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Mm/Fragmente 2

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Mm/Fragmente

  • Mm/Fragment 200 09-12
    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 200, Zeilen: 9-12
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 170, Zeilen: 29-33
    Nicht Parteiprogramme wie in Europa, sondern der Präsident selbst in der Schlüsselfunktion der Zentralisierung und Nationalisierung der amerikanischen Politik ist der Initiator großangelegter Gesellschafts- und Strategieprogramme. Das Hauptproblem des derzeitigen Präsidentenamts besteht somit darin, daß es trotz seiner Schlüsselfunktion bei der Zentralisierung und Nationalisierung der amerikanischen Politik und trotz der Ideologie des Präsidenten als Initiator großangelegter Gesellschaftsprogramme [...] seine meist übertriebenen Wahlversprechen politisch nicht durchsetzen kann.
    Anmerkungen

    Mm nimmt dann auch wie der Originalautor im diesem Fragment folgenden Satz explizit Bezug auf die zu den Wahlen periodisch wiederkehrenden "Versprechen, alles anders und besser als sein Vorgänger zu machen" der amerikanischen Präsidenten.

    Sichter


  • Mm/Fragment 202 02-11


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 202, Zeilen: 2-11
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 2, Zeilen: 12-123
    Dieses Modell der aktivistischen Präsidialdemokratie sollte zum Mittelpunkt der politischen Regierungsvorstellungen besonders der Demokratischen Partei und ihrer Ideologie der liberal democracy werden. Es war bekanntlich der berühmteste Präsident der Demokraten im 20. Jahrhundert, Franklin D. Roosevelt - „The Presidency ... is preeminently a place of moral leadership" - , der das Regierungssystem einer starken Präsidialdemokratie zum Vorbild und Symbol für moderne, d.h. fortschrittliche, demokratische, sozialstaatliche Politik schlechthin machte, die gleichzeitig die traditionellen amerikanischen Werte und Ideale der individuellen Freiheit und Gleichheit realisieren sollte.[FN 158]

    [FN 158: F. D. Roosevelt zit. in: Anne O'Hare McCornick: Roosevelt's View of the Big Job, in: „The New York Times Magazine", September 11, 1932. Siehe ferner: Thomas E. Cronin/William R. Hochman: Franklin D. Roosevelt and the American Presidency, Presidential Studies Quarterly, vol. XV, No. 2, Spring 1985, S. 277-286.]

    Das Modell der Präsidialdemokratie wurde zum Mittelpunkt der politischen Vorstellungen der modernen Demokratischen Partei und ihrer Ideologie der „liberal democracy". Obwohl das Modell bereits auf die Ideen der Präsidenten Woodrow Wilson (1913 - 1921) und Theodore Roosevelt (1901-1909) zurückweist, war es bekanntlich der berühmteste Präsident der Demokraten im 20. Jahrhundert, Franklin D. Roosevelt (1933-1945), der das Regierungssystem der Präsidialdemokratie zum Vorbild moderner amerikanischer Politik machte. Die Präsidialdemokratie wurde zum Symbol für „moderne", d.h. fortschrittliche, demokratische, sozialstaatskapitalistische Politik schlechthin, die gleichzeitig die traditionellen amerikanischen Werte der individuellen Freiheit und Gleichheit realisieren sollte.
    Anmerkungen

    Die Fakten scheinen so "bekannt" zu sein, dass Mm ganz ohne den notwendigen Zitationshinweis und die entsprechende Quellenangabe arbeitet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 203 05-07


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 203, Zeilen: 5-7
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 2, Zeilen: 31-33
    Durch die Kriegsführung des liberaldemokratischen Präsidenten Johnson im Vietnamkonflikt verlor die Präsidialdemokratie in der amerikanischen Öffentlichkeit zunehmend an Ansehen und Vertrauenswürdigkeit. Zusätzlich verlor die Prasidialdemokratie seit der Kriegsführung des liberaldemokratischen Präsidenten Johnson im Vietnamkonflikt und der Watergate-Affäre des konservativen Präsidenten Nixon in der amerikanischen Öffentlichkeit zusehends an Ansehen und Vertrauenswürdigkeit.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 203 14-26


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 203, Zeilen: 14-26
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 179-180, Zeilen: S.179,21-35.101-103 - S.180,1
    Daß die moderne Präsidialdemokratie der Vereinigten Staaten angesichts ihres Machtzuwachses in wirtschaftlichen, außenpolitischen und militärstrategischen Entscheidungsprozessen Gefahren in sich birgt, wurde in der Diskussion um die sogenannte „imperiale Präsidentschaft" ersichtlich. Diese von Arthur M. Schlesinger ins Leben gerufene Bezeichnung („The Imperial Presidency", 1974) des Präsidentenamtes verwies auf die Tendenz, die Exekutive aus ihren verfassungsrechtlichen Bindungen und Begrenzungen lösen zu wollen.[FN 166] Diese Entwicklung erreichte ihren Höhepunkt unter Präsident Richard Nixon - „The days of a passive Presidency belong to a simpler past" - [FN 167] im Fall Watergate. Das Phänomen der imperialen Präsidentschaft ist jedoch nicht ausschließlich auf die persönlichen Machtambitionen Nixons zurückzuführen, und es ist auch nicht allein mit seiner Amtsniederlegung ausgelöscht. Vielmehr sind die Merkmale der imperialen Präsidentschaft als latente Gefahr immer noch vorhanden.[FN 168]

    [FN 166: Vgl. Arthur M. Schlesinger: The Imperial Presidency, New York 1974.]

    [FN 167: Richard M. Nixon zit. in: R. S. Hirschfield, op. cit., S. 163.]

    [FN 168: Vgl. Vincent Davis (ed.): The Post-Imperial Presidency, New York 1980.]

    Daß die moderne Präsidialdemokratie der USA angesichts ihrer realen Grundlagen im wirtschaftlichen und außenpolitischen Bereich Gefahren in sich birgt wurde im Aufkommen der sog. imperialen Präsidentschaft ersichtlich.[FN 14] Diese Bezeichnung des Präsidentenamts verweist auf die Verselbständigung des außen- und militärpolitischen Entscheidungsprozesses im Prasidentenamt sowie auf die Tendenz, schließlich die Exekutive generell aus ihren verfassungsrechtlichen Bindungen und Begrenzungen zu lösen. Diese Entwicklung erreichte ihren Höhepunkt unter Präsident Nixon. Die imperiale Präsidentschaft ist aber keineswegs ausschließlich auf die persönlichen Machtambitionen Nixons zuruckzuführen, und sie ist auch nicht einfach mit seiner erzwungenen Amtsniederlegung verschwunden. Vielmehr ist die imperiale Präsidentschaft als latente Gefahr auch weiterhin in der außenpolitischen Fuhrungsrolle der Exekutive und der gleichzeitigen institutionellen Unfähigkeit des Kongresses zur effektiven außenpolitischen Kontrolle und Führung gegeben (s. 6.4, Außenpolitik).

    [FN 14: Folgende Ausführungen zur imperialen Präsidentschaft basieren hauptsächlich auf das grundlegende Werk von Arthur M. Schlesinger, jr.: The Imperial presidency, Boston, 1973.]

    Anmerkungen

    Die übliche Vorgehensweise: Mm ergänzt ein hier kurzes Präsidentenzitat und ändert den Schlussatz ab - ansonsten bleibt der Text des Originals fast unverändert. Die Quellenangabe unterbleibt.<br/>Nett ist auch, dass die Fußnote des Originals in den Fließtext eingebaut wird UND auch wieder als Fußnote erscheint.

    Sichter


  • Mm/Fragment 203 35-40


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 203, Zeilen: 35-40
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 2-3, Zeilen: S.2,35-40 - S.3,1
    Zusammen mit der neokonservativen Infragestellung der liberaldemokratischen Wirtschafts- und Sozialprogramme der 60er Jahre und im Zuge der weltweiten Öl- und Energiekrise der 70er Jahre sowie den Führungsschwächen des demokratischen Präsidenten Carter gegen Ende dieser Dekade führte die amerikanische Politik des letzten Jahrzehnts zu einer „Krise" der modernen Präsidialdemokratie.[FN 170]

    [FN 170: Vgl. R. Gordon Hoxie: The Presidency of the 1970's, New York 1973; Thomas E. Cronin: The State of the Presidency, Boston 1975/1980; James Mac Gregor Burns: The Power to Lead: The Crisis of the American Presidency, New York 1984.]

    Zusammen mit dem Versagen liberaldemokratischer Wirtschaftspolitik im Zuge der weltweiten Öl- und Energiekrise der 70er Jahre sowie den Führungsschwächen des demokratischen Präsidenten Carter gegen Ende der 70er Jahre führte die amerikanische Politik der letzten zwanzig Jahre zu einer „Krise" der Präsidialdemokratie als grundlegendem Modell moderner Politik.
    Anmerkungen

    Weit und breit kein Hinweis auf die Quelle in Sicht.

    Sichter


  • Mm/Fragment 204 16-20


    Typus
    Verdächtig
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 204, Zeilen: 16-20
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 3, Zeilen: 17-20
    Bezeichnenderweise gelang es Reagan tatsächlich, der Rolle des Präsidenten zu neuem Ansehen zu verhelfen, aber nicht mit dem herkömmlichem Instrumentarium des bisher herrschenden liberaldemokratischen Präsidentschaftsmodells, sondern gerade durch Dezentralisierungsmaßnahmen und durch den Abbau einer aktiven, interventionistischen Bundesregierung (federal government),[...] Die Widersprüchlichkeit des Neokonservatismus Reagans besteht darin, daß er einerseits den Abbau einer aktiven, interventionistischen Bundesregierung (federal government), d.h. der bisher vorherrschenden liberaldemokratischen Präsidialdemokratie befürwortet, [...]
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 204 28-33


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 204, Zeilen: 28-33
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 3, Zeilen: 12-17
    Allerdings wird auch darauf hingewiesen, daß in der Reagan-Ära das Phänomen einer hauptsächlich auf dem Fernsehen beruhenden plebiszitären Präsidialdemokratie verstärkt auftritt. Diese Tendenz wurde besonders im Wahljahr von 1984 deutlich, als sich die Republikanische Partei vollständig auf die Persönlichkeit und öffentliche Wirkung Ronald Reagans konzentrierte.[...][FN 175]

    [FN 175: Vgl. Godfrey Hodgson: All Things To All Men: The False Promise of the Modern American Presidency from Franklin D. Roosevelt to Ronald Reagan, New York 1980; James W. Ceaser/Glen E. Thurow/Jeffrey Tulis/Joseph M. Bessette: The Rise Of The Rhetorical Presidency, Presidential Studies Quarterly, vol. XI, Nr. 2, Spring 1981, S. 158-171; Kenneth W. Thompson (ed.): The American Presidency: Principles and Problems, Washington, D.C., 1983; Martin Linsky (ed.): Television and the Presidential Elections, Lexington, Mass., 1983; Jeff Fishel: Presidents and Promises: From Campaign Pledge to Presidential Performance, Washington, D.C., 1984; Theodore J. Lowi: The Personal President: Power Invested, Promise Unfulfilled, Ithaca, N.Y., 1985; C. Don Livingston: The Televised Presidency, Presidential Studies Quarterly, vol. XVI, No. 1, Winter 1986, S. 22-30; Herbert Schmertz: The Media and the Presidency, Presidential Studies Quarterly, vol. XVI, No. 1, Winter 1986, S. 11-21.]

    Statt dessen verstärken die Konservativen der Reagan-Administration die Tendenz zu einer hauptsächlich auf dem "Fernsehen beruhenden Scheindemokratie, also der plebiszitären Präsidialdemokratie. Die Tendenz trat deutlich im Wahljahr von 1984 hervor, in dem sich die Republikaner vollständig auf die Persönlichkeit und öffentliche Wirkung Präsident Reagans konzentrierten.
    Anmerkungen

    Am Ende des Absatzes finden sich "Tonnen" von Literaturhinweisen, aber die eigentliche Herkunft des Abschnitts bleibt trotzdem ungeklärt.

    Sichter


  • Mm/Fragment 214 28-36


    Typus
    ÜbersetzungsPlagiat
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 214, Zeilen: 28-36
    Quelle: Huntington 1981
    Seite(n): 34-35, Zeilen: S.34,37-39 - S.35,1.2.3-4.35-37
    Ein wesentlicher Indikator für die amerikanische Antipathie gegenüber Macht und Herrschaft ist das faktische Fehlen des Konzepts einer Staatsidee im amerikanischen Denken. Die Übernahme der modernen europäischen Form der Staatsidee eines Machiavelli, Hobbes und Bodin vermieden die Amerikaner bewußt, da ihnen die Konzentration und Zentralisation staatlicher Macht und Autorität von Anfang an suspekt war. Treffend erklärte James Bryce bereits 1891:

    „Americans had no theory of the State and felt no need for one ... The nation is nothing but so many individuals. The government is nothing but certain representatives and officials."[FN 225]

    [FN 225: James Bryce: The American Commonwealth, a.a.O., vol. 2, S. 417-418.]

    Indicative of the American antipathy to power and government is the virtual absence of the concept of "the state" in American thought. In its modern form, the idea of the state originated in the fifteenth and sixteenth centuries [...]. Machiavelli, Hobbes and Bodin were its prophets, [...]. The idea of the state implied the concentration of sovereignty in a single, centralized, governmental authority.

    [...] Two decades later, Bryce declared that the "Americans had no theory of the State and felt no need for one ... The nation is nothing but so many individuals. The government is nothing but certain representatives and officials."

    Anmerkungen

    Mm wechselt in diesem Abschnitt ihrer Arbeit nach Belieben zwischen Originalzitaten aus Huntington (1981), welche sie ordnungsgemäß angibt, und Übersetzungen aus demselben Werk, die sie aber nicht kenntlich macht und zu denen sie dann auch keine Quellenangabe liefert, hin und her. Das Bryce-Zitat, welches Huntington präsentiert, hat sie kurzerhand gleich mit übernommen (wobei sie nur noch die Jahreszahl 1891 berechnen musste). <br/>Bemerkenswert: die Autorin verliert - wieder mal - die Übersicht über ihren "Zettelkasten" - Das hier benutzte Zitat von Huntington ("Indicative ... thought") hat sie bereits auf Seite 187 ihrer Arbeit (dort als Zitat ersichtlich) untergebracht; ebenso findet sich dort auch das Bryce-Zitat.

    Sichter
    Drhchc


  • Mm/Fragment 214 37-39


    Typus
    ÜbersetzungsPlagiat
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 214, Zeilen: 37-39
    Quelle: Huntington 1981
    Seite(n): 40, Zeilen: 13-14
    Historisch gesehen resultierten machtvolle Herrschaftssysteme meistens aus der Notwendigkeit, entweder ein traditionelles System zu zerstören oder gegen auswärtige Feinde zu kämpfen. Strong government has historically emerged in response to the need either to destroy a traditional society or to fight against foreign enemies.
    Anmerkungen

    Der (nicht gekennzeichnete) Flickenteppich aus Huntingtonfragmenten wird fortgesetzt.

    Sichter


  • Mm/Fragment 214 39-43


    Typus
    ÜbersetzungsPlagiat
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 214, Zeilen: 39-43
    Quelle: Huntington 1981
    Seite(n): 39, Zeilen: 35-38
    Im Vergleich zu den europäischen Gesellschaftssystemen war das amerikanische immer schwach gewesen, weil in den Vereinigten Staaten keine Notwendigkeit zum Sturz feudaler oder monarchischer Herrschaft und somit auch keine Notwendigkeit zur Machtkonzentration und Etablierung einer starken Regierung bestand. In practice, in comparison with European societies, government has always been weak in America. This weakness originally was the product of the fact that no need existed in the United States to centralize power and establish a strong government in order to overthrow feudalism.
    Anmerkungen

    Es geht weiter (ohne Kennzeichnung) mit Huntington, allerdings springt Mm im Original eine Seite zurück.

    Sichter


  • Mm/Fragment 214 43-44


    Typus
    Verdächtig
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 214, Zeilen: 43-44
    Quelle: Huntington 1981
    Seite(n): 34, Zeilen: 18-20
    Während „in Europe", wie James Madison einmal lakonisch bemerkte, „power granted charters to liberty, in America, liberty [granted charters to power."[FN226]]

    [FN 226: Vgl. hierzu: S. P. Huntington, op. cit., S. 36-40.]

    In Europe, as James Madison said, power granted charters to liberty, in America, liberty granted charters to power.
    Anmerkungen

    Ein erkennbares Zitat zum Abschluss der Seite mit einer Fußnote, die vermeintlich korrekt die Quelle spezifiziert. Allerdings werden gleich fünf Seiten für diesen Einzeiler als möglicher Ursprungsort genannt, keine davon ist die richtige. Sollte mit dieser Fußnote angedeutet werden, woher die voran gegangenen Passagen auf der Seite stammen, so fehlt bei diesen wiederum die deutliche Kennzeichnung als (übersetztes) Zitat (via Anführungszeichen). Was soll man also von dieser Fußnote halten?

    Sichter


  • Mm/Fragment 215 04-14


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 215, Zeilen: 4-14
    Quelle: Huntington 1981
    Seite(n): 37, Zeilen: 17-25
    Den Ausgangspunkt dieser amerikanischen Sichtweise hatte, wie Huntington nachweist, die politische Theorie der Founding Fathers gebildet, deren Ausgangspunkt lautete:

    „Men in power would be tempted to do evil and would infringe the rights and liberties of others unless they were restrained by countervailing power. Hence government must be weak because men are evil.[FN 228]

    Ihre wesentlich optimistischer eingestellten Nachfolger waren zwar von der entgegengesetzten Annahme über die menschliche Natur überzeugt, kamen aber zum gleichen Schluß bezüglich der Regierungsform:

    „Because men are inherently well intentioned and reasonable, strong government is not necessary to control or direct them: government should be weak because men are good."[FN 229]

    [FN 228: S. P. Huntington, op. cit., S. 37.]

    [FN 229: S. P. Huntington, op. cit., S. 37.]

    The Founding Fathers argued that men in power would be tempted to do evil and would infringe the rights and liberties of others unless they were restrained by countervailing power. Hence, government must be weak because men are evil. Their more optimistic successors, on the other hand, started with the opposite assumption about man but arrived at a similar conclusion about government. Because men are inherently well intentioned and reasonable, strong government is not necessary to control or direct them: government should be weak because men are good.
    Anmerkungen

    Anders als die Zitierweise hier implizieren will folgt auch der deutsche Zwischentext originalgetreu den Formulierungen des Huntingtonschen Originals und stammt also nicht von Mm. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt ...

    Sichter


  • Mm/Fragment 216 26-37.38-43


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 216, Zeilen: 26-37, 38-43
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 80, Zeilen: 17-25, 28-35
    Tatsächlich besteht das Selbstverständnis der Amerikaner, ihre nationale Identität nicht so sehr wie bei anderen Völkern aus gemeinsamen Vorfahren, Kultur, Geschichte, Sprache oder Religion, sondern es beruht hauptsächlich auf den die Nation begründenden idealistischen Grundwerten der Freiheit, Gleichheit, Volkssouveränität und Menschenrechte. Zusammengefaßt bilden diese Grundüberzeugungen ein politisches Glaubensbekenntnis, eine säkulare Religion mit progressiver Zielrichtung:

    „The American mission for the future is to realize the values of the past."

    Freilich bestand von Anfang an ein wesentlicher Zusammenhang zwischen diesem amerikanischen Idealismus und den realen Lebensbedingungen auf dem nordamerikanischen Kontinent; denn erst der ungeheure natürliche Reichtum dieses offenen, fast unbesiedelten Kontinents ermöglichte eine Realisierung des amerikanischen Freiheitsbegriffs und der Suche nach Glück. Die enge Verbindung zwischen dem ideal-politischen Glaubensbekenntnis und den realen Sonderbedingungen der Neuen Welt war von Anbeginn an offenkundig. Das das Land der politisch Freien, war gleichzeitig auch das „land of opportunity", das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und Erfolgschancen. Auf beides also bezog und bezieht sich der amerikanische Idealismus und Patriotismus.[FN 233]

    [FN 233: Vgl. S. P. Huntington: American Politics: The Promise of Disharmony, a.a.O., S. 13 ff.]

    Das Selbstverständnis der Amerikaner, ihre nationale Identität, besteht nicht aus gemeinsamen Vorfahren, Kultur, Geschichte, Sprache oder Religion, sondern beruht fast ausschließlich auf den die Nation selbst begründenden Grundwerten der Freiheit, Gleichheit und Volkssouveränität. Insgesamt bilden diese Grundüberzeugungen ein politisches Glaubensbekenntnis, eine säkulare Religion: das ständige Ziel nationaler Bestrebungen[FN 22].

    Von Anfang an bestand jedoch ein wesentlicher Zusammenhang zwischen diesem amerikanischen Credo und den realen Lebensbedingungen auf dem nordamerikanischen Kontinent. [...] Denn erst der ungeheure natürliche Reichtum ihres offenen, meist unbesiedelten Kontinents, ermöglichte eine Realisierung ihres Freiheitsbegriffes und ihrer Suche nach Glück. Die enge Verbindung zwischen politischem Glaubensbekenntnis und den Sonderbedingungen der „Neuen Welt" waren von Anfang an offensichtlich. Das „land of the free", das Land der politisch Freien, war auch gleichzeitig das „land of opportunity", der Möglichkeiten und Erfolgschancen. Auf beides bezog sich der amerikanische Nationalstolz.

    [FN 22: Huntington, a.a.O.]

    Anmerkungen

    Ein Satz weggelassen, ein englischsprachiges Originalzitat ergänzt - das war's.

    Sichter


  • Mm/Fragment 217 01-07


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 217, Zeilen: 1-7
    Quelle: Wasser 1980
    Seite(n): 26, Zeilen: 30-38
    Der deutsche Philosoph Hugo Münsterberg, der um die Jahrhundertwende an die Harvard Universität berufen wurde, versuchte in seinem zweibändigen Werk über die Vereinigten Staaten die Ideale des „amerikanischen Traums" anhand von vier Grundrichtungen zu charakterisieren:[FN 234]

    „In Amerikas öffentlichem Leben wird es der Geist der Selbstbestimmung sein, im wirtschaftlichen der Geist der Selbstbetätigung, im sozialen der Geist der Selbstbehauptung und im intellektuellen der Geist der Selbstvervollkommnung."[FN 235]

    [FN 234: Vgl. hier Hartmut Wasser: Die Vereinigten Staaten von Amerika. Porträt einer Weltmacht, Stuttgart 1980, S. 26. Ferner siehe: John J. Hertz: Political Realism and Political Idealism, Chicago 1951.]

    [FN 235: Hugo Münsterberg: Die Amerikaner, Berlin 1912<sup>4</sup>, 2 Bde.; hier Bd. 1, S. 59.]

    Der deutsche Psychologe und Philosoph Hugo Münsterberg, um die Jahrhundertwende als Professor an die Harvard Universität berufen, hat in seinem zweibändigen Werk über die USA den »amerikanischen Traum«, die gesellschaftspolitischen Grundüberzeugungen dieses Volkes in vier Begriffe gestanzt, von vier Grundrichtungen der amerikanischen Seele gesprochen, denen er nachspüren wollte: »In Amerikas öffentlichem Leben wird es der Geist der Selbstbestimmung sein, im wirtschaftlichen der Geist der Selbstbetätigung, im sozialen der Geist der Selbstbehauptung und im intellektuellen der Geist der Selbstvervollkommnung.«[FN 6]

    [FN 6: Hugo Münsterberg: »Die Amerikaner«, 4. neubearb. u. erw. Auflage Berlin 1912; Bd. I, S. 59.]

    Anmerkungen

    Zum Teil wortwörtliche Übernahme des Originals mitsamt des dort vorgefundenen Zitats. Das ist schon nicht mehr "Vgl.".

    Sichter


  • Mm/Fragment 217 10-45


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 217, Zeilen: 10-45
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 77-78, Zeilen: S.77,3-32.34.101-103 - S.78,1-3.6-11
    Beim Versuch, den Idealismus der politischen Kultur, also die politischen Einstellungen und ökonomisch-sozialen Verhaltensweisen wie gemeinsame Glaubensvorstellungen in den USA darzustellen, muß freilich zunächst auf die grundsätzlichen Kontraste dieser Kultur verwiesen werden.[FN 236] Bemerkenswert ist das Nebeneinander des dynamischen, von stetem Wandel gekennzeichneten modernen Amerika einerseits und von Elementen einer konservativen, von religiös-fundamentalistischer Tradition geprägten politischen Kultur andererseits; der Gegensatz zwischen der sozialen und ethnischen Heterogenität der amerikanischen Gesellschaft und der Homogenität der Lebensweise der für die politische, ökonomische und soziale Kultur maßgeblichen „middle dass" und „mainstream politics". Tatsächlich ist die amerikanische Mittelschicht Hauptträger des politischen Idealismus und Realismus der amerikanischen Kultur und des politischen Establishment. In ihren politischen Verhaltensweisen vermischen sich problemlos Gegensätze zwischen hoher Mobilität und kultureller Kontinuität, zwischen Fortschrittsoptimismus und altmodisch anmutenden religiös-moralischen und patriotischen Tugenden. Und obgleich die Homogenität der Mittelschicht den Pluralismus der Gesellschaft und die regionalen Eigenarten ethnischer Gruppierungen nicht aufhebt, passen sich soziale Aufsteiger fast aller gesellschaftlichen Gruppen den Normen der „middle dass" an. Die gesellschaftliche und ideologische Dominanz der Mittelschicht schließt also keineswegs die Vielfalt von „ethnic politics" und regional bedingten Unterschieden aus; gleichzeitig ist aber auch die Mittelschicht Garant der ideal-politischen Grundwertekontinuität inmitten eines kontinuierlichen ökonomischen und sozialen Wandels.[FN 237]

    Weithin gelten für die Mittelschicht die idealistischen amerikanischen Grundwerte als Selbstverständlichkeit. An erster Stelle im Wertekatalog stehen „liberty" und „freedom", d.h. das unbestreitbare Recht, das eigene, private Leben ungestört und nach eigenem Willen führen, und die eigene politische und religiöse Meinung frei äußern zu können. Ferner zählt zu den Überzeugungen des einzelnen, daß sich mit etwas Anstrengung und mit einer guten Ausbildung wirkliche Chancen zum persönlichen Erfolg und zum sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg bieten. So sieht sich die „middle dass" als Trägerin und Bewahrerin der optimistischen, ungebrochenen amerikanischen Tradition des Idealismus und Individualismus. Auch empfindet das „middle class"-Denken keinen grundsätzlichen Widerspruch in dosierten staatlichen Eingriffen im wirtschaftlichen Bereich, solange sie Chancen und Handlungsspielraum des einzelnen zu vergrößern versprechen,[...][FN 238]

    [FN 236: Vgl. Lloyd A. Free/Hadley Cantril: The Political Beliefs of Americans: A Study of Public Opinion, New York 1968; Donald J. Devine: The Political Culture of the United States, Boston 1972.]

    [FN 237: Vgl. David M. Potter: People of Plenty, Chicago 1954; Richard Suzman: Social Changes in America and the Modernization of Personality, in: Gordon DiRenzo (ed.): We The People, Westport, Conn., 1977; Alex Inkeles: Continuity and Change in the American National Character, in: S. M. Lipset (ed.): The Third Century, America as a Post-Industrial Society, Chicago, London 1979/1980, S. 389-416; S. P. Huntington: American Politics, a.a.O., S. 6, 20, 26-27, 230.]

    [FN 238: Vgl. H. Mewes: Einführung in das politische System der USA, Heidelberg 1986, S. 78, 81.]

    Beim Versuch, die politische Kultur, also die politisch-sozialen Einstellungen und Verhaltensweisen sowie gemeinsame Glaubensvorstellungen in den USA zusammenfassend darzustellen, muß zunächst auf grundsätzliche Kontraste dieser Kultur verwiesen werden[FN 20]. Als erstes fällt der Gegensatz zwischen der bekannten Stereotype des dynamischen, von stetem Wandel gekennzeichneten modernen Amerikas einerseits und Elementen einer konservativen, von religiös-patriotischer Tradition geprägten politischen Kultur andererseits ins Auge. Bemerkenswert ist auch der Gegensatz zwischen der sozialen und ethnischen Heterogenität der amerikanischen Gesellschaft und der Homogenität der Lebensweise der für die politische Kultur maßgeblichen „middle-class".

    Die amerikanische Mittelschicht ist in der Tat Hauptträger der politischen Kultur und des politischen Establishment. In ihren politischen Verhaltensweisen vermischen sich die Gegensätze zwischen hoher Mobilität und kultureller Kontinuität, zwischen Fortschrittsoptimismus und altmodisch scheinenden religiösen und patriotischen Traditionen. Und obwohl die Homogenität der Mittelschicht den Pluralismus der Gesellschaft und den regionalen Eigensinn zahlreicher ethnischer Gruppierungen nicht aufhebt, passen sich soziale Aufsteiger fast aller gesellschaftlichen Gruppen den gängigen Normen der „middle-dass" an. Die gesellschaftliche Dominanz der Mittelschicht schließt also keineswegs die Vielfalt von „ethnic politics" und regional-bedingten Unterschieden aus, sie ändert aber nichts an der Tatsache, daß diese Mittelschicht Garant der Grundwertekontinuität inmitten eines kontinuierlichen sozialen und wirtschaftlichen Wandels bleibt.

    Für die Mittelschicht gelten die traditionellen amerikanischen Grundwerte als Selbstverständlichkeit. An oberster Stelle im Wertekatalog steht die Freiheit, das heißt das unbestreitbare Recht, das eigene, private Leben ungestört und nach eigenem Willen zu führen. [...] Was zählt, ist die Überzeugung des einzelnen, daß sich mit etwas Anstrengung und mit einer guten Ausbildung echte Chancen zum persönlichen Erfolg und zum sozialen Aufstieg bieten. [...]

    So sieht sich die „middle dass" als Bewahrerin der großen, ungebrochenen amerikanischen Tradition des Individualismus. Dieses Credo sieht andererseits keinen grundsätzlichen Widerspruch in staatlichen Interventionen im wirtschaftlichen Bereich. Solche staatlichen Eingriffe werden sogar als wünschenswert anerkannt, solange sie Chancen und Handlungsspielraum des einzelnen zu vergrößern scheinen.

    [FN 20: Donald J. Devine: The Political Culture of the United States, Boston, 1972; Samuel P. Huntington: American Politics, The Promise of Disharmony, Cambridge, 1981.]

    Anmerkungen

    Mm übernimmt anderthalb Seiten Originaltext fast unverändert, gibt dazu sechs Originalwerke an (von denen zwei schon Mewes als Quelle dienten) und verweist mit einem dürren "Vgl." in der letzten Fußnote des Abschnitts auf die eigentliche Quelle "ihrer" Ausführungen.

    Sichter


  • Mm/Fragment 218 02-04


    Typus
    Verdächtig
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 218, Zeilen: 2-4
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 78, Zeilen: 14-16
    Hier verschmelzen allerdings Realitätssinn und Nützlichkeitsdenken der „middle class" zu skeptischer Akzeptanz.[FN 238]

    [FN 238: Vgl. H. Mewes: Einführung in das politische System der USA, Heidelberg 1986, S. 78, 81.]

    Realitätssinn und Nützlichkeitsdenken beschränken sich oft auf skeptische Akzeptanz dieser anscheinend unaufhaltsamen Entwicklung,[...]
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 218 05-16


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 218, Zeilen: 5-16
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 78, Zeilen: 19-32
    Seit Ende der 60er Jahre wurde das „middle class"-Ethos mit seinem Leistungs- und Erfolgsdenken und seiner traditionellen Auffassung von Familie, Religion und Patriotismus von der „neuen Moral" einer radikal-individualistischen Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung beeinflußt.[FN 239] Mitte der 70er Jahre setzte gegen diese rigorose Auslegung eines „postmaterialist and postbourgeois Individualism", der sich besonders unter den jüngeren Mitgliedern der gebildeten oberen Mittelschicht verbreitet hatte, eine Reaktion von Seiten der traditionellen „middle class" und ethnischen Gruppierungen ein.[FN 240] Unter der Reagan-Administration scheinen sich nunmehr die traditionellen „middle class"-Wertvorstellungen wieder weitgehend durchgesetzt zu haben, obwohl heute - im Vergleich z.B. zu den 50er Jahren - größere individuelle Vielfalt und mehr Toleranz für Außergewöhnliches existieren.

    [FN 239: Vgl. Daniel Yankelovich: New Rules, New York 1981; M. D. Hancock/G. Sjoberg (eds.): Politics in the Post-Welfare-State: Responses to the New Individualism, New York 1972.]

    [FN 240: Vgl. George C. Lodge: The New American Ideology, New York 1975; S. P. Huntington: Postindustrial Politics: How Benign Will It Be?, Comparative Politics, vol. 6, (Jan. 1974).]

    Allerdings ist unbestreitbar, daß seit Ende der 60er Jahre das Mittelklasse-Ethos mit seinem Leistungs- und Erfolgsdenken und seiner spezifischen Auffassung von Familie, Religion und Patriotismus von einer „neuen Moral" der radikal-individualistischen Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung beeinflußt wurde[FN 21]. Eine Reaktion gegen diese Auslegung des Individualismus, die besonders unter jüngeren Mitgliedern der gebildeten oberen Mittelschicht verbreitet war, setzte bereits Mitte der 70er Jahre von Seiten der „traditionellen" Mittelschicht und vielen ethnischen Gruppen ein. Während der Reagan-Administration, nach Jahren der Rezession, scheinen sich die traditionellen Auffassungen und Wertvorstellungen wieder weitgehend durchgesetzt zu haben, obwohl im allgemeinen - im Vergleich zu den 50er Jahren - größere individuelle Vielfalt und eine gewisse Toleranz für das Außergewöhnliche vorherrschen.

    [FN 21: Daniel Yankelovich: New Rules, New York, 1981]

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 220 06-08


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 220, Zeilen: 6-8
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 28, Zeilen: 8-9
    [...] so bilden Republikanismus und Föderalismus das verfassungsrechtliche Krönungsstück der amerikanischen Revolution und amerikanischen Verfassung,[...] Die repräsentative Republik bildete das verfassungsrechtliche Krönungsstück der amerikanischen Revolution.
    Anmerkungen

    Kleinkram – aber die Formulierung "verfassungsrechtliches Krönungsstück der amerikanischen Revolution" ist so markant, dass eine Übernahme an exponierter Stelle ohne Verweis auf den Urheber nicht zulässig ist. Der im Original folgende Abschnitt wird dann weiter unten auf der Seite wiedergegeben, siehe Mm/Fragment 220 24-33 – alles ohne irgendeinen Hinweis auf die Quelle.

    Sichter


  • Mm/Fragment 220 24-33


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 220, Zeilen: 24-33
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 28, Zeilen: 8-19
    Ein bedeutender Vorteil der amerikanischen repräsentativen Republik gegenüber der antiken Demokratie lag zunächst einmal darin, daß das Prinzip der Volkssouveränität unter den Gegebenheiten eines großen Territoriums und einer großen Bevölkerungszahl realisiert werden konnte. Gleichzeitig war die Republik mit einer Gesellschaft ausgestattet, die von großer sozialer, kultureller und auch wirtschaftlicher Vielfalt und großen Interessenunterschieden gekennzeichnet wurde, was sich aber für die Gesamtgesellschaft und das republikanische System als äußerst stabilisierend auswirken sollte. Offenbar besitzt der amerikanische Interessenpluralismus die inhärente Fähigkeit, das Grundübel der antiken Demokratie, die Tyrannei der Volksmehrheit, zu verhindern. Die repräsentative Republik bildete das verfassungsrechtliche Krönungsstück der amerikanischen Revolution. Sie hatte zunächst den bedeutenden Vorteil gegenüber der antiken Demokratie, daß das Prinzip der Volkssouveränität unter den Umständen eines riesigen Territoriums und einer großen Bevölkerungszahl realisiert werden konnte. Diese Tatsache bewirkte, daß die von der Republik umfaßte Gesellschaft von großer sozialer, kultureller und auch wirtschaftlicher Vielfalt und Interessenunterschieden gekennzeichnet war, was aber eine für die Gesamtgesellschaft stabilisierende Auswirkung haben sollte. Denn der Interessenpluralismus besitzt offenbar die inhärente Fähigkeit, das Grundübel der antiken Demokratie, nämlich die Tyrannei der Volksmehrheit, und das heißt der Armen, zu verhindern[FN 11].
    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 220 34-38


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 220, Zeilen: 34-38
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 29, Zeilen: 8-14
    Allerdings waren sich die Verfassungsgründer nicht nur der Gefahren einer klassischen Mehrheitsdemokratie, sondern auch der Gefahr einer Verselbständigung oder gar Tyrannei der demokratischen Regierungsorgane selbst bewußt, was auch sofort von den Anti-Föderalisten als Hauptkritik an der neuen Verfassungsordnung von 1787 geäußert wurde.[FN 250]

    [FN 250: Siehe hierzu: Vincent Ostrom: The Political Theory of a Compound Republic: A Reconstitution of the Logical Foundations of an American Democracy as Presented in The Federalist, Blacksburg, Va., 1971; Martin Diamond: Notes on the Political Theory of the Founding Fathers, Philadelphia, Pa., (Center for the Study of Federalism) 1971.]

    Die Verfassungsgründer waren sich nicht nur der Gefahren einer klassischen Mehrheitsdemokratie bewußt. Ihre elitäre Demokratie benötigte zusätzlich auch Maßnahmen, mit deren Hilfe eine Verselbständigung oder gar Tyrannei der Regierungsorgane selbst verhindert werden konnte. Diese Gefahr war schließlich die Hauptsorge aller demokratischen Kräfte, die auch sofort von den Anti-Föderalisten als Hauptgefahr der neuen Verfassungsordnung angeprangert worden war.
    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 220 38-42


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 220, Zeilen: 38-42
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 22, Zeilen: 5-9
    Nach ihrer Ansicht war das Regieren einer kleinen Anzahl von Gebildeten und politisch erfahrenen Aristokraten mit dem Geist der amerikanisch-demokratischen Wertvorstellungen nicht vereinbar. Ferner verteidigten die Anti-Federalists ihr Konzept einer kleinen Republik mit kleiner, homogener Bevölkerung, [...] Nach ihrer Ansicht war das Regieren einer kleinen Anzahl von Wohlgeborenen, Gebildeten und politisch Erfahrenen mit dem Geist der Demokratie unvereinbar. Die Mehrzahl der Gegner der Verfassung verteidigten weiterhin das Konzept einer kleinen Republik mit kleiner, homogener Bevölkerung.
    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 221 04-06


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 221, Zeilen: 4-6
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 29, Zeilen: 14-17
    Aber auch die Föderalisten sahen die Möglichkeit einer Machtkonzentration des Bundes, die eventuell gegen die Interessen des Volkes gerichtet werden könnte. Aber auch die Föderalisten sahen die Möglichkeit einer Machtkonzentration, die eventuell gegen die Interessen des Volkes gerichtet werden könnte.
    Anmerkungen

    Bis auf ein ergänztes Genitivattribut identisch.

