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Mm/Quellenlage und herausragende Fundstellen

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Der Zugang zur Dissertation wird durch eine systematische Auswertung der Quellenlage erleichtert.
Dies gilt sowohl für die korrekt ausgewiesenen wörtlichen Zitate wie für die Textübernahmen, die wissenschaftlichen Standards nicht standhalten.

Quellenlage Bearbeiten

Die vorliegende Arbeit war bereits seit 1989 unter Plagiatsverdacht (siehe u.a. [1]). Der Streit darum zog sich über Jahre hin und die Arbeit war bereits Gegenstand eines Gutachtens der Universität Bonn.[2]

Die damals diskutierten Quellen (s. Amerikastudien, Bände 36-37, 1991) werden hier neu untersucht. Etliche Quellen sind im Lauf der Untersuchung neu hinzugekommen. Die Funde konnten erheblich ausgeweitet werden.

Vergleich der Plagiatsuntersuchungen 1991 und 2011
Quelle Anzahl Fragmente auf Anzahl Seiten
Amerika-
studien

1991
VroniPlag
2011
Amerika-
studien

1991
VroniPlag
2011
Angermann 1979 10 57 6 24
Dippel 1985 14 30 6 9
Guggisberg 1979a 7 37 4 18
Krakau 1967 5 37 2 19
Levine 1984 10 10 5 5
Mewes 1986 11 55 8 29
Schröder 1982 5 59 2 14
bekannte Quellen 62 285 33 105
aus neuen Quellen 96 36
Funde insgesamt 381 141
(Stand der Tabelle: Sun, 26 Jun 2011 08:40:24 +0000)

Eine ausführliche Liste der verwendeten Quellen findet sich hier. Weitere Quellen sind in Bearbeitung. Die Verteilung der gefundenen Plagiatsstellen in den unterschiedlichen Plagiatskategorien zeigt, dass die überhaupt nicht referenzierten Übernahmen die weitaus größere Gruppe der Plagiate darstellt:

Anzahl Fundstellen nach Plagiatskategorie
Kategorie Anzahl
ohne Fußnote in der Umgebung

Verschleierungen:

umformulierte Texte, die weder als Paraphrase noch als Zitat kenntlich gemacht wurden.

326

Komplettplagiate:
Komplette Abschnitte der Quelle wurden wörtlich oder fast wörtlich und ohne Zitat übernommen.

11
mit Fußnote in der Umgebung

Bauernopfer:
ein Verweis zur Quelle ist für einen kleinen Teil der Übernahme angebracht, während größere Abschnitte aus demselben in unmittelbarer Umgebung ohne Zitatnachweis übernommen werden.

93
Verschärftes Bauernopfer:
wie Bauernopfer, jedoch enthält der Fußnotentext verschleiernde Wendungen wie "vgl. ...", "so auch ..." mit Bezug auf den Originaltext.
mit oder ohne Fußnote in der Umgebung
Übersetzungsplagiat:
nicht oder irreführend gekennzeichnete Übernahmen aus fremdsprachigen Veröffentlichungen
27

(Stand der Tabelle: Thu, 24 Nov 2016 03:20:46 +0000)

Herausragende Fundstellen Bearbeiten

Pflueger 278ff.jpg

Entnahmen S. 278-288 aus der Quelle Pflüger 1983

  • Fraenkel 1981: die Quelle wird über fast eine Seite verwendet. (S. 248)
  • Levine 1984: von einem im Original neunseitigen Artikel (inkl. einseitigem Literaturverzeichnis) werden insgesamt drei Seiten fast vollständig am Stück übernommen. (S. 129ff)
  • Pflüger 1983: auf 11 Seiten der Dissertation finden sich 10 kontinuierlich und zu großen Teilen kopierte Seiten (dort S. 32-34 und S. 36-42) aus der Dissertation des damaligen Ehemanns Friedbert Pflüger, der vier Jahre zuvor ebenfalls bei K.D. Bracher an der Uni Bonn promoviert wurde: (S. 278-288)
  • Craig 1984: Die Seiten 278 und 285 mit der Pflüger-Übernahme werden zusätzlich mit ausladenden wörtlichen Zitaten und Übernahmen aus einem Aufsatz des Verfassers des Vorworts zur amerikanischen Ausgabe der Dissertationsschrift, Gordon A. Craig, aufgefüllt.
  • Guggisberg 1971: Ein Aufsatz von H.R. Guggisberg wird ins Deutsche übersetzt und in weiten Teilen mitsamt Fußnoten übernommen. Mit dem Aufsatz wird das Einführungskapitel des Teils II der Arbeit nahezu vollständig bestritten. (S. 76-81)
  • Ein Beispiel für Übersetzungsplagiat ist sehr klar auf Seite 229 zu sehen. Dabei gibt es identischen Fremdzitaten aus Hayek und hervorgehobene Begrifflichkeiten. Die Fußnote ist mit Querverweise angereichert, nur nicht mit der eigentlich Quelle, Nash, was weder hier noch in einer späteren Fußnote noch in der Literaturverzeichnis vermerkt wird.

Wörtliche Zitate Bearbeiten

Wörtliche Zitate werden in der Arbeit, sofern sie ausgewiesen sind, eingerückt und durch Anführungszeichen und Fußnoten kenntlich gemacht. Der Fußnotenapparat befindet sich am Ende der Dissertation.

Dabei fällt ein Stilwechsel auf:

Im Teil I der Arbeit (55 Seiten), in dem bisher kaum illegitime Quellenverwendung nachgewiesen wurde, gibt es lediglich 15 wörtlich zitierte Zeilen in 5 ausgewiesenen Zitaten.
Das erste wörtliche Zitat im Text, wenn man von einem Zitat in der Einleitung zur Arbeit absieht, erscheint erst auf Seite 49 und umfasst 2 Zeilen.

In den von den Plagiaten bisher fast ausschließlich betroffenen folgenden Teilen II bis IV (218 Seiten) finden sich jedoch ca. 300 legitime wörtliche Zitate in einem Gesamtumfang von ca. 1.700 Zeilen. Das umfangreichste Einzelzitat ("Rede des Chief Seattle", S. 245f) umfasst dabei 49 Zeilen. Zahlreiche weitere Zitate, insbesondere solche amerikanischer Präsidenten, haben einen Umfang von jeweils 10-20 Textzeilen, ohne dass diese Zitate wissenschaftlich nutzbar gemacht werden.

Bei einem Durchschnitt von 47 Zeilen je Seite nehmen die herausgehobenen legitimen Zitate dort bereits mehr als 35 der 218 Seiten Text in Anspruch.

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