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Mra/040

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Multikulturalismus und Integration als Grundrechtsproblem

von Dr. Monique Radtke

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mra/Fragment 040 12 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-31 10:45:53 Klgn
Fragment, Gesichtet, Jochum 2001, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 12-16
Quelle: Jochum 2001
Seite(n): 111, Zeilen: 26 ff.
Es stellt sich daher in mehrfacher Hinsicht immer wieder die Frage, wie der Konflikt zwischen den christlich-abendländisch geprägten Regeln des deutschen Staatskirchenrechts und den andersartigen Strukturen der islamischen Vorstellungswelt sachgerecht aufgelöst werden kann. Gefragt ist insoweit ein maßvolles Aufeinanderzugehen, das z.T. eine offene, kreative und innovative Auslegung des geltenden deutschen Verfassungsrechts erfordert. Es stellt sich in mehrfacher Hinsicht die Frage, wie der Konflikt zwischen den christlich-abendländisch geprägten Regeln des deutschen Staatskirchenrechts und den andersartigen Strukturen der islamischen Vorstellungswelt sachgerecht aufgelöst werden kann. Gefragt ist insoweit ein maßvolles Aufeinanderzugehen, das zum Teil eine offene, kreative und innovative

[Seite 112]

Auslegung46 des geltenden deutschen Verfassungsrechts erfordert.


46 Klaus Gebauer, Islamische Unterweisung in deutschen Klassenzimmern, RdjB 1989, 263 (269).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), Klgn

[2.] Mra/Fragment 040 16 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-29 15:47:23 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Tibi 1994

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 16-29
Quelle: Tibi 1994
Seite(n): 30, Zeilen: 16 ff.
Die gegenseitige Beeinflussung der Kulturen kann man in den meisten Perioden der Menschheitsgeschichte beobachten. Eine Kultur zu finden, die nicht von anderen Kulturen beeinflusst worden wäre, ist kaum möglich. In früheren Zeiten waren die Prozesse der wechselseitigen Beeinflussung von Kulturen jedoch aufgrund weniger vorangeschrittener Globalisierung vorwiegend lokal bzw. regional begrenzt Einige wenige Kulturen haben dennoch Verbreitungsprozesse weit über die ursprünglichen Grenzen hinaus hervorgebracht. Der Islam gehört zu einer solchen Ausnahme. Doch trotz seiner großen Ausbreitung hat der Islam niemals einen globalen, d.h. die gesamte Welt umfassenden Rahmen für eine universelle Kultur schaffen können. Allein die westliche Kultur hat einen globalen Rahmen verwirklicht, der jedoch nie universale Geltung erlangte. Universalisierung (der Werte und Normen einer Kultur) ist nicht zu verwechseln mit der Globalisierung zivilisatorischer Errungenschaften und Strukturen. Die Globalisierung auf techno-wissenschaftlicher Basis ist zwar erfolgt, jedoch ohne dass die kulturelle Moderne universalisiert worden wäre.130

130 Tibi, Im Schatten Allahs, München 1994, S. 30.

Die gegenseitige Beeinflussung der Kulturen können wir in den meisten Perioden der Menschheitsgeschichte beobachten. Eine reine, insulare Kultur zu finden, die nicht von anderen Kulturen beeinflußt worden wäre, ist kaum möglich. In früheren Zeiten waren die Prozesse der wechselseitigen Beeinflussung von Kulturen jedoch lokal bzw. regional begrenzt. Einige wenige Kulturen haben Verbreitungsprozesse weit über ihre ursprünglichen Grenzen hinaus hervorgebracht. Der Islam gehört vorrangig zu diesen seltenen Ausnahmen. Doch trotz seiner großen Ausbreitung - und trotz seines Anspruchs - hat der Islam niemals einen globalen, d. h. die gesamte Welt umfassenden Rahmen für eine universelle Kultur schaffen können. Allein die westliche Kultur hat einen globalen Rahmen verwirklicht, der jedoch nie universale Geltung erlangte. Universalisierung (der Werte und Normen einer Kultur) ist nicht zu verwechseln mit der Globalisierung zivilisatorischer Errungenschaften und Strukturen. [...] Dennoch ist diese Globalisierung erfolgt, ohne daß die kulturelle Moderne universalisiert worden ist.19

[S. 354]

19 Diese Aussage wird am Beispiel des Islam illustriert in B. Tibi, Islamischer Fundamentalismus, moderne Wissenschaft und Technologie, Frankfurt/M. 1992, bes. Kap. I und II.