    Sichter


  • Mm/Fragment 221 06-09


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 221, Zeilen: 6-9
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 29, Zeilen: 29-33
    Und sie sahen auch die Ambivalenz des föderalistischen Volkssouveränitätsmodells: daß eine große, freie Republik einerseits ein hohes Maß an Regierungsmacht zum Überleben benötigt, andererseits eine übermäßige Machtkonzentration die größte Gefahr für die Wahrung der Freiheit bedeutet. Die Verfassungsväter waren sich des Paradox der Volkssouveränität bewußt: Eine große, freie Republik benötigt einerseits zum Oberleben ein hohes Maß an Regierungsmacht, andererseits ist eine übermäßige Machtkonzentration die größte Gefahr für die Wahrung der Freiheit.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 221 09-19


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 221, Zeilen: 9-19
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 22, Zeilen: 17-28
    Im Grunde genommen hatten die Föderalisten erwartet, daß diese grundverschiedenen Auffassungen der Volkssouveränität in Zukunft friedlich nebeneinander im Rahmen des neuen republikanisch-föderalistischen Systems bestehen würden. Sie hatten erwartet, daß das Volk den Einzelstaatsregierungen wohl immer näher stehen und die Bundesregierung im Bereich der Bundes- und Außenpolitik aktiv sein würde. Entgegen diesen Zukunftserwartungen der Verfassungsväter sollte allerdings die Frage nach dem Kern republikanisch-föderalistischer Demokratie und vor allem die Frage nach dem Stellenwert der Mehrheitsregierung auf Bundesebene in Verbindung mit Interessengruppenpolitik, Basis- und Partizipationsdemokratie bis heute aktuell bleiben.[...][FN 252]

    [FN 252: Vgl. Robert Dahl: Pluralist Democracy in the US: Conflict and Consensus, Chicago 1967; Gabriel Almond/Sidney Verba: The Civic Culture: Political Attitudes and Democracy in Five Nations, Boston 1965]

    Im Grunde genommen erwarteten die Föderalisten allerdings, daß diese grundverschiedenen Auffassungen der Volkssouveränität in Zukunft, also nach Annahme der neuen Verfassung, friedlich nebeneinander im Rahmen des neuen föderalistischen Systems bestehen könnten. Die Föderalisten erwarteten, daß das Volk ihren Einzelstaatsregierungen wohl immer näher stehen und die Bundesregierung im weit entfernten Bereich der Bundes- und Außenpolitik aktiv sein

    würde. Entgegen diesen Zukunftserwartungen sollte die Frage nach dem Kern der Demokratie und vor allem die problematische Frage nach dem Stellenwert der Mehrheitsregierung auf Bundesebene in Verbindung mit Interessengruppenpolitik, Basis und Partizipationsdemokratie bis in die heutige Zeit aktuell bleiben.

    Anmerkungen

    Wieder enthält die Fußnote am Ende des Abschnitts keine Angabe der Quelle.

    Sichter


  • Mm/Fragment 222 05-11


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 222, Zeilen: 5-11
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 241, Zeilen: 3-9
    Die für das 20. Jahrhundert charakteristische Entwicklung des amerikanischen föderalen Regierungssystems war der Nationalisierungsprozeß, die praktische Verlagerung des politischen Gewichts von der Einzelstaatsebene auf die Bundesebene, und gleichzeitig vom Kongreß auf das Präsidentenamt mit seinem ständig wachsenden Bürokratieapparat („big government"). Diese vom Liberaldemokratismus unterstützte und aktiv geförderte Zentralisierungstendenz

    spiegelte sich als „kooperativer Föderalismus" besonders in der Franklin Delano Roosevelt-Administration wider.

    Die für das 20. Jahrhundert charakteristische Entwicklung des amerikanischen Regierungssystems war der Nationalisierungsprozeß, die augenfällige Verlagerung des politischen Gewichts von der Einzelstaatsebene auf die Bundesebene, und gleichzeitig vom Kongreß auf das Präsidentenamt mit seinen ständig wachsenden Ministerialbürokratien. Diese vom Liberaldemokratismus unterstützte und aktiv geförderte Zentralisierungstendenz

    sollte nun zu Beginn der 80er Jahre vom konservativen Präsidenten Ronald Reagan im Zeichen eines „Neuen Föderalismus“ so weit wie nur möglich rückgängig gemacht werden.

    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.<br/> Grandios, wie dieselbe Einleitungssentenz völlig unterschiedlich fortgesetzt wird. Trotz des unterschiedlichen Anschlusses wäre aber die Kennzeichnung des Anfangs als Zitat (mit Quellenangabe) nötig gewesen.

    Sichter


  • Mm/Fragment 223 15-47


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 223, Zeilen: 15-47
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 244-246, Zeilen: S.244,38 - S.245,1-38 - S.246,1-5
    Unter der Johnson-Administration stiegen die Subventionssummen wie nie zuvor,

    <br/>

    <br/>

    <br/>

    wobei festgehalten werden muß, daß der Großteil dieser „grants" auf Initiative der liberal-demokratischen Bundesregierung und ihrer Ministerialbürokratie und nicht etwa auf Nachfrage der Einzelstaaten zurückzuführen ist. Die durch die Bundessubventionen ins Leben gerufenen und auf Einzelstaatsebene administrativ ausgeführten Aktionsprogramme erstreckten sich auf fast alle Problembereiche der modernen amerikanischen Industriegesellschaft: angefangen von Städtebau- und -Sanierungsprogrammen, vom öffentlichen Wohnungsbau, Erziehungs-, Schul- und Ausbildungswesen, über Ausbildungs- und Umschulungsprogramme für Arbeitslose, Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahmen für Jugendliche und Angehörige von Minderheitsgruppen, bis hin zu Arbeitslosenunterstützung, Sozialfürsorge, Lebensmittelunterstützung („food stamps"), Armen- und Kinderfürsorge, Krankenversicherung für Arme und Rentner, Drogen- und Verbrechensbekämpfung, Verkehrswesen, u.a.m..

    Dieser enorme Zuwachs an Verantwortung und Zuständigkeiten auf Seiten der Bundesregierung brachte notgedrungen auch neue Modalitäten der föderalistischen Zusammenarbeit mit sich. Zum einen ließ die rapide Aufblähung eines Bundessubventionsstaates neue, von den „grants in aid"-Programmen profitierende Klientel- und Interessengruppen entstehen, zum anderen bewirkte der Aktionismus der Bundesregierung den Zusammenschluß verschiedener, an den Subventionsprogrammen direkt beteiligter Amtsinhaber wie Verwaltungsbeamte und öffentliche Bedienstete auf lokaler und Einzelstaats-Ebene. Sie alle organisierten sich auf nationaler Ebene als interest groups und verschafften sich durch eigene Lobbies in Washington Einfluß auf die Gestaltung zukünftiger Regierungsprogramme. Damit erzeugte der „kooperative Föderalismus" quasi ein neues pluralistisches Verbands- und Interessengruppen-System. Zu den wichtigsten „intergovernmental lobbies" des „kooperativen Föderalismus" zählen die „National Governors Conference" (mit 54 Gouverneuren der Einzelstaaten und Territorien), die „National Conference of State Legislators" (mit 7600 Abgeordneten der Einzelstaatslegislativen samt Mitarbeitern), die „National League of Cities" (die 14700 Städte vertritt), die „U.S. Conference of Mayors" (die 500 Großstädte vertritt) und die „National Association of Counties", in der sich Abgeordnete der 1500 „counties" oder Landkreise zusammengeschlossen haben.

    Die tiefgreifendsten Veränderungen jedoch brachten die Reformen der Johnson-Administration Mitte der 60er Jahre. Von einer Subventionssumme von über 10 Milliarden Dollar 1965 stiegen die „grants" auf über 85 Milliarden Dollar im Jahre 1979, was über 26% der Einzelstaatsausgaben ausmachte.

    Wichtig ist, daß der Großteil dieser Subventionen auf Initiative der liberal-demokratischen Bundesregierung und ihrer Ministerialbürokratie, und nicht etwa auf Nachfrage der Einzelstaaten zurückzuführen ist. Die durch Bundessubventionen ins Leben gerufenen und auf Einzelstaatsebene administrativ ausgeführten Aktionsprogramme erstreckten sich auf fast alle Problembereiche der modernen amerikanischen Industriegesellschaft. Betroffen waren Städtebau und -sanierungsprogramme, öffentlicher Wohnungsbau, Erziehungs-, Schul- und Ausbildungswesen, Ausbildungs- und Umschulprogramme für Arbeitslose, Arbeitsplatzbeschaffung für Jugendliche und Angehörige von Minderheitsgruppen, Arbeitslosenunterstützung, Sozialfürsorge, Lebensmittelunterstützung („food stamps"), Armen- und Kinderfürsorge, Krankenversicherung für Arme und Rentner, Drogenbekämpfung, Kriminalitätsbekämpfung, Verkehrswesen, Umweltschutz usw. Dieser ungeheure Zuwachs an Verantwortungsbereichen und Zuständigkeiten auf Seiten der Bundesregierung brachte notwendigerweise neue Modalitäten der föderalistischen Zusammenarbeit mit sich. Zum einen bewirkte diese rapide Entwicklung eines Bundessubventionsstaates die Entstehung neuer, von den Subventionsprogrammen profitierenden Klientel- und Interessengruppen. Zum anderen bewirkte der Aktionismus der Bundesregierung den Zusammenschluß verschiedener, von den Subventionsprogrammen direkt beeinflußter Amtsinhaber, Verwaltungsbeamten und öffentlichen Bediensteten auf lokaler und Einzelstaats-Ebene. Sie organisierten sich auf nationaler Ebene als Interessengruppen und verschafften sieh durch eigene Lobbies in Washington Einfluß auf die Gestaltung künftiger Regierungsprogramme. So paßte sich auch der Föderalismus dem pluralistischen Verbands- und Interessengruppen-System an. Es entstand die sog. „intergovernmental lobby", welcher unabhängige Vereinigungen von lokalen Polizeipräsidenten, Straßenbauverwalter, Schulsuperintendenten, Vorsitzende der staatlichen Gesundheitsämter, Bürgermeister usw. zugezählt werden können . Die weitaus wichtigsten Interessengruppen des Föderalismus sind die „National Governors Conference" (mit 54 Gouverneuren der Einzelstaaten und der Territorien), die „National Conference of State Legislators" (mit 7.600 Abgeordneten der Einzelstaatslegislativen samt Mitarbeitern), die „National League of Cities" (die 14 700 Städte vertritt), die „U.S. Conference of Mayors" (die 500 Großstädte vertritt) und die „National Association of Counties", in der sich Abgeordnete der 1.500 „counties" oder Landkreise zusammengeschlossen haben.

    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.<br/> Auf der folgenden Seite erst kommt die Fußnote, in welcher mit dem Wortlaut "Horst Mewes, op. cit., S. 245 f." u.a. die Quelle für die o.a. Ausführungen dieser Seite genannt werden.

    Sichter


  • Mm/Fragment 224 01-04


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 224, Zeilen: 1-4
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 246, Zeilen: 6-9
    Mit der Unterstützung von Lobbyisten und Ausgaben von mehreren Millionen Dollar verstand und versteht es im Grunde auch noch heute die „intergovernmental lobby", die „grants in aid"-Programme des Bundes in ihrem Interesse zu beeinflussen.[FN 261]

    [FN 261: Vgl. hierzu: James Sundquist: Making Federalism Work, Washington, D.C., 1969; D. J. Elazar: American Federalism: A View from the States, New York 19722; Donald M. Haider: When Governments Come to Washington, New York 1974; Leon Epstein: The Old States in a New System, in: Anthony King (ed.): The New American Political System, Washington, D.C., 1979, S. 342 ff.; Horst Mewes, op. cit., S. 245 f.]

    Mit der Unterstützung von 34 Lobbyisten und Ausgaben von über sechs Millionen Dollar (Stand: 1976) verstand es die „intergovernmental lobby", die Subventionsprogramme des Bundes in ihrem Interesse zu beeinflussen[FN 5].

    [FN 5: Epstein, a.a.0., S. 342 ff.]

    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 225 04-18


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 225, Zeilen: 4-18
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 246, Zeilen: 14-30, 102-105
    Seit 1972 sollten nun z.B. jährlich sechs Milliarden Dollar, die Hälfte davon an Einzelstaaten und der Rest an Städte und Landkreise, als „general revenue sharing" verteilt werden, die - mit Ausnahme des Bildungs- und Sozialwesens - von den dortigen Instanzen beliebig verwendet werden konnten. Tatsächlich wurde aber die von der Nixon-Administration beabsichtigte Unabhängigkeit der Einzelstaaten gegenüber der Bundesregierung nicht erreicht. Ende der 70er Jahre machten die Subventionen dieses „revenue sharing" über 12% der Bundesüberweisungen an die Einzelstaaten und Kommunen aus. Andererseits aber nahm die Anzahl der zweckgebundenen, „kategorischen" Subventionen bedeutend schneller zu als die von der Bundesregierung unkontrollierbaren „revenue sharing" - Auszahlungen, und zwar deswegen, weil die Möglichkeit der Einflußnahme von Interessengruppen, Verwaltungsbehörden und auch Kongreßausschüssen auf die Kontrolle spezifischer Finanzmittel angewiesen ist. So machten 1976 die zweckgebundenen Subventionen bereits 79% aller Überweisungen der Bundesregierung aus.[FN 267]

    [FN 267: Vgl. hierzu: W. E. Oates (ed.): Financing the New Federalism: Revenue Sharing, Conditional Grants, and Taxation, Baltimore 1975; Stan Weisner: The Social Impact of Revenue Sharing, New York 1976; Richard P. Nathan/Charles F. Adams: Revenue Sharing: The Second Round, Washington, D.C., 1977; H. Mewes.op. cit., S. 246.]

    Seit 1972 werden z. B. jährlich sechs Milliarden Dollar,die Hälfte davon an Einzelstaaten und der Rest an Städte und Landkreise, als „general revenue sharing" verteilt, die - mit Ausnahme des Bildungs- und Sozialwesens - von den Regierungsinstanzen nach eigenem Belieben verwendet werden können. Dies sollte nach Ansicht des konservativen Präsidenten Nixon die Unabhängigkeit der Einzelstaaten gegenüber der Bundesregierung stärken. Ende der 70er Jahre machten die Subventionen dieser „Einnahmen-Teilung" über 12 Prozent der Bundesüberweisungen an die Einzelstaatcn und Kommunen aus[FN 6]. Andererseits nahm die Anzahl der „kategorischen",d. h. zweckgebundenen Subventionen bedeutend schneller zu als die von der Bundesregierung unkontrollierbaren „revenue sharing"-Auszahlungen, und zwar aus dem einfachen Grund, weil die Möglichkeit der Einflußnahme von Interessengruppen, Verwaltungsbehörden und auch Kongreßausschüssen auf die Kontrolle spezifischer Finanzmittel angewiesen ist. 1976 machten zweckgebundene Subventionen 79 Prozent aller Überweisungen der Bundesregierung aus[FN 7].


    [FN 6: Stan Warner: The social Impact ot Revenue Sharing, New York, 1976; Richard P. Nathan, Charles F. Adams: Revenue Sharing: The Second Round, Washington 1977.]

    [FN 7: Ebd.]

    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 225 28-42


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 225, Zeilen: 28-42
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 247, Zeilen: 13-26
    Angesichts dieser ambivalenten Zusammenhänge zwischen Bundes- und Einzelstaatsregierungen scheint es fraglich, ob der schon in seiner ersten Inauguralrede angekündigte und dann in seiner State of the Union-Botschaft im Januar 1982 dargelegte „Neue Föderalismus" Ronald Reagans sich durchsetzen wird. Ursprünglich sah sein „Deregulation"-Plan vor, daß nach einer achtjährigen, durch einen Sonderfond finanzierten Übergangszeit über 40 (von fast 500) Subventionsprogramme des Bundes auf die Einzelstaaten übertragen und dafür das kostspielige Gesundheitsförderungsprogramm ganz dem Bund übergeben werden sollte. Aber die Konferenz der Gouverneure (1986), deren Mehrheit Demokraten sind, lehnte das Programm mehrmals ab, weil in den Reagan-Vorschlägen zwar ein größerer intergouvernmentaler Entscheidungsspielraum gewährt wurde, dieser jedoch mit drastischen Kürzungen der Mittel für Sozialprogramme auf Bundesebene einhergehen würde. Die Mehrzahl der Einzelstaaten aber wäre dann, nach Übernahme der Sozialausgaben, ohne große Steuererhöhungen zahlungsunfähig geworden.[FN 269]

    [FN 269: Vgl. zu Reagans „New Federalism"-Programmen das Kap. 3 von Walter E. Volkomers Buch: American Government, Englewood Cliffs, N.J., 1983. Siehe ferner hierzu: C. Boyden Gray: Regulation and Federalism, Yale Journal of Regulation, vol. 1, No. 1 (1983), S. 93-110; George E. Peterson: Federalism and the States: An Experiment in Decentralization, in: John Z. Palmer/Isabel V. Sawhill (eds.): The Reagan Record, An Assessment of America's Changing Domestic Priorities, Cambridge, Mass., 1984 (Urban Institute Study), S. 222 ff.; David R. Beam: New Federalism, Old Realities: The Reagan Administration and Intergovernmental Reform, in: Lester M. Salomon/Michael S. Lund (eds.): The Reagan Presidency and the Governing of America, Washington, D C., 1984 (Urban Institute Study).]

    Angesichts dieser Zusammenhänge zwischen Bundes- und Einzelstaatsregierungen

    bleibt es fraglich, ob der schon während seines ersten Wahlkampfes angekündigte „Neue Föderalismus" Reagans sich durchsetzen kann. Sein Plan sah ursprünglich vor, daß nach einer achtjährigen, durch einen Sonderfond finanzierten Übergangszeit über 40 (von fast 500) Subventionsprogrammen des Bundes auf die Einzelstaaten übertragen und dafür als „Belohnung" das kostspielige Gesundheitsförderungsprogramm ganz dem Bund übergeben würde. Aber die Konferenz der Gouverneure, von denen die überwältigende Mehrheit Demokraten sind, lehnte das Programm mehrmals ab. Das Hauptproblem besteht darin, daß die Reagan-Administration dachte, die Mittel für Sozialprogramme auf Bundesebene drastisch zu kürzen. Die Mehrzahl der Einzclstaaten aber wäre dann, nach Übernahme der Sozialausgaben ohne große Steuererhöhungen, zahlungsunfähig geworden.

    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet. <br />Die Quelle wird in diesem Fall nicht mal am Ende des Abschnitts erwähnt.

    Sichter


  • Mm/Fragment 228 41-47


    Typus
    ÜbersetzungsPlagiat
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 228, Zeilen: 41-47
    Quelle: Nash 1982
    Seite(n): 298, Zeilen: re.Spalte 9-11, 37--52
    Dieser „New Conservatism" umfaßte gleich drei verschiedene Richtungen: Vertreter der ersten Gruppe, die sich „Traditionalists" nannten, waren etwa Richard Weaver, Peter Viereck, Robert Nisbet, Leo Strauss, Eric Voegelin, William F. Buckley und Rüssel Kirk. Geschockt durch den Totalitarismus und das Aufkommen einer säkularisierten, entwurzelten Massengesellschaft drängten die Traditionalisten zu einer Abkehr vom moralischen Relativismus, der angeblich die Werte der westlichen Zivilisation zerfressen und [ein unerträgliches Vakuum geschaffen hatte, in dem polymorphe Ideologien Platz

    griffen.]

    In the beginning there was not one rightwing renascence but three, each reacting in diverse ways to challenge from the Left. [...]

    Concurrently, and independently of the libertarians, a second school of non-liberal thought emerged in America in the first postwar decade: the “new conservatism” or “traditionalism” of such men as Richard Weaver, Peter Viereck, Robert Nisbet, and Russell Kirk. Shocked by totalitarianism, total war, and the development of secular, rootless, mass society during the thirties and forties, the “new conservatives” (as they were then called) urged a return to traditional religious and ethical absolutes and a rejection of the moral “relativism” which had allegedly corroded Western values and produced an intolerable vacuum that was filled by demonic ideologies.

    Anmerkungen
    Sichter


  • Mm/Fragment 229 01-05


    Typus
    ÜbersetzungsPlagiat
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 229, Zeilen: 1-5
    Quelle: Nash 1982
    Seite(n): 298, Zeilen: li.Spalte 43-52 - re.Spalte 1-7
    [Geschockt durch den Totalitarismus und das Aufkommen einer säkularisierten, entwurzelten Massengesellschaft drängten die Traditionalisten zu einer Abkehr vom moralischen Relativismus, der angeblich die Werte der westlichen Zivilisation zerfressen und] ein unerträgliches Vakuum geschaffen hatte, in dem polymorphe Ideologien Platz griffen. Ferner verherrlichten diese nach Europa orientierten „neuen Konservativen" die Weisheit europäischer Konservativer wie Edmund Burke und Clemens Metternich und forderten zu einer Rückkehr zu christlicher Orthodoxie und zur klassischen Naturrechtslehre auf.[FN 283]

    [FN 283: Vgl. ihre Schriften: Richard M. Weaver: Ideas Have Consequences, Chicago 1948; R. Weaver: The Ethics of Rhetoric, Chicago 1953; Peter Viereck: Conservatism Revisited: The Revolt against Revolt, New York 1949; P. Viereck: The Unadjusted Man: A New Hero for Americans. Reflections on the Distinction Between Conforming and Conserving, New York 1956; Robert Nisbet: The Quest for Community, New York 1953; R. Nisbet: Tradition and Revolt, New York 1968; Leo Strauss: Natural Right and History, Chicago 1953; Eric Voegelin: The New Science of Politics, Chicago 1952; William F. Buckley: Up From Liberalism, New York 1959 (Introduction by Barry Goldwater; Foreword by John Dos Passos); W. F. Buckley: American Conservative Thought in the Twentieth Century, Indianapolis 1970; Russel Kirk: The Conservative Mind, Chicago 1953; R. Kirk: A Program for Conservatives, Chicago 1954. Siehe hierzu auch: Walter Lippmann: The Public Philosophy: On the Decline and Revival of the Western Society, Boston/Toronto 1955; Ludwig Freund: The New American Conservatism and European Conservatism, Ethics, vol. 66, Oct. 1955; Ralph L. Ketcham: The Revival of Tradition and Conservatism in America, Bulletin of the American Association of University Professors, vol. 41, Autumn 1955.]

    Shocked by totalitarianism, total war, and the development of secular, rootless, mass society during the thirties and

    forties, the “new conservatives” (as they were then called) urged a return to traditional religious and ethical absolutes and a rejection of the moral “relativism” which had allegedly corroded Western values and produced an intolerable vacuum that was filled by demonic ideologies. More Europe-oriented than the classical liberals, the “new conservatives” extolled the wisdom of such European conservatives as Burke, Tocqueville, and Metternich and called for a revival of Christian orthodoxy, classical, natural law philosophy, and mediating institutions between citizen and state.

    Anmerkungen

    Kein Nachweis der Stelle bei Mm, aber eine exorbitante Quellenanhäufung in der zugehörigen Fußnote.

    Sichter


  • Mm/Fragment 229 07-13


    Typus
    ÜbersetzungsPlagiat
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 229, Zeilen: 7-13
    Quelle: Nash 1982
    Seite(n): 298, Zeilen: re.Spalte 8-22
    [FN 284] Eine zweite Gruppe, bestehend aus Exkommunisten und Extrotzkisten wie Whittaker Chambers, James Burnham, Frank Meyer u.a., wie wortgewandten Antikommunisten aus Ost- und Mitteleuropa, die in den USA eine neue Heimat gefunden hatten, charakterisierte ein militanter missionarischer Antitotalitarismus, der von der tiefen Überzeugung geprägt war, daß der Westen sich in einem titanischen Kampf mit dem unerbittlichen Gegner „Kommunismus" befinde, der die Eroberung der Welt anstrebe.

    [FN 284: Vgl. Arthur M. Schlesinger Jr.: The New Conservatism: Politics of Nostalgia, Reporter, vol. 12, June 16,1955; George H. Nash: Historische, philosophische und soziologische Wurzeln des Konservativismus, in: Hans Rühle/Hans-Joachim Veen/Walter F. Hahn (Hrsg.): Der Neo-Konservativismus in den Vereinigten Staaten und seine Auswirkungen auf die Atlantische Allianz, Melle 1982, S. 42 ff.]

    Third, there appeared in the 1940s and 1950’s a militant, evangelistic anticommunism, shaped decisively by a number of ex-Communists and ex-Trotskyists of the thirties, including Whittaker Chambers, James Burnham, Frank Meyer, and many more. It was reinforced also by a number of articulate anti-Communist exiled scholars from eastern and central Europe. These former men of the Left and their European émigré allies brought to the postwar Right a profound conviction that the West was engaged in a titanic struggle with an implacable adversary - Communism - which sought nothing less than the conquest of the world.
    Anmerkungen

    Die Vorlage könnte aber auch die in der <b>voran</b>gegangenen Fußnote genannte deutsche Ausarbeitung des zugrundeliegenden Vortrags sein.

    Sichter


  • Mm/Fragment 229 17-33


    Typus
    ÜbersetzungsPlagiat
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 229, Zeilen: 17-33
    Quelle: Nash 1982
    Seite(n): 298, Zeilen: li.Spalte 11-36
    Die dritte Gruppe stand und steht stellvertretend für eine bedeutende und einflußreiche, ja, für die eigentliche konservative Strömung der Vereinigten Staaten: Es sind die „Libertarians", auch klassische Liberale genannt. Diese Gruppe hatte sich formiert, um sich der Bedrohung der Freiheit, der freien Marktwirtschaft und der Privatinitiative durch einen ständig expandierenden Staat zu widersetzen. Als sie in den 40er Jahren überzeugt waren, daß Amerika unaufhaltsam in staatlich gelenkte Planung und „Sozialismus" hineinschlittern würde - „Ein Weg in die Sklaverei", wie Friedrich Hayek dies nannte - , setzten sich die klassischen Liberalen vehement für eine laissez faire-Politik ein, die bei Teilen der akademischen und breiten Öffentlichkeit Mitte der 50er Jahre Wirkung zeigen sollte. Beginnend mit Leuten wie Friedrich Hayek und Ludwig von Mises in den 40er und 50er Jahren über Milton Friedman und die Chicagoer Schule in den 60er Jahren bis hin zum neokonservativen Arthur Laffer und den Vertretern der sogenannten „supply-side economy" der späten 70er und frühen 80er Jahre, haben die „Libertarians", meist Wirtschaftsfachleute, eine differenziert ausgearbeitete Verteidigung der freien Wirtschaft entwickelt, und damit auch Einfluß auf die Strategien republikanischer Präsidenten genommen.[FN 286]

    [FN 286: Siehe: Friedrich A. Hayek: The Road to Serfdom, Chicago 1944; F. A. Hayek: Individualism and Economic Order, Chicago 1948; Ludwig von Mises: Omnipotent Government, New Haven, Conn., 1944; L. v. Mises: Bureaucracy, New Haven, Conn., 1944; Milton Friedman: Capitalism and Freedom, Chicago 1962; George Gilder: Wealth and Poverty, New York 1981; Tod Loofbourrow/Erik Brynjolfsson/Menzie Chinn: Supply Side for the World: An Interview with Arthur Laffer, Harvard International Review, vol. IV, No. 6 (March-April 1982), S. 20-23.]

    The first of these groupings consisted of “libertarians” and “classical liberals,” resisting the threat of the ever-expanding State to liberty, free market capitalism, and individual initiative. Convinced in the 1940s that America was rapidly drifting toward expanded state planning and socialism - what Friedrich Hayek called “the road to serfdom”- these intellectuals offered a powerful defense of free market economics that achieved some scholarly and popular influence by the mid-1950’s. From men like Hayek, Ludwig von Mises, Henry Hazlitt and John Chamberlain in the 1940s and 1950s, to Milton Friedman and the Chicago School economists in the 1960s, to Arthur Laffer and the “supply side“ economists of the late 70’s and early ’80's, the “libertarians” - mostly economists - have produced a sophisticated defense of free market capitalism and have exerted enormous influence over the American Right. The Reagan administration’s policies of tax cutting, deregulation, and encouragement of private sector economic growth are the direct product of this rich intellectual legacy.
    Anmerkungen

    Ein Übersetzungsplagiat, wie es im Buche steht - mit identischen Fremdzitaten (Hayek) und hervorgehobenen Begrifflichkeiten ('“supply side“ economists'). Die Fußnote ist wieder mit einer Reihe von Querverweisen angefüllt. Allerdings: Die Originalarbeit, die "adapted from a paper delivered at a conference organized by the Konrad Adenauer Foundation and held in Bad Godesberg, West Germany in September, 1981" ist, wird weder hier noch in einer späteren Fußnote noch im Literaturverzeichnis genannt. <br/>Dagegen aber findet sich in Fußnote 284 (und nur dort) ein Hinweis auf die deutsche Ausarbeitung des entsprechenden Vortrags: "George H. Nash: Historische, philosophische und soziologische Wurzeln des Konservativismus, in: Hans Rühle/Hans-Joachim Veen/Walter F. Hahn (Hrsg.): Der Neo-Konservativismus in den Vereinigten Staaten und seine Auswirkungen auf die Atlantische Allianz, Melle 1982" Wahrscheinlich diente diese auch hier als Vorlage.

    Sichter


  • Mm/Fragment 229 34-40


    Typus
    ÜbersetzungsPlagiat
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 229, Zeilen: 34-40
    Quelle: Nash 1982
    Seite(n): 299, Zeilen: li.Spalte 14-18, 36-38, 40-42
    Auf der nationalen politischen Ebene fanden Elemente aller drei Strömungen Eingang in Senator Barry Goldwaters ideologischen Kampf um die Präsidentschaft im Jahre 1964, den er an Lyndon Johnson verlor.[FN 287] Es dauerte jedoch nicht lange, bis nach der Wahl von 1964 ein neuer konservativer Impuls sich Anfang der 70er Jahre in der Nixon-Administration zu manifestieren begann, der als kompaktes innen- und außenpolitisches Strategiekonzept - genannt Neokonservativismus - mit der Reagan-Ära zum Ausbruch kommen sollte.

    [FN 287: Vgl. Barry Goldwater: The Conscience of a Conservative, Shepherdsville, Ky., 1960; B. Goldwater: Why Not Victory? New York 1962.]

    Politically, the postwar American Right as I have described it found its first national expression in the campaign of Senator Barry Goldwater for the presidency of the United States in 1964. [...] It was not long after the 1964 election that a new impulse appeared on the intellectual/political scene: [...] I refer to the phenomenon of “right-wing liberalism,” or as it is now generally called, “neoconservatism.”
    Anmerkungen

    Es geht weiter ...

    Sichter


  • Mm/Fragment 231 32-46


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 231, Zeilen: 32-46
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 83, Zeilen: 11-20
    Verschiedene Richtungen religiöser Gruppierungen, meist von prominenten Fernsehpredigern wie Jerry Falwell (er ist Vorsitzender der aggressiven und religiös fanatischen Organisation „Moral Majority") in Privatkirchen organisiert, vertreten das Ziel, die USA „in eine christliche Nation zu verwandeln". In nationalen Organisationen wie dem „National Conservative Political Action Committee" und dem „Conservative Caucus" sowie in den Zeitschriften „Policy Review", „Conservative Digest" und „Moral Majority Report" verkünden sie ihre biblisch-fundamentalistischen und moralischen Ansprüche: Aufhebung der Trennung zwischen Kirche und Staat auf kommunaler Ebene, keine Frauenemanzipation, keine Homosexualität, keine Pornographie, keine Schwangerschaftsunterbrechung, dafür Bücher- und Fernsehzensur, Einführung des Gebets in öffentlichen Schulen, Ausweitung der Todesstrafe - Ansprüche, die freilich im krassen Gegensatz nicht nur zur gegenwärtigen liberalen mainstream-Moral, zu den liberal-demokratischen Fortschrittswerten der Nation, sondern auch zur Grundeinstellung der amerikanischen säkularen Verfassungsordnung stehen. Verschiedene Richtungen religiöser Gruppierungen, meist von prominenten Fernsehpredigern in Privatkirchen organisiert, vertreten in Extremfällen das Ziel, die USA „in eine christliche Nation zu verwandeln".

    Ihre biblisch-fundamentalen moralischen Ansprüche (wie z.B. Aufhebung der Trennung zwischen Kirche und Staat auf kommunaler Ebene, keine Frauenemanzipation, keine Homosexualität, Bücher- und Fernsehzensur, keine Schwangerschaftsunterbrechung usw.) stehen im Gegensatz nicht nur zur gegenwärtigen liberalen Moral, sondern auch zur Grundeinstellung der amerikanischen säkularen Verfassungsordnung.

    Anmerkungen

    Etwas detaillierter, im Ton schärfer – sonst folgt dieses Fragment (auch in den Formulierungen) dem Original.

    Sichter
    Drhchc


  • Mm/Fragment 240 11-22


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 240, Zeilen: 11-22
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 127, Zeilen: 3-16
    Daß die Beschaffenheit einer Umgebung auf die psychologische und intellektuelle Entwicklung des einzelnen wie eines Volkes und auf die Politik des Landes nicht ohne Einfluß bleibt, ist weithin bekannt. Die kontinentale Weite der Vereinigten Staaten mit ihren großen Naturschätzen und Reichtümern und den scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten haben den Amerikanern und kundigen Ausländern Amerika als das „promised land" erscheinen lassen. Allein das Vorhandensein dieser außergewöhnlichen Umstände erzeugte einen (Fortschritts-)Glauben an ein besonderes Schicksal dieses Volkes, an eine Auserwähltheit und einen Auftrag gegenüber sich selbst und der übrigen, weniger bevorzugten Welt, die auf diesem Kontinent entwickelten freiheitlichen und demokratischen Lebensformen durch „conduct" und „example" zu demonstrieren und gleichzeitig aktiv der Welt mitzuteilen, d.h. zu missionieren.[FN 8]

    [FN 8: Vgl. Knut Krakau: Missionsbewußtsein und Völkerrechtsdoktrin in den Vereinigten Staaten, a.a.O., S. 127.]

    Es ist weithin anerkannt, daß „Landschaft" im weitesten Sinne, daß die Umgebung auf die psychologische und intellektuelle Entwicklung des einzelnen wie eines Volkes nicht ohne Einfluß sind[FN 1].

    Die kontinentale Weite der Vereinigten Staaten mit ihren großen Naturschätzen und Reichtümern, den „unbegrenzten Möglichkeiten", der den Menschen des 18. bis frühen 20. Jahrhunderts überwältigenden Größe und scheinbaren Unerschöpflichkeit, haben ihm Amerika von jeher als das „promised land" erscheinen lassen. Das bloße Vorhandensein dieser außergewöhnlichen Umstände erzeugte einen Glauben an ein außergewöhnliches Schicksal des Volkes, das dieses Land bewohnt, an seine besondere Auserwähltheit und seinen besonderen Auftrag gegenüber der übrigen, weniger bevorzugten Welt, sei es, durch „conduct and example" die besonderen hier entwickelten freiheitlichen Lebensformen lediglich zu demonstrieren, sei es, sie aktiv der Welt mitzuteilen, d.h. zu missionieren.

    [FN 1: M. Lerner, S. 104, betont ihren Einfluß auf amerikanische Verhältnisse; die Geschichte eines Volkes und seinen Nationalcharakter erklären nachdrücklich als das Produkt von Umwelt und Vererbung z. B. Schlesinger, Am.Rdsch., 1. Jg. 1945, H. 2, S. 3 ff.; Commager, ibid., H. 3, S. 3 ff.; Curti, Growth, S. 403 ff.]

    Anmerkungen

    Auch hier sind die Abänderungen weitgehend belanglos. Ausnahme: "Glauben" wird zu "(Fortschritts-)Glauben", was bzgl. des Themas eine entscheidende Akzentverschiebung bedeutet. Dieser "implizite Säkularisierungsprozess" taucht immer wieder auf.<br/>Nebenbei: Krakau demonstriert in seiner Fußnote, wie man auch das "weithin Anerkannte" wissenschaftlich fundiert.

    Sichter
    Drhchc


  • Mm/Fragment 240 26-40


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 240, Zeilen: 26-40
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 156, Zeilen: 7-23, 103-106
    Die Erfahrung der Grenze und des Pioniertums sollte sich in doppelter Hinsicht auf das amerikanische Selbstverständnis und Sendungsbewußtsein auswirken: Einmal prägte das tatsächliche Frontier-Erlebnis unmittelbar den Charakter der Amerikaner, und zwar besonders derjenigen, die der Grenze und ihrer Überlieferung im 19. Jahrhundert geographisch und zeitlich am nächsten standen. Zum anderen verschmolzen diese geschichtliche Erfahrung und die daraus resultierende Frontier-Tradition zu einem selbständigen historisch-politischen Faktor des amerikanischen Geschichtsverständnisses und Weltbildes.[FN 9] So entstand ein Grenzmythos, der zum festen Bestandteil des amerikanischen Fortschrittscredos wurde, und als solcher bis in die heutige Gegenwart in den beiden Image-Konzepten weiterlebt. Diese zu einer Variante der amerikanischen (Fortschritts-)Ideologie instrumentalisierte Grenzerfahrung des Westens beschrieb der zu den „Progressive Historians" zählende Frederick Jackson Turner mit den Worten: „American democracy is fundamentally the outcome of the experiences of the American people in dealing with the West."[FN 10]

    [FN 9: Vgl. K. Krakau, op. cit., S. 156; Frederic L. Paxon: History of the American Frontier, 1763-1893, Boston 1924, passim.]

    [FN 10: F. J. Turner: The Frontier in American History, a.a.O., S. 266.]

    Die Erfahrung der „Grenze" wirkte in doppelter Weise auf das amerikanische geschichtliche Selbstverständnis und folglich, ihrer Bedeutung entsprechend, auch auf das amerikanische Sendungsbewußtsein. Einmal prägte das tatsächliche Grenzerlebnis unmittelbar den Charakter einzelner Menschen, und zwar begreiflicherweise um so stärker, je näher der einzelne diesem Erlebnis oder seiner Überlieferung noch stand, wie etwa ganz unmittelbar Th. Roosevelt. Zum anderen verschmolzen diese geschichtliche Situation und die auf ihr fußende geistige Tradition, die von Turner ins allgemeine Bewußtsein gehoben wurde; sie wurden durch die insistente (durch Turner begründete) historische Betrachtungsweise zur „Ideologie instrumentalisiert"; diese erlangte so ein selbständiges Leben und wirkte nun ihrerseits als selbständiger geschichtlich-politischer Faktor auf das amerikanische Geschichtsverständnis und Weltbild. Es entstand ein Grenzmythos, der zum festen Bestandteil des amerikanischen Credo wurde[FN 174] und als solcher bis in die Gegenwart hineinwirkt. „American democracy is fundamentally the outcome of the experiences of the American people in dealing with the West"[FN 175].

    [FN 174: Diesen Aspekt der „Grenze" als Ideologie-Faktor entwickelt bes. Bracher, ZPol., Bd. 2, 1955, S. 228 ff.; es gehöre zu den „wichtigsten Elementen und Ausdrucksformen des amerikanischen Fortschrittsbewußtsems".]

    [FN 175: Turner, S. 266.]

    Anmerkungen

    Das Turner-Zitat wird hier zum zweiten Mal wiedergegeben - das andere Mal erfolgte dieses innerhalb eines 20zeiligen Zitats auf Seite 108.

    Sichter
    Drhchc


  • Mm/Fragment 241 08-19


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Drhchc, Nerd wp, Graf Isolan, Plaqueiator
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 241, Zeilen: 8-19
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 157-158, Zeilen: S.157,1-2,.5-15.108.124-127 - S.158,1-2
    Nach Turners „Single factor"-Interpretation (Louis Hartz)[FN 12] der amerikanischen Geschichte hat die Frontier einmal die puritanisch-demokratischen Überzeugungen und Erfahrungen wie den Idealismus, Individualismus, den Gedanken der Einzigartigkeit und Auserwähltheit bestärkt, die Idee der Manifest Destiny ins Leben gerufen und vertieft und somit den amerikanischen Charakter und die amerikanische Politik bleibend geprägt, zum anderen das amerikanische Verhältnis zur Außenwelt beeinflußt. So kann die Frontierhypothese als säkulares Gegenstück zur puritanischen Begründung der amerikanischen (Fortschritts-)Ideologie verstanden werden.[FN 13] Einerseits förderte sie die innerkontinentalen Tendenzen und Ideale der amerikanischen Missionsidee, und andererseits konnte sie nach der Erschließung des Westens und des übrigen Landes in eine außenpolitische Missionierung umgeleitet und somit erhalten bleiben.

    [FN 12: Louis Hartz: The Liberal Tradition in America, a.a.O., S. 22.]

    [FN 13: Vgl. K. D. Bracher: Demokratie als Sendung: Das amerikanische Beispiel, in: Deutschland zwischen Demokratie und Diktatur, a.a.O., S. 313 ff.]

    Hartz wirft Turner vor, er verfalle einer „single-factor"-Interpretation amerikanischer Geschichte[FN 178].

    [...] Nach Turner hat die „Grenze" in den hier interessierenden Zusammenhängen im einzelnen zwei Bedeutungen gehabt: die „Grenze" hat einmal die puritanisch-demokratischen Überzeugungen und Erfahrungen (Idealismus, Individualismus, das Gefühl der amerikanischen Einzigartigkeit und Auserwähltheit, den Manifest-Destiny-Gedanken) bestärkt und vertieft [FN 180] und in ihrem Sinne den amerikanischen Charakter bleibend geprägt[FN 181]; zum anderen hat sie das amerikanische Verhältnis zur Außenwelt beeinflußt. Denn einmal förderte sie jene amerikanischen Tendenzen und Ideale, die ihrerseits für die missionarische Haltung der Vereinigten Staaten ursächlich sind; sie verlieh ihr so eine zusätzliche Tendenz zur Außenwirkung. Zum anderen mußten sich die Kräfte, die sie freigesetzt oder intensiviert hatte, nach dem Verschwinden der eigentlichen Grenze ein neues Wirkungsfeld suchen; sie konnten so in Mission umschlagen[FN 182].

