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Mm/Mathiopoulos-1987/126

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Amerika: das Experiment des Fortschritts

von Margarita Mathiopoulos

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende



Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 7-10
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 76, Zeilen: 2-6
In den 60er und teilweise auch in den 70er Jahren wandte sich die amerikanische Historiographie wieder deutlicher der Rolle wirtschaftlicher und sozialer Interessenkonflikte zu, wenn auch auf eine wesentlich radikalere Weise als ehemals die Progressive Historians. Ein deutlicheres Bewußtsein der Rolle wirtschaftlicher und sozialer Interessenkonflikte, wenn auch auf einer meist sehr viel höheren Reflexionsstufe als bei den Progressives, dürfte indessen dieser Epoche kaum abzusprechen sein.
Anmerkungen

-

Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 13-16
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 76, Zeilen: 7-11
[...], begann eine Gruppe jüngerer Historiker unter dem Eindruck der scharfen ideologischen Gegensätze der 60er Jahre in bewußter Anknüpfung an die konfliktorientierten Erklärungsmuster der Progressive History einen neuen Revisionismus zu proben.[FN 270] Für niemanden gilt dies in höherem Grade als für jene Gruppe meist jüngerer Historiker, die unter dem Eindruck der scharfen sozialen und ideologischen Gegensätze der 1960er Jahre in bewußter Anknüpfung an die konflikt-orientierten Erklärungsmuster der Progressives einen neuen Revisionismus inauguriert haben.
Anmerkungen

-

Sichter




Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Drhchc, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 17-28
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 76, Zeilen: 11-24
Vor allem widmeten sich diese Historiker den politischen, sozialen und rassischen Spannungen in der amerikanischen Geschichte und erhoben diese zum repräsentativen Merkmal ihrer Untersuchungen. Eine große Rolle hierbei spielten die zeitgenössischen Bürgerrechtsbewegungen, Rassen- und Minderheitenfragen, Armutsprobleme, die soziale Desintegration in den Slums, die Privilegierung des „Establishments", vermeintliche Repression unter dem Schlagwort „Law and Order", die Enttäuschung einer zur New Frontier aufgebrochenen Jugend über die Ermordung John F. und Robert Kennedys wie Martin Luther Kings, der studentische Radikalismus wie der Protest gegen den Vietnamkrieg — alles Problemfelder und Bewegungen, zu deren Sprechern sich viele New Left-Historiker machten und deren Ziele sie nicht zuletzt auch durch ihre historischen Forschungsanalysen praktisch förderten. [FN 271]

[FN 271: Vgl. E. Angermann: Die Revolution im Spiegel der Geschichte (Kap.: "New Left"), a.a.O., S. 76ff.]

Sie nahmen die politischen, sozialen und rassischen Spannungen und Konflikte in der amerikanischen Geschichte insgesamt wieder stärker in den Blick und begannen, gerade auch in der Revolutionsgeschichte, manchen bisher vernachlässigten Winkel zu durchleuchten. Bürgerrechtsbewegung, Rassen- und Minderheitenfragen, Armutsprobleme, soziale Desorganisation in den Slums, Privilegierung des „Establishments", Repression unter dem Schlagwort „Law and Order", die Enttäuschung einer vergebens zur „New Frontier" aufgebrochenen Jugend und dergleichen spielten dafür ebenso eine Rolle wie der studentische Radikalismus und der Protest gegen den Vietnamkrieg—Probleme und Bewegungen, zu deren Sprechern sich viele dieser Historiker auch unmittelbar politisch gemacht haben und deren Ziele manche nicht zuletzt durch ihre historische Arbeit praktisch zu fördern unternahmen.
Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 547.

Sichter




Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 28-36
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 77, Zeilen: 3-13, 103-110
Zu nennen wären hier Staughton Lynd oder Howard Zinn, die an ein etwas undifferenziertes Verständnis der New History sowie eines meist an den Frühschriften orientierten Marxismus anknüpften und dementsprechend ihre radikal-demokratischen Konzeptionen einseitig-selektiv und instrumentalistisch im Sinne der von ihnen angestrebten Gesellschaftsveränderung der Zeitgeschichte aufdrängten. Ohne Zögern bekannten sie sich zu einer Radical History als Anstoß zum sozialen Handeln und entwickelten dabei ein Programm, das die historischen Fragestellungen ganz an den politischen Tagesinteressen ausrichtete.[FN 272]

[FN 272: Vgl. St. Lynd: Intellectual Origins of American Radicalism, New York 1968; H. Zinn: Politics of History, (Kap.: „What is Radical History"?), Boston 1970, S. 35-55; H. Zinn: A People's History of the United States, New York u.a. 1980. Lynd und Zinn waren auch in der Bürgerrechtsbewegung, im Protest gegen den Vietnamkrieg und für den Aufbau professioneller Gegeninstitutionen sehr aktiv. Vgl. hierzu auch: E. Angermann, op. cit., S. 77.]

