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Amerika: das Experiment des Fortschritts

von Margarita Mathiopoulos

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Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 1-2
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 164, Zeilen: 2-3, 6-7, 8-11
[Die Amerikanische Revolution bewirkte, daß der Revolutionsbegriff in Frankreich eine positive Akzentuierung („heureuse révolution") erhielt und] damit auch zum Abbau von Hemmungen gegen eine Revolution im eigenen Land beitrug. Die Amerikanische Revolution bewirkte, daß der Revolutionsbegriff in Frankreich eine positive Akzentuierung erhielt [...] Der Begriff „heureuse révolution" drang in die französische Sprache ein. Die [...] Revolution in Amerika hat zu einer günstigeren Beurteilung von Revolutionen und damit vermutlich auch zum Abbau von Hemmungen gegen eine Revolution im eigenen Land beigetragen.[FN 412]

[FN 412: [...]]

Anmerkungen

-

Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 2-6
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 225, Zeilen: 18-24
Tocqueville, der den großen Einfluß der Amerikanischen auf die Französische Revolution konzedierte, hat in besonderem Maße die Empfänglichkeit der französischen Philosophen für dieses Ereignis betont:

„Die Amerikaner schienen nur auszuführen, was unsere Schriftsteller entworfen hatten; sie realisierten in der Wirklichkeit, was wir soeben noch träumten."[FN 9]

[FN 9: Alexis de Tocqueville: Der Alte Staat und die Revolution (Hrsg. J. P. Mayer), Bremen o.J., S. 183.]

[FN 410: Tocqueville, der den großen Einfluß der Amerikanischen auf die Französische Revolution konzedierte, hat freilich in besonderem Maße die Empfänglichkeit der französischen „philosophes" für dieses Ereignis betont: „Die Amerikaner schienen nur auszuführen, was unsere Schriftsteller entworfen hatten; sie realisierten in der Wirklichkeit, was wir soeben noch träumten" (Alexis de Tocqueville, Der Alte Staat und die Revolution, hrsg. v. J. P. Mayer, Bremen o. J., S. 183).]
Anmerkungen

Hier übernimmt Mm kurzerhand einmal eine ausführlichere Fußnote (ohne Quellenangabe). Der Verweis hierzu findet sich bei Schröder auf Seite 163.<br/> Damit erweist sich dann diese gesamte Seite der Mmschen Arbeit als nicht gekennzeichnete Übernahme aus Fremdquellen.

Sichter




Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl, 129.217.132.38, Drhchc
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 7-13
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 165, Zeilen: 10-17
Einer der wahrscheinlich wichtigsten Zusammenhänge zwischen der Amerikanischen und der Französischen Revolution war jedoch indirekter Art. Tatsächlich bestand er wohl darin, daß die Entscheidung der französischen Regierung, an der Seite der sich unabhängig erklärenden nordamerikanischen Kolonien gegen England in den Konflikt einzutreten und damit die Niederlage des Siebenjährigen Krieges zu kompensieren, zu einer innerhalb des Alten Regimes nicht mehr zu bewältigenden Finanzkrise führte, die letztlich die Revolution auslöste.[FN 10]

[FN 10: Vgl. H.-Ch. Schröder: Die Amerikanische Revolution, a.a.O., S. 165.]

Der wahrscheinlich wichtigste Zusammenhang zwischen der Amerikanischen und der Französischen Revolution war jedoch indirekter Art. Er bestand darin, daß die Entscheidung der französischen Regierung, an der Seite der sich unabhängig erklärenden nordamerikanischen Kolonien gegen England in den Konflikt einzutreten und damit die Niederlage des Siebenjährigen Krieges zu kompensieren, zu einer innerhalb des Alten Regimes nicht mehr zu bewältigenden Finanzkrise führte, die letztlich die Revolution ausgelöst hat.
Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 558. In der Fußnote wird mit "Vgl." die Quelle genannt. Umfang der Übernahme (bis in den identischen Wortlaut) ist nicht erkennbar.

Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan, Senzahl, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 14-30
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 165-166, Zeilen: S.165,21-28.30-42 - S.166,1-2
Während der Französischen Revolution übten freilich auch die in Amerika proklamierten Menschenrechte einen gewissen Einfluß auf die französische Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte aus. Gewiß lassen sich jedoch die Wirkungen der Amerikanischen Revolution außerhalb Amerikas und ihr besonderer Beitrag zu liberal-demokratischen Bewegungen nach 1789 nur schwer bestimmen. Zutreffend hat Robert R. Palmer konstatiert, daß je später der Zeitpunkt, um so schwieriger der Versuch sei, irgendwelche spezifischen Wirkungen der Amerikanischen Revolution festzustellen.[FN 11]

Es hat jedoch von liberaler und konservativer Seite nicht an Versuchen gefehlt, die Amerikanische Revolution gerade aufgrund ihrer moderaten Zielsetzungen und ihres vergleichsweise gemäßigten Verlaufs von anderen Revolutionen abzuheben. In den Niederlanden hatten schon in den 1790er Jahren die konservativen Föderalisten das amerikanische Beispiel gegen Frankreich gestellt.[FN 12] In Frankreich gab Victor Hugo, der die von der „Mutterrevolution" des Jahres 1789 erzeugte Tradition der Gewaltanwendung und das terroristische Ritual (Jakobiner) in seinem Land durchbrechen wollte, das Motto aus: „Sprechen wir weniger von Robespierre und etwas mehr von Washington."[FN 13]

[FN 10: Vgl. H.-Ch. Schröder: Die Amerikanische Revolution, a.a.O., S.165.]

[FN 11: Vgl. R. R. Palmer: The Impact of the American Revolution Abroad, in: The Impact of the American Revolution Abroad, a.a.O., S. 6.]

[FN 12: Vgl. J . W . Schulte Nordholt: The Impact of the American Revolution on the Dutch Republic, in: The Impact of the American Revolution Abroad, a.a.O., S. 44 f.]

[FN 13: V. Hugo zit. in: Thomas v. Vegesack: Die Macht und die Phantasie, Schriftsteller in den Revolutionen, Hamburg 1979, S. 101.]

Während der Französischen Revolution sind vor allem die in Amerika proklamierten Menschenrechte von großem Einfluß auf Frankreich gewesen. Die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte vom 26. August 1789 lehnte sich eng an die von Mason verfaßte „Virginia Bill of Rights" vom 12. Juni 1776 an.

Die Wirkungen der Amerikanischen Revolution außerhalb Amerikas und ihr besonderer Beitrag zur internationalen liberal-demokratischen Bewegung lassen sich nach 1789 nur schwer bestimmen. [...] Mit Recht hat Robert R. Palmer konstatiert: „Je später der Zeitpunkt, um so schwieriger und unrealistischer wird der Versuch, irgendwelche spezifischen Wirkungen der Amerikanischen Revolution festzustellen."[FN 415] Es hat jedoch von liberaler und konservativer Seite nicht an Versuchen gefehlt, die Amerikanische Revolution gerade wegen ihrer moderaten Zielsetzung und ihres vergleichsweise gemäßigten Verlaufs von anderen Revolutionen abzuheben und aus einer diffusen revolutionären Tradition herauszulösen. In den Niederlanden haben schon in den 1790er Jahren die konservativen Föderalisten das amerikanische Beispiel gegen Frankreich ausgespielt.[FN 416] In Frankreich gab der Schriftsteller Victor Hugo, der die von der „Mutterrevolution" des Jahres 1789 erzeugte Tradition der Gewaltanwendung und das terroristisch-insurrektionelle Ritual in seinem Land durchbrechen wollte, die Parole aus: „Sprechen wir weniger von Robespierre und etwas mehr von Washington."[FN 417]

[FN 415: R. R. Palmer, The Impact of the American Revolution Abroad, in: The Impact of the American Revolution Abroad, Library of Congress Symposia on the American Revolution, Washington 1976, S. 6.]<br /> [FN 416: Schulte Nordholt, S. 57.]<br /> [FN 417: Zitiert bei Thomas v. Vegesack, Die Macht und die Phantasie, Schriftsteller in den Revolutionene, Hamburg 1979, S. 101.]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 558-559. Eine Anmerkung mit Nennung des Urhebers (10: "Vgl. H.-Ch. Schröder: ...") findet sich in Mm/Fragment 273 07-13, das dieser Passage vorangeht.

Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Graf Isolan
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 30-33
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 161-162, Zeilen: S.161,37 - S.162,1-3
In Deutschland freilich „verharrte die Aufnahme der Amerikanischen Revolution weitgehend im theoretisch-kontemplativen Bereich." Es entwickelte sich eine Art abstrakter Begeisterung mit geringer praktischer Nutzanwendung für das eigene Land.[FN 14]

[FN 14: Vgl. Horst Dippel: Die Wirkung der amerikanischen Revolution auf Deutschland und Frankreich, in: H.-U. Wehler (Hrsg.): 200 Jahre Amerikanische Revolution und moderne Revolutionsforschung, Geschichte und Gesellschaft, Göttingen 1976, Sonderheft 2, S. 120.]

In Deutschland freilich „verharrte die Aufnahme der Amerikanisehen Revolution weitgehend im theoretisch-kontemplativen Bereich".[FN 402] Es gab eine Art abstrakter Begeisterung mit geringer praktischer Nutzanwendung für das eigene Land.[FN 403]

[FN 402: Horst Dippel, Die Wirkung der amerikanischen Revolution auf Deutschland und Frankreich, in: Hans-Ulrich Wehler (Hrsg.), 200 Jahre Amerikanische Revolution und moderne Revolutionsforschung, Geschichte und Gesellschaft, Sonderheft 2, Göttingen 1976, S. 120.]

[FN 403: Klaus Epstein, Die Ursprünge des Konservativismus in Deutschland, Frankfurt 1973, S. 344.]

Anmerkungen

-

Sichter




Typus
Verschleierung
Bearbeiter
Schuju, Nerd wp, Graf Isolan, 129.217.132.38
Gesichtet
No.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 273, Zeilen: 34-45
Quelle: Schröder 1982
Seite(n): 166, Zeilen: 2-14
Dennoch stellte z.B. der konservative Publizist Friedrich von Gentz bereits 1793, und dann noch einmal im Jahre 1800, emphatisch die Amerikanische der Französischen Revolution gegenüber. Die erste rechtfertigte er als eine am Recht orientierte „Defensiv-Revolution", während er die zweite als Verkörperung der „absoluten Rechtlosigkeit" verwarf.[FN 15] Im Vorwort zu der 1794/95 in deutscher Übersetzung erschienenen „History of the American Revolution" von David Ramsay schrieb der Berliner Gymnasialprofessor G. F. K. Seidel:

„Der Menschenfreund, der die traurige Geschichte der verdorbenen französischen Revolution mit Unwillen aus den Händen legt, der ergreife die Geschichte der Entstehung des amerikanischen Freistaates, um sich wieder mit der Überzeugung aufzurichten, daß auch selbst der große ungebildete Haufen der Menschen zu edlen Zwecken mitzuwirken vermag, wenn er nur von ehrlichen Männern geleitet wird."'[FN 16]

[FN 15: Vgl. H. Dippel: Deutschland und die Amerikanische Revolution, Diss. Köln 1972, S. 257-261; H. Dippel: Germany and the American Revolution, 1770-1880: A Sociohistorical Investigation of Late Eighteenth-Century Political Thinking, Chapel Hill, N.C., 1977.]

[FN 16: G. F. K. Seidel zit. in: W. P. Adams/A. M. Adams (Hrsg.): Die Amerikanische Revolution in Augenzeugenberichten, München 1976, S. 357 f.]

In Deutschland stellte Friedrich v. Gentz bereits 1793, noch emphatischer im Jahre 1800, die Amerikanische der Französischen Revolution gegenüber. Die erste rechtfertigte er als am Recht orientierte „Defensiv-Revolution", während er die zweite als Verkörperung der „absolute(n) Rechtlosigkeit" völlig verwarf.[FN 418] Im Vorwort zu der 1794/95 deutscher Übersetzung erschienenen „History of the American Revolution" von David Ramsay schrieb der Berliner Gymnasialprofessor G. F. K. Seidel: „Der Menschenfreund, der die traurige Geschichte der verdorbenen französischen Revolution mit Unwillen aus den Händen legt, der ergreife die Geschichte der Entstehung des amerikanischen Freistaates, um sich wieder mit der Überzeugung aufzurichten, daß auch selbst der große ungebildete Haufen der Menschen zu edlen Zwecken mitzuwirken vermag, wenn er nur von ehrlichen Männern geleitet wird."

[FN 418: Horst Dippel, Deutschland und die amerikanische Revolution, Phil. Diss. Köln 1972. S. 257-261.]

Anmerkungen

Beschrieben in Amerikastudien Bd. 36 (1991) S. 559.

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