    [FN 178: Tradition, S. 22 [...]]

    [FN 180: Turner selbst, S. 213; Perry, Puritanism and Democracy, S. 204, 213; Clement, S. 136 f.; Bracher, in: Fschr. Voegelin, S. 45: „Die Frontierhypothese ...erscheint als säkuläres Gegenstück zur religiösen Begründung der amerikanischen Ideologie".]

    Anmerkungen

    Zum Teil beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991).<br/>Großes Kino: Mm zitiert ihren Doktorvater aufgrund einer Fußnote, die sie in einer nicht angegebenen Vorlage gefunden hat. Tatsächlich findet sich die Formulierung von der "Frontierhypothese ... als säkulares Gegenstück zur religiösen Begründung der amerikanischen Ideologie" in Bracher (1964) auf Seite 334.

    Sichter
    Plaqueiator


  • Mm/Fragment 241 20-34


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 241, Zeilen: 20-34
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 158, Zeilen: 7-27
    Vor allem aber war die Frontier ein historisches Erlebnis und als solches ein dynamischer, fließender Prozeß; es war die Erschließung des nordamerikanischen Kontinents vom Osten aus, das Vortreiben der Grenze gen Westen, was Turner dazu veranlaßte, synonym für Frontier den Begriff „Westen" zu gebrauchen.[FN 14] Das Pionierdasein der Amerikaner an der Grenze im ständigen Kampf mit der Natur und den Indianern, nur auf sich selbst und einige Nachbarn angewiesen, begünstigte Eigenschaften, die bis heute noch als typisch für die Amerikaner gelten: Selbstvertrauen, Unabhängigkeitsstreben, Mißtrauen gegen Autorität, Aktivismus, Optimismus, Individualismus und Erfolgsstreben. Ob im Sinne des Puritanismus, der Demokratie oder der Frontier interpretiert, der Erfolg wurde immer wieder als Beweis für die fundamentale Richtigkeit der amerikanischen Ideologie und ihrer Institutionen angesehen.[FN 15] Die Frontier war der eigentliche „melting pot" Amerikas; unter ihrem Einfluß wurden die Einwanderer jeder Herkunft zu „Amerikanern". Gleichzeitig rief sie eine nationalisierende Motivation hervor.

    [FN 14: Vgl. Henry Nash Smith: Virgin Land: The American West as Symbol and Myth, Cambridge, Mass., 19702.]

    [FN 15: Vgl. George W. Pierson: The Frontier and American Institutions, New England Quarterly, vol. 15, (1942), S. 253; K. Krakau, op. cit., S. 158 f.]

    Vor allem ist sie aber ein historisches Erlebnis und als solches ein dynamischer, fließender Prozeß, nämlich die Eroberung des nordamerikanischen Kontinents vom Osten aus, das Vortreiben der Grenze gen Westen, weshalb Turner manchmal synonym dafür auch „der Westen" sagt. Das Pionierleben dieser Menschen an der Grenze im ständigen Kampf mit der Natur und den Indianern, dauernd auf sich, eigene Fähigkeit, Hilfe nur weniger Nachbarn oder Freunde angewiesen, im übrigen nur Freunde oder Feinde kennend, förderte Eigenschaften, die noch heute „typisch" für den Amerikaner sind: Selbstvertrauen, Unabhängigkeitsstreben, Mißtrauen gegenüber jeder Autorität, Fleiß, Sparsamkeit, Arbeit und dauernde Aktivität (Puritanismus), visionäre Hoffnung aller, die sich ihr anvertrauten, Optimismus des Siegers, Empfindung jener Macht, der Glaube an das „Schicksal" — „manifest destiny" oder „the nation's Continental destiny"[FN 183] —, das ihn bestimmte und instandsetzte, diese ungeheure Aufgabe zu bewältigen, ein ausgeprägter Individualismus, Respekt für Quantität und Erfolg[FN 184]. Ob im Sinne der Grenze, der Demokratie oder des Puritanismus interpretiert, wurde der Erfolg schließlich doch immer wieder als Beweis für die fundamentale Richtigkeit und Gesundheit der amerikanischen Institutionen angesehen. Die Grenze war der eigentliche „Schmelztiegel" Amerikas: unter Ihrem Einfluß wurden die Ankömmlinge jeder Herkunft zu „Amerikanern"[FN 185]. Sie übte einen „nationalisierenden" Einfluß aus.


    [FN 183: Turner, S. 213.]

    [FN 184: Dieselben „Pioniertugenden" sieht interessanterweise W. Willkie als Besucher der russischen „Grenzgebiete" in Sibirien während des Zweiten Weltkrieges, One World, S. 88-102.]

    [FN 185: Vgl. Turner, S. 4, 22 ff.]

    Anmerkungen

    Das ist das zweite Mal, dass dieselbe Passage aus Krakau in der Dissertation auftaucht. Das erste Mal findet sich auf Seite 179 [1]. Die Fußnoten sind diesmal anders positioniert und mit anderen Quellenangaben aufgefüllt.<br/>Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991).

    Sichter


  • Mm/Fragment 241 35-41


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 241, Zeilen: 35-41
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 158-159, Zeilen: S.158,27-34 - S.159, 1-2.5-8.107
    Die Inkarnation dieser auf den individualistischen Pioniertugenden aufbauenden Demokratie war Andrew Jackson, der auf die fortschrittlichen Aspekte der Frontier oder des Westens: „free land", Überfluß der Naturschätze, offener Raum, der Freiheit und „opportunity" für jeden schafft, hinwies. Gleichheit und persönliche Freiheit wurden dann auch die Schlagworte Präsident Jacksons, für den die innerkontinentale Ausdehnung der Vereinigten Staaten „extended the area of freedom."[FN 16]

    [FN 16: Vgl. Rush Welter: The Mind of America, 1820-1860, New York 1975; Ray A. Billington: America's Frontier Heritage, New York 1966; K. Krakau, op. cit., S. 159.]

    Die Inkarnation der auf den individualistischen Pioniertugenden aufbauenden Demokratie war Präsident A. Jackson.

    Neben diesen mehr persönlichen Charakteristika, die aber auch wichtig für das amerikanische Missionsdenken sind, förderte der wichtigste Aspekt der „Grenze" oder des „Westens", nämlich die Tatsache des weiten, offenen Kontinents, der „free lands", des Überflusses, der Naturschätze, die wesentlichen demokratischen Ideale[FN 186]: der offene Raum schafft Freiheit und gleiche „opportunity" — einen der wesentlichsten Bestandteile des amerikanischen demokratischen Glaubens[FN 187] [...] „Gleichheit" und persönliche Freiheit im moralischen Sinne sind die fast automatischen Folgen. — Daher wurde von Präsident Jackson das Schlagwort geprägt, daß die Ausdehnung der Vereinigten Staaten „extended the area of freedom"[FN 188].

    [FN 186: Darauf weist Turner immer wieder hin - S. 1, 24 ff., 32, 209 ff., 293.]

    [FN 188: Zit. nach W. A. Williams, Tragedy, S. 54.]

    Anmerkungen

    Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991).

    Sichter


  • Mm/Fragment 241 41-47


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Drhchc, Nerd wp, Graf Isolan, Senzahl
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 241, Zeilen: 41-47
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 160, Zeilen: 6-16
    So verliehen das Frontier-Erlebnis, das pionierhafte Vordringen, die dynamisch-zivilisatorische Westexpansion, dem bereits vorhandenen amerikanischen Sendungsbewußtsein — puritanische Heilsvorstellung und deren säkularisierter mit der Aufklärung vermischter demokratischer Fortschrittsglaube — einen neuen Impuls. Dieses dritte Element des amerikanischen Frontier- und Missionsbewußtseins besteht in der Aufgabe der „promotion of democracy", d.h. für den Fortschritt der Menschheit zu sorgen: Mit Hilfe der Frontierideologie [konnten Aufstieg und Ausbreitung der Demokratie als Aufgabe und Triumph der amerikanischen Grenze neu belebt werden. [FN 17]]

    [FN 17: Vgl. K. D. Bracher: Der „Frontier-Gedanke", a . a . O . , S. 229 ff.]

    So verleiht das Grenzerlebnis, das pionierende Vordringen, die dynamisch-zivilisatorische Expansion, dem amerikanischen Sendungsbewußtsein (das ja unabhängig hiervon bereits vorhanden war einen zusätzlichen Impuls, Bracher sieht in ihm neben der puritanischen Heilsvorstellung und deren säkularisiertem, mit der Aufklärung vermischten demokratischen Fortschrittsglauben das dritte Element überhaupt des amerikanischen Missionsbewußtseins"[FN 193]. Die Aufgabe der "promotion of democracy"[FN 194], für den Fortschritt der Menschheit zu sorgen (was dasselbe war), wurden aus dem Grenzerlebnis abgeleitet. Aufstieg und Ausbreitung der Demokratie erscheinen als Aufgabe und Triumph der amerikanischen "Grenze".

    [FN 193: ZPol., Bd. 2, 1955, S. 229 u. ff.]

    [FN 194: Turner, S. 36.]

    Anmerkungen

    Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991)<br/>Hier wird der Hinweis, dass ein Gedanke von Doktorvater Bracher stammt, aus dem Fließtext in eine Fußnote "verbannt".

    Sichter


  • Mm/Fragment 242 01-05


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 242, Zeilen: 1-5
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 160, Zeilen: 15-18
    [Mit Hilfe der Frontierideologie] konnten Aufstieg und Ausbreitung der Demokratie als Aufgabe und Triumph der amerikanischen Grenze neu belebt werden.[FN 17]

    Darüber hinaus verwandelte sich dieser missionarische Impuls in die weiterwirkende Kraft der Grenze, nachdem diese längst geschlossen war, als Fortschrittsmythos und -ideologie.

    [FN 17: Vgl. K. D. Bracher: Der „Frontier-Gedanke", a.a.O. , S. 229 ff.]

    Aufstieg und Ausbreitung der Demokratie erscheinen als Aufgabe und Triumph der amerikanischen „Grenze".

    Darüber hinaus verwandelte sich dieser missionarische Impuls in die weiterwirkende Kraft der Grenze als Mythos, als Ideologie.

    Anmerkungen

    Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991).<br/>Hier zeigt sich eine Unzulänglichkeit der "Zitier"technik: Die Fußnote (17) macht an dieser Stelle keinen Sinn.

    Sichter


  • Mm/Fragment 242 05-16


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 242, Zeilen: 5-16
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 162-163, Zeilen: S.162,25-30 - S.163,1-6
    Im 20. Jahrhundert verlagert sich der durch das Frontier-Erlebnis geweckte Geist der Entdeckung, der „opportunity" auf geistig-kulturelles und politisches Gebiet: auf Wissenschaft, Technik, Politik und Wirtschaft. Die Frontier der „opportunities" wurde jetzt innerhalb der festen geographischen Grenzen durch Ausdehnung der technologischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten erweitert. Hierin liegt allerdings auch die Problematik eines sendungsbewußten

    Frontierglaubens: Die Vereinigten Staaten neigten oftmals dazu, die Frontiervorstellungen des im Inneren praktizierten Ausgleichs durch Erweiterung der wirtschaftlichen Möglichkeiten und durch demokratischen Kompromiß ebenso auf internationale Verhältnisse übertragen zu wollen, was häufig zu einem moralischen Ethos und idealistischen Übereifer in der amerikanischen Außenpolitik beitrug.

    Auf etwas subtilere Weise verlagert sich der durch das Grenz-Erlebnis geweckte Geist der Entdeckung, des Vortreibens der Grenzen, auf geistig-kulturelles Gebiet: auf Wissenschaft, Technik, Wirtschaft. Die Grenzen der „opportunities" werden innerhalb der jetzt festen geographischen Grenzen durch Erweiterung der technologischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten,

    durch wirtschaftliche (interne) Expansion erweitert[FN 205]. [...] Dies ist bedeutsam, weil die Vereinigten Staaten dazu neigen, auch diese Vorstellung des im Innern oft praktizierten Ausgleichs durch Erweiterung der wirtschaftlichen Basis und durch demokratischen Kompromiß allzu leicht auf internationale Verhältnisse zu übertragen, was zu einem idealistisch-irrealen Zug in der amerikanischen Außenpolitik beiträgt.

    Anmerkungen

    Ein Abschnitt völlig ohne Hinweis auf IRGENDEINE Quelle - offensichtlich aber aus Krakau 1967 übernommen. Nebenbei bemerkt: Aus "Grenzen der 'opportunities'" wird bei "Frontier der 'opportunities'" - hier schlägt der i.a. zur Verschleierung dienende Ansatz Termini zurück ins Amerikanische zu übersetzen Blasen.

    Sichter


  • Mm/Fragment 242 17-20.22-24


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 242, Zeilen: 17-20, 22-24
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 163, Zeilen: 9-12, 102-103
    Als Vertreter einer modernen Grenzerideologie wären die Präsidenten Theodore Roosevelt, [...] zu nennen. Theodore Roosevelt hatte sich zunächst geistig sehr ausgiebig mit dem Phänomen der Frontier auseinandergesetzt [...]. Einmal im Amt, bedeutete dann für ihn die Anwendung der Frontierideologie, eine expansive und missionarische Außenpolitik gegenüber den philippinischen Nachbarn zu betreiben. Ein Vertreter der „Grenze" im ursprünglichen und unreflektierten Sinne war besonders Theodore Roosevelt[FN 207]. Seine persönliche Dynamik und seine expansive und aggressive Politik gegenüber den südlichen Nachbarn, den Philippinen, im Karibischen Meer zeigen das deutlich.

    [FN 207: Ausdrücklich beruft er sich auf die Grenzerphilosophie auf S. 105 f. in: „Aus meinem Leben". Wenn es hier auch in einem anderen Zusammenhang geschieht, zeigt es doch sein Bewußtsein von dem Phänomen der „Grenze". Vgl. allgemein dazu: Hofstadter, Darwinism, S. 175.]

    Anmerkungen

    Hier wurde kräftig umgebaut - trotzdem ist das ungenannte Original unverkennbar.

    Sichter


  • Mm/Fragment 243 40-45


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 243, Zeilen: 40-45
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 128-129, Zeilen: S.128,19-24.29-32 - S.129,1-4
    Die klassische und vor allem politisch folgenreiche Definition der Idee einer Manifest Destiny soll nach Julius W. Pratt der Journalist John O'Sullivan in seinen Leitartikeln des von ihm herausgegebenen „United States Magazine and Democratic Review" vom Juli und November 1839 formuliert haben, als er die Bestimmung der Vereinigten Staaten in der göttlichen Vorsehung sah - „... manifest destiny to overspread the continent allotted by Providence for the devel[opment of our ... millions" - den eigenen Kontinent zu kolonisieren. Und er fuhr fort, von der „mission of the American democracy" zu sprechen:

    „... the nation of many nations (which) is destined to manifest to mankind the excellence of divine principles: to establish on earth the noblest temple ... Its floor shall be a hemisphere its congregation of an Union of many Republics ... governed by God's national law of equality the law of brotherhood."[FN 25]]

    [FN 25: Zitat in: Julius W. Pratt: The Origin of „Manifest Destiny", American Historical Review, vol. 32, (1927), S. 795-798, hier S. 797; J. W. Pratt: John O'Sullivan and Manifest Destiny, New York State Historical Association, vol. 14, (1933), S. 213 ff.; K. Krakau, op. cit., S. 128 f.]

    Die ausdrückliche und vor allem politisch folgenträchtige Formulierung des Gedankens eines „Manifest Destiny" geht — obgleich seine Grundlagen an sich älter sind[FN 6] — auf die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück[FN 7]. Der Urheber der Formulierung „Manifest Destiny" ist nach den Studien J. W. Pratts ein gewisser John O'Sullivan. In einem Leitartikel der von ihm herausgegebenen „United States Magazine and Democratic Review" vom November 1839 hatte er unter dem Titel: „The Great Nation of Futurity" gesprochen von „[...] the nation of many nations is destined to manifest to mankind the excellence of divine principles: to establish on earth the noblest temple ... Its floor shall be a hemisphere, its congregation of an Union of many Republics ... governed by God's natural law of equality, the law of brotherhood"[FN 8]. Und nach einem anderen Artikel von ihm im Juli/August in der „Review" ist es der Vereinigten Staaten „ ... manifest destiny to overspread the continent allotted by Providence for the development of our . . . millions"[FN 9];

    [FN 8: Pratt, AHRev., Bd. 32, 1927, S. 797; s. auch Kohn, Nationalism, S. 152 f.; er betont, S. 183 ff., die weitreichende Wirkung dieser Zeitschrift und bringt weitere Zitate; ferner Blanke, Geist, S. 62 ff.]

    [FN 9: Pratt, vorige Anmerkung.]

    Anmerkungen

    Übernahme geht über die Seitengrenze und wird auf [S.244, 1-6] fortgesetzt.

    Sichter


  • Mm/Fragment 244 01-06


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 244, Zeilen: 1-6
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 128-129, Zeilen: S.128,19-24.29-32 - S.129,1-4
    Die klassische und vor allem politisch folgenreiche Definition der Idee einer Manifest Destiny soll nach Julius W. Pratt der Journalist John O'Sullivan in seinen Leitartikeln des von ihm herausgegebenen „United States Magazine and Democratic Review" vom Juli und November 1839 formuliert haben, als er die Bestimmung der Vereinigten Staaten in der göttlichen Vorsehung sah - „... manifest destiny to overspread the continent allotted by Providence for the devel[opment of our ... millions" - den eigenen Kontinent zu kolonisieren. Und er fuhr fort, von der „mission of the American democracy" zu sprechen:

    „... the nation of many nations (which) is destined to manifest to mankind the excellence of divine principles: to establish on earth the noblest temple ... Its floor shall be a hemisphere its congregation of an Union of many Republics ... governed by God's national law of equality the law of brotherhood."[FN 25]]

    [FN 25: Zitat in: Julius W. Pratt: The Origin of „Manifest Destiny", American Historical Review, vol. 32, (1927), S. 795-798, hier S. 797; J. W. Pratt: John O'Sullivan and Manifest Destiny, New York State Historical Association, vol. 14, (1933), S. 213 ff.; K. Krakau, op. cit., S. 128 f.]

    Die ausdrückliche und vor allem politisch folgenträchtige Formulierung des Gedankens eines „Manifest Destiny" geht — obgleich seine Grundlagen an sich älter sind[FN 6] — auf die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts zurück[FN 7]. Der Urheber der Formulierung „Manifest Destiny" ist nach den Studien J. W. Pratts ein gewisser John O'Sullivan. In einem Leitartikel der von ihm herausgegebenen „United States Magazine and Democratic Review" vom November 1839 hatte er unter dem Titel: „The Great Nation of Futurity" gesprochen von „[...] the nation of many nations is destined to manifest to mankind the excellence of divine principles: to establish on earth the noblest temple ... Its floor shall be a hemisphere, its congregation of an Union of many Republics ... governed by God's natural law of equality, the law of brotherhood"[FN 8]. Und nach einem anderen Artikel von ihm im Juli/August in der „Review" ist es der Vereinigten Staaten „ ... manifest destiny to overspread the continent allotted by Providence for the development of our . . . millions"[FN 9];

    [FN 8: Pratt, AHRev., Bd. 32, 1927, S. 797; s. auch Kohn, Nationalism, S. 152 f.; er betont, S. 183 ff., die weitreichende Wirkung dieser Zeitschrift und bringt weitere Zitate; ferner Blanke, Geist, S. 62 ff.]

    [FN 9: Pratt, vorige Anmerkung.]

    Anmerkungen

    Übernahme setzt [S.243, 40-45] fort.

    Sichter


  • Mm/Fragment 244 07-13


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 244, Zeilen: 7-13
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 129, Zeilen: 18-26
    Der Gedanke, auserwählt zu sein, eine besondere Mission, zunächst auf dem amerikanischen Kontinent, dann gegenüber der Menschheit, zu erfüllen, hatte das amerikanische Bewußtsein seit dem puritanischen Zeitalter beschäftigt. In dem Symbol des „Neuen Israel" und der Ausrichtung des „conduct and example" war die Sendungsidee jedoch nur passiv konzipiert. Mit dem Aufkommen der Manifest Destiny-Ideologie verwandelte sich dieser bisher abstrakte Missionsgedanke nun erstmalig in ein aktives, dynamisches, praktisch-politisches Prinzip, [...] Das Gefühl, auserwählt zu sein, eine besondere Aufgabe — zunächst auf dem amerikanischen Kontinent, dann gegenüber der Menschheit — zu erfüllen, hatte das öffentliche Bewußtsein in Amerika seit Beginn der amerikanischen Sonderexistenz und nicht minder von der Gründung der Vereinigten Staaten an durchdrungen. Es hatte in dem Symbol des „American Israel" und dem Gedanken des „conduct and example" seinen zunächst passiven Ausdruck gefunden. Im „Manifest Destiny" verwandelt sich dieser abstrakte Missionsgedanke zum ersten Male in ein aktives, dynamisches, praktisch-politisches Prinzip.
    Anmerkungen

    Auch Krakau ist nicht davor gefeit gewesen, ein und denselben Gedanken mehrfach (mit ähnlichen Worten) zu formulieren und in seiner Dissertation an verschiedenen Stellen zu präsentieren (vgl. Mm/Fragment_240_11-22). Der Dissertationstext folgt der Vorgehensweise (blind ?) und übernimmt einfach beide Versionen.

    Sichter


  • Mm/Fragment 245 02-08


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Plaqueiator, Senzahl
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 245, Zeilen: 2-8
    Quelle: Seattle 1984
    Seite(n): 7-8, Zeilen: --
    Der Staat Washington, im Nordwesten der USA, war die Heimat der Duwamish-Indianer, die sich wie alle Indianer als einen Teil der Natur betrachteten, ihr Respekt und Ehrerbietung erwiesen und seit Generationen mit ihr in Harmonie lebten. Als 1855 der demokratische Präsident Franklin Pierce den Duwamish das Angebot machte, ihr Land weißen Siedlern zu verkaufen und selbst in ein Reservat zu ziehen, antwortete Chief Seattle dem „großen Häuptling der Weißen":

    [...] [FN 29]

    [FN 29: Die Rede ist abgedruckt in: Seattle: Wir sind ein Teil der Erde, Olten/Freiburg 1984<sup>12</sup>.]

    Der Staat Washington, im Nordwesten der USA, war die Heimat der Duwamish, eines Volkes, das sich - wie alle Indianer - als einen Teil der Natur betrachtete, ihr Respekt und Ehrerbietung erwies und seit Generationen mit ihr in Harmonie lebte. Im Jahre 1855 machte der 14. Präsident der Vereinigten Staaten, der Demokrat Franklin Pierce, den Duwamish das Angebot, ihr Land weißen Siedlern zu verkaufen; sie selbst sollten in ein Reservat ziehen. [...] Chief Seattle, der Häuptling der Duwamish, antwortete dem großen »Häuptling der Weißen« auf dessen Angebot mit einer Rede,[...]:
    Anmerkungen

    Hier feiert der damalige Zeitgeist fröhliche Urständ: Die Auslassungszeichen stehen für eine ganze Seite, auf der die Rede im Original zitiert wird.<br/>Wesentlich ist aber: Nicht nur die Rede lässt sich sich in der angegebenen Quelle finden, sondern auch weitgehend die Formulierungen des Einleitungstexts (welcher inzwischen auch schon fast "kanonisiert" ist). Diese sind nun aber nicht mehr als Zitat gekennzeichnet.

    Sichter
    Plaqueiator


  • Mm/Fragment 246 17-22


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 246, Zeilen: 17-22
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 95, Zeilen: 30-34
    Dieser Systemwechsel erschien besonders den Ostküsten-Amerikanern fast wie ein Weltuntergang, und dieser Eindruck wurde durch die Szenen wilder Ausgelassenheit, durch die rohen, ungezügelten und jähzornigen Ausbrüche („dangerous egomania") Jacksons, die sich nach seiner Inauguration in Washingten und im Weißen Haus selbst abspielten („cleansing the Augean stables"), noch verstärkt.[FN 32]

    [FN 32: Vgl. Robert V. Remini: Andrew Jackson and the Course of American Freedom, 1822-1832, New York 1981, vol. 2, S. 148; Marquis James: The Life of Andrew Jackson, Indianapolis 1938, 2 vols.]

    Der Systemwechsel erschien vielen konservativ denkenden Amerikanern fast wie ein Weltuntergang, und dieser Eindruck wurde durch die Szenen wilder Ausgelassenheit noch verstärkt, die sich nach Jacksons Inauguration in Washington und im Weißen Hause selbst abspielten.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 247 01-12


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 247, Zeilen: 1-12
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 97, Zeilen: 6-8, 19-35
    Daß Jacksons ausgesprochene Monopolfeindschaft sich für die nationale Wirtschaft negativ, ja katastrophal auswirkte, zeigte der Kampf des Präsidenten gegen die Nationalbank, die aufgrund ihrer mächtigen Monopolstellung von der Masse als Gefahr empfunden und zum Sündenbock aller Mißstände gemacht wurde. Mit seinem Veto blockierte 1832 Jackson das Gesuch der Second Bank of the United States um Erneuerung ihrer 1836 auslaufenden Konzession - die der Kongreß durchaus bereit gewesen war, neu zu erteilen zerstörte sie dann schließlich, nachdem er sich stark genug fühlte, nach seiner Wiederwahl im Herbst 1832 ihr die Depositen der Bundesregierung zu entziehen - eine Maßnahme, die bei seiner populistisch und „grassroots democracy"-orientierten Anhängerschaft großen Anklang fand - und beschwor damit eine schwere Finanz- und Wirtschaftskrise herauf, von der sich das Land erst in den 40er Jahren wieder erholen sollte.[FN 36]

    [FN 36: Vgl. hier: Ralph C. H. Catterall: The Second Bank of the United States, Chicago 1903; Bray Hammond: Jackson, Biddle, and the Bank of the United States, Journal of Economic History, vol. VII, (May 1947), S. 1-23; R. V. Remini, op. cit., S. 369; R. V. Remini: Andrew Jackson and the Course of American Democracy, 1833-1845, New York 1984, vol. 3, S. 108, 222: Hier beschreibt Remini Jacksons Ignoranz gegenüber der amerikanischen Finanz- und Wirtschaftspolitik wie der Rolle der Bank of the United States, und daß er „a terribly naive view of the public debt" hatte.]

    Daß die Monopolfeindschaft sich für die nationale Wirtschaft auch ausgesprochen negativ, ja katastrophal auswirken konnte, zeigte vor allem Jacksons Kampf gegen die Nationalbank. [...]

    Ihre mächtige Monopolstellung wurde aber in weiten Kreisen der Bevölkerung als Gefahr empfunden, und die Anhänger Jacksons tendierten dazu, die Nationalbank zum Sündenbock für alle Mißstände zu machen, die aus der Monopolisierung auch auf anderen Wirtschaftsgebieten resultierten. Als Biddle um 1832 das Gesuch um Erneuerung der (bis 1836 gültigen) Konzession stellte, blockierte der Präsident die positive Einstellung des Kongresses durch sein Veto. Diese Maßnahme fand in der Öffentlichkeit weitgehende Unterstützung und, nachdem Jackson im Herbst 1832 die Präsidentschaftswahlen zum zweitenmal gewonnen hatte, fühlte er sich stark genug, die Bank zu zerstören, indem er ihr die Depositen der Bundesregierung entzog. Damit rettete er in den Augen semer Anhänger zwar die Demokratie, aber er beschwor eine schwere Finanz- und Wirtschaftskrise herauf, die - durch andere Faktoren wie Mißernten, Spekulationsfieber und Inflation mitverursacht - im Jahre 1837 ihren Höhepunkt erlebte und erst um die Mitte der 1840er Jahre wieder abklang.

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 247 13-23


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 247, Zeilen: 13-23
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 96, Zeilen: 15-28
    Gleichzeitig verband sich mit dem Aufstieg der Jacksonian Democracy auch die Konsolidierung des amerikanischen Zweiparteiensystems: einmal in der Gründung der „Democratic Party" 1828, der Jackson selbst angehörte, und als Reaktion darauf in der „Whig Party", unter der Führung von John Quincy Adams, Henry Clay und Daniel Webster. Auf beiden Seiten begann sich nun eine „Parteimaschinenorganisation" zu verfestigen, die darin bestand, daß Berufspolitiker allmählich die Amateure verdrängten, und das öffentliche Amt mehr und mehr als Belohnung oder Anreiz für besonderen parteipolitischen Einsatz verstanden wurde. Jackson erkannte die aus dieser Entwicklung resultierenden Möglichkeiten sehr klar und baute dieses „Spoils System" innerhalb der Regierung wie der Demokratischen Partei weiter aus als irgendeiner seiner Vorgänger.[FN 37]

    [FN 37: Vgl. H. R. Guggisberg, op. cit., S. 96; Glyndon G. Van Deusen: The Jacksonian Era, 1828-1848, New York 1959.]

    Mit dem Aufstieg Jacksons verband sich die neue Konsolidierung des Zweiparteiensystems. Seine eigene »Democratic Party« war 1828 gegründet worden; sie stand bewußt in der geistigen Nachfolge Jeffersons. Ihr gegenüber konstituierte sich in den frühen 1830er Jahren unter der Führung von Adams, Clay und Daniel Webster die »Whig Party«, die in mancher Beziehung die föderalistische Tradition fortsetzte. Auf beiden Seiten verfestigte sich die Organisation der »Parteimaschinen«; Berufspolitiker verdrängten allmählich die Amateure, und ganz allgemein verbreitete sich eine neue Einstellung gegenüber dem öffentlichen Amt: Es wurde immer mehr als Belohnung oder Anreiz für besonderen parteipolitischen Einsatz verstanden. Jackson erkannte die aus dieser Entwicklung resultierenden Möglichkeiten sehr klar und baute das »Spoils System« weiter aus als irgendeiner unter den früheren Präsidenten.
    Anmerkungen

    Ausnahmsweise bei der "Einarbeitung" von Guggisberg 1979 taucht die benutzte Quelle in einer Fußnote auf - allerdings bleibt auch hier wieder der Umfang des Zitates völlig unklar.

    Sichter


  • Mm/Fragment 247 27-33


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 247, Zeilen: 27-33
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 96, Zeilen: 28-35
    Durch drastische Verkürzung der Amtsperioden und rasche personelle Wechsel in den hohen Staatsstellen („rotation in office") konnte der populistische Präsident viele treue Anhänger und Freunde belohnen, eine verhältnismäßig große Zahl von „middle class"-Bürgern ins aktive politische Leben hineinziehen, die verfilzte Bürokratisierung scheinbar eindämmen und zunächst noch den Eindruck erwecken, als werde der gesamte Regierungs- und Verwaltungsapparat ständig demokratisiert und von inkompetenten Leuten gesäubert. Durch generelle Verkürzung der Amtszeiten und relativ rasche personelle Wechsel in den hohen Staatsstellen (»Rotation in office«) konnte er viele treue Anhänger belohnen, eine verhältnismäßig große Zahl von Bürgern ins aktive politische Leben hineinziehen, die Bürokratisierung eindämmen, und erst noch den Eindruck erwecken, als werde der gesamte Verwaltungsapparat laufend demokratisiert und von inkompetenten Leuten gesäubert.
    Anmerkungen

    Das übliche Schema: die Seite besteht nur aus Komplettübernahmen aus Guggisberg 1979 und Originalzitaten, diesmal ein langes (12 Zeilen) des Präsidenten Jackson und ein kurzes des Historikers Hofstadter.

    Sichter


  • Mm/Fragment 248 01-06


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 248, Zeilen: 1-6
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 96, Zeilen: 36-40
    Hier wurde eindeutig die Fortschrittsphilosophie der „rising middle dass" definiert, der Bewegung des common man, die von der „Jacksonian Revolution" aufgefangen und getragen wurde, und die im Grunde genommen einen agrar-populistischen Protest gegen die sich herausbildende moderne Wirtschaftsgesellschaft mit ihren Tendenzen zur Machtkonzentration und damit einhergehenden Klassenbildung artikulierte.[FN 40]

    [FN 40: Vgl. Marvin Meyers: The Jacksonian Persuasion, Stanford, Calif., 1957, S. 6,16 ff., 158.]

    Die mittelständisch-individualisiische Bewegung, die von der »Democratic Party« aufgefangen und getragen wurde, artikulierte einen im Grunde konservativen Protest gegen die sich bildende moderne Wirtschaftsgesellschaft mit ihren Tendenzen zur Machtkonzentration und Klassenbildung.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 248 06-08.12-18


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 248, Zeilen: 6-8, 12-18
    Quelle: Wasser 1980
    Seite(n): 255-256, Zeilen: S.255,35.38-41 - S.256,1-6
    Freilich, wo Jackson eine Demokratisierung der amerikanischen Institutionen und Organisationen als Antwort auf aristokratischen Reichtum, Prestige und Beziehungen[FN 41] versprochen hatte, wo sein Sieg als

    [...]

    gefeiert worden war, kristallisierte sich schließlich eine „Parteimaschinerie" heraus, die eher Jacksons populistischen Parteifunktionären und -freunden als Manipulationsinstrument als der Masse als Emanzipationsvehikel diente. Die Konsequenzen der Jacksonschen „Entbürokratisierung, Fortschrittspopularisierung und Demokratisierung" für die Parteikultur des Landes sind von dem Politikwissenschaftler Ernst Fraenkel anschaulich charakterisiert worden. So bewirkte die „Jacksonian Revolution"

    [...][FN 43]

    [FN 41: R. Hofstadter, op. cit.]

    [FN 43: Ernst Fraenkel: Das amerikanische Regierungssystem, Köln/Opladen 1962, S. 47.]

    Wo Jackson [...] von einer umfassenden Demokratisierung der Institutionen und Organisationen »als Antwort auf aristokratischen Reichtum, Prestige und Beziehungen«[FN 12] geträumt hatte, kristallisierte sich zuguterletzt die »Parteimaschine« heraus, selbstzweckhaftes »Unternehmen« professioneller Funktionäre, Manipulationsinstrument viel eher als Emanzipationsvehikel der Massen. Kein anderer hat die Konsequenzen der Jacksonschen Entbürokratisierungs- und Demokratisierungskampagne auf das politische Parteiwesen der USA so eindringlich analysiert wie der verstorbene Politologe Ernst Fraenkel. Die Jackson-Periode, so hat er geschrieben[FN 13], bewirkte:


    [FN 12: Hofstadter, a. a. O., S. 246.]

    [FN 13: Fraenkel, a. a. O., S.47.]

    Anmerkungen

    Diese Seite wird nun mit zwei Seiten aus Wasser (1980) gefüllt werden, ohne dass die Quelle auch nur angedeutet wird. In den drei hier nicht dokumentierten Zeilen schiebt Mm kurzerhand mal wieder ein korrektes Originalzitat (diesmal von Jackson) ein. Die Fußnoten (=Quellenangaben) des Originals werden einfach mit übernommen.

    Sichter


  • Mm/Fragment 248 19-45


    Typus
    KomplettPlagiat
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 248, Zeilen: 19-45
    Quelle: Wasser 1980
    Seite(n): 256, Zeilen: 7-37
    - die Entwicklung politischer Parteien, deren primäres Ziel die Versorgung ihrer aktiven Mitglieder mit öffentlichen Ämtern und staatlichen Aufträgen war (Patronageparteien);

    - die Beherrschung dieser Parteien durch Unternehmer („bosses"), die gegen Erstattung einer Maklerprovision die Beute („spoils") an die in festgefügten lokalen Parteimaschinen zusammengefaßten Anwärter auf öffentliche Ämter und staatliche Aufträge verteilten;

    - die Korrumpierung der öffentlichen Verwaltung (vornehmlich in den Kommunen), die weitgehend dazu herhalten mußte, die „bosses", die Parteimaschine, die Wahlkämpfe und die Parteianhänger direkt oder indirekt zu finanzieren;

    - die Begünstigung gewerbsmäßiger Verbrechercliquen („underworld"), denen (nicht nur in Ausnahmefällen) die Parteimaschine gegen Zahlung an den „boss" abzuführender „Lizenzgebühren" Immunität vor dem Zugriff der parteimäßig gebundenen Polizei- und Strafverfolgungsbehörden garantierte und die Aufrechterhaltung von gesetzwidrigen Unternehmen (Spielhöllen, Wettbüros, Bordelle) wie die Ausübung verbotener Berufe (Buchmacher, Zuhälter, Alkoholschmuggler, sog. „bootleggers") ermöglichte;

    - die Nominierung der Kandidaten beider Parteien für die Wahl zu parlamentarischen, administrativen und richterlichen Positionen durch die von den „bosses" gesiebten und dirigierten Funktionärskörper, die sich vornehmlich aus den Inhabern bzw. Anwärtern öffentlicher Ämter zusammensetzten, je nachdem, ob die in Frage kommende Partei drinnen („in") oder draußen („out") war;

    - die durch das Fehlen von Arbeits-, Wohlfahrts- und Sozialversicherungsbehörden ermöglichte weitgehende Betreuung hilfsbedürftiger Schichten der Bevölkerung (insbesondere der Neueinwanderer) durch die Parteimaschine, die mit Hilfe ihrer caritativen und sozial-fürsorgerischen Betätigung sich verläßliche Wahlschlepper und geduldiges „Stimmvieh" verschaffte.[FN 43]

    [FN 43: Ernst Fraenkel: Das amerikanische Regierungssystem, Köln/Opladen 1962, S. 47.]

    [...][FN 13][...]:

    1) die Entwicklung politischer Parteien, deren primäres Ziel die Versorgung ihrer aktiven Mitglieder mit öffentlichen Ämtern und staatlichen Aufträgen war (Patronageparteien);

    2) die Beherrschung dieser Parteien durch Unternehmer (»bosses«), die gegen Erstattung einer Maklerprovision die Beute (»spoils«) an die in festgefügten lokalen Parteimaschinen zusammengefaßten Anwärter auf öffentliche Ämter und staatliche Aufträge verteilten;

    3) die Korrumpierung der öffentlichen Verwaltung (vornehmlich in den Kommunen), die weitgehend dazu herhalten mußte, die »bosses«, die Parteimaschine, die Wahlkämpfe und die Parteianhänger direkt oder indirekt zu finanzieren;

    4) die Begünstigung gewerbsmäßiger Verbrechercliquen (»underworld«), denen (nicht nur in Ausnahmefällen) die Parteimaschine gegen Zahlung an den »boss« abzuführender »Lizenzgebühren« Immunität vor dem Zugriff der parteimäßig gebundenen Polizei- und Strafverfolgungsbehörden garantierte und die Aufrechterhaltung von gesetzwidrigen Unternehmen (Spielhöllen, Wettbüros, Bordelle) wie die Ausübung verbotener Berufe (Buchmacher, Zuhälter, Alkoholschmuggler, sog. »bootleggers«) ermöglichte;

    5) die Nominierung der Kandidaten beider Parteien für die Wahl zu parlamentarischen, administrativen und richterlichen Positionen durch die von den »bosses« gesiebten und dirigierten Funktionärskörper, die sich vornehmlich aus den Inhabern bzw. Anwärtern öffentlicher Ämter zusammensetzten, je nachdem, ob die in Frage kommende Partei drinnen (»in«) oder draußen (»out«) war;

    6) die durch das Fehlen von Arbeits-, Wohlfahrts- und Sozialversicherungsbehörden ermöglichte weitgehende Betreuung hilfsbedürftiger Schichten der Bevölkerung (insbesondere der Neueinwanderer) durch die Parteimaschine, die mit Hilfe ihrer caritativen und sozial-fürsorgerischen Betätigung sich verläßliche Wahlschlepper und geduldiges »Stimmvieh« verschaffte.

    [FN 13: Fraenkel, a. a. O., S.47.]

