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Mm/Mathiopoulos-1987/128

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Amerika: das Experiment des Fortschritts

von Margarita Mathiopoulos

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende



Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 8-19
Quelle: Levine 1984
Seite(n): 21, Zeilen: li.Spalte 20-40
Die kreative Überarbeitung von Geschichte ist eigentlich Teil einer in den letzten Jahren umfassenderen historisch-literarischen Strömung in den USA mit dem Ziel der Rekonstruktion der amerikanischen Vergangenheit. In den 60er Jahren hatten revisionistische Historiker begonnen, die herkömmliche Sicht der amerikanischen Geschichte, die Konsens, Assimilation und Fortschritt in den Mittelpunkt rückte, in Frage zu stellen. In diesem Prozeß eröffneten sie zwar sehr interessante neue, bisher nicht behandelte Bereiche der Geschichte von den sogenannten „schweigenden" Gruppen wie den Schwarzen, den Frauen und den Arbeitern; doch beruhte diese neue Geschichtsschreibung zum größten Teil auf quantitativer Forschung und mikro-historischen Studien, die dazu neigten, das Verständnis der amerikanischen Geschichte zu fragmentieren und deren Verständlichkeit für ein breiteres Publikum zu mindern.[...][FN 280]

[FN 280: Vgl. Paul Levine: Der neue Realismus in der zeitgenössischen nordamerikanischen Literatur, Aus Politik und Zeitgeschichte, B 39-40/1984,29. Sept. 1984, S. 21; E. Angermann: Die Revolution im Spiegel der Geschichte, (Kap.: Neue Interessengebiete), a.a.O., S. 82.]

Diese kreative Überarbeitung von Geschichte, auch für Doctorows übriges Werk kennzeichnend, ist eigentlich Teil einer in den letzten Jahren umfassenderen Strömung mit dem Ziel der Rekonstruktion der amerikanischen Vergangenheit. Schon in den sechziger Jahren begannen „revisionistische" Historiker die herkömmliche Sicht der amerikanischen Geschichte, die Konsens, Assimilation und Fortschritt in den Mittelpunkt rückte, in Frage zu stellen. In diesem Prozeß eröffneten sie sehr interessante neue Bereiche der Geschichte von vordem „schweigenden" Gruppen wie den Schwarzen, den Frauen und den Arbeitern. Viel von dieser „neuen Geschichtsschreibung beruhte jedoch auf quantitativer Forschung und mikro-historischen Studien, die dazu neigten, das Verständnis der amerikanischen Geschichte zu fragmentieren und deren Verständlichkeit für ein breiteres Publikum zu mindern.
Anmerkungen

In den Amerikastudien Bd. 36 (1991) bereits mit aufgelistet.

Sichter
Drhchc




Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Drhchc, Kannitverstan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 19-22
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 82, Zeilen: 15-18
In vielen dieser Untersuchungen war die Neigung unverkennbar, moderne Erwartungsmaßstäbe an historisches Geschehen anzulegen, Rand- und Einzelerscheinungen grob zu verallgemeinern und im Sinne der New Left zu moralisieren.[FN 280]

[FN 280: Vgl. Paul Levine: Der neue Realismus in der zeitgenössischen nordamerikanischen Literatur, Aus Politik und Zeitgeschichte, B 39-40/1984,29. Sept. 1984, S. 21; E. Angermann: Die Revolution im Spiegel der Geschichte, (Kap.: Neue Interessengebiete), a.a.O., S. 82.]

Auch in vielen der zuletzt genannten Untersuchungen ist die Neigung unverkennbar, moderne Erwartungsmaßstäbe an historisches Geschehen anzulegen, Rand- und Einzelerscheinungen unzulässig zu verallgemeinern und im Sinne der New Left zu moralisieren.
Anmerkungen

Mm erwähnt zwar die Quelle (wobei sie sich beim Titel auch noch vertut) - dass sie den Satz zu 95% übernommen hat, wird nicht ersichtlich.

Sichter
Drhchc




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Klicken
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 23-29
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 83, Zeilen: 14-22, 101-105
Einen prominenten Platz in den neuesten historischen Forschungsansätzen nehmen freilich ohne Zweifel Arbeiten zur Rassenfrage und zur Geschichte der Sklaverei ein. Zu nennen sind hier die weit ausgreifende Geschichte der Suprematie von „White over Black" in Amerika vom 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert von Winthrop D. Jordan sowie die Untersuchungen zur Problematik der Sklaverei im Revolutionszeitalter und den Auseinandersetzungen um ihre Abschaffung, die Thematik „Slavery and the Idea of Progress" von David Brion Davis.[FN 281]

[FN 281: Siehe hierzu: W. D. Jordan: White over Black: American Attitudes toward the Negro, 1550-1812, Chapel Hill, N. C., 1968; D. B. Davis: The Problem of Slavery in the Age of Revolution, 1770-1823, Ithaca, N.Y., 1975; D. B. Davis: Slavery and the Idea of Progress, in: Oceans Apart? Comparing Germany and the United States, (ed. E. Angermann/M.-L. Frings), Stuttgart 1981, S. 13-28.]

