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Mm/Fragment 187 28-46

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 187, Zeilen: 28-46
Quelle: Wasser 1980
Seite(n): 72, Zeilen: 8-29
Die Antwort auf die institutionelle Vereinbarkeit von Mehrheitsherrschaft und Freiheitssicherung war bei Charles de Montesquieu nachzulesen, der seine politische Philosophie in der Nachfolge Lockes und unter Berücksichtigung des englischen Verfassungswesens entwickelt hatte. Die Freiheit des Individuums wie der Gruppe war durch Verhinderung politischer Machtkonzentration zu schützen. Im Prinzip der Gewaltenteilung sah Montesquieu die große Freiheitschance der Moderne, wie er sie im von Amerikanern oft zitierten XI. Buch seines Werkes „De l'esprit des lois" (1748) skizziert hatte. Hierin entwarf er ein System der checks and balances, eine strikte Trennung zwischen Exekutive, Legislative und Jurisdiktion zum Zwecke der Freiheitssicherung, wobei er einem gewaltenteiligen System eindeutige gesellschaftspolitische Aufgaben zuschrieb: Politische Veränderung und sozialer Wandel sollten nur in Übereinstimmung zwischen den Klassen eingeleitet werden können, welche die verschiedenen Gewalten mit Leben ausfüllten. Obgleich der politischen Theorie Montesquieus doch eher die europäische Klassenstruktur zugrunde lag, die dem Denken Amerikas nicht nur fremd, sondern auch suspekt war, faszinierte die Verfassungsväter doch die Idee, mit Hilfe einer institutionellen Verankerung einer Vielzahl von checks and balances im Bereich politischer Macht die freiheitsbedrohende Gefahr einer Mehrheitstyrannei mindern zu können.[FN 79]

[FN 79: Vgl. The Federalist Papers: Alexander Hamilton, James Madison, John Jay (ed. Clinton Rossiter). New York/Ontario/London 1961, No. 10 (Madison, S. 77 ff.); No. 1 (Hamilton S. 33 ff.); No. 9 (Hamilton, S. 71 ff.); No. 14 (Madison, S. 99 ff.); No. 15 (Hamilton, S. 105 ff.); No. 17 (Hamilton, S. 118 ff.); No. 27 (Hamilton, S. 174 ff.); No. 37 (Madison, S. 224 ff.); No. 39 (Madison, S. 240 ff.); No. 45-49 (Madison u. Hamilton, S. 288-317); No. 51 (Madison u. Hamilton, S. 320ff.); No. 70-71 (Hamilton, S. 423-435); No. 78 (Hamilton, S. 464 ff.). Siehe ferner dazu; C. von Oppen-Rundstedt: Die Interpretation der amerikanischen Verfassung im Federalist, Bonn 1970; S. P. Huntington: The Founding Fathers and the Division of Powers, in: Area and Power (ed. Arthur Maass), Glencoe, 111., 1959.]

Die Antwort auf das institutionelle »Wie« der Vereinbarkeit von Mehrheitsherrschaft und Freiheitssicherung ließ sich dem Werk jenes Franzosen entnehmen, der seine politische Philosophie in der Nachfolge John Lockes und unter Berücksichtigung des britischen Verfassungswesens entwickelt hatte. Individuelle und Gruppenfreiheit waren zu schützen durch die Verhinderung politischer Machtkonzentration: Im Prinzip der Gewaltenteilung sah Charles de Montesquieu die große Freiheitschance der Moderne, wie er sie im berühmten, von Amerikanern häufig zitierten XI. Buch seines 1748 in Genf erschienen Werkes »Vom Geist der Gesetze« skizziert hatte. Der Franzose entwarf ein System der checks and balances, forderte aber in erster Linie eine strikte Trennung zwischen Exekutive, Legislative und Judikative zum Zwecke der Freiheitssicherung, wobei er einem so verfaßten gewaltenteiligen System eindeutige gesellschaftspolitische Aufgaben zuschrieb: Politische Veränderung, sozialer Wandel sollten nur in Übereinstimmung zwischen den Klassen eingeleitet werden können, welche die verschiedenen Gewalten mit Leben erfüllten. Auch wenn die ausgeprägte Klassenstruktur europäischen Zuschnitts, wie sie der politischen Theorie Montesquieus zugrunde lag, die dem Denken Amerikas nicht nur fremd, sondern auch suspekt war, faszinierte die Verfassungsväter doch die Idee, mit Hilfe einer institutionellen Verankerung einer Vielzahl von checks and balances im Bereich politischer Macht die freiheitsbedrohende Gefahr einer Mehrheitstyrannei mindern zu können.
Anmerkungen

Und weiter geht's mit Wasser (1980) - jetzt aber völlig ohne Verweis auf die echte Quelle. Stattdessen kriegt der Leser auf acht Zeilen eine Liste von Primär- und Sekundärquellen, die vermeintlich für diesen Absatz zu Rate gezogen wurden.

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