    Anmerkungen

    Soll nach Fraenkel aussehen, ist aber Wasser, der Fraenkel wiedergibt: Mm benutzt hier (mit Ausnahme der Aufzählungszeichen) exakt die Formulierungen aus Wasser (1980), welche an einer Stelle von denen in Fraenkel (1962) abweichen (in 4. wird "Parteimaschine" im Singular statt im Plural verwendet). Der Hinweis im Fließtext und die Fußnote verweisen auf Fraenkel und erwaehnen Wasser gar nicht. Bereits die Frage, in wie weit Mm Fraenkel zitiert hätte, bliebe aufgrund mangelnder Kennzeichnung unklar. Die Tatsache, dass die Passage identisch zu der entsprechenden Stelle in Wasser ist, wird dem Leser vorenthalten.

    Sichter


  • Mm/Fragment 249 30-33


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 249, Zeilen: 30-33
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 98, Zeilen: 30-33
    Wie die Politik und die Wirtschaft waren auch das Geistesleben und die

    soziale Entwicklung der Jackson-Ära und der unmittelbar darauffolgenden Jahre durch das Vorherrschen individualistisch-demokratischer und nationalistisch-romantischer Strömungen gekennzeichnet.

    Wie die Politik und die Wirtschaft waren auch das Geistesleben und die soziale Entwicklung der Jackson-Epoche und der unmittelbar darauffolgenden Jahre durch das Vorherrschen der individualistisch-demokratischen Strömung gekennzeichnet.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 250 08-14


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Nerd wp, Kannitverstan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 250, Zeilen: 8-14
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 100, Zeilen: 36-43
    Das Haupt der amerikanischen Romantik und der philosophischen Schule der Transzendentalisten war Ralph Waldo Emerson (1803-1882), der in seinen auch vielen Europäern bekannten Essays einen idealisierten moralischen Individualismus propagierte.[FN 48] Sein Bild vom Menschen als einem Teil des göttlichen Ganzen der Natur war sowohl im Puritanismus als auch in den rationalistischen Ideen der Aufklärung verwurzelt, blieb dabei aber gleichzeitig dem Weltbild der Romantik verpflichtet.

    [FN 48: Siehe zu Emersons Werken jetzt die jüngst erschiene Ausgabe von Joel Porte (ed.): Ralph Waldo Emerson: Essays and Lectures, Cambridge 1984 (The Library of America Series).]

    Aus der geistigen Atmosphäre des Unitarismus stammte die philosophische Schule der Transzendentalisten. Ihr führender Kopf war Ralph Waldo Emerson, der in seinen auch in Europa stark beachteten Essays einen idealisierten moralischen Individualismus propagierte. Seine Auffassung vom Menschen als einem Teil des göttlichen Ganzen der Natur war sowohl im Puntanumut als auch in den rationalistischen Ideen der Aufklärung verwurzelt und blieb stets auch dem Weltbild der Romantik verpflichtet.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 253 13-17


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 253, Zeilen: 13-17
    Quelle: Puhle 1983
    Seite(n): 16, Zeilen: 3-8, 13-15
    Gegen die zunehmenden Organisationstendenzen aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche seit dem Durchbruch der Hochindustrialisierung und dem Ende der Reconstruction-Periode nach dem Bürgerkrieg bildeten sich Protestbewegungen vor allem von Farmern des Mittelwestens und Südens, die als Populist Movement bekannt wurden [...] 1. Populism in den USA

    Die nordamerikanischen Populistenbewegungen waren Protestbewegungen vom Lande gegen die zunehmenden Organisationstendenzen aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche seit dem Durchbruch der Hochindustrialisierung und dem Ende der reconstruction nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. [...] Sie artikulierten die Interessen der Farmer vor allem des Mittelwestens und Südens, aber auch des Westens und Südwestens, [...]

    Anmerkungen

    Mal wieder übernimmt Mm einen fremden Abschnitt von Anfang an: die Collage startet aufs Neue.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

    Sichter


  • Mm/Fragment 253 37-39


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, PlagProf:-), Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 253, Zeilen: 37-39
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 111, Zeilen: 17-25
    Im Vorfeld der Kongreßwahlen von 1858, und zwar in den folgenden sieben öffentlichen Debatten über das Thema der Sklaverei mit dem demokratischen Senator Stephen A. Douglas, dem der junge Frontier-Advokat seinen Senatssitz [streitig machte, verurteilte Lincoln die Sklaverei als ein moralisches, soziales und politisches Unrecht und bezeichnete sie als ein Problem, das auf nationaler und nicht auf regionaler Ebene gelöst werden müsse.[FN 60]]

    [FN 60: Vgl. H. R. Guggisberg, op. cit., S. 111 f.; Ronald D. Rietveld: Lincoln and the Politics of Morality, Illinois Slate Historical Society Journal, vol. 68,1975, S. 27-43; Stephen B. Oates: Our Fiery Trial: Abraham Lincoln, John Brown and the Civil War Era, Amherst, Mass., 1979; David Brion Davis: Slavery and the Idea of Progress, in: Erich Angermann/Marie Louise Frings (eds.): Oceans Apart? Comparing Germany and the United States, Stuttgart 1981.]

    [...] im Vorfeld der Kongreßwahlen von 1858, und zwar hauptsächlich in den Debatten, die Douglas in Illinois mit Abraham Lincoln führte. Der damals 49jährige »Frontier«-Advokat machte als Republikaner in jenem Jahr dem bekannten Demokraten seinen Senatssitz streitig. In sieben öffentlichen Streitgesprächen, die in verschiedenen Ortschaften des Staates stattfanden, verurteilte Lincoln die Sklaverei als ein moralisches, soziales und politisches Unrecht und bezeichnete sie als ein Problem, das auf nationaler und nicht auf regionaler Ebene gelöst werden müsse.
    Anmerkungen

    Der Abschnitt wird auf der nächsten Seite fortgesetzt - Fragment ist daher auch im Zusammenhang mit Mm/Fragment 254 01-03 zu werten. Der Sachverhalt wird nicht (nur) paraphrasiert, sondern Originalformulierungen zur Beschreibung verwendet. Welche das sind, ist nicht gekennzeichnet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 254 01-03


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 254, Zeilen: 1-3
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 111, Zeilen: 17-25
    [Im Vorfeld der Kongreßwahlen von 1858, und zwar in den folgenden sieben öffentlichen Debatten über das Thema der Sklaverei mit dem demokratischen Senator Stephen A. Douglas, dem der junge Frontier-Advokat seinen Senatssitz] streitig machte, verurteilte Lincoln die Sklaverei als ein moralisches, soziales und politisches Unrecht und bezeichnete sie als ein Problem, das auf nationaler und nicht auf regionaler Ebene gelöst werden müsse.[FN 60]

    [FN 60: Vgl. H. R. Guggisberg, op. cit., S. 111 f.; Ronald D. Rietveld: Lincoln and the Politics of Morality, Illinois Slate Historical Society Journal, vol. 68,1975, S. 27-43; Stephen B. Oates: Our Fiery Trial: Abraham Lincoln, John Brown and the Civil War Era, Amherst, Mass., 1979; David Brion Davis: Slavery and the Idea of Progress, in: Erich Angermann/Marie Louise Frings (eds.): Oceans Apart? Comparing Germany and the United States, Stuttgart 1981.]

    [...] im Vorfeld der Kongreßwahlen von 1858, und zwar hauptsächlich in den Debatten, die Douglas in Illinois mit Abraham Lincoln führte. Der damals 49jährige »Frontier«-Advokat machte als Republikaner in jenem Jahr dem bekannten Demokraten seinen Senatssitz streitig. In sieben öffentlichen Streitgesprächen, die in verschiedenen Ortschaften des Staates stattfanden, verurteilte Lincoln die Sklaverei als ein moralisches, soziales und politisches Unrecht und bezeichnete sie als ein Problem, das auf nationaler und nicht auf regionaler Ebene gelöst werden müsse.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 254 09-11


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 254, Zeilen: 9-11
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 112, Zeilen: 7-9
    Als Lincoln dann im Mai 1860 von seiner Partei zum Präsidentschaftskandidaten nominiert wurde, empfand der Süden das als Provokation und drohte unverhüllt mit der Sezession. Auf ihrem Konvent vom 18. Mai 1860 nominierte sie Lincoln zum Präsidentschaftskandidaten und provozierte damit im Süden unverhüllte Sezessionsdrohungen.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 254 11-15


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 254, Zeilen: 11-15
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 112, Zeilen: 18-23
    Dem unaufhaltsam angewachsenen wirtschaftlichen, demographischen und politischen Übergewicht des Nordens konnte in den Augen der Südstaatler mit keinem anderen Mittel mehr begegnet werden als mit dem schon mehrfach geplanten Austritt aus der Union, der jetzt oder nie ergriffen werden müßte. Die »Fire Eaters« des Südens erkannten, daß die Gelegenheit zu dem schon mehrfach geplanten Austritt aus der Union jetzt oder nie ergriffen werden mußte. Dem unaufhaltsam angewachsenen wirtschaftlichen, demographischen und politischen Übergewicht des Nordens konnte in ihren Augen mit keinem anderen Mittel mehr begegnet werden.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 254 20-27


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 254, Zeilen: 20-27
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 113, Zeilen: 24-30, 34-38
    Als erster Staat trat South Carolina im Dezember 1860 aus der Union aus; es folgten innerhalb der nächsten Monate Mississippi, Florida, Alabama, Georgia, Louisiana und Texas. In Montgomery (Alabama) wurden im Februar 1861 die neuen „Confederate States of America" gegründet, an deren Spitze sich Jefferson Davis als provisorischer Präsident stellte. Noch versprach im März 1861 Lincoln in seiner Inaugurationsrede, einen Krieg nicht zu beginnen, aber er machte ebenso unmißverständlich klar, daß er die Union zu bewahren und ihre Rechtsautorität zu verteidigen entschlossen war: Als erster Staat erklärte South Carolina am 20. Dezember 1860 die Sezession. Innerhalb der nächsten zwei Monate traten auch Mississippi, Florida, Alabama, Georgia, Louisiana und Texas aus der Union aus. Anfang Februar 1861 wurde in Montgomery (Alabama) der neue Bundesstaat gegründet. Sein offizieller Name lautete »Confederate States of America«. An die Spitze seiner zunächst provisorisch eingesetzten Regierung trat Jefferson Davis als Präsident.<br/>

    [...]<br/> In seiner Inaugurationsrede vom 4. Marz 1861 versprach Lincoln den Krieg nicht zu beginnen, aber er machte ebenso unmißverständlich klar, daß er die Union zu bewahren und sowohl ihre Rechtsautorität als auch ihr Eigentum zu verteidigen gesonnen war.

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 254 42-43


    Typus
    Verdächtig
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Nerd wp, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 254, Zeilen: 42-43
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 113, Zeilen: 15-17
    Der im April 1861 dann tatsächlich beginnende Bürgerkrieg hatte seine Ursache in erster Linie in dem ungelösten Konflikt über die Sklavenfrage. Daß der Bürgerkneg in erster Linie aus dem Konflikt über die Sklavenfrage resultierte, ist nach langer historiographischer Diskussion heute praktisch unbestritten.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 254 43-45


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 254, Zeilen: 43-45
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 116, Zeilen: 17-23
    Der knappe Sieg der Union in der Schlacht am Antietam im September 1862, der den Vormarsch der konföderierten Truppen auf die Unionshauptstadt Washington [zurückschlug, gab Lincoln dann die Chance, die „Emanzipationsproklamation" zu erlassen, die vorerst als „Preliminary Proclamation" bekanntgegeben und mit dem 1. Januar 1863 endgültig in Kraft gesetzt werden sollte.] Die Schlacht am Antietam (17 September 1862) war eine der blutigsten des ganzen Krieges. Ihr Ausgang veranlaßte die Konföderationsarmee zum Rückzug und gab Lincoln die lange erwartete Möglichkeit, die Emanzipationsproklamation zu erlassen. Sie wurde zunächst als »Preliminary Proclamation« bekanntgegeben (22. September) und sollte mit dem 1. Januar 1863 endgültig in Kraft gesetzt werden.
    Anmerkungen

    Zusammenfassend erweist sich Seite 254 als reine Ansammlung von Übernahmen aus Guggisberg 1979a und Lincoln-Zitaten.<br /> Vgl. auch mit S.263f., wo nach gleichem Strickmuster mit Roosevelt-Zitaten verfahren wird.

    Sichter


  • Mm/Fragment 255 01-03


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 255, Zeilen: 1-3
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 116, Zeilen: 17-23
    [Der knappe Sieg der Union in der Schlacht am Antietam im September 1862, der den Vormarsch der konföderierten Truppen auf die Unionshauptstadt Washington] zurückschlug, gab Lincoln dann die Chance, die „Emanzipationsproklamation" zu erlassen, die vorerst als „Preliminary Proclamation" bekanntgegeben und mit dem 1. Januar 1863 endgültig in Kraft gesetzt werden sollte. Die Schlacht am Antietam (17 September 1862) war eine der blutigsten des ganzen Krieges. Ihr Ausgang veranlaßte die Konföderationsarmee zum Rückzug und gab Lincoln die lange erwartete Möglichkeit, die Emanzipationsproklamation zu erlassen. Sie wurde zunächst als »Preliminary Proclamation« bekanntgegeben (22. September) und sollte mit dem 1. Januar 1863 endgültig in Kraft gesetzt werden.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 255 10-11.13-15


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 255, Zeilen: 10-11, 13-15
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 116, Zeilen: 24-25, 40-43
    Die Befreiung der Sklaven in allen im Aufstand befindlichen Gebieten war verkündet, ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung der amerikanischen nationalen Identität und des politisch-liberalen Selbstverständnisses der Amerikaner war getan. Auch wirkte sich für die Nordstaaten die „Emancipation Proclamation" in außenpolitischer Hinsicht positiv aus; sie wurde in vielen europäischen Ländern begrüßt und drängte damit die Konföderation in die Defensive. Für diesen Zeitpunkt verkündete Lincoln die Befreiung der Sklaven in allen im Aufstand befindlichen Gebieten.

    [...]

    Für den Norden wirkte sich die Emanzipationsproklamation vor allem in außenpolitischer Hinsicht günstig aus. Sie verstärkte in den europäischen Ländern die Zahl der Freunde der Union und drängte die Anhänger der Konföderation überall in die Defensive.

    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 255 25-29


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 255, Zeilen: 25-29
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 119, Zeilen: 24-29
    Hätte der Süden nach der Niederlage von Gettysburg den Kompromißfrieden gesucht, so wäre ihm die totale Katastrophe vielleicht erspart geblieben: Lincoln hatte mehrmals seine Bereitschaft zu einem Waffenstillstand signalisiert, allerdings stets unter der Bedingung, daß die Südstaaten in die Union zurückkehren und die Emanzipation der Sklaven anerkennen würden. Hätte der Süden nach den Niederlagen von Vicksburg und Gettysburg den Kompromißfrieden gesucht, so wäre ihm die totale Katastrophe möglicherweise erspart geblieben. Lincoln versicherte mehrmals seine Bereitschaft zu einem Waffenstillstand, allerdings stets unter der Voraussetzung, daß die Südstaaten in die Union zurückkehrten und die Emanzipation der Sklaven anerkannten.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 255 32-36


    Typus
    Verdächtig
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 255, Zeilen: 32-36
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 120, Zeilen: 39-43
    Lincolns staatsmännische Weitsicht, nationaler Gerechtigkeitssinn und überzeugende Führungsqualitäten sollten noch ein letztes Mal - bevor er am 14. April 1865 einem Attentat zum Opfer fiel - in seiner „Reconstruction"-Rede vom 12. April, in der er für Milde und Mäßigung gegenüber dem Süden plädierte, deutlich werden.[FN 66]

    [FN 66: Vgl. Hans. J. Morgenthau/David Hein: Essays on Lincoln's Faith and Politics, Washington, D.C., 1983.]

    Die Hoffnung, daß Lincoln diese Schwierigkeiten durch seinen Gerechtigkeitssinn und durch sein staatsmännisches Talent aus der Welt schaffen werde, erfüllte sich nicht. Am 14, April 1863 fiel der Präsident in Washington einem Attentat zum Opfer.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 256 16-23


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 256, Zeilen: 16-23
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 121, Zeilen: 34-41
    Lincolns (Fortschritts-)Politik sollte sich in der Nachkriegsperiode des Landes in den Bemühungen um die soziale Erneuerung und politische Demokratisierung des Südens manifestieren, die sich vor allem in drei Verfassungszusätzen widerspiegelte. Das 13. Amendment (1865) erklärte die Sklaverei für das ganze Land als gesetzwidrig und bestätigte damit die Emanzipationsproklamation. Das 14. Amendment (1868) garantierte den befreiten Sklaven („Freedmen") Staatsbürgerschaft

    und Bürgerrechte, und das 15. Amendment (1870) sah vor, den Schwarzen das volle Stimm- und Wahlrecht zu sichern.

    <br/>

    <br/> Die Bemühungen um die soziale Erneuerung und Demokratisierung des Südens manifestierte sich in drei Verfassungszusätzen Das 13. Amendment (1865) erklärte die Sklaverei für das ganze Land als gesetzwidrig und bestätigte damit die Emanzipationsproklamation. Das 14. Amendment (1868) garantierte den befreiten Sklaven (»Freedmen«) Staatsbürgerschaft und Bürgerrechte, während das 15. Amendment (1870) bezweckte, den Schwarzen das volle Stimm- und Wahlrecht zu sichern.

    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 256 26-33


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 256, Zeilen: 26-33
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 121, Zeilen: 1-8
    Gleichzeitig war die Zeit nach dem Bürgerkrieg von 1865 bis Ende der 70er Jahre, die in der amerikanischen Historiographie als die Periode der „Reconstruction" bezeichnet wird, charakterisiert durch zahlreiche Versuche und Anstrengungen, das soziale und wirtschaftspolitische Leben der Südstaaten zu normalisieren und die ehemalige Konföderation wieder in die Union zu integrieren. Über die Frage allerdings, wie dieses Ziel erreicht werden sollte, herrschten zwischen Norden und Süden so tiefgreifende Unterschiede, daß von einer umfassenden Rekonstruktion der Nation nicht die Rede sein konnte. Die Zeit von 1865 bis 1877 wird in der amerikanischen Geschichtsschreibung als die Periode der »Reconstruction« bezeichnet. Sie war charakterisiert durch zahlreiche Versuche und Anstrengungen das soziale und wirtschaftliche Leben der Südstaaten zu normalisieren und die ehemalige Konföderation dem Unionsverband wiederum zu integrieren. Über die Frage, wie dieses Ziel erreicht werden sollte, herrschte aber so tiefgreifende Uneinigkeit, daß von einer wirklich

    umfassenden Rekonstruktion der Nation nie die Rede sein konnte.

    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 256 33-40


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 256, Zeilen: 33-40
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 122, Zeilen: 3-8
    Bei Kriegsende hatte die Washingtoner Regierung kein ausgearbeitetes Programm für die Wiederherstellung der Union vorzulegen. Lincolns großzügiger Reconstruction-Plan vom Dezember 1863, der eine rasche Wiederherstellung der südlichen Staatsregierungen vorgesehen, und den Lincoln bis zu seiner Ermordung durchzusetzen versucht hatte, wurde von den „radikalen Republikanern" aus den eigenen Reihen, die die ehemals führende Gesellschaftsschicht des Südens haßten und sie für die Sezession bestrafen wollten, torpediert. Bei Kriegsende hatte die Regierung von Washington kein ausgearbeitetes Programm für die Restauration der Union besessen. Lincolns großzügiger Rekonstruktionsplan vom Dezember 1863, der eine rasche Wiederherstellung der südlichen Staatsregierungen vorsah, war von den radikalen Republikanern mit einer sehr viel schärfer gefaßten Gesetzes vorläge konfrontiert worden.
    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 256 42-43


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 256, Zeilen: 42-43
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 121, Zeilen: 22-24
    Während die ehemalige Konföderation paralysiert darniederlag, breiteten sich im pulsierenden Geschäftsleben des Nordens hemmungslose Habgier, Spekula[tionslust und allgemeine Skrupellosigkeit aus.] Während die ehemalige Konföderation erschöpft und paralysiert darniederlag, breiteten sich im pulsierenden Geschäftsleben des Nordens hemmungslose Habgier, Spekulationslust und allgemeine Skrupellosigkeit aus.
    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 257 01-07


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 257, Zeilen: 1-7
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 121, Zeilen: 22-33
    [Während die ehemalige Konföderation paralysiert darniederlag, breiteten sich im pulsierenden Geschäftsleben des Nordens hemmungslose Habgier, Spekula]tionslust und allgemeine Skrupellosigkeit aus. In fast allen Wirtschaftszweigen war eine neue Schicht von Profiteuren, Spekulanten und Erfolgsjägern („robber barons") nach oben gekommen, die nicht davor zurückschreckten, ihre ominösen Gewinne nun auch noch im geschlagenen Süden zu machen. Diese moralische Verwilderung („Spoilsmen Age") sollte dann auch die Politik und Verwaltung erfassen und dazu führen, daß die Glaubwürdigkeit mancher Institutionen und einflußreicher Persönlichkeiten erheblich beeinträchtigt wurde. Während die ehemalige Konföderation erschöpft und paralysiert darniederlag, breiteten sich im pulsierenden Geschäftsleben des Nordens hemmungslose Habgier, Spekulationslust und allgemeine Skrupellosigkeit aus. In fast allen Wirtschaftszweigen war eine neue Schicht von Profiteuren und Erfolgsjägern nach oben gekommen, die die Tradition eines einigermaßen geregelten kommerziellen Gebarens rücksichtslos über Bord warfen und nicht davor zurückschreckten, ihren Gewinn nun auch noch im geschlagenen Süden zu suchen. Dieselbe moralische Verwilderung erfaßte auch die Politik und die Verwaltung; sie führte dazu, daß die Glaubwürdigkeit mancher Institutionen und einflußreicher Persönlichkeiten schwer beeinträchtigt wurde.
    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 257 13-21


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 257, Zeilen: 13-21
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 140, Zeilen: 8-15
    Vor diesem Hintergrund einer Ära des technisch-industriellen Fortschritts und der „Survival of the fittest"-Ideologie ist die Entstehung des Kontrasts zwischen dem immensen Reichtum der Industriemagnaten und dem Elend der großstädtischen Slumquartiere (Henry George: „Progress and Poverty", 1880), die sich unter dem Druck der Immigration immer weiter ausdehnten, zu sehen, was zur Artikulation einer scharf anklagenden Sozial-, Zivilisations- (Edward Bellamy: „Looking Backward", 1888) und Wirtschaftskritik (Thorstein Veblen: „The Theory of the Leisure Class", 1899) führte.[FN 72]

    [FN 72: Vgl. John L. Thomas: Alternative America, Henry George, Edward Bellamy, Henry Demarest Lloyd and the Adversary Tradition, Cambridge, Mass./London, 1983.]

    [...] (vgl. u.a. Henry George: »Progress and Poverty«, 1879, und Edward Bellamy: »Looking Backward«, 1888). Der schreiende Kontrast zwischen dem immensen Reichtum der Industriemagnaten und dem Elend der großstädtischen Slumquartiere, die sich unter dem Druck der Immigration immer weiter ausdehnten, führte zur Artikulation einer scharf anklagenden Sozialkritik (Jacob Riis: »How the Other Half Lives«, 1890; Thorstein Veblen: »The Theory of the Leisure Class«, 1899), [...]
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 257 22-41


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 257, Zeilen: 22-41
    Quelle: Puhle 1983
    Seite(n): 16, Zeilen: 3-26
    Der Ruf nach umfassenden Wirtschafts- und Sozialreformen erschallte zunächst von den Populisten, die sich als agrarische Protestbewegung gegen die wachsenden Organisationstendenzen aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche seit dem Durchbruch der Hochindustrialisierung und dem Ende der Reconstruction-Periode organisiert hatten. Die populistischen Bewegungen formierten sich zunehmend nach 1867 gegen die politische Übermacht der Großstädte, gegen die Monopole und Eisenbahngesellschaften, Banken und Trusts, Zwischenhändlerprofite sowie gegen die deflationistische Währungspolitik der Regierung im Zeichen des seit 1873 dekretierten Goldstandards. Sie artikulierten die Interessen der Farmer vor allem des Mittelwestens und Südens, aber auch des Westens und Südwestens, an billigen Krediten und Eisenbahnfrachtsätzen wie höheren Erzeugerpreisen für ihre wichtigsten Produkte. Und sie forderten die Wiederherstellung des alten und vermeintlich erprobten amerikanischen Ideals der „agrarischen Demokratie" im Sinne Jeffersons und Jacksons. Mit „agrarischer Demokratie" meinten die Populisten die „grass-roots"-Demokratie, die direkte partizipatorische Demokratie, die ausging von der überschaubaren Einheit einer relativ homogenen Gesellschaft von Farmerfamilien und auf sich selbst gestellten Pioniersiedlern, die mangels ständischer Tradition keine Bauern im traditionellen europäischen Sinne waren, sondern individuelle kapitalistisch wirtschaftende Privateigentümer.[FN 73]

    [FN 73: Vgl. Eric F. Goldman: Rendezvous with Destiny: A History of Modern American Reform, New York 1956, S. 24 ff.; Richard Hofstadter: The Age of Reform: From Bryan to F.D. R., New York 1955, S. 46 ff.]

    1. Populism in den USA

    Die nordamerikanischen Populistenbewegungen waren Protestbewegungen vom Lande gegen die zunehmenden Organisationstendenzen aller wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bereiche seit dem Durchbruch der Hochindustrialisierung und dem Ende der reconstruction nach dem amerikanischen Bürgerkrieg. Sie formierten sich zunehmend seit 1867 gegen die politische Übermacht der Großstädte, die Monopole und Eisenbahngesellschaften, Banken und Trusts, Zwischenhändlerprofite sowie gegen die deflationistische Währungspolitik der Regierung im Zeichen des seit 1873 dekretierten Goldstandards. Sie artikulierten die Interessen der Farmer vor allem des Mittelwestens und Südens, aber auch des Westens und Südwestens, an billigen Krediten und Eisenbahnfrachtsätzen und höheren Erzeugerpreisen für ihre wichtigsten Produkte. Sie forderten die Wiederherstellung des alten und vermeintlich erprobten amerikanischen Ideals der »agrarischen Demokratie« im Sinne Jeffersons und Jacksons. »Agrarische Demokratie« meint »grass-roots«-Demokratie, direkte, unvermittelte, partizipatorische Demokratie, die ausgeht von der überschaubaren Einheit einer relativ homogenen Gesellschaft von Farmerfamilien und auf sich selbst gestellten Pioniersiedlern, die mangels ständischer Tradition keine Bauern im traditionellen europäischen Sinne waren, sondern individuelle kapitalistisch wirtschaftende Privateigentümer.

    Anmerkungen

    Passagenweise nicht vom Original zu unterscheiden - trotzdem erfolgt kein Heinweis auf dieses. Eine verschleiernde Fußnote findet sich mitten im übernommenen Gedankengang.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

    Sichter


  • Mm/Fragment 257 42-47


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 257, Zeilen: 42-47
    Quelle: Puhle 1983
    Seite(n): 16-17, Zeilen: S.16,29-39 - S.17,1
    Idee und ansatzweise auch Wirklichkeit der direkt geübten Demokratie reichen in Nordamerika zurück bis in die Kolonialzeit und waren bereits während der Unabhängigkeitskämpfe und der Verfassungsberatungen (Anti-Federalists) gegen Ende des 18. Jahrhunderts als eine breite radikale Grundströmung wahrzunehmen. Die direkte Demokratie hat seitdem neben den repräsentativen Komponenten im amerikanischen Verfassungs- und Regierungssystem einen immer wie [der auftauchenden Traditionsstrang der politischen Kultur der USA ausgemacht der seit dem Zeitalter der Jacksonian Democracy eng verbunden ist mit der egalitären, gegen organisierte Partikularinteressen gerichteten Rhetorik vom „common man", vom „einfachen", vom „kleinen Mann".] Idee und in Ansätzen auch Wirklichkeit der direkt geübten Demokratie reichen in Nordamerika zurück bis in die Kolonialzeit und waren bereits während der Unabhängigkeitskämpfe und der Verfassungsberatungen gegen Ende des 18. Jahrhunderts als eine breite »radikale« Grundströmung wahrzunehmen. Die direkte Demokratie hat seitdem gleichberechtigt neben den repräsentativen Komponenten im amerikanischen Verfassungs- und Regierungssystem einen der beiden kontinuierlichen Traditionsstränge der politischen Kultur der USA ausgemacht, seit den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts eng verbunden mit der egalitären, gegen organisierte Partikularinteressen gerichteten Rhetorik vom »common man«, vom »einfachen Mann«, vom »kleinen Mann«.
    Anmerkungen

    Schon wieder ein annäherndes KomplettPlagiat - nur minimale Abänderungen wurden unternommen.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

    Sichter


  • Mm/Fragment 258 01-04


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 258, Zeilen: 1-4
    Quelle: Puhle 1983
    Seite(n): 16-17, Zeilen: S.16,33-39 - S.17,1
    [Die direkte Demokratie hat seitdem neben den repräsentativen Komponenten im amerikanischen Verfassungs- und Regierungssystem einen immer wie] der auftauchenden Traditionsstrang der politischen Kultur der USA ausgemacht der seit dem Zeitalter der Jacksonian Democracy eng verbunden ist mit der egalitären, gegen organisierte Partikularinteressen gerichteten Rhetorik vom „common man", vom „einfachen", vom „kleinen Mann". Die direkte Demokratie hat seitdem gleichberechtigt neben den repräsentativen Komponenten im amerikanischen Verfassungs- und Regierungssystem einen der beiden kontinuierlichen Traditionsstränge der politischen Kultur der USA ausgemacht, seit den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts eng verbunden mit der egalitären, gegen organisierte Partikularinteressen gerichteten Rhetorik vom »common man«, vom »einfachen Mann«, vom »kleinen Mann«.
    Anmerkungen

    siehe das unmittelbar voran gegangene Fragment.

    Sichter


  • Mm/Fragment 258 05-21


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 258, Zeilen: 5-21
    Quelle: Puhle 1983
    Seite(n): 17, Zeilen: 13-31
    Dem Ideal der „agrarischen Demokratie" waren alle populistischen Bewegungen gleichermaßen verpflichtet, trotz der großen Unterschiede, die sie von Einzelstaat zu Einzelstaat aufweisen mochten, vor allem auch zwischen den Gruppen des Mittelwestens und denen des Südens mit ihren eigenen Interessen, eigener Rhetorik und bunter Folklore. Zu ihren wichtigsten allgemeinpolitischen Forderungen gehörten u.a. die Direktwahl der Senatoren, die Einführung der Vorwahlen (primaries), das Frauenstimmrecht, die Möglichkeit der Abwahl von Amtsträgern (recall), Initiative und Referendum sowie eine progressive Einkommenssteuer. Die „Farmer's Alliance", eine Populistengruppe, die die 80er Jahre dominierte, forderte außerdem den Ausbau der genossenschaftlichen Markt- und Kreditorganisation, die Einrichtung von Postsparkassen, Steuererleichterungen und preisstützende Staatsinterventionen zugunsten der Landwirtschaft, die Verstaatlichung der Eisenbahnen sowie die Einführung des Acht-Stundentags. Aus diesen verschiedenen Bewegungen formierte sich dann 1891/92 die „Populist Party" - die erste einflußreiche dritte Partei neben Republikanern und Demokraten, die zeitweise sogar eine Reihe von Einzelstaaten im Mittelwesten und im Süden erobern konnte. Dem Ideal der »agrarischen Demokratie" waren alle Populistenbewegungen gleichermaßen verpflichtet, trotz der großen Unterschiede, die sie von Einzelstaat zu Einzelstaat aufweisen mochten, vor allem auch zwischen den Gruppen des Mittelwestens und denen des Südens mit ihren eigenen Interessen, eigener Rhetorik und bunter Folklore. Zu ihren wichtigsten allgemeinpolitischen Forderungen gehörten u.a. die Direktwahl der Senatoren, die Einführung der Vorwahlen (primaries), das Frauenstimmrecht, die Möglichkeit der Abwahl von Amtsträgern (recall), Initiative und Referendum sowie die progressive Einkommenssteuer. Die Farmer's Alliance, jene Populistengruppe, die die achtziger Jahre dominierte, forderte außerdem den Ausbau der genossenschaftlichen Markt- und Kreditorganisation, die Einrichtung von Postsparkassen, Steuererleichterungen und preisstützende Staatsinterventionen zugunsten der Landwirtschaft. Ihr parteipolitischer Ableger, die 1891/92 gegründete People's Party oder Populist Party wurde zur ersten einflußreichen dritten Partei der USA neben Republikanern und Demokraten. Sie konnten zeitweise eine Reihe von Einzelstaaten im Mittelwesten und im Süden erobern.
    Anmerkungen

    Das Original wurde kaum verändert: trotzdem liegt in den Augen von Mm offensichtlich kein Zitat vor, denn es fehlen alle Hinweise auf ein solches.<br> Der Rest der Seite wird dann übrigens mit verschiedenen echten (und auch nachgewiesenen) Zitaten der Populist Party gefüllt.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

    Sichter


  • Mm/Fragment 259 10-14


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 259, Zeilen: 10-14
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 148, Zeilen: 8-10, 16-18
    Die Präsidentschaftswahlen von 1892 brachten der „Populist Party" zwar im Westen und Süden große Erfolge, doch insgesamt blieb ihr Kandidat James B. Weaver ein Verlierer. In dem auf allen Seiten mit großer Leidenschaft geführten Wahlkampf von 1896 entschlossen sich dann die Populisten, den volkstümlichen Kandidaten der Demokraten, William Jennings Bryan[FN 78] zu unterstützen,[...]

    [FN 78: Vgl. zu Bryan: R. Hofstadter: The American Political Tradition, (Kap.: William Jennings Bryan: The Democrat as Revivalist), a.a.O., S. 240-265]

    Die Präsidentschaftswahlen von 1892 brachten der neuen Partei vor allem im Westen und im Süden große Erfolge. Ihr Kandidat James B. Weaver, [...]

    In dem auf allen Seiten mit großer Leidenschaft geführten Wahlkampf von 1896 unterstützten die Populisten den Kandidaten der Demokraten, William Jennings Bryan.

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 259 16-18


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 259, Zeilen: 16-18
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 148, Zeilen: 39-41
    Mit der Unterstützung der erfolglosen Präsidentschaftskandidatur Bryans fand die populistische Bewegung nach sturmflutartigem Aufbruch um 1896 praktisch bereits auch ihr Ende. Mit der Unterstützung der Präsidentschaftskandidatur Bryans hatte die populistische Bewegung nach sturmflutartigem Aufbruch um 1896 praktisch bereits ihr Ende gefunden.
    Anmerkungen

    Ein Attribut wird ergänzt und aus Präteritum wird Plusquamperfekt - das wars.

    Sichter


  • Mm/Fragment 259 18-20


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 259, Zeilen: 18-20
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 149, Zeilen: 1-4
    Allerdings sollten ihre Forderungen nach Ausbau der direkten Demokratie und Kontrolle der Monopole als historische Vorbilder auch später immer wieder Beachtung finden, [...] Ihre Forderungen nach Ausbau der direkten Demokratie und Kontrolle der Monopole sollen als historische Vorbilder auch später immer wieder Beachtung finden.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 259 25-40


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 259, Zeilen: 25-40
    Quelle: Puhle 1983
    Seite(n): 18, Zeilen: 15-21, 22-35
    Gemessen an der Verwirklichung konkreter Einzelforderungen und der Wahrung bestimmter Interessen sind die Populisten eine der erfolgreichsten politischen Rand-Bewegungen Amerikas überhaupt gewesen. Freilich hatte die Verwirklichung populistischer Forderungen die Tendenz zum „strong government" und zum Ausbau der zentralen Bürokratie gefördert und beschleunigt.[FN 80] Franklin Delano Roosevelt und Lyndon Johnson, die Befürworter eines vehementen Ausbaus der staatlichen Interventionsmechanismen, haben sich ebenso auf die populistische Tradition berufen wie zum Teil auch ihre ideologischen Gegner Jimmy Carter, der an William Jennings Bryan erinnert, und Ronald Reagan. George McGovern, der erfolglose linksliberale Präsidentschaftskandidat der Demokraten von 1972, war u.a. auch ein Populist in der basisdemokratischen Tradition des getreidebauenden nördlichen Mittelwestens. George Wallace, der frühere Gouverneur von Alabama, stand, was seine Rhetorik, sein Programm, seinen Appell an die „kleinen Leute" und seinen segregationistischen, aber fürsorglichen Paternalismus gegenüber den ärmeren Farmern angeht, fest in der Tradition des südstaatlichen Populismus der Jahrhundertwende.

    [FN 80: Vgl. Hans-Jürgen Puhle: Was ist Populismus?, Politik und Kultur, H. 1, 1983, S. 26-30.]

    Gemessen an der Verwirklichung konkreter Einzelforderungen und der Wahrung bestimmter Interessen sind die Populisten eine der erfolgreichsten politischen Bewegungen Amerikas überhaupt gewesen.

    Die Verwirklichung dieser Forderungen hat allerdings die Tendenzen zum »starken Staat« und zum Ausbau der zentralen Bürokratie gefördert und beschleunigt, [...]. Franklin Roosevelt und Lyndon Johnson, die Befürworter eines vehementen Ausbaus der staatlichen Interventionsmechanismen, haben sich ebenso auf die populistische Tradition berufen wie deren ideologische Gegner Jimmy Carter und Ronald Reagan. George McGovern, der erfolglose linksliberale Präsidentschaftskandidat der Demokraten von 1972, war u.a. auch ein - sogar literarisch ausgewiesener - Populist in der basisdemokratischen Tradition des getreidebauenden nördlichen Mittelwestens. George Wallace, der frühere Gouverneur von Alabama, stand, was seine Rhetorik, sein Programm, seinen Appell an die »kleinen Leute« und seinen segregationistischen, aber fürsorglichen Paternalismus gegenüber den ärmeren Farmern angeht, fest in der Tradition des südstaatlichen Populismus der Jahrhundertwende.

    Anmerkungen

    Ein "Rand-" weggelassen, ein "Freilich" hinzugefügt, ein paar weitere kleine Änderungen und Auslassungen - ansonsten wortwörtlich dasselbe. Ein Literaturverweis mit "Vgl." irgendwo mittendrin, keine Kennzeichnung des Zitats, wieder sind weitere 16 Zeilen der Diss gefüllt.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

    Sichter


  • Mm/Fragment 259 45-48


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 259, Zeilen: 45-48
    Quelle: Puhle 1983
    Seite(n): 19, Zeilen: 16-23
    Tatsächlich sollte sich die populistische Ideologie als ambivalent, janusköpfig, erweisen; denn einerseits waren die Populisten hinterwäldlerisch, autoritär, sektiererisch-fundamentalistisch, fremdenfeindlich und antisemitisch, andererseits progressive Sozialreformer und Basisdemokraten. Sie waren aber keine Sozialre[volutionäre oder Sozialdemokraten, und sie machten auch nicht gegen den amerikanischen Kapitalismus mobil, sondern nur gegen die Einseitigkeiten einiger privatkapitalistischer Organisationsformen, die die Industrie und das Big Business begünstigten. [...][FN 81]]

    [FN 81: Vgl. D. Noble: The Religion of Progress, 1890-1914, Social Research, 1955, S. 417-440; Gerald W. McFarland: Mugwumps, Morals and Politics, 1884-1920, Amherst, Mass., 1975, H.-J. Puhle, op. cit., S. 29 f.]

