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Mm/Fragment 284 06-24

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Plaqueiator, Plagin Hood, Graf Isolan, Klicken
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 284, Zeilen: 6-24
Quelle: Pflüger 1983
Seite(n): 38-39, Zeilen: S.38,35 - S.39,1.4-5.7-12.14-17.19-22
Wilsons Idee einer Weltfriedensordnung - garantiert durch einen „Völkerbund" -, die die Außenpolitik abschaffen und durch eine „Weltinnenpolitik" ersetzen würde, sollte sich sehr bald als Utopie erweisen. Diese Ideen stießen nicht nur bei den europäischen Realpolitikern auf Ablehnung, sondern vor allem bei den Amerikanern selbst. Eine Verantwortung für die europäische Nachkriegsordnung wollte in Amerika niemand übernehmen.[FN 75] Schlagartig brach eine neue Isolationismusphase in Washington aus, gerade zu einem Zeitpunkt, wo die amerikanischen Fortschrittsideale in Europa dringender denn je als Beispiel hätten dienen können.[FN 76]

Nur 24 Jahre nach der Kriegsbotschaft Wilsons sollte die provisorische Isolationspolitik durch den Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg nunmehr endgültig aufgegeben werden. Wenngleich das Aufkommen des Nationalsozialismus zunächst an der amerikanischen Neutralitätspolitik nichts änderte, so entschloß sich doch Franklin D. Roosevelt mit der zunehmend größer werdenden totalitären Bedrohung Europas und der Freien Welt zu einer amerikanischen Intervention. Am 6. Januar 1941 erläuterte er dem amerikanischen Volk in seiner „Four Freedoms"-Rede die Notwendigkeit eines amerikanischen Eingreifens, auch wenn er noch keine konkreten Angaben zum Ausmaß des Engagements der USA machte:

[FN 74: W. Wilson zit. in: G. A. Craig: Die Supermacht und das Gute, a.a.O.. Ferner siehe hierzu: Daniel P. Moynihan: Was Woodrow Wilson Right? Morality and American Foreign Policy, Commentary, vol. 57, No. 4, May 1974, S. 25-31.]

[FN 75: Vgl. Lloyd Abrosius: Woodrow Wilson and the Quest for Orderly Progress, in: N. Graebner (ed.): Traditions and Values: Studies in American Diplomacy, 1865-1945, Lanham, N.Y., 1985.]

[FN 76: Vgl. David A. Shannon (Hrsg.): Progressivism and Postwar Desillusionment, 1898-1928, New York 1965.]

Wenn er gewonnen würde, so müßte sich eine Weltfriedensordnung - garantiert durch einen «Völkerbund» - ergeben, die Außenpolitik könnte abgeschafft und durch eine "Weltinnenpolitik" ersetzt werden.[...] Diese Ideen trafen nicht nur bei den europaischen Realpolitikern auf Ablehnung, sondern vor allen Dingen auch in den Vereinigten Staaten selbst. [...] und weigerte sich, Verantwortung für die europäische Nachkriegsordnung zu übernehmen. Als wäre das Kriegsengagement zuviel des Guten gewesen, wandte sich die amerikanische Nation mit einem Schlage von der Weltbühne ab, zog sich zurück auf den eigenen Kontinent und vergaß ihre Mission, die niemals mehr vonnöten gewesen wäre als im Europa der zwanziger und frühen dreißiger Jahre.

[...]

Auch als die Nazis nach der Auflösung der Weimarer Republik die Macht ergriffen hatten, Deutschland aufrüsteten und erste wichtige Territorialgewinne verzeichneten, änderte sich nichts an der amerikanischen Neutralitätspolitik, die inzwischen durch eine umfangreiche Gesetzgebung abgesichert war. [...] Nur 24 Jahre nach der Kriegsbotschaft Wilsons erläuterte schließlich Franklin D. Roosevelt am 6. Januar 1941 seiner Nation die Notwendigkeit eines amerikanischen Eingreifens, auch wenn er noch keine konkreten Angaben zum Ausmaß des Engagements der USA machte.[FN 32]

[FN 32: F. D. Roosevelt, Rede zu den «Vier Freiheiten», 6.1.1941, in: R. Hofstadter, a.a.O., S.394ff.]

Anmerkungen

-

Sichter
Graf Isolan Klicken

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