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Mm/Fragment 105 30-39

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 105, Zeilen: 30-39
Quelle: Commager 1952
Seite(n): 128, Zeilen: 9-16
Daß die Evolutionslehre auf den amerikanischen Zeitgeist des ausgehenden 19. Jahrhunderts eine gewisse Faszination ausgeübt hatte, lag an ihren Begriffen wie Veränderung, Wachstum, Entwicklung, natürliche Selektion und Manifest Destiny, die das Ambiente dieser Periode im Kern trafen. Die Amerikaner konnten aber folgerichtig, wenn sie sich treu bleiben wollten, langfristig gesehen den Determinismus eines Spencer nicht annehmen. Sie glaubten an Fortschritt: Ihre eigene Geschichte war ihnen der überzeugendste Beweis für die Richtigkeit dieser Auffassung. Es war ihnen jedoch auf Dauer logisch und psychologisch unmöglich, an einen evolutionistischen Fortschrittsbegriff zu glauben, zu dem sie nichts beitragen und auf den sie keinen Einfluß haben konnten.[FN 161]

[FN 161: Vgl. auch: H. S. Commager: Der Geist Amerikas. Eine Deutung amerikanischen Denkens und Wesens von 1880 bis zur Gegenwart, (Kap.: John Fiske und die Evolutions-Philosophie), Zürich/Wien/Konstanz 1952, S. 127 f. (engl. New Haven, Conn., 1950); D. Hull: Darwin and his Critics, Cambridge, Mass., 1973; J. White: The Americans on Herbert Spencer: Some Reaction to his Social and Evolutionary Thought, 1860-1940, Doctoral Diss., Hull Univ. 1975. Zum amerikanischen Atheismus siehe ferner: James Turner: Without God, Without Creed: Origins of Unbelief in America, Baltimore, Md., 1985.]

Sie konnten mit gutem Anstand die Evolutionslehre unterschreiben, denn die Begriffe Veränderung, Wachstum, Entwicklung von der Gleichförmigkeit zur Verschiedenheit waren ein Teil ihres Erfahrungsschatzes. Sie konnten aber folgerichtig nicht den Determinismus annehmen, nicht einmal den großen, sich über ganze Zeitalter hin erstreckenden Determinismus Spencers. An den Fortschritt konnten sie glauben: ihre eigene Geschichte war der überzeugendste Beweis für die Richtigkeit dieser Auffassung; es war ihnen jedoch logisch und psychologisch unmöglich, an einen Fortschritt zu glauben, zu dem sie nichts beitrugen und auf den sie keinen Einfluß hatten.
Anmerkungen

Am Anfang bemüht sich die Autorin noch um ergänzende eigene Formulierungen; zum Schluss ist es purer Commager. Alles zusammen wird mit einem dürren "Vgl." und einer pauschalen unscharfen Seitenangabe "127f." gekennzeichnet. Dazu noch eine Reihe weiterer Verweise, welche die Fundiertheit dieses Abschnitts auf mehreren Quellen und damit die Rechercheleistung und Reflektionsfähigkeit der Autorin demonstrieren sollen.

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