    Die amerikanischen Populisten hatten das typisch populistische Janusgesicht: Sie konnten hinterwäldlerisch, autoritär, sektiererisch-fundamentalistisch und antisemitisch sein und gleichzeitig progressive Sozialreformer und Basisdemokraten. Sie waren aber keine Sozialrevolutionäre oder Sozialdemokraten. Sie machten nicht gegen den Kapitalismus mobil, sondern nur gegen die Einseitigkeiten von dessen privater Organisierung, die zeitweise die Industrie und das Big Business begünstigte.
    Anmerkungen

    Die Übernahme aus Puhle (1983) geht nahtlos weiter. Am Ende des Absatzes wird in der Fußnote ein Hinweis auf den Autor "versteckt". Nicht einmal als "Bauernopfer" zu qualifizieren.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

    Sichter


  • Mm/Fragment 260 01-17


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 260, Zeilen: 1-17
    Quelle: Puhle 1983
    Seite(n): 19, Zeilen: 19-28, 32-39
    [Sie waren aber keine Sozialre]volutionäre oder Sozialdemokraten, und sie machten auch nicht gegen den amerikanischen Kapitalismus mobil, sondern nur gegen die Einseitigkeiten einiger privatkapitalistischer Organisationsformen, die die Industrie und das Big Business begünstigten. Die amerikanischen Farmer waren ja selbst kapitalistische Unternehmer gewesen, aber gegenüber der Industrie waren sie die Kleinen. Der amerikanische Populismus war letztendlich eine versuchte Revolte kleinerer und mittlerer Unternehmer gegen die ganz Großen, eine Protestbewegung, die zwar als zivilisationskritische Revolte mißlang, in der Form beständiger Reformpolitik aber auf die Dauer einige Erfolge nachweisen konnte. Auch die radikalsten basisdemokratischen, egalitären und partizipatorischen Forderungen der „Populisten" waren revolutionär nur in jenem spezifisch populistischen Wortsinn, in dem „Revolution" eine Wiederherstellung ursprünglicher Werte und Zustände, die später verdorben worden seien, bedeutete. Sie verlangten also weder mehr Demokratie noch mehr soziale Gerechtigkeit, sondern nur die Wiederherstellung der idealisierten, alten, noch nicht so organisierten und technisierten Form der Demokratie, wie sie die „agrarische Demokratie des späten 18. Jahrhunderts dargestellt hatte.[FN 81]

    [FN 81: Vgl. D. Noble: The Religion of Progress, 1890-1914, Social Research, 1955, S. 417-440; Gerald W. McFarland: Mugwumps, Morals and Politics, 1884-1920, Amherst, Mass., 1975, H.-J. Puhle, op. cit., S. 29 f.]

    Sie waren aber keine Sozialrevolutionäre oder Sozialdemokraten. Sie machten nicht gegen den Kapitalismus mobil, sondern nur gegen die Einseitigkeiten von dessen privater Organisierung, die zeitweise die Industrie und das Big Business begünstigte. Die Farmer waren kapitalistische Unternehmer, aber gegenüber der Industrie waren sie die Kleineren. Der amerikanische Populismus war eine versuchte Revolte kleinerer und mittlerer Unternehmer gegen die ganz Großen, die zwar als Revolte mißlang, in der Form beständiger Reformpolitik aber auf die Dauer Erfolg hatte, [...].

    Auch die radikalen basisdemokratischen, egalitären und partizipatorischen Forderungen der populists waren revolutionär nur in jenem alten Wortsinn, in dem »Revolution« noch eine Wiederherstellung ursprünglicher und dann verdorbener Zustände bedeutet. Sie verlangten weder mehr Demokratie noch mehr soziale Gerechtigkeit, sondern nur die Wiederherstellung der alten, noch nicht so organisierten Form von Demokratie, wie man sie verstand.

    Anmerkungen

    Erstaunlich: wann immer Mm vorher die Gelegenheit hatte, hat sie Termini vom Deutschen ins Englische übertragen. Hier - bei "populists" - macht sie es genau umgekehrt - offensichtlich, um durch eine "Eigenleistung" das "Vgl." zu begründen. Der Versuch, ihre Übernahme durch ein ordentliches Zitat zu tarnen, misslingt diesmal kläglich, da anscheinend die "schließenden Gänsefüßchen" abhanden gekommen sind.<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

    Sichter


  • Mm/Fragment 260 18-26


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 260, Zeilen: 18-26
    Quelle: Puhle 1983
    Seite(n): 19-20, Zeilen: S.19,39-40 - S.20,1-8
    So war die populistische Ideologie primär rückwärtsgewandt. Der Farmer und kleine Unternehmer sollte nach dem populistischen Credo unabhängig von Wirtschaftsweise, Betriebsgröße und Konjunktur seine wirtschaftliche Freiheit, Gleichberechtigung und Profitchance zurückerhalten, die die zunehmende Konzentration, Organisation und Unüberschaubarkeit der Wirtschaft ihm weitgehend genommen hatte. Die dazu in Aussicht genommenen Mittel ebneten jedoch gegen die Intentionen der Populisten den Weg hin zu „big government" und stärkten gleichzeitig angesichts der Marktmechanismen am Ende die Größeren und fortschrittlicher Organisierten. Ihre Ideologie war primär rückwärts gewandt. Der individuelle Eigentümer und Unternehmer sollte unabhängig von Wirtschaftsweise, Betriebsgröße und Konjunktur seine wirtschaftliche Freiheit, Gleichberechtigung und Profitchance zurückerhalten, die die zunehmende Konzentration, Organisation und Unüberschaubarkeit der Wirtschaft ihm weitgehend genommen hatte. Die dazu in Aussicht genommenen Mittel ebneten gegen die Intentionen ihrer Urheber den Weg hin zu Big Government, zum »starken Staat«, und sie stärkten angesichts der Marktmechanismen am Ende die Größeren und die besser Organisierten.
    Anmerkungen

    Kurz vorm "KomplettPlagiat".<br/> (Der Text der Fundstelle wurde zitiert nach dem Nachdruck des Aufsatzes in Dubiel, Helmut (Hrsg.): Populismus und Aufklärung, dort S. 12-32, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1986.)

    Sichter


  • Mm/Fragment 260 27-34


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 260, Zeilen: 27-34
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 149, Zeilen: 7-15
    Die amerikanische Geschichtsschreibung des frühen 20. Jahrhunderts hat den Populismus gerne als direkten Vorläufer des „Progressive Movement" interpretiert.[FN 82] Seit den 50er Jahren wurden aber auch seine nativistischen Tendenzen immer deutlicher gesehen, seine feindliche Haltung gegenüber den Immigranten im allgemeinen und sein Antisemitismus im besonderen.[FN 83] Daß der populistischen Bewegung bei aller Fortschrittlichkeit ihrer sozialen und wirtschaftlichen Forderungen und Programme auch pessimistische, ja reaktionäre Elemente innewohnten, kann nicht geleugnet werden:

    [FN 82: Vgl. John D. Hicks: The Populist Revolt: A History of the Farmer's Alliance and the People's Party, Minneapolis 1931.]

    [FN 83: Diese Richtung vertreten besonders die Historiker Eric F. Goldman: Rendezvous with Destiny, a.a.O., und Richard Hofstadter: The Age of Reform; a.a.O.]

    Die amerikanische Geschichtsschreibung des frühen 20. Jahrhunderts hat den Populismus gerne als direkten Vorläufer des »Progressive Movement« bezeichnet. Seit etwa 1950 wurden aber auch seine nativistischen Tendenzen immer deutlicher gesehen, seine feindliche Haltung gegenüber den Immigranten im allgemeinen und sein Antisemitismus im besonderen. Daß der Bewegung bei aller Fortschrittlichkeit ihrer sozialen Forderungen und Programme auch konservative, ja reaktionäre Elemente innewohnten, ist heute nicht mehr zu übersehen.[FN 7]

    [FN 7:Zur Entwicklung der Populismus-Interpretation vgl. Fohlen, S. 84ff.]

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 261 17-23


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 261, Zeilen: 17-23
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 61, Zeilen: 10-16
    Die politische, soziale und wirtschaftliche Orientierung der „Progressives" sollte sich in vielerlei Hinsicht als richtungweisend für die fortschrittliche Entwicklung Amerikas erweisen. Wie im Falle vieler ihrer populistisch-radikalen

    Vorgänger bestand der Kern der progressivistischen Grundposition in der Forderung nach einer aktiv eingreifenden, politischen Führung anstelle einer passiven, dem unlauteren Wettbewerb der modernen amerikanischen Trusts untätig gegenüberstehenden Bundesregierung.

    Ihre politische und soziale Orientierung erwies sich in vieler Hinsicht als richtungsweisend für die politische Entwicklung des modernen Amerika[FN 10]. Ebenso wie im Falle viele ihrer radikaleren Vorgänger bestand der Kern der progressivistischen Grundposition in der Forderung nach einer aktiv eingreifenden, politischen Führung anstelle einer passiven, dem freien Wettbewerb der modernen Marktwirtschaft untätig gegenüberstehenden Bundesregierung.
    Anmerkungen

    Die in der Fußnote III.88 aufgeführte Quelle liefert Mewes in seiner Fußnote 10. Ein Hinweis auf Mewes selbst fehlt.

    Sichter


  • Mm/Fragment 261 32-40


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 261, Zeilen: 32-40
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 61, Zeilen: 16-27
    Besonders gut läßt sich die progressive Ideologie am Beispiel des einflußreichen Buches „The Promise of American Life" (1909) des Intellektuellen und Roosevelt-Anhängers und -Beraters Herbert Croly verdeutlichen.[FN 89] Nach Ansicht Crolys stand die amerikanische Gesellschaft am Wendepunkt ihrer Geschichte, da sich die einstigen Vorbedingungen zur Erfüllung des „American way of life" von Grund auf geändert hätten. Von Anfang an versprach das amerikanische Fortschrittssystem nicht nur Demokratie und individuelle Freiheit, sondern auch materielle Belohnung für das Streben nach Glück. „Amerika" stand eben für das bessere Leben überhaupt.[FN 90]

    [FN 89: Herbert Croly: The Promise of American Life, (ed. A.M. Schlesinger), Cambridge, Mass., 1965.]

    [FN 90: Vgl. Charles Forcey: The Crossroads of Liberalism: Croly, Weyl, Lippmann and the Progressive Era, 1900-1925, New York 19673, S. 3-51; Eric F. Goldman: Rendezvous with Destiny, (Kap.: Mr. Croly Writes a Book), a.a.O., S. 146 ff.]

    Am Beispiel der einflußreichen, im Jahre 1908 erschienenen Schrift „The Promise of American Life" (Die Verheißung des amerikanischen Lebens) des Journalisten Herbert Croly[FN 11], kann die Grundeinstellung vieler Anhänger des Progressivismus verdeutlicht werden. Nach Ansicht Crolys stand die amerikanische Gesellschaft an der bedeutendsten Wegscheide ihrer Geschichte. Grund dafür war die Tatsache, daß sich die einstigen Vorbedingungen zur Erfüllung des „american way of life" von Grund auf geändert hatten. Von Anfang an versprach das amerikanische System nicht nur Demokratie und individuelle Freiheit, sondern auch materielle Belohnung für tugendhaftes, im Eigeninteresse verfolgtes Streben nach Glück. „Amerika" stand ganz einfach für ein besseres Leben.

    [FN 11: Herbert Croly: The Promise of American Life (1909), Cambridge, 1965]

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 262 01-09


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 262, Zeilen: 1-9
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 61-62, Zeilen: S.61,30-31 - S.62,1-11
    Dieser Glaube an einen „automatischen" Zusammenhang zwischen individuellem Streben und besserem Leben hatte sich nunmehr laut Croly als ungerechtfertigt erwiesen. Im Gegenteil, das Streben nach privatem Eigentum hatte um die Jahrhundertwende eine massive Konzentration von Wirtschaftsmacht, politische Korruption und unrechtmäßige Privilegierung geschaffen. Aus diesen Gegebenheiten zog Croly nun den Schluß, daß die zukünftige Erfüllung des amerikanischen „Promise" vom besseren Leben nur durch eine bewußte und gezielte nationale Planung und Konstruktion von seiten einer starken Bundesregierung zu erzielen sei.[...][FN 92]

    [FN 92: H. Croly: The Promise of American Life (Introduction), a.a.O., S. xxii.]

    Dieser Glaube an einen „automatischen" Zusammenhang zwischen individuellem Streben und besserem Leben erwies sich aber laut Croly als ungerechtfertigt. Das Streben nach privatem Eigentum hatte im Gegenteil die massive Konzentration von Wirtschaftsmacht, politische Korruption und unrechtmäßige Privilegierung zu äußerlichen Kennzeichen des modernen Amerika gemacht. Aus dieser Tatsache zogen Croly und die Progressivsten den Schluß, daß die künftige Erfüllung der amerikanischen Verheißung eines besseren Lebens im Sinne einer bewußten nationalen „Planung und Konstruktion" an Stelle des traditionellen Glaubens an Amerika „unerbittliches nationales Schicksal („inexorable national destiny") bedeute. Daher wurde der Bundespolitik eine zentrale Funktion der amerikanischen

    Gesellschaft bei der künftigen Gestaltung beigemessen.

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 262 12-21


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 262, Zeilen: 12-21
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 62, Zeilen: 12-22
    Gestützt auf die (Fortschritts-)Ideale der amerikanischen politischen Tradition versuchten die „Progressives", gleichzeitig sowohl die Plutokratie als auch den Sozialismus durch demokratische Reformen zu verhindern. Eine mittlerweile entstandene progressive „Mugwump"-Intelligentsia kritisierte in einer Reihe neugegründeter progressiver Zeitschriften mit Massenauflagen („Muckraking"-Journalismus) die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Mißstände insbesondere in den Großstädten. Ihre Bejahung einer starken nationalen Regierung war mit der Einsicht verbunden, daß gesamtgesellschaftliche Reformen nur durch eine aktive Mitwirkung der Bürger auf kommunaler und Einzelstaatsebene zu verwirklichen seien.[FN 93]

    [FN 93: Vgl. Louis Filler: Appointment at Armageddon: Muckraking and Progressivism in the American Tradition, Westport, Conn., 1976; Walter Lippmann: Drift and Mastery (1914), (Kap.: The Themes of Muckraking), Englewood Cliffs, N.J., 1961; R. Hofstadter: The Age of Reform, (Kap.: Muckraking: The Revolution in Journalism), a.a.O., S. 186 ff.]

    Gestützt auf ein sozial verpflichtetes Christentum, einen humanen Pragmatismus und die Tradition der Freiheit und Gleichheit versuchten die Progressivisten gleichzeitig sowohl die Plutokratie als auch den Sozialismus durch weitgreifende „demokratische" Reformen zu verhindern. Beachtlich ist dabei, daß die Bejahung einer starken nationalen Regierung mit der Einsicht verbunden wurde, daß gesamtgesellschaftliche Reformen nur durch aktive Mitwirkung der Bürger auf kommunaler und Einzelstaatsebene zu verwirklichen seien. So kritisierten z.B. in einer Reihe neugegründeter Zeitschriften mit Massenauflagen Journalisten politische und soziale Mißstände insbesondere in den Großstädten.
    Anmerkungen

    Inhaltlich reduziert der Dissertationstext die Motivation der Progressivisten (z.B. um das christliche Movens) und ergänzt das Stichwort "Muckracking" - ansonsten ändert sich im wesentlichen nur die Reihenfolge der Originalsätze.

    Sichter


  • Mm/Fragment 262 22-42


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 262, Zeilen: 22-42
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 151-152, Zeilen: S.151,28-43 - S.152,1-14
    Die progressive Reformwelle setzte 1900 im Mittelwesten ein, besonders in Wisconsin, wo der republikanische Gouverneur und radikale Progressive Robert M. LaFollette die Verwaltung seines Staates zu einem Muster an Effizienz und Organisation machte. Er räumte mit der korrupten Herrschaft der „Party Bosses" auf, etablierte eine enge Zusammenarbeit zwischen der Regierung und der renommierten Universität in Madison, setzte zahlreiche Expertenkommissionen ein, die ihm Gutachten und Ratschläge zur Lösung der ökonomischen und sozialen Probleme vorlegten, ließ seine Legislativbehörde Vorwahlen („direct primaries"), Initiative und Referendum einführen, beschnitt die Einflußmöglichkeiten des „Lobbyism" der Banken und Eisenbahngesellschaften und schuf das erste einzelstaatliche Einkommensteuergesetz. Wisconsin wurde nach den Worten Theodore Roosevelts zum „Laboratory of Democracy", das die gesamte Nation beeindruckte.

    Ähnliche Regierungsprogramme wurden auch in anderen vorwiegend agrarischen Staaten wie Iowa, Minnesota, Oregon, Mississippi, Arkansas und South Carolina durchgeführt. Aber auch in den industrialisierten Staaten errang das „Progressive Movement" bedeutende Erfolge, wie z.B. in New Jersey, wo der Kampf gegen die Macht der großen privaten Geschäftsunternehmen und ihren Einfluß auf öffentliche Verwaltung und Politik mit großem Engagement von dem Reformpolitiker und Gouverneur dieses Staates Woodrow Wilson (1911/12) geführt wurde.[FN 94]

    [FN 94: Vgl. R. Hofstadter: The Age of Reform, a.a.O., S. 131 ff.; John D. Buenker: Urban Liberalism and Progressive Reform, a.a.O., S. 163-239.]

    Die Reformwelle setzte im agrarischen Mittelwesten ein. Von entscheidender Bedeutung war die Wahl des Republikaners Robert M. LaFollette zum Gouverneur von Wisconsin im Jahre 1900. In den sechs Jahren seiner Amtsführung - er ging bereits 1906 als Senator nach Washington - machte dieser fortschrittliche gesinnte Politiker die Verwaltung seines Staates zu einem Muster an Effizienz und Tüchtigkeit. Er räumte mit der korrupten Herrschaft der „Party Bosses" auf, etablierte eine enge Zusammenarbeit zwischen der Staatsregierung und der bereits sehr renommierten Staatsuniversität in Madison und setzte zahlreiche Expertenkommissionen ein, die ihm Gutachten und Ratschläge zur Lösung der ökonomischen und sozialen Probleme vorlegten. Mit außerordentlicher Energie trieb er die Legislativbehörde zu produktiver Arbeit an. Sie führte direkte Primärwahlen, Initiative und Referendum ein, setzte eine allgemeine Verfassungsreform durch, beschnitt die Einflußmöglichkeiten des »Lobbyism« der Banken und Eisenbahngesellschaften, förderte den Naturschutz und schuf das erste einzelstaatliche Einkommensteuergesetz. Wisconsin wurde nach den Worten Theodore Roosevelts zum »Laboratory of Democracy«, das die gesamte Nation beeindruckte.

    Große Mehrheiten der Bevölkerung unterstützten ähnliche Regierungsprogramme auch in anderen Landwirtschafts-Staaten wie Iowa, Minnesota, Oregon, Mississippi, Arkansas und South Carolina. Aber auch in den industrialisierten Staaten errang das »Progressive Movement« mit der Zeit bedeutende Erfolge. Der Kampf gegen die Macht der großen privaten Geschäftsunternehmungen und ihren Einfluß auf öffentliche Verwaltung und Politik wurde zuerst und vor allem in New Jersey mit großem Einsatz geführt. Zu den wirkungsreichsten Reformpolitikern dieses Staates gehörte Woodrow Wilson, der 1911/12 ab Gouverneur amtierte [...]

    Anmerkungen

    In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 262 43-47


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 262, Zeilen: 43-47
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 63, Zeilen: 9-12, 14-15, 16-20
    Ferner gelang es den „Progressives", auf der Ebene der Einzelstaaten die Einführung einer Reihe von Sozialstaatsgesetzen durchzusetzen. 1914 untersagten - mit einer Ausnahme - alle Einzelstaaten die Arbeit von Jugendlichen unter 14 Jahren. 1920 unterhielten fast alle Staaten Unfallversicherungen. In den 20er Jahren führten insgesamt 13 Staaten Altersversicherungen und verbesserte Vorkeh[rungen in klinischen Anstalten ein, und nachdem bis 1914 elf Staaten das Frauenwahlrecht anerkannt hatten, passierte 1919 auf Bundesebene ein Verfassungszusatz den Kongreß, der das nationale Frauenwahlrecht verfassungsmäßig verankerte.[...][FN 95]]

    [FN 95: Vgl. J. D. Buenker, op. cit.; Lois W. Banner: Woman in Modern America: A Brief History, New York 1974; David J. Rothman: Conscience and Convenience: The Asylum and its Alternatives in Progressive America, Boston 1980.]

    Auf der Ebene der Einzelstaaten gelang den Progressivisten die Einführung einer Reihe von Sozialstaatsgesetzen. 1914 untersagten - mit einer Ausnahme - alle Einzelstaaten die Arbeit von Jugendlichen unter 14 Jahren. [...] 1920 unterhielten fast alle Staaten Unfallversicherungen. [...] In den 20er Jahren führten insgesamt 13 Staaten Altersversicherungen ein, und nachdem bis 1914 elf Staaten das Frauen Wahlrecht anerkannt hatten, passierte 1919 auf Bundesebene ein Verfassungszusatzartikel den Kongreß, der das nationale Frauenwahlrecht verfassungsmäßig verankerte.
    Anmerkungen

    Die im Original erwähnten "Unfallversicherungen" und die Maßnahmen für "alleinstehende Mütter" entfallen. Ansonsten wortgleich formuliert.

    Sichter


  • Mm/Fragment 263 01-05


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 263, Zeilen: 1-5
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 63, Zeilen: 3-4, 16-20
    [In den 20er Jahren führten insgesamt 13 Staaten Altersversicherungen und verbesserte Vorkeh]rungen in klinischen Anstalten ein, und nachdem bis 1914 elf Staaten das Frauenwahlrecht anerkannt hatten, passierte 1919 auf Bundesebene ein Verfassungszusatz den Kongreß, der das nationale Frauenwahlrecht verfassungsmäßig verankerte. Ebenfalls auf nationaler Ebene wurde 1913 mit dem 17. Verfassungszusatz die Direktwahl der Senatoren anerkannt.[FN 95]

    [FN 95: Vgl. J. D. Buenker, op. cit.; Lois W. Banner: Woman in Modern America: A Brief History, New York 1974; David J. Rothman: Conscience and Convenience: The Asylum and its Alternatives in Progressive America, Boston 1980.]

    1913 wurde dann mit dem 17. Verfassungszusatzartikel die Direktwahl der Senatoren anerkannt -[...]

    In den 20er Jahren führten insgesamt 13 Staaten Altersversicherungen ein, und nachdem bis 1914 elf Staaten das Frauenwahlrecht anerkannt hatten, passierte 1919 auf Bundesebene ein Verfassungszusatzartikel den Kongreß, der das nationale Frauenwahlrecht verfassungsmäßig verankerte.

    Anmerkungen

    Wieder ist die Reihenfolge geändert, Einzelphrasen identisch.

    Sichter


  • Mm/Fragment 263 06-13


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 263, Zeilen: 6-13
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 152, Zeilen: 17-22
    Wenn die Zielsetzungen des „Progressive Movement" in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts auch zum Anliegen der Bundesregierung erhoben wurden, so war dies in erster Linie Theodore Roosevelt zu verdanken. Dieser vielseitig interessierte und begabte Staatsmann und Nobelpreisträger, der vor der Bekleidung eines öffentlichen Amtes zahlreiche historische und politische Werke und Abhandlungen veröffentlicht hatte,[FN 96] übte das Präsidentenamt mit einer moralischen Dynamik aus („bully pulpit"), die seit Lincoln nicht mehr zu spüren gewesen war.

    [FN 96: Vgl. zu Th. Roosevelts Werken: Aloysius A. Norton: Theodore Roosevelt, Boston 1980; Hermann Hagedorn (ed.): The Works of Theodore Roosevelt, Memorial Edition, New York 1923-25,24 vols.]

    Wenn die Zielsetzungen des »Progressive Movement« im ersten

    Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts auch zum Anliegen der Bundesregierung erhoben wurden, war dies in erster Linie der Tatkraft Theodore Roosevelts zu verdanken. Dieser vielseitig interessierte und begabte Staatsmann übte das Präsidentenamt mit einer Dynamik aus, die seit Jackson und Lincoln nicht mehr zu spüren gewesen war.

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 263 13-20


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 263, Zeilen: 13-20
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 152, Zeilen: 33-42
    Vielen konservativen Republikanern der „Old Guard" flößten sein energisches Wesen und seine Reformfreudigkeit Mißtrauen ein. Hingegen setzten die progressiven Politiker beider Parteien große Hoffnungen in ihn. Bereits in seinem ersten Amtsjahr zeigte Roosevelt, daß er die durch den ökonomischen Aufschwung entstandenen Probleme der Republik erkannt hatte und daß er gewillt war, zu ihrer Lösung beizutragen.[FN 97] Freilich, das bestehende Wirtschaftssystem wollte er nicht revolutionär verändern, sondern von Machtmißbrauch und Korruption befreien:

    [FN 97: Vgl. John Morton Blum: The Republican Roosevelt, Cambridge, Mass., 19782;J. M.Blum: The Progressive Presidents: Theodore Roosevelt, Woodrow Wilson, Franklin D. Roosevelt, Lyndon B. Johnson, New York/London 1980, S. 23-60.]

    Vielen konservativen Republikanern der »Old Guard« flößten sein energisches Wesen und seine Reformfreudigkeit Mißtrauen ein. Die »progressiven« Politiker beider Parteien hingegen setzten große Hoffnungen auf ihn. Innerhalb seines ersten Amtsjahres schon zeigte Roosevelt, daß er die durch den ökonomischen Aufschwung entstandenen Probleme der Republik sehr genau erkannt hatte und daß er gewillt war, zu ihrer Lösung beizutragen. Das bestehende Wirtschaftssystem wollte er zwar nicht revolutionär verändern, aber er wollte es von Machtmißbrauch und Korruption befreien.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 263 23-26


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 263, Zeilen: 23-26
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 152-153, Zeilen: S. 152,42-43 - S. 153,1-3
    Roosevelt, der Neo-Hamiltonian, war davon überzeugt, daß der Bundesregierung die Aufgabe obliege, „private business" zu kontrollieren, die Regulierung über das Kapital zu behaupten, den Monopolen ein Ende zu bereiten und den Lohnabhängigen mehr Sicherheit zu verschaffen. Zutiefst war er davon überzeugt, daß der Bundesregierung die Aufgabe obliege, den privaten »Business« zu kontrollieren, die Herrschaft über das Kapital zu behaupten, den Monopolen ein Ende zu bereiten und den Lohnabhängigen mehr Sicherheit zu verschaffen.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 263 36-37


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 263, Zeilen: 36-37
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 153, Zeilen: 3-5
    Nach seinen eigenen Worten (1901) war es seine Absicht, allen am Wirtschaftsprozeß beteiligten Interessengruppen einen „Square Deal" zu ermöglichen: Nach seinen eigenen Worten ging es ihm stets darum, allen am Wirtschaftsprozeß beteiligten Interessengruppen einen »Square Deal« zu ermöglichen.
    Anmerkungen

    Im wesentlichen besteht Seite 263 aus unwesentlich abgeänderten Passagen aus Guggisberg und Originalzitaten von Roosevelt.

    Sichter


  • Mm/Fragment 264 07-11


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 264, Zeilen: 7-11
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 153, Zeilen: 31-38
    Während seiner Amtszeit gelang Roosevelt die „railroad regulation" („Elkins Act", 1903; „Hepburn Act", 1906), eine zentrale Regelung des Eisenbahnwesens, die die Praxis der Vorzugstarife und die Kontrolle der Kohlengruben durch die Eisenbahngesellschaften aufhob und darüber hinaus der Bundesregierung die Berechtigung zur Intervention in Tarifangelegenheiten ermöglichte. Roosevelt befaßte sich auch mit dem seit langer Zeit heftig umstrittenen Problem einer zentralen Regelung des Eisenbahnwesens. Es gelang ihm, den Kongreß zur Verabschiedung zweier Gesetze zu bewegen, die die Praxis der Vorzugstarife und die Kontrolle der Kohlengruben durch die Eisenbahngesellschaften aufhoben und darüber hinaus der Bundesregierung die Berechtigung zur Intervention in Tarifangelegenheiten zusprachen (»Elkins Act«, 1903; »Hepburn Act«, 1906).
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 264 11-20


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 264, Zeilen: 11-20
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 153, Zeilen: 15-23, 24-27
    Ferner brachte Roosevelt den Kongreß dazu, ein „Department of Commerce and Labor" zu schaffen, dessen Leiter Kabinettsrang besaß. Diesem war u.a. das „Bureau of Corporations" unterstellt, eine zentrale Kontrollbehörde, die das Geschäftsgebaren der großen Firmen durchleuchten, Berichte darüber anfertigen und diese in der Presse veröffentlichen sollte. Der Kampf Roosevelts gegen die Trusts hatte zwar seine Popularität besonders bei den mittleren und unteren Einkommensschichten verstärkt, doch waren die Erfolge im ganzen gesehen hier eher propagandistischer als praktischer Art. Die gesetzlichen Grundlagen der Antimonopol-Bewegung wurden nicht wesentlich erweitert. Noch vor dem Ende seiner ersten Amtsperiode brachte Roosevelt den Kongreß dazu, ein »Department of Commerce and Labor« zu schaffen, dessen Vorsteher Kabinettsrang besaß. Ihm war u.a. das »Bureau of Corporations« unterstellt, eine zentrale Kontrollbehörde, die das Geschäftsgebaren der großen Firmen durchleuchtete, Berichte darüber anfertigte und diese in der Presse veröffentlichte. Der Kampf gegen die Trusts verstärkte Roosevelts Popularität natürlicherweise besonders bei den mittleren und unteren Einkommensschichten.[...] Die Erfolge waren im ganzen gesehen allerdings eher propagandistischer ab praktischer Art. Die gesetzlichen Grundlagen der Antimonopol-Bewegung wurden nicht entscheidend erweitert.
    Anmerkungen

    Bis auf einen (kurzen) Satz wird der Abschnitt vollständig übernommen.

    Sichter


  • Mm/Fragment 264 20.23-24


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 264, Zeilen: 20.23-24
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 153, Zeilen: 27-30
    Immerhin schuf er ein allgemeines Bewußtsein der „socialization of democracy" (Arthur M. Schlesinger), die Notwendigkeit für Unternehmer, soziale Verantwortung („social stewartship", Richard Striner) zu üben, was tatsächlich einige Trusts dazu veranlaßte, maßvolleres und vorsichtigeres Vorgehen an den Tag zu legen. Immerhin

    gelang die Vernichtung einiger besonders schlimmer Auswüchse der Monopolisierung,

    und manche Unternehmer bequemten sich zu maßvollerem und vorsichtigerem Vorgehen.

    Anmerkungen

    Alleingenommen harmlos. Anfang und Ende des Guggisberg-Satzes bleiben erhalten andere Fremdzitate füllen auf. Ist aber bei einer Gesamtbetrachtung der Guggisberg-Übernahmen zu berücksichtigen.

    Sichter


  • Mm/Fragment 264 27-32


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 264, Zeilen: 37-41
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 154, Zeilen: 20-25
    Zu den bemerkenswertesten Leistungen seiner progressiven Innenpolitik gehörte schließlich auch sein Engagement für den Naturschutz, für die Erhaltung der Wälder und der anderen natürlichen Reichtümer des Landes. Als erster Präsident der Vereinigten Staaten mit ökologischem Bewußtsein förderte er die Schaffung nationaler Land- und Waldreserven sowie den Schutz der natürlichen Wasserläufe. Zu den bemerkenswertesten Leistungen seiner Innenpolitik gehörte schließlich auch der Einsatz für den Naturschutz, für die Erhaltung der Wälder und der anderen natürlichen Reichtümer des Landes. Seit seinem Amtsantritt hatte er immer wieder die Schaffung nationaler Land- und Waldreserven sowie den Schutz der natürlichen Wasserläufe gefördert.
    Anmerkungen

    Im ersten Satz wurde im Wesentlichen ein Wort abgeändert. Im zweiten Satz der Hinweis auf ein "ökologisches Bewußtsein" Roosevelts ergänzt (dem damaligen Zeitgeist geschuldet und Aktualität der Ausführungen demonstrierend).

    Sichter


  • Mm/Fragment 264 44-47


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 264, Zeilen: 44-47
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 154, Zeilen: 25-29
    Im Mai 1908 berief Roosevelt eine „National Conservation Conference" nach Washington ein, an der 44 Gouverneure und zahlreiche Experten teilnahmen. Der Ökologie-Kongreß legte den Grund zu regelmäßigen Gouverneurskonferenzen und führte zur Entstehung einzelstaatlicher Naturschutz-Kommissionen Im Mai 1908 berief er eine »National Conservation Conference« nach Washington ein, an der 44 Gouverneure und Hunderte von Experten teilnahmen. Die Tagung legte den Grund zu regelmäßigen Gouverneurskonferenzen und führte zur Entstehung einzelstaatlicher Naturschutz-Kommissionen.
    Anmerkungen

    Bearbeitung: Aus der "Tagung" wird in anachronistischer Art und Weise ein "Ökologie-Kongreß" - ansonsten wörtlich übernommen.<br />Somit ist S. 264 nicht mehr als ein Konglomerat aus Guggisberg und (über insgesamt 17 Zeilen) Original-Roosevelt-Zitaten.

    Sichter


  • Mm/Fragment 266 24-28


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 266, Zeilen: 24-28
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 156, Zeilen: 2-7
    Wilsons politisches Denken war sowohl durch intellektuelle Disziplin als auch durch hohen Idealismus gekennzeichnet. Seine persönliche Integrität verleitete ihn geradezu, seine moralischen Überzeugungen mit einem unbeirrbaren missionarischen Eifer durchzufechten.[FN 117] Wie Roosevelt, besaß auch Wilson ein waches Sensorium für die sozialen Mißstände der Zeit, [...]

    [FN 117: Vgl. David Mervin: Woodrow Wilson and Presidential Myths, Presidential Studies Quarterly, vol. XI, No. 4, Fall 1981, S. 559-564.]

    Sein politisches Denken war sowohl durch intellektuelle Disziplin als auch durch hohen Idealismus gekennzeichnet. Er war persönlich integer, in seinen moralischen Oberzeugungen bis zum Eigensinn unbeirrbar und dazu von einem ausgesprochenen Missionsbewußtsein erfüllt. Wie Roosevelt besaß auch Wilson ein waches Sensorium für die sozialen Mißstände der Zeit, [...]
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 267 22-35


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 267, Zeilen: 22-35
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 64, Zeilen: 21-33
    Wilson war der erste Präsident seit Jefferson, der dem Kongreß in einer von ihm einberufenen Sondersitzung persönlich seine Gesetzesvorschläge für eine neue Zolltarifpolitik präsentierte.

    Zur Behebung der notorischen Krisenanfälligkeit der über 30000 mehr oder weniger unabhängigen Geldinstitute wurde durch den „Federal Reserve Act" (1913) ein nationales Zentral- und Reservebanksystem eingerichtet, das sich auch als wirksames Instrument der Konjunktursteuerung bewähren sollte.

    1916 wurden der „Federal Farm Loan Board" mit zwölf regionalen Darlehensbanken zur Unterstützung der Landwirtschaft, 1914 die „Federal Trade Commission", die das „Bureau of Corporations" ablöste, zur Kontrolle von Großunternehmen im zwischenstaatlichen Handel und schließlich im gleichen Jahr mit dem „Clayton Act" neue Anti-Monopolverordnungen geschaffen. Seit 1916 wurde die Jugendarbeit auf Bundesebene gesetzlich kontrolliert, und im gleichen Jahr auf Initiative des Präsidenten der 8-Stundentag für Eisenbahnarbeiter eingeführt.[FN 120]

    [FN 120: Vgl. A. S. Link: Woodrow Wilson and the Progressive Era, New York 1953; J. M. Blum: The Progressive Presidents, (Kap.: Woodrow Wilson), a.a.O., S. 61 ff.]

    Wilson war der erste Präsident seit Jefferson, der dem Kongreß in einer von ihm einberufenen Sondersitzung persönlich seine Gesetzesvorschläge für eine neue Zolltarifpolitik präsentierte.

    1913 wurde die Zentralbank („Federal Reserve") mit dem finanzpolitisch mächtigen „Federal Reserve Board" ins Leben gerufen.

    1916 wurde die „Federal Farm Loan Board" mit 12 regionalen Darlehensbanken zur Unterstützung der Landwirtschaft, 1914 die „Federal Trade Commission" zur Kontrolle von Großunternehmen im zwischenstaatlichen Handel und schließlich im selben Jahr mit dem „Clayton Act" neue Anti-Monopol Verordnungen geschaffen. Seit 1916 wurde die Jugendarbeit auf Bundesebene gesetzlich kontrolliert, und im selben Jahr wurde auf Initiative des Präsidenten der Acht-Stundentag für Eisenbahnarbeiter eingeführt.

    Anmerkungen

    Ergänzt wurden Details zur Gründung der Zentralbank 1913. Ansonsten identisch zur Vorlage.

    Sichter


  • Mm/Fragment 268 11-14


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 268, Zeilen: 11-14
    Quelle: Guggisberg 1979a
    Seite(n): 158, Zeilen: 8-11
    Allerdings sollten die Initiativen zu praktischen Wirtschafts- und Sozialreformen in der Franklin D. Roosevelt-Administration zu neuem Leben erwachen und mit ihren Ergebnissen die Errungenschaften des „Progressive Movement" noch übertreffen. Die Initiative zu praktischer sozialer Reform sollte ihrerseits in der Ära Franklin D. Roosevelts zu neuem Leben erwachen und mit ihren Ergebnissen die Errungenschaften des »Progressive Movement« bei weitem übertreffen.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 269 01-15


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 269, Zeilen: 1-15
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 68-69, Zeilen: S.68,5-8.10-17.33 - S.69,1-4
    Das Vermächtnis der Roosevelt-Ära, d.h. vor allem die Erfahrungen mit der Weltwirtschaftskrise und dem 2. Weltkrieg, war ein starkes und machtvolles Präsidialamt als Verkörperung des liberal-demokratischen Nationalismus. Daß dieses Vermächtnis nicht unumstritten und unangefochten blieb, wurde bereits während der Truman-Administration (Friedrich A. Hayek: „Individualism and Economic Order", 1948) und der darauffolgenden Eisenhower-Jahre ersichtlich. Harry Trumans Versuch, die liberal-demokratische, ökonomische Grundstimmung der Roosevelt-Ära nach Kriegsende im Rahmen seines „Fair Deal"-Konzepts fortzusetzen, wurde von einem republikanischen Kongreß teilweise abgelehnt.[FN 125] Aber auch während der Eisenhower-Ära, in der das neue liberal-demokratische Konzept eines starken Präsidentenamtes zurückgedrängt wurde, konnte und wollte die Regierung nicht die einmal festgesetzten Grundlagen und Strukturen des Wohlfahrtsstaates rückgängig machen - erst recht nicht in einer Phase beispiellosen florierenden Wirtschaftswachstums, das die 50er Jahre kennzeichnete.

    [FN 125: Vgl. Alonzo L. Hamby: Beyond the New Deal, Harry S. Truman and American Liberalism, New York/London 1973.]

    Das Vermächtnis der Roosevelt-Ära, und das heißt vor allem der Erfahrungen mit der Weltwirtschaftskrise und dem Zweiten Weltkrieg, war ein gestärktes Präsidialamt als Verkörperung des liberal-demokratischen Nationalismus. [...] Daß dieses Vermächtnis jedoch nicht unumstritten und unangefochten blieb, wurde bereits während der Truman-Administration (1945- 1953) und der darauffolgenden Eisenhower-Jahre ersichtlich.

    Präsident Trumans Versuch[FN 14], die liberal-demokratische Grundstimmung der Roosevelt-Ära nach Kriegsende im Rahmen seines „Fair Deal"-Programms fortzusetzen, wurde weitgehend von einem konservativ eingestellten Kongreß abgelehnt.

    [...]

    Auch der gemäßigt-konservative Präsident Eisenhower[FN 15], der als Republikaner das liberal-demokratische Konzept des starken Präsidentenamts ablehnte, konnte und wollte während der „normalen" 50er Jahre die Grundlagen und Strukturen des Wohlfahrtsstaats nicht mehr rückgängig machen.

    [FN 14: Zur Truman-Administration: Alonzo L. Hamby: Beyond the New Deal, Harry S. Truman and American Liberalism, 1973 [...]]

