenigen Ländern Anstöße geben können. Auch die Entwicklungshilfe scheint dieser Tendenz nicht entgegenwirken zu können. Vielmehr begünstigt sie die Rentenaneignung und scheint die Informalität von Staat und Gesellschaft eher zu stärken als zu mildern. In diesem Zusammenhang bildet auch die Lomé-Kooperation keine Ausnahme (vgl. Box/von Braun/Gabas 1999).

Die Folgen dieser Schwächen zeigen sich in Informalität, Illegalität und Kriminalität. Die Strukturanpassungsprogramme verstärken diese Prozesse auf der einen Seite durch die Schwächung des Rentenstaates, auf der anderen Seite jedoch tragen sie zu einem Prozeß der schnellen Veränderung - mit neuen Wachstumspotentialen - bei. Der Anpassungsdruck auf Afrika wächst, aber es besteht nur geringe Hoffnung auf tiefgreifende Veränderung. Krisenverstärkende wie krisenmildernde Entwicklungen kristallisieren sich heraus. Aus wachstumstheoretischer Sicht läßt sich begründen, daß die meisten Länder Afrikas nicht vor einem Take-Off stehen. Entwicklungszusammenarbeit wird also einspringen, um bestenfalls einige negative Folgen abzumildern - falls keine gravierenden Fehler gemacht werden.35 Aus

[Seite 28]

raumtheoretischer und auch aus handelstheoretischer Sicht läßt sich die weitere Marginalisierung Afrikas ableiten. Es fehlt die Nähe zu den OECD-Märkten, es fehlt die Produktpalette, und hohe Transport- und Kommunikationskosten lassen eine verbesserte Weltmarktintegration Afrikas als mittelfristig aussichtslos erscheinen. Komparative Vorteile bestehen bei den traditionellen Export- und einigen Nischenprodukten. Positive Wirkungen für das Wirtschaftswachstum durch Auslandsdirektinvestitionen transnationaler Konzerne, Portfolioinvestitionen und verbesserte Information und Kommunikation erweisen sich bei näherem Hinsehen als trügerische Hoffnungen. Eher wird sich eine weitere Marginalisierung einstellen. Wachstumseffekte entstehen kaum. Afrikas Ökonomien sind insgesamt durch strukturelle Faktoren, exogene Schocks und Informalität von Staat und Gesellschaft derzeit kaum in der Lage, im Globalisierungsprozeß flexibel zu reagieren und sich im Wandel anzupassen. Liberalisierung und Strukturanpassungsmaßnahmen haben bislang nur wenigen Ländern Anstöße geben können. Entwicklungshilfe begünstigt die Rentenaneignung und scheint vielfach eher die Informalität von Staat und Gesellschaft zu stärken als abzumildern. Die Lome-Kooperation bildet keine Ausnahme.36


35 Wie die Studie der Weltbank zur Entwicklungshilfe darlegt, hat diese jedoch häufig gravierende Schwächen, vgl. World Bank: Assessing Aid, Oxford/ New York 1999.

36 Vgl. Louk Box/ Joachim von Braun/ Jean-Jacques Gabas: Was kommt nach Lomé IV? Die Politik muß sich noch stärker an der Praxis orientieren, Maastricht 1999.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

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