[...], die anknüpfend an ein etwas undifferenziertes Verständnis der New History und eines meist an den Frühschriften orientierten Marxismus ihre radikal-demokratischen Konzeptionen einseitig-selektiv und instrumentalistisch im Sinne der von ihnen angestrebten Gesellschaftsveränderung der Geschichte aufgeprägt haben. Noch weniger von ihnen haben sich dazu so offen ausgesprochen wie etwa Staughton Lynd oder Howard Zinn, die natürlich den Vorwurf der Geschichtsklitterung weit von sich weisen, sich aber zugleich zu einer „Radical History" als Anstoß zum sozialen Handeln bekennen und dabei ein Programm entwickeln, das die historischen Fragestellungen ganz an den Tagesinteressen ausrichtet.135)

[FN 135: Vgl z.H. Staughton Lynd: Intellectual origins of American radicalism (New York 1968), 9 f., der darüber in einen interessanten Streit mit einem anderen „radikalen" Historiker, dem erklärten Neo-Marxisten Eugene Genovese, geriet, und Zinn: Politics of history (s. Anm. 5), bes. chap. 3: What is radical history?, 35-55; zu beiden Guggisberg: Sozialpolitisches Engagement (s. Anm. 52), 139ff., 144ff., sowie Sternsher: Consensus(s. Anm. 86), 284 ff., 292ff.. 335f, Lynd und Zinn waren auch in der Bürgerrechtsbewegung, im Protest gegen den Vietnamkrieg und für den Aufbau professioneller Gegeninstitutionen sehr aktiv.]

Anmerkungen

Hier werden bis in den Fußnotentext hinein fleißig Formulierungen des Originals übernommen - die Bedeutung des u.a. angegebenen Angermann für die "Herstellung" dieses Abschnitts bleibt absolut unklar.

Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 126, Zeilen: 37-43
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 77, Zeilen: 16-23, 111-117
Die meisten New Left-Historiker-größtenteils aus der sogenannten Wisconsin School, verbunden mit Namen wie Fred Harvey Harrington und William Appleman Williams - verschrieben sich jedoch ausschließlich der „imperialistischen" Außenpolitik der Vereinigten Staaten.[FN 273] Andere wiederum schrieben Bücher über die Geschichte der Minderheiten, vor allem der Schwarzen und Indianer, den Abolitionismus, die Geschichte der industriellen Arbeiterbewegung oder die Reformbewegungen des 20. Jahrhunderts.[FN 274]

[FN 273: Siehe hierzu: Lloyd C. Gardner/Walter La Feber/Thomas J. McCormick: Creation of the American Empire: U.S. Diplomatic History, Chicago 1976<sup>2</sup>; W. A. Williams: The Tragedy of American Diplomacy, New York 1962.]

[FN 274: Vgl. Barton J. Bernstein (ed.): Towards a New Past. Dissenting Essays in American History, New York 1968; Alfred F. Young (ed.): Dissent: Explorations in the History of American Radicalism, De Kalb, Ill., 1968.]

Die weitaus meisten New Left-Historiker - großenteils aus der sogenannten Wisconsin School von Fred Harvey Harrington und William Appleman Williams - haben sich der nach Meinung von Williams von jeher imperialistischen Außenpolitik der Vereinigten Staaten verschrieben.[FN 136] Andere wandten sich der Geschichte der Minderheiten, namentlich der Schwarzen, dem Abolitionismus, der Geschichte der industriellen Arbeiterbewegung oder den Reformphasen des zwanzigsten Jahrhunderts zu.[FN 137]

[FN 136: Vgl. als jüngste Zusammenfassung ihrer Vorstellungen das Gemeinschaftswerk von Lloyd C. Gardner, Walter LaFeber, Thomas J. McCormick: Creation of the American empire, U.S. diplomatic history (Chicago <sup>2</sup>1976).]

[FN 117: Einen ganz guten Überblick über diese Interessen geben die Sammelbände von Barton J. Bernstein (ed.): Towards a new past. Dissenting essays in American History (New York I968), und Alfred F. Young (ed.): Dissent: Explorations in the history of American radicalism (DeKalb, Ill., 1968).]

Anmerkungen

Dokumentiert in Amerikastudien 36 (1991) S. 547-548.<br />Kein Hinweis auf die Vorlage.

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