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 269 18-25


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 269, Zeilen: 18-25
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 69-70, Zeilen: S.69,38-40 - S.70,1-6
    Doch sollte das Rooseveltsche „New Deal"-Vermächtnis noch einen letzten Triumph in der Johnson-Administration erleben, in der der Einfluß der liberalen Präsidialdemokratie auf die Sozial- und Wirtschaftspolitik des Landes seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte. Aufgrund der Tatsache, daß die Demokraten in der Wahl von 1964 zum ersten Mal seit 1938 eine Kongreßmehrheit von Progressiven errangen, gelang es Johnson, eine Reihe von Sozialgesetzen zu verabschieden, die weit über die von Roosevelt gelegten Fundamente des Sozialstaats hinausgingen. Lyndon Johnsons „Great Society"-Vision [...] Der Einfluß der Präsidialdemokratie erreichte seinen vorläufigen Höhepunkt mit der Präsidentschaft Lyndon B. Johnsons während der Jahre 1965-66, als dieser die sozialpolitisch erfolgreichste Legislaturperiode seit 30 Jahren vorweisen konnte[FN 16]. Dank der Tatsache, daß die Demokraten in der Wahl von 1964 zum ersten Mal seit 1938 eine Kongreßmehrheit von progressiven Demokraten bildeten, gelang es Johnson, eine Reihe von Sozialgesetzen zu verabschieden, die weit über die von Roosevelt gelegten Grundlagen des Sozialstaats hinausgingen. Die unter der Bezeichnung „Great Society" bekannte Gesetzgebung [...]
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 269 25-30


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 269, Zeilen: 25-30
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 70, Zeilen: 23-27
    Lyndon Johnsons „Great Society"-Vision und sein Wille, den amerikanischen Traum für alle zu verwirklichen, Crolys „Promise of American Life" einzulösen, verwandelte als praktisches Programm die liberal-demokratische Interessenpolitik von der seit Roosevelt hauptsächlich defensiven Strategie gegenüber Arbeitslosigkeit und Armut in eine offensive Strategie zur Entwicklung einer von der Regierung initiierten Wohlstandsgesellschaft für alle.[FN 126]

    [FN 126: Vgl. J. M. Blum: The Progressive Presidents, (Kap.: Lyndon Johnson and the Uncertain Legacy), a.a.O., S. 163-203; James E. Anderson/Jared E. Hazleton: Managing Macroeconomic Policy: The Johnson Presidency, Austin 1985.]

    Johnsons Regierungsprogramm veränderte die liberal-demokratische Interessenpolitik von der früheren hauptsächlich defensiven Strategie gegenüber Arbeitslosigkeit und Armut in eine offensive Strategie zur Entwicklung einer von der Regierung initiierten Wohlstandsgesellschaft für alle.
    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 269 31-33


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 269, Zeilen: 31-33
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 71-72, Zeilen: S.71,36 - S.72,1-2
    [...] unter dem Banner der amerikanischen Fortschrittsideologie der Verwirklichung des Glücks, ermöglicht durch eine moderne progressive Wirtschaft und Technik, [...] [...] unter dem Banner der „amerikanischen" Ideologie der Verwirklichung des Glücks, ermöglicht durch die moderne Wirtschaft und Technik.
    Anmerkungen

    Die Einbettung dieses kurzen Fragments im Dissertationstext und in Mewes unterscheiden sich sehr - nichtsdestotrotz taucht die höchst ungewöhnliche Formulierung zur "Verwirklichung des Glücks" in beiden Werken (fast) identisch auf. Die Ergänzung der "Ideologie" zur "Fortschrittsideologie" zeigt bewusste "Verschleierung".

    Sichter


  • Mm/Fragment 272 02-09


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Schuju, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 272, Zeilen: 2-9
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 161, Zeilen: 8-15
    In Europa wurde die Amerikanische Revolution von den Philosophen (Voltaire, Lessing,u.a.) vor allem als praktische Bestätigung und Realisierung aufklärerischen Gedankenguts begrüßt. Auf großes Interesse stießen die Verfassungen der Einzelstaaten, die in Frankreich bald übersetzt und mehrmals nachgedruckt wurden (und auch 1781 in einer holländischen Übersetzung in den Niederlanden erschienen). Joseph Garat schrieb 1783:

    „Die Philosophen ganz Europas sehen in den neuen Verfassungen ... die edelste und vielleicht die letzte Hoffnung des Menschengeschlechts."[FN 3]

    [FN 3: J. Garat zit. in: Durand Echeverria: Mirage in the West: A History of the French Image of American Society to 1815, Princeton, N.J., 1968, S. 109.]

    In Europa wurde die Amerikanische Revolution von den "philosophes" vor allem als praktische Bestätigung und Realisierung aufklärerischer Ideen begrüßt.[FN 396] Auf besonderes Interesse stießen die Verfassungen der Einzelstaaten, die in Frankreich bald übersetzt und mehrmals nachgedruckt wurden und auch 1781 in einer holländischen Übersetzung in den Niederlanden erschienen. Joseph Garat schrieb 1783: „Die Philosophen ganz Europas sehen in den neuen Verfassungen ... die edelste und vielleicht die letzte Hoffnung des Menschengeschlechts."[FN 397]

    [FN 396: Der Erfolg der Amerikanischen Revolution, die Konsolidierung der Vereinigten Staaten, und die Tatsache, "daß dieses Gemeinwesen einen guten Fortgang nahm", waren nach dem Urteil Rankes "Umstände, die auf Europa die größte Rückwirkung hatten. ... Bisher hatte man in Europagemeint, daß die Monarchie den Vorteil der Nation am besten verstehe, jetzt kam die Theorie auf, die Nation müsse sich selbst regieren" (Leopold von Ranke, Über die Epochen der Neueren Geschichte, Darmstadt 1959, S. 151).]<br /> [FN 397: Zitiert bei Durand Echeverria, Mirage in the West, A History of the French Image of American Society to 1815, Paperbackausg. Princeton 1968, S. 109.]

    Anmerkungen

    Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 557.

    Sichter


  • Mm/Fragment 272 29-43


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Schuju, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 272, Zeilen: 29-43
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 162, Zeilen: 4-21
    Eindeutig fand die Amerikanische Revolution die stärkste Resonanz in Frankreich, das nicht nur mit den aufständischen Kolonien seit 1778 verbündet war und Truppen nach Amerika geschickt hatte, sondern in dem auch eine aufgeklärte öffentliche Meinung bestand, deren fortschrittliches Ideengut zu dem bestehenden absolutistischen System in besonders krassem Widerspruch stand. Wenn der berühmte Satz Brissots, daß die „Amerikanische Revolution die Mutter der Französischen" gewesen sei[FN 7], ein wenig übertrieben klingen mag, obwohl auch ein moderner französischer Historiker den Aufstand der englischen Kolonien als „wichtigste direkte Ursache der Französischen Revolution" bezeichnete,[FN 8] so hat doch die Amerikanische Revolution zur Vorbereitung und zum Ausbruch der Revolution in Frankreich auf verschiedene Weise beigetragen. Vor allem übte sie einen Demonstrationseffekt aus und lieferte ein positives Gegenbild zum Ancien Régime; gleichzeitig bewies sie, daß eine erfolgreiche Revolution möglich war und sich eine vom Volk ausgehende staatlich-politische Neuordnung realisieren ließ.

    [FN 7: Vgl. Claude Fohlen: The Impact of the American Revolution on France, in: The Impact of the American Revolution Abroad, Library of Congress Symposia on the American Revolution, Washington, D.C., 1976, S. 23.]

    [FN 8: Vgl. Georges Lefebvre: The Coming of the French Revolution, Princeton, N.J., 1967, S. 21.]

    Die stärkste Resonanz hat die Amerikanische Revolution zweifellos in Frankreich gefunden, das nicht nur mit den aufständischen Kolonien seit 1778 verbündet war und Truppen nach Amerika geschickt hatte, sondern in dem auch eine breite aufgeklärte Öffentlichkeit bestand, deren fortgeschrittene Ideen zu dem bestehenden staatlichen und kirchlichen System in besonders krassem Widerspruch standen. Wenn auch vielleicht das berühmte Diktum Brissots, daß die „Amerikanische Revolution die Mutter der Französischen Revolution" gewesen sei,[FN 404] etwas übertrieben ist - obwohl auch ein moderner französischer Historiker den Aufstand der englischen Kolonien als „wichtigste direkte Ursache der Französischen Revolution" bezeichnete -,[FN 405] hat die Amerikanische Revolution doch zur Vorbereitung und zum Ausbruch der Revolution in Frankreich auf verschiedene Weise beigetragen.

    Vor allem hat sie einen Demonstrationseffekt ausgeübt. Sie schuf ein positives Gegenbild zum Ancien Régime und hat zur Zurückweisung des Absolutismus wesentlich beigetragen. Sie hat bewiesen, daß eine erfolgreiche Revolution möglich war und sich eine vom Volk ausgehende staatlich-politische Neuordnung realisieren ließ.

    [FN 404: Claude Fohlen, The Impact of the American Revolution on France, in: The Impact of the American Revolution Abroad, S. 23.]

    [FN 405: Lefebvre, The Coming of the French Revolution, S. 21.]

    Anmerkungen

    Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 557-558.

    Sichter


  • Mm/Fragment 272 43-44


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 272, Zeilen: 43-44
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 164, Zeilen: 2-3, 6-7, 8-11
    Die Amerikanische Revolution bewirkte, daß der Revolutionsbegriff in Frankreich eine positive Akzentuierung („heureuse révolution") erhielt und [damit auch zum Abbau von Hemmungen gegen eine Revolution im eigenen Land beitrug.] Die Amerikanische Revolution bewirkte, daß der Revolutionsbegriff in Frankreich eine positive Akzentuierung erhielt [...] Der Begriff „heureuse révolution" drang in die französische Sprache ein. Die [...] Revolution in Amerika hat zu einer günstigeren Beurteilung von Revolutionen und damit vermutlich auch zum Abbau von Hemmungen gegen eine Revolution im eigenen Land beigetragen.[FN 412]

    [FN 412: [...]]

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 273 01-02


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 273, Zeilen: 1-2
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 164, Zeilen: 2-3, 6-7, 8-11
    [Die Amerikanische Revolution bewirkte, daß der Revolutionsbegriff in Frankreich eine positive Akzentuierung („heureuse révolution") erhielt und] damit auch zum Abbau von Hemmungen gegen eine Revolution im eigenen Land beitrug. Die Amerikanische Revolution bewirkte, daß der Revolutionsbegriff in Frankreich eine positive Akzentuierung erhielt [...] Der Begriff „heureuse révolution" drang in die französische Sprache ein. Die [...] Revolution in Amerika hat zu einer günstigeren Beurteilung von Revolutionen und damit vermutlich auch zum Abbau von Hemmungen gegen eine Revolution im eigenen Land beigetragen.[FN 412]

    [FN 412: [...]]

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 273 02-06


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 273, Zeilen: 2-6
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 225, Zeilen: 18-24
    Tocqueville, der den großen Einfluß der Amerikanischen auf die Französische Revolution konzedierte, hat in besonderem Maße die Empfänglichkeit der französischen Philosophen für dieses Ereignis betont:

    „Die Amerikaner schienen nur auszuführen, was unsere Schriftsteller entworfen hatten; sie realisierten in der Wirklichkeit, was wir soeben noch träumten."[FN 9]

    [FN 9: Alexis de Tocqueville: Der Alte Staat und die Revolution (Hrsg. J. P. Mayer), Bremen o.J., S. 183.]

    [FN 410: Tocqueville, der den großen Einfluß der Amerikanischen auf die Französische Revolution konzedierte, hat freilich in besonderem Maße die Empfänglichkeit der französischen „philosophes" für dieses Ereignis betont: „Die Amerikaner schienen nur auszuführen, was unsere Schriftsteller entworfen hatten; sie realisierten in der Wirklichkeit, was wir soeben noch träumten" (Alexis de Tocqueville, Der Alte Staat und die Revolution, hrsg. v. J. P. Mayer, Bremen o. J., S. 183).]
    Anmerkungen

    Hier übernimmt Mm kurzerhand einmal eine ausführlichere Fußnote (ohne Quellenangabe). Der Verweis hierzu findet sich bei Schröder auf Seite 163.<br/> Damit erweist sich dann diese gesamte Seite der Mmschen Arbeit als nicht gekennzeichnete Übernahme aus Fremdquellen.

    Sichter


  • Mm/Fragment 273 07-13


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, 129.217.132.38, Drhchc
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 273, Zeilen: 7-13
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 165, Zeilen: 10-17
    Einer der wahrscheinlich wichtigsten Zusammenhänge zwischen der Amerikanischen und der Französischen Revolution war jedoch indirekter Art. Tatsächlich bestand er wohl darin, daß die Entscheidung der französischen Regierung, an der Seite der sich unabhängig erklärenden nordamerikanischen Kolonien gegen England in den Konflikt einzutreten und damit die Niederlage des Siebenjährigen Krieges zu kompensieren, zu einer innerhalb des Alten Regimes nicht mehr zu bewältigenden Finanzkrise führte, die letztlich die Revolution auslöste.[FN 10]

    [FN 10: Vgl. H.-Ch. Schröder: Die Amerikanische Revolution, a.a.O., S. 165.]

    Der wahrscheinlich wichtigste Zusammenhang zwischen der Amerikanischen und der Französischen Revolution war jedoch indirekter Art. Er bestand darin, daß die Entscheidung der französischen Regierung, an der Seite der sich unabhängig erklärenden nordamerikanischen Kolonien gegen England in den Konflikt einzutreten und damit die Niederlage des Siebenjährigen Krieges zu kompensieren, zu einer innerhalb des Alten Regimes nicht mehr zu bewältigenden Finanzkrise führte, die letztlich die Revolution ausgelöst hat.
    Anmerkungen

    Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 558. In der Fußnote wird mit "Vgl." die Quelle genannt. Umfang der Übernahme (bis in den identischen Wortlaut) ist nicht erkennbar.

    Sichter


  • Mm/Fragment 273 14-30


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, 129.217.132.38
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 273, Zeilen: 14-30
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 165-166, Zeilen: S.165,21-28.30-42 - S.166,1-2
    Während der Französischen Revolution übten freilich auch die in Amerika proklamierten Menschenrechte einen gewissen Einfluß auf die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte aus. Gewiß lassen sich jedoch die Wirkungen der Amerikanischen Revolution außerhalb Amerikas und ihr besonderer Beitrag zu liberal-demokratischen Bewegungen nach 1789 nur schwer bestimmen. Zutreffend hat Robert R. Palmer konstatiert, daß je später der Zeitpunkt, um so schwieriger der Versuch sei, irgendwelche spezifischen Wirkungen der Amerikanischen Revolution festzustellen.[FN 11]

    Es hat jedoch von liberaler und konservativer Seite nicht an Versuchen gefehlt, die Amerikanische Revolution gerade aufgrund ihrer moderaten Zielsetzungen und ihres vergleichsweise gemäßigten Verlaufs von anderen Revolutionen abzuheben. In den Niederlanden hatten schon in den 1790er Jahren die konservativen Föderalisten das amerikanische Beispiel gegen Frankreich gestellt.[FN 12] In Frankreich gab Victor Hugo, der die von der „Mutterrevolution" des Jahres 1789 erzeugte Tradition der Gewaltanwendung und das terroristische Ritual (Jakobiner) in seinem Land durchbrechen wollte, das Motto aus: „Sprechen wir weniger von Robespierre und etwas mehr von Washington."[FN 13]

    [FN 10: Vgl. H.-Ch. Schröder: Die Amerikanische Revolution, a.a.O., S.165.]

    [FN 11: Vgl. R. R. Palmer: The Impact of the American Revolution Abroad, in: The Impact of the American Revolution Abroad, a.a.O., S. 6.]

    [FN 12: Vgl. J . W . Schulte Nordholt: The Impact of the American Revolution on the Dutch Republic, in: The Impact of the American Revolution Abroad, a.a.O., S. 44 f.]

    [FN 13: V. Hugo zit. in: Thomas v. Vegesack: Die Macht und die Phantasie, Schriftsteller in den Revolutionen, Hamburg 1979, S. 101.]

    Während der Französischen Revolution sind vor allem die in Amerika proklamierten Menschenrechte von großem Einfluß auf Frankreich gewesen. Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte vom 26. August 1789 lehnte sich eng an die von Mason verfaßte „Virginia Bill of Rights" vom 12. Juni 1776 an.

    Die Wirkungen der Amerikanischen Revolution außerhalb Amerikas und ihr besonderer Beitrag zur internationalen liberal-demokratischen Bewegung lassen sich nach 1789 nur schwer bestimmen. [...] Mit Recht hat Robert R. Palmer konstatiert: „Je später der Zeitpunkt, um so schwieriger und unrealistischer wird der Versuch, irgendwelche spezifischen Wirkungen der Amerikanischen Revolution festzustellen."[FN 415] Es hat jedoch von liberaler und konservativer Seite nicht an Versuchen gefehlt, die Amerikanische Revolution gerade wegen ihrer moderaten Zielsetzung und ihres vergleichsweise gemäßigten Verlaufs von anderen Revolutionen abzuheben und aus einer diffusen revolutionären Tradition herauszulösen. In den Niederlanden haben schon in den 1790er Jahren die konservativen Föderalisten das amerikanische Beispiel gegen Frankreich ausgespielt.[FN 416] In Frankreich gab der Schriftsteller Victor Hugo, der die von der „Mutterrevolution" des Jahres 1789 erzeugte Tradition der Gewaltanwendung und das terroristisch-insurrektionelle Ritual in seinem Land durchbrechen wollte, die Parole aus: „Sprechen wir weniger von Robespierre und etwas mehr von Washington."[FN 417]

    [FN 415: R. R. Palmer, The Impact of the American Revolution Abroad, in: The Impact of the American Revolution Abroad, Library of Congress Symposia on the American Revolution, Washington 1976, S. 6.]<br /> [FN 416: Schulte Nordholt, S. 57.]<br /> [FN 417: Zitiert bei Thomas v. Vegesack, Die Macht und die Phantasie, Schriftsteller in den Revolutionene, Hamburg 1979, S. 101.]

    Anmerkungen

    Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 558-559. Eine Anmerkung mit Nennung des Urhebers (10: "Vgl. H.-Ch. Schröder: ...") findet sich in Mm/Fragment 273 07-13, das dieser Passage vorangeht.

    Sichter


  • Mm/Fragment 273 30-33


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 273, Zeilen: 30-33
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 161-162, Zeilen: S.161,37 - S.162,1-3
    In Deutschland freilich „verharrte die Aufnahme der Amerikanischen Revolution weitgehend im theoretisch-kontemplativen Bereich." Es entwickelte sich eine Art abstrakter Begeisterung mit geringer praktischer Nutzanwendung für das eigene Land.[FN 14]

    [FN 14: Vgl. Horst Dippel: Die Wirkung der amerikanischen Revolution auf Deutschland und Frankreich, in: H.-U. Wehler (Hrsg.): 200 Jahre Amerikanische Revolution und moderne Revolutionsforschung, Geschichte und Gesellschaft, Göttingen 1976, Sonderheft 2, S. 120.]

    In Deutschland freilich „verharrte die Aufnahme der Amerikanisehen Revolution weitgehend im theoretisch-kontemplativen Bereich".[FN 402] Es gab eine Art abstrakter Begeisterung mit geringer praktischer Nutzanwendung für das eigene Land.[FN 403]

    [FN 402: Horst Dippel, Die Wirkung der amerikanischen Revolution auf Deutschland und Frankreich, in: Hans-Ulrich Wehler (Hrsg.), 200 Jahre Amerikanische Revolution und moderne Revolutionsforschung, Geschichte und Gesellschaft, Sonderheft 2, Göttingen 1976, S. 120.]

    [FN 403: Klaus Epstein, Die Ursprünge des Konservativismus in Deutschland, Frankfurt 1973, S. 344.]

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 273 34-45


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Schuju, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 273, Zeilen: 34-45
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 166, Zeilen: 2-14
    Dennoch stellte z.B. der konservative Publizist Friedrich von Gentz bereits 1793, und dann noch einmal im Jahre 1800, emphatisch die Amerikanische der Französischen Revolution gegenüber. Die erste rechtfertigte er als eine am Recht orientierte „Defensiv-Revolution", während er die zweite als Verkörperung der „absoluten Rechtlosigkeit" verwarf.[FN 15] Im Vorwort zu der 1794/95 in deutscher Übersetzung erschienenen „History of the American Revolution" von David Ramsay schrieb der Berliner Gymnasialprofessor G. F. K. Seidel:

    „Der Menschenfreund, der die traurige Geschichte der verdorbenen französischen Revolution mit Unwillen aus den Händen legt, der ergreife die Geschichte der Entstehung des amerikanischen Freistaates, um sich wieder mit der Überzeugung aufzurichten, daß auch selbst der große ungebildete Haufen der Menschen zu edlen Zwecken mitzuwirken vermag, wenn er nur von ehrlichen Männern geleitet wird."'[FN 16]

    [FN 15: Vgl. H. Dippel: Deutschland und die Amerikanische Revolution, Diss. Köln 1972, S. 257-261; H. Dippel: Germany and the American Revolution, 1770-1880: A Sociohistorical Investigation of Late Eighteenth-Century Political Thinking, Chapel Hill, N.C., 1977.]

    [FN 16: G. F. K. Seidel zit. in: W. P. Adams/A. M. Adams (Hrsg.): Die Amerikanische Revolution in Augenzeugenberichten, München 1976, S. 357 f.]

    In Deutschland stellte Friedrich v. Gentz bereits 1793, noch emphatischer im Jahre 1800, die Amerikanische der Französischen Revolution gegenüber. Die erste rechtfertigte er als am Recht orientierte „Defensiv-Revolution", während er die zweite als Verkörperung der „absolute(n) Rechtlosigkeit" völlig verwarf.[FN 418] Im Vorwort zu der 1794/95 deutscher Übersetzung erschienenen „History of the American Revolution" von David Ramsay schrieb der Berliner Gymnasialprofessor G. F. K. Seidel: „Der Menschenfreund, der die traurige Geschichte der verdorbenen französischen Revolution mit Unwillen aus den Händen legt, der ergreife die Geschichte der Entstehung des amerikanischen Freistaates, um sich wieder mit der Überzeugung aufzurichten, daß auch selbst der große ungebildete Haufen der Menschen zu edlen Zwecken mitzuwirken vermag, wenn er nur von ehrlichen Männern geleitet wird."

    [FN 418: Horst Dippel, Deutschland und die amerikanische Revolution, Phil. Diss. Köln 1972. S. 257-261.]

    Anmerkungen

    Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 559.

    Sichter


  • Mm/Fragment 274 01-11


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 274, Zeilen: 1-11
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 166, Zeilen: 17-27
    Später im 19.Jahrhundert haben dann „revolutionsscheue deutsche Liberale" die Amerikanische Revolution vor dem Hintergrund der überwiegend negativ beurteilten Französischen Revolution als ideale Revolution betrachtet, deren Mäßigung, Kontinuität und Festhalten an dem Prinzip der Freiheit sie vorbildlich erscheinen ließ.[FN 17] Gerade ihre konservativen, „nichtrevolutionären" Züge haben die konservativen deutschen Historiker angezogen. Johann Gustav Droysen schrieb 1846:

    „Will man, was hier vor sich ging, eine Revolution nennen, so war sie von der Art, daß keines der wesentlichen inneren Verhältnisse verrückt, die Kontinuität des inneren Rechtslebens an keinem Punkte unterbrochen, der Zustand der Personen und des Eigentums nicht weiter, als der dauernde Krieg es mit sich brachte, verändert wurde."[FN 18]

    [FN 17: Vgl. Michael Neumüller: Liberalismus und Revolution. Das Problem der Revolution in der deutschen liberalen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts, Düsseldorf 1973, S. 75 f.]

    [FN 18: J. G. Droysen zit. in: M. Neumüller, op. cit., S. 233.]

    Auch im 19. Jahrhundert haben revolutionsscheue deutsche Liberale die Amerikanische Revolution vor dem Hintergrund der überwiegend negativ beurteilten Französischen Revolution als ideale Revolution betrachtet, deren Mäßigung, Kontinuität und Festhalten an dem Prinzip der Freiheit sie vorbildlich machten.[FN 420] Gerade ihre nichtrevolutionären Züge haben die liberalen Historiker angezogen. Johann Gustav Droysen schrieb 1846: „Will man was hier vor sich ging eine Revolution nennen, so war sie von der Art, daß keines der wesentlichen inneren Verhältnisse verrückt, die Kontinuität des inneren Rechtslebens an keinem Punkte unterbrochen, der Zustand der Personen und des Eigentums nicht weiter, als der dauernde Krieg es mit sich brachte, verändert wurde."[FN 421]

    [FN 420: ...]

    [FN 421: ...]

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 274 13-15


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 274, Zeilen: 13-15
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 161, Zeilen: 5-8
    In der westlichen Hemisphäre hat sie als Vorbild die Freiheitsbewegungen der spanischen Kolonien in Lateinamerika beeinflußt.[FN 19]

    [FN 19: Vgl. Mario Rodriguez: The Impact of the American Revolution on the Spanish- and Portuguese-Speaking World, in: The Impact of the American Revolution Abroad, a.a.O., S. 115.]

    In der Westlichen Hemisphäre hat sie, wird man lapidar zusammenfassen dürfen, als Vorbild die Freiheitsbewegung der spanischen Kolonien in Lateinamerika[FN 395] beeinflußt.

    [FN 395: Mario Rodriguez, The Impact of the American Revolution on the Spanish- and Portuguese-Speaking World, in: The Impact of the American Revolution Abroad, Library of Congress Symposia on The American Revolution, Washington 1976, S. 115.]

    Anmerkungen

    Der Satz an sich wäre harmlos, die Literaturangabe allein auch (Ob Mm je in das von ihr hier aufgeführte Werk reingeguckt hat?). In der Kombination aber verraten sie den von Mm ungenannten Herkunftsort.

    Sichter


  • Mm/Fragment 274 15-22


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 274, Zeilen: 15-22
    Quelle: Schröder 1982
    Seite(n): 161, Zeilen: 15-23
    Der liberale russische Dichter Radistschew führte in seiner zu Beginn der 1780er Jahre geschriebenen „Reise von Petersburg nach Moskau" in einem gegen die zaristische Zensur gerichteten Abschnitt Grundrechtsartikel amerikanischer Verfassungen an, in denen die Pressefreiheit garantiert wurde.[FN 20] Ebenso waren die Begründer der russischen revolutionären Tradition, die Dekabristen, von den amerikanischen Verfassungen beeinflußt und übernahmen in ihre Verfassungspläne für Rußland Einzelheiten aus der „Federal Constitution" von 1787.[FN 21]

    [FN 20: A. N. Radistschew: Reise von Petersburg nach Moskau, Berlin (0) 1961, S. 166, 183 f.; H.-Ch. Schröder, op. cit., S. 161.]

    [FN 21: Vgl. N. N. Bolkhovitinov: The American Revolution and the Russian Empire, in: The Impact of the America Revolution Abroad, S. 91 ff.]

    Der liberale russische Dichter Radistschew führte in seiner zu Beginn der 1780er Jahre geschriebenen „Reise von Petersburg nach Moskau" in einem gegen die Zensur gerichteten Abschnitt Grundrechtsartikel amerikanischer Verfassungen an, in denen die Pressefreiheit garantiert wurde.[FN 398] Die Begründer der russischen revolutionären Tradition, die Dekabristen, waren von den amerikanischen Verfassungen beeinflußt und haben in ihre Verfassungspläne für Rußland Einzelheiten aus der „Federal Constitution" von 1787 übernommen.[FN 399]

    [FN 398: A.N. Radistschew, Reise von Petersburg nach Moskau, Berlin (O) 1961, S.166, 183f.]

    [FN 399: N.N. Bolkhovitinov, The American Revolution and the Russian Empire, in: The Impact of the American Revolution Abroad, S. 91ff.]

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 278 05-16


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Plaqueiator, Senzahl
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 278, Zeilen: 5-16
    Quelle: Craig 1984
    Seite(n): 1, Zeilen: 1.Spalte 54-63 + 2.Spalte 1-15
    „Die Außenpolitik eines Landes wird unweigerlich von seiner Geschichte und von der Art und Weise seiner politischen Entwicklung beeinflußt", schrieb Gordon A. Craig.[FN 44] Dies trifft für die Vereinigten Staaten ganz besonders zu. Von Anfang an hatten die Amerikaner stärkste Zweifel, ob Außenpolitik überhaupt für ihre Nation ein legitimes Betätigungsfeld sei. Die ersten Siedler waren ja bekanntlich in der Absicht nach Amerika gekommen, um dort einen novum ordo saeculorum zu begründen, hätten am liebsten jede Verbindung zu den Händeln und Intrigenspielen, diplomatischen Verwicklungen und Konflikten der Alten Welt abgebrochen. Colonel George Harvey artikulierte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein tief verwurzeltes Vorurteil, als er erklärte: „Die Außenpolitik der Vereinigten Staaten ist, keine Außenpolitik zu haben." Zwei Jahrzehnte weiter sollte Demaree Bess in einem Artikel mit dem Titel „Warum die Amerikaner das State Department hassen" diagnostizieren, sie täten dies unter anderem deshalb, weil sie es für eine überflüssige und daher ärgerliche Einrichtung hielten. Die Außenpolitik eines Landes wird unweigerlich von seiner Geschichte und von der Art und Weise seiner politischen Entwicklung beeinflußt. [...]

    Von Anfang an hatten die Amerikaner stärkste Zweifel daran gehegt, ob Außenpolitik für diese Nation überhaupt ein legitimes Betätigungsfeld sei. Die ersten Siedler, in der Absicht nach Amerika gekommen, dort einen novum ordinem saeculorum zu begründen, hätten am liebsten jede Verbindung zu den Händeln und Intrigen, den diplomatischen Verwicklungen und den Konflikten der Alten Welt abgebrochen. Colonel George Harvey artikulierte ein tief verwurzeltes Vorurteil, als er in den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts erklärte: „Die Außenpolitik der Vereinigten Staaten ist, keine Außenpolitik zu haben." Und fünfundzwanzig Jahre später diagnostizierte Demaree Bess in einem Artikel mit dem Titel „Warum die Amerikaner das State Department hassen", sie täten dies unter anderem deshalb, weil sie es für eine überflüssige und daher ärgerliche Einrichtung hielten.

    Anmerkungen

    Formvollendetes Bauernopfer: Ein wörtliches Zitat ist völlig korrekt durch Anführungszeichen und Anmerkung 44 ausgewiesen. Dass nach einer Neun-Wort-Überleitung weiter fast wortwörtlich, leichte Abänderungen existieren, aus dem Artikel von Craig übernommen wird, ist nicht erkennbar. <br/>(Bei der Zeilenzählung wurde nur die nicht kenntlich gemachte Übernahme gewertet.)

    Sichter
    Plaqueiator


  • Mm/Fragment 278 17-27


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Plaqueiator, Senzahl
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 278, Zeilen: 17-27
    Quelle: Craig 1984
    Seite(n): 1, Zeilen: 2.Spalte 15-38
    Wann immer Amerikaner ihren Blick auf die Außenwelt richteten, schreibt Gordon A. Craig, konnten sie meist keinen klaren Unterschied zwischen Verhandlungen, Bündnissen, Systemen und Krieg erkennen, erschien es ihnen doch, als führten die drei erstgenannten unweigerlich zu letzterem. Besonders das System des Kräfte- oder Mächtegleichgewichts besaß für Amerikaner etwas Bedrohliches. Amerikanische Staatsmänner von John Adams bis Woodrow Wilson und Cordell Hull verabscheuten europäische Machtpolitik, und diese Auffassung war im allgemeinen Bewußtsein so fest verankert, daß Henry Kissinger in den 70er Jahren erklärte, die wichtigste und schwierigste Aufgabe der Regierung Nixon bestehe darin, „das amerikanische Volk mit den Erfordernissen des Machtgleichgewichts vertraut zu machen."[FN 45]

    [FN 45: Vgl. A. Craig, op. cit.; Knud Krakau: American Foreign Relations - An American Style?, in: E.Angermann/M.-L. Frings (eds.): Oceans Apart?, a.a.O., S. 121-145.]

    Wenn Amerikaner ihren Blick auf die Außenwelt richteten, konnten sie keinen klaren Unterschied erkennen zwischen Verhandlungen, Bündnissen, Systemen und Krieg, erschien es ihnen doch, als führten die drei erstgenannten unweigerlich zu letzterem. Besonders das System des Kräfte- oder Mächtegleichgewichts besaß in ihren Augen etwas Bedrohliches. Amerikanische Staatsmänner von John Adams bis Woodrow Wilson und Cordell Hull betrachteten es als eine, wie letzterer sich 1943 ausdrückte, mit „verwerflichen Konsequenzen" behaftete Institution, und diese Auffassung war im allgemeinen

    Bewußtsein so fest verankert, daß Henry Kissinger in den siebziger Jahren die Auffassung vertrat, die wichtigste und schwierigste Aufgabe der Regierung Nixon bestehe darin, „das amerikanische Volk mit den Erfordernissen des Machtgleichgewichts vertraut zu machen".

    Anmerkungen

    Ein Absatz der sich in fast identischer Form im FAZ-Artikel von Craig wiederfindet. Die Quelle wird zwar genannt, Umfang und die fast wörtliche Nähe der gesamten Übernahme ist nicht ersichtlich.

    Sichter
    Plaqueiator


  • Mm/Fragment 278 28-36


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Plaqueiator
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 278, Zeilen: 28-36
    Quelle: Craig 1984
    Seite(n): 1, Zeilen: 2.Spalte 41-46, 3.Spalte 14-26
    Die amerikanische Außenpolitik war im Grunde genommen so angelegt, nicht nur den politischen Willen des amerikanischen Volkes, sondern auch seine moralische Überlegenheit zum Ausdruck zu bringen. Die Amerikaner haben sich quasi seit der Gründung der Nation veranlaßt gefühlt, ihre (Außen-)Politik nicht nur für wirkungsvoll und zweckmäßig, sondern auch für gut im moralischen Sinn zu halten und daran zu glauben, daß ihrem außenpolitischen Handeln idealistische statt bloß realpolitische Motive zugrunde liegen würden. Strategien, die ein realpolitisches Muster nach europäischen Stil aufweisen, sind den Amerikanern mehrheitlich bis heute suspekt geblieben.[FN 46]

    [FN 46: Vgl. G. A. Craig, op. cit.; Knud Krakau, op. cit.; Hans J. Morgenthau: The Purpose of American Politics, New York 1960.]

    Die amerikanische Außenpolitik sollte aber nicht nur den politischen Willen des amerikanischen Volkes, sondern auch seine moralische Erstklassigkeit oder gar Überlegenheit zum Ausdruck bringen. [...] Die Amerikaner hingegen haben sich immer gezwungen gefühlt, ihre Politik nicht nur für wirkungsvoll und zweckmäßig, sondern auch für gut im moralischen Sinn zu halten und daran zu glauben, daß ihrem außenpolitischen Handeln idealistische anstatt bloß realpolitische Motive zugrunde lägen. Vorgehensweisen, die zu offensichtlich nach Realpolitik im Stil der Alten Welt rochen, lösten und lösen noch heute bei ihnen oft einen erstaunlichen öffentlichen Aufschrei aus - [...]
    Anmerkungen

    -

    Sichter
    Plaqueiator


  • Mm/Fragment 278 37-43


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Plaqueiator, Plagin Hood, 62.226.139.22, Graf Isolan
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 278, Zeilen: 37-43
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 32, Zeilen: 9-14, 17-20
    Die Geschichte der amerikanischen Außenpolitik beginnt mit der Amerikanischen Revolution. Die Fortschrittsideale der Neuen Welt, so der „American Dream", sollten zum Ausgangspunkt und Vorbild einer internationalen Ordnung werden, in der die Freiheit der Menschen überall respektiert würde. Die amerikanische Überzeugung von der eigenen welthistorischen Mission hat sich über zweihundert Jahre erhalten können. Freilich, die Art und Weise, wie die Wertvorstellungen des freien Amerika der restlichen Welt am besten nahegebracht werden [sollten, blieb stets umstritten.[FN 47]]

    [FN 47: Vgl. G. A. Craig: The Democratic Roots of American Diplomatie Style, in: H. Berdin u.a. (Hrsg.): Vom Staat des Ancien Régime zum modernen Parteienstaat (Festschrift für Theodor Schieder), München, Wien 1978, S. 117-131.]

    Der Durchbruch dieser Überzeugung während der amerikanischen Revolution verband sich mit einem allgemeinen, über Amerika hinausweisenden Fortschrittsoptimismus, in dem religiöses Sendungsbewußtsein und aufklärerisches Menschenrechtspostulat gleichermaßen wirkten. Die «neue Welt», so der große «amerikanische Traum», sollte zum Ausgangspunkt und Vorbild einer internationalen Ordnung werden, in der die Freiheit der Menschen überall respektiert werden würde: [...]

    In den mehr als zwei Jahrhunderten seit damals hat sich die amerikanische Überzeugung von der eigenen welthistorischen Mission stets erhalten. Lediglich die Art und Weise, wie die Wertvorstellungen des freien Amerikas der übrigen Welt am besten nahe gebracht werden sollten, blieb stets umstritten.

    Anmerkungen

    Plagiat setzt sich bis S. 288 fort. [2]

    Sichter
    Graf Isolan


  • Mm/Fragment 279 01-12


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Plaqueiator, Plagin Hood, Graf Isolan
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 279, Zeilen: 1-12
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 32, Zeilen: 16-27
    [Freilich, die Art und Weise, wie die Wertvorstellungen des freien Amerika der restlichen Welt am besten nahegebracht werden] sollten, blieb stets umstritten.[FN 47] Sollte die junge Republik die Fortschrittsideale aktiv in die Welt hinaustragen und andere Völker direkt „missionieren", oder sollte sich Amerika nicht besser aus den Wirren der Weltpolitik heraushalten und darauf vertrauen, durch das Beispiel seiner Freiheit, seiner Demokratie und der Verwirklichung seiner Menschenrechte auch im Ausland einen Fortschritt zu bewirken?

    Im puritanischen Zeitalter herrschte allgemein die Auffassung vor, daß die Neue Welt wie „a city upon the hill", als „Neues Jerusalem", die Blicke der Menschen in aller Welt auf sich ziehen und ihnen als Vorbild gelten könnte.[FN 48] Von einer Einmischung in die Angelegenheiten fremder Länder, um dort Veränderungen zu bewirken, wurde auch in den darauffolgenden Jahrzehnten strikt abgesehen.

    [FN 47: Vgl. G. A. Craig: The Democratic Roots of American Diplomatic Style, in: H. Berdin u.a. (Hrsg.): Vom Staat des Ancien Régime zum modernen Parteienstaat (Festschrift für Theodor Schieder), München, Wien 1978, S. 117-131.]

    [FN 48: Vgl. Larzer Ziff: Puritanism in America: New Culture in a New World, New York 1974; S. Bercovitch: The Puritan Origins of the American Self, New Haven/London 1977.]

    Lediglich die Art und Weise, wie die Wertvorstellungen des freien Amerikas der übrigen Welt am besten nahe gebracht werden sollten, blieb stets umstritten. Sollten die USA die Idee der Menschenrechte aktiv in die Welt hinaustragen und andere Völker direkt «missionieren»? Oder sollte sich Amerika nicht besser aus den Wirren der Weltpolitik heraushalten und darauf vertrauen, durch das Beispiel seiner freiheitlichen Ordnung auch im Ausland einen Fortschritt zu bewirken?

    In der Gründungsphase der USA herrschte allgemein die Auffassung vor, daß Amerika wie eine «Stadt auf dem Hügel» (so hatte es John Winthrop bereits im 17. Jahrhundert formuliert) die Blicke der Menschen in aller Welt auf sich ziehen und ihnen als Vorbild dienen sollte. Es könne nicht die Aufgabe der Vereinigten Staaten sein, sich in die Angelegenheiten fremder Völker zu mischen, um dort Veränderungen zu bewirken.

    Anmerkungen

    Vgl. auch [3]

    Sichter
    Graf Isolan


  • Mm/Fragment 279 40-44


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Plaqueiator, Plagin Hood, Graf Isolan
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 279, Zeilen: 40-44
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 33, Zeilen: 8-12
    Der Verzicht auf aktive Intervention im Namen von Freiheit und Fortschritt dominierte während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die amerikanische Außenpolitik. Er stützte sich vor allem auf die Warnung des ersten amerikanischen Präsidenten, George Washington, der in seiner „Farewell"-Botschaft im Jahre 1796, die den Grund der Isolationismus-Doktrin der USA legen sollte, vor [einer interventionistischen Außenpolitik mit guten Argumenten abriet.] Der hier angesprochene Verzicht auf aktive Intervention im Namen von Freiheit und

    Menschenrecht dominierte während des ersten Viertels des 19. Jahrhunderts die amerikanische Außenpolitik. Er stützte sich vor allem auch auf die Warnung des ersten amerikanischen Präsidenten, George Washington, der in seiner «Farewell»-Ansprache im Jahre 1797 vor einer interventionistischen Außenpolitik gewarnt hatte.

