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Mra/166

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Multikulturalismus und Integration als Grundrechtsproblem

von Dr. Monique Radtke

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mra/Fragment 166 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-11 21:18:15 WiseWoman
Fragment, Gesichtet, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung, Wikipedia Synkretismus 2014

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 166, Zeilen: 1-12, 101-103
Quelle: Wikipedia Synkretismus 2014
Seite(n): online, Zeilen: 0
[Voraussetzung ist, dass diese] Ideen oder Philosophien sich zuvor inhaltlich voneinander abgegrenzt haben und dass sie als religiös-philosophische Teilaspekte auf einen Absolutheitsanspruch verzichten. Synkretismus nimmt so die Aspekte unterschiedlicher Religionen bewusst auf und formt sie zu etwas Neuem.651 Positionen in der heutigen Religionswissenschaft betrachten ein gewisses Maß an Synkretismus als weit verbreitetes Phänomen, da dies eine naheliegende Folge des Umgangs mit Fremdheit oder Neuem ist. Diesem Vorgang wird daher umgangssprachlich oft eine gewisse „Natürlichkeit“ unterstellt. Aber sogar innerhalb einer Konfession treten praktisch Widersprüche und Ansichts-Strömungen auf. Dieser Vorgang widerspricht jedoch dogmatischen Vorstellungen, die im Laufe der Zeit in machen [sic] Religionsorganisationen wachsen und einer Beliebigkeit entgegenwirken sollen. Monotheistische Religionen grenzen sich von synkretistischen Tendenzen in der Regel stärker ab als Religionen, deren innere Struktur ohnehin einen gewissen Pluralismus und eine Widersprüchlichkeit aufweist.

651 Der Buddhismus beispielsweise ist offen für andere Lehren. Insbesondere in Japan und China ist es üblich, nicht einer Religion anzugehören, sondern verschiedene Religionen und Lehren (Buddhismus, Daoismus, Konfuzianismus) nach eigener Vorstellung zu mischen. Auch werden deren Heiligtümer abwechselnd verehrt.

Voraussetzung ist, dass diese Ideen oder Philosophien sich zuvor als inhaltlich voneinander unterschieden abgegrenzt haben und dass sie als religiös-philosophische Teilaspekte auf einen Absolutheitsanspruch verzichten. Synkretismus nimmt vielmehr die Aspekte unterschiedlicher Religionen mehr oder weniger bewusst auf und formt sie zu etwas Neuem.

[...]

Positionen in der heutigen Religionswissenschaft betrachten ein gewisses Maß an Synkretismus als weit verbreitetes Phänomen, da dies eine naheliegende Folge des Umgangs mit Fremdheit oder Neuem ist. Diesem Vorgang wird daher umgangssprachlich oft eine gewisse „Natürlichkeit“ unterstellt. Aber sogar innerhalb einer Konfession treten praktisch Widersprüche und Ansichtsströmungen auf. Dieser Vorgang widerspricht jedoch dogmatischen Vorstellungen, die im Laufe der Zeit in manchen Religionsorganisationen (z. B. Kirchen) wachsen und einer Beliebigkeit entgegenwirken sollen. Monotheistische Religionen grenzen sich von synkretistischen Tendenzen in der Regel stärker ab als Religionen, deren innere Struktur ohnehin einen gewissen Pluralismus aufweist. [...]

Der Buddhismus[1] beispielsweise ist offen für andere Lehren. Er verneint allerdings kategorisch die Existenz einer Seele (atma) und die Existenz einer Persönlichkeit (pudgala)[2]. Insbesondere in Japan, Vietnam und China ist es üblich, nicht einer Religion „anzugehören“, sondern verschiedene Religionen und Lehren (Buddhismus, Daoismus, Konfuzianismus, Shintō) nach eigener Vorstellung zu mischen (vgl. Shinbutsu-Shūgō, Japanische Götter, Drei Lehren, Quanzhen-Daoismus). Auch werden deren Heiligtümer abwechselnd verehrt.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Mra/Fragment 166 13 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-13 22:17:04 Schumann
Fragment, Gesichtet, Hanf 1991, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 166, Zeilen: 13-17, 22-40
Quelle: Hanf 1991
Seite(n): 70 ff., Zeilen: 70: 7 ff.; 71: 1 ff.; 72: 1 ff.
Was immer an ethnischer, sprachlicher oder religiöser Vielfalt in einem Staat besteht, wird nicht nur hingenommen, sondern als Reichtum der Gesellschaft bewertet und gefördert, die Vielfalt wird positiv als Charakteristikum einer übergreifenden Einheit gewertet. Möglich wird dies durch eine strikte Gleichbehandlung aller ethnischen Gruppen und durch Respektierung ihrer kulturellen Eigenart, aber gleichzeitig durch ihre Entpolitisierung. [...]

