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Mra/015

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Multikulturalismus und Integration als Grundrechtsproblem

von Dr. Monique Radtke

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mra/Fragment 015 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-14 07:44:58 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mra, Rogall-Grothe 2009, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 1-2, 5-14
Quelle: Rogall-Grothe 2009
Seite(n): 50, Zeilen: online
[Der Islam mit all seinen Ausprägungen und Glaubensrichtungen ist zunächst einmal eine der] großen Weltreligionen. In Deutschland leben mittlerweile etwa 4 Mio. Menschen muslimischen Glaubens bzw. mit Herkunft aus muslimisch geprägten Staaten.21 [...] Schon heute zeigt das Bild auf den Straßen nicht nur größerer Städte, dass Muslime ein nicht mehr wegzudenkender Teil der deutschen Gesellschaft geworden sind. Da sowohl die Arbeitsmigration als auch die Flucht vor politischer Verfolgung und Bürgerkriegen zunächst nur als zeitlich befristete Aufenthalte erschienen, haben sich Politik und Gesellschaft lange gegen die Erkenntnis verschlossen23, dass die Zugewanderten und damit auch ihre Kultur und Religionen in Deutschland heimisch geworden sind, was durchaus einen beachtlichen verfassungsrechtlichen Aspekt beinhaltet. So wird die Einbeziehung des Islams in das deutsche Staatskirchenrecht oder Religionsverfassungsrecht oft als Prüfstein für unsere christlich tradierte Rechtsordnung im Verhältnis zwischen dem Staat und den Religions- bzw. Weltanschauungsgemeinschaften angesehen.

21 Vgl. dazu: www.deutsche-islam-konferenz.de/DIK/DE

23 So auch Rogall-Grothe, ZAR 2009, 50.

In Deutschland leben rund 3,2 bis 3,5 Millionen Menschen muslimischen Glaubens bzw. mit Herkunft aus muslimisch geprägten Staaten. Politik und Gesellschaft haben sich lange gegen die Erkenntnis verschlossen, dass die Zugewanderten und damit auch ihre Kultur und Religion in Deutschland heimisch geworden sind.

[...]

Der Islam mit allen seinen Ausprägungen und Glaubensrichtungen ist eine der großen Weltreligionen. In Deutschland leben mittlerweile etwa 3,2 bis 3,5 Millionen Menschen muslimischen Glaubens bzw. mit Herkunft aus muslimisch geprägten Staaten. Schon heute zeigt das Bild auf den Straßen nicht nur der größeren Städte, sondern in fast allen Regionen Deutschlands, dass Muslime ein nicht mehr wegzudenkender Teil der deutschen Gesellschaft geworden sind. Da sowohl die Arbeitsmigration als auch die Flucht vor politischer Verfolgung und Bürgerkriegen zunächst nur als zeitlich befristete Aufenthalte erschienen, haben sich Politik und Gesellschaft lange gegen die Erkenntnis verschlossen, dass die Zugewanderten und damit auch ihre Kultur und Religion in Deutschland heimisch geworden sind.

[...] So wird die Einbeziehung »des Islam« in das deutsche Staatskirchenrecht oder Religionsverfassungsrecht vielfach als Prüfstein für unsere tradierte Rechtsordnung zum Verhältnis zwischen dem Staat und Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften angesehen.

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 23 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Mra/Fragment 015 17 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-14 07:40:45 WiseWoman
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Halm Liakova 2006, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 15, Zeilen: 17-21, 27-30
Quelle: Halm Liakova 2006
Seite(n): 199, 200, Zeilen: online
[...]24 Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2004 zeigte bereits, dass die deutsche Bevölkerung schon damals von einem beträchtlichen Konfliktpotential des Islams ausging: 55 % der Befragten waren nämlich der Meinung, Islam und Christentum seien zu verschieden25, weshalb es immer wieder zu neuen Konflikten kommen werde. Nur 29 % waren der Auffassung, beide Religionen könnten überhaupt nebeneinander existieren.26 [...]

Auf diese Weise erfährt die islamische Kultur eine immer ausgeprägtere Abwertung in der deutschen Bevölkerung. Zugleich ist eine breite Zustimmung zu generalisierenden Aussagen über den Zusammenhang von Islam und Terrorismus festzustellen sowie mehrheitlich eine geringe Kompetenz zur Differenzierung islamischen Glaubensrichtungen.28


24 Halm/Liakova, ZAR 2006, 199; Steppat/Scheffler, Islam als Partner, Islamkundliche Aufsätze 1944-1996, Beirut/Würzburg 2001; Schweizer, Islam und Abendland: Geschichte eines Dauerkonflikts, Stuttgart 2003; Zehetmair, Der Islam: im Spannungsfeld von Konflikt und Dialog, Würzburg 2005; Yousefi/Braun, Interkulturelles Denken oder die Achse des Bösen: das Islambild im christlichen Abendland, Nordhausen 2005; Tibi, Die Islamische Herausforderung: Religion und Politik im Europa des 21. Jahrhunderts, Darmstadt 2007.

25 Studien dazu: Schiffer, Medien und Erziehung Nr. 2/2005, 43; Hoffmann, Islam in den Medien, Münster 2004; Leibold/Kühnel/Heitmeyer, Aus Politik und Zeitgeschichte, 1-2/2006, 3; Halm/Sauer, WSI-Mitteilungen 10/2004, 547; Goldberg/Sauer, Perspektiven der Integration türkischstämmiger Migranten in NRW, Münster 2003; Hafez, Frankfurter Hefte 1/1991, 426.

26 Köcher, FAZ vom 15.12.2004; zu Islamphobie bei den Deutschen: Leibold/Kühne /Heitmeyer, Aus Politik und Zeitgeschichte 2006, 3.

28 Geißler/Pöttker, Medien und Migration im internationalen Vergleich, Bielefeld 2006; Zehetmair, Der Islam im Spannungsfeld von Konflikt und Dialog, Wiesbaden 2005.

Eine Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach aus dem Jahr 2004 zeigt, dass die deutsche Bevölkerung von beträchtlichem Konfliktpotential ausgeht: 55 % der Befragten sind der Meinung, Islam und Christentum seien zu verschieden, weshalb es immer wieder zu schweren Konflikten kommen werde. Nur 29 % sind der Auffassung, beide Religionen könnten nebeneinander existieren.4

[Seite 200]

Die islamische Kultur erfährt eine immer ausgeprägtere Abwertung in der deutschen Bevölkerung. Zugleich ist eine breite Zustimmung zu generalisierenden Aussagen über den Zusammenhang von Islam und Terrorismus festzustellen sowie mehrheitlich eine geringe Kompetenz zur Differenzierung islamischer Glaubensrichtungen feststellbar.12


4 Renate Köcher in der FAZ vom 15.12.2004.

6 Siehe Jürgen Leibold/Steffen Kühnel/Wilhelm Heitmeyer: Abschottung von Muslimen durch generalisierte Islamkritik? In: Aus Politik und Zeitgeschichte 1-2/2006, S. 3-10. Der Text bietet eine Übersicht der Befunde zur Islamophobie in der deutschen Bevölkerung im Rahmen des Forschungsprojektes »Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit« (»GMF-Survey«) von 2003-2005.

12 Leibold/Kühnel/Heitmeyer (o.Fn. 6), S. 4-6.

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 24 als erste genannt, doch wird auch danach weiter (ungekennzeichnet) aus ihr übernommen.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:WiseWoman, Zeitstempel: 20160514074945

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