    Anmerkungen

    -

    Sichter
    Graf Isolan


  • Mm/Fragment 280 01-05


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Plaqueiator, Plagin Hood, Graf Isolan, Senzahl
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 280, Zeilen: 1-5
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 33, Zeilen: 12-16
    Warum sollten sich die USA, so fragte Washington, in die „Netze europäischer Ambition Rivalität, Interesse, Stimmung oder Laune" verstricken? Vielmehr ermögliche doch die abgesonderte geographische Lage Amerikas, sich aus dem Intrigenspiel europäischer Politik herauszuhalten:

    [...][FN 54]

    [FN 54: G. Washington's Farewell Address (17. September 1796), abgedruckt in: H. C. Syrett: American Historical Documents, a.a.O., S. 146. Ferner siehe hierzu: Felix Gilbert: To the Farewell Address: Ideas of Early American Foreign Policy, Princeton, N.J., 1961.]

    Warum sollten sich die USA - so fragte Washington - in die «Netze europäischer Ambition, Rivalität, Interesse, Stimmung oder Laune» verstricken? Vielmehr ermögliche es die «abgesonderte» geographische Lage Amerikas, sich aus den Wechselfällen europäischer Politik herauszuhalten. [FN 4]

    [FN 4: G. Washington, zit. nach: H. Wasser, Die Vereinigten Staaten von Amerika. Porträt einer Weltmacht, Stuttgart 1980, S.385.]

    Anmerkungen

    Unmittelbar weiter geht's mit der Quelle in Zeile 25. Ein längliches englisches Zitat ist eingeschoben.

    Sichter
    Graf Isolan


  • Mm/Fragment 280 25-34


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Plaqueiator, Plagin Hood, Graf Isolan, Senzahl
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 280, Zeilen: 25-34
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 33, Zeilen: 17-24
    Im gleichen Sinne vertrat auch, beeinflußt von John Quincy Adams, Präsident James Monroe im Jahre 1823 die isolationistische Auffassung, daß sich die Vereinigten Staaten aus den Angelegenheiten europäischer Politik heraushalten sollten. Zwar würden die Bürger der USA „die freundlichsten Gefühle für die Freiheit und das Glück ihrer Mitmenschen auf der anderen Seite des Atlantiks" hegen, aber dennoch könnten und wollten sich die Amerikaner nicht in europäische Auseinandersetzungen einmischen. Allerdings erwarteten sie auch von den Europäern, daß sie ihrerseits darauf verzichteten, ihr System „auf irgendeinen Teil" der westlichen Hemisphäre auszudehnen. Er formulierte damit eine Politik, die als „Monroe-Doktrin" in die Geschichte Amerikas eingehen sollte.

    [...][FN 55]

    [FN 55: Monroe Doctrine, abgedruckt in: H. C. Syrett, op. cit., S. 180.]

    In gleichem Sinne vertrat auch Präsident James Monroe im Jahre 1823 die Auffassung, daß sich die USA aus den Angelegenheiten europäischer Politik heraushalten sollten. Zwar hegten die Bürger der Vereinigten Staaten «die freundlichsten Gefühle für die Freiheit und das Glück ihrer Mitmenschen auf der anderen Seite des Atlantiks», dennoch könnten und wollten sich die USA nicht in deren Auseinandersetzungen einmischen. Genauso erwarteten allerdings auch die USA, daß die Europäer ihrerseits darauf verzichteten, ihr System «auf irgendeinen Teil» der amerikanischen Hemisphäre auszudehnen (Monroe-Doktrin).[FN 5]

    [FN 5: J. Monroe, zit. nach: H. Strauß (Bearbeitung), Botschaften der Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zur Außenpolitik 1793-1949, Bern 1957, S.26.]

    Anmerkungen

    Komplettübernahme des Fließtextes aus Pflüger. Dazu ein längeres präsidiales Originalzitat mit Quellennachweis.

    Sichter
    Graf Isolan


  • Mm/Fragment 281 01-27


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Plaqueiator
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 281, Zeilen: 1-27
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 33, 34, 35, Zeilen: S.33,25-34 + S.34,1-12 + S.35,6-9
    Auch Albert Gallatin, einer der führenden amerikanischen Politiker jener Zeit, gehörte zu den Befürwortern einer isolationistischen Außenpolitik, die allein auf die Ausstrahlung des Vorbildes der amerikanischen Fortschrittsideale vertraute. Die Mission der Vereinigten Staaten bestünde darin, so Gallatin, ein „Modell für alle anderen Regierungen" darzustellen, die höchsten Prinzipien politischer Moral zu befolgen und die eigenen Institutionen zu verbessern, um damit durch das amerikanische Beispiel einen „für die Menschheit segensreichen moralischen Einfluß auszuüben."[FN 56]

    Doch schon bald sollte dieses Prinzip amerikanischer Zurückhaltung in Frage gestellt werden. Im Dezember 1849 forderte Lewis Cass (Michigan) im Senat, den Abbruch diplomatischer Beziehungen zu Österreich zu erwägen, um damit gegen die Unterdrückung der Ungarischen Revolution durch österreichische und russische Truppen im Jahre 1848/1849 zu protestieren. Der Antrag war insofern von Bedeutung, da kurze Zeit später Ludwig Kossuth, der Führer des ungarischen Aufstandes, die USA besuchte und in mehreren Reden die Amerikaner zu aktiver Unterstützung seiner Sache aufforderte. Kossuth kritisierte die USA hinsichtlich ihrer Politik, daß sie zwar einerseits immer wieder über ihre Mission für Freiheit debattierten, aber in der Praxis nicht bereit seien, eine aktive Rolle bei der Regelung von Angelegenheiten im Ausland zu übernehmen. Amerika könne nicht nur auf die Leuchtkraft seines „Beispiels" setzen und hoffen, daß sich seine moralischen Appelle von selbst durchsetzen würden. Er, Kossuth, habe jedenfalls noch nie von einem Diktator gehört, der allein aufgrund von „moralischer Einflußnahme" zurückgewichen sei. Auch wenn der Cass-Antrag schließlich im Senat abgelehnt wurde, so hatte er doch eine Debatte über die passive Ambivalenz des amerikanischen Sendungs- und Fortschrittsbewußtseins hervorgerufen. Viele der Argumente für und gegen außenpolitische Interventionen sollten in den kommenden Jahren wieder auftauchen und bis heute Aktualität behalten.[FN 57]

    [FN 56: A. Gallatin zit. in: F. Pflüger: Die Menschenrechtspolitik der USA, a.a.O., S. 33.]

    [FN 57: Vgl. Congressional Globe, 31st Congress, 2nd Session vom 7. Januar 1850, S. 113-116; F. Pflüger, op. cit., S. 34 f.]

    Auch Albert Gallatin, einer der großen Staatsmänner der jungen amerikanischen Republik, gehörte zu den Befürwortern einer isolationistischen Außenpolitik, die allein auf die Ausstrahlung des Vorbilds der amerikanischen Verfassung vertraute. Die Mission der USA bestünde daraus - so Gallatin - , ein «Modell für alle anderen Regierungen» darzustellen, die höchsten Prinzipien politischer Moral zu befolgen und die eigenen Institutionen zu verbessern, um damit durch «unser Beispiel» einen «für die Menschheit segensreichen moralischen Einfluß auszuüben».[FN 6]

    Aber schon zwei Jahre später wurde dieses Prinzip amerikanischer Zurückhaltung in Frage gestellt. Im Dezember 1849 forderte der ehemalige Kriegsminister Senator Lewis Cass (Michigan) im amerikanischen Senat den Abbruch diplomatischer Beziehungen zu Österreich zu erwägen, um damit gegen die blutige Unterdrückung der ungarischen Revolution durch österreichische und russische Truppen im Jahre 1848 zu protestieren.[FN 7]

    Der Antrag erhielt deshalb besondere Bedeutung, da kurze Zeit später Ludwig Kossuth, der Führer des ungarischen Aufstandes, die USA besuchte und in mehreren Reden die Amerikaner zu aktiver Unterstützung seiner Sache aufforderte. Kossuth kritisierte die Vereinigten Staaten hinsichtlich der Tatsache, daß sie zwar einerseits «endlos» über ihre Mission für Freiheit debattierten, aber in der Praxis nicht bereit seien, «eine aktive Rolle bei der Regelung von Zuständen im Ausland» zu übernehmen. Amerika könne nicht nur auf die Leuchtkraft seines «Beispiels» setzen und hoffen, daß sich sein moralischer Einfluß von selbst durchsetzen würde. Er jedenfalls - so Kossuth - habe noch nie von einem «Despoten» gehört, der allein aufgrund von «moralischer Einflußnahme» zurückweiche.[FN 8]

    [...]

    Auch wenn der Cass-Antrag im Senat schließlich abgelehnt wurde, so hatte er doch eine Debatte über die Frage nach einer dem amerikanischen Sendungsbewußtsein angemessenen Menschenrechtspolitik provoziert. Viele der Argumente von damals sollten in den folgenden Jahren wieder auftauchen und bis heute Aktualität behalten.


    [FN 6: A. Gallatin, zit. nach: A. Schlesinger, a.a.O., S. 505.]

    [FN 7: vgl. dazu: A. Schlesinger, a.a.O., S. 505ff.]

    [FN 8: Louis Kossuth, Speech at Concord, 11.5.1952, in: Old South Leaflets, Nr. 111, S. 15.]

    Anmerkungen

    -

    Sichter


  • Mm/Fragment 281 28-47


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Plaqueiator, Plagin Hood, Graf Isolan, Senzahl
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 281, Zeilen: 28-47
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 35-36, Zeilen: S.35,11-28 + S.36,1-5
    Das für die Amerikaner typische, idealistisch-moralische Sendungsbewußtsein, das sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Frontier- und Manifest Destiny-Ideologie niederschlug, diente zunächst den USA als Motivation und Rechtfertigung für die Eroberung des nordamerikanischen Kontinents und die Ausweitung der Grenze nach Westen. Man sah die Besiedlung und Missionierung des nordamerikanischen Kontinents als das natürliche Recht der Amerikaner an, mit dem sich die göttliche Providenz erfüllte, Christentum, Freiheit, Demokratie und Fortschritt in die Welt zu tragen. In den 40er und 50er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde Amerika von einer Welle des innerkontinentalen Expansionismus ergriffen, als deren Ergebnis Oregon und der Südwesten einschließlich der Staaten Texas und Kalifornien in die Nation eingegliedert wurden. Zu diesen Gebietserweiterungen hatte es zwar eines Krieges gegen Mexiko (1846-48) bedurft, was aber aufgrund der Manifest Destiny-Doktrin als gerechtfertigt galt. Neben wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Motiven blieb doch die treibende Antriebskraft der Glaube, durch Expansion eine Vorherbestimmung zum Wohle der Menschheit auszuführen.[FN 58]

    Allerdings sollte es nicht bei einer auf den eigenen Kontinent beschränkten Expansion bleiben. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts dehnten die Vereinigten Staaten ihren Einfluß nach Zentralamerika, in die Pazifikregion wie nach China und Japan aus, wobei Konflikte mit europäischen Mächten erstmals auch in Kauf [genommen wurden. [FN 59]]

    [FN 58: Vgl. Albert K. Weinberg: Manifest Destiny: A Study in Nationalist Expansionism in American History, New York 1963.]

    [FN 59: Vgl. Dan E. Clark: Manifest Destiny and the Pacific, Pacific Historical Review, vol. 1, March 1932, S. 1-17.]

    Das für die Amerikaner typische, idealistisch-moralische Missionsdenken war auch ein wesentliches Element des «Frontiergedankens»[FN 12] und der Idee der «Manifest Destiny,»[FN 13] die den Vereinigten Staaten als Motivation und Rechtfertigung für die Eroberung des nordamerikanischen Kontinents dienten. Seit den frühesten Pionierzeiten hatten sich die Bewohner der «Neuen Welt» daran gewöhnt, ihre Grenzen immer weiter nach Westen auszudehnen, um neue Gebiete für Landwirtschaft und Handel zu erschließen und die «Zivilisation» zu verbreiten. Man sah die Besiedlung des nordamerikanischen Kontinents als das natürliche Recht der Amerikaner an, mit dem sich die göttliche Vorhersehung erfüllte, Christentum, bürgerliche Freiheit und Fortschritt in die Welt zu tragen.

    In den vierziger und fünfziger Jahren des 19. Jahrhunderts wurden die USA von einer neuen Welle des innerkontinentalen Expansionismus ergriffen, als deren Ergebnis Oregon und der Südwesten einschließlich der Staaten Texas und Kalifornien in die Nation eingegliedert wurden.[FN 14] Auch wenn es zu diesen Gebietserweiterungen eines Krieges gegen Mexiko (1846-48) bedurfte, so gab es in der amerikanischen Bevölkerung kaum jemanden, der das Recht der USA zur Eroberung der nördlichen Teile des Kontinents bestritten hätte. Neben wirtschaftlichen und sicherheitspoliüschen Gründen blieb auch damals die treibende Antriebskraft der Glaube, durch Expansion eine Vorherbestimmung zum Wohle der Menschheit auszuführen: [...]

    Es sollte jedoch nicht bei einer auf den eigenen Kontinent beschränkten Expansion bleiben. In der Mitte des 19. Jahrhunderts dehnten die USA ihren Einfluß - vor allem handelspolitisch - nach Zentralamerika, in die Pazifikregion und nach China und Japan aus, wobei immer wieder auch ernste Spannungen mit der konkurrierenden Seemacht Großbritannien in Kauf genommen wurden,[...][FN 16]

    [FN 12: vgl. dazu: K. D. Bracher, Der «Frontier-Gedanke»: Motiv des amerikanischen Fortschrittsbewußtseins. Ein ideologiekritischer Versuch, in: Zeitschrift für Politik, 2/1955, bes. S.231, 234f.; zudem: F. ]. Turner, The Frontier in American History, New York 1920.]

    [FN 13: vgl. z.B.: A. Divine, American Foreign Policy. A Documentary History, New York I960, S. 81 ff.; sowie: K. Weinberg, Manifest Destiny, Baltimore 1935.]

    [FN 14: vgl. N. Klose, American History, a.a.O., S.210ff.]

    [FN 15: J. L. O'Sullivan, zit. nach: D. M. Smith, The American Diplomatic Experience, Boston 1972, S. 114; O'Sullivan war Herausgeber des «Democratic Review» und gilt als Schöpfer des Begriffs «Manifest Destiny» (erstmals 1845).]

    [FN 16: vgl. D. M. Smith, a.a.O., S. 136ff.; sowie: S. S. Kaplan, The Use of Military Force Abroad by the United States since 1789, in: Journal of Conflict Resolution, Bd. 19, Dezember 1975, S. 708ff.]

    Anmerkungen

    Die Seite ist komplett am Stück übernommen. Auf den Folgeseiten wird die gleiche Quelle verwertet.

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  • Mm/Fragment 282 01-37


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    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 282, Zeilen: 1-37
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 36-37, Zeilen: S.36,10-14.16-23.26-30 - S.37,1-11.15-20.27-30
    Schon bald sollte die Manifest Destiny-Doktrin ausgeweitet werden. Fortan galt sie nicht mehr ausschließlich als Rechtfertigungsformel für die innerkontinentale Expansion, sondern wurde zunehmend auch zur Legitimation für das Ausgreifen über die USA hinaus angewendet.

    Die große Wende der amerikanischen Politik von der rein handelspolitischen Orientierung zu „imperialem" Weltmachtstreben wird allgemein für das Jahr 1898 konstatiert. In der Folge des spanisch-amerikanischen Krieges kam es zur Unabhängigkeit Kubas von Spanien und zur Einverleibung der Philippinen, Guams und Puerto Ricos in die Vereinigten Staaten. Im gleichen Jahr annektierten die Amerikaner Hawaii und teilten sich Samoa mit dem Deutschen Reich.[FN 60] Errichteten nun ihrerseits die USA - geboren im Unabhängigkeitskampf gegen die Kolonialmacht England - „imperiale" Fremdherrschaften?[FN 61]

    William H. Seward z.B., der Außenminister unter Andrew Jackson und Abraham Lincoln gewesen war, hatte immer wieder den Aufbau eines „Informal Empire" gefordert: Die Vereinigten Staaten als Weltmacht müßten sich nach Norden, Süden und Westen ausdehnen, den Pazifik zu einem „Mare Americanum" machen und Asien zur kommerziellen Domäne der USA werden lassen.[FN 62] Ähnliche Forderungen stellte auch der Historiker und Chef der US-Marineakademie, Alfred Thayer Mahan, dem der Aufbau einer starken Flotte zur Eroberung neuer Märkte und Stützpunkte vorschwebte.[FN 63]

    Neben dieser unbestreitbaren, vor allem wirtschafts- und handelspolitischen Motivation der USA haben doch gleichzeitig auch idealistische Elemente im amerikanischen Expansionismusstreben um die Jahrhundertwende eine Rolle gespielt. Selbst von der „revisionistischen Schule" des 20. Jahrhunderts wurde die Großmachtpolitik der USA seit der Administration McKinleys (1897-1901) als „idealistischer und moralischer Imperialismus" bezeichnet. Unter McKinley kam wieder die „American Creed", der Glaube an die Überlegenheit der eigenen Wertvorstellungen und der traditionelle Missions- und Fortschrittsoptimismus, zum Tragen.[FN 64] In diesem Sinne forderte auch der protestantische Geistliche Josiah Strong in seinem Buch „Our Country" (1885) das amerikanische Volk auf, die Welt in Amerikas Sinne zu erneuern: „Es scheint mir, daß Gott ... die angelsächsische Rasse für eine Stunde vorbereitete, die unweigerlich in der Zukunft der Welt kommen wird". Es nahe der „letzte Kampf der Rassen", der dazu führen müßte, daß der „Repräsentant ... der größten Freiheit, des reinsten Christentums, der höchsten Zivilisation ... sich über die ganze Welt verbreitet."[FN 65] Ebenso erklärte Präsident McKinley dem Kongreß am 11. April 1898, daß es eine „Frage der Menschlichkeit" sei, in Kuba zu intervenieren:

    [FN 60: Vgl. E. May: Imperial Democracy: The Emergence of America as a Great Power, New York 1973<sup>2</sup>, S. 243ff.; Hans Ulrich Wehler: Grundzüge der amerikanischen Außenpolitik 1750-1900, Frankfurt/M. 1984, Bd. 1: 1750-1900, S. 193 ff.]

    [FN 61: Vgl. H.-U. Wehler: Der amerikanische Imperialismus vor 1914, in: W. J. Mommsen (Hrsg.): Der moderne Imperialismus, Stuttgart 1971, S. 172 ff.; H.-U. Wehler: Der Aufstieg des amerikanischen Imperialismus, Studien zur Entwicklung des Imperium Americanum 1865-1900, Göttingen 1974.]

    [FN 62: Vgl. E. May, op. cit.; H.-U. Wehler: Der amerikanische Imperialismus vor 1914, a.a.O.]

    [FN 63: Vgl. A. Wolfers/L. Martin (eds.): The Anglo-American Tradition in Foreign Affairs, a.a.O., S. 234 ff.]

    [FN 64: Vgl. William A. Williams: The Tragedy of American Diplomacy, New York 1978<sup>9</sup>; Yves-Henri Nouailhat: Histoire des doctrines politiques aux Etats-Unis, Paris 1977 (Kap.: Progressisme et impérialisme), S. 75 ff. Siehe ferner hierzu auch T. A. Shannon: Manifest Destiny and Anti-Imperialists of 1898: An American Dissent, Doctoral Dissertation, Oxford Univ. 1983.]

    [FN 65: J. Strong, zit. in: F. Pflüger, op. cit., S. 37.]

    Doch schon bald genügten diese vereinzelten internationalen Expansionsunternehmungen den Amerikanern nicht mehr. Die Idee der «Manifest Destiny» wurde ausgeweitet. Sie galt fortan nicht mehr ausschließlich als Rechtfertigungsformel für die innerkontinentale Ausdehnung, sondern wurde zunehmend auch zur Legitimation für das Ausgreifen über Amerika hinaus gebraucht.[...]

    Als die große Wende der amerikanischen Politik von der rein handelspolitischen Orientierung zu imperialem Weltmachtstreben wird allgemein das Jahr 1898 angesehen. Im Gefolge des spanisch-amerikanischen Krieges kam es zur Unabhängigkeit Kubas von Spanien und zur Einverleibung der Philippinen, Guams und Puerto Ricos in die Vereinigten Staaten. Die USA annektierten zudem im gleichen Jahr Hawaii und teilten sich Samoa mit dem Deutschen Reich. Die Vereinigten Staaten, geboren im Unabhängigkeitskampf gegen die Kolonialmacht England, errichteten nun ihrerseits imperiale Fremdherrschaften.[FN 18]

    [...] William H. Seward z.B., Außenminister unter Andrew Jackson und Abraham Lincoln, hatte immer wieder den Aufbau eines «Informal Empire» gefordert: Die USA müßten sich nach Norden, Süden und Westen ausdehnen, den Pazifik zu einem «Mare Americanum» machen und Asien zur kommerziellen Domäne der Vereinigten Staaten werden lassen.[FN 19] In ähnlicher Weise wirkte auch Alfred Thayer Mahan, lange Zeit Chef der US-Marineakademie, der den Aufbau einer starken Flotte zur Eroberung neuer Märkte und Stützpunkte forderte.[FN 20]

    Trotz dieser unbestreitbaren wirtschaftlichen Gründe müssen jedoch auch die nach wie vor in Amerika virulenten idealistischen Ursachen für das sich Ende der neunziger Jahre in der Regierungspolitik durchsetzende Expansionsstreben gesehen werden.[FN 21] Die Großmachtpolitik der USA seit der Administration McKinleys ist deshalb sogar von «Revisionisten» als «idealistischer Imperialismus» bezeichnet worden.[FN 22] Dabei spielte der alte amerikanische Glaube an die Überlegenheit der eigenen Wertvorstellungen und der traditionelle Missions- und Fortschrittsglaube eine bedeutende Rolle.

    In diesem Sinne forderte der protestantische Geistliche Josiah Strong in seinem Buch «Our Country», [...] Es sei offensichtlich, daß Gott die Amerikaner damit beauftragt habe, die Welt in ihrem Sinne zu erneuern: «Es scheint mir, daß Gott ... die angelsächsische Rasse für eine Stunde vorbereitete, die unweigerlich in der Zukunft der Welt kommen wird».[FN 23] Es nahe der «letzte Kampf der Rassen», der dazu führen müßte, daß der «Repräsentant ... der größten Freiheit, des reinsten Christentums, der höchsten Zivilisation ... sich über die ganze Welt verteilt».[FN 24]

    [...] Es sei eine «Frage der Menschlichkeit», in Kuba zu intervenieren und die Verletzung von Menschenrechten, die Not und den Hunger des kubanischen Volkes zu beenden, hatte Präsident McKinley dem Kongreß am 11. April 1889 erklärt.[FN 25]

    [FN 18: vgl. E. May, Imperial Democracy, The Emergence of America as a Great Power, New York 1973 (Erstausgabe: 1961), bes. S. 243 ff.]

    [FN 19: vgl. H. Wasser, a.a.O., S.394; und: H. U. Wehler, Der amerikanische Imperialismus vor 1914, in: W. J. Mommsen (Hrsg.), Der moderne Imperalismus, Stuttgart 1971, S. 172ff.; sowie: H. U. Wehler, Der Aufstieg des amerikanischen Imperialismus. Studien zur Entwicklung des Imperium Americanum 1895-1900, Göttingen 1974.]

    [FN 20: vgl. H. v. Barch, Amerika, a.a.O., S.21.]

    [FN 21: dazu besonders: R. Osgood, Ideals and Self-Interest in America's Foreign Relations, Chicago 1953, z.B. S. 27, 44.]

    [FN 22: W. A. Williams, The Tragedy of American Diplomacy, New York 1978 (9. Auflage) S.58.]

    [FN 23: J. Strong, Our Country (1885), in: R. Hofstadter, Great Issues in American History, From Reconstruction to the Present Day 1864-1969 (Auszüge), New York 1969, S. 187, das Buch Strongs war Mine der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts ein berühmter Besteller (Auflage ca. 170000).]

    [FN 24: ebenda.]

    [FN 25: W. McKinley, Kriegsbotschaft an den Kongreß, 11.4.1889, in: R. Hofstadter, a.a.O., S. 191 ff.]

    Anmerkungen

    Bis auf die korrekt eingerückten Zitate ist die komplette Seite der Quelle entnommen.

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  • Mm/Fragment 282 41-42


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    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 282, Zeilen: 41-42
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 37, Zeilen: 31
    In ähnlicher Weise rechtfertigte McKinley in einer Rede in Boston (1899) auch

    die Annektierung der Philippinen:

    In gleicher Weise wurde auch die Einverleibung der Philippinen gerechtfertigt.
    Anmerkungen

    -

    Sichter
    Graf Isolan


  • Mm/Fragment 283 01-13


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    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 283, Zeilen: 1-13
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 37-38, Zeilen: S.37,33 - S.38,1-3.7-9.10-16
    Tatsächlich war der idealistische Fortschrittsglaube ein wesentlicher Grund für die amerikanische Ausdehnungspolitik gegen Ende des 19. Jahrhunderts.

    An diese Außenpolitiken knüpfte auch der Nachfolger McKinleys, Theodore Roosevelt, an. Zunächst trieb er die von McKinleys Außenminister John Hay begonnene „Open Door Policy" gegenüber China voran, vermittelte erfolgreich im Russisch-Japanischen Krieg von 1904/05 und ermöglichte durch seine Lateinamerika-Politik eine weitere Zurückdrängung britischen Einflusses und schließlich den Beginn des Baues des Panama-Kanals im Jahre 1904.[FN 68] Den Kern seiner Außenpolitik bildete jedoch die Ausdehnung der Monroe-Doktrin durch die sogenannte „Roosevelt-Corollary", mit der sich die USA zur Rolle einer „internationalen Polizeimacht" verpflichteten, um einerseits wirtschaftlichen Ruin und strategischen Zerfall lateinamerikanischer Staaten aufzuhalten und andererseits die deshalb drohende Intervention europäischer Regierungen zu verhindern.

    [FN 68: Vgl. John Milton Cooper: The Warrior and the Priest: Theodore Roosevelt and Woodrow Wilson, Cambridge, Mass., 1983; K. Krakau: Die Lateinamerika-Politik der USA, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, B9/86, 1. März 186, S. 31f.]

    Es kann somit kein Zweifel bestehen, daß der idealistische Fortschrittsglaube ein wesentlicher Grund für die amerikanische Ausweitungspolitik gegen Ende des 19. Jahrhunderts darstellte.

    An diese Politik knüpfte Theodore Roosevelt, der Nachfolger McKinleys, an. [...] Er trieb die von McKinleys Außenminister begonnene «Open Door Policy» gegenüber China voran, vermittelte erfolgreich im Russisch-Japanischen Krieg von 1904/05 [...] und ermöglichte durch seine Lateinamerika-Politik die weitere Zurückdrängung britischen Einflusses und schließlich den Beginn der Bauarbeiten zum Panamakanal im Jahre 1904. Die einschneidendste Maßnahme des Präsidenten war jedoch die Ausdehnung der Monroe-Doktrin durch die sogenannte «Roosevelt-Corollary», mit der sich die USA zur Ausübung einer «internationalen Polizeimacht» verpflichteten, um einerseits finanziellen Ruin und Zerfall lateinamerikanischer Staaten aufzuhalten und andererseits die deshalb drohende Intervention europäischer Mächte zu verhindern.

    Anmerkungen

    Leicht redigierte Komplettübernahme.

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    Graf Isolan


  • Mm/Fragment 283 28-37


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    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 283, Zeilen: 28-37
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 38, Zeilen: 16-18, 23-29
    In der amerikanischen Außenpolitik käme es deshalb darauf an, so Roosevelt, „to speak softly and to carry a big stick."[FN 70] Noch emphatischer als Roosevelt begründete Woodrow Wilson seine Außenpolitik mit idealistischen Visionen.[FN 71] Zunächst bemüht, die Neutralität Amerikas im 1. Weltkrieg zu wahren, zwang ihn die deutsche Politik und die drohende Niederlage der „Alliierten" dann doch schließlich zum Eingreifen.[FN 72] Wilsons Argument für den Kriegseintritt Amerikas war jedoch nicht die nationale Sicherheit des Landes, sondern die fundamentale moralische Vortrefflichkeit der amerikanischen Nation, die die Regierung dazu verpflichte, als „single champion" der Demokratie den „natürlichen Feind der Freiheit" zu bekämpfen:

    [FN 70: Vgl. Frederick W. Marks: Theodore Roosevelt and the Conservative Revival, in: Norman Graebner (ed.): Traditions and Values: Studies in American Diplomacy, 1865-1945, Lanham, N.Y., 1985.]

    [FN 71: Vgl. J. M. Blum: Woodrow Wilson and the Politics of Morality, Boston/Toronto 1956.]

    [FN 72: Vgl. A. Lentin: Lloyd George, Woodrow Wilson and the Guilt of Germany, Louisiana State Univ. Press, Baton Rouge, La., 1985.]

    Der amerikanischen Außenpolitik, so Theodore Roosevelt, käme es darauf an, «to speak softly and to carry a big stick».[FN 28] [...]

    Noch stärker als Roosevelt begründete Woodrow Wilson seine Außenpolitik mit idealistischen Argumenten. Nachdem er lange Zeit bemüht gewesen war, die Neutralität Amerikas im Ersten Weltkrieg zu wahren, zwang ihn die deutsche Politik und die drohende Niederlage der «Alliierten» schließlich zum Eingreifen. Sein Hauptargument für den Kriegseintritt Amerikas war jedoch nicht die nationale Sicherheit, sondern die Behauptung, daß es für die USA als «single champion» der Menschenrechte eine Pflicht sei, den «natürlichen Feind der Freiheit» zu bekämpfen.

    [FN 28: T. Roosevelt, zit. nach: H. Guggisberg, a.a.O., S. 167.]

    Anmerkungen

    Bis auf die korrekt eingerückten Zitate ist die komplette Seite der Quelle Pflüger 1983 entrissen.

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    Graf Isolan


  • Mm/Fragment 284 01-02


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    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 284, Zeilen: 1-2
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 38, Zeilen: 33-34
    Wilson definierte seinen „crusading idealism" als quasi letztes Gefecht des demokratischen Amerika gegen die Mächte des „Bösen". Wilson träumte von einer Art «letztem Gefecht» des demokratischen Amerikas gegen die Mächte des «Bösen».
    Anmerkungen

    -

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  • Mm/Fragment 284 02-05


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    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 284, Zeilen: 2-5
    Quelle: Craig 1984
    Seite(n): 1, Zeilen: 3.Spalte 36-45
    Im Februar 1919 erklärte er in einer Rede in Boston, daß er im Namen der Bevölkerung der Vereinigten Staaten als Ziel dieses großen Krieges Ideale und nichts als Ideale benannt hätte, und in diesem Geist sei der Krieg auch gewonnen worden.[FN 74]

    [FN 74: W. Wilson zit. in: G. A. Craig: Die Supermacht und das Gute, a.a.O.. Ferner siehe hierzu: Daniel P. Moynihan: Was Woodrow Wilson Right? Morality and American Foreign Policy, Commentary, vol. 57, No. 4, May 1974, S. 25-31.]

    [...] so etwa Woodrow Wilson im Februar 1919 in einer Rede, die er in Boston hielt und in der er erklärte: „In vollkommener

    Offenheit habe ich, im Namen der Bevölkerung der Vereinigten Staaten, als Ziel dieses großen Krieges Ideale und nichts als Ideale benannt, und in diesem Geist ist der Krieg gewonnen worden."

    Anmerkungen

    In das Plagiat aus Pflüger eingeschobenes Craig-Zitat, korrekt zitiert. Plaqueiator.

    Sichter
    Plaqueiator


  • Mm/Fragment 284 06-24


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    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 284, Zeilen: 6-24
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 38-39, Zeilen: S.38,35 - S.39,1.4-5.7-12.14-17.19-22
    Wilsons Idee einer Weltfriedensordnung - garantiert durch einen „Völkerbund" -, die die Außenpolitik abschaffen und durch eine „Weltinnenpolitik" ersetzen würde, sollte sich sehr bald als Utopie erweisen. Diese Ideen stießen nicht nur bei den europäischen Realpolitikern auf Ablehnung, sondern vor allem bei den Amerikanern selbst. Eine Verantwortung für die europäische Nachkriegsordnung wollte in Amerika niemand übernehmen.[FN 75] Schlagartig brach eine neue Isolationismusphase in Washington aus, gerade zu einem Zeitpunkt, wo die amerikanischen Fortschrittsideale in Europa dringender denn je als Beispiel hätten dienen können.[FN 76]

    Nur 24 Jahre nach der Kriegsbotschaft Wilsons sollte die provisorische Isolationspolitik durch den Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg nunmehr endgültig aufgegeben werden. Wenngleich das Aufkommen des Nationalsozialismus zunächst an der amerikanischen Neutralitätspolitik nichts änderte, so entschloß sich doch Franklin D. Roosevelt mit der zunehmend größer werdenden totalitären Bedrohung Europas und der Freien Welt zu einer amerikanischen Intervention. Am 6. Januar 1941 erläuterte er dem amerikanischen Volk in seiner „Four Freedoms"-Rede die Notwendigkeit eines amerikanischen Eingreifens, auch wenn er noch keine konkreten Angaben zum Ausmaß des Engagements der USA machte:

    [FN 74: W. Wilson zit. in: G. A. Craig: Die Supermacht und das Gute, a.a.O.. Ferner siehe hierzu: Daniel P. Moynihan: Was Woodrow Wilson Right? Morality and American Foreign Policy, Commentary, vol. 57, No. 4, May 1974, S. 25-31.]

    [FN 75: Vgl. Lloyd Abrosius: Woodrow Wilson and the Quest for Orderly Progress, in: N. Graebner (ed.): Traditions and Values: Studies in American Diplomacy, 1865-1945, Lanham, N.Y., 1985.]

    [FN 76: Vgl. David A. Shannon (Hrsg.): Progressivism and Postwar Desillusionment, 1898-1928, New York 1965.]

    Wenn er gewonnen würde, so müßte sich eine Weltfriedensordnung - garantiert durch einen «Völkerbund» - ergeben, die Außenpolitik könnte abgeschafft und durch eine "Weltinnenpolitik" ersetzt werden.[...] Diese Ideen trafen nicht nur bei den europaischen Realpolitikern auf Ablehnung, sondern vor allen Dingen auch in den Vereinigten Staaten selbst. [...] und weigerte sich, Verantwortung für die europäische Nachkriegsordnung zu übernehmen. Als wäre das Kriegsengagement zuviel des Guten gewesen, wandte sich die amerikanische Nation mit einem Schlage von der Weltbühne ab, zog sich zurück auf den eigenen Kontinent und vergaß ihre Mission, die niemals mehr vonnöten gewesen wäre als im Europa der zwanziger und frühen dreißiger Jahre.

    [...]

    Auch als die Nazis nach der Auflösung der Weimarer Republik die Macht ergriffen hatten, Deutschland aufrüsteten und erste wichtige Territorialgewinne verzeichneten, änderte sich nichts an der amerikanischen Neutralitätspolitik, die inzwischen durch eine umfangreiche Gesetzgebung abgesichert war. [...] Nur 24 Jahre nach der Kriegsbotschaft Wilsons erläuterte schließlich Franklin D. Roosevelt am 6. Januar 1941 seiner Nation die Notwendigkeit eines amerikanischen Eingreifens, auch wenn er noch keine konkreten Angaben zum Ausmaß des Engagements der USA machte.[FN 32]

    [FN 32: F. D. Roosevelt, Rede zu den «Vier Freiheiten», 6.1.1941, in: R. Hofstadter, a.a.O., S.394ff.]

    Anmerkungen

    -

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    Graf Isolan Klicken


  • Mm/Fragment 284 25-26.29-31


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    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 284, Zeilen: 25-26, 29-31
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 39, Zeilen: 23-25, 30-31
    „Let us say to the democracies, ,We Americans are vitally concerned in your defense of freedom.[...]"[FN 77]

    Franklin Roosevelt sah die Hauptgefahr des Nationalsozialismus in der Bedrohung von Freiheit und Demokratie. In derselben Rede verkündete er sozusagen als „Bollwerk" gegen die deutsche Diktatur seine berühmten „vier Freiheiten": [...]

    [FN 77: Zitiert nach: H. C. Syrett, op. cit., S. 385.]

    Ähnlich wie Wilson sah Roosevelt in der Bedrohung der Freiheit und Demokratie die Hauptgefahr der Nazi-Offensive: «Laßt uns den Demokraten sagen: Wir Amerikaner nehmen tiefsten Anteil an Eurer Verteidigung der Freiheit... [...]»[FN 33].

    In der gleichen Rede verkündete Franklin D. Roosevelt auch seine berühmten «vier Freiheiten».

    [FN 33: F. D. Roosevelt, Rede zu den «Vier Freiheiten», 6.1.1941, in: R. Hofstadter, a.a.O., S.394ff.]

    Anmerkungen

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  • Mm/Fragment 285 01-19


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    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 285, Zeilen: 1-19
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 40, Zeilen: 4-20
    Sehr bald nach Beendigung des Krieges sollte sich erneut zeigen, daß der Aufbau einer harmonischen Weltfriedensordnung nicht möglich sein würde. Als Siegermacht betrieb die Sowjetunion in Ost- und Südeuropa eine aggressive Außenpolitik, errichtete den „Eisernen Vorhang", wie Winston Churchill ihn nannte, und leitete damit gleichzeitig die Ära des Kalten Krieges ein.[FN 79]

    Die Reaktion der Vereinigten Staaten bestand in der sogenannten „Truman-Doktrin", mit der die Amerikaner den „freien und unabhängigen Nationen" ihre Unterstützung vor einem weiteren Ausgreifen „totalitärer Regime" zusagten. Auch in dieser Doktrin wurde an die Verpflichtung der Amerikaner appelliert, Freiheit, Demokratie und Menschenrechte in der Welt zu fördern. Harry Truman unterstrich in seiner Rede, daß in der gegenwärtigen bipolaren Welt fast jedes Land der Erde zwischen zwei Staatsformen zu wählen habe: zwischen Demokratie oder Diktatur, zwischen Mehrheitsherrschaft, freien Institutionen, individueller Freiheit, Rede- und Religionsfreiheit oder aber Terror, Unterdrückung, Presse und Rundfunkzensur sowie eine Repression persönlicher Freiheiten. Es sei nun Aufgabe der USA, die Entscheidungsfreiheit der Länder zu ermöglichen und den freien Nationen beizustehen:

    „The free peoples of the world look to us for Support in maintaining their freedoms. If we falter in our leadership we may endanger the peace of the world. ..."[FN 80]

    [FN 79: Vgl . Michael Wolffsohn: Die Debatte über den Kalten Krieg, Opladen 1982; A. Conde : A History of American Foreign Policy: Global Power (1900 to the Present) , a.a.O.]

    [FN 80: Truman Doctrine (12. März 1947), abgedruckt in: H. C. Syrett, a.a.O., S. 396.]

    Bereits kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges zeigte sich, daß es auch diesmal nicht möglich sein würde, eine harmonische Weltfriedensordnung aufzubauen. Die Sowjetunion betrieb in Ost- und Südosteuropa eine äußerst aggressive Außenpolitik, förderte die Machtübernahme kommunistischer Parteien und errichtete den «Eisernen Vorhang» (Winston Churchill).[FN 35]

    Die Reaktion der Amerikaner bestand in der sogenannten Truman-Doktrin, mit der die USA den «freien und unabhängigen Nationen» ihre Unterstützung vor einem weiteren Ausgreifen «totalitärer Regime» zusagten.[FN 36] Auch die Truman-Doktrin enthielt eine Sprache, welche die von den Amerikanern traditionell empfundene Verpflichtung, Freiheit und Menschenrechte in der Welt zu fördern, deutlich hervorhob. Fast jede Nation der Welt müsse gegenwärtig zwischen zwei Wegen wählen: entweder Mehrheitsherrschaft, freie Institutionen, individuelle Freiheit, Rede- und Religionsfreiheit oder aber Terror, Unterdrückung, Presse- und Rundfunkzensur sowie eine Repression persönlicher Freiheiten. Den Vereinigten Staaten komme die Aufgabe zu, die Entscheidungsfreiheit der Länder zu ermöglichen und den freien Nationen zu helfen: «Die freien Völker erhoffen von uns Unterstützung bei der Sicherung ihrer Freiheiten. Wenn wir bei unserer Führungsaufgabe zögern, könnten wir den Frieden in der Welt gefährden...»[FN 37]

    [FN 35: W. Churchill, Rede über den «Eisernen Vorhang», 5.3.1946, in: T. G. Paterson, Major Problems in American Foreign Policy, Bd. II, Lexington, Mass. 1978, S.280. ; vgl. zur Nachkriegsgeschichte und dem Bruch der Vier-Mächte-Allianz: K. D. Bracher:, Europa in der Krise. Innengeschichte und Weltpolitik seit 1917, Frankfurt 1979, S. 284ff. ]

    [FN 36: H. S. Truman, Rede am 12.3.1947, in: R. Hofstadter, a.a.O., S.411ff.]