Sie finden sich dennoch sowohl in autoritär wie liberal demokratisch verfassten Vielvölkerstaaten und ignorieren Menschen bzw. Freiheitsrechte in unterschiedlicher Art und Weise. Diese Regelungen werden allerdings nun häufig mit Versuchen verknüpft, das aus ethnischer Vielfalt resultierende Konfliktpotential zu vermindern, um eine Regelung zu erreichen. Unter diesen Versuchen lassen sich vor allem zwei Mechanismen beobachten: föderalistische Machtdezentralisierung und Kulturautonomie. Föderalismus wirkt konfliktmindernd, da er solchen politischen Kräften, die nicht an der gesamtstaatlichen Macht teilhaben, durch die Möglichkeit regionaler Machtteilhabe eine Befriedigung verschafft, die sie von desperater Totalopposition abgrenzt. Eine ähnliche Wirkung kann auch dem Mechanismus der Kulturautonomie zugeschrieben werden. Dominanzsysteme werden nur zugelassen, wenn die politische wie kulturelle Überlegenheit der herrschenden Gruppe völlig unzweifelhaft ist; in diesem Falle nimmt Kulturautonomie nicht selten einen zwiespältigen Charakter an: Sie bewahrt zwar die Identität der dominierten Gruppe, wirkt aber gleichzeitig durch den mit ihr verbundenen Ausschluss von der herrschenden Kultur diskriminierend. Die beiden Konfliktminderungsmechanismen sind von unterschiedlicher Eignung für unterschiedliche multi-ethnische Problemlagen. Auf den ersten Blick scheint Föderalismus vor allem für Staaten mit klaren Siedlungsgrenzen geeignet zu sein. Kulturautonomie dagegen für Gemengelagen. Beide Mechanismen können durchaus miteinander verbunden sein und sich ergänzen.

Was immer an ethnischer, sprachlicher oder religiöser Vielfalt in einem Staat besteht, wird nicht nur hingenommen, sondern als Reichtum einer Gesellschaft bewertet und gefördert - die Vielfalt wird positiv als Charakteristikum einer übergreifenden Einheit gewertet. Möglich wird dies durch eine strikte Gleichbehandlung aller ethnischen Gruppen und durch Respektierung ihrer kulturellen Eigenart, aber gleichzeitig durch ihre Entpolitisierung. [...]

Die dargestellten fünf Hauptformen der Konfliktregelung finden sich sowohl in autoritär wie liberal demokratisch verfaßten Vielvölkerstaaten, wenn auch in unterschiedlicher Verteilung.

[Seite 71:]

In den meisten politischen Systemen, die eine der verbliebenen vier Regelungsformen verwenden, weiden diese verbunden mit Versuchen, das aus ethnischer Vielfalt resultierende Konfliktpotential zu vermindern, um die Regelung zu erleichtern. Unter diesen Versuchen lassen sich vor allem zwei Mechanismen beobachten: föderalistische Machtdezentralisierung und Kulturautonomie.

Föderalismus wirkt konfliktmindernd, da er solchen politischen Kräften, die nicht an der gesamtstaatlichen Macht teilhaben, durch die Möglichkeit regionaler Machtteilhabe eine Befriedigung verschafft, die sie von desperater Totalopposition abhält.

[...]

Ähnliches gilt auch für den Mechanismus der Kulturautonomie. Dominanzsysteme lassen sie nur dann zu, wenn die politische wie die kulturelle

[Seite 72:]

Überlegenheit der herrschenden Gruppe völlig unzweifelhaft ist; in diesem Falle nimmt Kulturautonomie nicht selten einen zwiespältigen Charakter an: Sie bewahrt zwar die Identität der dominierten Gruppe, wirkt aber gleichzeitig durch den mit ihr verbundenen Ausschluß von der herrschenden Kultur diskriminierend. [...]

Die beiden Konfliktminderungsmechanismen sind von unterschiedlicher Eignung für unterschiedliche multi-ethnische Problemlagen. Auf den ersten Blick scheint Föderalismus vor allem für Staaten mit klaren Siedlungsgrenzen ethnischer Gruppen geeignet zu sein, Kulturautonomie hingegen für Gemengelagen. [...] Beide Mechanismen können durchaus miteinander verbunden sein und sich ergänzen.

Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle, kein Hinweis auf eine Übernahme.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Schumann, Zeitstempel: 20160513221623

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