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Mra/133

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Multikulturalismus und Integration als Grundrechtsproblem

von Dr. Monique Radtke

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mra/Fragment 133 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-14 11:45:12 Schumann
BauernOpfer, Fragment, Gesichtet, Hanf 1991, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 133, Zeilen: 21-33
Quelle: Hanf 1991
Seite(n): 63 f., Zeilen: 63:32 ff.; 64: 1 ff.
Dieser Gedanke wurde bereits 1866 von dem österreichischen Liberalen Adolph Fischhof umrissen, einige Jahrzehnte später, 1902 und erneut 1918, von dem sozialistischen Denker und Politiker Karl Renner im Detail entwickelt, 1923 und 1924 nochmals aufgegriffen von Otto Bauer, einem anderen führenden Austromarxisten.552 Seine ideengeschichtliche Wirkung war zunächst nur kurz. 1905 wurde es in Zürich vom russisch-jüdischen Bund und 1912 in Wien von den Menschewiken unter dem Vorsitz Trotzkis diskutiert. Es ging ein in die jüdischen Vorschläge an die Versailler Konferenz zur Neuordnung Osteuropas. Gesetzesrang erhielt es in der kurzlebigen unabhängigen Ukraine von 1918 und in der Sprachenregelung Estlands während der Zwischenkriegszeit. In den dreißiger Jahren beeinflusste es die Debatte in der zionistischen Bewegung über die Zukunft Palästinas. Danach verschwand es weitgehend aus der politischen Debatte, teils aufgrund seiner Ablehnung durch Lenin, vor allem aber wegen der neuen Staatenordnung, die aus dem Willen der siegreichen Mächte resultierte.

Erst in den jüngsten Jahren der Infragestellung des „real existierenden Sozialismus“ entdeckte [das westeuropäische Lager der Linken den Austromarxismus neu und mit ihm die Idee des Personalprinzips.]


551 Hanf, in: Fröschl/Mesner/Ra`anan, Staat und Nation in multi-ethnischen Gesellschaften, Wien 1991, S. 61.

552 Der Austromarxismus ist die von Otto Bauer nach Ende des Ersten Weltkrieges geprägte österreichische Schule des Marxismus. Im Gegensatz zu den Lehren des Marxismus machte Bauer die Initiierung der Sozialen Revolution und die Etablierung der Diktatur des Proletariats vom Erringen der absoluten Mehrheit im Rahmen der real existierenden parlamentarischen Demokratie abhängig, vgl. Albers, Otto Bauer und der „dritte“ Weg. Die Wiederentdeckung des Austromarxismus durch Linkssozialisten und Eurokommunisten, Frankfurt am Main 1979.

Es wurde bereits 1866 von dem österreichischen Liberalen Adolph Fischhof4 umrissen, einige Jahrzehnte später, 1902 und erneut 1918, ven dem sozialistischen Denker und Politiker Karl Renner5 im Detail entwickelt, 1923 und 1924 nochmals aufgegriffen von Otto Bauer6, einem anderen führenden Austromarxisten. [...]

[Seite 64]

Seine ideengeschichtliche Wirkung war zunächst nur kurz.7 1905 wurde es in Zürich vom russisch-jüdischen Bund, 1912 in Wien von den Menschewiken unter dem Vorsitz Trotzkis diskutiert. Es ging ein in die jüdischen Vorschläge an die Versailler Konferenz zur Neuordnung Osteuropas. Gesetzesrang erhielt es in der kurzlebigen unabhängigen Ukraine von 1918 und in der Sprachenregelung des Estland [sic] der Zwischenkriegszeit. In den dreißiger Jahren beeinflußte es die Debatte in der zionistischen Bewegung über die Zukunft Palästinas.8 Dann verschwand es weitgehend aus der politischen Debatte, teils aufgrund seiner Ablehnung durch Lenin9, vor allem aber wegen der neuen Staatenordnung, die aus dem Willen der siegreichen Mächte resultierte. [...]

Erst in den jüngsten Jahren der Infragestellung des „real existierenden Sozialismus“ entdeckte die westeuropäische Linke den Austromarxismus neu und mit ihm die Idee des Personalprinzips.


4 Adolph Fischhof, Österreich und die Bürgerschaften seines Bestandes, Wien 1869.

5 Vgl. Anm. 2.

6 Otto Bauer, Die österreichische Revolution, Wien 1923; ders., Die Nationalitätenfrage und die Sozialdemokratie, Wien 1924 (= Marx-Studien 2).

7 Zur Wirkungsgeschichte vgl. Heinz Kloss, Grundfragen der Ethnopolitik im 20. Jahrhundert. Die Sprachengemeinschaften zwischen Recht und Gewalt, Wien- Stuttgart 1969.

8 Vgl. Franz Ansprenger, Juden und Araber in einem Land, München-Mainz 1978, S. 46, Anm. 22.

9 Wladimir I. Lenin, Über die nationale und die koloniale nationale Frage, Ostberlin 1960, S. 118-122.

Anmerkungen

Die Quelle ist in Fn 551 (an der Überschrift weiter oben auf der Seite) genannt.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[1.] Mra/Fragment 133 104
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-13 22:54:20 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Austromarxismus 2014

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 133, Zeilen: 104-106
Quelle: Wikipedia Austromarxismus 2014
Seite(n): online, Zeilen: 0
[...]

552 Der Austromarxismus ist die von Otto Bauer nach Ende des Ersten Weltkrieges geprägte österreichische Schule des Marxismus. Im Gegensatz zu den Lehren des Marxismus machte Bauer die Initiierung der Sozialen Revolution und die Etablierung der Diktatur des Proletariats vom Erringen der absoluten Mehrheit im Rahmen der real existierenden parlamentarischen Demokratie abhängig, vgl. Albers, Otto Bauer und der „dritte“ Weg. Die Wiederentdeckung des Austromarxismus durch Linkssozialisten und Eurokommunisten, Frankfurt am Main 1979.

Der Austromarxismus war während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine österreichische Schule des Marxismus.

Begründet wurde er 1904 von Otto Bauer, dem stellvertretenden Parteivorsitzenden und führenden Theoretiker der österreichischen SDAP (wobei der Austromarxismus durch ihn weitgehend geprägt wurde), Max Adler und Rudolf Hilferding.[1] Im Gegensatz zu den Lehren des Marxismus und Leninismus machte Bauer die Initiierung der Sozialen Revolution und die Etablierung der Diktatur des Proletariats vom Erringen der absoluten Mehrheit im Rahmen der real existierenden parlamentarischen Demokratie abhängig.

Literatur:

Detlev Albers u.a. (Hg.): Otto Bauer und der „dritte“ Weg. Die Wiederentdeckung des Austromarxismus durch Linkssozialisten und Eurokommunisten. Frankfurt/M 1979.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:WiseWoman, Zeitstempel: 20160513225518


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