    [FN 37: ebenda, S.415.]

    Anmerkungen

    Austausch des ins Deutsche übersetzten Zitats durch Original. Minimale Änderungen weitestgehend auf Wortebene. (Den Vereinigten Staaten komme die Aufgabe zu – Es sei nun Aufgabe der USA)

    Sichter
    Graf Isolan Klicken


  • Mm/Fragment 285 20-32


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Plaqueiator
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 285, Zeilen: 20-32
    Quelle: Craig 1984
    Seite(n): 2, Zeilen: 2.Spalte 62-84 - 3.Spalte 1-4
    Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wurden die Vereinigten Staaten auch Mitglied einer in und für Friedenszeiten gegründeten Allianz, deren Zweck der gemeinsame militärische Schutz der Sicherheit ihrer Mitglieder war: Die Schnelligkeit, mit der die Troika Truman-Marshall-Kennan mit Hilfe solcher europäischen Bundesgenossen wie Bevin, Schuman und Monnet die Fundamente für die westliche Nachkriegsordnung legte - die „Containment-Strategie", den Marshall-Plan und die in ihm verkörperte Philosophie der Wirtschafts- und Militärhilfe für Bündnispartner, sowie das Nato-Bündnis - , und die Tatsache, daß die USA den in diesen Vereinbarungen verkörperten Grundsätzen in den vergangenen 35 Jahren treu geblieben sind, ließ die amerikanische Außenpolitik vis à vis der sowjetischen Großmachtdiktatur im Lichte einer neuen Pragmatik, inneren Folgerichtigkeit und Kontinuität erscheinen, die bis heute fast uneingeschränkt noch Gültigkeit haben.[FN 81]

    [FN 81: Vgl. G. Kennan: American Diplomacy, Chicago 1951, S. 89 ff.; Raymond Aron: Die Imperiale Republik. Die Vereinigten Staaten von Amerika und die übrige Welt seit 1945, Stuttgart/Zürich 1975 (Paris 1973).]

    [...] 1949 wurden die Vereinigten Staaten zum ersten Mal in ihrer Geschichte Mitglied einer in und für Friedenszeiten

    gegründeten Allianz, deren Daseinszweck der gemeinsame militärische Schutz der Sicherheit ihrer Mitglieder war. Die Schnelligkeit, mit der die Troika Truman-Marshall-Acheson mit Hilfe solcher europäischen Bundesgenossen wie Bevin, Schuman und Jean Monnet die Fundamente für die Nachkriegsordnung zementierte - die Eindämmungs-Strategie, den Marshall- Plan und die in ihm verkörperte Philosophie der Wirtschafts- und Militärhilfe für Bündnispartner, sowie das Nato-Bündnis mutet im Rückblick fast unglaublich an; und die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten den in diesen Festlegungen verkörperten Grundsätzen in den vergangenen 35 Jahren treu geblieben sind, mag uns als Mahnung dienen, einer Politik, die eingestandenermaßen manchmal inkonsequent und konzeptlos erscheinen mag, nicht jegliche Kontinuität und innere Folgerichtigkeit abzusprechen.

    Anmerkungen

    Die Fußnote ist reines Blendwerk.

    Sichter
    Plaqueiator


  • Mm/Fragment 285 33-40.45-46


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Plaqueiator, Plagin Hood, Graf Isolan, Senzahl
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 285, Zeilen: 33-40, 45-46
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 40, Zeilen: 22-30
    Die während der Truman-Administration von George Kennan formulierte Strategie zur Eindämmung des sowjetischen Imperialismus und Erhaltung der Freien Welt[FN 82] sollte die amerikanische Außenpolitik bis Ende der 60er Jahre bestimmen, wobei ab 1961 mit der Präsidentschaft John F. Kennedys wieder auch idealistische Elemente in die Politik Eingang fanden. Während die Eisenhower-Administration damit beschäftigt war, auf sowjetische Initiativen zu reagieren und ihre Außenpolitik vornehmlich militärisch („roll back") und machtpolitisch („liberation") zu definieren - [...] - betonte Kennedy stärker die idealistische Grundmotivation, die der Containment-Politik ursprünglich [zugrunde gelegen hatte.]

    [FN 82: Vgl . G. Kennan: The Sources of Soviet Conduct , Foreign Affairs, vol. 25, 1946/47, S. 566-582.]

    Die Grundlinie dieser von Truman und seinem Berater George Kennan formulierten Politik lief auf die «Eindämmung» der sowjetischen Expansionsbestrebungen zur Verteidigung der Freiheit hinaus.[FN 38] Sie bestimmte die amerikanische Politik bis mindestens 1969, wobei es allerdings 1961 durch die Amtsübernahme Präsident John F. Kennedys zu einer gewissen Akzentverschiebung kam. Während die Administrationen Trumans und Eisenhowers sich zunehmend damit zu begnügen schienen, auf sowjetische Initiativen zu reagieren und ihre Außenpolitik vornehmlich militärisch und machtpolitisch definierten, betonte Kennedy wieder stärker die idealistische Grundposition, die der «Eindämmungspolitik» ursprünglich zugrunde lag.

    [FN38: vgl. z.B. G. Kennan, American Diplomacy, Chicago 1951, S.89ff.]

    Anmerkungen

    Verschleiernde Übernahme in Collagetechnik: in diese Übernahme von Pflüger ist ein Ausschnitt aus einem FAZ-Artikel von Craig eingebettet, siehe Mm/Fragment 285 40-45.

    Sichter
    Graf Isolan


  • Mm/Fragment 285 40-45


    Typus
    BauernOpfer
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Plaqueiator
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 285, Zeilen: 40-45
    Quelle: Craig 1984
    Seite(n): 2, Zeilen: 4.Spalte 64-78
    [...] wobei es John Foster Dulles' Ziel war, die Sowjetunion und China mit einem globalen Ring aus multilateralen und bilateralen Bündnissen mit antikommunistischem Engagement einzurahmen, ein Unterfangen, dessen hauptsächliches Resultat, wie Townsend Hoopes schrieb, darin bestand „die Einstellungen und Strukturen des Kalten Krieges im amerikanischen Leben zu multiplizieren und zu institutionalisieren"[FN 83]

    [FN 83: T. Hoopes zit. in: G. A. Craig: Die Supermacht und das Gute, a.a.O.; K. Krakau: Missionsbewußtsein und Völkerrechtsdoktrin in den Vereinigten Staaten von Amerika, a.a.O., S. 206 ff.]

    Tatsache war, daß Mr. Dulles mit zunehmender Zeit immer hingebungsvoller seinen weltweiten Aktivitäten frönte, Aktivitäten, die jenem erstaunlichen Versuch dienten, die Sowjetunion und China mit einem geschlossenen Ring aus multilateralen und bilateralen Bündnissen mit antikommunistischer Zielrichtung einzurahmen, ein Unterfangen, dessen hautsächliches Resultat, wie Townsend Hoopes geschrieben hat, darin bestand, „die Einstellungen und Strukturen des Kalten Krieges im amerikanischen Leben zu multiplizieren und zu institutionalisieren".
    Anmerkungen

    Es wird nicht nur Hoopes nach Craig zitiert, wie in der FN angegeben, sondern auch der umschließende Text von Craig übernommen.

    Sichter
    Plaqueiator


  • Mm/Fragment 286 01-28


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Plaqueiator, Graf Isolan, Klicken, Senzahl
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 286, Zeilen: 1-28
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 40-41, Zeilen: S.40,30 - S.41,1-4.7-12.14-20.24-31
    Außerdem widmete sich Kennedy verstärkt den Problemen der Dritten Welt, indem er durch seine „Alliance of Progress"-Strategie Armut und Menschenrechtsverletzungen in Lateinamerika bekämpfen wollte.[FN 84]

    In seiner Inaugurationsrede 1961 bezog sich Kennedy auf die Fortschrittsideale und Grundwerte der Amerikanischen Revolution, die es zu bewahren und zu verteidigen gelte. Kennedy versprach „a grand and global alliance ... against the common enemies of man: tyranny, poverty, disease and war itself". An die Adresse der Sowjetunion richtete er die Botschaft, daß die Amerikaner nicht bereit seien, die Unterhöhlung von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten hinzunehmen; vielmehr sollte jede Nation wissen,

    „that we shall pay any price, bear any bürden, meet any hardship, support any friend, oppose any foe to assure the survival and the success of liberty."[FN 85]

    Nachdem die Eindämmungspolitik und das damit einhergehende globale Engagement der Amerikaner schließlich im Vietnam-Krieg ihren Höhepunkt erreicht hatten und gleichzeitig auch ein partielles Scheitern dieser Strategie offenbar wurde,[FN 86] wuchs das Bedürfnis nach einer Neuorientierung, nach einem Wandel der amerikanischen Außenpolitik. Bei dem Versuch der USA, freiheitliche Wertvorstellungen gegen kommunistische Aggression zu verteidigen, wie es die Johnson-Administration in Vietnam praktiziert hatte, schienen die Vereinigten Staaten für einen Großteil der amerikanischen öffentlichen Meinung diese Werte im blutigen Dschungelkrieg selbst verleugnet zu haben.[FN 87] Der einst von Truman initiierte breite außenpolitische Konsens war mit einem Mal in Gefahr geraten.

    Als Richard Nixon 1969 das Präsidentenamt antrat und den erfahrenen Henry Kissinger zu seinem Sicherheitsberater ernannte, sollten sich schon bald neue Akzente in der amerikanischen Außenpolitik abzeichnen. Am 25. Juli 1969 verkündete Richard Nixon in Guam die sogenannte „Nixon-Doktrin", die einen Abbau des militärischen „over-commitment" der vergangenen Jahrzehnte vorsah, bei gleichzeitiger Stabilisierung und Stärkung regionaler Strukturen.[FN 88]

    [FN 84: Vgl. K. Krakau: Die Lateinamerika-Politik der USA, a.a.O., S. 32f.; A. Schlesinger: A Thousand Days: John F. Kennedy in the White House, New York 1965, S. 176 ff.]

    [FN 85: J. F. Kennedys Inaugurationsrede, abgedruckt in: Richard Hofstadter: Great Issues in American History: From Reconstruction to the Present Day, 1864-1969, New York 1969, S. 453.]

    [FN 86: Vgl. J. William Fulbright: The Arrogance of Power, New York 1966; Henry Kissinger: White House Years, Boston 1979, S. 63ff.; S. Hoffmann: Primacy or World Order, a.a.O. , S. 20ff.]

    [FN 87: Vgl. R. Aron, op. cit.]

    [FN 88: Vgl. zur Nixon-Doktrin: H. Kissinger, op. cit., S. 223f., 460, 519; Christian Hacke: Die Ära Nixon-Kissinger 1969-1974. Konservative Reform der Weltpolitik, Stuttgart 1983, S. 30ff.]

    Er widmete sich außerdem verstärkt den Problemen der Dritten Welt, insbesondere auch mit seiner Politik der «Alliance of Progress», mit der er in Lateinamerika Not und Menschenrechtsverletzungen bekämpfen wollte.[FN 39]

    In seiner Rede zur Amtseinführung bezog sich Kennedy auf die Grundwerte der amerikanischen Revolution, die es als deren «Erbe» zu verteidigen gelte: [...][FN 40] Kennedy versprach einen Kampf gegen die «Feinde der Menschen», gegen «Tyrannei, Armut, Krankheit und Krieg». Eine neue Generation der Amerikaner sei nicht bereit, die langsame Unterhöhlung von «Menschenrechten» hinzunehmen, vielmehr solle jede Nation wissen, «daß wir jeden Preis bezahlen, jede Last tragen, jede Schwierigkeit auf uns nehmen, jeden Freund unterstützen, jeden Feind angreifen, um das Uberleben und den Erfolg der Freiheit zu sichern».[FN 41]

    [...]

    Nachdem die Politik der «Eindämmung» und des damit verbundenen globalen Engagements der Amerikaner schließlich im Vietnam-Krieg ihren Höhepunkt erreicht hatte und zugleich ihr tragisches Scheitern eingestehen mußte,[FN 42] wuchs das Bedürfnis nach einer Neuorientierung der amerikanischen Außenpolitik. Bei dem Versuch, freiheitliche Wertvorstellungen gegen kommunistische Aggression zu verteidigen, schienen die Vereinigten Staaten nach Meinung vieler diese Werte im blutigen Krieg selbst verleugnet zu haben. [...] Der breite außenpolitische Konsens, der die ersten zwanzig Jahre der Nachkriegszeit bestimmt hatte, war dahin.

    Nachdem Richard Nixon 1969 sein Amt als Präsident angetreten und Henry Kissinger zu seinem Sicherheitsberater bestimmt hatte, zeichnete sich deshalb schon bald eine Veränderung der amerikanischen Außenpolitik ab. Am 25. Juli 1969 verkündete Richard Nixon in Guam die sogenannte «Nixon-Doktrin», die einen Abbau des «overcommitments» der USA in der Welt bei gleichzeitiger Stabilisierung und Stärkung regionaler Strukturen vorsah.[FN 43]

    [FN 39: vgl. A. Schlesinger, A Thousand Days. John F. Kennedy in the White House, New York 1965, S. 176ff.]

    [FN 40: J. F. Kennedy, Rede zur Amtseinführung, 20.1.1961, in: R. Hofstadter, a.a.O., S.453.]

    [FN 41: ebenda.]

    [FN 42: zum Scheitern des Containment: H. Kissinger, White House Years, Boston 1979, S. 63ff.; S. Hoffmann, Primacy or World Order. American Foreign Policy Since the Cold War, New York 1980, bes. S. 20ff.]

    [FN 43: zur Nixon-Doktrin: H. Kissinger, White House Years, a.a.O., S.223f., 460, 519.]

    Anmerkungen

    Wie auch auf in den diversen Stellen vorher erstzen Originalzitate die bei Pflüger zu findenden deutschen Übersetzungen. Weitere Textbearbeitungen sind Kürzungen oder Wortersetzungen durch Synonyme (damit verbunden – damit einhergehend) etc.

    Sichter
    Graf Isolan Klicken


  • Mm/Fragment 286 28-39


    Typus
    Verdächtig
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 286, Zeilen: 28-39
    Quelle: Mathiopoulos 1983
    Seite(n): 73, Zeilen: 18-26, 30-35
    Die neue „Asien-Doktrin", erklärte Außenminister Rogers, beinhalte, daß der Schutz nationaler Interessen keine automatische militärische Reaktion der Vereinigten Staaten gegenüber jeder Bedrohung erfordere. Die „Nixon-Doktrin" war kein isolationistischer Rückzug, wie einige Kritiker bemängelten, sondern, wenn auch vorwiegend im asiatisch-pazifischen Raum, ein Ersatz für militärische Stärke, für eine unilaterale Pax Americana.[FN 89] Und auch das Korrelat zur Nixon-Doktrin, die Politik des Gleichgewichts der Kräfte - eine Strategie, die der außenpolitischen Virtuosität „Metternissingers" (Gordon A. Craig) zugeschrieben wird - , suchte nach einer Neustrukturierung des internationalen Systems, nach einer Kodifizierung der Prinzipien, die zu einer friedlichen Regulierung und Neuformierung der Ost-West-Konkurrenz führen sollte.

    [FN 89: Vgl. Peter Weilemann: Weltmacht in der Krise, Isolationistische Impulse in der amerikanischen Außenpolitik der siebziger Jahre, Stuttgart 1982.]

    Die neue „Asien-Doktrin", erklärte Außenminister Rogers, beinhalte, daß der Schutz nationaler Interessen keine automatische militärische Reaktion der Vereinigten Staaten gegenüber jeder Bedrohung erfordere. Die Nixon-Doktrin war kein Rückzug, wie einige Kritiker bemängelten, sondern, wenn auch vorwiegend im asiatisch-pazifischen Raum, ein Ersatz für militärische Stärke, für eine unilaterale Pax Americana. [..] Und auch das Korrelat zur Nixon-Doktrin - die Politik des Gleichgewichts der Kräfte - suchte nach einer Neustrukturierung des internationalen Systems, nach einer Kodifikation der Prinzipien, die zu einer friedlichen Regulierung und Neuformierung der Ost-West-Konkurrenz führen sollte.
    Anmerkungen

    Hier hat Mm wieder die Lust zu einer neuen Formulierung verlassen. Also wird, statt zu paraphrasieren, ein alter Artikel wortwörtlich übernommen. Auch das wäre zu kennzeichnen gewesen. Aber der Hinweis auf ihre eigene Arbeit kommt erst auf der nächsten Seite. (Welchen Zweck das Zitat in der Mitte des Abschnitts dienen soll, weiß nur Mm.)

    Sichter


  • Mm/Fragment 286 39-46


    Typus
    Verdächtig
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 286, Zeilen: 39-46
    Quelle: Mathiopoulos 1983
    Seite(n): 73-74, Zeilen: S.73,39 - S.74,1-9
    Inhalt dieser neo-realistischen Außenpolitik war die Umgestaltung einer bisher „esoterischen Militärstrategie", die Macht mit Diplomatie verwechselt hatte, wie Kissinger meinte, zu einer entideologisierten, politischen Eindämmungsstrategie, die Entspannung hieß. Wie Roosevelt in den 40er Jahren die nationalsozialistische Politik mit Hilfe Stalins und die totalitäre Politik der Sowjets mit Hilfe Churchills eindämmte, so strebten Nixon und Kissinger eine Eindämmung der Russen mit Hilfe der Chinesen an, die durch entspannte Beziehungen zu beiden ermöglicht werden sollte. Inhalt dieser Politik war die Umgestaltung einer bisher „esoterischen Militärstrategie", die Macht mit Diplomatie verwechselte - wie Kissinger meinte - zu einer entideologisierten, politischen Eindämmungsstrategie, die Entspannung hieß. Wie Roosevelt in den vierziger Jahren die nationalsozialistische Politik mit Hilfe Stalins und die totalitäre Politik der Sowjets mit Hilfe Churchills eindämmte, so strebten in den siebziger Jahren auch Nixon und Kissinger eine Eindämmung der Russen mit Hilfe der Chinesen an, die durch entspannte Beziehungen zu beiden ermöglicht werden konnte.
    Anmerkungen

    Die fast wörtliche Übernahme aus einem eigenen Artikel ohne Kennzeichnung geht weiter und wird auf der nächsten Seite weitergeführt.

    Sichter


  • Mm/Fragment 287 01-06


    Typus
    Verdächtig
    Bearbeiter
    Schuju, Plaqueiator, Kannitverstan, Graf Isolan, Hotznplotz
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 287, Zeilen: 1-6
    Quelle: Mathiopoulos 1983
    Seite(n): 74, Zeilen: 9-15
    Die Eindämmung eines geopolitischen Expansionismus der Sowjetunion konnte nur durch eine Veränderung des internationalen Verhaltens Moskaus erreicht werden, und diese wiederum konnte nur durch eine Entspannungspolitik erfolgen, die für beide Großen von Nutzen war. Kissingers realpolitischer Neuansatz stellte letztlich eine Politik der Eindämmung mit anderen Mitteln dar (containment als détente).[...][FN 90]

    [FN 90: Vgl. M. Mathiopoulos: Zur Containment-Politik der USA: Strategien von Roosevelt bis Reagan, Politik und Kultur, H. 3, 1983, S. 72 ff.]

    Die Eindämmung eines geopolitischen Expansionismus der Sowjetunion konnte nur durch eine Veränderung des internationalen Verhaltens Moskaus erreicht werden und dieses wiederum konnte nur durch eine Entspannungspolitik erfolgen, die für beide Großen von Nutzen war. Kissingers Neuansatz stellte eine Politik der Eindämmung mit anderen Mitteln dar.
    Anmerkungen

    Das Original ist zwar von Mm, aber auch hier verletzt sie wieder die wissenschaftlichen Gepflogenheiten. Die fast wörtliche Übernahme des eigenen Textes aus einer früheren Veröffentlichung muss genauso sorgfältig gekennzeichnet werden wie ein Fremdzitat. Mm markiert hier - wie üblich - weder Anfang noch Ende und gibt erst zwei Absätze später den Hinweis auf die ursprüngliche Stelle.

    Sichter


  • Mm/Fragment 287 09-13


    Typus
    Verdächtig
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 287, Zeilen: 9-13
    Quelle: Mathiopoulos 1983
    Seite(n): 73, Zeilen: 5-9
    [...] galt es, die Realität der Konkurrenz mit dem Imperativ der Koexistenz (Kissinger) zu verbinden, um ein ausbalanciertes Machtgleichgewicht zu erreichen, eine „Dialektik der Annäherung und Abgrenzung" zwischen Ost und West in Gang zu setzen [...] Es galt, die Realität der Konkurrenz mit dem Imperativ der Koexistenz zu verbinden (Kissinger), um ein ausbalanciertes Machtgleichgewicht zu erreichen, eine „Dialektik der Annäherung und Abgrenzung" zwischen Ost und West in Gang zu setzen.
    Anmerkungen

    Nichts Neues unter der Sonne ...

    Sichter


  • Mm/Fragment 287 15-19


    Typus
    Verdächtig
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Hotznplotz
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 287, Zeilen: 15-19
    Quelle: Mathiopoulos 1983
    Seite(n): 74, Zeilen: 26-31
    Freilich - die historische Gelegenheit eines „Wandels durch Annäherung" erfolgte nicht; denn eine aufrichtige Vertiefung der Détente-Politik seitens des Ostens hätte eine Erosion des sowjetischen Systems bedeutet. Die Konsequenz einer nicht mehr aufzuhaltenden Entspannung wäre dann die Europäisierung Rußlands gewesen.[FN 90]

    [FN 90: Vgl. M. Mathiopoulos: Zur Containment-Politik der USA: Strategien von Roosevelt bis Reagan, Politik und Kultur, H. 3, 1983, S. 72 ff.]

    Doch die historische Gelegenheit eines „Wandels durch Annäherung" erfolgte nicht. Denn eine aufrichtige Vertiefung der Detente-Politik seitens des Ostens hätte eine Erosion des sowjetisch-totalitären Systems bedeutet. Die Konsequenz einer nicht mehr aufzuhaltenden Entspannung wäre dann die Europäisierung Rußlands gewesen.
    Anmerkungen

    Zwei Worte wurden gegenüber dem Original abgeändert - ansonsten identisch - und mal wieder unzureichend gekennzeichnet.

    Sichter


  • Mm/Fragment 287 20-46


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Plaqueiator, Graf Isolan, Klicken
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 287, Zeilen: 20-46
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 42, Zeilen: 3-25
    Unter Nixon, Ford und Kissinger waren die Vereinigten Staaten zu einer Außenpolitik zurückgekehrt, die primär Stabilität, Erhaltung des weltpolitischen Status quo, Konsolidierung eigener Einflußsphären und Friedenssicherung zum Inhalt hatte. Der außenpolitische Primat war Realismus, nicht Idealismus. Der Missionsgedanke trat zurück, Amerika beschränkte sich wieder darauf, als „city upon the hill" anderen Ländern lediglich als Vorbild zu dienen, ohne die eigenen Wertvorstellungen aktiv in die Welt hinauszutragen. Diese Haltung formulierte Henry Kissinger prägnant mit den Worten:

    „... as the greatest democracy the world has ever known, we are a living reminder that there is an alternative to tyranny and oppression. The revolution that we began two hundred years ago goes on, for most of the world still lives without the freedom that has for so long been ours. To them we remain a beacon of hope and an example to be emulated."[FN 91]

    Auch Kissinger bekannte sich zu der Verpflichtung der Vereinigten Staaten, die Idee von Freiheit und Selbstbestimmung zu vertreten. Doch während für die Präsidenten Wilson, Roosevelt und Kennedy diese idealistischen Zielsetzungen über weite Strecken den Kern ihrer Außenpolitiken bildeten, traten für den Pragmatiker Kissinger andere Aufgaben in den Vordergrund, für die er jedoch ebenfalls moralische Gründe geltend machte. „Was den uralten Antagonismus zwischen Freiheit und Tyrannei angeht, so sind wir nicht neutral", sagte Kissinger vor dem Senate Committee on Foreign Relations am 19. September 1974. Aber es gäbe andere zwingende Notwendigkeiten, die der Fähigkeit der USA, innere Veränderungen in anderen Ländern zu bewirken, Grenzen auferlegten. Es war nicht mehr „the principal goal of American foreign policy to transform the domestic structures of societies with which we deal". „Das Bewußtsein unserer Grenzen entspricht der Erkenntnis der Notwendigkeit des Friedens - nicht moralischer Gefühllosigkeit". Die Erhaltung des menschlichen Lebens und der menschlichen Gesellschaft seien auch moralische Werte, schloß Kissinger seine Rede.[FN 92]

    [FN 91: Henry Kissinger: The Moral Foundations of Foreign Policy, in: H. Kissinger: American Foreign Policy, New York 1977, S. 212f.]

    [FN 92: H. Kissinger: Detente with the Soviet Union: The Reality of Competition and the Imperative of Cooperation, Erklärung vor dem Senate Committee on Foreign Relations, 19. September 1974, (dt. in: Europa Archiv, 20/1974, S. D464).]

    Unter Nixon, Ford und Kissinger waren die USA zu einer Außenpolitik zurückgekehrt, die vornehmlich Stabilität, Erhaltung des weltpolitischen Status quo, Konsolidierung eigener Einflußsphären und Friedenssicherung zum Inhalt hatte. Der idealistische Missionsgedanke trat zurück, Amerika beschränkte sich wieder darauf, als «Stadt auf dem Hügel» anderen Ländern als Vorbild zu dienen, ohne die eigenen Wertvorstellungen aktiv in die Welt hinauszutragen. Diese Haltung formulierte niemand deutlicher als Henry Kissinger: «Als die großartigste Demokratie, die es je auf der Welt gegeben hat, sind wir eine lebende Erinnerung dafür, daß es eine Alternative zu Tyrannei und Unterdrückung gibt. Die Revolution, die wir vor zweihundert Jahren begannen, geht weiter, da die größten Teile der Erde noch immer ohne die Freiheit leben, die wir so lange genossen haben. Für diese werden wir ein Feuer der Hoffnung und ein Beispiel zum Nacheifern bleiben.»[FN 44]

    Auch Kissinger bekannte sich zu den Menschenrechten und der Aufgabe der USA, die Idee von Freiheit und Selbstbestimmung zu vertreten. Doch während diese Zielsetzung z.B. bei Woodrow Wilson, Franklin D. Roosevelt und John F. Kennedy über weite Strecken die Seele der Außenpolitik bildeten, so traten nun andere Aufgaben in den Mittelpunkt, für die Kissinger jedoch ebenfalls moralische Gründe geltend machte: «Was den uralten Antagonismus zwischen Freiheit und Tyrannei angeht, so sind wir nicht neutral. Aber andere zwingende Notwendigkeiten legen unserer Fähigkeit Grenzen auf, innere Veränderungen in anderen Ländern zu bewirken. Das Bewußtsein unserer Grenzen entspricht der Erkenntnis der Notwendigkeit des Friedens - nicht moralischer Gefühllosigkeit. Die Erhaltung des menschlichen Lebens und der menschlichen Gesellschaft sind auch moralische Werte».[FN 45]

    [FN 44: H. Kissinger, The Moral Foundations of Foreign Policy, Rede vor dem «Upper Midwest Council», Bloomington (Minneapolis) 15.7.1975, in: ders., American Foreign Policy, New York 1977 (3. Auflage), S.212f.]

    [FN 45: H. Kissinger, Detente with the Soviet Union: The Reality of Competition and the Imperative of Cooperation, Erklärung vor dem «Senate Committee on Foreign Relations», 19.9.1974, deutsch in: EA, 20/1974, S. D464.]

    Anmerkungen

    Text incl. Fußnoten übernommen. Zitate sind im Plagiat in der Originalsprache - bis auf den zweiten Teil des letzten Kissinger-Zitates. Das ist Deutsch geblieben.

    Sichter
    Graf Isolan Klicken


  • Mm/Fragment 288 01-11


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Plaqueiator, Graf Isolan
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 288, Zeilen: 1-11
    Quelle: Pflüger 1983
    Seite(n): 42-43, Zeilen: S.42,26-32 + S.43,5-7
    Unter Nixon, Ford und Kissinger hatte sich die amerikanische Außenpolitik scheinbar noch zahlreicher Manifestationen amerikanischen Sendungsbewußtseins in Fragen von Grundfreiheiten und Menschenrechten wie der der Maxime George Washingtons und John Quincy Adams erinnert. Eine Entideologisierung und Pragmatisierung der internationalen Beziehungen ging nunmehr einher mit Schlüsselworten wie Stabilität, Gleichgewicht, Interesse, Macht, Sicherheit, Entspannung und Frieden.

    Kissingers realpolitische Gleichgewichtspolitik und seine Strategie des „aufgeklärten Interesses" sollte Mitte der 70er Jahre die Balance im eigenen Land verlieren. Von allen Seiten des politischen Spektrums wurde ein „moralisches Vakuum" der amerikanischen Außenpolitik beklagt.

    Nach zahlreichen Manifestationen amerikanischen Sendungsbewußtseins in Fragen von Menschenrechten und Grundfreiheiten hatte sich die amerikanische Außenpolitik unter Nixon, Ford und Kissinger wieder der Maxime George Washingtons, John Quincy Adams oder Albert Gallatins erinnert.[FN 46] Die internationalen Beziehungen wurden weitgehend entideologisiert. Begriffe wie Stabilität, Gleichgewicht, Interesse, Macht, Einfluß, Sicherheit, Entspannung und Frieden erschienen nun als die wesentlichen Schlüsselworte der US-Außenpolitik.

    Die Realpolitik Henry Kissingers sah sich seit spätestens 1974 einer zunehmenden Kritik aus der Öffentlichkeit gegenüber, die ein «moralisches Vakuum» im Zentrum der Außenpolitik der USA beklagte.

    [FN 46: Dies bezieht sich ausdrücklich nur auf Gemeinsamkeiten im Bereich der Menschenrechtspolitik. Darüber hinaus ließe sich die Aussage nicht aufrechterhalten, da die Kissinger-Außenpolitik schwerlich als «isolationistisch» bezeichnet werden kann, sich also von den Ansätzen Washingtons oder Adams' unterscheidet.]

    Anmerkungen

    Fortsetzung von S. 287.

    Sichter
    Graf Isolan


  • Mm/Fragment 292 06-12


    Typus
    Verdächtig
    Bearbeiter
    84.138.50.9, Plaqueiator, Kannitverstan, Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 292, Zeilen: 06-12
    Quelle: Weizsäcker 1986
    Seite(n): 873, Zeilen: ---
    1) Europa und Amerika gehören unverbrüchlich zusammen: Die Amerika so sehr prägende Fortschrittsidee, der Geist von Freiheit, der Gedanke der Demokratie und das Streben nach Gerechtigkeit haben ihre Wurzeln in Europa: Griechisches Denken, römisches Recht, christlicher Glaube und aufklärerische Ideen sind die bestimmenden Einflüsse sowohl für die Alte wie für die Neue Welt. Von Europa breiteten sich die grundlegenden Gedanken der Moderne aus und wirkten auf Amerikanische Revolution und Verfassung. Sie haben sich aber aus denselben Wurzeln entwickelt. Griechisches Denken, Römisches Recht, christlicher Glauben sind die prägenden Einflüsse aus alter Zeit. Humanismus, Renaissance und Reformation führten zur Aufklärung und zur modernen Wissenschaft. Diese verbreitete sich von Europa aus. Auch die Grundgedanken des modernen Staates sind von Europa ausgegangen. Die Grundsätze der amerikanischen Verfassung, die Grundwerte der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit in der Französischen Revolution, Sozialismus, Demokratie - sie alle haben ihre Wurzeln in Europa. [...] Ihre Freiheitsidee wurzelt in unseren europäischen Gedanken. Darin sind wir ihnen unverbrüchlich verbunden, genauer gesagt: Sie mit uns.
    Anmerkungen

    Erhabene Gedanken des Bundespräsidenten für das Fazit? Da laut Vorwort die Arbeiten zur Dissertation bereits im Sommer 1986 abgeschlossen waren, könnte theoretisch Weizsäcker('s Redenschreiber) ein Vorab-Exemplar der Diss. verwendet haben. Wegen der zeitlichen Nähe zur Einreichung ist dieses Zitat deshalb nur "verdächtig". Rekonstruiert mit Google Books: [4] [5] [6]

    Sichter


  • Mm/Fragment 318 03-04
    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 318, Zeilen: 3-4
    Quelle: Guggisberg 1971
    Seite(n): 57, Zeilen: 104-1066
    FN 1: Vgl. hier Leonard Krieger: European History in America, in: J. Higham/L. Krieger/F. Gilbert: History: Humanistic Scholarship in America, The Princeton Studies, Englewood Cliffs, N.J., 1965. FN 1: Leonard Krieger: "European History in America", in John Higham, Leonard Krieger, Felix Gilbert, History, Humanistic Scholarship in America, The Princeton Studies, Englewood Cliffs, N.J.: Prentice-Hall, 1965, p. 235.
    Anmerkungen

    Die Fußnote bei Mm ist an kein Zitat gebunden, sondern an die allgemeine Aussage "Dennoch belegen die zahlreichen Arbeiten amerikanischer Historiker über Themen europäischer Geschichte das Interesse der Neuen an der Alten Welt." [Mm/Fragment_075_04-06], deren Formulierungen man auch bei Guggisberg findet. Bei Mm läuft dieser Quellenverweis damit mehr oder weniger "ins Leere" und hat eigentlich keinen Bezugspunkt. Andererseits bringt Guggisberg tatsächlich auf der ersten Seite seines Aufsatzes ein Zitat von Krieger, dessen Quelle er mit Fußnote 1 belegt (man achte auf die Seitenangabe "p. 235", welche bei Mm natürlich entfernt wurde).

    Sichter


  • Mm/Fragment 330 41-42


    Typus
    KomplettPlagiat
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 330, Zeilen: 41-42
    Quelle: Angermann 1979
    Seite(n): 77, Zeilen: 108-110
    Lynd und Zinn waren auch in der Bürgerrechtsbewegung, im Protest gegen den Vietnamkrieg und für den Aufbau professioneller Gegeninstitutionen sehr aktiv. Vgl. hierzu auch: E. Angermann, op. cit., S. 77. Lynd und Zinn waren auch in der Bürgerrechtsbewegung, im Protest gegen den Vietnamkrieg und für den Aufbau professioneller Gegeninstitutionen sehr aktiv.
    Anmerkungen

    Fußnote (135) aus Angermann 1979 wird wortwörtlich als Anmerkung (II.272) übernommen. Trotz der Angabe der Quelle ist das Zitat als solches nicht erkennbar.

    Sichter


  • Mm/Fragment 333 07-08


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Plaqueiator
    Gesichtet
    Yes.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 333, Zeilen: 7-8
    Quelle: Dippel 1985
    Seite(n): 126, Zeilen: 9-12
    FN 322: Der „locus classicus" für die Beschreibung des Amerikaners als „neuer Mensch" sind die 1782 erschienenen „Letters from an American Farmer" von Hector St. John de Crèvecoeur. Vgl. H. St. John de Crèvecoeur: What Is An American?, reprinted from „Letters from an American Farmer", in: Michael McGiffert (ed.): The Character of Americans, Homewood, 111., 1964. FN 5: Der locus classicus für die Beschreibung des Amerikaners als »neuer Mensch« sind die erstmals 1782 erschienenen »Letters from an American Farmer« von Hector St. John de Crevecoeur. Seither zahlreiche Nachdrucke.
    Anmerkungen

    -

    Sichter
    Plaqueiator


  • Mm/Fragment 340 01-07


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 340, Zeilen: 1-7
    Quelle: Krakau 1967
    Seite(n): 157, Zeilen: 127-132
    FN 37 Ein sehr eindrucksvolles Beispiel für die Verbindung von Individualismus, protestantischem Auserwähltheitsglauben und Selbstbehauptungswillen, Grenz-Pioniertum und demokratischem Idealismus ist vielleicht der Zug der Mormonen von Illinois durch die großen westlichen Ebenen in die Wüste der Großen Salzseen, die Gründung von Salt Lake City und des Staates Utah. Vgl. auch Heinrich Heffter: Grenze und Grenzertum in der Geschichte der amerikanischen Demokratie, Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, Bd. 4,1953, S. 11-30, hier S. 11 ff.; Charles L. Sanford: The Quest for Paradise: Europe and the American Moral Imagination, Urbana, 111., 1961, S. 93. Das eindrucksvollste Beispiel für die Verbindung von Individualismus - protestantischem Auserwähltheitsglauben und Selbstbehauptungswillen - Grenz-Pioniertum - demokratischem Idealismus ist vielleicht der Zug der Mormonen von Illinois durch die großen westlichen Ebenen in die Wüste der Großen Salzseen, die Gründung von Salt Lake City und des Staates Utah, vgl. Sperry, S. 82 ff.; H. Heffter, S. 11 ff., 22; Sanford, S. 93.
    Anmerkungen

    Einzig ein Attribut wurde verändert - ansonsten wörtliche Übernahme ohne Kennzeichnung als Zitat.

    Sichter


  • Mm/Fragment 345 16-27


    Typus
    Verschleierung
    Bearbeiter
    Graf Isolan, Senzahl, Kannitverstan
    Gesichtet
    No.png
    Untersuchte Arbeit:
    Seite: 345, Zeilen: 16-27
    Quelle: Mewes 1986
    Seite(n): 45-46, Zeilen: S.45,22-38.101-102 - S.46,1
    FN 128: Vgl. Allan P. Sindler: Bakke, De Fumis and Minority Admissions, New York 1978: Allan Bakke hatte die Medizinische Fakultät der University of California angeklagt, weil diese ihm 1973 und 1974 die Zulassung verweigerte aufgrund einer Reservierung von 16 Studienplätzen für Angehörige von Minoritätsgruppen, die weniger qualifiziert sein sollten als Bakke. Der Kalifornische Oberste Gerichtshof entschied zu Bakkes Gunsten, die Universität wandte sich jedoch im Berufungsverfahren an den Supreme Court, damit die Politik des Department of Health, Education and Welfare auf ihre Verfassungskonformität geprüft werden sollte. Zwar stimmten fünf der neun Richter darin überein, daß explizit aufgestellte „racial quotas" gegen den Gleichheitsanspruch des 14. Amendment verstoßen würden - womit Bakke zur Universität zugelassen und die „Quotenpolitik" untersagt wurde -, andererseits urteilte jedoch eine Mehrheit von fünf Richtern, daß „Affirmative Action"-Programme für Minderheiten verfassungskonform seien, solange sie im Zulassungsprozeß nur einen Faktor u.a. darstellen und keine expliziten Quoten mit sich bringen würden. [FN 5] Allan Bakke hatte die Medizinische Fakultät der Universität Kalifornien angeklagt, weil diese ihm angeblich zweimal die Zulassung verweigert hatte aufgrund einer Reservierung von 16 Studienplätzen für Angehörige von Minoritätsgruppen, die allesamt weniger qualifiziert waren als Bakke. Der Kalifornische Oberste Gerichtshof entschied zu Bakkes Gunsten, die Universität wandte sich jedoch im Berufungsverfahren an den Obersten Bundesgerichtshof, so daß die Politik des Bundesministeriums auf ihre Verfassungskonformität geprüft werden sollte. Auch die Richter des Obersten Gerichtshofes waren sich nicht einig. Zwar stimmten fünf der neun Richter darin überein, daß explizit aufgestellte Rassenquoten gegen den Gleichheitsanspruch des 14. Zusatzartikels verstoßen. Damit wurde Bakke zur Universität zugelassen und die „Quotenpolitik" untersagt. Andererseits urteilte jedoch eine Mehrheit von fünf Richtern, daß „affirmative action"-Programme für Minoritäten verfassungskonform seien, solange sie im Zulassungsprozeß nur einen Faktor unter anderen darstellen und keine expliziten Quoten mit sich bringen.

    [FN 5: Allan P. Sindler: Bakke, De Fumis and Minority Admissions, New York, 1978; Donald L. Horowitz: The Court and Social Policy, Washington, 1977.]

    Anmerkungen

    Fließtext wird in eine Fußnote umgewandelt. Ein Satz wird weggelassen.

    Sichter


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