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Mm/Fragment 240 11-22

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Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc, Senzahl, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 240, Zeilen: 11-22
Quelle: Krakau 1967
Seite(n): 127, Zeilen: 3-16
Daß die Beschaffenheit einer Umgebung auf die psychologische und intellektuelle Entwicklung des einzelnen wie eines Volkes und auf die Politik des Landes nicht ohne Einfluß bleibt, ist weithin bekannt. Die kontinentale Weite der Vereinigten Staaten mit ihren großen Naturschätzen und Reichtümern und den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten haben den Amerikanern und kundigen Ausländern Amerika als das „promised land" erscheinen lassen. Allein das Vorhandensein dieser außergewöhnlichen Umstände erzeugte einen (Fortschritts-)Glauben an ein besonderes Schicksal dieses Volkes, an eine Auserwähltheit und einen Auftrag gegenüber sich selbst und der übrigen, weniger bevorzugten Welt, die auf diesem Kontinent entwickelten freiheitlichen und demokratischen Lebensformen durch „conduct" und „example" zu demonstrieren und gleichzeitig aktiv der Welt mitzuteilen, d.h. zu missionieren.[FN 8]

[FN 8: Vgl. Knut Krakau: Missionsbewußtsein und Völkerrechtsdoktrin in den Vereinigten Staaten, a.a.O., S. 127.]

Es ist weithin anerkannt, daß „Landschaft" im weitesten Sinne, daß die Umgebung auf die psychologische und intellektuelle Entwicklung des einzelnen wie eines Volkes nicht ohne Einfluß sind[FN 1].

Die kontinentale Weite der Vereinigten Staaten mit ihren großen Naturschätzen und Reichtümern, den „unbegrenzten Möglichkeiten", der den Menschen des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts überwältigenden Größe und scheinbaren Unerschöpflichkeit, haben ihm Amerika von jeher als das „promised land" erscheinen lassen. Das bloße Vorhandensein dieser außergewöhnlichen Umstände erzeugte einen Glauben an ein außergewöhnliches Schicksal des Volkes, das dieses Land bewohnt, an seine besondere Auserwähltheit und seinen besonderen Auftrag gegenüber der übrigen, weniger bevorzugten Welt, sei es, durch „conduct and example" die besonderen hier entwickelten freiheitlichen Lebensformen lediglich zu demonstrieren, sei es, sie aktiv der Welt mitzuteilen, d.h. zu missionieren.

[FN 1: M. Lerner, S. 104, betont ihren Einfluß auf amerikanische Verhältnisse; die Geschichte eines Volkes und seinen Nationalcharakter erklären nachdrücklich als das Produkt von Umwelt und Vererbung z. B. Schlesinger, Am.Rdsch., 1. Jg. 1945, H. 2, S. 3 ff.; Commager, ibid., H. 3, S. 3 ff.; Curti, Growth, S. 403 ff.]

Anmerkungen

Auch hier sind die Abänderungen weitgehend belanglos. Ausnahme: "Glauben" wird zu "(Fortschritts-)Glauben", was bzgl. des Themas eine entscheidende Akzentverschiebung bedeutet. Dieser "implizite Säkularisierungsprozess" taucht immer wieder auf.<br/>Nebenbei: Krakau demonstriert in seiner Fußnote, wie man auch das "weithin Anerkannte" wissenschaftlich fundiert.

Sichter
Drhchc

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