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn. 130 genannt.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[3.] Mra/Fragment 040 30 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-31 10:49:44 Klgn
Fragment, Gesichtet, Jochum 2001, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 40, Zeilen: 30-38
Quelle: Jochum 2001
Seite(n): 112, Zeilen: 1 ff.
Die nachfolgenden Überlegungen werden zeigen, dass es nicht genügt, von den Islamgläubigern [sic] pauschal einfach nur die Erfüllung der verfassungsrechtlichen Voraussetzungen zu fordern131 oder sich aber auf einen christlich-abendländischen Kulturvorbehalt zurückzuziehen. 132 Demgegenüber überzeugt allerdings auch die Forderung nach einem wörtlichen Verständnis der Formel von der weltanschaulichen Neutralität des Staates und nach einer restriktiveren Auslegung des Grundrechts der Religionsfreiheit nicht restlos. Die Frage erscheint also berechtigt, ob diese Auffassung einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung fruchtbaren Boden bieten kann oder als hilfloser Versuch der Abschottung und Verteidigung des eigenen traditionell geprägten Horizonts abgelehnt werden muss.

131 Heckel, JZ 1999, 741.

132 So wohl Hillgruber, JZ 1999, 538. Ablehnend dagegen Häußler, ZAR 2000, 159.

Die nachfolgenden Überlegungen werden zeigen, daß es nicht genügt, von den Islamgläubigen pauschal die Erfüllung der verfassungsrechtlichen Voraussetzungen zu fordern47 oder sich auf einen christlich-abendländischen „Kulturvorbehalt“ zurückzuziehen48. Aber auch die Forderung nach einem wörtlicheren Verständnis der Formel von der weltanschaulichen Neutralität des Staates und nach einer restriktiveren Auslegung des Grundrechts der Religionsfreiheit49 überzeugt nicht restlos50. Die Frage scheint berechtigt, ob diese Auffassung einer zukunftsorientierten Weiterentwicklung fruchtbaren Boden bieten kann oder als hilfloser Versuch der Abschottung und Verteidigung des eigenen traditionell geprägten Horizonts abgelehnt werden muß.

47 Martin Heckel, Religionsunterricht für Muslime, JZ 1999, 741 ff.

48 So wohl Christian Hillgruber, Der deutsche Kulturstaat und der muslimische Kulturimport, JZ 1999, 538 (547); ablehnend dagegen Ulf Häußler, Islamische Inhalte im deutschen Schulwesen - Verfassungsrechtlicher Anspruch und schulische Wirklichkeit, ZAR 2000, 160.

49 Norbert Janz/Sonja Rademacher, Islam und Religionsfreiheit, NVwZ 1999, 706 (712 f.), die von einer gewissen Durchdringung und Verhaftung des Staatswesens durch bzw. in christlich-abendländischen Traditionen ausgehen, welche stets als gewollt akzeptiert worden sei, und mit Blick auf den Wandel der gesellschaftlichen Verhältnisse für eine restriktive Auslegung des Grundrechts der Religionsfreiheit plädieren.

50 Kritisch auch Ulf Häußler, „Schulkreuze“ im säkularen Staat, ZevKR 43 (1998), 461 (492).

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle. Aus den Islamgläubigen werden beim Übertragen Islamgläubiger.

Sichter
(SleepyHollow02), Klgn


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Klgn, Zeitstempel: 20160531105213

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