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Mra/311

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Multikulturalismus und Integration als Grundrechtsproblem

von Dr. Monique Radtke

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Statistik und Sichtungsnachweis dieser Seite findet sich am Artikelende
[1.] Mra/Fragment 311 01 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-13 07:21:36 Klgn
BauernOpfer, Evers 1979, Fragment, Gesichtet, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 311, Zeilen: 1-10
Quelle: Evers 1979
Seite(n): 106, Zeilen: 7 ff.
[Die Vorschriften des Grundgesetzes, mit denen es Würde und Freiheit des Menschen aner]kennt und schützt, und eine freiheitliche, demokratische, rechtsstaatliche und sozialstaatliche Ordnung errichtet und in ihren Grundzügen gegen jeden Versuch der Beeinträchtigung absichert, sind notwendige Gegenstände der Wissensvermittlung; Soweit es pädagogisch möglich und sinnvoll ist, kann und soll daher die Schule die Schüler mit Kenntnissen und Fähigkeiten ausstatten, die zur Wahrnehmung der Freiheitsrechte sowie der staatsbürgerlichen Rechte und Aufgaben und zum Verständnis der politischen Prozesse notwendig sind.1446 Eine andere Frage erweitert diesen Gedanken dahingehend, ob und in welcher Weise die Schule auch befugt ist, die Grundwerte der Verfassung zu „propagieren“. Die These, dass die Schule in den Grundwerten ihr „wesentliches Erziehungsprogramm“ finden soll1447, ist nicht eindeutig und kann daher leicht missverstanden werden.

1446 Evers, Die Befugnis des Staates zur Festlegung von Erziehungszielen in der pluralistischen Gesellschaft, Berlin 1979, S. 106ff.

1447 Isensee, NJW 77, 551.

Die Vorschriften des GG, mit denen es Würde und Freiheit des Menschen anerkennt und schützt und eine freiheitliche, demokratische, rechtsstaatliche und sozialstaatliche Ordnung errichtet und in ihren Grundzügen gegen jeden Versuch der Beeinträchtigung absichert13, sind notwendige Gegenstände der Wissensvermittlung; soweit es pädagogisch möglich und sinnvoll ist, kann und soll daher die Schule den Schüler mit den Kenntnissen und Fähigkeiten ausstatten, die zur Wahrnehmung der Freiheitsrechte sowie der staatsbürgerlichen Rechte und Aufgaben und zum Verständnis der politischen Prozesse notwendig sind.

Eine andere Frage ist, ob und in welcher Weise die Schule auch zur „lebendigen Anverwandlung der Grundwerte der Verfassung“ befugt und verpflichtet ist14. Die These, daß die Schule in den Grundwerten ihr „wesentliches Erziehungsprogramm“ finden soll15, ist alles andere als selbstverständlich und daher auch Quelle vieler Mißverständnisse und Mißdeutungen.


13 Vgl. oben S. 85.

14 Oppermann, Die erst halb bewältigte Sexualerziehung, JZ 78, 289 (292).

15 Isensee, Verfassungsgarantie ethischer Grundwerte und gesellschaftlicher Konsens, NJW 77, 551.

Anmerkungen

Die Quelle ist zwar genannt, die wörtliche Übernahme bleibt jedoch ungekennzeichnet.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann

[2.] Mra/Fragment 311 11 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-31 12:39:39 Klgn
Fragment, Gesichtet, Heimann 2001, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop, Verschleierung

Typus
Verschleierung
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 311, Zeilen: 11-21, 24-27
Quelle: Heimann 2001
Seite(n): 100, Zeilen: 4 ff.
Sind die auf diesen Wertungen beruhenden Regelungen des Grundgesetzes nun in spezifischer Weise auf die Verhältnisse des Christentums bezogen, privilegieren sie, im Gewand vermeintlicher Objektivität, die christliche Religionsausübung? Tatsächlich steht das Grundgesetz in einer christlichen-abendländischen Tradition, wie bereits mehrfach dargestellt. Es hat unbestrittenermaßen zahlreiche ihrer Herkunft nach christliche und humanistische Werte positiviert. Das positive Verfassungsrecht kann seine Herkunft also nicht verleugnen. Dennoch sind nur die zwar christlich geprägten, aber eben durch den Staat positivierten Wertentscheidungen im Grundgesetz zu beachten, nicht die, im Übrigen viel weitergehenden, Werte der christlichen Religionsgemeinschaften. Nicht die geistesgeschichtlichen Wurzeln staatlicher Verfassungsentscheidungen sind das wesentliche Beurteilungskriterium, sondern die Ziele, die mit ihnen verfolgt werden. [...] Bedeutsam ist im vorliegenden Zusammenhang also nicht, ob bestimmte Regelungen zur Religionsausübung im modernen demokratischen Verfassungsstaat mit christlichen Glaubensgemeinschaften besser korrelieren als mit anderen, sondern ob die Regelungen für diese Staatsform existentiell sind. Sind die auf diesen Wertungen beruhenden Regelungen des Grundgesetzes nun in spezifischer Weise auf die Verhältnisse des Christentums bezogen, privilegieren sie - im Gewand vermeintlicher Objektivität - die christliche Religionsausübung? Tatsächlich steht das Grundgesetz in einer christlichen Tradition, es hat zahlreiche ihrer Herkunft nach christliche und humanistische Werte positiviert. Das positive Verfassungsrecht kann seine Herkunft also nicht verleugnen. Dennoch sind nur die zwar christlich geprägten, aber eben durch den Staat positivierten Wertentscheidungen im Grundgesetz zu beachten, nicht die - im übrigen viel weitergehenden - Werte der christlichen Religionsgemeinschaften als solche. [...] Nicht die geistesgeschichtlichen Wurzeln staatlicher Verfassungsentscheidungen sind das wesentliche Beurteilungskriterium, sondern die Ziele, die mit ihnen verfolgt werden. Bedeutsam ist im vorliegenden Zusammenhang also nicht, ob bestimmte Regelungen zur Religionsausübung im modernen demokratischen Verfassungsstaat mit christlichen Glaubensgemeinschaften besser korrelieren als mit anderen, sondern ob die Regelungen für diese Staatsform existentiell sind.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Sichter
(SleepyHollow02), Klgn

