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Mm/Fragment 102 14-39

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 102, Zeilen: 14-39
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 136-138, Zeilen: S.136,22-27.118-120, S.137,1-10.25-38.101-104, S.138,1-2.101-104
Beeinflußt von Darwins Evolutionstheorie, Hegels nationalem Idealismus und Gobineaus Rassenideologie folgerte Burgess,

daß nur die „arischen" Nationen die höchsten Fähigkeiten zur politischen Organisation hätten, Fähigkeiten, die in der Welt ungleich verteilt seien; daß der Nationalstaat eine Errungenschaft des teutonischen Geistes, die vollkommenste Lösung der Probleme politischer Organisation darstellte und deshalb den teutonischen Nationen die Führungsrolle in der Errichtung und Verwaltung auch fremder Staaten zukommen würde.[FN 141] Da „history as the revelation of Providence, ...intends national states as the prime organs of human development" und es die „highest duty of the state" sei, „to preserve and strengthen... its own national character", und da die Überlegenheit der teutonischen Nationen in dieser Hinsicht für ihn feststand, ergab es sich für Burgess als eine Schlußfolgerung für die praktische Politik, daß diese teutonischen Nationen „are intrusted, in the general economy of history, with the mission of conducting the political civilization of the modern world."[FN 142] Aus der

„manifest mission of the Teutonic nations ... it follows that interference in the affairs of populations not wholly barbaric ... but with manifest incapacity to solve the problem of political organization with any degree of completeness, is a justifiable policy ... it is in the interest of the world's civilization that law and order and the true liberty ... shall reign everywhere ... A permanent unability on the part of any state or semi-state to secure this status is a threat to civilization everywhere. Both for the sake of the half-barbarous state and in the interest of the rest of the world a state or states endowed with the capacity for political organization, may righteously assume sovereignty over, and undertake to create state order for, such politically incompetent population ... the civilized states themselves are the best organs ... in history ... for determining the proper time and occasion for intervening in the affairs of unorganized or not sufficiently organized populations, for the execution of their great world duty."[FN 143]

[FN 141: Siehe K. Krakau: Missionsbewußtsein und Völkerrechtsdoktrin in den Vereinigten Staaten von America, a.a.O., S. 136 f.]

[FN 142: Vgl. J. W. Burgess: op. cit., S. 44.]

[FN 143: J. W. Burgess, op. cit., S. 46-48.]

Seine daraus folgenden Einsichten gingen dahin,

daß nur die „arischen" Nationen die höchsten Fähigkeiten zur politischen Organisation hätten, Fähigkeiten, die in der Welt ungleich verteilt seien[FN 54]; daß der Nationalstaat, eine Errungenschaft des „teutonischen" Geistes, die vollkommenste Lösung des Problems politischer Organisation darstelle und deshalb den „teutonischen" Nationen die Führungsrolle in der Errichtung und Verwaltung der Staaten obliege[FN 55]. Da „history as the revelation of Providence, ... intends national states as the prime organs of human development" und es die „highest duty of the state" sei, „to preserve and strengthen ... its own national character" (das verrät einen starken Einfluß Hegels — Burgess hatte lange in Deutschland studiert), und da weiter die Überlegenheit der „teutonischen" Nationen in dieser Hinsicht für ihn feststand, ergab es sich für Burgess als eine „conclusion for practical politics", daß diese „teutonischen" Nationen „are intrusted, in the general economy of history, with the mission of conducting the political civilization of the modern world"[FN 56]. [...] Aus der „manifest mission of the Teutonic nations ... it follows that interference in the affairs of populations not wholly barbaric ... but with manifest incapacity to solve the problem of political organization with any degree of completeness, is a justifiable policy ... it is in the interest of the world's civilization that law and order and the true liberty ... shall reign everywhere ... A permanent inability on the part of any state or semi-state to secure this status is a threat to civilization everywhere. Both for the sake of the half-barbarous state and in the interest of the rest of the world a state or states endowed with the capacity for political organization, may righteously assume sovereignty over, and underluke to create state order for, such politically incompetent population ... the civilized states themselves are the best organs ... in history ... for determining the proper time and occasion for intervening in the affairs of unorganized or not sufficiently organized populations, for the execution of their great world duty. Indifference on the part of the Teutonic nations (would, indeed, be) disregard of duty ..."[FN 58].

[FN 54: Political Science and Comperative Constitutional Law, Bd. 1, Kap. 3 über „National Political Character". Als Vorläufer vgl. etwa Gobineau: Essai sur l'Inégalité des Races Humaines, 4 Bde. Paris, 1853-1855.] [FN 55: Burgess, vorige Anm., S. 39. Nach der Definition von R. Schmidt, S. 362-4, ist das (Verallgemeinerung, Propagierung der für überlegen gehaltenen kulturellen, u. a. politischen Formen) bezeichnend für den klassischen Imperialismus.]

[FN 56: Burgess, S. 44.]

[FN 58: Burgess, S. 46-48. — Es erschien nützlich, so ausführlich zu zitieren, weil die bloß gedankliche Wiedergabe keinen genügenden Eindruck von jener Mischung von Naivität und Arroganz vermitteln kann, mit der diese Autoren aus Manifest Destiny und Darwinismus ihre Welt-Mission herleiten.]

Anmerkungen

Der einleitende Hauptsatz wurde verändert, einige minimale Abänderungen im Fließtext, und bei der Übernahme des Originalzitats macht Mm "inability" fälschlicherweise zu "unability". Die Art und Weise wie Krakau die Originalaussagen Burgess referiert wird einszueins übernommen.<br/>Übrigens wird in der Vorlage in Fußnote 58 demonstriert , wie man die Wiedergabe langer Originalzitate wissenschaftlich begründet. Bei Mm sucht man so etwas vergeblich.

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