Es liegt nahe, daß unter den Arbeiten dieser Richtung solche zur Rassenfrage und zur Geschichte der Sklaverei einen prominenten Platz einnehmen. Neben denen von Edmund S. Morgan und Staughton Lynd sind hier namentlich zu nennen die weit ausgreifende, großartige Geschichte der Suprematie von ,White over Black' in Amerika vom sechzehnten bis zum frühen neunzehnten Jahrhundert von Winthrop D. Jordan sowie die großen Untersuchungen zur Problematik der Sklaverei im Revolutionszeitalter und den Auseinandersetzungen um ihre Abschaffung von David Brion Davis und dem Engländer Duncan J. MacLeod.149)

[FN 149: Zu Morgan und Lynd vgl. Anm. 104 bzw. 138; im übrigen Winthrop D. Jordan: White over black, American attitudes toward the Negro, 1550-1812 (Chapel Hill, N.C., 1968); David Brion Davis: The problem of slavery in the age of Revolution. 1770-1823 (Ithaca, N Y., 1975); Duncan J. MacLeod: Slavery, race, and the American Revolution (Cambridge 1974).]

Anmerkungen

-

Sichter
Klicken




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 29-36
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 84-85, Zeilen: S.84,16-24.113-118; S.85,1-5
Darüber hinaus ist die zunehmende Forschung auf dem Gebiet der Frauengeschichte zu erwähnen. Zwar bestand auch früher Interesse für die Frauen des Revolutionszeitalters, die „Founding Mothers", aber fast durchweg nur im Hinblick auf so berühmte Persönlichkeiten wie Abigail Adams, Mercy Warren oder Martha Washington, die alle der gesellschaftlichen Führungsschicht angehörten.[FN 282] Unter dem Einfluß der Women's Lib-Bewegung hat seit den 60er Jahren die Frauenforschung in den Vereinigten Staaten großen Aufwind erfahren.[FN 283]

[FN 282: Siehe: Elizabeth F. Ellett: The Woman of the American Revolution, New York 1853-54,3 vols.; Linda Grant De Pauw: Founding Mothers: Woman in America in the Revolutionary Era, Boston 1975; L. Grant De Pauw: Conover Hunt, Miriam Schneir: Remember the Ladies. Woman in America, 1750-1815, New York 1976; Paul Engle: Woman in the American Revolution, Chicago 1976; E. Angermann, op cit.]

[FN 283: Siehe: Betty Friedan: Der Weiblichkeitswahn oder Die Selbstbefreiung der Frau. Ein Emanzipationskonzept, Reinbek 1975 (engl.: The Feminine Mystique, 1966); Jean E. Friedman/William G. Shade: Our American Sisters: Woman in American Life and Thought, Boston 1976; Carol Berkin (ed.): Woman of America, Boston 1979; Sheila Ruth: Issues in Feminism: A First Course in Woman's Studies, Boston 1980. Auch in der amerikanischen Literatur wurde zunehmend die Frauenproblematik behandelt. Siehe hierzu: Marge Piercy: Small Changes, Garden City, N.Y., 1973; M. Piercy: Vida, London 1980; Gail Godwin: The Odd Woman, New York 1974; Alice Walker: Meridian, New York 1976.]

Nicht übergangen werden darf endlich als ein unverkennbar durch zeitgeschichtliche Faktoren ausgelöstes Interesse, daß seit einigen Jahren natürlich auch die Frauengeschichte auf die Forschung zur Amerikanischen Revolution durchgeschlagen hat. Nicht als ob man sich früher gar nicht für die Frauen des Rcvolutionszeitalters interessiert hatte. Es geschah aber doch fast durchweg nur im Hinblick auf so bemerkenswerte Gestalten wie Abigail Adams. Mercy Warren oder Martha Washington, die sämtlich der gesellschaftlichen Fuhrungsschicht angehörten.152) Dieses bei aller Tendenz zur Heldinnenverehrung durchaus legitime historische Interesse hält selbstverständlich auch weiterhin an. Doch hat es unter dem Einfluß der „Women's Lib"-Bewegung seit den sechziger Jahren durch die Verbindung mit der Erforschung minderprivilegierter Gruppen insgeheim eine ganz wesentliche sozialhistorische Verbreiterung erfahren.

[FN 152: Das gilt auch für Elizabeth F. Ellet: The women the American Revolution, 3 vols. (New York 1853-54), zum folgenden auch die eher volkstümliche Darstellung von Linda Grant De Pauw: Founding Mothers: Women in America in the Revolutionary era (Boston 1975), eadem, Conover Hunt, Miriam Schneir: Remember the ladies. Women in America 1750-1815 (New York 1976), sowie Paul Eagle: Women in the American Revolution (Chicago 1976)]

Anmerkungen

"E. Angermann, op cit." in Fußnote 282 liefert nach den üblichen Zitierregeln keinen Verweis auf die hier benutzte Stelle.<br/> Übrigens verwendet Mm in derselben Fußnote konsequent die nicht korrekte Schreibweise "woman" für die Mehrzahl.

Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 128, Zeilen: 37-42
Quelle: Angermann 1979
Seite(n): 85-86, Zeilen: S.85,30-35 - S.86,1-3
Für die Entwicklung der zeitgenössischen amerikanischen Historiographie bleibt allerdings auch weiterhin die Deutung der Amerikanischen Revolution als historisches Selbstverständnis ein wesentliches Merkmal. Laufend erscheinen Untersuchungen über die Amerikanische Revolution, ihre geistigen und gesellschaftlichen Grundlagen und ihr Einwirken auf die Existenz und Identität des amerikanischen Volkes, [...] Denn die Frage nach dem Einfluß bestimmter zeitgeschichtlicher Wechsellagen auf das Geschichtsbild - in diesem Fall auf das durch die Amerikanische Revolution geprägte historische Selbstverständnis der Vereinigten Staaten - geht schließlich in der Gegenwart auf, wird von dieser gewissermaßen eingeholt. Wohl erscheinen laufend hochinteressante Untersuchungen über die Amerikanische Revolution, ihre geistigen und gesellschaftlichen Grundlagen und ihr Wirken auf die Existenz und Identität des amerikanischen Volkes.
Anmerkungen

-

Sichter


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