[3.] Mra/Fragment 311 21 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-31 12:11:34 Klgn
Fragment, Gesichtet, Jochum 2001, KomplettPlagiat, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
KomplettPlagiat
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 311, Zeilen: 21-24
Quelle: Jochum 2001
Seite(n): 108, Zeilen: 10 ff.
Die Pflege und Tradierung des gewachsenen Kulturwertkonsenses von Werten, die ihre Grundlage im christlich und humanistisch geprägten Menschenbild haben, steht nicht im Widerspruch zur Verpflichtung des Staates zur Neutralität. Die Pflege und Tradierung des gewachsenen Kulturwertkonsenses, von Werten, die ihre Grundlage im christlich und humanistisch geprägten Menschenbild haben, steht nicht in Widerspruch zur Verpflichtung des Staates zur Neutralität.
Anmerkungen

Kein Hinweis auf die Quelle.

Kleine sprachliche Änderung.

Sichter
(SleepyHollow02), Klgn

[4.] Mra/Fragment 311 27 - Diskussion
Zuletzt bearbeitet: 2016-05-13 07:22:18 Klgn
BauernOpfer, Evers 1979, Fragment, Gesichtet, Mra, SMWFragment, Schutzlevel sysop

Typus
BauernOpfer
Bearbeiter
SleepyHollow02
Gesichtet
Yes.png
Untersuchte Arbeit:
Seite: 311, Zeilen: 27 ff.
Quelle: Evers 1979
Seite(n): 107 f., Zeilen: 107: 34 ff.; 108: 1 ff.
In Betracht käme eine verbreitete Begründung: Eine Analyse des Grundgesetzes zeigt, dass die Inhalte der von ihm geschaffenen Ordnung geprägt sind durch grundlegende, der positiven Rechtsordnung innewohnende Werte. Dabei sind auch Traditionen der liberal-repräsentativen parlamentarischen Demokratie, des liberalen Rechtsstaates und des Bundesstaates aufgenommen und neue Prinzipien hinzugefügt, wie das des Sozialstaates. Im Zentrum dieser (Vernunfts-) Ordnung ist die innerhalb der sozialen Gemeinschaft sich frei entfaltende menschliche Persönlichkeit und ihre Würde.1448

Das Bundesverfassungsgericht misst in ständiger Rechtsprechung dem Grundgesetz, den Grundrechten insbesondere, den Charakter einer „Werteordnung“ oder eines „Wertsystems“ bei. Die Beurteilung des Grundgesetzes als eine Werteordnung ist zunächst nichts anderes als ein Argumentationsbehelf für die dem Bundesverfassungsgericht obliegende Interpretation des Grundgesetzes, mit dem es sich von den Methoden eines wertungsfreien Gesetzespositivismus absetzt und die Notwendigkeit einer wertbewussten und wertbezogenen Interpretation des Grundgesetzes begründet.


1448 BVerfGE 7, 198.

Das BVerfG legt in ständiger Rechtsprechung dem GG, den Grundrechten insbesondere, den Charakter einer „Wertordnung“ oder eines „Wertsystems“ bei19. Die Beurteilung des GG als einer Wertordnung ist zunächst nichts als ein Argumentationsbehelf für die dem BVerfG obliegende Interpretation des GG, mit dem es sich von den Methoden

[Seite 108:]

eines wertungsfreien Gesetzespositivismus absetzt und die Notwendigkeit einer wertbewußten und wertbezogenen Interpretation des GG begründet. [...]

Differenzierte, auf diesen Versuch äußerster Vereinfachung verzichtende Analyse des GG zeigt, daß die Inhalte der von ihm geschaffenen Ordnung geprägt sind durch grundlegende, der positiven Rechtsordnung vorausliegende Werte, die sich in wesentlichen Teilen mit Inhalten der Sozialmoral decken oder begegnen. Dabei sind Traditionen der liberal-repräsentativen parlamentarischen Demokratie, des liberalen Rechtsstaates und des Bundesstaates aufgenommen und neue Prinzipien hinzugefügt, insbesondere des Sozialstaates21. Mittelpunkt dieser Ordnung ist die innerhalb der sozialen Gemeinschaft sich frei entfaltende menschliche Persönlichkeit und ihre Würde22.


19 BVerfGE 6, 32 (41); 7, 198 (205); 10, 59 (81); zuletzt 35, 79 (114); 39, 1 (41).

21 Hesse, 4.

22 BVerfGE 7, 198 (205).

Anmerkungen

Die Quelle ist oben auf der Seite genannt.

Sichter
(SleepyHollow02) Schumann


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Letzte Bearbeitung dieser Seite: durch Benutzer:Klgn, Zeitstempel: 20160531124554

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