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Mm/Fragment 131 27-44

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 131, Zeilen: 27-44
Quelle: Levine 1984
Seite(n): 23, Zeilen: li.Spalte 5-38
Das Thema des Niedergangs spielt auch in Saul Bellows neuestem Buch „The Dean's December" über das gegenwärtige Leben in Chicago und Bukarest eine zentrale Rolle. Bellows Roman ist ein Porträt zweier Gesellschaften, die von unterschiedlichen Verfallserscheinungen bedrängt sind: der liberalen Gesellschaft des Westens, die auf dem Lustprinzip aufgebaut ist, aber an einem Autoritätsverlust leidet und von einer anarchischen Unterschicht bedroht ist, die ins Abseits gedrängt wurde, und der autoritären Gesellschaft des Ostens, die auf dem Leidensprinzip basiert, aber durch Apathie ausgehöhlt ist und von einer zynischen Neuen Klasse regiert wird. Für Bellow sind das Gegensätze zwischen dem „weichen" Nihilismus des Westens, wo Permissivität die Gemeinschaft unterminiert, und dem „harten" Nihilismus des Ostens, wo Terror sich der gesetzesmäßigen Autorität bemächtigt hat.[FN 296] „The Dean's December" beschreibt die Möglichkeit der letzten Tage der Zivilisation, mit Begriffen, die ähnlich den von Christopher Lasch in seiner kontroversen Studie „The Culture of Narcissism: American Life in an Age of Diminishing Experience"[FN 297] verwendeten sind:

„In these last days we have a right and even a duty to purge our understanding. In the general weakening of authority, the authority of the ruling forms of thought also is reduced, those forms which have done much to bring us into despair and into the abyss. I don't need to mind [them anymore. [...]"[FN 298]]

[FN 296: Vgl. S. Bellow: The Dean's December, London 1982.]

[FN 297: Ch. Lasch: The Culture of Narcissism, American Life in An Age of Diminishing Experience, New York 1979 (dt. München 1982).]

[FN 298: S. Bellow, op. cit., S. 278,123.]

Das Thema des Niedergangs spielt auch eine zentrale Rolle in „The Dean's December", Saul Bellows neuestem Roman über das Leben der Gegenwart in Chicago und Bukarest. Bellows Geschichte von den beiden Städten ist ein Porträt zweier Gesellschaften, von unterschiedlichen Verfallserscheinungen bedrängt: den liberalen Gesellschaften des Westens, die auf dem Lustprinzip aufgebaut sind, aber an einem Autoritätsverlust leidet und von einer anarchischen Unterklasse bedroht sind, die brutal ins Abseits gedrängt ist, und den autoritären Gesellschaften des Ostens, die auf dem Leidensprinzip basieren, aber durch Apathie ausgehöhlt sind und von einer zynischen Neuen Klasse regiert werden. So schildert Bellow die Gegensätze zwischen dem „weichen" Nihilismus des Westens, wo Permissivität die Gemeinschaft unterminiert, und dem „harten" Nihilismus des Ostens, wo Terror sich der gesetzesmäßigen Autorität bemächtigt hat. The Dean's December" beschreibt die Möglichkeit der letzten Tage der Zivilisation, wie wir sie kennen, mit Begriffen, die den von Christopher Lasch in seiner kontroversen Studie The Culture of Narcissism: American

Life in an Age of Diminishing Experience verwendeten nicht unähnlich sind:

„In these last days we have a right and even a duty to purge our understanding. In the general weakening of authority, the authority of the ruling forms of thought also is reduced, those forms which have done much to bring us into despair and into the abyss. I don't need to mind them anymore.[...][FN 19]

[FN 19: S. Bellow, The Dean's December, London 1982, S.278. [...]]

Anmerkungen

In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

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